"EA hat eine ruinöse Strategie"

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Zulustar
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Beitrag von Zulustar »

@ Vandyre, das kommt ja noch dazu, eine solche "Hiobs-Botschaft" kann von EA zum Anspornen ihrer Entwickler genutzt werden aber meist wird es nicht zum korrigieren eines ruinösen Kurses benutzt. Selbst wenn Ricitelli gehn müsste, würde der nächste an dieser Position nur sehen das er seine Schafe ins trockene bekommt, weil dieser Job ist auf verlorenem Posten.

Zum Thema Innovation hab ich auch ne gespaltene Meinung, auf der einen hast du Recht das ein Spiel wie ein Dead Space mit diesem Setting innovativ war, aber nur weil man fast 1 Jahrzehnt die ganze Sci-Fi Shooter Branche vernachlässigt hat. Seit der Wing Commander von den Bildschirmen verschwand, verschwanden auch nach und nach alle Sci Fi shooter, Adventure, Strategiespiele und Simulationen, was kam war bspw dieser Freelancer Witz von MS. Ein Privateer 2 mit neuer Grafik, das würde heute so einiges rausreissen, oh ich korrigiere gibt ja X1 X2 X3 inzwischen nur fand ich alle X Teile langweilig Strategie und Weltraumsimulation passen einfach nicht zusammen und waren im Gesammturteil für mich nicht halb so atmosphärisch wie mein all time fav Privateer 2.

Die Sache mit der Grafikengine die du angesprochen hast, kann ich so nicht ganz nachvollziehen, denn meistens wird die alte Engine verwendet und nur an die neuen Bedingungen angepasst. Wenn eine komplett neue Engine benutzt wird, dann erfährt man das meistens lange vorab. Hier haben die Publisher sogar nen riesigen Vorteil, indem sie Engineentwickler aufkaufen, können sie all ihren "vertraglich geknebelten" Entwicklerschmieden diese für umme zur Verfügung stellen. Für nen Publisher ist die Engine also ne art Dreck unterm Fingernagel und für eine kleine Entwicklerschmiede manchmal der letzte fehlende Sargnagel.

PS ich bin ein Fan von Beyond Good & Evil, aber ich hab erst Jahre später von dem Spiel durch nen Kumpel erfahren, Spiel ausgeborgt angezockt und sofort gefesselt von Tierbildern machen über intelligente Aufgaben bis hin zu wunderschöner Grafik, ich hab bis heute nich so begriffen, was bei dem Spiel schief lief, wieso das ein Flop wurde.
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Zulustar hat geschrieben: Zum Thema Innovation hab ich auch ne gespaltene Meinung, auf der einen hast du Recht das ein Spiel wie ein Dead Space mit diesem Setting innovativ war, aber nur weil man fast 1 Jahrzehnt die ganze Sci-Fi Shooter Branche vernachlässigt hat. Seit der Wing Commander von den Bildschirmen verschwand, verschwanden auch nach und nach alle Sci Fi shooter, Adventure, Strategiespiele und Simulationen, was kam war bspw dieser Freelancer Witz von MS. Ein Privateer 2 mit neuer Grafik, das würde heute so einiges rausreissen, oh ich korrigiere gibt ja X1 X2 X3 inzwischen nur fand ich alle X Teile langweilig Strategie und Weltraumsimulation passen einfach nicht zusammen und waren im Gesammturteil für mich nicht halb so atmosphärisch wie mein all time fav Privateer 2.
Ich verstehe schon, was du meinst. Beim letzten Post hatte ich ja auch schon geschrieben, das spieltechnische Innovationen sehr rar sind. Das letzte, was mich in der Richtung wirklich begeistert hat, war Braid.
Zulustar hat geschrieben:Die Sache mit der Grafikengine die du angesprochen hast, kann ich so nicht ganz nachvollziehen, denn meistens wird die alte Engine verwendet und nur an die neuen Bedingungen angepasst. Wenn eine komplett neue Engine benutzt wird, dann erfährt man das meistens lange vorab. Hier haben die Publisher sogar nen riesigen Vorteil, indem sie Engineentwickler aufkaufen, können sie all ihren "vertraglich geknebelten" Entwicklerschmieden diese für umme zur Verfügung stellen. Für nen Publisher ist die Engine also ne art Dreck unterm Fingernagel und für eine kleine Entwicklerschmiede manchmal der letzte fehlende Sargnagel.
Na ja, das sehe ich ein wenig anders. Nehmen wir Bioware als Beispiel (von denen Spiele ich die meisten Spiele ^^): wie oft haben Bioware seit BG2 die Engine gewechselt? Bei den bei Wikipedia aufgelisteten Spielen von Bioware (8 Spiele ohne Addons) bestimmt 6 oder 7 mal. Korrigert mich, wenn ich falsch liege. Und das ist bei anderen Entwicklern nicht anders. Welche Grafikengine hält schon 5-10 Jahre? Die kannst du an einer Hand abzählen.
johndoe805681
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Beitrag von johndoe805681 »

Zulustar hat geschrieben:Ich frag mich immer noch wo Mirrors Edge so extremst inovativ war, das war ein Prince of Persia im jetzt. Genauso fand ich Deadspace mehr neuartig brutal, als irgendwie extremst innovativ.
Zulustar hat geschrieben:...ein Spiel wie ein Dead Space mit diesem Setting innovativ war, aber nur weil man fast 1 Jahrzehnt die ganze Sci-Fi Shooter Branche vernachlässigt hat. Seit der Wing Commander von den Bildschirmen verschwand, verschwanden auch nach und nach alle Sci Fi shooter, Adventure, Strategiespiele und Simulationen...
Im Prinzip beantwortest du dir die obere Frage von Seite 5 sogar selber auf Seite 6.
Dead Space war in der Hinsicht genial da wir (meiner Meinung nach) seit Aliens vs. Predator 2 und einigen kleineren gut gelungenen Ausrutschern (RE4 z.B.) endlich wieder ein echtes Survival Horror Spiel vor der Nase hatten welches sich auch wirklich wieder wie eins anfühlte und spielte.
Das stellt natürlich noch keine Innovation dar, sondern das Innovative liegt vielmehr darin das Visceral es mit Dead Space geschafft hat ein Horror Spiel zu kreieren welches alles richtig macht was man in diesem Genre richtig machen kann.
Das Spiel punktete z.B. schonmal durch die Innovation des wegfallenden Interface (großartig!) oder damit das es als eines der wenigen Spiele schaffte seine Schockmomente nicht 2mal zu wiederholen oder es z.B. auch mal fertig brachte dich in einen Zustand der Angespanntheit zu versetzen ohne das aber etwas passierte aber man irgendwie die ganze Zeit den Finger lieber am Abzug hatte zur Sicherheit. Es wurde wieder mit den Nerven gespielt. Herrlich...

Mal abgesehen noch von der genialen Sound Kulisse, der guten deutschen Syncro und einer mitreissenden Story mit Cliffhanger am Ende ist der Punkt der Innovation wohl eher der, das dass Spiel es einfach schaffte den wirklich toten Markt des Survival Horror wieder ins Rollen zu bringen, den was man sonst so an Horror Games kennt das lies in den letzten Jahren zu wünschen übrig (Stichwort RE5 & Silent Hill...).

Zur Brutalität noch etwas: Die Brutalität in Dead Space kann man vergleichen mit der Brutalität in Ninja Gaiden.
Sie wird bewusst so hoch gehalten und übertrieben um zu schockieren aber im Endeffekt ist und bleibt es einfach nur ein Stilmittel, mehr nicht.

Und was das Braid Beispiel angeht: braid war wirklich unfassbar genial und fesselnd. Ich kann mich an einige Abende mit Kopfschmerzen erinnern. Das Spiel war an und für sich nichts neues sondern vereinte nur das Jump&Run mit kniffligen Rätseln, pakte eine interessante Story dazu verschmisste das ganze mit viel Liebe zum Detail und lies das ganze bei 360° (:wink:) zum Erfolg werden.
Ich würde allerdings nicht behaupten das so etwas nur bei independend Entwicklern zu schaffen ist. In diesem Fall (sowie bei Dead Space) waren einfach Entwickler am Werk die ein Gespür für Details hatten.
Eben sowas ging EA vor Jahren verloren.
Akill
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Beitrag von Akill »

Das Problem der Branche sind einfach die hohen Kosten bei einem nicht ins unendliche wachsenden Markt. Computerspiele werden nie den Status von großen Hollywoodfilme erreichen da sie immer einen begrenzten Teil der Konsumenten ansprechen werden und so wird es zum Problem wenn die Budgets Millionenhöhen erlangen.

Dazu wird durch die Börsennotierung häufig selbst dann gejammert wenn die Programmierer selbst vom Verkauf ihrer Spiele leben können. Es sollen Gewinnen ist riesigen Höhen gemacht werden. Dafür werden Spiele entwickelt, die das Potential solcher Gewinnen in sich tragen. Um solche Spiele zu entwickeln, muss aber viel Kapital investiert werden, so dass selbst ordentliche Verkaufszahlen nicht mehr ausreichen. Dazu kommt dass die Spielebranche es sich eben nicht leisten kann neben ihren porfitablen Produkten Nebenstudios zu unterhalten die für den Ruf Qualität produzieren so wie es Hollywood macht.

Die Strategie die der Autor dieser Kritik anregt wäre jedenfalls für den Kunden noch schlechter als der Ist-Zustand.
Tragisch ist natürlich dass im Moment anscheinend kein Markt besteht mit innovativen Qualitätsprodukten wenigestens Konstendeckend zu arbeiten.
Bei Dead Space kann ich eigentlich keinen größeren Fehler erkennen. Vielleicht müssen auf Dauer teure AAA-Qualitätstitel mit weniger großem Adressatenkreis einfach etwas mehr kosten um kostendeckend zu werden. Wenn man Dead Space relativ kurz nach release in UK für unter 20 € kaufen kann, dann killt das natürlich die Verkäufe, da Leute, die wie ich etwas älter sind oder weniger Geld zu verfügung haben halt lieber warten.

Insgesamt scheint mir diese Konsolengeneration der Spielebranche weder qualitativ noch finanziell gut zu tun. Komisch eigentlich dass sich eine Horrormeldung nach der nächsten stapelt und die Spieleindustrie doch wächst. Irgentwas läuft da jedenfalls gehörig falsch.