Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fans

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Ravenmoon
Beiträge: 5
Registriert: 09.01.2011 21:13
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von Ravenmoon »

Mich würde interessieren ob am Ende von irgendwelchen Büchern auch so rumgeheult wird....och nö,da stirbt jemand,das Buch ist jetzt komplett schlecht und jammer den Autoren die Ohren voll
Ja und sogar bei Reihen, die noch gar kein Ende haben *grinstbreit* es wurde sich in einem Forum über das Ende von "game of thrones" also "Lied von Eis und Feuer" aufgeregt, weil ein Char gestorben ist und so die eine Fraktion nicht vernichtet hat, was somit für den Schreiberling ein schlechtes Ende war.... die Person war übrigens auch gegen das Ende von Mass Effect.... aber der muss recht haben, der kennt ja schon das Ende einer Bücherreihe noch bevor der Autor es geschrieben hat ;)

Und in meinen Augen war mein Ende, eigentlich das einzig logisch Ende (Synthese) und der Richtige Abschluss für die gesamte Reihe, denn anders als behauptet habe ich nämlich alle Teile gespielt und "gelebt", daher fand ich das Ende ja dann sehr passend :Häschen:
afo
Beiträge: 65
Registriert: 09.08.2008 16:48
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von afo »

Ravenmoon hat geschrieben: Und in meinen Augen war mein Ende, eigentlich das einzig logisch Ende (Synthese) und der Richtige Abschluss für die gesamte Reihe, denn anders als behauptet habe ich nämlich alle Teile gespielt und "gelebt", daher fand ich das Ende ja dann sehr passend :Häschen:
Ich denke mit den Enden an sich kämen sogar noch viel mehr Spieler klar wäre die Inszenierung nicht so lieblos. Mit meinem Renegade Playthorugh fände ich das Reaper-Vernichten-Ende sogar recht passend. Aber für meinen Ultra-Paragon-Shep der in seinem Paragon-Dasein selbst da wo Bioware nicht für den Paragon voreingenommen war hätte ich mir eben das Glücksbärchi-Ende gewünscht. Verdient hätte mein Shep das.
Aber selbst dann ist die lieblose Inszenierung nicht das einzige, sondern das Problem, dass die Star-Child-Sache an sich wenig Sinn ergibt und das meiste was wir aus ME1 und 2 wissen ohne guten Grund und ohne bessere Erklärung negiert, bleibt.
Ravenmoon
Beiträge: 5
Registriert: 09.01.2011 21:13
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von Ravenmoon »

Okay, das Ende war lieblos inszeniert, da gebe ich dir Recht, das hätte man besser machen können / sollen. Das mit dem Star-Child (spoiler ;)).... nun die Reaper haben ja nicht aus langeweile die Galay nach jeden Zyklus aufgeräumt und nur ihre "Hightechspielzeuge" dagelassen... sicher nicht als Chance für neue Zivilisationen und sicher auch nicht, weil sie kleine Sadisten sind, denn die Reaper waren ganz klar immer nur Marionetten die von irgendwem erschaffen wurden und zwar für einen speziellen Grund. Und jede Rasse hatte ihre Priester und Tempel und betete eine höhere Macht hat, was in jedem Teil auch verdeutlicht wurde, nun kann man natürlich spekulieren und sagen, dass Religion ein Teil der Evolution bzw ein wichtiger Teil der Evolution ist und somit zu jeder Rasse gehört, oder ob es reiner Zufall war, oder eben dass es gerade weil jede Rasse doch etwas anbetet, dass es eben etwas geben muss, eben jenes Starchild, was ja die Form nur für Shepard gewählt hatte. Und eigentlich ist man seitdem man herausgefunden hat, dass die Reaper jeden Zyklus so agiert haben immer auf der Suche nach einem Ausweg diesen Zyklus zu durchbrechen, somit bleibt sich der Teil doch auch treu, oder nicht ?
afo
Beiträge: 65
Registriert: 09.08.2008 16:48
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von afo »

Die Reaper erschienen in Teil 1 und Teil 2 wesentlich tiefer und autonomer denn als blose Marionetten.
Benutzeravatar
Dude T. Murphy
Beiträge: 77
Registriert: 16.09.2008 09:32
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von Dude T. Murphy »

vor allem erschienen sie auch weit weniger fassbar. Vom besonders in Teil 1 noch präsenten lovecraftschem Horror (siehe auch Gespräch Shepard Sovereign in Teil 1) hat sich die Darstellung der Reaper in Teil 3 eigentlich bis auf ihr Erscheinungsbild ziemlich entfernt.
Die Reaper wurden als technologisch und in ihrer Intelligenz den anderen Rassen gegenüber weit überlegen aufgebaut ... sie dann nun auf Marionetten zu reduzieren ist eigentlich nen ziemlich lahmer Rückschritt.

h das einzig logisch Ende (Synthese) und der Richtige Abschluss für die gesamte Reihe
Das ein grüner, intergalaktischer Laserstrahl die DNA aller organischer und synthetischer Lebewesen zusammenschmelzen lässt ist ungefähr so logisch wie die Wasser zu Wein Sache aus der Bibel. Aber genug christliche Erlöser- und Selbstopfermotive hat man ja nun am Ende. ;)
TheOriginalDog
Beiträge: 525
Registriert: 09.04.2010 21:09
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von TheOriginalDog »

Ich fand das Ende ja eigentlich ziemlich gut, konnte aber jetzt lange nicht in Worte fassen warum genau. Ein Mensch mit dem Nick Kelad hats auf eurogamer.de so beschrieben und damit meine Gefühle gut getroffen, das will ich euch nicht vorenthalten, ich hoffe er wird mir das nicht übelnehmen, dass ich seinen Text hier platziere:
Das Ende hat mich wahnsinnig geflasht und fühlte sich auf befremdliche Weise richtig an. All' die Entscheidungen, die wir über den Verlauf der Mass Effect-Spiele getroffen haben, all' die Opfer die wir gebracht haben ... bedeutungslos.

Aber, und das ist das erstaunliche: im für mich bewegenden Sinne. Shepard ist ein einzelner Mensch, dem lange Zeit niemand zugehört hat und alles selbst ausbaden musste, weil es für ihn keine rettende Kavallerie gab. Er war der einzige, der die Bedrohung durch die Reaper als das wahrnahm, als dass sie sich letztlich auch herausstellte. Ein "Extinction-Event" für die Völker der Galaxie.

Letztlich bricht er auch den Zyklus, was mehr ist, als allen tausenden Zyklen zuvor gelang. Es IST der ultimative Sieg, aber die letztlich und auf seinen letzten Metern musste mein Shepard erkennen, daß diese Rolle zu groß für ihn war. Die Last zu schwer für einen Einzelnen, ganz gleich, welches Team hinter ihm steht ... letztlich zählte nur die Entscheidung für eine der drei Varianten.

Ein Schlußstrich, der ebenso bitter wie auch bewegend verdeutlicht, daß jeder einzelne auf dem Weg bis zu diesem Punkt seine Rolle gespielt hat, aber abgesehen von der Art, wie er sein Ziel erreicht, keine Möglichkeit hat aus den Entscheidungen auszubrechen, die ihm ein weitaus mächtigeres und älteres Wesen (dessen Erscheinung sicherlich nur von Sheps Unterbewusstsein beeinflusst wurde) mit synthetischem Kalkül diktiert.

Mein Shepard wusste, daß es nur einen Weg gab, obwohl er zweimal die Richtung änderte, um sich auf dem langen Weg zurück doch eines anderen zu besinnen. Er wusste, daß es das schlimmste Opfer sein würde, dass er jetzt würde bringen müssen. Und er ging diesen Weg, weil letztlich alles was er getan und erreicht hatte zu diesem einen Moment führte ... mit all' seiner Bitterkeit und dem Unglauben meinerseits, dass Bioware sich so unglaublich weit von einem klassischen Hollywood-Ende entfernen würde.

(http://www.eurogamer.de/articles/2012-0 ... s-effect-3)
Freakstyles
Beiträge: 2638
Registriert: 13.10.2004 10:07
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von Freakstyles »

Es war jedenfalls nicht das letzte Mal, dass ihr etwas von Commander Shepard gehört habt!", mit diesen Wort endet das Statement von Casey Hudson.
Da wird einem sogar noch gedroht am Ende des Interviews, also ich würd von denen ja nix mehr kaufen :lol:
Freakstyles
Beiträge: 2638
Registriert: 13.10.2004 10:07
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von Freakstyles »

Dude T. Murphy hat geschrieben:vor allem erschienen sie auch weit weniger fassbar. Vom besonders in Teil 1 noch präsenten lovecraftschem Horror (siehe auch Gespräch Shepard Sovereign in Teil 1) hat sich die Darstellung der Reaper in Teil 3 eigentlich bis auf ihr Erscheinungsbild ziemlich entfernt.
Die Reaper wurden als technologisch und in ihrer Intelligenz den anderen Rassen gegenüber weit überlegen aufgebaut ... sie dann nun auf Marionetten zu reduzieren ist eigentlich nen ziemlich lahmer Rückschritt.

h das einzig logisch Ende (Synthese) und der Richtige Abschluss für die gesamte Reihe
Das ein grüner, intergalaktischer Laserstrahl die DNA aller organischer und synthetischer Lebewesen zusammenschmelzen lässt ist ungefähr so logisch wie die Wasser zu Wein Sache aus der Bibel. Aber genug christliche Erlöser- und Selbstopfermotive hat man ja nun am Ende. ;)
Seit Jahren gibts sehr gute Sci-Fi Abenteuer, aber die Leute müssen sich unbedingt das Abenteuer von Bioware geben ^^ !!! Wenn ihr vernünftige Sci-Fi Geschichten hören/lesen wollt, dann beschäftigt Euch mit dem Warhammer 40k oder Star Wars Universum, das hat einiges mehr zu bieten als so ne kleine Klingonen Story ;) !!

Wem es also nur um die Abenteuer im Weltraum geht, dem kann ich die Warhammer 40k Bücherreiche: "Der Große Bruderkrieg" empfehlen ;) !! Oder wenn man es lieber kleiner mag, mit kleiner Crew und dauerhaftem Helden, dann gibts da jede Menge Roddenburry Romane ;)
Benutzeravatar
|Chris|
Beiträge: 2400
Registriert: 13.02.2009 17:46
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von |Chris| »

TheOriginalDog hat geschrieben:Ich fand das Ende ja eigentlich ziemlich gut, konnte aber jetzt lange nicht in Worte fassen warum genau. Ein Mensch mit dem Nick Kelad hats auf eurogamer.de so beschrieben und damit meine Gefühle gut getroffen, das will ich euch nicht vorenthalten, ich hoffe er wird mir das nicht übelnehmen, dass ich seinen Text hier platziere:
<...>
Es geht ja nicht darum das Shepard stirbt. Ich denke das ist eine Tatsache mit der sich alle abfinden können. Wobei auch ein Happy End der Serie nicht geschadet hätte, aber darüber kann man sich streiten.

Mein Problem ist, das ich das Ende nicht ernst nehmen kann. Ich denke "Space Magic" beschreibt es schon recht gut. So tiefgreifend der Ansatz von Opfern und Transzendents auch sein mag, das Ende kommt auf einer Welle dahergeschwappt die so viel dramaturgischen Tiefgang hat wie das Staffelfinale einer mittelprächtigen Animeserie. Da ist es zumindest mir nicht möglich irgendwie in die Sache einzutauchen.
TheOriginalDog
Beiträge: 525
Registriert: 09.04.2010 21:09
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von TheOriginalDog »

|Chris| hat geschrieben:
TheOriginalDog hat geschrieben:Ich fand das Ende ja eigentlich ziemlich gut, konnte aber jetzt lange nicht in Worte fassen warum genau. Ein Mensch mit dem Nick Kelad hats auf eurogamer.de so beschrieben und damit meine Gefühle gut getroffen, das will ich euch nicht vorenthalten, ich hoffe er wird mir das nicht übelnehmen, dass ich seinen Text hier platziere:
<...>
Es geht ja nicht darum das Shepard stirbt. Ich denke das ist eine Tatsache mit der sich alle abfinden können. Wobei auch ein Happy End der Serie nicht geschadet hätte, aber darüber kann man sich streiten.

Mein Problem ist, das ich das Ende nicht ernst nehmen kann. Ich denke "Space Magic" beschreibt es schon recht gut. So tiefgreifend der Ansatz von Opfern und Transzendents auch sein mag, das Ende kommt auf einer Welle dahergeschwappt die so viel dramaturgischen Tiefgang hat wie das Staffelfinale einer mittelprächtigen Animeserie. Da ist es zumindest mir nicht möglich irgendwie in die Sache einzutauchen.
Wenn du schon so einen hohen Anspruch hast, frag ich mich dann aber doch warum du überhaupt ME spielst: Schließlich waren schon die ersten beiden Spiele immer Space Opera deluxe... tiefgehende Handlung hab ich da auch vermisst. Ich fand das Ende halt durchaus passend, nicht weil Shepard stirbt/oder nicht, sondern die oben von Kelad schön beschriebene Erkenntnis, dass all die tiefgreifenden Entscheidungen am Ende eh irrelevant sind... Also quasi, dass was so viele kritisieren, fand ich am Ende toll.
afo
Beiträge: 65
Registriert: 09.08.2008 16:48
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von afo »

TheOriginalDog hat geschrieben: dass all die tiefgreifenden Entscheidungen am Ende eh irrelevant sind... Also quasi, dass was so viele kritisieren, fand ich am Ende toll.
Und das nachdem immer betont wurde wie wichtig die Entscheidungen sind und wie sehr sie sich auswirken werden.
TheOriginalDog
Beiträge: 525
Registriert: 09.04.2010 21:09
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von TheOriginalDog »

afo hat geschrieben:
TheOriginalDog hat geschrieben: dass all die tiefgreifenden Entscheidungen am Ende eh irrelevant sind... Also quasi, dass was so viele kritisieren, fand ich am Ende toll.
Und das nachdem immer betont wurde wie wichtig die Entscheidungen sind und wie sehr sie sich auswirken werden.
das ist mir doch egal. Ich spiels wegen dem Spiel und nicht wegen der Producer. Also, ich mein ich hab mir gar nicht irgendwelche Versprechen oder Interviews oder Werbekampagnen angeguckt, das zählt für mich also nicht. Ich lass mir doch nicht den Spielspaß davon beeinflussen, was wer wann gesagt hat.

Ich fands übrigens auch cool, dass wenig anderes gezeigt wurde, was aus den anderen geworden ist und so, ich hab da bestimmt n Tag lang drüber nachgedacht. Selbst das mit der Normandy... Wie die restliche (mittlerweile winzige) Crew im Angesicht von Garrus und Liaras Tod sich totdiskutieren ob sie fliehen sollen oder nicht, schlussendlich, als in der Citadel ganz schön was abgeht entscheidet Joker den Abmarsch.. Natürlich kann man das auch als Faulheit seitens Bioware auslegen, ich fands aber angenehm, dass meine Fantasie die Details ausgemacht hat, so sehr hätte man das Spiel gar nicht individualisierbar machen können, wie es meine Vorstellung zulässt.
f1f2f3
Beiträge: 324
Registriert: 09.03.2011 12:56
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von f1f2f3 »

Manche wollen sich offenbar einfach einreden, das Ende von Mass Effect 3 gut zu finden, weil sie sich etwas darauf einbilden, damit scheinbar schlauer als die breite Masse zu sein. Das gibt es bei anderen Kunstformen auch, und manchmal stimmt es ja sogar. In diesem Fall hat die breite Masse allerdings schlicht und einfach recht. Das Ende von Mass Effect 3 ist schlecht geschrieben, einfallslos und unlogisch, und auch nicht gut inszeniert.

Und wer lieber seiner Fantasie freien Lauf lassen will, der braucht das Spiel ja gar nicht erst zu spielen oder kann vor dem Finale das Spiel beenden.
Fiddlejam
Beiträge: 843
Registriert: 23.01.2010 16:04
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von Fiddlejam »

Wenn du schon so einen hohen Anspruch hast, frag ich mich dann aber doch warum du überhaupt ME spielst: Schließlich waren schon die ersten beiden Spiele immer Space Opera deluxe... tiefgehende Handlung hab ich da auch vermisst. Ich fand das Ende halt durchaus passend, nicht weil Shepard stirbt/oder nicht, sondern die oben von Kelad schön beschriebene Erkenntnis, dass all die tiefgreifenden Entscheidungen am Ende eh irrelevant sind... Also quasi, dass was so viele kritisieren, fand ich am Ende toll.
Ich denke, dass durchaus kein Happy End sein muss.

Was viele so aufregen dürfte, ist der Fakt, dass man im Endeffekt den furchtbar sinnlosen Plan der Reaper mitmachen/ausbaden muss.
Zu einem Medium, dass davon lebt, dass der Spieler die Geschichte steuert, passt es einfach nicht, ihm entgegen zu schleudern "in your face, wir sind besser und nehmen das Ruder in die Hand".
Wie gesagt: Kein Plädoyer für ein Happy End.
Aber im Moment ist das ein "die große Bedrohung besteht eigentlich nur aus Deppen, aber du wirst gezwungen, ihren Mist mit zu machen".
Hätte Shephard/der Spieler durch SEINE Handlung die Katastrophe hervor gerufen, wäre das ja ok - aber ihm nur die Möglichkeiten vorlegen, die ein paar durchgedrehte Maschinen, die selbst nicht wissen, was sie wollen, vorgeben?
Benutzeravatar
ogami
Beiträge: 4247
Registriert: 05.08.2002 13:00
Persönliche Nachricht:

Re: Mass Effect 3: Statement von BioWare zur Story-Kritik der Fa

Beitrag von ogami »

TheOriginalDog hat geschrieben:Wenn du schon so einen hohen Anspruch hast, frag ich mich dann aber doch warum du überhaupt ME spielst: Schließlich waren schon die ersten beiden Spiele immer Space Opera deluxe... tiefgehende Handlung hab ich da auch vermisst. Ich fand das Ende halt durchaus passend, nicht weil Shepard stirbt/oder nicht, sondern die oben von Kelad schön beschriebene Erkenntnis, dass all die tiefgreifenden Entscheidungen am Ende eh irrelevant sind... Also quasi, dass was so viele kritisieren, fand ich am Ende toll.
Irgendwo passend mag das Eine sein. Nicht passend zum Reaper Mythos das Andere. Zumal es nichts desto trotz hingeschludert ist. Man wirft sämtliche Logik des ME Universum übern Haufen und macht einfach Schluß, ist für manche einfach unbefriedigend. Denn die Logiklöcher bleiben einfach bestehen, ganz egal ob man das Ende gut findet oder nicht.

Shephard überlebt mal kurz eben nen Reaper Strahl, der ihm nur die Rüstung ein wenig wegschmilzt (bis auf das ja schon bekannte unzerstörbare N7 Emblem, nach 2 weiß man ja, das dies mit extrem hohen Temperaturen recht gut zurande kommt, im Gegenteil, es strahlt sogar noch mehr nach ner Hitzebehandlung ;) ). Ein paar Stunden früher in der Handlung funktioniert das an gleich 2 Stellen irgendwie nicht. Da langt das Pure in den Dunstkreis des Strahls kommen schon zum Ableben.
Um beim Ende zu bleiben, Anderson muss schon wieselflink sein, läuft später los und ist trotzdem noch so gut wie unverletzt und eben nicht getroffenerweise vor dir angekommen. Sein "die Wände verschieben sich ... der Ort verändert sich" erklärt trotzdem nicht wie er just in dem Moment wo man den Zugang zur Kammer schon sieht erwähnt der Gang verbreitere sich und er sehe eine Konsole. Man hätte ihn durchaus sehen müssen wie er in den Raum mit nur einem Zugang gelangte ;)
Deine Teammitglieder sind ebenso ein Mysterium. Entweder haben die aufgrund der entsetzlichen Übermacht (die ja nicht schon das ganze Spiel präsent war) die Beine in die Hand genommen und zur gleichen Zeit wie du lossprintest es auch getan ... nur halt in die andere Richtung. Oder aber EDI hat die Normandy mit Links Spiegelschild ausgestattet und sie nach deinem Sprung in den Strahl eben flugs mit Warp 9 abgeholt. Wofür Masseneffekttore, wenn die Normandy auch eben Zeit und Raum krümmt ... Event Horizon? Oder Liaras Warp funzt nun auf Enterprise Niveau und interstellar über Langstrecken ;) Es bleibt trotzdem unglaubwürdig das dir deine Gefährten ewige Treue und Zusammenhalt attestieren und dich 10 Minuten später zum Teufel schicken und einfach schnöde im Stich lassen.
Jokers Geistesblitz ein "explodierendes ME Tor" zu benutzen ist noch so n Ding. Selbst er kneift und zieht Leine, verlässt eben mal die kläglichen Reste des Truppenverbandes und gibt Fersengeld. Das die Normandy nur abschmiert geht ja noch, da sie dank des Zusammenbrechens des Tornetzwerkes ja einfach aus dem Hyperspace fällt, ohne am nächsten Tor anzukommen. Scheint also weit genug weg zu sein ^^ Das Lost Feature mit dem Aussteigen im Dschungel ist ein wenig fade, da man das durchaus hätte ausbauen können, zumal die Normandy ein paar mehr Crewmitglieder hat als nur deine Gefährten.

Was passiert mit den paar Überlebenden auf der Erde, die ja noch so schön jubeln als die Reaper abziehen/explodieren. Versuchen Joker und Co. die Normandy zu reparieren und a la Voyager nach hause zu kommen? Mal ganz davon abgesehen das Shephard wirklich unsterblich ist. Alles synthetische Leben muss sterben, Star Child sagt noch selbst das Shephard mittlerweile ja selbst zu nem Großteil aus Kybernetic etc. besteht. Aber Comander Shephard überlebt nicht nur einen Reaperbeam, nein, er überlebt auch eine Explosion in der er unmittelbar vorher stand ... und entweder die Citadel hat das recht gut verkraftet und hat den Umweltsauerstoff aufrechterhalten können, oder Shephard hat gelernt ohne Luft zu atmen ... ^^

Es werden mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet und das leider in einer zunehmend widersinnigeren Art und Weise, so dass man Logik völlig aus dem Fenster pfefferte und einfach das machte was einem grad in den Sinn kam.
Sorry, aber hätte man die Logikfehler vermieden (deine Gefährten sind halt tot, auch egal, oder man hätte die Flucht noch kurz gezeigt) und ein wenig mehr gezeigt was nun aus der Erde wurde, könnte ich damit mehr als Leben. Nur so bleibt der Beigeschmack, das es irgendwo lieblos ist. Zumal mir die Möglichkeit des völligen Versagens wie in 2 fehlt. Die nach dem Aufbau von ME2 eigentlich hätte zwingend mit an Bord sein müssen.
Da hilft mir auch der "und das war Comander Shephards Geschichte" Part nicht wirklich weiter, der ja eh androht das noch was kommt "ich erzähle dir noch ein wenig ein andermal". ;)