Final Fantasy 15: "Besserwisser-Krankheit" im Team und bei Fans ist laut Director Tabata schädlich für den Serienerfolg

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VincentValentine
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Re: Final Fantasy 15: "Besserwisser-Krankheit" im Team und bei Fans ist laut Director Tabata schädlich für den Serienerf

Beitrag von VincentValentine »

SethSteiner hat geschrieben:Nein, sollte man nicht, es sei denn man denkt in Stereotypen. Deine PR Aussage widerspricht dir auch recht deutlich, wo sie doch klarmacht, dass man im Ausland 50% mehr Einheiten umgesetzt hat als im Heimatland.
Ich verstehe nicht wirklich deinen Denkweise.
Das ein einziges Land so viele Einheiten absetzt, wie der gesamte Westen zusammen ist für dich kein bedeutsamer Faktor?
Du weißt schon das man den Westen noch mal unterteilen muss in Europa und Nord Amerika?

IM falle von Tales of z.b muss Namco Europe und Namco NA die Spiele seperat vermarkten (Kosten)
Die Lokalisierung im Westen ist ja auch für Regionen unterschiedlich (Texte - Deutsch, Französisch usw) (Kosten)
Die Auslieferung beträgt natürlich mehr Kosten als das Spiel im eigenen Land

Das sind alles Kosten die somit den Erfolg im Westen schmälern und somit sind z.b die 600k aus dem Westen nicht gleichzusetzten mit 400k aus Japan (zumal es eher selten auftriff das ein Spiel im Westen erfolgreicher ist als in Japan - in der heutigen Zeit - bei solchen Titeln)
Erst Mal in Japan zu testen, ob es woanders ankommt widerspricht auch deinem Klischeedenken (Test fürs Ausland, statt Spiel fürs Inland) ist aber auch an sich eine ziemlich dämliche Methode, da man so ja deutlich länger mit einem Titel beschäftigt ist und mehr Geld ausgeben muss, während man sich bei einem gleichzeitigen globalen Release im Anschluss (von Patches abgesehen) ohne eine derartige Strategie direkt auf neue Projekte konzentrieren kann
Oh mein Gott. Solche Aussgen stammen von japanischen Direktoren selbst und sind kein Klischedenken meinerseits.
Hideo Baba sagte z.b damals, das man erstmal den Erfolg in Japan abwarten müsse, bevor man sich mit einem westlichen Release beschäftigt. Etwas ähnliches sagte Matsuda aus Square Enix

Spiele wie Yokai Watch, Ni No Kuni, Dragon Quest, Tales Of, Star Ocean etc. bekamen ihre westliche Lokalizierung erst nachdem das Spiel in Japan draußen war und kamen demenstprechend auch später im Westen raus.

Sicherlich trifft das nicht auf alle Spiele zu, aber bei Nischen Titeln oder Spielen die generell auf den japanischen Markt gerichtet sind schon.
Wenn ich mir jetzt die Zahlen von Tales of bei VGChartz anschaue, die zwar nicht sonderlich seriös sind aber die einzige Quelle die ich habe, dann sieht es eher so aus, dass die Zahlen sich ziemlich ähnlich sind und mal in Japan, mal im Ausland höher sind. Dazu ist natürlich auch die Zeitperiode entscheidend
Wie du schon selbst schreibst - die Zeitperiode ist entscheidend.

Die letzten Tales of Spiele - Zestiria, Xillia 2, Xillia, Graces F haben sich alle in Japan besser verkauft als in allen westlichen Regionen zusammen.




Letztendlich wirfst du mir PR Aussagen und Klischeedenken vor, und dabei bist du es selbst der der alles aus dem Bauch heraus, ohne Hintergrundwissen und Fakten rausplappert.

Es ist FAKT das die von mir gennante Spiele später im Westen erscheinen als in Japan - es ist Fakt das es von Direktoren selbst diesbezüglich Aussagen gab. Es ist Fakt das die meisten JRPG Spiele im Japan so viel/mehr Umsatz erzielen als in westlichen Ländern zusammen.

Aber hey lass mich raten, die machen das alles nur zum Spaß - wenn sie Games wie Yokai Watch viel Später im Westen Releasen. Du Experte wirst da wohl mehr Ahnung haben
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SethSteiner
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Re: Final Fantasy 15: "Besserwisser-Krankheit" im Team und bei Fans ist laut Director Tabata schädlich für den Serienerf

Beitrag von SethSteiner »

Natürlich ist ein Land, das ungefähr genausoviele Einheiten absetzt, wie das Ausland insgesamt, ein Faktor aber eben nicht der einzige. Man kann genug Gründe dafür finden, warum das so ist und muss dafür nicht in die Klischeekiste alà "Das sind Japsenspiele für Japsen, daher kaufen sie Japsen" greifen. Gute Verkaufszahlen im Ausland sprechen da nun Mal eine deutliche Sprache, dass da offensichtlich Rundaugen und lange Nasen nicht automatisch zu Desinteresse führen. Natürlich gibt es Mehrkosten, die werden aber auch gar nicht negiert und entstehen bei Expansion immer. Dass japanische Direktoren solche Aussagen treffen ist irrelevant, schließlich führt gibt ihnen ihr Posten keine magischen Kräfte, durch die sie mehr Durchblick hätten als jeder andere Mensch. Nintendo aber natürlich vor allem Sega sind dafür ja Musterbeispiele. Die japanische Tendenz abzuwarten und dem Heimmarkt höchste Priorität einzuräumen, führen letztendlich zu Trägheit und Ignoranz, was natürlich seinerseits wieder Auswirkungen auf Verkaufszahlen haben kann, falls es sie überhaupt gibt. Ich sage nebenbei gar nicht, dass man nicht abwartet, sondern dass Japan bei der Denke, dass man für Japan produziert, kein Testballon für das Ausland sein kann. Stattdessen macht es mehr Sinn, dass die Unternehmen das Ausland bei jedem einzelnen Produkt als Risikoinvestition interpretieren, nach dem sie sich schon mal mit dem für sie einzig relevanten Markt, festen Boden unter den Füßen gesichert haben.

Was nun die Zahlen von Tales of angeht, ist die Aussage "sie haben sich besser verkauft als in allen anderen Regionen zusammen!" etwas irreführend. Xilia2 hat sich insgesamt 420k mal verkauft, in Japan 450k. Ein Unterschied von gerade mal 30k Einheiten. Xilia 570k gegen 670k ist natürlich mit 100k eine Größere Differenz, da hat 2011 japan deutlich besser abgeschnitten. Bei Zestiria es sich mit insg. (PS3+PS4) mit 510k im Ausland besser verkauft als in Japan mit 410k. Bei Gaces F mit 480k gegen 440k steht das Ausland auch besser gegen Japan da. Wie gesagt, VGChartz ist ziemlich unzuverlässig aber nach deren Zahlen ist ungefähr 50/50 eigentlich die beste Aussage die man treffen kann.

Deine Fakten dagegen sind Fakten die ich gar nichta bspreche oder die keine Fakten sind. Dass Spiele später im Westen erscheinen ist bekannt und ist gerade ein großer Kritikpunkt. Dass Spiele in Japan mehr Umsatz erzielen als im Westen wird durch die Zahlen nicht gestützt und am wenigsten kann man sagen, dass es an mangelnden Interesse liegen würde.

Und nein, ich sage sicher nicht, dass man das zum Spaß macht. Ich meine dass es für diese Politik viele Faktoren gibt, diese Politik aber nicht alternativlos wäre. Ich bin niemand der Firmen für Unfehlbar hält und dementsprechend alles was sie tun für richtig und notwendig.