Das Spiel an sich war völlig in Ordnung.BlueBlur hat geschrieben:Don't you dare call out this name! *wimmer*
Grauenhaftes Spiel...
Die Darstellung der Geschichte war... fragwürdig.
Ich stelle mir gerade die Frage, ob sie ein wenig besser gewesen wäre, wenn man für die Lokalisierung jemanden hätte Regie führen können, der sich mit der englischen Sprache auskennt.
Die Monotonie ist ja gewollt und die Idee dahinter war wahrscheinlich auch richtig. Nur klingt das für "uns" scheisse.... Richtig Scheisse...
Die Konzepte der Story an sich fand ich ja grundsätzlich interessant. Spätestens seit Metroid 2 "wissen" wir ja, dass Samus nur nicht Kaugummi kaut und Ärsche tritt, sondern sowas wie "Gnade" für einen Gegner empfinden kann. Besonders für einen im "Baby" Stadium, der das erstbeste, was er sieht, für seine Mutter hält (warum auch immer, aber die Chozo kann man ja nicht mehr fragen).
In Super Metroid macht sich diese "Gnade" ja mehr als bezahlt, da das o.a. Baby Mother Brain angreift, um seine "Mutter" zu schützen.
Also die Story war schon weit vor Other M da.
Weil Samus, wie Ripley, nicht nur Level 11 Badass ist, sondern halt auch eine Frau (und Mutter).
Man kann sich über die Darstellung streiten, aber im Grunde (wenn auch vieles nachträglich geschrieben wurde) wischt Samus mit allen Lara Croft Iterationen den Boden auf, sie war die erste, sie hat eine ernsthaft beschissene Kindheit hinter sich, sie hat gedient, ihren Vaterersatz verloren, ihr Dinogegner kann fliegen und will. einfach. nicht. sterben, ihre "Erzieher" sind ausgestorben, ihre gesamte Umgebung ist von Alien inspiriert, was wiederum von den Alpträumen eines Schweizers inspiriert ist und wenn man von denen sagt, dass sie heftigste Vergewaltigungsuntertöne hat, dann ist das der Euphemismus vor dem Herrn....
Und trotzdem steht sie jeden Morgen auf, um Ärsche zu treten.
Die Idee, dass Frau Aran auch Gefühle hat (Baby, PTSD bei Ridley, Adams Helm), macht Samus doch erst zu einem "echten" Charakter, der sich von Peach dadurch abhebt, dass er deutlich mehr Tiefe hat.
Wobei ich - und das kann jetzt check your privilege sein - keine großen Probleme im Mario Universum sehe.
Ja, Mann rettet Frau ist ein Klischee sonder gleichen und ist natürlich ein Puzzleteil im Problem der Sicht auf Geschlechter, aber zum einen ist der Mann hier ein Klempner und kein Prinz, also schon deutlich geerdeter, zum anderen sind Peach, Daisy und neuerdings auch Rosalina entweder gleichberechtigt an den Freizeitaktivitäten beteiligt oder kämpfen selber mit, wenn Bowser mal was anderes tut als Peach zu entführen. (Wobei die Feen bei NSMB3DWUoderwieauchimmer "natürlich" auch wieder Frauen sind.
Bei Mario finde ich den Rassismus gegenüber den Toads viel schlimmer.
