Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwelt", "tolle Missionen", "ziemlich frauenfeindlich" und "furchtbare Charaktere"

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Darnsinn
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Darnsinn »

adventureFAN hat geschrieben:Das war keine Argumentation, nicht alles muss ein "Argument" sein.
Es war eine versteckte Aufforderung ;D
Ok, Punkt für dich :-) Ich fordere die Thailänder dann auf selbiges zu tun.
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3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von 3nfant 7errible »

Kajetan hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:Und kriminelle benötigen nicht wirklich eine grossartige Motivation. Sie sind asozial, egoistisch und streben nur nach pers. Macht, Vergnügen und Reichtum, oder machen Dinge, einfach weil sie es können. Wär ja noch schöner, wenn man das ganze irgendwie legitimieren könnte :o
Ok, vielleicht beim kleinen Oliver Twist, der in seinen Lumpen nen Apfel klaut, aber sonst? :Häschen:
Ok, dann aber brauchen die Housers ja nicht so tun, als ob GTA großartiges Storytelling wäre, nicht?

Kriminelle sind nicht von Natur aus "böse", sie haben alle ihre Gründe. "Der Pate" wäre nicht der großartige Roman und Film, der er nunmal ist, wenn man einfach nur beschrieben hätte, wie da ein paar Mafiosi sich gegenseitig über den Haufen knallen. Hier wurde beschrieben, WARUM die Leute das getan haben, was sie getan haben. Man musste das nicht gut finden, aber man konnte es nachvollziehen. Und genau diese Nachvollziehbarkeit unterscheidet großartiges Storytelling von einem simplen Nachäffen bestimmter Formeln.

Ob GTA5 das tut oder nicht ... ich weiß es nicht. Und ganz ehrlich, es ist GTA, es interessiert mich auch nicht soooo sonderlich. Ich finde nur die Diskussion hier ganz interessant, weil sie bis auf wenige Ausnahmen auf das sonst bei diesen Themen übliche testosteron-geschwängerte Angepampe auskommt. Siehe zum Beispiel der schier unglaubliche Shitstorm, der über eine US-Reviewerin (natürlich eine Frau, was denn sonst! :) ) in den letzten Tagen hereingebrochen ist, weil sie es wagte zu kritisieren, wie frauenfeindlich sich viele männliche Charaktere in GTA5 verhalten würden. Ich selbst kann dazu nicht viel sagen, ausser: Gerade weil GTA ja realistisch sein will, passt es wie die Faust aufs Auge, dass nicht wenige GTA-Fans offenbar geradezu pathologische Frauenfeinde sind. Das ist so, das ist Realität :)

Zu gutem Storytelling gehört mehr, und nein, ab irgendeinem Zeitpunkt ist es nicht mehr nachvollziehbar, wieso jemand immer noch weiter stiehlt, betrügt, erpresst, mit Drogen handelt und Menschen tötet, selbst wenn er es schon lange nicht mehr nötig hat, es eigentlich schon längst "geschafft" hat. Ausser dass er immer noch mehr und noch mehr will, und es liebt oder sich zumindest daran gewöhnt hat diese Macht und Terror auf andere Menschen auszuüben. Oder was ist mit diesen ganzen Steuerhinterzieher Millionären, wieso machen die das noch??

Übrigens, obwohl ich dabei bleibe, dass die genannten gute Filme sind, so gibt es dennoch die Ansicht, dass sie gefährlich romantisierend sind, weil die Wirklichkeit weit weniger edel und "ehrenhaft" ist.
Soviel ich weiss, sind zb in Italien auch viele Sachen, die die Mafia romantisieren, verboten, so wie in Deutschland viele Nazi-Sachen verboten sind, die in anderen Ländern frei erhältlich sind.
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TheDinoMan
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von TheDinoMan »

Der Test von The Escapist ist bisher der Beste den ich zu dem Spiel gelesen habe.

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man als Erwachsener Mensch ein Singleplayer Game in den Himmel loben kann, bei dem man ohne jegliche Moral, ohne jemals zu hinterfragen, ohne ethische Werte, Menschen zum Vergnügen auf brutale Weise tötet, ausraubt und verprügelt.
Wie jemandem guten Gewissens so etwas Spaß machen kann, bleibt mir ein Rätsel. All jene sollten sich mal fragen, warum sie Gefallen daran finden. Und solche Kommentare wie "Es ist nur ein Spiel.", "Ich will von der stressigen Arbeit abschalten." oder "Nimm doch nicht alles so ernst." sind ziemlich schwache Argumente.

Die Charaktere in GTA sind alle egoistisch, habgierig und machthungrig. Sie haben kein höheres Ziel, keine Ideale, keine Werte für die es sich "zu töten lohnt". Nein, sie wollen sich die Taschen nur mit Geld vollstopfen und gehen dafür wortwörtlich über Leichen. Wer sich mit so einer Figur identifizieren kann, bitte. Ich kann es jedenfalls nicht. Wie können wir uns anmaßen, unseren Kindern Dinge wie Moral, Fleiß und Anstand zu lehren, und gleichzeitig dieses Spiel spielen.

Das Spiel außerhalb der Story mag ja schön und gut sein, das bestreite ich nicht. Aber durch die oben genannten Gründe ist es für mich unspielbar.


Ich weiß, gleich werde ich beleidigt, gebasht und gedisst, weil das nunmal so üblich ist, wenn man das große GTA 5 anzweifelt. Trotzdem wollte ich das mal loswerden.
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Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Kajetan »

Spike vs Zombies hat geschrieben:Das kann 4players doch bestimmt unterbieten. :D
Ich bin mir sicher, in der Redaktion wird gerade ausdiskutiert, ob man spasseshalber für einige Stunden eine Scherz-Review mit nur 7% einstellt. Geschrieben von Mourad im Stile der Acker-Sim-Spiele. Nur so. Um da draussen einige Köpfe explodieren zu lassen.
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

IEP hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: So wie ich die Escapist Kritik gelesen habe, ist das mehr als Kritik an "schlampigem" und uninspririertem Storytelling, sondern auch deutliche Moralkritik. Es ist explizit die Rede von einem "moralisch verwerflichen Script" und von Abschaum-Charakteren, "mit denen man keine 5 Minuten verbringen möchte". Das eine kann das andere natürlich begünstigen, aber die Moralkomponente ist kaum zu überlesen. Was ja auch nicht wild ist, schließlich muss auch ein ehrwürdiges GTA nicht überall mit 10/10 quasi kritiklos als perfektes Spiel durchgewunken werden.
Was für den einen ein Negativpunkt ist, ist für den anderen vielleicht ein Pluspunkt. Wie zum Beispiel Abschaum zu spielen. Für mich etwas ungewöhnliches, weil selten gut rübergebrachtes, Feature. Ein positives Feature in meinen Augen. Im echten Leben bin ich viel zu nett, virtuell will ich nicht auch noch nett sein. Wenn's nach mir ginge, gäbe es mehr spielbare Arschlöcher.
Und wie schon gesagt, kann ich durchaus verstehen, wenn einer partout nicht mit solchen Charakteren sympathisieren kann oder will. Ist für mich kein Problem, wenn das einer schlecht findet.
Aber trotzdem habe ich genau das von GTA erwartet.
Wäre jetzt vermutlich auch nicht mein vorrangiger Kritikschwerpunkt gewesen, gerade bei einem Franchise mit solch einem kranken Anarcho-Soziopathen-Background wie GTA. Aber vermutlich hat ein irgendwie doch sympathischer Nico Bellic, der ja auch für den moralisch integren Spieler noch irgendwie glaubhaft desillusioniert und in den kriminellen Sumpf geraten ist (aka "erwachsenes" Gangster-Epos, gilt auch für die herausragenden DLC-Erweiterungen), Begehrlichkeiten an das Identifikationspotenzial von Story und Charakteren geweckt, so dass man nun (zumindest bei Escapist) enttäuscht war, dass man es vornehmlich mit sadistischen, egomanischen und kranken Drecksäcken zu tun zu hat, die eher zu - sich an voyeuristischer Gewalt aufgeilenden - Torture-Porns als zu epischen Gangster-Dramen passen würden. Mal schauen, wie man das hier im 4P-Test beurteilt und gewichtet. Aber grundsätzlich hat GTA hier ja eigentlich ein festes und äußerst verlässliches Platin-Abo ^^.

@DinoMan: Schöne Predigt :Häschen: Ich werde in mich gehen (gleich morgen :Blauesauge: ).
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3nfant 7errible
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von 3nfant 7errible »

TheDinoMan hat geschrieben:Der Test von The Escapist ist bisher der Beste den ich zu dem Spiel gelesen habe.

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man als Erwachsener Mensch ein Singleplayer Game in den Himmel loben kann, bei dem man ohne jegliche Moral, ohne jemals zu hinterfragen, ohne ethische Werte, Menschen zum Vergnügen auf brutale Weise tötet, ausraubt und verprügelt.
Wie jemandem guten Gewissens so etwas Spaß machen kann, bleibt mir ein Rätsel. All jene sollten sich mal fragen, warum sie Gefallen daran finden. Und solche Kommentare wie "Es ist nur ein Spiel.", "Ich will von der stressigen Arbeit abschalten." oder "Nimm doch nicht alles so ernst." sind ziemlich schwache Argumente.

Die Charaktere in GTA sind alle egoistisch, habgierig und machthungrig. Sie haben kein höheres Ziel, keine Ideale, keine Werte für die es sich "zu töten lohnt". Nein, sie wollen sich die Taschen nur mit Geld vollstopfen und gehen dafür wortwörtlich über Leichen. Wer sich mit so einer Figur identifizieren kann, bitte. Ich kann es jedenfalls nicht. Wie können wir uns anmaßen, unseren Kindern Dinge wie Moral, Fleiß und Anstand zu lehren, und gleichzeitig dieses Spiel spielen.

Das Spiel außerhalb der Story mag ja schön und gut sein, das bestreite ich nicht. Aber durch die oben genannten Gründe ist es für mich unspielbar.


Ich weiß, gleich werde ich beleidigt, gebasht und gedisst, weil das nunmal so üblich ist, wenn man das große GTA 5 anzweifelt. Trotzdem wollte ich das mal loswerden.

weil es vermutlich näher an der Realität ist, als so ein Wischi-Waschi Gangster Spiel, bei dem hinter jeder Aktion eine konstruierte Legitimierung steckt, um es möglichst politisch korrekt zu machen. :P
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adventureFAN
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von adventureFAN »

Was Moral betrifft... solange man es als Erwachsener differenzieren kann, sollte es schon in Ordnung gehen.

Moralisch verwerflich finde ich es eher, wenn man seinen 10 jährigen Kindern GTA5 kauft und sie filmt, während sie unter Tränen das Spiel in den Händen halten und abknutschen und es dann auf YT stellen:
http://www.youtube.com/watch?v=fXXITvH9kqc
Zuletzt geändert von adventureFAN am 17.09.2013 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Shevy-C
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Shevy-C »

TheDinoMan hat geschrieben:Der Test von The Escapist ist bisher der Beste den ich zu dem Spiel gelesen habe.

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man als Erwachsener Mensch ein Singleplayer Game in den Himmel loben kann, bei dem man ohne jegliche Moral, ohne jemals zu hinterfragen, ohne ethische Werte, Menschen zum Vergnügen auf brutale Weise tötet, ausraubt und verprügelt.
Wie jemandem guten Gewissens so etwas Spaß machen kann, bleibt mir ein Rätsel. All jene sollten sich mal fragen, warum sie Gefallen daran finden. Und solche Kommentare wie "Es ist nur ein Spiel.", "Ich will von der stressigen Arbeit abschalten." oder "Nimm doch nicht alles so ernst." sind ziemlich schwache Argumente.

Die Charaktere in GTA sind alle egoistisch, habgierig und machthungrig. Sie haben kein höheres Ziel, keine Ideale, keine Werte für die es sich "zu töten lohnt". Nein, sie wollen sich die Taschen nur mit Geld vollstopfen und gehen dafür wortwörtlich über Leichen. Wer sich mit so einer Figur identifizieren kann, bitte. Ich kann es jedenfalls nicht. Wie können wir uns anmaßen, unseren Kindern Dinge wie Moral, Fleiß und Anstand zu lehren, und gleichzeitig dieses Spiel spielen.

Das Spiel außerhalb der Story mag ja schön und gut sein, das bestreite ich nicht. Aber durch die oben genannten Gründe ist es für mich unspielbar.


Ich weiß, gleich werde ich beleidigt, gebasht und gedisst, weil das nunmal so üblich ist, wenn man das große GTA 5 anzweifelt. Trotzdem wollte ich das mal loswerden.
Dann müsstest du quasi 50% aller Videospiele verteufeln, denn da werden massig "Menschen" aka Pixel umgebracht.

Taschen vollstopfen und "über Leichen gehen"? Willkommen in der realen Welt. Zwar nur sprichwörtlich "über Leichen", aber das was passiert, ist teilweise nur begrenzt besser. Wird einem doch vom Kindesalter an eingebrannt; Erfolg und Ich zähle, der Rest kann bleiben wo er ist. Daher kann ich zumindest die Motive der fiktiven Charaktere nachvollziehen.
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Satus
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Satus »

Kajetan hat geschrieben:
Spike vs Zombies hat geschrieben:Das kann 4players doch bestimmt unterbieten. :D
Ich bin mir sicher, in der Redaktion wird gerade ausdiskutiert, ob man spasseshalber für einige Stunden eine Scherz-Review mit nur 7% einstellt. Geschrieben von Mourad im Stile der Acker-Sim-Spiele. Nur so. Um da draussen einige Köpfe explodieren zu lassen.

Warum nur spasseshalber ? :mrgreen:
Darnsinn
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Darnsinn »

TheDinoMan hat geschrieben:Der Test von The Escapist ist bisher der Beste den ich zu dem Spiel gelesen habe.

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man als Erwachsener Mensch ein Singleplayer Game in den Himmel loben kann, bei dem man ohne jegliche Moral, ohne jemals zu hinterfragen, ohne ethische Werte, Menschen zum Vergnügen auf brutale Weise tötet, ausraubt und verprügelt.
Wie jemandem guten Gewissens so etwas Spaß machen kann, bleibt mir ein Rätsel. All jene sollten sich mal fragen, warum sie Gefallen daran finden. Und solche Kommentare wie "Es ist nur ein Spiel.", "Ich will von der stressigen Arbeit abschalten." oder "Nimm doch nicht alles so ernst." sind ziemlich schwache Argumente.

Die Charaktere in GTA sind alle egoistisch, habgierig und machthungrig. Sie haben kein höheres Ziel, keine Ideale, keine Werte für die es sich "zu töten lohnt". Nein, sie wollen sich die Taschen nur mit Geld vollstopfen und gehen dafür wortwörtlich über Leichen. Wer sich mit so einer Figur identifizieren kann, bitte. Ich kann es jedenfalls nicht. Wie können wir uns anmaßen, unseren Kindern Dinge wie Moral, Fleiß und Anstand zu lehren, und gleichzeitig dieses Spiel spielen.

Das Spiel außerhalb der Story mag ja schön und gut sein, das bestreite ich nicht. Aber durch die oben genannten Gründe ist es für mich unspielbar.


Ich weiß, gleich werde ich beleidigt, gebasht und gedisst, weil das nunmal so üblich ist, wenn man das große GTA 5 anzweifelt. Trotzdem wollte ich das mal loswerden.
Bevor dich jemand beleidigt :-D ich gebe dir völlig Recht, allerdings kann ich mich mit den von dir genannten Dingen arrangieren. Aber eben nur wenn es ins Geschehen passt. Wir können auch Werte lehren und trotzdem in einer virtuellen Welt völlig andere Dinge tun. Dafür ist so eine virtuelle Welt ja da. Viel wichtiger ist es die Leute zu schützen die da noch nicht differenzieren können, eben unsere Kinder. Die sollten nicht dabei sein, wenn wir es spielen und ich sollte mich mit Mama vielleicht nicht am Frühstückstisch darüber austauschen, wie ich mich mit Person XY, erst angefreundet, sie dann hintergangen und sie letzten Endes auf bestialische Weise umgebracht habe.
Und das ist in einem Videospiel für mich der knackende Punkt. Gewaltdarstellung? Gerne! Unmoralische Entscheidungen? Gerne! Aber der Zusammenhang muss eben da sein. Und für mich nachvollziehbar sein. Gerade eine gut ausbalnacierte Story, kann mit extremer Gewalt leben. Falls jemand den Film "Dog bite Dog" kennt. Ein Meisterwerk menschlicher Abgründe, aber bis zum Ende komplett nachvollziehbar, warum die Darsteller so reagieren. So muss Gewalt verpackt sein, damit ich sie ertragen kann.
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Kajetan
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Kajetan »

Scipione hat geschrieben: Zu gutem Storytelling gehört mehr, und nein, ab irgendeinem Zeitpunkt ist es nicht mehr nachvollziehbar, wieso jemand immer noch weiter stiehlt, betrügt, erpresst, mit Drogen handelt und Menschen tötet, selbst wenn er es schon lange nicht mehr nötig hat, es eigentlich schon längst "geschafft" hat. Ausser dass er immer noch mehr und noch mehr will, und es liebt oder sich zumindest daran gewöhnt hat diese Macht und Terror auf andere Menschen auszuüben.
Breaking Bad. Warum macht Walter immer weiter. Wieso machen alle anderen weiter, die mit drin hängen? Warum macht seine Frau weiter, obwohl sie ihren Mann hasst? Ist es nur Angst? Warum lässt sich sein Schwager, der DEA-Beamte von ihm erpressen. Warum lässt sich Jesse immer wieder von Walter breitschlagen? Warum? Und welche Rolle spielen Zufälle und schicksalhaftes Aufeinander- oder eben Nichtaufeinandertreffen? Stichwort "Rosa Teddybär im Pool".

Auf all diese Fragen gibt es Antworten innerhalb der Serie. Weil das Storytelling vom anderen Stern ist! Die Housers können meiner Meinung nach erst dann von "Storytelling" reden, wenn sie Charaktere wie Jesse Pinkman überzeugend darstellen können und nicht immer nur eine Scarface-Variante nach der anderen runternudeln, so bächtig cool und möse diese auch immer in formvollendeter Perfektion präsentiert werden.

Weil, das können sie. Scarface als Videospiel. Das können sie richtig gut.
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adventureFAN
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von adventureFAN »

Breaking Bad! Letzte Folge geguckt? Der ganz große Burner *_*
Noch 2 Folgen ;_;
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Deuterium
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Deuterium »

adventureFAN hat geschrieben:Was Moral betrifft... solange man es als Erwachsener differenzieren kann, sollte es schon in Ordnung gehen.

Moralisch verwerflich finde ich es eher, wenn man seinen 10 jährigen Kindern GTA5 kauft und sie filmt, während sie unter Tränen das Spiel in den Händen halten und abknutschen und es dann auf YT stellen:
http://www.youtube.com/watch?v=fXXITvH9kqc
:D So sieht gute Erziehung aus! Das Balg flennt und motzt? Gebt ihm was es will, damit es die Fresse hält.
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Nevarin
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Nevarin »

Tja was soll man sagen? GTA 5 hat seinen Vorgänger vom Platz gefegt. Punkt.
Darnsinn
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel

Beitrag von Darnsinn »

Oh mein Gott!!! Ist zwar komplett Offtopic, aber da hier der Begriff Seniorgamer fiel...ShadowMan ist auf GOG! Wer braucht dann noch GTA?