Wolfenblut hat geschrieben:Ein nettes kleines Gehirnaneurysma wäre bei der Frau und ihresgleichen die beste Lösung.
Dann muss anschließend niemand ins Gefängnis, weil er der Welt einen gefallen getan hat, kostet ja auch wieder alles Geld.
Heute bei "Warum die Kommentare zu Anita Sarkeesian Anita Sarkeesians Behauptungen automatisch legitimieren"...
Saxifraga hat geschrieben: Kein Witz! In die Atheisten-Community wurde von diesen Frauen schon der Spaltkeil getrieben.
Lass mich diesen Konflikt kurz zusammenfassen:
- Atheisten-Frau wird in Fahrstuhl mitten in der Nacht von Atheisten-Mann angemacht.
- Atheisten-Frau macht Video "Hey liebe Männer, es wäre echt ganz super toll, wenn ihr das nicht machen könntet, danke, tschödeldö!"
- Atheisten-Frau wird mit Beleidigungen, Vergewaltigungs- und Morddrohungen überschüttet.
- Hälfte der Atheisten meint: "Hey, vielleicht sollten wir das nicht machen."
- Andere Hälfte denkt nicht so.
Heute: "FEMINAZIS HABEN DIE VOLLKOMMEN VERNÜNFTIGE UND STABILE ATHEISTEN-COMMUNITY ZERSTÖRT!"
Wulgaru hat geschrieben:haben irgendwie auch häufig Probleme mit dem Feminismus bzw. dem radikalen Feminismus den sie stellvertretend dafür halten.
Es ist ja schon schön, wenn Leute verstehen dass Feminismus mehr ist als nur radikaler Feminismus.
Was jedoch immer noch oft vergessen wird, dass auch "radikaler Feminismus" etwas anderes ist als viele glauben. Ich lasse mal Wikipedia übernehmen:
Radical feminism is a perspective within feminism that focuses on the hypothesis of patriarchy as a system of power that organizes society into a complex of relationships based on the assertion that male supremacy[1] oppresses women. Radical feminism aims to challenge and overthrow patriarchy by opposing standard gender roles and oppression of women and calls for a radical reordering of society.[1] Early radical feminism, arising within second-wave feminism in the 1960s,[2] typically viewed patriarchy as a "transhistorical phenomenon"[3] prior to or deeper than other sources of oppression, "not only the oldest and most universal form of domination but the primary form"[4] and the model for all others.[4]
Typischer Mainstream-Feminismus ist normalerweise liberaler Feminismus:
Liberal feminism is an individualistic form of feminist theory, which primarily focuses on women’s ability to show and maintain their equality through their own actions and choices. Liberal feminists argue that society holds the false belief that women are, by nature, less intellectually and physically capable than men; thus it tends to discriminate against women in the academy, the forum, and the marketplace. Liberal feminists believe that "female subordination is rooted in a set of customary and legal constraints that blocks women’s entrance to and success in the so-called public world", and they work hard to emphasize the equality of men and women through political and legal reform.[1]
Sag mal dem Autor eines Romans oder Drehbuchs, in dessen Handlung es in keiner Weise um Sex oder tiefere zwischenmenschliche Beziehungen geht, in dem per se auch nicht der geringste Hinweis überhaupt auf die sexuelle Orientierung seiner Figuren gegeben wird, weil es für den Fortlauf der Geschichte schlicht keine Relevanz hat, dass es dich stört, dass er irgendwie nur heterosexuelle Charaktere hat und du fändest es besser, mal ein paar Homosexuelle Figuren in der Geschichte zu sehen. Der wird dir sein Skript aber so was von um die Ohren hauen.
Richtig, nur reden wir hier nicht um "in keinster Weise Sex oder zwischenmenschliche Beziehungen", sondern ein Spiel, dass eben für die Inklusion dieser bekannt ist.
James Dean hat geschrieben:Übrigens hat sich diese Femitheist Perle gegen Feminismus ausgesprochen:
Ich finds ja gut, dass ihr jetzt schon feststellt, dass sie offensichtlich keine Feministin ist, aber euch ist auf der anderen Seite auch schon bewusst, dass das die ist, die die männliche Bevölkerung auf 10% reduzieren will?
Weil es ist gerade ein wenig ironisch, wie plötzlich alle schreien "Ja, genau so, sie hat so recht, die weiß noch wirklich was Sache ist!"
Schlurps hat geschrieben:[ ] Du hast den Unterschied zwischen Unterdrückung und Diskriminierung verstanden.
Nur das die beiden miteinander interagieren. Beispiel? Die Informationen, die mittlerweile über Fergusson in den USA heraus kommen.
Ein typisches Rollenbild ist dass Schwarze allesamt Verbrecher sind. Das ist Diskriminierung.
Daraus folgt Racial Profiling, dass also Schwarze überdurschnittlich oft von der Polizei kontrolliert werden. Das ist Unterdrückung.
Eines geht aus dem anderen hervor.
Entsprechend auf Frauen übertragen:
Der weibliche Körper wird als automatisch sexuell und anrüchig empfunden. Das ist Diskriminierung.
Daraus folgend kann ein Richter entscheiden, dass es keine Vergewaltigung sein kann, weil sie ja einen Minirock getragen hat. Das ist ja schon fast wie Ja zum Sex sagen. Das ist Unterdrückung.
Mit anderen Worten, ja, auch Tropes spielen in ein unterdrückerisches System hinein. Wenn auch sicherlich nicht in der idiotisch simplen Art und Weise wie du es darstellst, "Tropes existieren, also schlägt mein Mann mich jeden Tag".
Schlurps hat geschrieben:Hast du vollkommen recht. Und jetzt erklär mir mal, warum Leute wie Sarkeesian sich nicht um diese Misstände kümmern? Das sind auch nicht irgendwelche Leute am anderen Ende der Welt, es sind Frauen, die in ihrem Land tatsächlich unterdrückt werden.
Ich habe schonmal erklärt, warum diese Annahme, aktivistische Ressourcen wären beliebig umverteilbar, und sollten immer nur auf die "wichtigste" Sache konzentriert werden, unsinnig ist.
Anita Sarkeesian kann z.B., denke ich, keinen Krebs heilen. Das heißt dass sie stattdessen macht, was sie kann: versuchen, grundlegende Konzepte von schädlichen weiblichen Stereotypen in Videospielen darzulegen.
Und irgendwie steckt hier auch wieder diese Implikation drin, dass sie automatisch nicht gegen das eine sein kann, wenn sie gegen das andere ist. Nur weil sie selbst nicht umherrennt und jeden Bullshit-predigenden fundamentalistischen Pfarrer abknallt - was wohl ohnehin keine gute Lösung des Problems sein sollte - bedeutet das nicht automatisch, dass sie die entsprechende Unterdrückung gutheißt.