Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von 3nfant 7errible »

TheLaughingMan hat geschrieben:Gilt das eigentlich für jeden, der per Kickstarter Gelder für sein Wunschprojekt sammelt? Alles nur Schmarotzer und Zivilversager? Auch die Filmemacher, Gamedesigner und sonstigen Kreativen? Oder ist es Voraussetzung das man sich bedrohen und aufs primitivste beschimpfen lassen muss damit man das Geld "rechtmäßig" erhalten hat? Oder darf man mit besagtem Projekt nur eine bestimmte Thematik verfolgen?

Nö, aber wenn es sowas alltägliches wie vlogs ist, was scheinbar jeder selbstständig hinbekommt, dann darf man schon Fragen stellen. Vor allem wenn dann ironischerweise über die DiD geredet wird.


Ausserdem ist es beileibe nicht das erste Kickstarter-Projekt, das kritisiert wird. Auch bezüglich der Stretch-Goals wurden schon Stimmen laut. Es sind auch nicht alle erfolgreich, was auch schon Statement genug ist. Und man kann sich wohl kaum vorstellen was es erst für einen Shitstorm geben würde, wenn ein grösserer Publisher sich der Plattform bedienen würde. Da gab es ja schon ein mittelschweres Beben als EA es nur mal angedeutet hat ^^
Fiddl
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Kommentar

Beitrag von Fiddl »

Ich frage mich warum Tomb Raider hier nicht erwähnt wird.
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mr archer
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Re: Kommentar

Beitrag von mr archer »

Fiddl hat geschrieben:Ich frage mich warum Tomb Raider hier nicht erwähnt wird.
Kommt noch. Das ist der erste von 12 Teilen. Und wenn sie auf Lara Croft zu sprechen kommen wird, implodiert hier das Forum. Soviel ist nach diesem ersten Probelauf schonmal sicher.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

Gut, damit ist diese Diskussion dann ein für alle mal tot. Es wird persönlich und am Ende wird nur auf Frau Sarkeesian rumgehackt - das macht das Thema an sich natürlich bedeutungslos.

Achja und natürlich braucht niemand am Ende ne halbe Stunde, um die Gender Problematik in Games darzustellen, aber die halbe Stunde ist ein guter Anfang. Tatsächlich braucht man für so ein komplexes Thema nämlich wesentlich mehr Zeit.

Und am Ende gibt es ja auch schon so unglaublich viele Beiträge zu diesem Thema, weswegen sich alles wie die Piranhas auf dieses Video stürzen, Befürworter wie Gegner. :roll:

Man, es ist beinahe der einzige Beitrag seiner Art und in seiner Konsequenz recht beeindruckend und natürlich polemisierend und polarisierend.

Meine Güte, kann man mal irgendwie die Hintergründe zu diesem Video ausblenden und tatsächlich über die Inhalte diskutieren? Ist das wirklich so ein schwieriges Thema, dass man sich direkt auf die Person stürzen muss, damit man sich ja nicht mit dem Inhalt auseinandersetzten muss?

Nein, ist es nicht. Am Ende ist es ganz einfach. Ist die dargestellte Opferrolle harmlos und in dem Rahmen der Videospiele akzeptabel, oder steht sie für ein gesamtes Thema an Wahrnehmung und Wirkung und hat womöglich auch außerhalb der Spieleszene eine tatsächliche Relevanz?

Ist diese Frage denn so schwer zu beantworten - eigentlich nicht.

Gegenseite:

Ich finde nicht, denn Games sind nur Zeitvertreib und zu 90 Prozenzt so sinnlos, dass mir dieser Aspekt erst recht egal ist, da ich im real life ein total moderner und offener Mann und mir von dem bisschen Blödsinn nicht mein Weltbild zerstören lasse.

Befürworter
Ich finde schon, da es stellvetretend ist, für ein systematisches Bild von hilflosen Opfern und stählernden Rittern, das nur darüber hinwegtäuscht, dass Opferrollen wesentlich komplexer und vielschichtiger sind und Menschen, die sich nicht nach dem bekannten Schemata verhalten, als Opfer oft nicht anerkannt werden.
Außerdem spielen die Frauen, die gerettet werden keine Rolle in dem Sinne, da man sie auch durch alle möglichen Dinge ersetzten könnte. Sie sind das reine Objekt, nach der Weltrettung der Bonusgewinn, sie sind so weit entwertet, wie es nur geht. Das hat in einer männlichkeitsdominierten Welt aber System, und ist nur ein Ausdruck eines gesamten Wertesystems. bla

Und so weiter und so fort - was ist an der Darlegung dieser zwei Seiten so kompliziert, dass man unbedingt die Verfasserin direkt angehen muss?
So kann man doch ganz einfach diskutieren und muss nicht in altbekannte Machorollen zurückfallen und macht sich damit noch peinlicher als ohnehin schon.
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crewmate
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von crewmate »

Kritik an Anita ist gerechtfertigt. Jeder, der öffentlich ein Statement abgibt muss damit leben, das sie diskutiert werden könnte. Diskutieren =/= stummschalten. Leider wird sie als Person Gegenstand der Diskussion das ist das Problem. Das andere ist, das alles auf Grundsatzdiskussionen zurückgeführt wird. Und da knallt es dann zwangsläufig.
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TheLaughingMan
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von TheLaughingMan »

Scipione hat geschrieben:
TheLaughingMan hat geschrieben:Gilt das eigentlich für jeden, der per Kickstarter Gelder für sein Wunschprojekt sammelt? Alles nur Schmarotzer und Zivilversager? Auch die Filmemacher, Gamedesigner und sonstigen Kreativen? Oder ist es Voraussetzung das man sich bedrohen und aufs primitivste beschimpfen lassen muss damit man das Geld "rechtmäßig" erhalten hat? Oder darf man mit besagtem Projekt nur eine bestimmte Thematik verfolgen?

Nö, aber wenn es sowas alltägliches wie vlogs ist, was scheinbar jeder selbstständig hinbekommt, dann darf man schon Fragen stellen. Vor allem wenn dann ironischerweise über die DiD geredet wird.


Ausserdem ist es beileibe nicht das erste Kickstarter-Projekt, das kritisiert wird. Auch bezüglich der Stretch-Goals wurden schon Stimmen laut. Es sind auch nicht alle erfolgreich, was auch schon Statement genug ist. Und man kann sich wohl kaum vorstellen was es erst für einen Shitstorm geben würde, wenn ein grösserer Publisher sich der Plattform bedienen würde. Da gab es ja schon ein mittelschweres Beben als EA es nur mal angedeutet hat ^^
Warum tun manche hier immer so als als hätten sie einen Einblick wie genau Sarkeesian das Geld investiert hat? Die Reihe war vergleichsweise lange in der Entwicklung. Niemand weiß was noch kommt. Wenn sie fertig ist und die Videos in keinster Weise dem entsprachen was man hätte erwarten können könnt ihr euch ja immer noch über ihre vermeintliche Verschwendungssucht echauffieren.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

crewmate hat geschrieben:Kritik an Anita ist gerechtfertigt. Jeder, der öffentlich ein Statement abgibt muss damit leben, das sie diskutiert werden könnte. Diskutieren =/= stummschalten. Leider wird sie als Person Gegenstand der Diskussion das ist das Problem. Das andere ist, das alles auf Grundsatzdiskussionen zurückgeführt wird. Und da knallt es dann zwangsläufig.
Genauso schauts aus. Ich will sie ja jetzt nicht als unantastbaren Engel darstellen, aber man kann sie als Person auch mal ausschalten. Aber da spielt dann auch irgendwie wieder Neid und Hohn mit.

Jetzt ist dieses Video aber da und man könnte darüber reden.Kritik an ihrer Person wurde ja nun schon zum Teil überdeutlich laut, nicht umsonst hat sie Kommentar Funktion auf Youtube abgeschaltet.
Man könnte jetzt beweisen, wie reif man ist und sich auf den Inhalt ihrer Worte konzentrieren. Egal wie man diesen findet.
Vernon
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Vernon »

muecke-the-lietz hat geschrieben: Man könnte jetzt beweisen, wie reif man ist und sich auf den Inhalt ihrer Worte konzentrieren. Egal wie man diesen findet.
Was verdammt hat das mit Reife zu tun? Eher sollten die Russen und Araber ein Kickstartprogramm starten, da sie in Videospielen immer als böse Wesen erschossen werden (tot und so).

Das hier ist einfach nur Mist. Da klagt ein unterfordertes Wesen einen biologischen Unterschied zwischen Männern und Frauen an, in einer Domäne, die mehrheitlich von ersterem dominiert wird, und ihr Herren Weltenversteher versucht, den Sinn in einem Teller Nudelsuppe zu lesen.

Vielleicht erbarmt sich irgendwann ein Mann, ein Kickstarterprojekt über Nagelstudios und Dauerwelleabteilung beim Friseur zu starten, wo die Männer nicht so gut wegkommen.
Plor
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Plor »

Scipione hat geschrieben:
Irgendjemand hatte hier einen link zum Thema rosa oder blau gepostet. So weit, so gut. Aber hast du dir mal den ganzen Artikel angeschaut?

http://www.sueddeutsche.de/leben/sz-kin ... .1104307-5
...Ein Text aus der SZ-Kinderzeitung. Ganz nett für den Einstieg. Wenn es dann ein bisschen anspruchsvoller sein darf bitte das hier lesen:
http://www.intersexualite.de/wp-content ... oeppel.pdf

Dann kannst du auch noch mal drüber nachdenken, ob du damit...
aber wenn man dann eben weiter schaut (in diesem Fall war es nur ein Klick), sieht man, dass es tatsächlich Unterschiede gibt.
...nicht vielleicht doch etwas vorschnell urteilst. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: "Geschlecht" in der Biologie ist eine spezifische Kategorisierung, die anhand bestimmter phänotypischer Merkmale festgelegt wird (die sich im Laufe der Geschichte oft genug geändert haben). Der Begriff der "Festlegung" ist hier von ganz entscheidender Bedeutung. Es handelt sich nämlich um eine Konvention, die in vielen Fällen (sowohl wissenschaftlich als auch alltäglich) Sinn macht, die sich gesellschaftlich als funktionabel erwiesen hat. ABER, es bleibt eine Konvention. Es ist nicht direkte Realität sondern Systematisierung von Realität. Und wie jede Systematisierung stößt auch diese zwangsläufig irgendwann an ihre Grenzen, wenn es phänotypische Abweichungen gibt. Das heißt nicht, dass wir jetzt alle geschlechtslos herumlaufen sollten, aber es straft die Aussage "Es gibt Unterschiede" Lügen, da bei dieser eine falsche Kausalität hergestellt wird. Es ist nicht so, dass die Geschlechter als Fundament (oder Idee) a priori gegeben sind und diese Unterschiede aufweisen, viel mehr ermöglichen statistisch signifikant auftretende Unterschiede in vielen Fällen die Bestimmung eines Geschlechts. Ein entscheidender Unterschied, der immens wichtig ist, um nicht einer unwissenschaftlichen sexuellen Metaphysik nach dem Prinzip "Adam und Eva" anheim zu fallen. Denn diese Vorstellung einer unzweifelhaften Geschlechtsdeterminierung hat insbesondere in der jüdisch/christlichen Welt zu einer brutalen Abgrenzung und Pathologisierung von Intersexuellen (menschen und Phänomenen) geführt und zu grauenhaften Praktiken der Geschlechtsangleichung. Kein ernstzunehmender Biologe oder Mediziner würde heute noch von einem derart religiös fundierten sexuell bipolaren Weltbild ausgehen, sondern Geschlechtsdifferenzen viel mehr als das sehen was sie sind: Phänotypische Merkmale, die eine Geschlechtskategorisierung erlauben, die aber keineswegs ein Ausdruck einer gegebenen absoluten Geschlechterdifferenz sind.

Und das ist nur die biologische Seite. Dazu muss noch nicht einmal groß die Gender-Forschung bemüht werden. Mit den ganzen soziologischen Aspekten um Geschlechtlichkeit, Geschlechtsdeterminismus etc. ließen sich gleich noch ein paar weitere Bücher mehr füllen (das umschließt dann die immense Rolle des sozialen Geschlechts, ebenso die Frage nach Geschlechtsstereotypen und natürlich auch Transsexualität und Transgender). Vielleicht genügt es aber erst einmal, sich mit dem biologischen Phänomen des Geschlechts - abseits von "Es gibt aber Unterschiede" - auseinanderzusetzen, dann müsste es schon für *Klick machen, selbst wenn man Feminismus und Gendertheorien und alles drumherum zum Kotzen findet. Das Phänomenist eben nicht nur komplexer als rosa/blau-Unterschiede sondern ebenso weitaus komplexer als "Männer sind körperlich stärker"-Zuweisungen, und das - einfach um es noch einmal zu betonen - auch außerhalb feministischer, gender wissenschaftlicher, soziologischer und kultureller Diskurse - direkt in dem biologischen Phänomen des Geschlechts an und für sich.
Kya
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Kya »

In meinen Augen ist Ihre Hauptmotivation einfach nur $$$ und eine Prise Selbstinszenierung.
Der Zweck heiligt nicht die Mittel.
Wenn kein "höheres" Ziel in diesem Fall die Motivation war, ist der Inhalt belanglos.
Ist natürlich nur meine subjektive Sichtweise.

Hinzu kommt, das ich sie sehr unsympathisch finde - ich kann sie einfach nicht "sehen"
Ich weiß, das ist sehr oberflächlich, aber wenigstens ehrlich.

Kya
Plor
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Plor »

Scipione hat geschrieben: Irgendwo hatte jemand geschrieben, er möchte nicht mehr mit Wigggenz weiter diskutieren, weil er sich aus seinen bisherigen Beiträgen schon ein Bild gezimmert hat.
Da ist es nur fair, wenn wir uns auch ein Gesamtbild von Frau Sarkeesian machen, das sich aus ihren Worten und Taten ergibt. Einfach um das ganze besser einordnen zu können und es ist darüberhinaus absolut on-topic. Hier stand eine junge Frau vor einer Aufgabe, und sie hatte verschiedene Möglichkeiten sie zu bewältigen. Sie entschied sich für die klassische....

Bild

...... BITTE HELFT MIR -Variante.

Tut mir leid, wenn es dir nicht gefällt, aber sie prangert das Konzept der Damsel in Distress an, liefert dabei aber selbst das beste Beispiel und gibt dem Bild damit einmal mehr etwas mehr Berechtigung.
Das Ding allein zu stemmen, oder zumindest privat zu handlen ohne die Öffentlichkeit zu behelligen - DAS wäre mal ein Statement gewesen.

zu Helfen find ich übrigens ziemlich cool. schön, dass es das auch in Videospielen gibt :Häschen:
Jaja, James Rolfe, Tim Schafer, Chris Roberts, Chris Keenan... alles Damsels in Distress. Ach nee, das sind ja Männer...
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Obstdieb
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Obstdieb »

crewmate hat geschrieben:Kritik an Anita ist gerechtfertigt.
Sehe ich auch so. Die Frau ist mir sehr suspekt. Trotzdem zeigt das Video, für Leute dies noch nicht begriffen haben, deutliche Probleme auf. Es wäre doch schön, wenn man sich in erster Instanz um den Inhalt des Videos kümmert, nicht um die Person dahinter.
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von 3nfant 7errible »

TheLaughingMan hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:
TheLaughingMan hat geschrieben:Gilt das eigentlich für jeden, der per Kickstarter Gelder für sein Wunschprojekt sammelt? Alles nur Schmarotzer und Zivilversager? Auch die Filmemacher, Gamedesigner und sonstigen Kreativen? Oder ist es Voraussetzung das man sich bedrohen und aufs primitivste beschimpfen lassen muss damit man das Geld "rechtmäßig" erhalten hat? Oder darf man mit besagtem Projekt nur eine bestimmte Thematik verfolgen?

Nö, aber wenn es sowas alltägliches wie vlogs ist, was scheinbar jeder selbstständig hinbekommt, dann darf man schon Fragen stellen. Vor allem wenn dann ironischerweise über die DiD geredet wird.


Ausserdem ist es beileibe nicht das erste Kickstarter-Projekt, das kritisiert wird. Auch bezüglich der Stretch-Goals wurden schon Stimmen laut. Es sind auch nicht alle erfolgreich, was auch schon Statement genug ist. Und man kann sich wohl kaum vorstellen was es erst für einen Shitstorm geben würde, wenn ein grösserer Publisher sich der Plattform bedienen würde. Da gab es ja schon ein mittelschweres Beben als EA es nur mal angedeutet hat ^^
Warum tun manche hier immer so als als hätten sie einen Einblick wie genau Sarkeesian das Geld investiert hat? Die Reihe war vergleichsweise lange in der Entwicklung. Niemand weiß was noch kommt. Wenn sie fertig ist und die Videos in keinster Weise dem entsprachen was man hätte erwarten können könnt ihr euch ja immer noch über ihre vermeintliche Verschwendungssucht echauffieren.
Gegenfrage: Warum muss man die anderen Videos überhaupt erst abwarten? Selbst wenn sie sich noch steigern würde (was kein Kunststück wäre), wäre es immernoch keine Erklärung. Andere machen auch nicht nur ein Video und fertig.

Und ausserdem, jetzt mal ehrlich.... wir sind hier in einem Spieleforum! Tut doch bitte nicht so, als wäre euch die Frage "wieso kann der das und der nicht?" so verdammt fremd oder unverständlich. Das sind nicht nur legitime Fragen, sie wurden und werden hier auch tausendfach gestellt. Wieso kann CDProjekt so einen guten Support leisten und ihre Spiele kostenlos mit neuen Inhalten versorgen, und EA nicht? Wieso kann x ohne DRM und y nicht? etc etc.....




@ Muecke: ich bin mir nicht sicher, ob wir unter persönlich werden und rumhacken das gleiche verstehen. Eine Beschreibung ihrer Handlungsweise bei der Finanzierung des Videos dürfte wohl nichtmal im Glücksbärchi-Land als Beleidigung gelten :Katze:
johndoe1527797
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe1527797 »

Plor hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben: Irgendwo hatte jemand geschrieben, er möchte nicht mehr mit Wigggenz weiter diskutieren, weil er sich aus seinen bisherigen Beiträgen schon ein Bild gezimmert hat.
Da ist es nur fair, wenn wir uns auch ein Gesamtbild von Frau Sarkeesian machen, das sich aus ihren Worten und Taten ergibt. Einfach um das ganze besser einordnen zu können und es ist darüberhinaus absolut on-topic. Hier stand eine junge Frau vor einer Aufgabe, und sie hatte verschiedene Möglichkeiten sie zu bewältigen. Sie entschied sich für die klassische....

Bild

...... BITTE HELFT MIR -Variante.

Tut mir leid, wenn es dir nicht gefällt, aber sie prangert das Konzept der Damsel in Distress an, liefert dabei aber selbst das beste Beispiel und gibt dem Bild damit einmal mehr etwas mehr Berechtigung.
Das Ding allein zu stemmen, oder zumindest privat zu handlen ohne die Öffentlichkeit zu behelligen - DAS wäre mal ein Statement gewesen.

zu Helfen find ich übrigens ziemlich cool. schön, dass es das auch in Videospielen gibt :Häschen:
Jaja, James Rolfe, Tim Schafer, Chris Roberts, Chris Keenan... alles Damsels in Distress. Ach nee, das sind ja Männer...
Crowdfunding ist doch nicht der klassische Ruf nach Hilfe. Man bezahlt eher im Voraus für ein Spiel, ist doch okay?! Hab ich auch schon gemacht, wenn ich da halt das Vertrauen schenke und glaube, dass es gut wird.

Tatsächlich möchte sie aber etwas finanziert haben, was keinen direkten kommerziellen Wert hat. Jedenfalls glaube ich nicht, dass sie die Serie auf iTunes verkauft?!

Hat der Kanal auf Youtube Werbung?! Bekommt sie davon auch etwas??

Aber der größte Wert ist ja die Marke Anita. Sie wird jetzt das neue Feminismus-Gesicht und hat damit noch viel größeres Potential dieses zu Geld zu machen!!! Sie inszeniert sich wirklich gut, wie ja auch die Konferenz zeigt!
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stormgamer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von stormgamer »

Wie sie es schon bereits selbst erläutert hat, das thema ist wirklich uralt. und obwohl peach nun wirklich eine bilderbuchversion ist, finde ich die filmindustrie hier immer noch den größten kracher. neustes beispiel : twilight, welches ja nun wirklich eine pandemiewirkung hatte: ein mädchen dass sich absichtlicht von ner klippe stürtzt, gerade um gerettet zu werden. peach ist zumindest nie freiwillig zu bowser gelaufen wenn mario wieder zu viel fußball schaut^^ und hier waren eben nicht jungs die zielgruppe, es waren mädchen!