Der 4P-Kommentar: Die weiche Welle bricht?

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Duschkopf.
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Beitrag von Duschkopf. »

Finde den Schwierigkeitsgrad von Spielen in Bezug auf die Geschicklichkeit im Schnitt eigentlich ganz ok, würde mir aber wünschen, dass man häufiger mal mit mehr Köpfchen vorgehen muss. Gerade AC2 ist ein Spiel das in dieser Beziehung leider viel Potenzial verschenkt hat.
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Crime Solving Cat
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Beitrag von Crime Solving Cat »

Hmm fällt es eigentlich auf, dass beide Paradebeispiele des Kommentars mal wieder Konsole only sind?

Wann gab es sowas eigentlich das letzte mal für PC? Mittlerweile muss man ja schon den Boden küssen wenn sich die Entwickler erbarmen ein großartiges Game mit nem halben Jahr verspätung für den PC zu konvertieren und das ist meistens dann ein reinfall.

Ich denke doch hier soll es daraum gehen Spiele mit "anspruch" zu schaffen und man kann mir nicht weißmachen COD auf Vetaran sei ein "anspruchsvolles" spiel.

Wenn ich mir die Vergleichsspiele hier ansehe, dann war das letzte PoP:Warrior Within :D. Passable Story, passable Atmo und man musste wenigstens etwas timing draufhaben.
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

D4RKNE$$ hat geschrieben:[...]
Ich denke doch hier soll es daraum gehen Spiele mit "anspruch" zu schaffen und man kann mir nicht weißmachen COD auf Vetaran sei ein "anspruchsvolles" spiel.
[...]
Das würd ich so nicht sagen. Man kann "Anspruch" verschieden definieren.
Call of Duty auf Veteran ist durchaus sehr anspruchsvoll, weil es eine (schwierige) Herausforderung ist.

Eine andere Definition von "Anspruch" ist zum Beispiel ein Rollenspiel, was sehr komplexe Spielmechaniken hat, ergo nicht leicht zu verstehen ist.
Mengefitz
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Beitrag von Mengefitz »

Ich kann jedem nur Bayonetta ans Herz legen.
Das Game liefert nen angenehmen Schwierigkeitsgrad auf Normal.
Auf Schwer ist das Game erst recht Hardcore, 1 Combo und schon segnet man das zeitliche.
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No Cars Go
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Beitrag von No Cars Go »

Grundsätzlich stimme ich dem Artikel natürlich voll und ganz zu, nur kann ich mich stellenweise dem Eindruck nicht erwehren, dass er etwas scheinheilig ist:
[...] Entwickler investieren sehr viel Zeit in kostenpflichtige Zusätze und belanglose Kleinigkeiten, damit man auch nach dem Finale weiter kauft und sammelt. Aber was passiert auf dem Weg dahin? Warum will man immer seltener überhaupt bis zur Ziellinie kommen? Weil das Spiel oftmals nichts anderes als Supersize me, nichts als virtuelles Sightsseeing ist. [...]


Mit Verlaub, aber diese Passage lässt sich ja wohl perfekt auf Fallout 3 anwenden, in dem man in kürzester Zeit godlike durch die Einöde schreitet, postnuklearem Sightseeing frönt und alle Monate wieder mit kostenpflichtigem DLC nachgefüttert wurde - kein schlechtes Spiel, nein, aber genau dieses Fastfood, das hier von Jörg angeprangert wird – und das von ihm mit einem 87-%-Gold-Award gefeiert wurde.
MadEagLe
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Beitrag von MadEagLe »

No Cars Go hat geschrieben:Grundsätzlich stimme ich dem Artikel natürlich voll und ganz zu, nur kann ich mich stellenweise dem Eindruck nicht erwehren, dass er etwas scheinheilig ist:
[...] Entwickler investieren sehr viel Zeit in kostenpflichtige Zusätze und belanglose Kleinigkeiten, damit man auch nach dem Finale weiter kauft und sammelt. Aber was passiert auf dem Weg dahin? Warum will man immer seltener überhaupt bis zur Ziellinie kommen? Weil das Spiel oftmals nichts anderes als Supersize me, nichts als virtuelles Sightsseeing ist. [...]


Mit Verlaub, aber diese Passage lässt sich ja wohl perfekt auf Fallout 3 anwenden, in dem man in kürzester Zeit godlike durch die Einöde schreitet, postnuklearem Sightseeing frönt und alle Monate wieder mit kostenpflichtigem DLC nachgefüttert wurde - kein schlechtes Spiel, nein, aber genau dieses Fastfood, das hier von Jörg angeprangert wird – und das von ihm mit einem 87-%-Gold-Award gefeiert wurde.
Oberflächlich gesehen ist was dran, an dem was du sagst. Aber nur oberflächlich. Fallout 3 hat weitaus mehr zu bieten als das, was Jörg in seinem Kommentar (nach meinem Verständnis) meinte. Nämlich Charaktere und Story. Ich sage nur: Kannibalen. Als ein Beispiel.

Ich habe es trotzdem nicht allzu lange gespielt - weil es im Kern haargenau Oblivion ( minus Fantasy; plus Science Fiction ) war, und das hatte ich ewig gespielt - aber in ein paar Stunden Fallout 3 waren mehr Tiefe als im kompletten Assassin's Creed. Jörgs Kommentar war denk ich eher auf letzteres gemünzt.
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No Cars Go
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Beitrag von No Cars Go »

MadEagLe hat geschrieben:
No Cars Go hat geschrieben:Grundsätzlich stimme ich dem Artikel natürlich voll und ganz zu, nur kann ich mich stellenweise dem Eindruck nicht erwehren, dass er etwas scheinheilig ist:
[...] Entwickler investieren sehr viel Zeit in kostenpflichtige Zusätze und belanglose Kleinigkeiten, damit man auch nach dem Finale weiter kauft und sammelt. Aber was passiert auf dem Weg dahin? Warum will man immer seltener überhaupt bis zur Ziellinie kommen? Weil das Spiel oftmals nichts anderes als Supersize me, nichts als virtuelles Sightsseeing ist. [...]


Mit Verlaub, aber diese Passage lässt sich ja wohl perfekt auf Fallout 3 anwenden, in dem man in kürzester Zeit godlike durch die Einöde schreitet, postnuklearem Sightseeing frönt und alle Monate wieder mit kostenpflichtigem DLC nachgefüttert wurde - kein schlechtes Spiel, nein, aber genau dieses Fastfood, das hier von Jörg angeprangert wird – und das von ihm mit einem 87-%-Gold-Award gefeiert wurde.
Oberflächlich gesehen ist was dran, an dem was du sagst. Aber nur oberflächlich. Fallout 3 hat weitaus mehr zu bieten als das, was Jörg in seinem Kommentar (nach meinem Verständnis) meinte. Nämlich Charaktere und Story. Ich sage nur: Kannibalen. Als ein Beispiel.

Ich habe es trotzdem nicht allzu lange gespielt - weil es im Kern haargenau Oblivion ( minus Fantasy; plus Science Fiction ) war, und das hatte ich ewig gespielt - aber in ein paar Stunden Fallout 3 waren mehr Tiefe als im kompletten Assassin's Creed. Jörgs Kommentar war denk ich eher auf letzteres gemünzt.
Jörg kritisiert in seinem Kommentar doch ein Prince of Persia, in dem durch die Autopilotenspielmechanik keine Spannung mehr aufkommen kann, weil es kein Scheitern mehr gibt – insofern also von einem Mangel an Spieltiefe durch Gameplay, nicht durch Story – und da finde ich Fallout 3 genau in diesem Sinne sehr angreifbar.
Termix
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Beitrag von Termix »

Erynhir hat geschrieben:
D4RKNE$$ hat geschrieben:[...]
Ich denke doch hier soll es daraum gehen Spiele mit "anspruch" zu schaffen und man kann mir nicht weißmachen COD auf Vetaran sei ein "anspruchsvolles" spiel.
[...]
Das würd ich so nicht sagen. Man kann "Anspruch" verschieden definieren.
Call of Duty auf Veteran ist durchaus sehr anspruchsvoll, weil es eine (schwierige) Herausforderung ist.

Eine andere Definition von "Anspruch" ist zum Beispiel ein Rollenspiel, was sehr komplexe Spielmechaniken hat, ergo nicht leicht zu verstehen ist.
Skriptgegner auswendig lernen und die richtige Ecke fürn Rückzug finden, das ist nicht die Definition von Anspruch :>

Worum es in diesem Kommentar wirklich geht weiss ich immernoch nicht. Die Szenen wo man Jörg hat spielen sehen, lassen nicht unbedingt darauf schliessen, dass er Spiele wie Ninja Gaiden II auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchbekommt, aber das ist natürlich rein subjektiv und vielleicht wars auch gar nicht Jörg.

Aber zurück zum Inhalt des Kommentars, es werden extrem einfache Spiele ohne einstellbaren Schwierigkeitsgrad und mit etlichen Rettungsfunktionen angeprangert = "weiche Welle"-Spiele.
Nun werden als positive Beispiele Spiele wie Splinter Cell und Beyond Good & Evil genannt, die keinesfalls wirklich schwer oder fordernd waren. Sie ERforderten höchstens minimalen Gebrauch des Gehirns, was bei PoP und AC nicht der Fall war.
Es geht also nicht um den Schwierigkeitsgrad sondern um Spiele bei denen man vor dem Handeln zumindest ein paar Sekunden nachdenken sollte?
Oder geht es doch um den Schwierigkeitsgrad, sollte er einfach höher sein, so dass man von einer Kugel / Schlagkombo stirbt?
Oder geht es um die nicht vorhandene Spannung, sprich man überlebt oft nur sehr knapp, trotz sekundenlanger(!) Planung?

Wenn mir das jemand sagen könnte............
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

Termix hat geschrieben:
Skriptgegner auswendig lernen und die richtige Ecke fürn Rückzug finden, das ist nicht die Definition von Anspruch :>
Wie gesagt, Anspruch kann man unterschiedlich definieren...
Schwer kann anspruchsvoll sein, komplex kann anspruchsvoll sein, kompliziert kann es auch sein, rätselhaft ebenfalls...
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Das ist der Grund warum wir hier diskutieren, gesetzt den Fall, dass man Jörgs Kommentar so nicht unterschreiben kann, ist das der Punkt den ich und andere kritisieren.
Er definiert weder Spieltiefe noch Anspruch genauer, bzw. widerspricht sich in der Konzentration auf Schwierigkeit und Spielehilfen selbst (siehe auswendig lernen ungleich Anspruch) und nennt zudem unglaublich einfache Spiele wie Beyond als Argumente für diese These.

Ich habe es ja schon einmal gesagt, ich glaube dieser Kommentar stammt ein bisschen von einer "Früher-war-alles-besser" Warte.
Für mich ist Beyond auch ein gutes Beispiel für Anspruch, aber eben auch der Beleg, dass dies auch und gerade auf Spiel zutrifft die einen "Skilltechnisch" gar nicht fordern.
Und die Beobachtung der "Verflachung von Games, scheint hier auch kein einheitlicher 4players-Standpunkt zu sein ich zitiere mal Paul und seine Meinung zu A Boy and his Blob (wohl auch eher "leicht"):
Paul hat geschrieben:Es gibt sie in letzter Zeit gefühlt häufiger, diese inspirierten Spiele mit Seele, die nicht das Hetzen zum Levelende, sondern das Erkunden, das Grübeln und das Forschen in den Vordergrund stellen.
Eine Beobachtung der ich persönlich nur zustimmen kann, sei es dieses Spiel, Braid, Muramasa, Flowers, Lost Winds, World of Goo usw. usw.
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

Na, ich stimme dem Kommentar auch nicht zu.
Solang der Spaß stimmt...
Wulgaru hat geschrieben:Ich habe es ja schon einmal gesagt, ich glaube dieser Kommentar stammt ein bisschen von einer "Früher-war-alles-besser" Warte.
Meine Zustimmung. :Daumenrechts:
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artmanphil
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Beitrag von artmanphil »

Das trifft vielleicht teilweise zu.

Im Grund ist es der Vorwurf berechtigt. Die Panik vor dem verlieren eines Videogames habe ich seit Jahren nicht gehabt. Gibt ja einen Checkpoint, einen Quicksave oder einen "Einfach modus" den man zuschalten kann.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Ja, aber das ist ja nicht wirklich falsch.
Es wurde schon gesagt, du gibst jede Menge Geld für ein Spiel aus.
Ich finde es frustrierend wenn die Entwickler dann einfach nach der Hälfte eine megaschwere Stelle einbauen oder es im Zweifelsfall keinen leichteren Schwierigkeitsgrad gibt.
Dann hast du 50-70 Euro ausgegeben und bekommst dann quasi die Noobkarte vor die Nase gehalten. Es geht ja nicht um Spiele wie Megaman wo man sowas bei der Kaufentscheidung berücksichtigt, sondern um alle Spielerlebnisse.
Daher sind Schwierigkeitsgrade für mich ein Segen der Videospielgeschichte, sofern nötig oder gewollt kann man so in jedes Spiel einen Godstylermodus einbauen, einen mittleren für Leute wie mich und einen leichten für Gelegenheitsspieler.
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Masakado
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Beitrag von Masakado »

Wulgaru hat geschrieben: Ich habe es ja schon einmal gesagt, ich glaube dieser Kommentar stammt ein bisschen von einer "Früher-war-alles-besser" Warte.
"Früher-war-alles-besser" So unterschreibe ich das nicht.

"Früher-hat-es-einfach-niemanden-gestört" so nenne ich das.

Gameplay. Eigentlich ist ja immer was neues möglich aber mit der Zeit wird die Grenze des Einstellbaren für Controler ausgereizt. Ausserdem stellt sich Entwicklern bekannter Serien die Frage: Wozu etwas neu erfinden wenn das vorhandene super funktioniert?(Jup, auf die Tastatur beziehe ich mich nicht)

Schwierigkeit.

Hier herrscht eine große Kluft zu den anderen Elementen. Wie erhöht man den Schwierigkeitsgrad? Stärkere Gegner? Mehr Gegner? Klügere KI? Beschränkungen für den Spieler?

Eigentlich wäre es doch möglich die aufsteigende Schwierigkeit eines Titels Innovativ zu gestalten. Mal etwas so noch nicht da gewesenes in eine höhere Schwierigkeitstufe oder in eine fortschreitende Story zu packen.

Nein nein, die Entwickler schwören auf altbekanntes und lassen sich nicht dazu hinreissen ein Spiel mit etwas neuem zu "versauen", es geht ja schließlich um Gewinn oder Verlust.
Das darf man keinem Übel nehmen, wer will schon das Köpfe rollen weil viele Endverbraucher mit einer Software nichts anfangen können? Wenn der Schwierigkeitsgrad sich entwickelt und dadurch Anspruchsvoller wird und nicht das altbackene "Es-ist-einfach-schwerer" Schema erfüllt, dann Fühlt sich ein Spiel doch erst richtig rund an.

Neues muss her.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Neues ist bereits da, man muss nur den gesamten Markt anschauen und nicht nur die Triple-A Titel (ohne diese grundsätzlich schlecht reden zu wollen.)
Wenn ich mir nur die oberen 5 Bücher in einer Bestsellerliste (Dan Brown, Stehpenie Meyer und Konsorten) angucke, komme ich auch zu dem Schluss das Literatur nicht mehr das ist was sie mal war. :wink: