Meisterdieb1412 hat geschrieben:Wer eine Herausforderung will soll Call of Duty World at War auf Veteran durchspielen. Kann mich an einen Checkpoint erinnern an dem ich um die 200 Versuche gebraucht hab, also locker 2 bis 3 Stunden drangesessen bin. An EINEM Checkpoint! ^^
Und... hat's Spaß gemacht?
Ich für meinen Teil habe keine Lust mehr, meine (durch full- und oft auch overtime job) begrenzte Zeit mit Spielen zu verbringen die mich auf diese Weise gängeln, d.h. mich aufgrund eines mies austarierten Schwierigkeitsgrades dazu zwingen, Sequenzen immer und immer wieder durchzuspielen. Sowas ist nicht fordernd, das ist einfach nur stumpf. (Ok, auf CoD trifft das jetzt nicht direkt zu, weil Du ja die Schwierigkeitsstufe explizit gewählt hattest).
Dabei habe ich überhaupt nichts gegen schwere Spiele, die mir aber durch überlegtes Vorgehen oder auch Trial/Error ("wenn es so nicht geklappt hat, versuche ich es vielleicht mal anders...") eine faire Chance geben, in angemessener Zeit weiterzukommen. Wie schon einige Vorredner richtig sagten:
Fairness ist enorm wichtig. Gute Spiele sind so designed, daß sie fair sind und im Idealfall sich den Fähigkeiten des Spielers anpassen. Ich möchte irgendwann weiterkommen können, wenn ich mich nicht ganz doof anstelle. Da sind Spiele mit offener Spielwelt gegenüber streng linearen Spielen sicher im Vorteil.
Extremes Beispiel für ein in dieser Hinsicht mies designtes Spiel der letzten Zeit ist Silent Hill Homecoming: Lande mit so wenig Ammo und Health vor einem Bossgegner, daß ich absolut null Chance habe. Nach 20 Anläufen (inkl. nicht-abbrechbarer mehrminütiger Videosequenz) habe ich das Spiel dann von der Konsole geschmissen und mich über den verdaddelten Abend geärgert. Oder: Das Meteoritenfeld in Dead Space. Nach 50 Anläufen realisiert, daß ich nicht mal in die Nähe komme diese Hürde zu schaffen. Für mich das Ende eines ansonsten großartigen Spiels, es bleibt mir nur noch das Spiel auf "leicht" neu zu beginnen (dann ist es aber wohl meistens so leicht daß es langweilt).
Wirklich tolle Spiele in dieser Hinsicht waren Deus Ex, oder die Thief-Reihe, oder Half Life 1/2, oder zuletzt Uncharted 2 oder das kleine (aber überaus feine) Adventure Machinarium, das seinen eingebauten Walkthrough erst gegen Absolvierung eines Minispiels freigab.
Warum übrigens gerade Demon's Souls jetzt als der heilige Gral des Hardcoregamers gefeiert wird, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Nach Ansicht diverser Gameplay-Videos scheint mir hier der Schwierigkeitsgrad ziemlich unausgeglichen. Das wird wohl für tausende arme Gamepads, deren Besitzer sich das Spiel aufgrund der hohen Wertung holen, den Schmettertod an der Wand bedeuten. Ob das nun das Ei des Kolumbus ist...