greenelve hat geschrieben:Es soll derzeit eine gute Batmanserie ohne Batman geben. Angeblich hat die Walking Dead Serie Figuren, die in der Vorlage gar nicht vorkommen, und trotzdem von den Fans angenommen und gefeiert werden. Dinge gibts in der künstlicherischen Freiheit...
Diese Serie soll aber eher vor Batman spielen und nicht ohne.
Die Stadt Gotham City hat den vielen Comics in denen sie Schauplatz war durchaus ne eigene Geschichte bekommen. Und Batman ist zwar der berühmteste aber nicht der einzige Held der in Gotham aktiv ist bzw. war. Auch Frank Millers Batman: Year One war eher ne James Gordon als ne Batman Story. Es gibt da also durchaus Material mit dem man Arbeiten kann auch wenn die Macher der Serie scheinbar lieber Batman Material verarbeiten. Naja, solang es nicht so ausartet wie in den späteren Smallville Staffeln bei denen man sich irgendwie nicht entscheiden konnte ob man ne Serie über Clark Kent bevor er Superman wird macht oder ne Superman Serie.
Gotham spielt zur Kindheit von Bruce Wayne, kurz nachdem seine Eltern erschossen wurden. Frei erfunden ist dabei die Geschichte von Bullock und Gordon, denn die wurde zu dieser Periode nie in den Comics thematisiert. Oder der Pinguin, der ein "normaler" Mensch ist und sich als junger Mann in die Politik einbaut, wodurch er später sein Verbrecherimperium errichtet. Und es wird ausführlich gezeigt, wie Alfred den kleinen Bruce erzogen hat.
Vom Universum her ist es Batman, nur eben ohne Batman. Wie du sagst, gab es das bereits in den Comics. Und in der Serie Gotham wird dies noch weiter ausgereizt.
ps:
Die Kindheit von Bruce als Batmanserie wurde auch ausgesucht, weil sie als Live-Action-Serie gut funktioniert. Man hat Stoff für Jahre - eben bis er über die Pubertät hinaus ist und tatsächlich Batman wird - und man kann sich kostengünstig auf die persönlichen Dramen der Figuren konzentrieren. (Hey, was allein die Pubertät hergibt...ein Junge mit Gefühlschaos, bei dem sich bereits der Wille und die Wandlung zum dunklen Ritter anbahnt, mitsamt Entdeckung von Mädchen und Sexualität)
Die Kindheit von Bruce als Batmanserie wurde auch ausgesucht, weil sie als Live-Action-Serie gut funktioniert. Man hat Stoff für Jahre - eben bis er über die Pubertät hinaus ist und tatsächlich Batman wird - und man kann sich kostengünstig auf die persönlichen Dramen der Figuren konzentrieren. (Hey, was allein die Pubertät hergibt...ein Junge mit Gefühlschaos, bei dem sich bereits der Wille und die Wandlung zum dunklen Ritter anbahnt, mitsamt Entdeckung von Mädchen und Sexualität)
Ja aber das ist eben der Unterschied zwischen einer Batman Serie ohne Batman und einer Gotham Serie vor Batman.
In letzterem kann man die Grundsteine des späteren Mythos beleuchten, üblicherweise gibts immer wieder erste Vorzeichen zum späteren Geschehen. Wie es aussieht wird so ziemlich jeder berühmte Schurke schon mal als junge Version gezeigt.
Ich erinnere mich noch grob an Birds of Prey, die Serie spielte in Gotham während Batman und Joker verschwunden sind, das wäre für mich von der Grundidee her eher ne Batman Serie ohne Batman, ich muss aber dazu sagen dass die Grundidee das einzige ist woran ich mich bei der Serie erinnere.
@AlastorD
Bei der Zelda Serie hätte man die Möglichkeit den Weg von Ganondorf zu beleuchten, wie er an die Macht über Hyrule kam. Aus politischer Sicht.
Die Vorzeichen auf späteres Geschehen...das ist aber typisch in den Serien...damit schlägt man mehrere Fliegen auf einmal. Man hält die Fans bei der Stange, denn sie bekommen Figuren, die sie aus den Comics kennen und mögen, man kann auf ikonische Figuren zurückgreifen und muss kein Risiko eingehen, sich selber welche auszudenken und, nicht zu vergessen, man weist immer wieder darauf hin, in welchem Universum die Serie spielt. Einzig der kreative Prozess die Figuren in die Serie passend einzubinden ist vorhanden.
Rein logisch betrachtet ist es allerdings leicht sinnlos, da sich die Charaktere dann alle schon im Jugendalter begegnen, sich aber später als Erwachsene - in Comics und Co. - nicht mehr daran erinnern.
Aber das ist die künsterlische Freiheit, losgelöst von der Vorlage, eine eigene Geschichte erzählen zu können. Eine solche TV Serie steht nicht im Kontext zur Kontinuität der Vorlage. Deswegen kann man auch auf einige Kennzeichen der Vorlage verzichten oder sie als Fanservice einbauen.
@SethSteiner
Smallville bedient sich auch nur der Thematik. Es gab auch schon Superboy als Live-Action-Serie. Als Jugendlicher, bevor er zum Mann wurde, war Clark Kent ein "Junge". Die Jugendzeit zu beleuchten, wenn der Held seine Kräfte erst entwickelt und mit den Tücken des Erwachsenwerdens zu kämpfen hat, ist auch eine gute Möglichkeit das, im Vergleich zu Filmen, geringe Budget zu kaschieren.
Auf Zelda übertragen könnte man in der Serie die Logik des ständigen Auserwählten hinterfragen, der im Alleingang die Welt rettet. In Nolans Batman Filmen gibt es diese Hinterfragung ebenfalls, die durch Symbolismus gelöst wurde: Batman ist nicht der Held, er ist nur ein Symbol. Ein Symbol, dass die Stadt brauchte.
Damit löst man in der Serie das Problem den Helden und die Dungeons Indiana-Jones-like einzubinden. Und kann sich mehr auf die Politik und die persönlichen Dramen konzentrieren.
Bei Zelda hab ich halt das Problem das es kaum etwas gibt das noch nicht beleuchtet wurde.
Ganondorf etwa kam an die Macht weil es bei den Gerudo so Brauch ist das der einzige Mann der Boss ist.
Seine Motive wurden ebenfalls schon erklärt und man ging sogar noch weiter zurück mit Demise's Fluch.
Das interessatneste wäre meiner Meinung nach die Vorgeschichte aus A Link to the Past, der imprisoning war.
Man sollte nur Ocarina of Time dafür ganz ignorieren.
AlastorD hat geschrieben:Bei Zelda hab ich halt das Problem das es kaum etwas gibt das noch nicht beleuchtet wurde.
Ganondorf etwa kam an die Macht weil es bei den Gerudo so Brauch ist das der einzige Mann der Boss ist.
Seine Motive wurden ebenfalls schon erklärt und man ging sogar noch weiter zurück mit Demise's Fluch.
Das interessatneste wäre meiner Meinung nach die Vorgeschichte aus A Link to the Past, der imprisoning war.
Man sollte nur Ocarina of Time dafür ganz ignorieren.
Ich glaube da denkst du jetzt zu nerdig, denn eine Serie ist für ein breites Publikum und da ist es völlig egal was schon beleuchtet wurde. Das besage Game of Thrones erzählt ja auch die Handlung der Bücher nach und nicht etwas völlig anderes. :wink:
Es ist halt so, wenn man schon das was Zelda ausmacht nicht so rüberbringen kann wie das Spiel, nämlich das Gameplay, dann doch wenigstens etwas dass den Spieler schon immer interessiert hat aber nie genau beleuchtet wurde.
Klar wollen sie ein breites Publikum ansprechen aber wenn man eine Marke wie Zelda verfilmt dann doch mit dem Hintergedanken die Fans anzulocken.
Warum nich? Von Netflix kam bis jetzt nur sehr gutes und Zelda bietet ja nun genügend Stoff um ne spannende Geschichte zu erzählen. Abenteuer, Action, schwarze Magie, Monster, Drachen und Fantasy
Hauptsache sie lassen bei Link diesen dümmlichen Hut weg, in echt sieht der ziemlich banane aus ^^
Ridley Scotts Meisterwerk "Legende" hat mich immer irgendwie an die Zelda-Spiele erinnert. Eine Umsetzung auf diesem Niveau, das wär mal was. Aber mit solchen Erwartungen sollte ich mich wohl besser zurückhalten.
Wer derben Humor mag und Zelda auch schon (spätestens) auf dem SNES kannte, sollte sich auch unbedingt mal "Legend of Neil" zu Gemüte führen.