Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsoft setzen auf Free-to-play und In-App-Transaktionen

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maho76
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von maho76 »

Ich werde mit Sicherheit für kein zerstückeltes Spiel mit einer 6 Stunden Kampagne und DRM 60 Euro ausgeben. Dabei ist es völlig egal ob es eine Wertung von 10 oder 85% hat.
lassen wir den DRM und das zerstückeln mal weg (sowas kauft man auch nicht für 5€, und wenns nur wegen der signalwirkung ist. wer es tut muss sich nicht wundern dass solcher müll produziert wird). eine saugute 6 stunden-kampagne, wenns geht mit mehrfachem wiederspielwert, das dir ein einmaliges spielerlebnis bietet, ist also keine 60€ wert.
da würde ich im vergleich zu anderen freizeitangeboten und deren kosten (kino mit frau und snacks 20-30€ für 2h, gutes essen für 2: 100€ etc.) doch dann mal glatt wiedersprechen. ;)

genau das ist es was ich meine. schon zu amigazeiten hat ein neues spiel im laden 40-80 mark gekostet, und damals hat man jemandem den vogel gezeigt der dafür mehr als 8 stunden spielspass gefordert hat. spiele mit mehr als 4 stunden konnte man an einer hand abzählen, und das waren alles rollenspiele oder sims, die dann 10-30 stunden spielzeit hatten, aber bis auf elite in keinem fall hunderte.
die spielerschaft heutzutage ist gnadenlos verwöhnt und geizgeil. nehmen wir ein positivbeispiel: witcher1:
1) tolles game mit x-hundert stunden spielspass, 2) produktionskosten 8 mio dollar, nach 4 jahren 2 mio verkaufte einheiten (wobei laut statistiken locker 8mio leute das spiel gespielt haben...mmmhh^^). macht erstmal 2-4€ pro game, um die reinen produktionskosten zu decken. selbst wenn man das marketingbudget mal aussen vor lässt: rechnet man dann die ausrüstung um, die man braucht um so ein projekt zu stemmen (muss man sich erstmal anschaffen oder haben und warten, in jedem fall werden die kosten logischerweise umgelegt), gehalts- und verwaltungskosten (selbst wenn man sie niedrig hält), 4 jahre support, verpackungs- und lieferkosten weltweit etc. etc. ... und wir haben immer noch keinen reingewinn gemacht (muss man auch auf 4 jahre hochrechnen, wobei die bank nach spätestens 1 jahr ihr geld sehen will, und um das auch nur annähernd zu schaffen kommt dann noch das marketing ins spiel). wenn du da auf 10-20€ kommst möchte ich dich bitten mich in deine welt einzuladen, denn die scheint traumhaft zu sein. ;)
solche spiele sind LOCKER 40-60€ wert, und ich stelle mich jetzt einfach mal hin und sage: jemand der nicht bereit ist das zu zahlen hat so ein (gutes) spiel nicht verdient, sondern eben zerhackten F2P-DRM-schrott. und btw.: selbst schlechte games kosten mindestens so viel, ob sie es wert sind ist eine andere sache. aber mit 5-20€ bekommst du ohne förderung KEIN spiel auf aktuellem grafik/stundenniveau, wie es von den benutzern heutzutage gefordert wird.

und das ist das was ich heutigen konsumenten vorwerfe: keine wertschätzung gegenüber den entwicklern ihres stundenlangen freizeitvergnügens zu haben (ich sags nochmal, ich rede hier nicht von DRM- oder gurkengames)
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brent
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von brent »

Du verwechselst Aufwand mit Leistung, die Leistung die das Spiel bringen muss, ist meinen Erwartungen gerecht zu werden, den Aufwand betreibt der Hersteller. Den kann, muss und will ich aber nicht honorieren, ich bin nicht die Caritas. Wenn die mir was verkaufen wollen, sollen sie sich dafür anstrengen. Dass es möglich ist, sehe ich. Nur scheinbar nicht jedem. Die, die das nicht hinkriegen, warum auch immer, brauchen mich ergo nicht zu kratzen.
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an_druid
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von an_druid »

Es giebt FtP's die Spaß machen, doch es geht hier darum sich Gedanken zu machen was man unterstützen möchte. Doch wird der eine oder andere oft grundsätlich mit folgendem Problem durch FtP konfrontiert: Es gibt verschiedene Möglichkeiten um sich Vorteile zu erkaufen, außer wie in einigen Games das bei praktischen Werkzeugen der Fall ist. Schon alleine dass es eine Spielwährung gibt, die man durch €'s eintauschen (wie MMO's oder anderen Abogames's) kann, ist es Pay2w. Ich denke nicht, das optische und praktische (Char.plätze,zus. Lagerfächer usw) Aufwertungen ohne fördern von Farming als einziges Finanzmittel ausreichen könnten, diese dann wiederum mit mehr Arbeit und weniger Spaß zu tun haben. Irgendwie müssen sich eben diese Games finanzieren und genau da liegt eben immer der Haken. Dann doch lieber gleich für alles bezahlen und alles erhallten. Es hält eben die Balance im Gleichgewicht und liefert den Pub's weniger Argumente für schlechtere Qualität.

Was das Thema Micrtransaktionen betrift: Ich habe des öfteren schon darauf verwiesen, das Spielautomaten wieder im kommen sind, nur eben in digitaler Form und ohne Halle/Casino. Eben Automat(ism)en die ganz automatisch und kostenlos das Geld überweisen und alles was man macht, ist einfach auf den Bestätigen oder Akzeptieren Button zu gehen, ja wenn dass mal nicht praktisch ist! Es wäre jedoch noch vorzüglicher, wenn es ein aufrufbares Fenster gäbe, das anzeigt, wie lange man noch spielen kann, biss das Konnto leer ist oder wieviele Wochen man spielen muss bzw ob die Knete ausreicht, um sich Gutchiklamotten für sein Spielpüpchen zu ergattern oder eine Einteilung der Spielerklassen in 3 Kategorien die nach Kontostand unterscheiden.
Natürlich entsteht das aus Ignoranz und Augenwischerei aber mal erlich, Meinungen hin oder her: Ich denke mal, dass alle, die darüber nachdenken (wen auch nur ein wenig) sich einig sind, dass das bis jetzt die Grenzwertigste Abzocke ist und zusätzich die Intelligenz der Nutzer beleidigt (zum. der meisten). Es ist zudem erbärmlich solche Nachrichten ganz offiziel serviert zu bekommen.
Zuletzt geändert von an_druid am 16.05.2013 08:12, insgesamt 2-mal geändert.
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an_druid
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von an_druid »

Usul hat geschrieben:..als ob die Publisher uns Kunden irgendwie in die Irre führen, anlügen, betrügen würden. :) Ist es denn nicht vielmehr so, daß die Spieler erst den Weg zementieren, den die Publisher anfangen?..
Das eine schließt das andere nicht aus. Es giebt auch viele, die eben zugreifen ohne zu hinterfragen ("leider"). Ich meine, im Zusammenhang mit "in die Irre führen" (das mit dem lügen und betrügen überspannt den Bogen).
maho76 hat geschrieben:
...Denn damit ziehen sie nur eine Generation von Spielern heran, die zu geizig sind auch nur einen Cent in ihr Hobby zu investieren. Und immer mehr werden den Wert von Software nicht zu schätzen wissen.
das ist doch heute schon so. wenn man sich anschaut wie oft man "nicht mehr wert als nen 10er im steamsale" für einen 85%-titel hier liest, da kann man wirklich nur noch mit dem kopfschütteln, wenn dann genau dieselben leute sich über die qualität der titel beschweren oder gar "allesunter400stundenistvonvornhereinmüll".
qualität und auch quantität hat nunmal ihren aufwand und daher preis, das bekommst du aber in die von industrie und politik herangezüchtete generation "willallesfürnichts" nicht mehr rein.
in kombination mit den allseits gescholtenen "casuals" und ihrem nicht vorhandenen qualitätsanspruch, den man anhand der ps3/xbox-sehen-doch-super-aus-diskussionen immer wieder sieht, kann man absehen wohin die reise geht: billig produzierte allerweltstitel zu schnäppchenpreisen ohne viel aufwand oder innovation, um schnell den markt abzugrasen und dann schnellstens wieder in der versenkung verschwinden, damit der nächste titel in die startlöcher kann.
Bitte nicht alle/s gleich in einen Topf werfen. Was ist den bitte die neue Generation? Es gibt DRM-Nutzer, Räuber, Indy's, Retros,bei MMO und FtP (Junkies,Wochenend- ,Gelegenheitszocker,) Konolen, MPhones, Tablets, Desktopgames und alles ist Irgend wie ein riesen Mischmasch und einiges davon ist mit Marktvorschung,PtW, und einer Melkmode verbunden, da ist es doch etwas zu einfach alles negative nur auf den Schnäpchenjäger zu reduzieren nicht?
maho76 hat geschrieben:..es geht nicht um irgendwelche Prozente, es geht darum dass nur sehr wenige heutige spieler den aufwand wertschätzen, den die erstellung eines solchen produkts nunmal macht.
..und das ist gut so weil nicht der Aufwand sondern das Ergebnis zählt.
glaubst du man kann optisch und inhaltlich tolle games mit einer ausgefüllten spieldauer von 40+ stunden für einen verkaufspreis von 10€/stück hinbekommen? träumer. ist nicht nur bei games so, sondern bei fast allen waren. jeder will einen megafetten flat zuhause haben, aber nur die wenigsten sehen ein über 300€ dafür auszugeben. dann wird anschliessend aber gemeckert wenn die dinger ein scheiss bild / ton liefern und nach 2 jahren kaputt sind. solche geräte kosten vernünftig gebaut eigentlich weit über 2000€.
weil dass aber alle die hier-hier-ich-ich-will schreien nicht bereit sind das zu zahlen werden sie eben mit billig produziertem, marketinggeblähtem schrott zugeworfen. gleiches siehe games-branche
Also es ist denke ich mal schon so, dass wenn das Vergnügen auf ein bestimmtes Nivau hingearbeitet wird, der Spieler auch bereit ist den angemessenen Preis dafür zu bezahlen. welchen Wert die Pub's ihrem Produkten geben und weilche Deal's diese den Märkten einleiten liegt in deren Verantwortung.
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Usul
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von Usul »

an_druid hat geschrieben:Das eine schließt das andere nicht aus. Es giebt auch viele, die eben zugreifen ohne zu hinterfragen ("leider"). Ich meine, im Zusammenhang mit "in die Irre führen" (das mit dem lügen und betrügen überspannt den Bogen).
Nun, das kann man ja nicht den Herstellern vorwerfen. Zumal man das vielleicht einmal macht und dann aber nicht mehr. Ich kenne nicht viele Leute, die regelmäßig denselben Fehler begehen. :)
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von maho76 »

Ich kenne nicht viele Leute, die regelmäßig denselben Fehler begehen.
50% der menschen sind dumm genug zu glauben, selbst niemals einen fehler zu begehen.
8% der menschen sind nicht nur bildlich dümmer als ein stück brot.

macht 58% die ihre fehler nichtmal sehen und daher nicht abstellen können.
40% der menschen sind zu feige und egomanisch um ihre fehler zuzugeben und machen dann zum verscheleiern einfach weiter und gewöhnen sich an die zustände.

und die restlichen 2% der positiv auffallenden (wir nehmen mal an es sind alles gamernerds^^) sind so in ihr hobby vernarrt dass sie wiedrigkeiten beiseiteschieben und nur bei anderen kritisieren.

ich denke so ungefähr würde es im managment zum bullshitbingo vorgelegt werden (zumindest bei EA und madame raymond hört sichs manchmal so an).

:)
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Ash2X
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von Ash2X »

an_druid hat geschrieben:[Es giebt auch viele, die eben zugreifen ohne zu hinterfragen ("leider").
Ich glaube da liegt eigentlich nicht das Problem - selbst der sogenannte "Casual" hinterfragt ob das Skyrim Add-On unbedingt 20€ wert ist oder ob ein Mappack für 15€ wirklich notwendig ist oder ob das neue FIFA-Update wirklich spielerisch höheren Wert hat.
Das Problem sind eher die Leute die hinterfragen und trotzdem zugreifen.
Es sind häufig die Leute die sich dann lauthals beschweren OBWOHL sie eigentlich vorher wussten was sie für ihr Geld bekommen.
Der größte Community-Brüller ist eigentlich das viele anscheinend nicht damit leben können das hier und da auch mal die Tasche offengehalten wird weil Entwickler,Publisher und vorallendingen Konsolen/Plattformbetreiber (die einen nicht geringen Obulus verlangen,egal ob Spiel,Patch oder DLC) mehr Geld aus den wenigen erfolgreichen Projekten holen wollen.Ignorieren scheint unmöglich. Denn gerade das zeigte sich in den letzten Jahren überdeutlich: Die meisten "Extras" würde man sowieso nicht vermissen da der spielerische Wert eher mau ist und wurde eher lieblos an des abgeschlossene Projekt angehängt.
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an_druid
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von an_druid »

Usul hat geschrieben:
an_druid hat geschrieben:Das eine schließt das andere nicht aus. Es giebt auch viele, die eben zugreifen ohne zu hinterfragen ("leider"). Ich meine, im Zusammenhang mit "in die Irre führen" (das mit dem lügen und betrügen überspannt den Bogen).
Nun, das kann man ja nicht den Herstellern vorwerfen. Zumal man das vielleicht einmal macht und dann aber nicht mehr. Ich kenne nicht viele Leute, die regelmäßig denselben Fehler begehen. :)
"Ja sicher" am Ende ist der Kunde doch nur selbst schuld, sagt sich so einfach. Es gibt nun mal viele Serienfans und Blindkäufe genau so wie es Pub's giebt, die das Vertrauen ihrer Kundschaft ausnutzen und etwas weniger in die nächste Marke investieren. Es ist gar nicht mal immer so einfach verschiedenen Magazienen recht zu geben, wenn sich ein gewisses Maß an Vertrauen gebildet hat und man sich selbst davon überzeugen muss, um es zu glauben. Darüber hinaus weichen viele Wertungen gegenüber der eigenen manchmal etwas mehr aus oder erscheinen alls daneben. Es ist doch kein Geheimniss mehr, dass viele Konverenzen gehalten und Marktvorschungen geführt werden um möglichst viel für möglichst wenig Investition zu bekommen. Zum Glück giebt es noch so einige, denen es was daran liegt und diese den Vorteil darin erkennen, das Vertrauen der Kundschaft kontinuirrlich beizubehalten.
Ash2X hat geschrieben:
an_druid hat geschrieben:[Es giebt auch viele, die eben zugreifen ohne zu hinterfragen ("leider").
Ich glaube da liegt eigentlich nicht das Problem - selbst der sogenannte "Casual" hinterfragt ob das Skyrim Add-On unbedingt 20€ wert ist oder ob ein Mappack für 15€ wirklich notwendig ist oder ob das neue FIFA-Update wirklich spielerisch höheren Wert hat.
Das Problem sind eher die Leute die hinterfragen und trotzdem zugreifen.
Es sind häufig die Leute die sich dann lauthals beschweren OBWOHL sie eigentlich vorher wussten was sie für ihr Geld bekommen.
Darf ich mal hinterfragen, welche Information oder Erfahrung dich zu dieser Behauptung verleitet? Ich wette mal, da sind mehr, die z.B FinalF9,10 11,12 oder Fifaupgrates, Maseffect, CoD, BF ,Schißmichtotsimulator einfach blind kaufen und sich es schöner reden, deswegen machen einige Entwickler doch nichts anderes außer copy, paste.
Der größte Community-Brüller ist eigentlich das viele anscheinend nicht damit leben können das hier und da auch mal die Tasche offengehalten wird weil Entwickler,Publisher und vorallendingen Konsolen/Plattformbetreiber (die einen nicht geringen Obulus verlangen,egal ob Spiel,Patch oder DLC) mehr Geld aus den wenigen erfolgreichen Projekten holen wollen.
Mehr geld für was bzw wen ?!.. Ist das ein Argument um z.B Microtransaktionen doch lieber Positiver zu betrachten. Ein Spiel in seine Einzelteile zu zerlegen diese dan einzelnd zu verkaufen um nochmal so ein Spiel machen? Ich bezahle gerne 40-60 € wenn der Titel mir auch was bietet und Komplett ist. Liblos ist es doch dann, wenn alles um eine Melkmaschiene herum gebaut wird.
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brent
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von brent »

Ein Spiel wird nicht lieblos, nur weil man darin irgendwelche Items kaufen kann.
Die Spiele sind es dann nur, weil das weiter nichts als ein ferner Auswuchs der Marktstrategie ist, die dem Produkt ohnehin zugrunde liegt - und das ist lieblos.
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Usul
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von Usul »

an_druid hat geschrieben:"Ja sicher" am Ende ist der Kunde doch nur selbst schuld, sagt sich so einfach. Es gibt nun mal viele Serienfans und Blindkäufe genau so wie es Pub's giebt, die das Vertrauen ihrer Kundschaft ausnutzen und etwas weniger in die nächste Marke investieren. Es ist gar nicht mal immer so einfach verschiedenen Magazienen recht zu geben, wenn sich ein gewisses Maß an Vertrauen gebildet hat und man sich selbst davon überzeugen muss, um es zu glauben. Darüber hinaus weichen viele Wertungen gegenüber der eigenen manchmal etwas mehr aus oder erscheinen alls daneben. Es ist doch kein Geheimniss mehr, dass viele Konverenzen gehalten und Marktvorschungen geführt werden um möglichst viel für möglichst wenig Investition zu bekommen.
Ich verstehe nicht ganz, was du damit sagen willst.

Es ist doch ganz einfach: Niemand wird gezwungen, ein Spiel zu spielen. Dabei lassen wir mal die ganzen Argumente außer Acht, die darauf abzielen, daß die Kunden unterbewußt konditioniert werden (wie etwa durch Werbung).
Da niemand gezwungen wird, ist es doch müßig, sich über irgendwelche Magazine, Wertungen, Publisher-Absprachen oder was auch immer zu echauffieren.
Meiner Meinung ist es doch einleuchtend: Jeder Spieler kann mal ein Spiel kaufen, das er eigentlich nicht gekauft hätte, wenn er gewußt hätte, daß es diese oder jene Funktion hat, die ihm nicht gefällt. In unserem Fall also ein Spiel mit In-Game-Käufen. Hat er so nicht gewußt, hat sich das Ding gekauft, lernt aus seinem Fehler und sagt sich, daß er in Zukunft besser darauf achten wird.
Wenn das die Lage wäre, wäre es kein Problem. Aber wenn dieser Spieler dann wieder und wieder und wieder zu Spielen mit In-Game-Käufen greift, kann man die Verantwortung niemandem anders zuschieben als ihm selbst. Wenn er zu blöd ist, sich vorher zu informieren (oder zu faul, oder keine Zeit hat, oder oder oder), dann ist das eben so... aber weiterhin seine eigene Schuld.

Und wenn man das auf die gesamte Spielerschaft ausweitet, erhält man eben den Hauptverantwortlichen für den Spielemarkt, den wir haben: Wir Spieler sind es.

Völlig unabhängig von dieser Betrachtung ist es natürlich auch so, daß F2P oder In-Game-Käufe nicht automatisch bedeuten, daß ein Spiel schlecht ist. Vielleicht liegt es ja daran, daß auch F2P-Spiele teilweise großen Erfolg haben: Weil sie den entsprechenden Spielern einfach doch Spaß machen, selbst wenn sich selbsternannten Hardcore-Gamer das nicht vorstellen können.
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Ash2X
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von Ash2X »

an_druid hat geschrieben: Darf ich mal hinterfragen, welche Information oder Erfahrung dich zu dieser Behauptung verleitet? Ich wette mal, da sind mehr, die z.B FinalF9,10 11,12 oder Fifaupgrates, Maseffect, CoD, BF ,Schißmichtotsimulator einfach blind kaufen und sich es schöner reden, deswegen machen einige Entwickler doch nichts anderes außer copy, paste.
Copy and Paste würde ich das nicht zwingend nennen...klar,erfolgreiche Konzepte bekommen Nachfolger. Auch weil die Kunden es wollen.Das "Innovationen" auf der Strecke bleiben ist auch nicht verwunderlich,fast jeder Titel der als "innovativ" gilt kam entweder zum Anfang einer Generation (bspw Assasins Creed) oder war ein Flop.
Was meinen Wissensstand angeht: Ich habe mit Spielen schon über 20 Jahre intensiv zu tun (bin ja auch schon etwas älter) und verkaufe sie auch.Am besten sind die Kunden die einen fragen ob der neue Teil wirklich notwendig ist,sie hätten ja gelesen das der Vorgänger besser war (einfache Faustregel:Ist wie bei Filmen - Teil 2 ist selten besser) und man sagt "Nicht wirklich...komplett schlecht isses nicht,aber halt nur ein Nachfolger der an das Original nie herankommt" und es trotzdem am kaufen.
Sie wissen das sie für 60€ kein besonders tolles Spiel bekommen,sind deswegen eigentlich schon beim Kauf leicht angefressen,geben das Geld jedoch aus.
an_druid hat geschrieben: Mehr geld für was bzw wen ?!.. Ist das ein Argument um z.B Microtransaktionen doch lieber Positiver zu betrachten. Ein Spiel in seine Einzelteile zu zerlegen diese dan einzelnd zu verkaufen um nochmal so ein Spiel machen? Ich bezahle gerne 40-60 € wenn der Titel mir auch was bietet und Komplett ist. Liblos ist es doch dann, wenn alles um eine Melkmaschiene herum gebaut wird.
Für was?Es sind über 100 Firmen in dieser Gen an den hohen Entwicklungskosten pleite gegangen weil sie nicht die entsprechenden Verkaufszahlen generieren konnten.Selbst bei Traditionsfirmen hat ein Flop gereicht um sie zu Grunde zu richten.Die kommende Gen wird 2-4 mal so teuer.
Ein AAA-Titel kostet heute schon mindestens 30-40 Millionen.Das diese nicht so leicht einzuspielen sind und auf andere Art soviel gewonnen werden muss wie möglich und das ohne die Spieler vollkommen zu vergraulen ist also durchaus nachvollziehbar.
Ich sage nicht das ich es gut finde,mich nervt es teilweise auch - doch ich weiß das es nicht reine "Geldgier" ist.Nur weil mit einigen wenigen Titel extem viel Geld verdient wird bedeutet das nicht das es auf andere Titel zutrifft.Traurigerweise sind nicht wenige der erfolglosen Titel richtig gut. Red Faction Guerilla,Fracture,Mirrors Edge,Sleeping Dogs...alles Flops.

Um das ganze auf wenige Sätze zu bringen: Man kann nicht auf einer Seite nach besserer Technik und Innovationen schreien aber auf der anderen Seite nichts neues oder anderes ausprobieren.
Dann wird rumgejammert es seih alles nicht innovativ genug (meistens ohne zu wissen was damit gemeint ist) und die bösen großen Publisher liefern nur noch Einheitsbrei.Entscheidend für den Markt sind und bleiben die Verkaufszahlen und solange die Leute lieber das kaufen was sie schon immer gekauft haben egal ob sie damit glücklich sind oder nicht wird sich an der aktuellen Marktlage auch nichts ändern.Es ist nicht so als hätte man nie echte Optionen gehabt - sie wurden einfach nur ignoriert.
Ich persönlich bin schon dankbar wenn die Entwickler die üblichen Elemente vernünftg umsetzen,das ist schon selten genug.
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an_druid
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von an_druid »

Ash2X hat geschrieben:
an_druid hat geschrieben: Darf ich mal hinterfragen, welche Information oder Erfahrung dich zu dieser Behauptung verleitet? Ich wette mal, da sind mehr, die z.B FinalF9,10 11,12 oder Fifaupgrates, Maseffect, CoD, BF ,Schißmichtotsimulator einfach blind kaufen und sich es schöner reden, deswegen machen einige Entwickler doch nichts anderes außer copy, paste.
Copy and Paste würde ich das nicht zwingend nennen...klar,erfolgreiche Konzepte bekommen Nachfolger. Auch weil die Kunden es wollen.Das "Innovationen" auf der Strecke bleiben ist auch nicht verwunderlich,fast jeder Titel der als "innovativ" gilt kam entweder zum Anfang einer Generation (bspw Assasins Creed) oder war ein Flop.
"INOVATION" :roll: auch so ein nettes Wort um Werbung zu machen. Letzten Endes ist es nicht die Inovation die uns neue schöne Erfahrungen beschert, sondern Kreativität - Inovation entstand ganz bestimmt aus einem Industriellen Aufstieg heraus. Dieses Wort hat in der Gamingbranche nichts verloren und doch wird es so oft angesprochen. Man will ständig erneuern erneuern erneuern aber nichts neues schaffen und vieleicht das was gut ist als Basis verwenden.

Was meinen Wissensstand angeht: Ich habe mit Spielen schon über 20 Jahre intensiv zu tun (bin ja auch schon etwas älter) und verkaufe sie auch.
Ich habe auch über 20 Jahre Erfahrung, spielt für mich aber keine Rolle.
Am besten sind die Kunden die einen fragen ob der neue Teil wirklich notwendig ist,sie hätten ja gelesen das der Vorgänger besser war (einfache Faustregel:Ist wie bei Filmen - Teil 2 ist selten besser) und man sagt "Nicht wirklich...komplett schlecht isses nicht,aber halt nur ein Nachfolger der an das Original nie herankommt" und es trotzdem am kaufen.
Sie wissen das sie für 60€ kein besonders tolles Spiel bekommen,sind deswegen eigentlich schon beim Kauf leicht angefressen,geben das Geld jedoch aus.
Das Problem und der Erfolg bei Teil zwei ist dass Teil einz zu schön ist um zu Ende zu gehen aber letzten Endes wissen wir wir ja daraus, das es doch am besten zu Ende gehen sollte wenns am schönsten ist. Das ist nicht nur auf ein Gefühl bezogen!
an_druid hat geschrieben: Mehr geld für was bzw wen ?!.. Ist das ein Argument um z.B Microtransaktionen doch lieber Positiver zu betrachten. Ein Spiel in seine Einzelteile zu zerlegen diese dan einzelnd zu verkaufen um nochmal so ein Spiel machen? Ich bezahle gerne 40-60 € wenn der Titel mir auch was bietet und Komplett ist. Liblos ist es doch dann, wenn alles um eine Melkmaschiene herum gebaut wird.
Für was?Es sind über 100 Firmen in dieser Gen an den hohen Entwicklungskosten pleite gegangen weil sie nicht die entsprechenden Verkaufszahlen generieren konnten.Selbst bei Traditionsfirmen hat ein Flop gereicht um sie zu Grunde zu richten.Die kommende Gen wird 2-4 mal so teuer.
Ein AAA-Titel kostet heute schon mindestens 30-40 Millionen.Das diese nicht so leicht einzuspielen sind und auf andere Art soviel gewonnen werden muss wie möglich und das ohne die Spieler vollkommen zu vergraulen ist also durchaus nachvollziehbar.
Ich sage nicht das ich es gut finde,mich nervt es teilweise auch - doch ich weiß das es nicht reine "Geldgier" ist.Nur weil mit einigen wenigen Titel extem viel Geld verdient wird bedeutet das nicht das es auf andere Titel zutrifft.Traurigerweise sind nicht wenige der erfolglosen Titel richtig gut. Red Faction Guerilla,Fracture,Mirrors Edge,Sleeping Dogs...alles Flops.

Um das ganze auf wenige Sätze zu bringen: Man kann nicht auf einer Seite nach besserer Technik und Innovationen schreien aber auf der anderen Seite nichts neues oder anderes ausprobieren.
Dann wird rumgejammert es seih alles nicht innovativ genug (meistens ohne zu wissen was damit gemeint ist) und die bösen großen Publisher liefern nur noch Einheitsbrei.Entscheidend für den Markt sind und bleiben die Verkaufszahlen und solange die Leute lieber das kaufen was sie schon immer gekauft haben egal ob sie damit glücklich sind oder nicht wird sich an der aktuellen Marktlage auch nichts ändern.Es ist nicht so als hätte man nie echte Optionen gehabt - sie wurden einfach nur ignoriert.
Ich persönlich bin schon dankbar wenn die Entwickler die üblichen Elemente vernünftg umsetzen,das ist schon selten genug.
Ich möchte dir als Antwort keinen Roman liefern, obwohl ich das könnte. Deswegen denke ich, das wir auf einen grünen Zweig kommen wenn ich sage oder behaupte, das wir doch alle dafür sind, das Spiele mehr für spieler gemacht werden sollten und nicht nicht für die Anbieter/Geldgeber. Ich binn sehr davon überzeugt dass es so sogar besser gehen könnte, nämlich wenn beide davon langfristig zu einem faieren Preis was haben, Anbieter und Kunde, Amen.
unknown_18
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von unknown_18 »

Nun, die Spieler sind doch selbst Schuld mit ihrer Grafikgeilheit, Grafik verschlingt heutzutage mit den größten Teil des Budgets eines Spiels. Würde man den Spielen mal mehr Zeit lassen sich grafisch weiter zu entwickeln, könnte man mehr Geld in das Gameplay investieren. Die Grafik wird so oder so immer besser, da die Entwickler Tools auch immer besser werden und mit gleich viel Einsatz so die Grafik stetig besser werden kann. Da aber zu viele Spieler den Hals nicht voll bekommen können, kommen die Entwickler gar nicht nach und rennen immer hinterher und um das zu kompensieren muss immer mehr Geld für Grafik ausgegeben werden. Ich behaupte jedenfalls, dass die heutige Grafik unserer Zeit zu sehr voraus ist, die Grafik hat sich in den letzten 10 Jahren zu rasant entwickelt um heute noch finanzierbare Spiele mit erstklassigem Gameplay produzieren zu können.

Nur wie lange soll die Entwicklung noch gut gehen? Ist doch logisch, dass irgendwann der große Super GAU kommt. Schon seit Jahren wird eigentlich nur noch gegen diesen Super GAU angekämpft und dann so Dinge wie Mikrotransaktionen und andere Dinge erfunden um noch mehr Geld aus den Taschen der Spieler zu ziehen.

Ein gutes Zeichen dafür, dass das so ist, ist auch der Erfolg vieler Indiespiele, denn die bieten inzwischen sehr oft das was man bei großen Projekten vermisst: Gameplay und damit Spielspaß und nicht bloß Unterhaltungsspaß und Spaß an technisch schöner Grafik. Gerade die Indiespiele beweisen auch, dass schöne Grafik nicht unbedingt die Sache von Technik ist, sondern oft eher eine Design Sache. So manches Spiel mit einfacher aber schön Grafik ist schöner als ein Spiel mit toller Technik aber miesem Design. Aber gleich kommt wieder "aber wir könnten doch beides haben", nein, können wir nicht, weil es zu teuer ist.

Vor allem sollte man auch eines nicht vergessen: Grafik ist nur Mittel zum Zweck, was ein Spiel zu einem Spiel macht ist einzig und allein das Gameplay.
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von crewmate »

Grafik schließen Gameplay und Geschichte nicht aus. Das ist eine Frage der Produktion. Schlechtere Graik bedeutet auch nicht besseres Gameplay. Das Spardosen Einheitsgameplay liegt eher an einer falschen Vorstellung der Zielgruppe. Und einem falschen Verständnis von Call of Duty. CoD wird offenbar so scheiße billig entwickelt. Ewig die gleiche Engine. Alle haben schon immer den Marktführer nachgeahmt. In den 90ern wollte jede Firma ihr Super Mario. Nach Doom kam ein riesen Haufen schlechter Shooter raus (die heute gesehen sich trotzdem besser spielen). Nach Halo erschienen ein Haufen schlechter Space Marine Shooter. Dieser scheiß Trend wird immer weitergehen. Auch im Film. Transformers - Battleship. Aber es wird immer Vielfalt geben.
Dark Souls gilt als spielerisch anspruchsvoll. Keine Einbußen bei der Grafik.
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Re: Allgemein: PlayStation 4 und Xbox 720: Sony und Microsof

Beitrag von unknown_18 »

Wie gesagt muss man bei Grafik erst mal differenzieren zwischen technisch schlechter Grafik und schlechtem Grafik Design/Stil. Halo war in Sachen Grafik Technik auch nie das Maß aller Dinge, aber hat es gerade durch das Design wieder mehr als wett gemacht. Und ich behaupte mal ein gutes Grafik Design ist günstiger als eine überragende Grafik Technik.

Bei Konsolen Spielen wird in Sachen Grafik eh sehr viel getrickst, weil dort auch noch viel Hardware näher programmiert werden kann. Sieht man immer schön wenn dann wieder mal ein Open World Spiel kommt, dass in Sachen Grafik einfach nicht mithalten kann, eben weil dort diese Tricks nicht funktionieren, da man eben überall hin kann. Da fällt dann der Unterschied bei Konsolen noch stärker auf als auf dem PC.

CoD ist eben die Gold Grube für den Publisher, mit dem er andere Titel mit finanziert, die etwas riskoreicher sind und eventuell nicht so viel Geld einbringen. Das die Spieler CoD immer wieder kaufen... tja, da kann man auch nichts machen, wenn es ihnen Spaß macht... da ist eine neue Engine auch völlig egal.

Ich würde auch jedes Halo spielen ohne das sich grafisch irgendwas geändert hätte, so lange es wenigstens auf Halo 3 Niveau ist. Das ist für mich in etwa die Schwelle wo ich sage, dass ich damit eine ganze Weile leben kann, weil für mich ab da die grafischen Unterschiede doch deutlich mehr im Detail versanken und daher nicht mehr so wichtig waren wie die Entwicklung noch davor. Mich stört es jedenfalls nicht im geringsten, dass sich in Sachen Grafik in den letzten 5 Jahren nicht besonders viel getan hat, einzig das fehlende Anti Aliasing auf Konsolen nervt mich nach wie vor. ;)

Dieser technische Grafik Wahn muss jedenfalls langsam mal ein Ende haben, Grafik macht ein Spiel nicht zu einem Spiel.