Der 4P-Kommentar: DLC - Fluch oder Segen?

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Minando
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Beitrag von Minando »

Ich denke den DLC-Käufern der ersten Generation war nicht recht klar was sie ins Rollen bringen, mich selbst eingeschlossen. Anfangs fand ich das Konzept interessant, inzwischen überwiegt aber die Angst vor "beschnittenen Spielen" deutlich. Wahrscheinlich habe ich mit meiner anfänglichen Sorglosigkeit zum DLC-Boom beigetragen, mittragen werde ich die Welle aber nicht.
Mal sehen ob es auch anderen so geht.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

crashcrush hat geschrieben:@ LadyIno

meiner meinung nach sind gerade solche story - teile, wie die vorgeschichte von bestimmten figuren, oder auch ein abschließender epilog, perfekt geeignet für DLC´s. da sie für die haupthandlung nicht unbedingt essenziell sind (man muss auch nicht den kleinen hobbit gelesen haben um herr der ringe zu verstehen oder? ;-) ) aber für diejenigen die sich dafür interessieren, eine schöne erweiterung der geschichte darstellen.
Widerspruch. Ein wirklich gelungenes Spiel muss sich für mich vorallem durch eines auszeichnen: Atmosphäre. Und bei einem Rollenspiel, das ich als solches bezeichnen würde, liegt diese Atmosphäre für mich in den kleinen Details. Ich möchte für mein Geld ein Spielerlebnis aus einem Guss. Und das schließt gerade auch Nebenfiguren ein. Und hier sehe ich die Hauptgefahr bei DLC - allzu oft hat man bei ihm den Eindruck, die Entwickler hätten den kreativen Prozess der Entwicklung einer Welt in einzeln vermarktbare Segmente geteilt. Auf diese Art entsteht für mich aber keine Atmosphäre. Ich will in eine andere Welt eintauchen - und diese Welt soll sich bitte "komplett" anfühlen.

@ Benjamin

Sorry, ich fand deinen Kommentar auch eher schwach. Einfach nur sämtliche Positionen der Diskussionen aufzuführen ohne selbst eine eigene zu entwickeln, ist für mich zu wenig.
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Nordwesen
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Beitrag von Nordwesen »

Also ich zähle mich eher zu den konservativen Spielern.

Die Kernfrage der Kolumne würde ich so beantworten:

Nicht nur die DLC´s sind in meinen Augen ein Fluch, sondern die gesamte moderne Spieleindustrie.

DLC ist ein riesen Problem. Aber weitaus problematischer ist, das wesentliche. Und zwar haben die modernen Entwicklerstuben in meinen Augen kaum noch interesse daran qualitativ hochwertige Spiele zu entwickeln.

Da könnte der "Markus" nun argumentieren: "Die Spiele sehen doch heute auf PC besser aus als früher zu DOS oder Amiga zeiten".

Fakt ist aber, und da könnte der fiktive "Markus" mit noch so vielen Argumenten kommen, das Spiele heute in der tat besser aussehen, aber das war es dann auch schon. Sie sind eben hüpsch (grafisch) verpackt, aber inhaltlich großer irrelevanter mist. Tut mir leid für diesen harten Audruck, aber anders kann ich es an dieser Stelle nicht betonen. Für mich und das steht klar, sind 80% . 90% der neuen Spiele mist.. großer mist.

Man sieht den Spielen förmlich an das sie auf Zeitdruck und ohne Kreativität entwickelt wurden. Es sind lieblos zusammengeschusterte Daten bzw. Code, der nur am anfang durch die tolle Grafik einmal für ein paar wenige Minuten den "oh oh wie geil sieht das aus" Effekt hervorrufen.

Inhaltlich aber sind diese Spiele schlecht. Und das geht und ging besser.

Man sieht den Spielen an, das es nicht mehr darum geht etwas kreatives zu entwickeln. Man sieht den Spielen an, es geht ums reine Geld verdienen. Hier sei gesagt, das auch ich verstehe das so ein Entwickler überleben muss.. ja und sogar das er Profit machen will. In meinen Augen kann er dies auch gerne tun, aber dann bitte mit Qualität.

Die heutige Gier ist deshalb für ein paar Hardcore-, Retro, oder Konservative Spieler so schlimm, weil sie lediglich die Qualität der Spiele vermissen. Weil der Preis, der Spiele nicht mehr mit der Qualität des Produkts übereinstimmen.

Als Entwickler kann man nun noch so viel DLC´s auf den Markt schmeißen. Der eine oder andere Xboxer bzw. Konsolero wird sich vielleicht freuen, aber den konservativen Spieler gwwinnt man so nicht mehr zurück. Die Ansprüche sind einfach zu unterschiedlich.

Es scheint auch so als wolle man eher den Konsolero zurück an den PC bringen wollen. Ich meine die Spiele, spielen sich mittlerweile auch wie auf einer Konsole. Sie fühlen sich alle geportet an. Casuality pure!

Also hier noch mal meine Meinung in kurzform.

Ja DLC ist ein Fluch.. Casual ist ein fluch... der Preis in anbetracht, dessen was man geboten bekommt ist ein fluch und lediglich für den Entwidckler ein Segen (Manpower Rechnung?).

Die gesamte Spieleindustrie ist ein Fluch. Kann man Flüche eigentlich verfluchen? Wenn ja dann würde ich das zu guter letzt noch gerne tun:

Ich verfluche die gesamte Spieleindustrie. Mögen die meisten der Entwickler und Publisher schon bald pleite gehen.
Mögen daraufhin mal wieder neue Firmen entstehen deren Motto "Back to the Roots" ist. Denen sei dann der große Erfolg gegönnt.

Wir wollen Spiele kaufen und genießen!

Wir wollen nicht die Goldmine sein, die es auszubeuten gilt.

Fair play! Sie sollen wieder schöne Spiele entwickeln die langzeitspaß bieten.. Damit sollen sie verdienen!

Und nicht schlechtes auf den Markt bringen und darüber nachdenken wie man immer mehr und vorallem überdimensional abkassieren kann.

Der Fokus liegt heute darin, Idden zu finden, wie man mächtig abkassieren kann. Der Fokus liegt nicht mehr bei den Spielen. Wie schon gesagt, riecht das der konservative Spieler.

Und das ist im übrigen der Ursprung jeder Raubkopie, Rapidshare und konsorten!

Tacheles!

Entwickelt Spiele! Und keine MoneyMakerProgramme!
Crow1981
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Beitrag von Crow1981 »

Ich sehe das ähnlich: Mir graut es absolut davor, DLC erwerben zu MÜSSEN, wenn ich den "richtigen" Ausgang der Geschichte erleben will - als Beispiel dafür fällt mir spontan "Alan Wake" ein, wobei dies nur in die Richtung driftet, da das Spiel an sich auch ohne DLCs ein schönes und dem Spiel angemessenes Ende bietet.

Aber strikt man das weiter, so könnte das fast Form annehmen - Man "kauft" sozusagen den Pilotfilm, weitere Episoden kann man dann downloaden. Die User, die ihre Konsole nicht am Web angebunden haben sind damit komplett aufgeschmissen.

Auch zeigt sich die Schattenseite dieser DLCs, wenn man aus der Atmosphäre einer Welt geschleudert wird, nur um einen DLC zu vermarkten - so geschehen in Dragon Age. Ich liebe dieses Spiel, aber DAS war unter aller Sau. Andererseits sind in sich abgeschlossene Episoden, die die Handlung erweitern, eine schöne Form der DLCs, da im Beispiel von Dragon Age z.B. die kleinen Geschichten wie "Leliana's Song" oder "Hexenjagd" prima die Wartezeit auf Dragon Age 2 verkürzen. Davon gerne mehr.

Leider ist der Sprung von "lohnenden" zu "erzwungenen" DLCs nicht weit und die Grenze verläuft nicht ganz klar. Es ist fast nur eine Frage der Zeit, bis das ausartet. Denn eins hat sich für die Entwickler schon bestätigt: Es ist ein lukratives Geschäft.
langhaariger bombenleger
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Beitrag von langhaariger bombenleger »

Ich wundere mich auch gemäßigt warum so unglaublich viel Energie in Grafik investiert wird, während sich künstliche Intelligenz etc. oft noch auf dem Computersteinzeitstand zu befinden scheinen, obwohl die doch meines erachtens viel wichtiger für die Immersion sind.

Ich hab LotR Online sofort wieder deinstalliert, als ich diesen gräßlichen Marktplatz gesehen habe wo alle Händler nur dumm rumstehen und dir klarmachen, das du dich nicht in einer Fantasiewelt, sondern einer Levelmühle befindest.

Daher plädiere ich dafür das coole, grafikgünstige Spiele hergestellt werden und die Prachtgrafik dann per DLC nachgereicht wird. : )
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bruchstein
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Beitrag von bruchstein »

@ Nordwesen im grossen und ganzen hast du absolut recht.......und die DLC Flut ist logischerweise eine folgeerscheinung dieser MonyMakerProgramm Strategie....


Und Spielspass ist sicher nicht limitiert auf Optik,Daueräktion,Nonstophektik,automatissmus,alle 3 Meter ein Scriptfilmchen,Krachorgien und Bud Spencer Humor,TeleNovela Dialoge für12 jährige und AmiPathos.


Sondern vielmehr bedeutet Spielspass interessanntes , umfangreiches und abwechslungsreiches Gameplay, eine packende Storry mit abwechselndem Tempi, Intelligente und abwechslungsreiche Gegner und vor allem Kreative Möglichkeiten auf verschiedenen Ebenen( z.B:Vorgehensweise, gestaltung u Ausrüsten des Fighters) . und wenn schon MP dann bitte richtig und nicht so ein minnimalistischer Vollautomatischer Scheiss

Deswegen sind DLC mehrheitlich uninteressant und eigentlich ein Zweitrangiges Thema
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

DextersKomplize hat geschrieben: Und wer sagt das ein Spiel xxx Mio kosten muss?
Nur weil die immer die phäääätteste Grafik haben wollen und dafür der Spielwitz/Spaß auf der Strecke bleibt, heisst das noch lange nicht das DLCs dann okay sind, weil die armen Publisher/Entwickler ja sonst pleite gehen.
Zunächst mal ist die Gleichung gute Grafik = fehlender Spielwitz Blödsinn hoch 10
Und du kannst dir anhand von verkaufszahlen ziemlicht gut anschauen wer solche spiele mit Millionen Budget will.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

@mr archer

ähm und Fallout 3? Oblivion? waren ohne ihre DLCs nicht komplett?
Das würde ich aber anders sehen. Bei Mass Effect genau das selbe.

Was die Leute verstehen müssen:
War das Spiel sein Geld wert? Ist die Frage "ja", dann gibt es auch kein Recht auf kostenlosen DLC
und viele Spiele sind ihr Geld auch ohne den DLC ohne Frage wert.

@langhaaringer Bombenleger

was du beim Punkt KI vergisst ist das Thema "Schwierigkeit"
du darfst ruhig glauben, dass es bereits möglich ist KIs zu entwickeln, die sich sehr sehr menschlich verhalten.

Bei Testläufen hat sich aber heraus gestellt, dass der Spieler dieses hohe Maß an Intelligenz nicht "natürlich" findet.

Meine Interpretation wäre schlicht, dass es schwierig ist ein SP Spiel zu vermarkten, in dem sich die Gegner plötzlich wie Leute im Multiplayer Gefecht verhalten. Man stirbt zu oft, Motivation sinkt -> Spiel zu schwer oder schlecht.

@Nordwesen
Nicht nur die DLC´s sind in meinen Augen ein Fluch, sondern die gesamte moderne Spieleindustrie.
mach dir bitte bewusst, dass die moderne Spieleindustrie sich nur auf die Wünsche der Kunden einrichtet. Und bedenke die Tatsache, dass ein Titel mit einer größen Zielgruppe viel höhere Umsätze erzielt.

Desweiteren kann das höhere Budget auch in ein besseres Spiel gesteckt werden.
DLC ist ein riesen Problem. Aber weitaus problematischer ist, das wesentliche. Und zwar haben die modernen Entwicklerstuben in meinen Augen kaum noch interesse daran qualitativ hochwertige Spiele zu entwickeln.
Was zeichnet denn qualitativ hochwertig aus? gute Grafik? guter Sound? gute Story? viel Spaß? Mass Effect anyone? Red Dead?

Die Aussage kann man unmöglich so stehen lassen...
Da könnte der "Markus" nun argumentieren: "Die Spiele sehen doch heute auf PC besser aus als früher zu DOS oder Amiga zeiten".
Sie sehen nicht nur besser aus, sie machen auch mehr Spaß!
Ich wette du hast da nur einen sehr nostalgisch verklärten Blick auf die Vergangenheit. Ich hab letztens erst wieder Secret of Mana gespielt.
Guter Titel, aber trotz allem heute nichts wert.

Ich wollte auch mal System Shock spielen (alle Welt meint ja, dass es besser sei als Bioshock)
und wisst ihr was? Das ist es nicht!
Mich hat die Grafik bei dem Titel auch überhaupt nicht gestört, ich würd auch liebend gern wieder Counterstrike 1.6 spielen, wenns das für meinen Mac gäbe, aber nein. Das Spiel ist nur so gut, weil es früher der Kracher war und man heute mit wohlig warmen Gefühlen darauf zurück Blick. Objektiv betrachtet kann man diese Aussage auch unmöglich halten.

aber inhaltlich großer irrelevanter mist.
du solltest weniger Indie Games spielen ^^
(obwohl ich Braid bis heute für seinen subtext liebe)
Man sieht den Spielen förmlich an das sie auf Zeitdruck und ohne Kreativität entwickelt wurden.
Aber das hunderdste Indie Zombie Game wurde mit Kreativität entwickelt? Ich mein Spiele wie Feist und Limbo in allen ehren (hab Limbo gespielt und werd mir Feist zu 100% besorgen) aber meinst du nicht, dass sowas einfach nichts für ne Tripple A Produktion ist? Dann gibts ja auch immer noch Spiele wie L.A. Noire, Heavy Rain oder The Saboteur, welche im Bereich Art und Gameplay sogar im AAA Bereich etwas neues bieten wollen. Und dann haben wir noch Titel wie Mirrors Edge
erfrischend, neu, hübsch, super Spiel
nur waren die Verkäufe mies, weil es schlecht vermarktet wurde und nicht genug Leute ansprach.
Inhaltlich aber sind diese Spiele schlecht. Und das geht und ging besser.
geht besser? ja! ging besser? leben wir auf dem selben Planeten?
Man sieht den Spielen an, das es nicht mehr darum geht etwas kreatives zu entwickeln. Man sieht den Spielen an, es geht ums reine Geld verdienen. Hier sei gesagt, das auch ich verstehe das so ein Entwickler überleben muss.. ja und sogar das er Profit machen will. In meinen Augen kann er dies auch gerne tun, aber dann bitte mit Qualität.
Du würdest den Unterschied überhaupt nicht merken, denn ein gutes Spiel verkauft sich oft. Und es ist immer zum Geld verdienen da. Schlechte Spiele erwecken dein Eindruck Geld pressen zu wollen, weil man den Gegenwert nicht erkennen kann. Aber das ist dann das Problem des Publishers oder Entwicklers, welcher die Rechnung mit den schlechten Verkaufszahlen bekommt.
Als Entwickler kann man nun noch so viel DLC´s auf den Markt schmeißen. Der eine oder andere Xboxer bzw. Konsolero wird sich vielleicht freuen, aber den konservativen Spieler gwwinnt man so nicht mehr zurück. Die Ansprüche sind einfach zu unterschiedlich.
Sind sie es? Also ich gehe davon aus, dass "Spaß haben" der Anspruch schlechthin ist.

Und das typische PC Argument ist ja nun, dass man ein Spiel mit mindestens 25 Tasten steuern muss, weil es sonst nicht komplex genug ist.

Aber hey, einige Leute stehen auf Handbücher im Telefonbuchformat. Ich für meinen Teil konsumiere leider zu viele Spiele um eine Einarbeitungszeit wie beim Flight Simulator tolerieren zu können.

naja auf den Rest muss ich nicht eingehen.
Wenn es dich alles so anwidert, dann such dir doch ein neues Hobby, oder versuch einfach mal den Spaß in den Werken zu sehen.

Das kannst du aber schon gar nicht, weil deine Abwehrhaltung bereits so stark ist, dass du an einem guten Spiel keinen Spaß haben kannst. Du würdest ihm nichtmal die Chance geben.

Geht mir jetzt bei Assassins Creed so ...
mag ein super Spiel sein, aber Teil 1 hat mich an einer Stelle SO krass genervt. Geht nicht mehr. Bei einigen mag sich das halt nicht auf einen Titel beschränken, sie verfluchen lieber die ganze Industrie ...

aber is ja auch ne Möglichkeit
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Nordwesen
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Beitrag von Nordwesen »

4P|Zierfish hat geschrieben: mach dir bitte bewusst, dass die moderne Spieleindustrie sich nur auf die Wünsche der Kunden einrichtet. Und bedenke die Tatsache, dass ein Titel mit einer größen Zielgruppe viel höhere Umsätze erzielt.

Desweiteren kann das höhere Budget auch in ein besseres Spiel gesteckt werden.
Kann.. könnte.. wenn, das Wörtchen wenn nicht wäre.
4P|Zierfish hat geschrieben:Was zeichnet denn qualitativ hochwertig aus? gute Grafik? guter Sound? gute Story? viel Spaß? Mass Effect anyone? Red Dead?
Gegenfrage... Was zeichnet für dich ein qualitativ hochwertiges Spiel aus? Deinem ersten Absatz entnehme ich: "Wenn ein Titel viel höhere Umsätze durch eine größere Zielgruppe erzielt". Weil du meinst: "Das was sich die große Masse an Kunden wünscht, müsste demnach gut sein".

Ist ein Spiel wirklich gut, nur weil es sich gut verkauft? Sind KLingeltöne wirklich gut, nur weil sie sich verkaufen? Sind Parteien die immer wieder abwechselnd gewählt werden wirklich gut, nur weil sie von allen wieder gewählt werden? Ist die zwanzigste Mittagstalkshow, die nächste FBI Style Krimi Serie, die neuste Gerichtsshow oder die vierhundertste Reality Soap wirklich so gut, nur weil alle es schauen, laut Quotenbericht?

Die Aussagen kann man genauso wenig stehen lassen... Nur weil die Masse ein Produkt kauft, heißt es noch lange nicht, das es qualitativ ist.
Sie sehen nicht nur besser aus, sie machen auch mehr Spaß!
Ich wette du hast da nur einen sehr nostalgisch verklärten Blick auf die Vergangenheit. Ich hab letztens erst wieder Secret of Mana gespielt.
Guter Titel, aber trotz allem heute nichts wert.

Sicher bin ich auch mit etwas nostalgie geprägt. :)

Aber die traurige wahrheit sieht so aus.. Und ich nenne nur mal ein Beispiel..

Wo man sich vor garnicht all zu langer Zeit noch in Ego Shootern ducken durfte, wundert man sich heute, warum genau diese Funktionen genommen werden. Was ist ein Kriegsspiel, wo ich keine Deckung durch eigene "Körperstellungen" nehmen darf? Gibt es im Krieg wirklich nur den Baum oder die Häuserwand, hinter der ich mich "nur" vertikal verstecken kann?

Es gibt da noch andere dinge.. Wir hatten kürzlich in unserem Teamspeak Server die selbe disussion. Ich möchte hier betonen das es sich um Leute handelt, die mit purer leidenschaft PC gespielt haben. Alle waren der Meinung das der Trend in die völlig falsche richtung geht. Und wir sprachen nicht nur über das "ducken" was man vermissen könnte.

Diese Leute haben keine lust mehr auf neue Spiele.

Ich suche also in Gesprächen mit diversen Leuten (auch fremden Leuten auf dem TS), vergeblich nach den Personen, die sich zu der Verkaufscharts Masse zählen, welche danach auch sagten "Boaaa ist der Multiplayer hammer!!!". Ganz im gegenteil.. viele von denen, die ich kenne sagen "Ok ist halt nicht so gut wie BF2 aber naja nun hab ich es gekauft.. wir könn das ja mal eine Woche spielen..".Und das verstaubt es im Regal. Wer sind also diese Leute? In meinen Augen sind es Leute die gekauft haben, weil die Serie einen Namen hat.. letzendlich sind die meisten dann aber enttäuscht.
du solltest weniger Indie Games spielen ^^
(obwohl ich Braid bis heute für seinen subtext liebe)
Ich würd mich eher zu den Leuten zählen, die derzeit auf der Suche sind nach guten spielen. Ich spiele derzeit ein paar Paradox Titel wie EUIII + Divine Wind.. Hoi3 oder auch Vic2.
Da sehe ich potential und ein wenig komplexität. Paradox hat eher eine kleine Fanbase aber sie programmieren munter weiter Spiele. Im Forum ist man dort mit der Community verbunden.. und was die Masse ausserhalb will, interessiert dort eher weniger.

Flugsimulationen findet man heute keine neuen mehr.. Verkaufszahlen.. naja.

World of Warcraft hat mir nun 5 Jahre komplexität geboten.. naja. Aber alles hat mal ein Ende.

Neue Ego Shooter? Ne lass mal.
Derzeit ist also ansich bei mir eine Pause mit dem Spielen.


Aber das hunderdste Indie Zombie Game wurde mit Kreativität entwickelt? Ich mein Spielen wie Feist und Limbo in allen ehren (hab Limbo gespielt und werd mir Feist zu 100% besorgen) aber meinst du nicht, dass sowas einfach nichts für ne Tripple A Produktion ist? Dann gibts ja auch immer noch Spiele wie L.A. Noire, Heavy Rain oder The Saboteur, welche im Bereich Art und Gameplay sogar im AAA Bereich etwas neues bieten wollen. Und dann haben wir noch Titel wie Mirrors Edge
erfrischen, neu, hübsch, super Spiel
nur waren die Verkäufe mies, weil es schlecht vermarktet wurde und nicht genug Leute ansprach.
Ich muss zugeben, ich kenne nicht einen der Titel, die du in diesem Absatz aufgezählt hast. Von daher kann ich nicht beurteilen ob dort Qualität ist. Ich kenne keine Zombie spiele.
geht besser? ja! ging besser? leben wir auf dem selben Planeten?
Na wenigstens sind wir uns bei einer Sache einig. Es geht besser!
Aber ich bin auch der Meinung es ging besser!

Wobei man bei unserer diskussion hier auch erkennen kann, das "besser" etwas ist, was jeder subjektiv für sich beurteilt, von daher würden wir uns wohl Stunden lang im kreis drehen können. Wenn wir wollten, dann könnten nur wir beide dafür sorgen das dieser Thread ein paar hundert Seiten hat. Nur würden wir dann vermutlich immernoch nicht einer Meinung sein.
Du würdest den Unterschied überhaupt nicht merken, denn ein gutes Spiel verkauft sich oft. Und es ist immer zum Geld verdienen dar. Schlechte Spiele erwecken dein Eindruck Geld pressen zu wollen, weil man den Gegenwert nicht erkennen kann. Aber das ist dann das Problem des Publishers oder Entwicklers, welcher die Rechnung mit den schlechten Verkaufszahlen bekommt.
Wie schon gesagt funktioniert so die Gleichung nicht. Verkauft sich = gutes Spiel? Ich hab da eine andere Meinung. Es handelt sich hier vermutlich lediglich um die neue Zielgruppe dieser Industrie.
Was für die gut ist, muss für die alten Hasen noch lange nicht gut sein.

Wie schon gesagt sind Klingeltöne auch nicht gut und sinnvoll, egal was für ein gestammel da eine gepitchte Stimme rum singt. Vorallem nicht deshalb, weil die ganze Jugens für mächtig absatz sorg und die Klingeltöne sich somit gut verkaufen. Das alleine sagt nicht aus das sie sinnvoll oder auch gut sind.
Sind sie es? Also ich gehe davon aus, dass "Spaß haben" der Anspruch schlechthin ist.
Aber auch dieses Gefühl "spaß" ist nur ein subjektives. Für jeden ist spaß etwas anderes. Letztendlich sind wir also doch sehr unterschiedlich. Das sieht man allein an unserer diskussion hier und jetzt.
Und das typische PC Argument ist ja nun, dass man ein Spiel mit mindestens 25 Tasten steuern muss, weil es sonst nicht komplex genug ist.

Aber hey, einige Leute stehen auf Handbücher im Telefonbuchformat. Ich für meinen Teil konsumiere leider zu viele Spiele um eine Einarbeitungszeit wie beim Flight Simulator tolerieren zu können.
Und ich hab in meiner Vergangenheit zu viele Spiele gespielt um Spiele zu tolerieren die man mit nur 3 Tasten steuert. Wobei mir jetzt hier klar wird, warum man das "ducken" aus dem neusten BF Teil entfernt hat. Vielleicht waren es damit schon zu viele Tasten und das Spiel war zu komplex für die neue Zielgruppe? Das wäre hart.
naja auf den Rest muss ich nicht eingehen.
Wenn es dich alles so anwidert, dann such dir doch ein neues Hobby, oder versuch einfach mal den Spaß in den Werken zu sehen.
Mich wiedert es eher an, das du mir diese Emfehlung ausprichst. Aber du kannst ja nicht wissen das ich neben dem PC noch mein größtest "Zeitfresser-Hobby" Gitarre spielen, mein Aquarium, Grafikdesign mit Cinema 4d und Photoshop habe... Aber das nehme ich jetzt mal so hin, denn immerhin weiß ich ja auch nichts über deine Hobbys :P

Aber.. nochmal. Spaß ist nicht gleich spaß, wenn etwas von zwei unterschiedlichen Individuen beurteilt wird. Das ist eine subjektive Geschichte.

Und deshlab werden wir hier nicht auf einen Nenner kommen. Aber ich denke genau das hat unsere Menscheit ja groß gemacht. Die unterschiedlichsten Köpfe.
Das kannst du aber schon gar nicht, weil deine Abwehrhaltung bereits so stark ist, dass du an einem guten Spiel keinen Spaß haben kannst. Du würdest ihm nichtmal die Chance geben.
Falsch. Das ist keine Abwehrhaltung sondern eine Schutzhaltung. Ich bewahre mein Portemonai lediglich vor der entleerung, für etwas, was meinem GESCHMACK widerspricht, auch wenn es nach deinem GESCHMACK etwas "spaßiges" ist.

Nochmal was für mich spaß ist, das ist es für dich evtl nicht. Und umgedreht das selbe. Aber eins sei dir gesagt.. Ich spiele noch ein paar Spiele bei denen ich spaß als solches empfinde.

Ob du das jedoch jetzt verstehen tust, das liegt ganz an dir selbst.
Geht mir jetzt bei Assassins Creed so ...
mag ein super Spiel sein, aber Teil 1 hat mich an einer Stelle SO krass genervt. Geht nicht mehr. Bei einigen mag sich das halt nicht auf einen Titel beschränken, sie verfluchen lieber die ganze Industrie ...
Nicht die ganze. :) :lol:
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Re: Wer's will...

Beitrag von USERNAME_1648515 »

Tex_Murphy hat geschrieben:Es ist doch wie immer - wer alles sofort haben möchte, muss eben zahlen. Wer Zeit hat, kauft sich das gewünschte Spiel als Ultimate-Edition und zahlt entsprechend weniger - spielt aber auch erst ein Jahr später.
Ich habe mir gerade erst die UE von Dragon Age gekauft, mit Addon und DLCs, und das für deutlich weniger als seinerzeit das Hauptspiel. Und ich glaube nicht, dass ich heute weniger Spaß damit habe, als ich vor einem Jahr gehabt hätte.
Das selbe habe ich mit "Fallout 3" gemacht und beabsichtige es auch mit dem Nachfolger "New Vegas". Erstmal abwarten was nachgeschoben wird, dann die günstige GotY (o.ä.) kaufen und dann Spielspaß haben...
Davon abgesehen werden DLCs ja ganz offensichtlich gekauft, eine entsprechende Nachfrage gibt es also.
Stimmt wohl leider. Aber nicht für mich: ich kaufe mir keine DLC - freue mich aber wenn kostenlose Inhalte angeboten werden (wie z.B. bei "Lara Croft & the Guardian of Light")
So lange DLCs nicht zwingend notwendig sind, um das Hauptspiel voll spielen zu können, sondern "nur" Erweiterungen, Schmankerl und Gimmicks ist es mir egal. Es wird mich erst stören, wenn das Hauptspiel ohne DLC nicht als eigenständig vollständiges Spiel gespielt werden kann.
Sehe ich absolut genau so. Beispiel Fallout 3: mMn. super Spiel, durch DLC gut erweitert. So soll es gerne bleiben. Aber nicht ein Spiel kaputt machen, weil man unbedingt mehr Geld haben will...
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Nordwesen hat geschrieben:
Gegenfrage... Was zeichnet für dich ein qualitativ hochwertiges Spiel aus? Deinem ersten Absatz entnehme ich: "Wenn ein Titel viel höhere Umsätze durch eine größere Zielgruppe erzielt". Weil du meinst: "Das was sich die große Masse an Kunden wünscht, müsste demnach gut sein".

Ist ein Spiel wirklich gut, nur weil es sich gut verkauft? Sind KLingeltöne wirklich gut, nur weil sie sich verkaufen? Sind Parteien die immer wieder abwechselnd gewählt werden wirklich gut, nur weil sie von allen wieder gewählt werden? Ist die zwanzigste Mittagstalkshow, die nächste FBI Style Krimi Serie, die neuste Gerichtsshow oder die vierhundertste Reality Soap wirklich so gut, nur weil alle es schauen, laut Quotenbericht?

Die Aussagen kann man genauso wenig stehen lassen... Nur weil die Masse ein Produkt kauft, heißt es noch lange nicht, das es qualitativ ist.
Allerdings geht das eben nunmal auch nicht in die Gegenrichtung auf.
Ein Spiel ist nicht schlecht weil es viele leute kaufen, ein Spiel ist nicht schlecht weil es eine gute Grafik oder weitere tolle Technik hat.

Qualität lässt sich an Lebensmitteln, Kleidung, Autos usw. messen. Als fakten.
Bei Unterhaltungsprogrammen hingegen sieht da s schon ganz anders aus.

Und doch bin ich mir sicher jeder hier wird ein Spiel aus der "guten alten zeit" und ein neueres Spiel kennen welches er für sich persönlich als hochqualitativ bezeichnen wird.
johndoe468888
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Beitrag von johndoe468888 »

ich bin normalerweise gegen DLC, weil wie schon im artikel beschrieben, die Entwickler die voll version beschneiden und dann geben sie dir paar stücke als DLC wieder... einfach eine große frechheit.

ZBS: Empire Total War.... das spiel hat sich gut verkauft und dennoch gabs 5 DLC's, wenn man sie nicht gekauft hat, fehltem einem die einheiten und im Online spiel wirds dann schwer gegen leute die die einheiten haben zu gewinnen.

das schlimme ist ja auch das die DLC nicht als addon irgendwann angeboten werden... sondern schon am ersten tag der spielerscheinung als DLC zum verkauf dir angeboten wird... da ist doch klar .. das man ein gefühl kriegt betrogen worden zu sein.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

4P|Zierfish hat geschrieben:
Ich wollte auch mal System Shock spielen (alle Welt meint ja, dass es besser sei als Bioshock)
und wisst ihr was? Das ist es nicht!
Mich hat die Grafik bei dem Titel auch überhaupt nicht gestört, ich würd auch liebend gern wieder Counterstrike 1.6 spielen, wenns das für meinen Mac gäbe, aber nein. Das Spiel ist nur so gut, weil es früher der Kracher war und man heute mit wohlig warmen Gefühlen darauf zurück Blick. Objektiv betrachtet kann man diese Aussage auch unmöglich halten.
Ach Zierfisch. Ich teile ja deine Meinung, dass die Aussage, früher wäre prinzipiell alles besser gewesen, ein bisschen simpel und in dieser Absolutheit so nicht haltbar ist.

Allerdings verrennst du dich in deinem Furor, es den ganzen vergangenheitsbesoffenen alten Säcken mal wieder so richtig zu geben hier im Forum regelmäßig beinahe genauso stark. Du kannst ja gerne der Meinung sein, Bioshock sei besser als System Shock 1 und 2. Es sei dir unbenommen. Nur, bloß weil diese Aussage ohne weitere Nennung von Argumenten von dir in einem Ausrufezeichen-Satz gekleidet wird, ist sie noch lange nicht richtiger. Beim nächsten Mal bitte etwas mehr Substanz und etwas weniger simple Meinungsmache.
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Junko
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Beitrag von Junko »

mr archer hat geschrieben:
crashcrush hat geschrieben:@ LadyIno

meiner meinung nach sind gerade solche story - teile, wie die vorgeschichte von bestimmten figuren, oder auch ein abschließender epilog, perfekt geeignet für DLC´s. da sie für die haupthandlung nicht unbedingt essenziell sind (man muss auch nicht den kleinen hobbit gelesen haben um herr der ringe zu verstehen oder? ;-) ) aber für diejenigen die sich dafür interessieren, eine schöne erweiterung der geschichte darstellen.
Widerspruch. Ein wirklich gelungenes Spiel muss sich für mich vorallem durch eines auszeichnen: Atmosphäre. Und bei einem Rollenspiel, das ich als solches bezeichnen würde, liegt diese Atmosphäre für mich in den kleinen Details. Ich möchte für mein Geld ein Spielerlebnis aus einem Guss. Und das schließt gerade auch Nebenfiguren ein. Und hier sehe ich die Hauptgefahr bei DLC - allzu oft hat man bei ihm den Eindruck, die Entwickler hätten den kreativen Prozess der Entwicklung einer Welt in einzeln vermarktbare Segmente geteilt. Auf diese Art entsteht für mich aber keine Atmosphäre. Ich will in eine andere Welt eintauchen - und diese Welt soll sich bitte "komplett" anfühlen.
An dieser Stelle MUSS ich weiter beim Beispiel Dragon Age bleiben und es leider verbal erschlagen. Als ich das Spiel zum ersten Mal durchgespielt habe war ich begeistert. Es fühlte sich komplett an, für mich war es das erste richtig gute Rollenspiel nach Oblivion. Aber der Bruch kam eben mit Veröffentlichung der von mir genannten DLCs. Erst ab diesem Moment ist mir klar geworden, dass ich das "wahre Ende" der Geschichte eben nur mit dem DLC Hexenjagd erleben konnte. Und das ist einfach nicht fair dem Kunden gegenüber, das hat den Eindruck erweckt, das Spiel sei nicht komplett gewesen. Vielleicht wird genau dieses DLC Ende irgendwie in Teil zwei von Dragon Age aufgegriffen oder sogar fortgeführt? Ein Geschehen das mit der Hauptgeschichte unmittelbar verbunden ist SOLLTE nicht als DLCs veröffentlicht werden.

Und was Leliana angeht haben es ja schon zig Spiele vorgemacht: Rückblende ist das Zauberwort, kennen die Entwickler von DA:O aber anscheinend nicht. Die Inhalte der DLCs sind durchaus okay, aber warum hat man sie nicht gleich ins Hauptspiel gepackt oder gleich "drinnen gelassen?" Was die Entwicklung der (Haupt-)Charaktere einer Geschichte angeht, habe ich leider kein Verständnis für DLCs ._.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

@mr Archer

so groß ist mein Furor ehrlich gesagt überhaupt nicht ^^

Ich kann für mich den Vergleich zwischen Bioshock und SS gar nicht so genau ziehen, weil ich ja nun SS nicht komplett durchgespielt habe.

Allerdings denke ich es nicht auf jedes Detail benennen zu müssen, wenn mir Bioshock einfach bedeutend mehr Spaß gemacht hat. So viel, dass ich es durchspielen wollte und SS nicht. (Zu dem ich keine Vorurteile hatte, sonst hätte ich es mir ja nicht besorgt)

Nehmen wir nochmal kurz CS1.6 als Beispiel (davon kann ich gut reden, weil ichs eine gefühlte Ewigkeit aktiv gespielt hab)

Dort hatte man durchaus Komplexität (v.a. beim Einkauf ^^)
Und dennoch sind moderne und leichter zu lernende Spiele in vielen Bereichen besser. Klar is es nett, wenn man jede Runde erst 10 Tasten drücken muss um die richtigen Waffen zu haben, aber macht das Spaß?
Dafür haben sich Leute früher buyscripts besorgt um den "Müll" zu automatisieren. Viel mehr machen auch heutige Spiele nicht. Man meint nur oft es würde die Komplexität fehlen, weil man nervige Aufgaben abnimmt.

Und von welcher Zeit reden wir denn genau? Ich fand auch die früheren Monkey Island Teile nicht besser, weil es keine Tipp Funktion gab?
Wer immer sagt, dass früher alles besser ist verklärt m.E. die Tatsachen.

Früher waren Spiele schwerer, fordernder und die Dopaminausschüttung beim Lösen der Aufgabe war größer. Das ist wohl evlt das, was hier so bemängelt wird. Allerdings kann ich heute keinen Gefallen mehr aus einem Spiel ziehen, welches sein Ziel so schlecht beschreibt, dass ich mir erstmal die Haare raufen muss und es nur mit Glück schaffe.

Aber Gegenfrage:
hatte System Shock ne bessere Steuerung als Bioshock?
Story? Musik? Grafik? Atmo?
Ich würde die Fragen mit "nein" beantworten.
Ob es schwerer war? Ich weiß es nicht... Schwierigkeit ist subjektiv und man sollte dort immer bedenken, dass ein Erfahrener Spielen ein neues Spiel ggf. schon deshalb leicht findet, weil er ja alles schon 25mal gesehen, gespielt und gemeistert hat. Vllt werden also gar nicht die Spiele so viel einfacher, sondern die Spieler auch besser?

Das hier soll gar keine billige Meinungsmache sein, sondern schlicht aufzeigen, dass die Argumente der Leute die nach guten alten Spielen schreien meist sehr fadenscheinig und sentimental sind.

Ein objektiv tragbares Argument hab ich nämlich auch aus deinem Lager noch nicht gehört.

@Nordwesen

ja ich denke eine Diskussion können wir uns im großen und ganzen sparen, weil wir auch so unterschiedlich sind. Wo du meine Titel nicht kanntest, kannte ich nicht eines von deinen genannten ;)

Und so weit sind wir bei den meisten Fragen nicht entfernt, jedoch bleibt ein Punkt bei dem ich nicht einfach so zustimmen kann:
Gegenfrage... Was zeichnet für dich ein qualitativ hochwertiges Spiel aus? Deinem ersten Absatz entnehme ich: "Wenn ein Titel viel höhere Umsätze durch eine größere Zielgruppe erzielt". Weil du meinst: "Das was sich die große Masse an Kunden wünscht, müsste demnach gut sein".

Ist ein Spiel wirklich gut, nur weil es sich gut verkauft? Sind KLingeltöne wirklich gut, nur weil sie sich verkaufen? Sind Parteien die immer wieder abwechselnd gewählt werden wirklich gut, nur weil sie von allen wieder gewählt werden? Ist die zwanzigste Mittagstalkshow, die nächste FBI Style Krimi Serie, die neuste Gerichtsshow oder die vierhundertste Reality Soap wirklich so gut, nur weil alle es schauen, laut Quotenbericht?

Die Aussagen kann man genauso wenig stehen lassen... Nur weil die Masse ein Produkt kauft, heißt es noch lange nicht, das es qualitativ ist.
zunächst möchte ich klarstellen, dass Dinge mit hohen Nutzerzahlen nicht immer gut sind. (für mich persönlich)
Allerdings haben gute Dinge oft eine hohe Verkaufszahl.

Das lässt sich sicher auch mit ner Gausschen Glockenkurve belegen, wenn jemand ne Statistik darüber anfertigen würde. ;)

Nun müssten wir ja erstmal definieren was "gut" ist.
Ich denke, dass etwas gut ist, was dem subjektiven Geschmack entspricht, was Spaß macht.

Nun muss ein Produkt nicht jedem gefallen und nicht jeden ansprechen um "gut" zu sein.
Ich würde Fifa oder WoW oder einige andere Titel nichtmal mit der Kneifzange anfassen, spreche ihnen aber nicht ab gute Spiele zu sein. Nur weil es meinen Geschmack nicht trifft, sind es keine schlechten Produkte. Ich denk da sind iwr uns einig.

Ist es nun also richtig zu sagen, dass Talkshows, Klingeltöne usw. schlecht sein?
Ich sage: nein!

Wenn es für die passende Zielgruppe den nötigen Gegenwert bereit hält (in Form von Zeit oder Geld) wird es nicht per se schlecht sein. Über Alternativen und den intelektuellen Anspruch mag man freilich trefflich streiten. Aber wie du selbst zugegeben hast ist das alles sehr subjektiv. So obliegt es auch nicht dir über die objektive Qualität einer Sendung, Dienstleistung, Musik oder Spiel zu urteilen.

Also doch, wenn es er Masse gefällt, dann ist es im Sinne des Produktes ein qualitativ hochwertiges.

Wir können auch gern noch schnell zu Apple springen.
Ist das iPhone gut, weil es die Masse kauft? Wahrscheinlich ja!

Sicher spielen dort noch einige andere Faktoren mit, aber letztlich (und das kann ich bestätigen) ist das iPhone in vielen belangen ein super Handy! Es muss nicht den Bedarf jeder Person decken, aber für die spezielle Gruppe na leuten, welche gern auf Root Rechte wert legen, die dürfen ja auch zum HTC mit Android greifen.

Was ich sagen will ist: auch Qualität ist nicht immer objektiv messbar.

Und meist ist es tatsächlich so:

ein gutes Produkt wird von vielen Menschen konsumiert.

Denn der Umkehrschluss ist auf jeden Fall tragbar: ein schlechtes wird gemieden

Beweis: Dioxin Eier


PS: mal dran gedacht, dass man in vielen Shootern noch ducken kann? Die ober Konsolen Shooter Halo und CoD (bietet sogar eine "liegen" Funktion) haben es.

Schieb es lieber aufs Balancing und der Tatsache es Snipern schwerer zu machen zu campen. Es liegt sicher nicht am Controller, welcher mit 17 Tasten und 2 analogen Sticks nicht grade zimperlich belegt ist ;)