Du hast halt das Problem, dass du dir deine Klienten nicht aussuchen kannst.saxxon.de hat geschrieben:Wenn ich in meinem Beruf mit Kunden so umgehe - ich bin KrankenpflegerMeinst du, wenn da ein Bausparer reinkam, der von seinem 5.000€ Bausparvertrag, wo 500€ angespart sind 200€ auszahlen lassen möchnte, wegen irgendwas total die Welle gemacht hat, das man es da nötig hat, dem auch in den Hintern zu kriechen? Da verdienst du nix dran und der Reputationsschaden ist quasi nicht existent.
Ich denke auch mal, dass Dexter in dem Zusammenhang nicht meinte, dass er den kleinen Bausparer anpöbelt.
Es geht eher darum, dass du bei einem Kunden mit großem Volumen halt eher irgendwelche "Konditionen" anbietest, als beim kleinen Bausparer - egal, übrigens, wie beide sich benehmen.
Von dem Gedanken, dass Leute mit Geld irgendwie deswegen netter seinen, sollte man sich gleich verabschieden. Oder diese News lesen.
In meinem alten Laden haben wir auch Unterschiede machen müssen. Da haben wir Leuten, die den Namen in den gelben Seiten gefunden haben und $Produkt in Einzelstückzahl für $Privat wollten, mitgeteilt, dass das zwar sehr nett ist, wir aber nicht auf diese Stückzahlen ausgelegt sind und das Produkt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in ihrem Budget liegt.
Gemeint haben wir "Wir wollen dich als Kunden nicht, das bringt uns nix."
Gesagt haben wir: "Du, das hat nicht wirklich einen Zweck mit uns, da haben wir beide nichts von, hier Empfehlung, wo du mal fragen kannst."
Und wenn das so ankommt, dann hast du alles richtig gemacht.
Die Idee hinter diesem Verhalten - und dem "Kunde ist König" ist ja AUCH, dass man nicht weiß, wen man da vor sich hat.
Der Typ, den du gerade mit seinem Privatgebrauch abgewiesen hast, könnte ja Leiter oder Entscheider von was Größerem sein. Oder spielt Abends Skat mit Entscheidern. Oder Golf. (Bei unseren Produkten eher letzteres).
Wenn du dann nett zu dem warst, dann kann es sein, dass er seinem Kumpel sagt "Du, ich war letztens bei $Firma, die schienen voll fair zu sein und machen das, was du brauchst in dem Umfang, den du brauchst."
Aber gut... war produzierendes Gewerbe und immer real am Kunden.
Videospiele und die anonyme Masse der Käufer ist halt was anderes. Keiner von uns ist Investor oder Entscheider in einer großen Firma, die sich für VR interessieren könnte.
Die kann man dann ruhig schroff abweisen, nicht wahr?
Wir haben hier im Forum einen Unternehmensberater... Mit passendem Namen und Avatar, möchte ich dazu sagen.
Der könnte morgen bei irgeneinem Krauterverein stehen, ich sag mal... Daimler oder so ne Klitsche.
Und Herr Daimler fragt den dann "Wasn so Ambach im VR Bereich? Wir wollen unsere Entwicklungsabteilung pimpen, hab da gerade Summe X zu viel, wohin mit der Kohle?"*
Und der Herr Berater hat jetzt im Hinterkopf, dass Oculus nicht liefern kann und der CEO das "lustig" findet, wenn "Der Kunde" sich beschwert.
Und wehe, jemand sagt "So kannste doch keine Verluste ausrechnen!!!". Wieso nicht, tut die Branche seit dem ersten mit Filzer beschriebenen Etikett auf ner Datasette...
*Nein, so spricht der sicher nicht, nein, ich weiß nicht, wer da gerade die Leitung hat, ja, ich weiß, dass Daimler da ganz andere Dimensionen in dem Bereich erforscht.
