Es ist natürlich klar, dass wir hier in bezug auf die Videospieleindutrie sprechen. Ich dachte nicht, dass ich das hier nochmal extra betonen müßte. :wink:Nanimonai hat geschrieben:Das sehe ich anders.CryTharsis hat geschrieben:Neue Technik ist kein Garant für Innovationen.
Jede neue Technologie hat immer dazu beigetragen, dass sich Menschen damit auseinandersetzen und schauen, was man damit alles so anstellen kann.
Neue Technik ist DER Garant für Innovationen.
Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
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johndoe1197293
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
- Kajetan
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Nein, eben NICHT! Gerade DIE nicht. Weil sie überhaupt kein Interesse daran haben neue Dinge zu erforschen. Dort verdient man so derart viel Geld mit dem Status Quo, dass Forschung und Investition in technischer Hinsicht als unnötige Geldausgabe betrachtet werden. Man wird natürlich interne Versuche für neue Gameplay-Mechaniken zur Erweiterung der bestehenden Franchises finanzieren. Aber das ist nicht die Forschung und Entwicklung, die zB. zu Holodecks führen wird. Sowas wird NICHT von den Majors der Spieleindustrie kommen. Dort wird man erst dann auf den Zug aufspringen, wenn jemand anderes gezeigt hat, dass man a) so etwas bauen kann und b) dass man damit auch Geld verdienen kann.Nanimonai hat geschrieben:Ich bin überzeugt davon, dass gerade die Teile der Industrie, die mit CoD und WoW Geld verdienen, sehr stark daran interessiert sind, dass Technologien weiterentwickelt werden, weil eben mit neuen Technologien immer auch neue Möglichkeiten der Kommerzialisierung einher gehen.
Firmen wie Activision sind keine Technologiefirmen, wo große Teile des Gewinnes tatsächlich in die Forschung gesteckt werden. Das sind nur Spiele-Publisher, keine Silicon Valley-Innovatoren.
Der aktuelle Boom von 3D-Filmen wurde ja auch nicht den großen Hollywood-Studios gestartet, sondern von einer Einzelperson wie James Cameron, der aus eigener Tasche und mit eigenem Geld das Rad der Zeit etwas weiter drehen wollte. Cameron wollte nicht mit Avatar Megamillionen Dollar machen, sondern versuchen 3D mit neuer Technik in den Kinos zu etablieren. Sozusagen um des Fortschritts Willens. Hollywood ist nur auf den Zug aufgesprungen, weil man gesehen hat, wie unglaublich viel Geld Avatar eingespielt hat. Und Hollywood ist bereits auch teilweise wieder abgesprungen, weil es jede Menge 3D-Flops gab und viel Geld verbrannt wurde.
Hollywood will nur Geld verdienen. DIe Major in der Spieleindustrie wollen nur Geld verdienen. Innovation und Fortschritt will dort NIEMAND! Wirklich, löse Dich von der Vorstellung, dass nur weil die Jungs viel Geld haben, sie auch damit toll forschen würden. Ja, sie haben viel Geld, aber Forschung bedeutet Investition ohne Sicherheiten und mit einem nicht zu bestimmenden Return on Investment. Das machen diese Firmen nicht, das ist nicht ihr Geschäftsmodell.
Zuletzt geändert von Kajetan am 26.11.2012 14:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Nanimonai
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Jein, ich meine damit eigentlich beides. Der technische Fortschritt ist Grundlage für innovative Designs, Kreativität, Gameplay, Artdesign, (Story eher nicht, dafür benötigt man keine Technik), Steuerung, da er in der Lage ist, die Grenzen des Machbaren zu verschieben.CreatorXY hat geschrieben:Naja du redest von Innovation im Sinne des technischen Fortschritts. Ich meine, wenn ich von Innovation in Spielen rede, von Kreativität, von Gameplay, Artdesign, Story, Steuerung und solche Sachen, nicht vom Grafikgerüst. Für mich ist diese Art von Innovation die wichtigere. Und die kann durchaus auch (oder gerade) auf älteren Konsolen stattfinden. Wenn Mr. Ubisoft natürlich nur die Technick gemeint hat (was bei den Leuten natürlich näher liegen würde als kreativität), dann hat er natürlich recht. Aber er hätte auch einfach sagen können, bessere Grafik nur mit neuen Konsolen möglich. Logisch, aber das kann man sich auch so denken.Nanimonai hat geschrieben:Und das ist der Punkt.CreatorXY hat geschrieben:Denen geht es nur um Profit, Innovation findet man doch nur noch in der Indie-Scene.
Independent wird ja auch von den meisten gefeiert, aber es bleibt immer nur eine Randerscheinung und keine Konsolendefinierende Entwicklung. Zum Glück.
Denn so paradox das klingt, aber innovative Independent-Produktionen bremsen Innovationen aus.
Als Beispiel zur Erklärung: Ich liebe Independent-Filme, wenn diese allerdings die Mehrheit wären, hätten wir keinen technischen Fortschritt, keine Multiplexkinos und generell keine Industrie, die genug Geld erwirtschaften kann, um das Medium Film immer weiter nach vorne zu treiben. Man würde auf der Stelle treten.
So ähnlich sehe ich das auch in der Spieleindustrie.
Es kommt dann natürlich darauf an, mit den neuen technischen Möglichkeiten zu spielen, sie zu entdecken und etwas tolles daraus zu basteln. Dennoch basiert das alles auf der Technik.
Hätten wir noch die technischen Bedingungen zu Pong-Zeiten, wäre jegliche Innovation einfach schrecklich eingeschränkt und die von Dir genannten Dinge wäre nahezu unmöglich umzusetzen.
Heute sehen viele das vielleicht so, dass die grafischen Möglichkeiten ja eigentlich reichen, um ganz tolle, innovative Dinge damit anzustellen, aber das ist zu kurz gedacht.
Wie haben schlicht noch nicht die Rechenleistungen um eine Welt zu simulieren, nicht mal ansatzweise. Da wird nur mit Tricks gearbeitet, um uns eine Illusion einer Welt vorzuspielen... Tricks, weil die Technik nicht ausreicht.
Stell Dir einfach mal ein Call of Duty vor, das technisch in der Lage dazu wäre, eine künstliche Intelligenz nicht nur auf vorgefertigten Scripten und Aktionen des Spielers nach einem Wenn/Dann Prinzip laufen zu lassen, sondern eine KI, die eigenständig und spontan agieren könnte.
Stell Dir vor, dass Du bei Call of Duty in einem Haus sitzt und feindliche Truppen marschieren auf dieses Haus zu und wäge die Möglichkeiten ab, die Du momentan in solchen Spielen hast.
Jetzt adaptiere das Ganze mal in die reale Welt und überlege, welche Möglichkeiten Du in einer realen Situation hättest. Was Du mit Fenstern, Türen, dem Interieur alles anstellen könntest, um Dich zu schützen. Was Du machen könntest, um eine Falle auszulegen, wie Du ablenken könntest, wie Du fliehen oder angreifen könntest.
In der Realität sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos, im Spiel kannst Du davon momentan eine Handvoll anwenden.
Und das liegt daran, dass die technischen Möglichkeiten einfach beschränkt sind.
Wenn ich mir dieses kleine Beispiel oben anschaue und mir das in einem Call of Duty vorstelle, das technisch ein paar Jahrzehnte weiter ist, dann ist das atemberaubend, unglaublich innovativ und revolutionär. Ein Spiel, dass mich so kreativ sein lassen kann wie die Realität braucht Technik.
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Nanimonai
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Status Quo, genau. Halte doch die Spielepublisher nicht für so kurzsichtig, dass sie nur auf den Status Quo schauen. Der Blick ist in die Zukunft gerichtet, denn dort will auch Geld verdient werden.Kajetan hat geschrieben: Nein, eben NICHT! Gerade DIE nicht. Weil sie überhaupt kein Interesse daran haben neue Dinge zu erforschen. Dort verdient man so derart viel Geld mit dem Status Quo, dass Forschung und Investition in technischer Hinsicht als unnötige Geldausgabe betrachtet werden.
Technologiefirmen und Spielepublisher sind ja keine Eremiten, die voneinander nichts mitkriegen. Das sind doch eher symbiotische Zustände, in denen Hand in Hand gearbeitet wird. Das sind wechselseitige Abhängigkeiten.
Nvidia wird keine neue Consumer-Grafikkarte entwickeln, wenn es dafür keinen Markt gibt. EA wird keine neuen Spiele rausbringen, wenn es dafür keinen Markt gibt.
Beide haben gleichermaßen ein Interesse daran, dass es technisch weitergeht.
Natürlich wird EA kein Holodeck entwickeln und finanzieren. Aber EA wird sich garantiert mit den Leuten austauschen, die genau das entwickeln wollen.
Oder auf heute bezogen: Sony würde niemals eine neue Konsole entwickeln, wenn die Firma nicht genau wüßte, dass andere Leute Spiele dafür herstellen und verkaufen werden.
- Kajetan
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Was anderes tun sie aber nicht. Ich weiß nicht, wie Du zu der Meinung kommst es wäre anders.Nanimonai hat geschrieben:Status Quo, genau. Halte doch die Spielepublisher nicht für so kurzsichtig, dass sie nur auf den Status Quo schauen.
Der Blick bei den Majors reicht nicht weiter als von einem Geschäftsjahr zum anderen. Nintendo ist hier die große Ausnahme von der Regel, weil man hier es tatsächlich wagt neue Wege zu beschreiten. Alle anderen hecheln immer nur hinterher, wenn sich herausstellt, dass dieser neue Weg viel Geld bringt. Und das ist bei der Bewegungssteuerung nicht zu erkennen. Das passt für Nintendo, weil das eben zum Nintendo-Gesamtpaket gehört, aber weder Sony, noch MS, noch Entwickler oder Publisher sind großartig auf den Motion Control-Zug aufgesprungen. Man beließ es mit Versuchspielen, mit "Auch dabei sein"-Spielen. Das große Geld wird weiterhin mit klassischen Spielen gemacht. Oder gibt es seitens Activision Pläne das nächste CoD auf der Basis von Kinect oder Move zu gestalten? Hell no, da steht viel zu viel Geld auf dem Spiel!Der Blick ist in die Zukunft gerichtet, denn dort will auch Geld verdient werden.
Zuletzt geändert von Kajetan am 26.11.2012 14:26, insgesamt 1-mal geändert.
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2komma9
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
ich gebe dir mal mit dem 1. Absatz recht. Nur die Spiele die nur auf aktuellen Generationen möglich sind, werden immer seltener. Bei jeder Generation von Spielen könnte man sagen, dass dieses und jenes Spiel auf der vorhergehenden auch nicht mit extremen technischen Abstrichen machbar gewesen wäre.Nanimonai hat geschrieben: Hätten wir noch die technischen Bedingungen zu Pong-Zeiten, wäre jegliche Innovation einfach schrecklich eingeschränkt..
...
Wir haben schlicht noch nicht die Rechenleistungen um eine Welt zu simulieren, nicht mal ansatzweise. Da wird nur mit Tricks gearbeitet, um uns eine Illusion einer Welt vorzuspielen... Tricks, weil die Technik nicht ausreicht.
Stell Dir einfach mal ein Call of Duty vor, ...
Eigentlich muss man sagen, dass die aktuelle Generation ja eigentlich keine neuartigen Spiele mehr hervorgebracht hat als die alten in HD und größer, weiter, schneller aufzubohren. GTA gab es auch auf PS2, selbst Test Drive Unlimited wurde noch für die PS2 umgesetzt. Just Cause gab es für PS2 auch, vielleicht wäre selbst Assassins Creed mit ärmlichen Details machbar gewesen.
Nun es ist ja auch egal was auf der PS2 möglich gewesen wäre, spannender ist die Frage was bringen die 360 und PS3 Nachfolger an Spiele die es jetzt nicht geben könnte?
Die Antwort ist: keine. Dein Call of Duty Beispiel hinkt leider. So etwas ist technisch heute doch locker machbar, Call of Duty will das aber doch überhaupt nicht.
Eine exakte Weltsimulation ist doch nicht von nöten. Wer muss denn Wissen ob ein NPC sich in diesem Augenblick am anderen Ende der Welt gerade in ein Auto setzt? Es reicht doch die Illusion, dass diese Person von 8-17 Uhr auf Arbeit ist und an anderen Zeiten woanders bzw. zu Hause. Skyrim macht so etwas, wenn auch etwas plump. Just Cause 2 und Far Cry 3 lassen auch Patroullien herumfahren, diese sind nicht simuliert werden aber per Zufall ausgelöst, sodass die Illusion doch da ist, mal treffe ich auf eine und mal habe ich Glück und treffe auf keine etc. Jaggend Alliance 2 hat das doch gezeigt, dass das geht, mit Mods sogar noch mehr. Und das ist technischer Uralt Kram.
Es ist doch eigentlich so, dass ganz im Gegenteil die Entwickler sich auf engere Levelbereiche konzentrieren um eine stärkere Story zu erzählen. Es liegt nicht an den aktuellen Konsolen das z.B. Hitman 5 in dreiviertel der Levels ein ziemlich enges Korsett angelegt bekommen hat.
Ich sehe bei der neuen Konsolengeneration nichts außer DX11 Effekte und 1080/ Antialiasing was diese so großartiges neu hervorbringen könnten.
- Aläx
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Stimme da Kajetan zu!
Die verdienen sich mit WoW z.B. doch dumm und dämlich? Never change a winning team - oder so geht doch der Spruch. Warum sollten sie was ändern, wenn es doch so gut funktioniert? Die werden auf jeden Fall die letzten sein, die da groß auf das Innovationspedal drücken!
Kann schon sein, dass die was im Köcher haben, um dann noch auf den Zug aufzuspringen... mehr aber auch nicht.
Ich bin übrigens auch der Meinung, dass eine neue Technik her muss. Neue Technik heißt aber nicht gleich bessere und innovatievere Spiele.
Es bietet einfach nur eine viel bessere Grundlage für Entwickler... so können sie uns Spieler mehr Möglichkeiten geben, wenn z.B. mehr Rechenpower zur Verfügung steht, etc.
Wenn die Entwickler allerdings die neuen Konsolen nur hernehmen, um das nächste CoD mit noch mehr realistischeren Explosionen zu schmücken und der Rest gleich bleibt, dann haben wir ein Problem
Die verdienen sich mit WoW z.B. doch dumm und dämlich? Never change a winning team - oder so geht doch der Spruch. Warum sollten sie was ändern, wenn es doch so gut funktioniert? Die werden auf jeden Fall die letzten sein, die da groß auf das Innovationspedal drücken!
Kann schon sein, dass die was im Köcher haben, um dann noch auf den Zug aufzuspringen... mehr aber auch nicht.
Ich bin übrigens auch der Meinung, dass eine neue Technik her muss. Neue Technik heißt aber nicht gleich bessere und innovatievere Spiele.
Es bietet einfach nur eine viel bessere Grundlage für Entwickler... so können sie uns Spieler mehr Möglichkeiten geben, wenn z.B. mehr Rechenpower zur Verfügung steht, etc.
Wenn die Entwickler allerdings die neuen Konsolen nur hernehmen, um das nächste CoD mit noch mehr realistischeren Explosionen zu schmücken und der Rest gleich bleibt, dann haben wir ein Problem
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Nanimonai
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Ich denke, dass Du den tausenden Menschen, die bei den Majors rumrennen zu wenig zutraust oder sie für geistig zu beschränkt hälst. Das mag an einer generellen Antipathie liegen, aber die sollten wir außen vor lassen und das Ganze nüchtern und objektiv betrachten.Kajetan hat geschrieben:Was anderes tun sie aber nicht. Ich weiß nicht, wie Du zu der Meinung kommst es wäre anders.Nanimonai hat geschrieben:Status Quo, genau. Halte doch die Spielepublisher nicht für so kurzsichtig, dass sie nur auf den Status Quo schauen.
Der Blick bei den Majors reicht nicht weiter als von einem Geschäftsjahr zum anderen. Nintendo ist hier die große Ausnahme von der Regel, weil man hier es tatsächlich wagt neue Wege zu beschreiten. Alle anderen hecheln immer nur hinterher, wenn sich herausstellt, dass dieser neue Weg viel Geld bringt.Der Blick ist in die Zukunft gerichtet, denn dort will auch Geld verdient werden.
Glaub doch bitte nicht, dass Du diesen Majors mit Deiner Sichtweise voraus bist bzw. das Du Dich für weitsichtiger hälst als alle, die da so rumlaufen. Das wäre ein bisschen vermessen.
Glaubst Du denn ernsthaft, ein milliardenschwerer Konzern würde nur bis ins nächste Geschäftsjahr denken und sich keinerlei Gedanken darüber machen, wie man diese Firma auch in 20 Jahren noch am Markt hält?
Nintendo, Sony und Microsoft sind immer ziemlich schwer miteinander zu vergleichen, weil die Konzerne einfach anders funktionieren und teilweise sehr unterschiedliche Geschäftsbereiche haben.
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Die Spieler wollen es halt auch so. Vor allem der Core-Gamer ist so ziemlich der innovationsfeindlichste Konsument da draußen. Mach was neues und hör dir Seitenweise sein Geplärre an. Statt dessen ist aus dem Lager die ganze Zeit nur der Wunsch nach "Back to the Roots" zu hören, weil jegliche Neuerung schlecht ist und wer sich für Cool hält, spielt sowieso nur Retrogames aus dem vorherigen Jahrzehnt bzw. Jahrtausend. "Früher war halt alles besser" - sagte schon mein Großvater und der hat nie ein Computerspiel gespielt.Aläx hat geschrieben:Stimme da Kajetan zu!
Die verdienen sich mit WoW z.B. doch dumm und dämlich? Never change a winning team - oder so geht doch der Spruch. Warum sollten sie was ändern, wenn es doch so gut funktioniert? Die werden auf jeden Fall die letzten sein, die da groß auf das Innovationspedal drücken!
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Es geht hier nicht um die individuellen Fähigkeiten der Menschen dort, sondern um die Zielsetzung dieser Firmen, ihr Geschäftsmodell und die Rahmenbedingungen, unter denen sie ihr Geschäftsmodell betreiben.Nanimonai hat geschrieben:Ich denke, dass Du den tausenden Menschen, die bei den Majors rumrennen zu wenig zutraust oder sie für geistig zu beschränkt hälst. Das mag an einer generellen Antipathie liegen, aber die sollten wir außen vor lassen und das Ganze nüchtern und objektiv betrachten.
Innovation kommt nur von denen, die innovativ sein müssen oder innovativ sein dürfen. Weder das eine, noch das andere trifft auf das Geschäftsumfeld der Majors zu. Dort muss man nicht innovativ sein, weil die Geschäfte auch so wunderbar laufen.
Ich möchte Dir nicht zu nahetreten, bitte nicht mißverstehen, aber Du schaust nur auf Deine schönen Vorstellungen, die aber mit der Wirklichkeit im Spielebereich nicht das geringste zu tun haben. Ja, es gibt große Firmen, die durchaus langfristig planen, streitet ja niemand ab. Aber die findest Du nicht im Spielebereich.Glaub doch bitte nicht, dass Du diesen Majors mit Deiner Sichtweise voraus bist bzw. das Du Dich für weitsichtiger hälst als alle, die da so rumlaufen. Das wäre ein bisschen vermessen.
Glaubst Du denn ernsthaft, ein milliardenschwerer Konzern würde nur bis ins nächste Geschäftsjahr denken und sich keinerlei Gedanken darüber machen, wie man diese Firma auch in 20 Jahren noch am Markt hält?
Zuletzt geändert von Kajetan am 26.11.2012 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Man sollte schon unterscheiden zwischen "Rückwärtsgewandt" und "Rückbesinnung auf Dinge, die früher gut funktioniert haben, um besser erkennen zu können, wohin die Reise weiter gehen soll.". Manchmal muss man nämlich erst ein paar Schritte zurückgehen, weil man aus der aktuellen Perspektive nicht mehr erkennen kann, was der nächste Schritt sein soll.Sevulon hat geschrieben:"Früher war halt alles besser" - sagte schon mein Großvater und der hat nie ein Computerspiel gespielt.
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Absolut nicht machbar. Weder heute noch in 20 Jahren. Es kann höchstens ein Weg in diese Richtung eingeschlagen werden und mehr Dinge implementiert werden, die dem Spieler Freiheiten geben.2komma9 hat geschrieben:Dein Call of Duty Beispiel hinkt leider. So etwas ist technisch heute doch locker machbar, Call of Duty will das aber doch überhaupt nicht.
Ich kann in dieser realen Situation so unendlich viele Dinge machen, die ich im Spiel nicht machen kann.
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Tun sie doch. Es dict einige old skool shooter wie Hard Reset. Dank Kickstarter erscheint bald eine Welle an Old skool Rollenspielen. Dem Survival Horror geht es besser den je. Adventures boomen wieder dank Daedalic, Tell Tale und Animation Arts ( und Cing, aber die gibt es leider nicht mehr).Kajetan hat geschrieben:Man sollte schon unterscheiden zwischen "Rückwärtsgewandt" und "Rückbesinnung auf Dinge, die früher gut funktioniert haben, um besser erkennen zu können, wohin die Reise weiter gehen soll.". Manchmal muss man nämlich erst ein paar Schritte zurückgehen, weil man aus der aktuellen Perspektive nicht mehr erkennen kann, was der nächste Schritt sein soll.Sevulon hat geschrieben:"Früher war halt alles besser" - sagte schon mein Großvater und der hat nie ein Computerspiel gespielt.
Das wirkliche goldene Zeitalter beginnt imo gerade erst.
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Kein Problem, ich fühle mich nicht auf den Schlips getreten, wenn ich mit jemanden diskutiere, der eine andere Meinung hat. Ich möchte Deine Argumentationen nur verstehen und nachvollziehen können, dann bin ich auch gerne bereit, mich überzeugen zu lassen.Kajetan hat geschrieben: Ich möchte Dir nicht zu nahetreten, bitte nicht mißverstehen, aber Du schaust nur auf Deine schönen Vorstellungen, die aber mit der Wirklichkeit im Spielebereich nicht das geringste zu tun haben. Ja, es gibt große Firmen, die durchaus langfristig planen, streitet ja niemand ab. Aber die findest Du nicht im Spielebereich.
Ich finde alleine die Tatsache, dass EA in der Vergangenheit so viele Firmen aufgekauft hat oder mit anderen fusionierte schon Grund genug zu sagen, dass diese Firma weiter als bis ins nächste Geschäftsjahr denkt. Die haben da auch einen Aufsichtsrat sitzen, der die Wände hochgehen würde, wenn keine Umsatzprognosen für die nächsten Jahre kommen würden. Sicherlich gibt es da auch ziemlich viele Dinge, die über einige Jahre abgeschrieben werden und finanziert werden müssen.
Eine Firma wird sicherlich nicht einfach so eine andere Firma für etliche Milliarden aufkaufen, weil sie da einfach mal Bock drauf haben und sich denken, dass sie sich das in diesem Geschäftsjahr leisten können, sondern weil damit Geschäftsmodelle entwickelt werden können, die in der Zukunft Geld abwerfen. Und "in der Zukunft" heisst bei solch hohen Investitionen sicherlich nicht "nächstes Jahr"... das sind langfristig angelegte Projekte.
Das Ganze heisst aber natürlich nicht, dass man die Cashcows nicht auch gleichzeitig noch melken kann, so lange es geht.
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johndoe981765
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Re: Ubisoft: Wechsel der Konsolen-Generation dauert zu lang
Deine Holodeck- und Realityspinnereien in allen Ehren. Aber gerade in Sachen KI gabs in der Prä-Skriptgewitter/Moorhuhnära schon wesentlich besseres (Unreal, FarCry). Das hat also nix mit fehlender Technik zu tun. Ist nur etwas aufwendiger als die aktuellen Awesome-Simpelspielchen. Aber träum mal schön weiter vom KI-Holodeck. :wink:
