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KONNAITN
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Beitrag von KONNAITN »

Heruwath hat geschrieben: He he der letzte Satz ist echt gut. Nur muss ich dich enttäuschen. Ich schreibe das was ich selbst erlebt habe. Ich zetiere aus keinem Regelwerk.
Damit enttäuscht du mich nicht, denn mir war schon klar, dass es kein allumfassendes Regelwerk für Entwickler gibt. Schon alleine deshalb, weil sich vieles in dem Bereich eben nicht in Regeln pressen läßt. Geschrieben habe ich es deshalb, weil viele deine Aussagen eben nicht nach persönlichen Erfahrungen klingen, sondern nach Tatsachen oder Regeln. Und zwar zum Teil fragwürdigen. Etwa wie diese hier:

- Ideen mit Storyinkonsistenz existieren nicht...
- Technik wird an die Idee angepasst nicht umgekehrt.

Ich weiß, wieder aus dem Zusammenhang gerissen, aber so etwas hört sich für mich eben einfach eher nach (Pseudo-)Fakten, den 10 Geboten oder die Beschreibung eines Modellbausatzes an, als nach persönlichen Erlebnissen oder Erfahrungen eines Entwicklers. Und wenn ich so etwas lese und mir schlagartig Gegenbeispiele dazu einfallen, kann ich diesen Aussagen eben nicht viel Gewicht beimessen.
Vielleicht hätte ich vermeiden sollen zu erwähnen, dass ich Entwickler bin, denn alle denken immer sofort ich würde mich über sie stellen.
Dass du erwähnt hast ein Entwickler zu sein ist nicht das Problem, sondern dass du dich tatsächlich über die anderen hier gestellt hast. Denn wenn mir jemand sagt, als Gamer könne man Entwicklern nicht erklären wie man Spiele macht, auf gut Deutsch: sie nicht kritisieren, du dürftest das allerdings, da du ja selbst Entwickler bist, dann werde ich hellhörig und suche nach dem Plus an Kopetenz, Fehler in Spielen aufzuzeigen, die mir als Gamer deiner Meinung nach fehlt. Und diesen Kompetenzvorsprung habe ich in deinen Ausführungen nun mal nicht gefunden.

Kurz um, ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Spieler durchaus in der Lage sind den Entwickler auf Fehler, ob nun im Gameplay, der Story oder was auch immer, hinzuweisen. Denn ob ein Spiel gut und gelungen ist oder nicht, entscheidet nicht alleine der Entwickler sondern letztendlich auch die Spieler, die naturgemäß einen ganz anderen Blickwinkel haben. Der muss nicht zwingend neutraler sein, aber er ist spielspaßorientierter.

So, das war's jetzt aber von mir. Ich fürchte ab jetzt könnte ich mich nur noch wiederholen. -Angenehmes Wochenende.
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Rickenbacker
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Beitrag von Rickenbacker »

Soll ich mal fragen ob Marcel Reich-Ranicki und Helmut Karasek für euch beide ein wenig Zeit haben ? =)
Heruwath
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Registriert: 26.03.2008 12:06
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Beitrag von Heruwath »

Worrelix hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben:Wenn ich eine Idee durch eine andere ersetze, dann bedeutet das nicht, dass die "alte" Idee komplett verschwindet.
Doch. Genau das bedeutet "ersetzen".
Denn meistens entsteht die "neue" Idee aus der "alten" heraus.
Dann ist es aber kein "Ersetzen", sondern ein "Anpassen", "Ändern" oder "Erweitern".
Ich habe noch nie eine Idee zugunsten einer neuen komplett entfernt.
Ich denke, das hat auch mit der Frage zu tun, ob man ein Freizeitprojekt mit Herzblut erstellt oder als Hauptberuf eine Deadline zu erfüllen hat.
Ich sehe Ideen auch nicht als einzelne Teile sondern als ein großes Konstrukt. Man kann nicht festlegen wo eine Idee beginnt und wo sie endet. Eine Idee ist niemals alleine.
Komische Definition.
Für mich ist zB die gezähmte Headcrab aus HalfLife 2 auch eine Idee - und die kommt vielleicht 3 Minuten in dem ganzen Spiel vor und hätte rein faktisch genausogut weggelassen werden können, da sie keine spielerische Auswirkungen hat.

Wenn es klar ist, dass Ideen keinem Copyright unterliegen, wieso wird dann darauf eingegangen, dass sie es sein könnten?
Weil Ideen eben doch einem Copyright unterliegen können, da sich bloße Ideen als Patent anmelden lassen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,15 ... 94,00.html

Es wirkt immer wie ein billiger Abklatsch, weil man das irgendwo bereits gesehen/gehabt hat ... Diese positivie Wirkung muss aber stärker sein, als bei dem Spiel, von welchem die Idee kopiert wurde,
Und deshalb ist es möglich, daß eben ein Teil eines Spieles während der Entwicklung gestrichen wird und man die Reste davon im Release Code noch finden kann.
Du hast eindeutig ein andere Ansicht, aber es wäre komisch wenn nicht. Den gezähmten Headcrab fand ich ziemlich cool. Die Idee ist nach meiner Ansicht mit vielen anderen verbunden. "gezähmter Feind", "Headcrap", "Den Wahnsinn des Profs. dem Spieler näher bringen" Wo fängt die Idee des gezähmten Headcraps an? Wo endet sie. Wenn du diese Idee komplett entfernen will, dann musst du auch die Idee des Headcraps entfernen. Denn ein Headcrap könnte ja immer noch gezähmt werden. Verfoglen wir die Idee doch weiter. Es gibt eine Änderung. Die Idee des gezähmten Headcraps wird ersetzt durch die Idee eines gezähmten Voltigore. Diese tritt in die Stelle des Headcraps im Spiel. Die Idee des gezähmten Headcraps ist immer noch vorhanden, da es im Spiel headcraps immer noch gibt und da man Wesen zähmen kann.

Philosophie ist leider ziemlich umfangreich. ;-)

Und zum Microsoft Patent. Es ist ein Patent zu einer Filtermethode. Wäre es das Patent zum Gedankenlesen, da würde ich dir zustimmen.

Und bei dem letzten Satz bin ich verwirrt. Ganau das sage ich die ganze Zeit schon ;-)

KONNAITN hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben: He he der letzte Satz ist echt gut. Nur muss ich dich enttäuschen. Ich schreibe das was ich selbst erlebt habe. Ich zetiere aus keinem Regelwerk.
Damit enttäuscht du mich nicht, denn mir war schon klar, dass es kein allumfassendes Regelwerk für Entwickler gibt. Schon alleine deshalb, weil sich vieles in dem Bereich eben nicht in Regeln pressen läßt. Geschrieben habe ich es deshalb, weil viele deine Aussagen eben nicht nach persönlichen Erfahrungen klingen, sondern nach Tatsachen oder Regeln. Und zwar zum Teil fragwürdigen. Etwa wie diese hier:

- Ideen mit Storyinkonsistenz existieren nicht...
- Technik wird an die Idee angepasst nicht umgekehrt.

Ich weiß, wieder aus dem Zusammenhang gerissen, aber so etwas hört sich für mich eben einfach eher nach (Pseudo-)Fakten, den 10 Geboten oder die Beschreibung eines Modellbausatzes an, als nach persönlichen Erlebnissen oder Erfahrungen eines Entwicklers. Und wenn ich so etwas lese und mir schlagartig Gegenbeispiele dazu einfallen, kann ich diesen Aussagen eben nicht viel Gewicht beimessen.
Vielleicht hätte ich vermeiden sollen zu erwähnen, dass ich Entwickler bin, denn alle denken immer sofort ich würde mich über sie stellen.
Dass du erwähnt hast ein Entwickler zu sein ist nicht das Problem, sondern dass du dich tatsächlich über die anderen hier gestellt hast. Denn wenn mir jemand sagt, als Gamer könne man Entwicklern nicht erklären wie man Spiele macht, auf gut Deutsch: sie nicht kritisieren, du dürftest das allerdings, da du ja selbst Entwickler bist, dann werde ich hellhörig und suche nach dem Plus an Kopetenz, Fehler in Spielen aufzuzeigen, die mir als Gamer deiner Meinung nach fehlt. Und diesen Kompetenzvorsprung habe ich in deinen Ausführungen nun mal nicht gefunden.

Kurz um, ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Spieler durchaus in der Lage sind den Entwickler auf Fehler, ob nun im Gameplay, der Story oder was auch immer, hinzuweisen. Denn ob ein Spiel gut und gelungen ist oder nicht, entscheidet nicht alleine der Entwickler sondern letztendlich auch die Spieler, die naturgemäß einen ganz anderen Blickwinkel haben. Der muss nicht zwingend neutraler sein, aber er ist spielspaßorientierter.

So, das war's jetzt aber von mir. Ich fürchte ab jetzt könnte ich mich nur noch wiederholen. -Angenehmes Wochenende.
Auch ich möchte meinen letzten post dazu schreiben.

Sorry wenn es nach (Pseudo-) Fakten klingt, aber das sind sie nicht. Es sind Regeln an welche man sich hält. Da dadurch Aufwand und Probleme minimiert werden. ich denke genauso ist es zum Beispiel mt der Aussage: "Spiele werden nicht für fans gemacht" Eine Regel, welche das Risiko minimiert ein schlechtes Spiel zu machen.

Und ja ich stimme dir zu, dass ein Spieler durchaus in der Lage ist den Entwickler auf Fehler oder nicht gelungene Umsetzungen hinzuweisen. Wenn du dir meine posts von vorher anschaust, dann wirst du erkennen, dass ich das schon mal gesagt habe. Ich habe nichts gegen Feedback und Kritik. Leider bleibt es ja nicht dabei. Spieler sagen einem nicht nur WAS man WO falsch/nicht gut gemacht hat. Sondern auch WIE man es BESSER oder RICHTIG macht. Auch das habe ich vorher schon erwähnt. Deine Überzeugung habe ich nie verneint oder angegriffen, denn dieser Überzeugung bin ich auch. Nur leider muss ich das anscheinend mehrmals sagen, damit die Leute anfangen zuzuhören.

Als frohes Gelingen :-)