Sevulon hat geschrieben:Ein Test zu Dwarf Fortress - die wollen einem also direkt zu Beginn bereits den Spaß am Beruf nehmen.
4P passt sich nur der Industrie an. Hatte nicht Kotick schon gesagt, er wolle den Spaß aus dem Spiele MACHEN nehmen?
4P nimmt den Spaß aus Spiele BESCHREIBEN.
und SEGA den Spaß aus dem SPIELEN.
Ich könnte mir auch eine spannende Castingshow vorstellen, bei der die Community mitentscheidet, wer genommen wird. Zumindest sollte die Community ein Vetorecht haben, wenn Jörg für einen Bewerber kein Foto hat.
Im Laufe der Sendung muss jeder Bewerber auf jeden Fall durch eine harte Schule gehen, denn es kann nur einen "Next 4Players-Superazubi" geben.
Zu erst einmal geht die ganze Crew mit jedem Bewerber einen Abend saufen. Die 4P Crew füllt den Anwärter schön ab, bis er einschläft, klaut ihm dann die Geldbörse und sagt dem Barkeeper, dass der junge Herr/ die Dame zahlt.
Die nächste Etappe besteht dann aus einem Zwangskommentar, der folgende Vorbeitung vorsieht: Der Bewerber muss Medal of Honor: Warfighter durchspielen, ohne dabei einen Schuss abgeben zu dürfen. Der Kommentar muss dann das Thema haben: "Spunkgargleweewee und ihre positiven Einflüsse auf den Egoshooter".
Jeder, der Mitglied der 4P Redaktion werden will, muss ein Fan vom realistischen Diebstahlsystem sein, denn wir alle wissen, dass das den Ausschlag gibt, ob der Daumen am Ende des RPG-Tests nach oben oder unten zeigt. Um ihr Können unter Beweis zu stellen, müssen die Bewerber Taschen- und Ladendiebstähle durchführen, natürlich ohne erwischt zu werden. Wer erwischt wird, ist nicht nur raus (auch das Leserveto kann in diesem Falle nicht mehr helfen), sondern muss ebenso mit den rechtlichen Konsequenzen leben. So ist das eben mit einem realistischen Diebstahlsystem. Probanden, die den Test erfolgreich abgeschlossen haben, werden trotzdem verpfiffen, um ihre Karma- und Überzeugungswerte in Dialogen mit den Ordnungshütern zu überprüfen.
Fußballturniere (virtuell versteht sich) gegen die 4P Mannschaft sind obligatorisch. Das Erreichen des Halbfinales ist Vorraussetzung für ein Weiterkommen (kein Communityveto möglich!).
Ein starker Charakter und ein gefestigter Geisteszustand sind unabdinglich, wenn man später im harten Testalltag nicht schon nach einer Woche das Handtuch werfen will. Deshalb muss jeder Möchtegernpadawan 20 mal hintereinander das Tutorial in "Black & White" spielen. Wir brauchen keine Waschlappen und Frühaufgeber!
Alle müssen Dark Souls beherrschen, denn das Spiel fordert Können und eine dauerhafte Wachheit des Geistes (alles, was ein Zocker braucht). Wer öfter als 3 mal stirbt, kommt für eine halbe Stunde in einen Lach- und Schubskreis. Die Bewertung des Tests kommt auf das Verhalten des Anwärters nach dieser Tortour an. Wer weint bekommt kein Foto und noch nicht mal ein Taschentuch angereicht.
Die Sendungen dürfen nicht gescriptet sein, denn wir alle wissen, dass das ja mal gar nicht geht, wenn die Action dank lächerlicher Scripts zur Farce wird.
Ja, aber das hat SONY doch schon mit "The Tester" gemacht und das war furchtbar.
Arin Hanson jedenfalls war nicht glücklich und so die Zuschauer solls auch nicht gebunden haben...
Ging das da auch über Folter und öffentliche Demütigung? Na ja. Welche macht das Castingshow nicht? Aber hier geht es ja um uns. So ganz direkt. Aber "The Tester", das werd ich erst mal suchen müssen. Und ich hielt mich noch vor ein paar Minuten für ein bisschen kreativ.
Edit: Tatsache, ich bin ein Plagiatsmensch. Hier, mein inoffizieller Doktortitel.
Zuletzt geändert von Deuterium am 13.02.2013 22:34, insgesamt 1-mal geändert.
Sir Richfield hat geschrieben:Ja, aber das hat SONY doch schon mit "The Tester" gemacht und das war furchtbar. Arin Hanson jedenfalls war nicht glücklich und so die Zuschauer solls auch nicht gebunden haben...
um Gottes Willen, nenn ihn doch gleich Egoraptor, ich musste extra nachgooglen, weil ich dachte, es wäre diese Perle da gewesen
Randall Flagg hat geschrieben:um Gottes Willen, nenn ihn doch gleich Egoraptor, ich musste extra nachgooglen, weil ich dachte, es wäre diese Perle da gewesen
Ich bin etwas zu spät zur Party gekommen und die Greps nennen sich ja seit geraumer Zeit beim Vornamen.
Davon ab, Recherche ist das A und O eines Reds.
Spoiler
Show
Mich juckts ja seit einiger Zeit, das TF2 "What is this?" Video in einen den Colonial Marines Threads zu posten, das würde so toll passen.
Hab mich jetzt mal schlau gemacht. Auch wenn egoraptor da in der einen Folge eine ziemlich lachhafte Kritik bekommen hat, hat er doch die ganze Sache gewonnen. Behauptet zumindest der Wikiartikel. Warum dann die Aufregung? Gut, die Sendung war richtige Scheiße. Aber mal so richtig. Demnach zu urteilen, was ich so gesehen hab. Erste Folge und Zusammenschnitte vom Rest.
Seiner Aussage in einem Sonic '06 Game Grumps Video zufolge war die Sache von vorne bis hinten manipuliert. (Meine Reaktion: "Ach? Achwas?")
Er nimmt da Bezug auf das, was in der englischen Wiki steht (wobei, WANN das geschrieben wurde, habe ich nicht nachvollzogen.)
Wenn man der Wiki glauben kann, haben aber sogar die Zuschauer da gemerkt, dass sie verarscht werden und dann sind die Quoten gesunken.
Ursprünglich von meiner, wie ich jetzt feststellen muss, eher unoriginellen Idee, die Stelle nach einem Casting zu vergeben. Mein Casting wäre aber kein Fake gewesen. Steht ja da. Scripts verboten. Wie in richtigen Spielen halt...
Casting, Casting, Du denkst in zu sehr in der Neuzeit.
Wie man so eine "Bewerbung" um eine Stelle bei 4P richtig macht, ich werfe mal einen Namen in den Raum:
Takeshi Kitano
Haha. Takeshi's Castle... Natürlich. Das kenne ich auch noch. Ein Fest der Schadenfreude. Aber ich kann mich ums Verrecken nicht dran erinnern, wo das kam. RTL2 oder was. Nach den ganzen Animes glaube ich. Wo sind die guten Zeiten geblieben?
Deuterium hat geschrieben:Haha. Takeshi's Castle... Natürlich. Das kenne ich auch noch. Ein Fest der Schadenfreude. Aber ich kann mich ums Verrecken nicht dran erinnern, wo das kam. RTL2 oder was. Nach den ganzen Animes glaube ich. Wo sind die guten Zeiten geblieben?
Du denkst schon wieder zu Neuzeit, ursprünglich lief es im DSF.
Und was heißt hier DF verdirbt den Spaß an Spielen? Es fördert gerade den Spaß wieder!
Jetzt mal ohne Scheiß. Das kann ja jetzt jeder behaupten, aber eigentlich wollte ich erst DSF schreiben, aber die Erinnerungen, verknüpft mit großen Augen war stärker.
Habs auch nur bemerkt, weil ich nochmal durch dich dran erinnert wurde und den Wiki Artikel gerade gelesen hab. Die Verbindung mit den großen Augen ist ja auch naheliegend und zudem ist ja die RTL II Austrahlung ja auch weitaus näher.
schade dass ich nicht in hamburg wohne sondern in münchen, wäre mein traumjob!
hier hat sich mal ein Literaturkritiker über einen andren andren aufgeregt, hab ich extrem lustig gefunden:
erfahre gerade aus einem essay über die droste-hülshoff- Erzählung "die Judenbuche", in der bekanntlich das zentrale Verbrechen unaufgeklärt verbleibt, tatsachen, deren qualität uns allen zu höchster beunruhigung gereichen sollten.
während wir in seelenruhiger gelassenheit nichtsahnend vor unseren bildschirmen sitzen, findet direkt unter uns ein krieg statt, dessen ausmaße waterloo wie einen spielplatz erscheinen lassen. die rede ist von dem aussichtslosen widerstandskampf der anhänger der minderheit der "nicht-mörder-lesart" gegen die goliatheske maschinerie der "mainstream-deuter" , die sämtliche abweichenden interpretationen von sich abprallen lassen wie butterflocken von teflon. Flankiert werden diese zu allem überfluss noch von dem unberechenbaren Kreis der zerstörerischen nicht-füllbar/nicht-füllungsbedürftig-Interpretationsnihilisten.
Es ist eine ungleiche Auseinandersetzung. Die "schäbigen Reaktionen" der "Paladine und ihrer Schildknappen", wie Mecklenburg sie nennt, lassen die klarsichtige ethisch-psychologische Deutungsebene um Kraft, Huszai und Schaum kaltblütig an die Wand drängen und von einer Kanonade aus Ignoranz und Verharmlosung reuelos zermalmen, wobei sie dem Protagonisten Friedrich den Mord aufkleben wie ein Sammelbild. Da bleibt selbst Schaums plausible Argumentation eine "arrogant-polemische, an redaktionellen Mängeln festbeißende Abfertigung nicht erspart". Und da wird an uneindeutigen Stellen ein interpretatorischer Mystizismus gehegt, der Unplausibles durch Nichtwahrzuhabenwollendes ersetzt. Nichtmal Drostes Biographie bleibt von dieser Mühle verschont: Ihr Katholizismus dient als Universalbegründung für solcherlei Schamanen, die munter mit magischen Mitteln wie "Erbsünde", "Mysterium des Bösen-", "seinshaften Zusammenhängen" hantieren oder auch oftmals eine seltsame Geschichtstheologie hegen. Dabei gleicht doch deren Nichtinfragestellung augenscheinlich einer solchen Sünde. Hohn und Humbug also statt elementar-ethischer Einsicht.
Um ihre Position zu stärken, wird die Förstermord-Episode gleich dem ungeliebten Rosenkohl beim Mittagessen unter den Tisch fallen gelassen. Argumentationen, so zirkulär wie die Gezeiten, stehen an der Tagesordnung. Denkschablonen und Determinationen zerpflügen das Land der Logik wie Krater den Mond. Ein Zustand, so unerträglich anzusehen wie Lederhosen oder umgedrehte Kappen. Lassen wir uns also weiter einlullen von den bequemen Halbwahrheiten, oder öffnen wir die Augen vor der unangenehmen Realität? Treten wir aus dem Schatten der Anachronie hinaus in das Licht der Ratio oder pflegen wir weiter den literarischen Wilhelminismus?
Denn eines Tages müssen wir es zugeben:
mitten in Frieden überfällt uns die Einsicht. Darum auf zu den Editionen. Jedes Wanken , jedes Zögern, wäre Verrat an der literaturwissenschaftlichen Diskursetikette.
Kommentar zu
MECKLENBURG, NORBERT: Der Fall Judenbuche. Revision eines Fehlurteils. Bielefeld: Aisthesis 2008
Und meine Meinung zu Call of Duty:
Viel spass mit diesem hektischen herumgesprinte, 20 leuten die alle auf einem haufen aus 2 metern entfernung wie bekloppt 3 meter hoch hüpfen, mit macheten luftgitarre spielen und sich mit triple shotguns und aim assist in die birne ballern. wenn man ein spiel nur mit 3 knöpfen bedienen kann (vorwärts, umsehn und schiessen) dann ist das niveau nun mal irgendwo im mariannengraben zu verorten. Aber wenn man sieht jedes jahr zombiehaft millionen von diesem machwerk abgesetzt werden, braucht man sich nicht wundern, dass die zockerlandschaft so aussieht wie jetzt.
Jedes exemplar, jeder skin (wieso ist so was käuflich), jedes mappack macht die zockerwelt weiter kaputt. Das muss euch klar sein. Und wofür? Früher hat man ein spiel gekauft und installiert heute müssen zig dienste, zusatzzeug und onlineanmeldungen ohne ende ausgeführt werden um überhaupt ins spiel zu kommen.
Früher bestand spielessenz aus der freude am spiel und dem gefühl, etwas gefordert zu werden, wenn man taktisch gute entscheidungen getroffen hatte (RTS), gute reaktionen hatte (Beat em Up) oder einfach eine tolle story erleben durfte. Schlimm zu sehen dass heute alle deswegen spielen um das nächste golddesign für die ak haumichum3000 zu kriegen. Wofür braucht man achievements? Wofür 2 millionen blinkende bilder auf dem bildschirm? Das sind alles ablenkungen davon, dass das spielprinzip hier nicht mehr hergibt als
MOTHAFUKKIN 30KILLS HEADSHOT UBERBOMBING STREAK UNLOCKED PLATINUM ROCKETLAUNCHER KIT FOR LASPOINTSCOPEDGATLINGKNIFE 15€ SPOTTPREIS MAPPACK F-ZERO SPEED SPRINTING BAZONG DOUBLE SHOTGUN I CAN BE PLAYED BY AN APE BUNNYJUMP OVERKILL
alle neuen spiele scheinen nur noch mittels reizüberflutung davor abzulenken dass man letztendlich in seiner mündigkeit und seinen geistigen und motorischen fähigkeiten für blöd verkauft wird. Aber scheint ja gut zu klappen.
An sich wäre das spielprinzip gar nicht so schlecht doch jedwede "taktische" überlegung wird doch von nervigem gestrafe und gejumpe zunichte gemacht und gleichzeitig die rede davon ist wie realistisch doch das alles aussieht ich krieg da jedesmal das kalte grausen wenn ich die hüpferei und den endlossprint seh. dabei wäre es so leicht: fadenkreuz raus, laufgeschwindigkeit halbieren und genauigkeit während dem laufen = 0 - und schon würde es spass machen. aber so? nein danke auf einen epileptischen anfall kann ich gerne verzichten. im bf3 test hieß es spass geht vor realismus. ich finde spass = realismus, zumindest ein bisschen (wenn es um ein realistisches szenario geht was einem hier ja vorgegaukelt wird; für bf gilt übrigens das gleiche).
Denn wenn ich seh wie 4 leute die offensichtlich einen nachbrenner im arsch haben vor mir jumpen und strafen wie das kind von dem roadrunner und speedy gonzales auf crack, dann nähert sich mein spassfaktor dem absoluten nullpunkt.
Aber selbst wenn man stirbt ist es ja im prinzip SCHEISSEGAL weil man eh 1s später wieder mit düsenantrieb über die map heizen kann. Ist das die neue form von digitalem wellness? Ist uns wirklich so wenig zuzumuten dass wir an ein bisschen einarbeit und herausforderung schon zerbrechen würden? Ich weiß und bin auch der meinung dass spiele zur entspannung da sind aber ein bisschen belohnungsgefühl aus eigener anstrengung heraus kann durchaus und oft mehr zur entspannung beitragen, zumindest geht’s mir so.
Naja bumbumberieselung und blinkende digitale elefantentöter sind wohl attraktiver.
Aber was red ich so viel. Infinity ward hat den heiligen gral der zockermentalität des 21 Jhdts entdeckt. Die büchse der pandora der videospielindustrie steht offen wie ein scheunentor. Dieses spiel wird wieder alle rekorde brechen. Und in 2 wochen brauch ich einen facebookaccount und ne anleitung um aufs klo zu gehen.