@fr3aksh0w:
Also erst mal Hallo, hab mich hier eben registriert, als ich diesen Artikel gelesen hab. Was hier los ist, macht mich echt nachdenklich.
Erstmal ... willkommen im Club
(..)Wird nicht der Computer (..) als Basis für Konsolen genutzt? XBoX 360 mit 3 GHz Prozzies, oder Apple als Developermachine für die 360, Festplatten, Internet und was noch alles.
Dies ist zu allgemein gehalten. Eine Development-Maschine ist KEINE "Spielkonsole", wie sie beim Endverbraucher zuhause liegt. Selbst alte NES-Spiele wurden auf einem PC-basiertem DevKit gebaut, genauso wie heute die gesammte Homebrew-Szene darauf aufbaut

Und die Geschwindigkeit des Prozessors ist kein Zeichen für PC-basierte Architektur. Die XBox 360 besitzt AFAIK einen Prozessor mit drei (!) Kernen und jeweils HT-Mode für jeden einzelnen Kern. Der Chip ist auf PPC-Basis aufgebaut und ist sicherlich nicht mit dem handelsüblichen AMD/Intel x86er vergleichbar. Geschweige, dass überhaupt ein Windows dort einfach so laufen kann

Die XBox 1, DIE war eine abgespeckte PC-Variante, kein Zweifel. Aber der Nachfolger, der hat eindeutig Konsolenqualitäten.
Ach... die PS3 hat sogar einen Kern, der sich heute allerhöchstens in Servern erträumen lässt. Noch kann man sich keinen CELL in seinem Asus-Board reinstopfen und gemütlich das Windows XP/Vista draufspielen. Server-CELLs arbeiten mit angepassten Unix-Derivate und die Nutzung der Kerne muss erlernt werden. Von einer PC-Basis kann man höchstens bei der Grafik reden, weil sie von einem Unternehmen kommt, die auch PC-Karten anbieten. Der Transportbus kann z.Bsp. auf der RamBus-Architektur aufbauen, wie sie in der PS2 zu finden ist. Die RamBus war auf dem PC vorhanden... aber gescheitert. Aber ist die PS2 deshalb eine "PC-basierte" Konsole ?
(..)Ich will nur sagen, daß die Konsolen heutzutage doch eher abgespeckte Computer sind. Nur auf das wesentliche konzentriert, auf das spielen, vielleicht noch mit ein paar Eastereggs, wie DVD ansehen. Aber alles in allem doch sehr abgespeckt, wenn man bedenkt, daß auf einer Konsole kein Windows läuft, keine Hintergrundprogramme, 50 GB Musik usw.
Eine Konsole IST ein Computer, eine Recheneinheit. Der Unterschied liegt in der Architektur ! Der PC will austauschbare Komponenten. Also rein mit South-/Northbridge und Anschlüsse. Dann einen Prozessor, der vielfältig für alles sein soll. Zur Dateneingabe nutzen wir mal die Tastatur, für die Hand auch eine Maus. Paaren wir dies auch mit einer guten Ausgabe, denn ein Arbeiter am Schirm will auch über längere Zeit nicht tränende Augen haben. Natürlich gehört in der Hardware auch ein Betriebssystem, und dank der höheren Rechenpower, kann es ruhig Multitasking-fähig sein. Der Benutzer muss sich nicht um IRQ-Requests kümmern, um seine MP3-Sammlung im Hintergund abzuspielen, das man das System. Genauso wie die Darstellung mit hilfe von Treibern...
Und die Spielkonsole ? Die wird von Hause aus in einer Plastikhülle eingeschweisst. Dort kommt KEINE Wechselkomponente rein. Aus diesem Grunde kann auch ein OS drauf, das sich nicht an die "üblichen" Multitasking-Regeln halten. Der Spieledesigner muss nicht 'Load "$",8,1' eingeben, der nutzt die 'LoadDirectory()' der DevKit-API und die Sache hat sich erledigt. Und nur weil man mit der heutigen Generation auch mit Linux rumspielen kann, kann man dies nicht mit einem PC gleichsetzen. Schließlich ist sogar Doom auf einer Digitalkamera (!) spielbar, und ist die Digitalkamera auch ein PC ?
(..)Und wie ist es nur möglich, daß die schnellen, großen Festplatten von Computern, nicht mit den Ladegeschwindigkeiten einer Konsolenplatte mithalten können, die komischerweise auch ausm PC kommen?
Erbsen werden bitte nicht mit Birnen verglichen. Mein Schneider-CPC konnte Spiele WESENTLICH schneller laden als der C64er, trotz gleicher Speichergröße (64kB) und gleichem 5,25 Zoll Medium. Und ? Ist es die Schuld der Konsole, wenn sie die FAT32-Platte mit 8.3 Filenamen in Sekundenbruchteilen durchforsten kann, während der 3,8 GHz PC mit Windows Vista sich mit NTFS, Datenkomprimierung, Verschlüsselung und Inhaltsindizierung rumschlagen muss ? Würde sie dies nicht tun, dann wäre eine Dateisuche per Menü sehr langsam, man hätte keine langen Filenamen, würde keinen Crypt-Schutz haben und kann sich auch gleich von einigen hundert MBs an Speicherplatz verabschieden. Der PC ist ein PC, die Konsole eine Konsole. Willst Du mehr wissen, dann beschäftige dich mit den Datenblättern zu den alten Konsolen und schau dich in der Homebrew-Szene rum.
Man da kann man sich nur am Kopf fassen, was für eine Ansicht manche Leute haben.
hehe... man kann sich auch an die eigene Nase fassen
(..)Da kann ich dann auch damit leben, daß ich mein Computer halt einen Schub geben muss, um aus seiner Trägheit zu kommen und die aktuellsten Spiele zu zocken. Für mich persönlich lohnender, da ich MEHR machen kann. NUR zum zocken, ist mir das Geld im Moment für ne Konsole zu viel. Bah! 600 Euros für die PS3!!!
Jep. Der finanzielle Aufwand ist wirklich eine persönliche Angelegenheit. ICH meinerseits habe meinen A64 mit 1GB Speicher vor kurzem eine GeForce 6800 gegönnt. Nicht um Vista oder Crysis zu spielen, sondern um in C&C 3 Spaß zu haben. runde 200 Euros war mir das ganze bis heute Wert, und ich bin damit glücklich, da ich auch GRAW 1 (mehr oder weniger) flüssig spielen kann. Doch bevor ich nun 200+ Euros investiere, um Gears of War spielbar zu haben, danach nochmals 200+ um Crysis & Halo 2 auf Vista zu spielen und später nochmals 200+ um Crysis 2 und Halo 3 zu sehen, habe ich mir eine XBox 360 gegönnt. Und bis heute hab ich genug Spaß damit. Will ich Online zocken, spiele ich lieber am PC, aber eine gepflegte Coop-Partie GoW wird an der XB360 ausgelebt. Somit ist meine Freizeit schön aufgeteilt. 600 Euros für eine PS3 sind mir IM MOMENT auch zu viel. Hätte ich sie aber, und wären Titeln wie Drake's Fortune, Heavenly Sword, MGS 4 geifbar, dann würde ich sie auch ausgeben. Bis ich am PC einen MGS 4 oder einen God of War-like Slasher wie H.Sword genießen darf, geht nVidia pleite und AMD übernimmt die Weltherrschaft

Ich begrüße es, dass Konsolenhersteller sich eine menge Zeit lassen, "ihr" Projekt auch auf der Konsole zu verfeinern. Diese Leistung bezahle ich dann auch gerne.
Ausserdem ist mir aufgefallen, daß (..) es auch Patches gibt(..)
Eine Entwicklung, die ich zwar verfluche, aber auch begreife. Bedenke... das 120 Mann starke Entwicklerteam arbeitet nicht an ein 2D Taktikspielchen mit Manga-Sprites, sondern an einer 3D Rollenspiel-Wuchtwumme eines Shivering Isle Kalibers. Das Handling, ein solches Projekt FEHLERFREI am Publisher auszuliefern, ist eine Kunst, die KEINE Softwarefirma beherrscht. Selbst Super Mario 1 hatte Bugs, wie die liebgewonnene Negativwelt. Und sogar "Adventure" auf dem Atari 2600, das heute speichertechnisch selbst in einer Armbanduhr passen würde, war nicht fehlerfrei

Normalerweise würde ein Team 20 Jahre lang an jedem Stein im Spiel feilen, bis er technisch einwandfrei funktioniert. Nur werden diese Leute von irgendwas leben müssen, Geld für Essen und Kleidung wächst nicht an Bäumen. Der Produzent, der ihnen das Geld gibt, will Resultate sehen... möglichst noch während seiner Lebenszeit. Und nun rate mal, weshalb viele Spiele oft zeitlich nach hinten verschoben werden, oder gar am Releasetag mit Patches überhäuft werden
(..)Und obwohl ich kein "Konsolenfeind" bin, denke ich, daß wenn diese Spiele nur für den PC rausgekommen wären, dann wären sie wohl fehlerfreier.
Wie gesagt... die Buchstaben "P" und "C" haben erst das (P)AT(C)HEN auf dieser Welt ermöglicht

Wären sie PC-only gekommen, hätten sie den selben Q/A-Standardtest durchlaufen müssen wie diese Multikonsolen-Versionen. Und am Ende würden wir am selben Resultat stehen wie heute.
(..)Da stellt sich die Frage, warum das auf den Konsolen nicht passiert, daß man auf einmal übelste Grafikfehler bekommt, der Sound im Spiel ausfällt usw. Und in meinem PC ist kein Schrott eingebaut. Nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste. Eindeutig für mich: Schlamperei der Programmierer. Pech für die => Kein Geld.
Die Schuld trägst DU und andere, die sich für diese Austausch-Hardware-Plattform namens "Personal Computer" entschieden haben. Das Teil ist ein Taschenrechner, der Tabellenkalkulationen und Textverarbeitung perfekt beherrscht. Zum Spielen haben die damals das Teil NICHT erfunden. Nur weil in diesen Schlitzen nun jeder sich "seine" Grafikchips und "seine" Treiber reinhauen kann, wird das Teil nicht zur (P)layer (C)onsole mit stabliem Betriebssystem.
Der Amiga hatte damals ebenfalls alle Bauteile fest verlötet. Jedes Amiga 500 Spiel war auf jedem Amiga 500 spielbar. Als die Geräte leistungsstärker wurden und man dank Schlitz auch weitere Hardware einbauen konnte, wurden die Spiele ebenfalls komplexer und das Betriebssystem komplizierter. Und wohin hat dies geführt ? Ego-Shooter, die nur mit PPC-Karte, Cybervision Grafiksystem und 16 MB ladbar waren. Die vorher verstverdrahteten und absolut stabilen Kernkomponenten waren vernachlässigt worden und durch austauschbaren und damit NICHT vorraussehbaren Komponenten ersetzt worden.
Und der Konsolenspieler ? Der lachte sich eins ins Fäustchen und legte sich gemütlich bei einer Partie Super Mario World oder Sonic hin und genießte das 24/7 lange stabile System eines verdrahteten Systems. Auch heute, wo man an der XBox 360 und PS3 mit Standardkomponenten rechnen kann, werden Bugs eingebaut, doch die hat kaum die Hardware zu beklagen, sondern die Spiele SIND einfach komplexer. Die Engine muss nicht mehr nur Jump'n'Runs vertragen, sondern auch 16 Spieler Online-Matches, Updates und Add-Ons können... ganz zu schweigen von der Portierbarkeit auf andere Systeme. Versuche DU mal da KEINEN Fehler einzubauen
(..)Gut das reicht wohl erstmal, obwohl ich noch einiges loswerden möchte. Aber ich lass erstma flamen 
Gut gemacht, Cowboy

Ich geh nun auch was zu essen holen
