Tabeekam hat geschrieben:Selten soviel Müll gelesen. Man kann diskutieren ob 60 Euro für ein Spiel nun eher günstig oder eher teuer ist, aber Wucherpreise sind es keinesfalls.
Selbst bei 200€ nicht, für Wucher fehlt das Zwangsmerkmal.
Sonic_The_Hedgehog hat geschrieben:Es ist doch vollkommen egal wie man es nennt. Illegale Kopie, Sicherheitskopie what the heck.
Nicht ganz egal. Grundsätzlich besteht zunächst nämlich ein Recht auf eine Sicherheitskopie als Schutz vor Ausfall des Originals. Diese ist aber nicht mit der in anderen Bereichen erlaubten Privatkopie zu verwechseln. Letztere darf man weitergeben, ist bei Computerprogrammen aber nicht erlaubt.
[ Zero ] hat geschrieben:man könnte auch sagen, dass piraterien für hohe preise verantwortlich sind

. also ich find, dass spiele im allgemeinen nicht überteuert sind, außer, wenn man sie aus deutschland kauft. es kann doch nicht sein, dass ich in england für exakt das gelicher spiel 20€ weniger bezahle. ich bekomm in den meisten fällen sogar noch ne deutsche synchro
Fast alles hat im Ausland andere Preise, das ist irgendwie kein spezifisches Problem von Computerspielen.
Steamx hat geschrieben:Was macht den erhöhten Preis von Konsolenspielen im Gegensatz zum PC Spielen aus?
Falls noch nicht gesagt - die Konsolenhersteller verdienen mit, ansonsten wären die Konsolen ein Verlustgeschäft.
MØnd©LØud hat geschrieben:würden games als vollpreis zb nur noch 25 € oder so kosten,ich würde mir viel mehr spiele (orginal) kaufen
Zum einen ist das Problem, dass du wohl am Ende aber nicht mehr Geld ausgeben würdest, zum anderen bleibt auch damit die eigentlich Frage unbeantwortet - würde insgesamt genauso viel oder sogar mehr Geld in die Kassen der Hersteller fließen.
xstiefelknechtx hat geschrieben:Was mich am meisten stört ist, dass wir User von der Verbreitung der Online-Distribution keinen nennenswerten Vorteil haben (außer teils automatische Updates).
Das ist eher ein Vorteil für den Vertreiber. Wie ist denn der normale Ablauf, wenn du ein fehlerhaftes Produkt hast? Du rennst in den Laden oder schickst es zurück, um ein fehlerfreies Produkt oder dein Geld zurückzubekommen. Und nun mal dir aus, wie das aussieht, wenn du einen Tag nach Release und Kauf in den Tech-Discounter deiner Wahl rennst und eine gepatchte Version von deinem Spiel verlangst.
monkeybrain hat geschrieben:während letztere ein spiel kaufen, da es nach ihrem verständnis somit in ihr eigentum übergeht und
sie das spiel per se erworben haben sehen die erstgenannten nur eine lizenz zur nutzung der software.
juristisch gesehen muss man ihnen recht geben, [...]
Mal noch ist es zumindest in Deutschland so, dass ich, wenn ich in den Laden renne, mir eine Verpackung greife und an der Kasse bezahle, ein Spiel kaufe. Deswegen werden EULAs juristisch aktuell als AGB behandelt und nicht als Lizenzverträge. Hoffen wir, dass das so bleibt.
Meine eigene Meinnung:
Ich denke, die Masse an Leuten kauft Spiele nicht preisabhängig, sondern Geldbeutelabhängi. Im Jahr werden pro Nase x€ für Spiele ausgegeben, die Anzahl der Spiele ist dabei zweitrangig. Bei geringeren Preisen würden zwar Wahrscheinlich die Verkaufszahlen etwas steigen (nicht jeder wartet gerne, bis er Geld für etwas gespart hat, sondern gibt es lieber für etwas aus, dass er sofort haben kann), aber das würde am Ende nicht reichen, um auf den gleichen Umsatz/Gewinn zu kommen. Zudem glaube ich, dass die meisten Kopierer aus Prinzip handeln - kein Geld für etwas, dass es für lau gibt.
Damit ist zunächst mal ein Status Quo erreicht, an dem nicht so leicht zu rütteln ist. Den Weg, den die Industrie nun beschreitet, um es trotzdem zu tun, ist für mich allerdings der falsche. Denn theoretisch sollte sie aktuell Kunden verlieren - durch eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten, fehlerhafte Produkte, gekürzte Leistung/Spielzeit, Datensammelwut usw. Warum sich das praktisch anscheinend anders darstellt, ist mir allerdings schleierhaft. Für mich jedenfalls kommt kaum ein aktuelles Spiel als Kauf in Frage, das sie fast alle aus einer Mischung der oben genannten Gründe im besten Fall mit Mangelhaft zu bewerten sind. Plattform wie Steam, die mir meine Eigentumsrechte streitig machen wollen, setzen dem ganzen dann die Krone auf.