Gut, damit ist diese Diskussion dann ein für alle mal tot. Es wird persönlich und am Ende wird nur auf Frau Sarkeesian rumgehackt - das macht das Thema an sich natürlich bedeutungslos.
Achja und natürlich braucht niemand am Ende ne halbe Stunde, um die Gender Problematik in Games darzustellen, aber die halbe Stunde ist ein guter Anfang. Tatsächlich braucht man für so ein komplexes Thema nämlich wesentlich mehr Zeit.
Und am Ende gibt es ja auch schon so unglaublich viele Beiträge zu diesem Thema, weswegen sich alles wie die Piranhas auf dieses Video stürzen, Befürworter wie Gegner.
Man, es ist beinahe der einzige Beitrag seiner Art und in seiner Konsequenz recht beeindruckend und natürlich polemisierend und polarisierend.
Meine Güte, kann man mal irgendwie die Hintergründe zu diesem Video ausblenden und tatsächlich über die Inhalte diskutieren? Ist das wirklich so ein schwieriges Thema, dass man sich direkt auf die Person stürzen muss, damit man sich ja nicht mit dem Inhalt auseinandersetzten muss?
Nein, ist es nicht. Am Ende ist es ganz einfach. Ist die dargestellte Opferrolle harmlos und in dem Rahmen der Videospiele akzeptabel, oder steht sie für ein gesamtes Thema an Wahrnehmung und Wirkung und hat womöglich auch außerhalb der Spieleszene eine tatsächliche Relevanz?
Ist diese Frage denn so schwer zu beantworten - eigentlich nicht.
Gegenseite:
Ich finde nicht, denn Games sind nur Zeitvertreib und zu 90 Prozenzt so sinnlos, dass mir dieser Aspekt erst recht egal ist, da ich im real life ein total moderner und offener Mann und mir von dem bisschen Blödsinn nicht mein Weltbild zerstören lasse.
Befürworter
Ich finde schon, da es stellvetretend ist, für ein systematisches Bild von hilflosen Opfern und stählernden Rittern, das nur darüber hinwegtäuscht, dass Opferrollen wesentlich komplexer und vielschichtiger sind und Menschen, die sich nicht nach dem bekannten Schemata verhalten, als Opfer oft nicht anerkannt werden.
Außerdem spielen die Frauen, die gerettet werden keine Rolle in dem Sinne, da man sie auch durch alle möglichen Dinge ersetzten könnte. Sie sind das reine Objekt, nach der Weltrettung der Bonusgewinn, sie sind so weit entwertet, wie es nur geht. Das hat in einer männlichkeitsdominierten Welt aber System, und ist nur ein Ausdruck eines gesamten Wertesystems. bla
Und so weiter und so fort - was ist an der Darlegung dieser zwei Seiten so kompliziert, dass man unbedingt die Verfasserin direkt angehen muss?
So kann man doch ganz einfach diskutieren und muss nicht in altbekannte Machorollen zurückfallen und macht sich damit noch peinlicher als ohnehin schon.