Sir Richfield hat geschrieben:
Wenn aber einer NEU anfängt, dann würde ich auch dazu raten. Alleine die Einstiegshürde, ein Objekt zu wählen, zeigt schon, wie ernst man es meint.
[...]
Der Sprung ins Professionelle könnte dann spannend werden, irgendwann muss man sich halt den Workflow der Autodesk Produkte aneigenen...
Ich wäre heute froh, ich könnte Blender... Hab mich aber damals in 3d max reingefuchst und jetzt fällt's natürlich schwer, 'nen Chef zu überreden, dass er 4.000€ bzw, 200€ (?) monatlich abdrückt, damit ich mir ab und zu selbst helfen kann, ein Model zu bauen oder zu editieren.
Also eigentlich wär es für so Ab-Und-Zu-User imo total empfehlenswert.
Einem angehenden Artist würd' ICH es immer noch nicht raten - wie gesagt... irgendwann beginnt die Jobsuche und dann sieht er aus wie der letzte Kack-Noob mit seinen Blender-Kenntnissen (ganz egal ob gerechtfertigt oder nicht).
Und die Umgewöhnung an 'ne völlig andere UI... ist dann vermutlich schon krass... grad wenn man 'nem Artist mal über die Schulter guckt... was der für'ne Klickrate an den Tag legt. Da denkste, da sitzt'n Industrieroboter.
Wärest du damit nicht genau die Sorte Mensch, die ich leicht romantisch verklärt habe? Ob du deine Programmierung jetzt proprietär verkaufen lässt, ist ja egal, aber du wirst ja nicht laufend das Rad neu erfinden, sondern dich mit anderen austauschen. (Und nicht zuletzt im Internet gucken, was andere Coder so treiben).
Klar... aber ich schau mir jetzt nie die Sourcen von irgendwelchen Open Source Programmen an.
(Hab ich zuletzt zu Studentenzeiten gemacht, wenn mein Scheiß nicht lief, weil irgendwelche "tollen" libs verbuggt waren)
Wo ich Open Source richtig schätze, ist in kleineren genialen Ideen, die dann von anderen verwendet werden.
z.B. Mikktspace. Eine Library, die einen Standard schafft wie Normal Maps erzeugt und interpretiert werden.
Wird/wurde in UE4, Unity5, Substance Painter, xNormal, Blender,... eingebaut, so dass man sich keinen Kopp mehr machen muss, wer jetzt wie/was interpretiert, da nun alle Normal Maps auf dieselbe Art und Weise erzeugen und interpretieren. Toll. Ein Pain in the Ass weniger.
Bei größeren Projekten wird's hingegen meist frickelig... und an UI und Usability merkt man leider zu oft, dass da fast nur Coder dran sitzen - mit wenig Sinn für "Schnickschnack". Dazu sind die meisten IT-ler nicht gerade mit Social Skills gesegnet - wenn's mal kracht, dann kracht's gewaltig. Anders als in 'ner Firma ist dann auch kein Mediator in Sicht und plötzlich sind ganz viele Köppe aus dem Projekt draußen. Und die Lust Dritter, sich in ein vorhandenes Projekt einzuarbeiten ist meist recht minimal... will doch jeder was eigenes und vorhandener Code von anderen Leuten ist eh immer ganz furchtbar schlecht.
PS: Mir kann man auch erzählen, was man will. Ich messe ein CAD Programm daran, wie sehr der AutoCad Mechanical Desktop Workflow (Die brauchbare und damit unverschämt Teure Variante von ACAD) kopiert wird.

Autodesk ist der Teufel.