Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppern gedacht

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darkmojo
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von darkmojo »

Player 1 hat geschrieben:
just_Edu hat geschrieben:LOL

kaum hat die Horstbox den Schwanz eingezogen, kündigt Saturn nen Ankaufservice für Software und Games und anderen Kram an. Wie geil is das denn?

Namen hab ich vergessen, geht aber so wie ich verstanden habe im Juli los. :mrgreen:

edit: Auf deren Homepage ist sogar schon alles geschaltet...
Und genau dieses parasitäre Verhalten führt überhaupt dazu, dass es diese Diskussion über Gebrauchtware gibt. Als Second Hand ein Synonym für "privat zu privat" war, hat es niemanden gejuckt. Würde ich in der Games-Industrie arbeiten, dann hätte ich auch das Bedürfnis den gewerblichen Gebrauchthandel trockenzulegen. Aber es muss eben ein Modell her, das den Usern nicht schadet. Und das hat Microsoft nicht geschafft.
seh ich absolut genauso ...
schlechte Games die solange einfallslos gestreamlined wurden, dass am Ende blos crap steht ist die eine Sache.
Das Ausmaß in dem Geld im professionellen Second Hand Markt umgesetzt wird is ne ganz andere Nummer.
Gamestop is in meinen Augen auf jeden Fall das allerletzte. Was da auch intern für'n Mist abläuft is einfach lächerlich. Und meiner Meinung nach absolut Schmarotzerhaft...natürlich nutzen sie blos die Kunden aus... ändert für mich aber nix an der aktuellen Dreistigkeit mit der die Kette agiert.
Ich würde ne Regelung zu Gunsten der Hersteller durchaus begrüßen.
Die Diskussion ob den Entwicklern die Kohle überhaupt zusteht lässt sich auch anders betrachten. Wieso sollte sie stattdessen Gamestop zustehen??? Nicht das ich jetzt im speziellen die One verteidigen will..
Das neue Kaufkraft freigesetzt wird ist überhaupt kein Argument gegen einen lizensierten(!) Gebrauchtspielemarkt. (solange der komplett private Trade Bereich nicht eingeschnitten wird) Müsste halt gescheit umgesetzt werden, dann ändert sich im Prinzip für den Endkunden nix.
Einige haben auch (speziell auf die One bezogen) rumgeheult: Neeein das richtet sich nur gegen Spieler!!!!! Sie arbeiten doch mit Gamestop zusammen!!!
Diese ganzen Vorbesteller Boni sollen blos die Erstverkäufe generieren, damit eben nicht jeder auf das Gebrauchte wartet, weil er weis das es kommt.
Der Vergleich mit Gütern wie Autos o.ä. ist auf sovielen Ebenen schwachsinnig. Allein weil es stets genau das exakt gleiche Spieleerlebnis ist. Da leiert die Kupplung auch nach 100000 mal durchspielen nicht. Der Ansatz von M$ war nicht gut, aber ich seh absolut nichts was den Ausmaß eines profesionellen Gebrauchtmarktes mit Gütern die sich defakto solange nicht die Disc kaputt ist nicht abnutzen, in dem die Anbieter nichts zum Produkt beitragen, es stattdessen für lächerliche Preise den suchtis aus der Hand nehmen, sich umdrehen und es für das mind. dreifache wieder ins Regal stellen. Ich könnt sagen was ihr wollt. Gamestop is die fuckin Pest! Für Gamer und Hersteller.

...Nicht das es beschissenen Spiele und lachhaft gieriges Publishergebahren rechtfertigen würde
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darkmojo
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von darkmojo »

Kajetan hat geschrieben:
Player 1 hat geschrieben: Und genau dieses parasitäre Verhalten führt überhaupt dazu, dass es diese Diskussion über Gebrauchtware gibt. Als Second Hand ein Synonym für "privat zu privat" war, hat es niemanden gejuckt. Würde ich in der Games-Industrie arbeiten, dann hätte ich auch das Bedürfnis den gewerblichen Gebrauchthandel trockenzulegen. Aber es muss eben ein Modell her, das den Usern nicht schadet. Und das hat Microsoft nicht geschafft.
Was für ein Unsinn ... "parasitäres Verhalten" ... Du glaubst auch jeden Mist, den Dir die Publisher an Propaganda um die Ohren hauen?

Übrigens, diese Modell, welches den Usern UND den Publishern nicht schadet, das gibt es bereits. Es nennt sich Erschöpfungsgrundsatz und beschreibt im Immateriellgüterrecht den Umstand, dass der Urheber natürlich alle Rechte genießt, die sich aus dem Urheberrecht ergeben, er aber ein konkretes Produkt aka Datenträger oder auch Lizenz, nur EINMAL verkaufen kann. Nach dem Verkauf erlöschen manche Schutzfristen und Rechte, der Urheber kann keinen Anspruch darauf erheben an einem weiteren Verkauf des Produktes weiterhin zu verdienen.
Spar es dir mir dasselbe Vorzuwerfen. Hab diese Meinung mit Sicherheit nicht vonem Publisher indoktriniert bekommen. Wenn jemand sich massiv agressiv an anderer Leute Arbeit bereichert muss ich das noch lange nicht gut finden nur weil du es so willst.
Sicher gibt's andere Möglichkeiten Käufer entweder länger zu binden oder den Neukauf attraktiver zu gestalten etc.
Aber das ändert für mich nix daran was für ein lächerlich frecher Abzockladen Gamestop ist.
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Kajetan
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von Kajetan »

darkmojo hat geschrieben:Wenn jemand sich massiv agressiv an anderer Leute Arbeit bereichert muss ich das noch lange nicht gut finden nur weil du es so willst.
Hab ich gesagt, dass Du das "gut finden" sollst? Du solltest Dich nur bitte auf dem Boden der Tatsachen bewegen anstatt rein emotional (siehe unten) irgendwas daherbrabbeln.
Aber das ändert für mich nix daran was für ein lächerlich frecher Abzockladen Gamestop ist.
Genau das hier. Du magst aus irgendwelchen Gründen Gamestop nicht. Ist ok, darfst Du gerne. Dennoch ist das, was Gamestop macht, a) rechtens, b) keine Bereicherung, c) kein Betrug am Kunden, d) kein Betrug am Publisher oder Entwickler. Weder der Publisher, noch der Entwickler hat Anspruch auf die Erlöse, die Gamestop mit dem Handel von Gebrauchtspielen erzielt. Siehe Erschöpfungsgrundsatz. Es mag sie ärgern, weil sie auch was vom lukrativen Kuchen abhaben wollen, sich aber bis dato einfach zu blöde dafür verhalten, aber dieses Geschäftsmodell von Gamestop und anderer Anbieter ist kein "parasitäres Verhalten". Hier irrst Du, hier erzählst Du Unsinn, hier folgst Du ohne Nachdenken einfach der Propaganda der Publisher.

Übrigens, niemand hindert die Publisher daran selber eine Plattform für Gebrauchtspiele aufzuziehen, niemand hindert sie daran sich an Gamestop zu beteiligen, um ebenfalls Gewinn aus diesem Geschäftsmodell zu ziehen.
johndoe1388741
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von johndoe1388741 »

@ darkmojo

Nur hat Gamestop "nichts mit dem Verstoss gegen Deine Jedermanns-Rechten zu tun". Keiner wird gezwungen dort etwas zu kaufen, verkaufen oder zu tauschen.

Subjektive Antipathie aus persönlichen Gründen gegen Gamestop hat nichts mit dem Kern der Thematik zu tun.

Durch eine Gebrauchtspielsperre haben nicht nur die Käufer von Gebrauchtspielen Nachteile. Auch Verkäufer, die Fehlkäufe getätigt haben, weil das angepriesende Produkt, nicht den Erwartungen entspricht. Desweiteren, verleihen, tauschen usw…

Es geht insgesamt um die Rechte der Menschen.

Auch um Art. 10 Datenschutzgesetz das im Grundgesetz (GG) verankert ist.

Jedermanns-gesetze (Rechte) sind zum Schutze der Rechtsgüter da und gehören zur Demokratie in unserem Land.

§854 BGB Erwerb des Besitzes
§855 BGB Besitzdiener
§903 BGB Befugnisse des Eigentümers
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De_Montferrat
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von De_Montferrat »

darkmojo hat geschrieben:...
Sag mal, liest du eigentlich auch, was hier geschrieben wird oder propagierst du nur die Herstellerparolen hier?

Ich bin mal so frei und zitiere meinen Beitrag, der eine Seite vorher steht:
De_Montferrat hat geschrieben: Ach, wenn die Hersteller nur schlau genug wären, sich ein eigenes System zu überlegen, in dem sie selber den Gebrauchthandel organisieren. Die Parasiten sind in diesem Falle nicht Gamestop und andere Firmen, sondern die Hersteller, die sich in einen selbstständig entstandenen und scheinbar erfolgreichen Markt reinwanzen wollen. Es mag Hürden und Schwierigkeiten geben und einen eigenen Gebrauchtmarkt aufzuziehen mag auch Geld kosten, wenn das den Herstellern am Ende nicht rentabel genug ist, sollen sie sich halt einfach aus dem Markt heraushalten. Aber sich ohne eigene Arbeit an etwas bereichern zu wollen, ist ekelhaft. Oh man... Die Spielindustrie denkt wahrscheinlich wirklich, dass sie das von einer unbekannten Entität (Gott brauchen sie dafür gar nicht) verliehene Recht hätte. Wie armselig diese Branche ist.
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darkmojo
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von darkmojo »

von Betrug hab ich nicht gesprochen. sicher ist es rechtens, richtig find ich es trotzdem nicht. ob du es glaubst oder nicht, zu dieser Meinung bin ich vor geraumer Zeit ganz ohne zutun von Propaganda gekommen. Sicher sollten sie etwas eigenes Anbieten. Genau das hab ich doch iwo gesagt. Hat sich vllt. etwas anders gelesen (hab mich vermutlich von meinem Gamestophass etwas hinreißen lassen^^)
wir werden blos nicht zu einer Übereinkunft bezüglich der Redlichkeit von z.B. Gamestop kommen.
Sicher spricht rechtlich nix dagegen. Dennoch steht meine Meinung. Es erschließt sich mir irgendwie nicht, wie der Ankauf eines neuwertigen Spiels zu 15 oder 20 euronen und der direkte Weiterverkauf zu mehr als dem doppelten Kurs nichts mit Bereicherung etc. zu tun haben soll?!?!? Das Recht auf ihrer Seite ändert nichts an meiner (subjektiven) Wahrnehmung als Schmarotzer. (Produkt, dass sie nicht selbst hergestellt haben, aber fast in dem selben Ausmaß verwerten wie der Hersteller.)
Kannste natürlich anders sehen.

Aber du hast es genau erkannt: ich verachte diesen Drecksladen^^
nix für ungut
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darkmojo
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von darkmojo »

@ edelg
yo is meine persönliche Meinung. Illegal handeln die nicht.

@ MontFerrat
yo hab ich gelesen. Deine Selbstbeweihräucherung is mir relativ Wayne.
Ich hab auch nicht gesagt das ich eine komplette Gebrauchtspiel Sperre gutheiße.
Hab selbst gesagt das das System z.B. auf der One crap ist.
Brauchst mich nich zu missionieren. Ich denke ich war sehr deutlich darin zu betonen das dies meine persönliche Wahrnehmung des Gamestop Modells ist.
Nur um das Klarzustellen. Ich will die Rechte des Privatkäufers nicht beschnitten sehen.
Begreif einfach das ich die professionelle Bereicherung an anderer Leute Arbeit nicht feiern werde.
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MaV01
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von MaV01 »

ebay und gebrauchtwagenhändler schlagen wohl auch in die kerbe? die erde ist halt doch nen moloch
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darkmojo
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von darkmojo »

MaV01 hat geschrieben:ebay und gebrauchtwagenhändler schlagen wohl auch in die kerbe? die erde ist halt doch nen moloch
schlechte vergleiche...eBay nimmt n obulus für die Plattform bei Privatverkäufern.
Und Autos?!
again?!
wurde in unzähligen Threads schon gezeigt, das es sich absolut nicht vergleichen lässt.
Autos nutzen sich ab und der Markt funktioniert dort ohnehin etwas anders...

steht jeden frei es anders zu sehen...ich versuch niemanden zu bekehren.
Hab blos mal meine Meinung zum besten gegeben.
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Kajetan
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von Kajetan »

darkmojo hat geschrieben:Aber du hast es genau erkannt: ich verachte diesen Drecksladen^^
nix für ungut
Du, seit ich weiß, wie übel da z.T. mit Filialleitern und anderen Angestellten umgegangen wird, steht Gamestop auch nicht gerade auf meiner Liste von "Firmen, denen ich gerne Geld geben würde", um es mal höflich auszudrücken. Das ändert aber nichts daran, dass Deine Einschätzung des Gebrauchtspiel-Geschäftsmodelles von Gamestop emotional eingefärbt und objektiv falsch ist :)

Und zum Autovergleich ... Spiele an sich nutzen sich physikalisch nicht ab, aber es nutzt sich der Datenträger ab. Bekommt Kratzer. Das Handbuch fehlt vielleicht oder andere Druckbeilagen sind zerfleddert und haben Knicke. Und selbst bei rein digital erworbenen Produkten gibt es einen Wertverfall, der seine Grundlage nicht im physikalischen Zustand der Informationskopie hat, über die man verfügt, sondern im sehr schnellen Releasezyklus von Spielen, wo Titel, die ein halbes Jahr alt sind, bereits zum Budgetpreis angeboten werden und zwei Jahre nach Release in der Regel nur noch zum Bruchteil des Releasepreises angeboten werden können, obwohl ja keine physikalische Abnutzung stattfindet. Es GIBT einen Wertverfall von Spielen, bei dem es letztendlich nicht darauf ankommt wie er entsteht. Das sind in diesem Zusammenhang nur Äusserlichkeiten.
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darkmojo
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von darkmojo »

Ja is schon recht^^
Will die Gier von Publishern gar nich schön reden.
Hab mich iwo zwischen Frust über den gegenwärtigen Zustand der Spiele Industrie, der Attitüde mancher User (ständig werden iwelche schwachsinnigen Gerüchte als Fakten etabliert) und Gamestop bashing verzettelt. Es ist komplexer als ich es dargestellt habe. Aber ich kann mich des Eindrucks auch einfach nicht erwehren. Es "wirkt" halt einfach (auch in Anbetracht all der Hintergrundinfos von Bekannten/Freunden, die in verschiedenen Positionen bei Gamestop beschäftigt waren/sind) bisweilen so auf mich... passte mir aber gerade auch ganz einfach nur perfekt in den Kram um auf Gamestop einzuprügeln^^
Is mir klar das Spiele anders an Wert einbüßen (ne Menge sind die Kohle von vornherein nicht Wert)
Wurd auch ohnehin mal Zeit das die Spielerschaft mal auf den Tisch haut.
(Gebrauchtwagen sind trotzdem nicht mit Spielen zu Vergleichen)

Ich will doch ganz einfach nur Gamestop weiter scheisse finden, also hört gefälligst auf mir Argumente zu liefern die meinen Hass bremsen, Freunde!! :mrgreen:
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De_Montferrat
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von De_Montferrat »

darkmojo hat geschrieben: @ MontFerrat
yo hab ich gelesen. Deine Selbstbeweihräucherung is mir relativ Wayne.
Ich hab auch nicht gesagt das ich eine komplette Gebrauchtspiel Sperre gutheiße.
Hab selbst gesagt das das System z.B. auf der One crap ist.
Brauchst mich nich zu missionieren. Ich denke ich war sehr deutlich darin zu betonen das dies meine persönliche Wahrnehmung des Gamestop Modells ist.
Nur um das Klarzustellen. Ich will die Rechte des Privatkäufers nicht beschnitten sehen.
Begreif einfach das ich die professionelle Bereicherung an anderer Leute Arbeit nicht feiern werde.
Da ist überhaupt nichts selbstbeweihräuchernd. Ich bin schließlich keiner der genannten Firmen. Deine Ansicht bleibt falsch: Gamestop schmarotzt nicht! Gamestop betreibt ein legales Geschäft, in dem sie wie viele andere An- und Verkäufer agieren. Dass du mit deren Geschäftspraktiken nicht einverstanden bist, ist in Ordnung. Ich heiße schließlich auch keine Verbraucherentrechtung gut, wobei da die Frage der Rechtmäßigkeit im Raum steht. Und "professionelle Bereicherung" betreiben schließlich alle Unternehmen. Das, was die Hersteller momentan versuchen, ist einen eigenen Gebrauchtmarkt zu etablieren. Es ist eine passable Idee, sich selber in diesem Geschäft zu betätigen, wenn man daran verdienen will.

Aber die Industrie nutzt es gleich wieder zu ihren Gunsten und versucht den Kunden zu gängeln (Accountbindung) und ordentlich zur Kasse (ordentliche Aufschläge und Orientierung an proprietäre Shoppreise) zu bitten. Wenn man ein vernünftiges, d. h. nicht bis auf den letzten Tropfen auspressendes, System konzipiert hat, wird es denke ich erfolgreich sein. Wieso sollte man denn auch zu einem fremden Unternehmen gehen, wenn man auch direkt beim Hersteller handeln kann? Man sollte sein Angebot einfach attraktiver gestalten als Gamestop und Konsorten und nicht versuchen, diese Auszutrocknen oder gar den Kunden um seine Rechte zu bringen. Es kostet zwar Geld und Arbeit, aber man könnte auch eigene Läden eröffnen anstatt zu versuchen, alles ins Internet auszulagern. Vielleicht sogar herstellerübergreifend. Ähnlich wie bei Steam, auf deren Plattform ja auch verschiedene Publisher vertreten sind, nur mit Datenträgern. Das würde auch Personal und Kosten geringer halten und einem die Internetabhängigkeit inkl. Entrechtung ersparen. Ich habe übrigens noch nie etwas bei Gamestop gekauft. Ich warte meist auf einen Budgetpreis und kaufe dann neu. Auch ich unterstütze die Apothekenpreise nicht im geringsten. Und diese Bezeichnung -andere nennen es ja Betrug- ist gerechtfertigt. Deswegen mache ich mir gar keine Gedanken zur Firma "Gamestop". Wenn du da -scheinbar sogar aus deinem persönlichen Umfeld- schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist es verständlich, wie du über den Laden redest.
Kajetan hat geschrieben:Und zum Autovergleich ... Spiele an sich nutzen sich physikalisch nicht ab, aber es nutzt sich der Datenträger ab. Bekommt Kratzer. Das Handbuch fehlt vielleicht oder andere Druckbeilagen sind zerfleddert und haben Knicke. Und selbst bei rein digital erworbenen Produkten gibt es einen Wertverfall, der seine Grundlage nicht im physikalischen Zustand der Informationskopie hat, über die man verfügt, sondern im sehr schnellen Releasezyklus von Spielen, wo Titel, die ein halbes Jahr alt sind, bereits zum Budgetpreis angeboten werden und zwei Jahre nach Release in der Regel nur noch zum Bruchteil des Releasepreises angeboten werden können, obwohl ja keine physikalische Abnutzung stattfindet. Es GIBT einen Wertverfall von Spielen, bei dem es letztendlich nicht darauf ankommt wie er entsteht. Das sind in diesem Zusammenhang nur Äusserlichkeiten.
Dem stimme ich zu. Es gibt einen Wert- und damit Preisverfall, den die Hersteller selber für sich nutzen, dessen Geschwindigkeit sie aber ebenfalls selber (aus Angst vor den Investoren) verschuldet haben.
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von stormgamer »

für mich schien das family-sharing eh als eine lausige ausredee, dass die konsole nicht mehr wirklich problemlos von mehreren leuten in einen haushalt benutzt und "bekauft" werden kann, ohne in streitigkeiten zu kommen wie "das kommt aber auf meinen acc!!!"
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von Ash2X »

De_Montferrat hat geschrieben:
Ash2X hat geschrieben: Schön das du dir von deinen verkauften Spielen neue kaufst - letztendendes kostest du dem einen Entwickler Geld und gibs es lieber einem anderen.....clever.
Ja, es sollten alle per Gesetz gezwungen werden, ihr Geld ausnahmslos in der Spielindustrie zu versenken. Leute gibt's... :roll:
Ich glaube du hast das etwas falsch verstanden:
Wenn du ein Spiel verkaufst schädigst du die Einnahmen eines Entwicklers - sicher nicht 1:1 aber wenn ein Spiel gebraucht zu bekommen ist und keine Einschränkungen hat sind für viele Leute anscheinend 10€ Unterschied genug.Der Schaden der den Entwicklern quasi durch diese 10€ entstehen ist deutlich höher.
De_Montferrat hat geschrieben:
Das Geld für die Werbung ist übrigends alles andere als "verpulvert".Sie ist zwingend notwendig damit ein Spiel noch aus der Masse herraussticht,ähnlich wie bei Filmen.Sie investieren die Millionen nicht zum Spaß.
Ja, jeder einzelne Cent muss in Werbung investiert werden, um aus der Masse immer gleicher Spiele herauszustechen. Wie? Die immer gleichen Spiele? Da könnte man ja fast in Versuchung kommen, sich durch originelle Ideen (Geschichte, Spielmechanik, Charaktere, Design, etc.) abzugrenzen. Aber neee... Lass mal. Werbung ist "einfacher". Zwar nicht zwingend effektiv, aber nicht so "anstrengend", wie sich tatsächlich mal kreativ auszuleben.
Da hast du selbstverständlich recht.Die Frage ist warum nichts in originelle Ideen gesteckt wird und die Antwort ist schlicht und einfach: Weil es niemand kauft oder einfach zuwenig gekauft wird.Der Gebrauchtmarkt mag einem CoD oder BF vertretbaren Schaden zufügen,kleinere Produktionen - auch mit weniger Aufwand,nicht jeder hat ein EA/Activision Budget - leiden massiv drunter.Dort sind die "10€" überlebenswichtig.

Das bedeutet natürlich nicht das der Wegfall bzw die Einschränkung des Gebrauchtmarktes das Problem komplett lösen würde,es muss ein Umdenken seitens der Käufer erfolgen,aber es würde mehr helfen als so manch einer denkt und würde vielleicht auch den einen oder anderen Großentwickler motivieren experimentierfreudiger zu sein.Gerade das System der XO wäre ja keine Gebrauchtsperre gewesen sondern eine Gebrauchtmarktkontrolle,die den Firmen viele wichtige Informationen gegeben hätte:
Welches Spiel wurde gekauft,wie oft wurde es weitergegeben,bis zum welchem Punkt wurde gespielt bevor es weitergegeben wurde und in welchen Zeitraum.Gerade die letzten beiden Punkte sind wichtig,weil diese derzeit schwierig zu messen sind.Das interessiert uns als Spieler herzlich wenig,aber für die Firmen und Strategien für zukünftige Spiele ist soetwas eine klarer Gradmesser.
Hören ein paar Leute in einem Level auf ist das ein deutlicher Faktor das ab dem Punkt mit dem Spiel etwas nicht stimmt - geben sie es danach weg ist es ein Zeichen das dort gewaltig Mist passiert ist.Im nächsten Produkt einer professionellen Firma wirst du so einen Moment nicht nocheinmal erleben.
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danke15jahre4p
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Re: Xbox One: Family-Sharing: Ist wohl eher zum Reinschnuppe

Beitrag von danke15jahre4p »

Ash2X hat geschrieben:Wenn du ein Spiel verkaufst schädigst du die Einnahmen eines Entwicklers
8O

warum hat ein publisher/entwickler das recht, zweimal an der gleichen lizenz zu verdienen? warum?
Hören ein paar Leute in einem Level auf ist das ein deutlicher Faktor das ab dem Punkt mit dem Spiel etwas nicht stimmt - geben sie es danach weg ist es ein Zeichen das dort gewaltig Mist passiert ist.Im nächsten Produkt einer professionellen Firma wirst du so einen Moment nicht nocheinmal erleben.
8O

und wohin wird das führen? richtig, einheitsbrei, weitere versimplung der spiele, neue ideen werden nicht verwirklicht, keine kreativität, kein risiko

na super!

greetingz