was "sinnvoll" ist oder nicht liegt wohl im auge des betrachters - außerdem wird hier nichts "gespendet" sondern etwas gekauft, was einen großen unterschied darstellt.corillian hat geschrieben:Bester Kommentar hier in dem Thread. !Rozalin hat geschrieben:Die Leute sollten mal für was sinnvolleres "spenden" als für ein Game. ^-^'![]()
in beiden fällen (crowd-finanzierung vs. publisher-finanzierung) ist das geld schon vorher da, folglich wird die motivation sicherlich nicht geringer sein, ich behaupte sogar das gegenteil.corillian hat geschrieben: Und nach Release ist das Geschrei wieder groß.
Wieso sollte sich ein Entwickler anstrengen ein wirklich Super-Game, was sich Millionenfach verkauft, rauszubringen wenn er vorher schon für alles bezahlt wird? Kann mich natürlich auch irren aber die "Motivation" für die Entwickler, was wirklich Großes zu schaffen wird durch Vorfinanzierung meiner Meinung nach bei den meisten niedrig gehalten.
wenn du dich etwas mit der spieleindustrie beschäftigst, wirst du sehen, dass dort sehr sehr viele leute arbeiten, die einfach gern computerspiele programmieren wollen und nicht unbedingt auf haufenweise kohle aus sind (dann sollten sie besser was anderes machen). dort arbeiten oft hoch kompetente entwickler für die hälfte eines weniger kompetenten entwicklers im z.b. bankenbereich.
ausnahmen bilden höchstens die "stars" unter den entwicklern wie eben chris roberts, usw.
und selbst diese sind mehr als froh, wenn sie nicht mit publishern wie ea und co zusammenarbeiten müssen, die ihnen andauernd reinreden. genau dieses "dreinreden" in das design eines spiels (kombiniert mit komplett überzogenen terminvorstellungen, welche dann für haufenweise überstunden verantwortlich sind) sorgt imo für eine senkung der motivation.
die wahrscheinlichkeit, etwas wirklich großes hervorzubringen (was nicht heißt, dass das in diesem fall passieren muss), ist imo ohne publisher um ein vielfaches höher. die hauptmotivation eines publishers, ein spiel zu finanzieren, ist ja nicht, etwas supertolles für die zielgruppe der spieldesigner zu entwickeln, sondern den höchsten gewinn einzufahren. der höchste gewinn bedingt laut heutiger ansicht der publisher ein komplett massentaugliches produkt, was aber oftmals nicht der zielgruppe der designer entspricht, womit diese dann "gezwungen" werden, etwas zu entwickeln, dass ihnen selber gar nicht unbedingt taugt (auch wenn sie das dann nicht zugeben).
