Hachja. Ausgerechnet KOTOR2 führst du gegen Obsidian an? Du bist ziemlich Publisher pro kann das sein? Damals fuer Lucas Arts und heute fuer EA gearbeitet? KOTOR2 sollte so schnell wie möglich auf den Markt. Obsidian wollten damals mehr Zeit die Ihnen nicht gewährt wurde. Lucas Arts hat das schnelle Geld dem fertigen Spiel vorgezogen. Man wollte möglichst schnell nochmal profitieren. Ich fand KOTOR2 besser. Denn das hat im Gegensatz zum ersten Teil interessante und besser ausgearbeitete Charaktere. Recycling von Schauplätzen war eher unschön. Aber ich sehe es ein wenig anders. Man kann froh sein das KOTOR2 kein Totalschaden war unter den gegebenen Umständen was eher FÜR Obsidian spricht. Insgesamt haben sie in meinen Augen besonders im Bezug auf die Geschichte und Charakterzeichnung wieder mal einen besseren Job als Bioware abgeliefert.Nein, mir gefiel KOTOR 1 auch besser, ich meinte die "gut ausgearbeiteten Charaktere" ganz pauschal auf RPGs bezogen, damalige wie heutige. Da finde ich doch, dass man sich durchaus Mühe gegeben hat - was man halt auch konnte, weil andere die meiste Vorarbeit geleistet haben. Das man es dann trotzdem zeitlich nicht schafft, ein "komplettes Spiel" abzuliefern, spricht meiner Meinung nach jetzt eher gegen Obsidian (und gegen Publisher...), nicht für sie. Ich hab die Restoration-Mods leider nie gespielt, weil... damals gabs die noch nicht und soweit ich weiß, sind die selbst heute nur für die englischsprachige Version und hab somit all die "Lücken" direkt mitbekommen, aber trotzdem würde ich KOTOR2 jetzt ganz allgemein nicht als schlechtes RPG bezeichnen wollen.
BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Eigentlich überhaupt nicht. Aber ich weigere mich einfach, bei einem Studio das Mist baut, völlig egal ob das jetzt Bioware oder Obsidian oder sonst irgendein Studio ist, pauschal die ganze Schuld einfach auf den Publisher abzuwälzen. Obsidian wird auch damals schon einen Zeitplan für diverse Deadlines, Milestones und Co gehabt haben, selbiges bei quasi all ihren anderen Projekten - wirklich fertig geworden ist davon am Ende kaum was. Jedes ihrer älteren Produkte hätte, vielleicht mit Ausnahme von DS3 und South Park (das ja nun auch lange genug Zeit hatte) noch 6 Monate oder ein Jahr Zeit bis zum Release vertragen können. Da stellt sich dann schon irgendwie eher die Frage, ob wirklich immer der böse Publisher dran schuld ist... oder ob Obsidian vielleicht einfach nur generell Probleme damit hat, die sich selbst gesteckten Ziele, für die sie ja den Zeitrahmen im Regelfall auch vorher kennen, auch erfüllen zu können.Xris hat geschrieben: ↑25.01.2018 15:42 Du bist ziemlich Publisher pro kann das sein? Damals fuer Lucas Arts und heute fuer EA gearbeitet? KOTOR2 sollte so schnell wie möglich auf den Markt. Obsidian wollten damals mehr Zeit die Ihnen nicht gewährt wurde. Lucas Arts hat das schnelle Geld dem fertigen Spiel vorgezogen. Man wollte möglichst schnell nochmal profitieren. Ich fand KOTOR2 besser. Denn das hat im Gegensatz zum ersten Teil interessante und besser ausgearbeitete Charaktere.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Diese Frage stellt sich eigentlich nicht mehr. Man hatte bei Obsidian gewaltige Probleme mit der Code-Review, mit dem ganzen QA-Prozess. Daher die ständigen Probleme. Mit Dungeon Siege 3 kam ein neues Bugtracking-System zum Einsatz und man hatte sich entsprechendes KnowHow in die Firma geholt. Seit DS3 ist die Releasequalität bei Obsidian um Größenordnungen besser geworden, das ist heute überhaupt kein Vergleich mehr zu den früheren Zeiten.NewRaven hat geschrieben: ↑25.01.2018 15:48 Da stellt sich dann schon irgendwie eher die Frage, ob wirklich immer der böse Publisher dran schuld ist... oder ob Obsidian vielleicht einfach nur generell Probleme damit hat, die sich selbst gesteckten Ziele, für die sie ja den Zeitrahmen im Regelfall auch vorher kennen, auch erfüllen zu können.
Ja, LucasArts haben den Release von Kotor 2 vorgezogen und den Projektplan geändert. Das neue Obsidian hätte in der verbleibenden Zeit aber mehr Inhalte und Features fertigstellen können, weil man schneller und besser arbeiten würde.
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johndoe711686
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Um ehrlich zu sein, kann man das schon als Leistung verbuchen, denn andere Spiele die irgendwas von früher in die moderne Zeit bringen wollten sind gnadenlos gescheitert, von daher ist es schon eine gewisse Leistung, ein Spielgefühl aus den späten 90ern in die aktuelle Zeit zu bringen und dabei moderneres Gameplay und Komfort sinnvoll einbringen. Zumindest meiner Meinung nach. Wie viel Innovation man ihnen dafür jetzt anrechnen will bzw. wieviel Innovation man immer erwartet ist natürlich subjektiv. Außerdem muss man da auch immer ein Maß finden. Zu viel anders mag auch nicht jeder, siehe FF7 Remake.
Hm, vielleicht sollte ich es dann doch noch mal versuchen...andererseits, gibt es genug Stimmen die es auch abseits der MMO Techniken sehr mau finden, also bei Themen wie Story und Charakterzeichnung.NewRaven hat geschrieben: ↑25.01.2018 15:23 Das dürfte eine sehr realistische Einschätzung sein, ja. Aber wenn man solchen Kram eben nicht mag, ihn auch nicht machen muss... naja, dann kann man ihn entweder ignorieren und mit dem Produkt, was man gekauft hat , auch Spaß haben... oder man kann seinem inneren Monk nachgeben, sich durch diesen ganzen Mist quälen und hinterher drüber meckern, wie scheiße das Spiel ist (zumal man damit ja auch im Trend liegt). Ich persönlich wüsste, welche Variante ich wählen würde... aber bei anderen siegen wohl offenbar die inneren Zwänge![]()
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johndoe711686
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Solche Aussagen kann ich echt absolut null nachvollziehen. Ein Carth ist meiner Meinung nach jedem Atton überlegen, eine Bastila (so nervig sie mancher fand) auch jeder Handmaiden, oder Visas. Und ein Malak ist einfach geradliniger als dieser undurchsichtige Darth Treya, ich will die Macht zerstören Quatsch. Zu mal ich den Revan Twist damals echt nicht kommen sah und spektakulär fand.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Das erklärt dann wohl auch die durchaus gestiegene Qualität, dankeKajetan hat geschrieben: ↑25.01.2018 16:02 Diese Frage stellt sich eigentlich nicht mehr. Man hatte bei Obsidian gewaltige Probleme mit der Code-Review, mit dem ganzen QA-Prozess. Daher die ständigen Probleme. Mit Dungeon Siege 3 kam ein neues Bugtracking-System zum Einsatz und man hatte sich entsprechendes KnowHow in die Firma geholt. Seit DS3 ist die Releasequalität bei Obsidian um Größenordnungen besser geworden, das ist heute überhaupt kein Vergleich mehr zu den früheren Zeiten.
Ja, LucasArts haben den Release von Kotor 2 vorgezogen und den Projektplan geändert. Das neue Obsidian hätte in der verbleibenden Zeit aber mehr Inhalte und Features fertigstellen können, weil man schneller und besser arbeiten würde.
Naja, ein Remake ist ja dann doch wieder eine andere Geschichte.Ryan2k6 hat geschrieben: ↑25.01.2018 16:07
Um ehrlich zu sein, kann man das schon als Leistung verbuchen, denn andere Spiele die irgendwas von früher in die moderne Zeit bringen wollten sind gnadenlos gescheitert, von daher ist es schon eine gewisse Leistung, ein Spielgefühl aus den späten 90ern in die aktuelle Zeit zu bringen und dabei moderneres Gameplay und Komfort sinnvoll einbringen. Zumindest meiner Meinung nach. Wie viel Innovation man ihnen dafür jetzt anrechnen will bzw. wieviel Innovation man immer erwartet ist natürlich subjektiv. Außerdem muss man da auch immer ein Maß finden. Zu viel anders mag auch nicht jeder, siehe FF7 Remake.
Das Problem sind halt wirklich die eigenen Akzente... die da völlig gefehlt haben. War natürlich Absicht, war so gefoundet worden, war alles so beabsichtigt. Insofern hab ich da 0 Problem mit, ich hab bekommen, was ich erwartet habe und hatte Spaß damit. Nur der Ruf wird mir halt bei der Produktgeschichte immer unerklärlich bleiben.
Das würde ich so aber nicht unterschreiben. Gerade auf seine reine Story runtergebrochen, ist DA:I Origins meiner Meinung nach fast ebenbürtig. Natürlich bleibt das, wie die gesamte Serie, einfach "Standardfantasy", aber wer damit klar kommt, wird vermutlich im Story-Aspekt auch von Inquisition nicht negativ überrascht werden. Einige Dinge, wie die verschiedenen Origins, fehlen natürlich und das Kampfsystem ist selbst im Taktikmodus weniger taktisch als in Origins (aber weniger actionfokusiert als in DA 2) - wobei man auch Origins schon als Action-Rollenspiel spielen konnte - aber der Rest passt soweit ganz gut. Es macht nichts besser als Origins, aber die Dinge, auf die es dir scheinbar ankommt, macht es eben auch nicht wirklich schlechter. Wenn man, wie gesagt, den ganzen Beschäftigungskram in dem sich das durchaus gute Spiel versteckt, denn einfach ignoriert, natürlich
Und was KOTOR/KOTOR2 angeht, da hast du mir jetzt echt die Worte aus dem Mund genommen.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Ey voll die EA Hasstrommler schon wieder. Haben bestimmt alle keine Frau, geschweige Freunde... voll die Opferz un so hey.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Für EA zu klein, zu unbekannt, nicht schockierend genug. Das muss schon eine Firma sein, deren Aufkauf die ganze Spielewelt polarisiert, bis nach Andromeda!
Achja? Wieviele EA-Aktien hast du dir denn jetzt gekauft?
Ich will dich dafür nicht verurteilen, ich will nur wissen wie sehr du selber an deine Worte glaubst
Von EA/Dice hätte man auch profitableres erwarten können als Battlefront 2. Klar hat EA eine Armee von PR-Profis, das hat das Lootbox-Desaster aber auch nicht verhindern können. Der unrühmliche reddit-Beitrag war vielleicht nur der Fehler eines Einzelnen, aber je mehr man von diesen Profis beschäftigt, desto höher ist auch wieder die Wahrscheinlichkeit das große Fehler passieren.
Und genauso ein Missgeschick kann auch bei Anthem wieder passieren. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht muss sich EA nächstes Jahr noch nicht nach einem neuen RPG-Fabrikanten umsehen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Der Tag für Biowares Beerdigung wird schon noch früh genug kommen.
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johndoe711686
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Also mir persönlich, war das neuartige Fantasy Setting mit Schusswaffen und Maschinen schon ein netter innovativer Akzent, ebenso das doch recht andersartige Charakterwertesystem mit den ganzen anfangs wenig Vertrauten Werten.NewRaven hat geschrieben: ↑25.01.2018 16:25 Naja, ein Remake ist ja dann doch wieder eine andere Geschichte.
Das Problem sind halt wirklich die eigenen Akzente... die da völlig gefehlt haben. War natürlich Absicht, war so gefoundet worden, war alles so beabsichtigt. Insofern hab ich da 0 Problem mit, ich hab bekommen, was ich erwartet habe und hatte Spaß damit. Nur der Ruf wird mir halt bei der Produktgeschichte immer unerklärlich bleiben.
Da ich vorhabe BG2 EE demnächst in Angriff zu nehmen, wenn sie patch 2.5 und damit die deutsche Sprachausgabe bringen. Bin ich gespannt, wie der Eindruck 15 Jahre später mit der nostalgischen Erinnerung kollidiert. Und wie der neuerliche Vergleich mit dem geistigen Nachfolger dann ausgeht.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Battlefront 2 ist nicht NICHT profitabel. Nur nicht so profitabel wie Battlefront 1. Was in einer Unternehmens- und Wirtschaftskultur, in der es nur den Weg nach oben gibt, natürlich kein Grund zur Freude ist. Aaaaaber ... an diesem , nun, Mißerfolg? war nicht Dice Schuld, nicht der Entwickler. Dice hat nur umgesetzt, was vorgegeben wurde.Lebensmittelspekulant hat geschrieben: ↑25.01.2018 17:02Achja? Wieviele EA-Aktien hast du dir denn jetzt gekauft?
Ich will dich dafür nicht verurteilen, ich will nur wissen wie sehr du selber an deine Worte glaubst![]()
Von EA/Dice hätte man auch profitableres erwarten können als Battlefront 2.
Nein, ich rechne nicht mit einem Ende von Bioware, wenn Anthem floppen sollte, weil ich nicht davon ausgehe, dass Anthem floppen wird. Bioware wird ein grundsolides Spiel abliefern, technisch sauber und geleckt bis zur Perfektion. Wie man es normalerweise von Bioware kennt. Ja, es wird DLCs geben, es wird mit Sicherheit die übliche Ingame-Monetarisierung geben. Man wird mit viel Marketing die Leute heiß machen, man wird DLC und Lootboxing etwas (!) zurückfahren, man wird auf Nummer Sicher gehen. Anthem wird erscheinen und einen ordentlichen Start für eine neue IP hinlegen. So berechenbar ist der Massenmarkt mittlerweile geworden. Man wird Anthem 2 machen ... und erst DANN wird sich entscheiden, wie es mit Bioware weitergeht. Kann Anthem der Dauerbrenner werden, der Anthem werden soll? Kann man Destiny Paroli bieten? Die Nachfrage nach solchen Spielen ist ja da, man muss sie nur abdecken können.
Keine Frage. Aber noch nicht ... noch nicht.Der Tag für Biowares Beerdigung wird schon noch früh genug kommen.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Wenn ich nicht wüsste, dass CDPR und Bethesda finanziell gut aufgestellt sind, würde ich mir ernsthaft sorgen machen.Lebensmittelspekulant hat geschrieben: ↑25.01.2018 17:02
Für EA zu klein, zu unbekannt, nicht schockierend genug. Das muss schon eine Firma sein, deren Aufkauf die ganze Spielewelt polarisiert, bis nach Andromeda!
Ich glaub, da gehen die Meinungen auseinander. Natürlich ist die Lore anders, die Welt anders, die Story anders und es gab Steampunkelemente... aber hat sich das Spiel für dich beim Spielen denn dadurch wirklich irgendwie anders angefühlt? Für mich leider nicht, also so gar nicht. Wie gesagt, ich hatte meinen Spaß und hab bekommen, was ich erwartet habe. Was ja immerhin schon mehr ist als bei manch anderem heutigen Produkt. Und gut kopiert ist sicher auch besser als schlecht selbst gemacht. Passt halt für mich nur nicht zu dem "Hoffnungsträger"-Ruf, den die Firma seit einiger Zeit hat.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Ob Du Inquisition eine Chance gibst oder nicht, würde ich von einem ganz einfachen Kriterium abhängig machen: Bist Du willensstark genug, ein RPG mit monströsem Umfang, das zudem eine liebgewonnene Serie fortsetzt, gegebenenfalls auch abzubrechen, wenn Du merkst, dass Du damit zu viel Zeit verschwendest? Ich spiele es nämlich gerade und habe da tatsächlich meine Probleme mit. Ich will die von mir sehr geschätzte Trilogie ja endlich zum Abschluss bringen, will mich also auch mit dem meiner Meinung nach in weiten Teilen misslungenen Inquisition auseinandersetzen. Aber: Das macht leider nach über 100 Spielstunden tatsächlich kaum noch Spaß (zumindest nicht jene Art von Spaß, die ich mir von einem Rollenspiel erhoffe), gleicht vielmehr einer Art von Arbeit. Gigantische Massen von Content wollen bearbeitet werden, die aber letztlich zu 90% lieb- und belanglos sind und mit all dem, was man bis dato an der Reihe mochte, weniger gemeinsam haben, als mit einem x-beliebigen MMO. Was hier dazu geschrieben wurde, stimmt nämlich leider: Inquisition hat starke Momente, aber quantitativ betrachtet wird der absolute Großteil des Spiels von belanglosen Fetchquests ausgemacht. So traurig das auch ist.CryTharsis hat geschrieben: ↑25.01.2018 10:32 Ich sollte Inquisition mal endlich spielen. So weit wie die Meinungen dazu auseinandergehen, bin ich doch sehr neugierig, wie`s denn so ist.
Es wäre schön, wenn die von Dir empfohlene Herangehensweise funktionierte, aber das tut sie meinem momentanen Kenntnisstand nach nicht, weil in sehr vielen Fällen bei Questbeginn überhaupt nicht transparent ist, was jetzt eine interessante Storyquest werden könnte, und was letztlich schlecht inszenierte Beschäftigungsmaßnahme bleiben wird. Es gibt riesige Gebiete im Spiel, bei denen man zunächst denken würde "Wenn die keine die Hauptstory betreffende Relevanz hätten, dann wären diese sehr großen Levels wohl kaum in diesem Detailreichtum eingearbeitet worden" - und was muss man dann feststellen? Pustekuchen! Alles nur bildschöne Kulisse für die belanglosesten Sammelquests der Studiogeschichte, jedoch weit und breit keine Spannung, keine Storyentwicklung, keine interessanten Ereignisse, noch nichteinmal eine gute Dialoge. Es ist ein Jammer.NewRaven hat geschrieben: ↑25.01.2018 14:52 Und nochmal kurz zu Bioware beziehungsweise DA:I... wie schon gesagt, da ist verdammt viel "Filler"-Müll im Spiel. Kram, der einen wirklich das Gefühl gibt, ein Offline-MMO zu spielen. Und das ist scheiße. Seh ich auch so. Was aber gern verschwiegen wird, wenn es um DA:I geht, ist eben, dass dieser Kram optional ist... spielst du einigermaßen zielstrebig die wichtigeren Quests (HQ, Charakter-Quests, große Nebenquests) kommst du fast gar nicht mit diesem Mist in Kontakt, denn es gibt nicht einmal eine handvoll Momente, wo dich das Spiel wegen dem blöden Kartentisch für eine dieser wichtigen Queststränge zum Grind zwingt.
Insofern kann ich mich dem Argument "Ist alles optional" hier nicht anschließen. Das Spiel hat viele gute Ansätze (gute Charaktere, super Grafik und Musik, wunderschöne Landschaft und Architektur, ein paar fetzig inszenierte Storysequenzen) - aber sie stellen quantitativ nur einen Bruchteil des Spielerlebnisses, gegenüber dem allgegenwärtigen Bombardement mit Aufforderungen, sich mit irgendwelchem uninteressanten Kleinklein auseinanderzusetzen.
Ich bin ja grundsätzlich großer Fan von Bioware. Gameplaymäßig war ich mit ihren Spielen immer sehr zufrieden, bis auf Inquisition halt. Das mit den "durchschnittlichen Geschichten" ist jedoch nicht von der Hand zu weisen, zumindest was die beiden großen Serien Mass Effect (mit Ausnahme des ersten Teils) und Dragon Age (mit Ausnahme des Zweiten) anbelangt.
Mass Effect 2 und 3 sowie Dragon Age 1 und 3 folgen jeweils einem denkbar simplen, ziemlich unkreativen Storyschema: Am Anfang steht eine oftmals wenig originelle, ziemlich generische Bedrohung (Blight, Kollektoren, Reaperangriff auf Erde, etc.) die sich das komplette Spiel über überhaupt nicht wesentlich entwickelt oder verändert. Man hat von Anfang an ein klares Storyziel vor Augen, welches dann halt ohne große Überraschungen abgearbeitet wird. Als "gute Story" gilt mir sowas nicht, dazu fehlen mindestens zwei-drei Peripetien bzw. Wendungen pro Spiel, sowie deutlich mehr Fokus auf das Geheimnisvolle, auf spannende und unvorhergesehene Entwicklungen, die den Spieler bei der Stange halten und ihn in einen ständigen Zustand des "Ich will wissen, wie es weitergeht" versetzen.
Dennoch spricht mich das Writing dieser Spiele im Großen und Ganzen an, da die kleinen Teilgeschichten, die im Rahmen dieser eher langweiligen Hauptstories erzählt werden, dafür in der Regel umso liebevoller und detaillierter gestaltet sind. Und spannend sind diese ja oftmals auch, allein schon durch die häufig anzutreffende Ergebnisoffenheit. Steht aber leider eher in Kontrast zur eher einfallslosen Routiniertheit der Hauptquests. Gute bis sehr gute Spiele sind es für mich (von Inquisition einmal abgesehen) dann aber insgesamt schon.
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Larian ist wirklich noch zu klein, aber bei den anderen beiden darf man sich ruhig schonmal Sorgen machen. Die können finanziell noch so abgesichert sein, wenn EA mit dem richtigen Geldbetrag lockt kann jeder Anteilseigner schwach werden.NewRaven hat geschrieben: ↑25.01.2018 17:35 Wenn ich nicht wüsste, dass CDPR und Bethesda finanziell gut aufgestellt sind, würde ich mir ernsthaft sorgen machen. Moment... da bleibt ja noch Larian... aber die haben es bisher auch immer geschafft, weitestgehend unabhängig und oft unter dem Radar zu agieren und sind auch zu klein
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Re: BioWare-Gerüchte: Zukunft des Studios hängt von Anthem ab; Verschiebung auf 2019; Neustart von Dragon Age
Ich kaufe grundsätzlich nichts wo EA draufsteht.
Kann Bioware daher auch nicht weiter unterstützen.
Sorry. RIP.
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