Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben zuviel Stolz"

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SixBottles
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von SixBottles »

AkaSuzaku hat geschrieben:
cabali hat geschrieben:Wenn die japanischen Entwickler ihre Fehler zugeben würden, hätte es nach Final Fantasy 13 kein Final Fantasy 13-2 gegeben.
Wikipedia hat geschrieben: In March 2010, Square Enix stated that Final Fantasy XIII was the fastest-selling title in the franchise's history.
Naja, also Fehler...ich weiß ja nicht..
nanana
bitte nicht FASTEST mit BEST verwechseln

denn bei fastest sales zählen in erster linie die an den HANDEL ausgelieferten einheiten. d.h. je mehr hype bzw je besser der vorgänger desto mehr einheiten wird der handel beim nachfolger bestellen.

ob diese einheiten dann auch wirklich anklang beim endkunden finden, lässt sich erst später sagen, nämlich dann wenn der handel NACHBESTELLT.

und ich schätze mal genau das hat der handel bei final fantasy XXVMIII nicht getan, sonst würde die pressemitteilung heißen BEST sales ever


das ist auch der grund warum DS3 und RE6 "gefloppt" sind. handel bestellt millionen einheiten, nach drei wochen hat der handel aber immer noch exemplare im lager liegen, handel bestellt nicht nach.

ergo: pressemitteilung von ea bzw capcom: spiel hatte besten start aller zeiten, ist dennoch unter den allgemeinen erwartungen geblieben.


p.s. n bissle offtopic :)
das ist übrigens bei CoD genau das gleiche.
die marke stagniert. die "da oben" wollens aber immer bnoch nicht wahrhaben, bzw versuchen noch soviel kohle aus dem handel zu melken bis diesem auffällt, dass im grunde keiner den scheiß haben will.

das macht im grunde auch sinn. denn wenn activision zugeben würde dass sich CoD immer schlechter verkauft, könnten die consumenten denken das spiel sei uncool und von gestern. somit würde der kundenkreis exponenziell immer kleiner (besonders mp titel sind hiervon gefährdet). daher versuchen die auch solang wie möglich consumenten festzunageln. siehe die oberpeinlichen präsentationen bei der GDC 2013
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AkaSuzaku
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von AkaSuzaku »

SixBottles hat geschrieben:...
Hast ja prinzipiell recht, aber dennoch wurde FF13 6,8 Mio. Mal verkauft. Nach Final Fantasy VII und VIII der meistverkaufte Titel der Serie.
Auch von den Wertungen her nicht so ein Flop, dass man sagen müsste, dass Spiel wäre ein "Fehler" (darum ging es ja ursprünglich ;) ).
johndoe1527797
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von johndoe1527797 »

Das Spiel ist ein Fehler! Ich hab es gekauft, aber 13-2 schon nicht mehr und ich bin jetzt SEHR vorsichtig geworden! Jaja, Grafik blenden lassen und so...

Außerdem haben die Xbox'ler zum ersten Mal ein FF bekommen!! Sollte man nicht vergessen doppelt großer Markt!
Hahle
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von Hahle »

Die Asiaten machen generell häufig kitschigen Kram, finde ich zumindest. Zu häufig.
Ist allerdings auch für mich schwer da die Grenze zu ziehen.
Ein Zelda - Ocarina of Time fand ich "familienfreundlich", auch für die Jüngsten. Bei Twilight Princess hingegen fand ich sämtliche Story-Elemente welche z.B. die entführten Kinder betrafen, als äußerst nervtötend. Gerade diese extremen Gefühlsaufwallungen bei den Charakteren sind meist sehr "anstrengend". Vlt. brauchen die dat ja um diese zurückhaltende japanische Art zu kompensieren, ich brauch's nich.
Animes sind ok, eigentlich (Auftakt, Höhepunkt und Finale der Glanzzeiten des Anime ist für mich immer Akira gewesen). Man darf aber gerne mal zur Abwechslung auf diesen Wuxia-Stil verzichten.
Hier wurde ja diskutiert, welcher Held der tollere ist, der Jungspund oder der alte Hase. Ich seh das Problem eher in dieser extremen Überzeichnung der Fähigkeiten des (jugendlichen oder gerne auch älteren) Helden, wie es im Wuxia-Stil üblich ist (ich sag nur Herzpunktpressurexplosionstechnikschlag). Die Chinese Ghost Story oder die Lone-Wolf-And-Cub-Storys sind für mich legendär, aber dass man danach den Wuxia-Stil die nächsten 50 Jahre als Standard etabliert hat, versteh ich nich so ganz.
(und mir is durchaus klar, daß eine Chinese Ghost Story nicht aus Japan kommt. Ich hau das trotzdem in einen Topf.)

Schon ein Weilchen her, daß japanische Spiele für mich Maßstäbe gesetzt haben.
Möglich, daß Ocarina Of Time das letzte Highlight für mich war, bin mir da jetzt aber nicht ganz sicher.
Ocarina-Dingens war auf jeden Fall einer meiner letzten Konsolen-Titel und als PC-Zocker muß man ja auch leider komplett auf JRPG's verzichten.
Vlt. kann sich ja noch einer an das Spiel Legacy Of Kain - Blood Omen erinnern. Habs damals leider nur als Demo antesten können. Aber das Spiel hatte diesen typ. 2D-Iso-Look wie er in (Action-)JRPG's üblich war/ist, nur eben komplett ohne Kitsch und Zuckerguss. Ich ärger mich heute noch, daß ich mir dieses Spiel damals nicht zugelegt habe. Im Gegensatz dazu sind viele JRPG's komplett an mir vorbeigegangen und haben mich schlicht kalt gelassen.

Übrigens, vor Urzeiten, als ich meine ersten Erfahrungen mit PC-Spielen gemacht hatte, zählten Konsolen-Klassiker wie "A Link To The Past" oder "Landstalker" zu meinen Lieblingen.
Am PC waren dann aber die Spiele Ultima 7 und Ultima 8 absolute Offenbarungen für mich. Ganz klar wegen dem erwachsenen Setting.
Easy Lee
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Beitrag von Easy Lee »

Ich finde nicht alles aus Japan super, vor allem heutzutage nicht mehr, da ich mich mit meinen 34 Jahren einfach nicht mehr in so Final Fantasy Kulleraugen-Geschichten hineinversetzen kann. ABER - ich habe Respekt vor den Eigenheiten und Traditionen und bin der Meinung die Entwicklerszene dort kann zurecht stolz auf deren Errungenschaften sein. Formatierung und Anpassung gibt es genug. Dann produziert man halt nicht für den Weltmarkt und bleibt in seiner Nische. Da lässt sich auch Geld verdienen, wenn man das Projekt-Budget entsprechend niedrig ansetzt.
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Temeter 
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Re: Kommentar

Beitrag von Temeter  »

8BitChauvi hat geschrieben:Ich finde nicht alles aus Japan super, vor allem heutzutage nicht mehr, da ich mich mit meinen 34 Jahren einfach nicht mehr in so Final Fantasy Kulleraugen-Geschichten hineinversetzen kann. ABER - ich habe Respekt vor den Eigenheiten und Traditionen und bin der Meinung die Entwicklerszene dort kann zurecht stolz auf deren Errungenschaften sein. Formatierung und Anpassung gibt es genug. Dann produziert man halt nicht für den Weltmarkt und bleibt in seiner Nische. Da lässt sich auch Geld verdienen, wenn man das Projekt-Budget entsprechend niedrig ansetzt.

Vor allem haben die Japaner gezeigt, dass sie mit Elementen westlicher Spiele teilweise sogar besser arbeiten können als viele unserer Entwickler. Man muss sich nur mal Demon Souls ansehen: Das Spiel greift haufenweise auf eher westliche Interpretationen von Genres zu, von 3rd-Person Hack&Slays bis RPGs. Am Ende steht aber ein völlig Eigenständiges, wie geniales Spiel.

So sollten sich die Japaner Inspiration aus dem Westen holen, nicht die absurden Ideen westlicher Publisher kopieren. Dafür sollten sie eigentlich zu stolz sein.
Ryu
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von Ryu »

tja wenn ich so meine spielsammlung in den regalen betrachte stammen 95% davon aus japan!
die amis können nur: rennspiele, strategie, langweilige rollenspiele und besonders egoshooter prodzieren!
die japaner können stattdessen alles produzieren !!!
gutes beispiel dafür: PS2 vs xbox1
seitdem die japaner ihre besonderen spiele für die 360 entwickeln gings auf einmal bergauf mit der MS konsole o.o
sollen sie ihren stolz behalten hab nichts dagegen ^^
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James Dean
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von James Dean »

Ryu hat geschrieben:langweilige rollenspiele
Waren die ganzen japanischen Fantasy-Rollenspiele bis vor wenigen Jahren vom Gameplay her nicht alle aufgebaut wie Final Fantasy? Und damit meine ich: Fast EXAKT wie Final Fantasy? Muss doch schrecklich sein, in jedem Rollenspiel das identische Gameplay zu haben, oder?
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Asturaetus
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von Asturaetus »

James Dean hat geschrieben:
Ryu hat geschrieben:langweilige rollenspiele
Waren die ganzen japanischen Fantasy-Rollenspiele bis vor wenigen Jahren vom Gameplay her nicht alle aufgebaut wie Final Fantasy? Und damit meine ich: Fast EXAKT wie Final Fantasy? Muss doch schrecklich sein, in jedem Rollenspiel das identische Gameplay zu haben, oder?
Auf was genau beziehst du dich mit Gameplay? Die Pseudo-Rundekämpfen in den aktuellen FFs?

Action-RPGs und Strategie-RPGs gibt es als Kontrast schon lange. Dazu fügen japanische Entwickler ganz gerne ziehmlich skurile Gameplaymechaniken vor allem beim Kämpfen und Fähigkeitsausbau ein.

Oder der Aufbau/Ablauf des Spieles? Da gibt es auch Verschiedenstes - ob nun im bekannten Dungeon-Endboss-Stil oder Akt-basierte Einteilungen, Weltkarten mit spezifischen Locations, Hub-Systeme etc. pp.
johndoe1527797
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von johndoe1527797 »

James Dean hat geschrieben:
Ryu hat geschrieben:langweilige rollenspiele
Waren die ganzen japanischen Fantasy-Rollenspiele bis vor wenigen Jahren vom Gameplay her nicht alle aufgebaut wie Final Fantasy? Und damit meine ich: Fast EXAKT wie Final Fantasy? Muss doch schrecklich sein, in jedem Rollenspiel das identische Gameplay zu haben, oder?
Und alle Shooter sind wie Halo!
Und alle Echtzeit-Strategie-Spiele sind die Command & Conquer.

Sowieso hat Final Fantasy die Spielmechanik von Dragon Warrior (jap- Dragon Quest) geklaut.
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recy
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von recy »

Japanische Spiele haben/hatten oft sowas wie eine Seele die ich oft bei westlichen Spielen vermisse. Wenn ich an meine Lieblingsspiele denke dann fallen mir Sachen ein wie Silent Hill, Final Fantasy, Resident Evil(alt) ,MGS. Sobald aber die Japanos angefangen haben sich dem westlichen Stil anzunähren und zwar im Sinne von: "Es soll viel knallen" wurde es zu einer Katastrophe. Die sollten sich lieber überlegen wie sie Impulse aus dem Westen Sinnvoll für ihre Spiele zu verwenden ohne dabei den eigenen Stil zu verlieren.
Ich bin froh dass viele Versuche, Elemente in Spiele einzubauen die Profit versprachen scheitern und hoffe, dass die nächste Spiele Ära mit den Next Gen Konsolen zu ihren alten Wurzeln zurückkehrt. Damit mein ich nicht nur die Japaner.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

SSBPummeluff hat geschrieben:
)FireEmblem(Awakening hat geschrieben:
Was tun? Vielleict mal Entscheidungen mit Konsequenzen einbauen und mal ein paar härtere Themen ala Rassismus etc reinbringen. The Witcher lässt grüßen.
:lol: Das war nicht dein Ernst oder Hunter irgendwas....denkst du nicht es gibt schon genügend Spiele solcher Art. Und Witcher ist ein Auffangbecken für unverwertete vulgäre Beschimpfungen aus der Gosse. Noch dazu ist der anführende Held wie aus dem Klischre gezimmert worden. Rassismus.....ist klar. Wir reden hier von "spielen" die auch kinder durchzocken, nicht nur irgend so eine kleine Hunter Randgruppe die naziparolen und den rechten Arm in der Luft haben wollen, lol. Ehrlich....oder ein Schwarze gegen weiße und hinten weht amerikas Flagge.

Ihr und eure kalte, dunkle "erwachsene" Härte immer. Sollen wir eines Tages mit Drähten an die Neo-konsole geschlossen sein wo Schmerzen simuliert werden und man sein warmes Blut spürt das rinnt, wenn man gerade von einem Rassisten zusammengechlagen wird.
Rassismus gab es schon in einem JRPG, ganz ohne Nazis und Amerikaner.
Tales of Symphonia hieß es, es funktioniert also ganz wunderbar.
In einigen meiner Spiele auch. Aber darum geht es nicht, sondern wie es ausgelegt ist. So das es psychisch nicht zur Last fällt und man einer schönen Fantasy-geschichte beiwohnt oder rüde und Radikal mit allen Regeln der Härte.
Vor allem haben die Japaner gezeigt, dass sie mit Elementen westlicher Spiele teilweise sogar besser arbeiten können als viele unserer Entwickler. Man muss sich nur mal Demon Souls ansehen: Das Spiel greift haufenweise auf eher westliche Interpretationen von Genres zu, von 3rd-Person Hack&Slays bis RPGs. Am Ende steht aber ein völlig Eigenständiges, wie geniales Spiel.
Ja, noch eine abgedunkelte Welt. Genau das was wir noch brauchen. Und reichlich Blutfontänen die die Wände hochspritzen, ist es das einzige was westlich bedeutet. Alle beispiele die hier genannt werden weisen die gleichen Schwächen auf, was obendrein noch ungeeignet ist für jüngere Spieler, über die es in diesem Thread auch geht. Und nein bis zur Genialität ist das Spiel meilenweit entfernt. Aber wenn man Bauchschmerzzen haben will wegen ausscheidungen und Innereien, dann top.
Zuletzt geändert von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt am 06.04.2013 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
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SSBPummeluff
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von SSBPummeluff »

@ FireEmblem(Awakening

Jo, und das funktioniert wunderbar, selbst können das SPiel spielen und werden mit dem Thema konfrontiert ohne sie zu belasten, keine Ahnung ab welchem Alter das Spiel war, aber ab 12 ist das Spiel bestens geeignet, Valkyria Chronicles ebenso. Auch wenn Leute sterben und es den ein oder anderen traurigen Moment gibt, aber das muss man Kindern nicht vorenthalten, so wie es RTL 2 getan hat bei den Anime. Wo dann nicht nur der Tod sondern jegliche Schlägerei geschnitten wurde oder der Text dahin zensiert.
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(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von (x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt »

Valkyria Chronicles ist einer dieser Spiele bei dem es mir sehr zur Last fällt, nicht die Konsole zu haben. So ein wundervoll designte Kulisse im Kriegszustand und das trotzdem in einer farbenfrohen Welt. Streich alle Shooter die es gibt, so hat es richtig auszuehen und nicht anders. Und gerade weil die Soldaten nichts gesichtlos sind fühlt sich ihr Verlust viel näher. Und dann dieser rundentaktische Fortschritt über die Schulterperspektive....das ist so omg. Und klar passt Rassismus dann in so ein Szenario.
crazillo
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Re: Spielkultur: Keiji Inafune: "Japanische Entwickler haben

Beitrag von crazillo »

Japanische Spiele gelten vom Gameplay oft als hardcore, gleichzeitig mag man aber die kindliche Präsentation nicht. Es sind klassischerweise nämlich oft schwere Spiele.

Der Anime-Stil kommt in Asien eben gut an, das sollte man nicht unterschätzen. Jeder, der schon mal dort war und in die Läden geht, der wird das auch selbst merken. Es ist ja auch nicht so, dass alle Spiele diesen Stil hätten. Aber ich kann verstehen, wenn das manchen nicht zusagt. Meines Erachtens sind viele "erwachsen gewordene" Zocker wie ich davon nicht mehr zu begeistern (ich persönlich hab kein Problem damit, solang es keine nervigen Kinder sind), und die Jugendlichen scheinen heute schon früh auf die Action/Ballerei-Schiene aufzuspringen, sodass auch hier keine Zielgruppe mehr gewonnen werden kann.

In manchen Dingen haben die Japaner gelernt, z.B. sind Speicherpunkte heute viel fairer, es gibt nicht mehr dieses übertriebene Grinding, maximal post-game. Und im Gameplay stechen sie meines Erachtens den Westen oft aus (bestes Beispiel ist das IMO beste Kampfsystem überhaupt von Star Ocean 4, die Story hingegen....), aber bei der Inszenierung hinken sie oft hinterher. Ich stimme deshalb mit den meisten hier überein, dass die Japaner eher punktuell Elemente aufnehmen sollten, aber verbiegen sollen sie sich bitte nicht. Auch wäre es enorm wichtig, dass nicht bei jedem Spiel wieder ewig gezittert werden muss, ob es nun überhaupt in den Westen kommt.

Zum Thema Erfolg: Ni No Kuni zeigt doch grade sehr wohl, dass es noch geht!