4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

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Oldholo
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Oldholo »

Fiddlejam hat geschrieben:Nein, es war als MMO geplant. Wie bereits gesagt, wäre p2p das aktuell stabilere und erfolgreichere Modell, hätten sie es zu einem p2p-MMO gemacht.
..und lustig drehten sie sich im Kreise.
Ich sehe nirgends (!) eine Ankündigung oder Stellungnahme von einem der Entwickler der genannten Spiele, dass eines davon als MMO geplant gewesen sei, die ersten Anmerkungen in diesem Zusammenhang sind immer "Free2Play". Was bewegt Dich also bitte zu Deiner Annahme?
Genauso wenig sehe ich einen Grund zu der Annahme, dass ein P2P-MMO je in Betracht gezogen worden wäre, wenn die Umstände bspw. noch wie vor 7 Jahren wären.
Wo steht "Wir wollten ein MMO machen, da bot sich F2P an"?
Zu besagter P2P-MMO-Hochzeit kamen einige recht erfolgreiche Ableger von C&C und Anno heraus, Singleplayer, keine MMOs.
Ich hab' noch immer keine Gegenargumente gehört.
Fiddlejam hat geschrieben:So what? Deshalb muss es nicht das bessere sein.
Das behaupte ich an dieser Stelle doch überhaupt nicht. Du hast den Satz aus dem Kontext gerissen,
Fiddlejam hat geschrieben:Spiele wie Ghost Recon Online, Anno Online oder eben C&C Online sind von vorn herein als MMOs geplant. Sie werden nicht zuerst als normales SP-Game mit MP-Bonus geplant und dann komplett umgerollt, weil jemand f2p schreit.
Sie werden als F2P-Onlinegame geplant, weil das gerade so erfolgreich ist. Das Buzzword "F2P", nicht "Online". Weil das neue Märkte erschließt, neue Kunden, taschengeldkompatibel ist.
Wenn ich ein Aktionär eines größeren Publishers und kein Zocker wäre, wäre es mir völlig wurscht, ob Spiel XY nun Online oder Offline abläuft, solange es die bestmögliche Rendite abwirft.
Mich interessiert dann das Bezahlmodell und wie es angenommen wird, nichts Anderes. Und Oh Schreck! F2P soll gerade sehr in Mode sein, hohe Nutzerzahlen dank geringstmöglicher Zugangshürde, niedrige Einzelpostenpreise und damit einhergehend geringe Hemmschwellen. Beim Konkurrenten und diesem hauseigenen Referenzprodukt gehen die Zusatzinhalte weg wie warme Semmeln. Dieser Analyst hat das auch bestätigt. Der Wahnsinn! Das will ich hierfür auch haben, dieses Free2Play!

Mannomann, müßige Diskussion..
Fiddlejam
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Fiddlejam »

Ich sehe nirgends (!) eine Ankündigung oder Stellungnahme von einem der Entwickler der genannten Spiele, dass eines davon als MMO geplant gewesen sei, die ersten Anmerkungen in diesem Zusammenhang sind immer "Free2Play". Was bewegt Dich also bitte zu Deiner Annahme?
Damit wären wir wieder bei der Frage "Hat man bei Dota gesagt >>Wir wollen einen CashShop mit Skins, Boosts und Truhenschlüsseln<< oder hatte man zuerst eine Idee fürs Spiel?"

C&C Online, Anno Online, Ghost Recon Online, die sind alle von Beginn an als MMOs konzipiert.
Wäre der erste Gedanke f2p gewesen statt MMO, hätte man zuerst Einnahmequellen konzipiert und darum herum das Spiel gebaut, wie man es bei vielen Asiagrindern macht.
Wäre das Bezahlmodell der erste Gedanke, wäre der Content drumherum aufgebaut - in diesen Fällen ist aber das Bezahlmodell um den Content herum aufgebaut.
Zu besagter P2P-MMO-Hochzeit kamen einige recht erfolgreiche Ableger von C&C und Anno heraus, Singleplayer, keine MMOs.
Ich hab' noch immer keine Gegenargumente gehört.
Und? Das passiert auch heute noch. Anno 2070. Ghost Recon Future Soldier. Siedler 7. Heroes of Might and Magic 4.
Alles Singleplayer Marken, zu denen paralell Free to plays entwickelt wurden.
Das behaupte ich an dieser Stelle doch überhaupt nicht. Du hast den Satz aus dem Kontext gerissen,
Dann erkläre mir bitte, was du damit meinst, wenn du auf mein "f2p ist das erfolgreichere Modell" damit antwortest.
Sie werden als F2P-Onlinegame geplant, weil das gerade so erfolgreich ist. Das Buzzword "F2P", nicht "Online". Weil das neue Märkte erschließt, neue Kunden, taschengeldkompatibel ist.
Wir hatten die selbe Geschichte auch schon mit p2p. SWToR. Aion. RIFT. Tera. Die sind alle auf den p2p-Zug aufgesprungen, wie jetzt viele Marken auf den f2p-Zug.
Deshalb sage ich: p2p oder f2p ist egal. Ein Entwickler wird nicht mit dem Gedanken beginnen "wir machen f2p", sondern "wir machen ein MMO". Das Bezahlmodell entsteht dann je nach aktuell sinnigem Modell. Gerade der Umstieg ehemaliger p2ps auf f2p zeigt doch, dass wie wenig verankert die Bezahlmodelle im Content des Spiels an sich sind.
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Oldholo
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Oldholo »

Weißt Du was?
Wir kommen so nicht weiter und reden total an einander vorbei.
Glaub', was Du glauben willst. :wink:
Fiddlejam
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Fiddlejam »

Wir reden nicht aneinander vorbei, ich verstehe durchaus was du willst.

Du meinst, dass f2p zur Verwurstung ehemaliger SP-Marken führt. Wie ich aber nun schon mehrfach dargelegt habe, ist das ebenso mit p2p möglich.
Daraus schlussfolgere ich nun, dass der Content unabhängig vom Bezahlmodell ist und man hingegen die Wurzel des Ganzen sehen soll: f2p und p2p sind MMO-Bezahlmodelle, beide können dazu führen, dass Ableger einer Singleplayer-Serie zu MP-only werden, ergo liegt es am MMO-Modell.
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Oldholo
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Oldholo »

Fiddlejam hat geschrieben:Wir reden nicht aneinander vorbei, ich verstehe durchaus was du willst.
Ja, aber...:
Fiddlejam hat geschrieben:f2p und p2p sind MMO-Bezahlmodelle, beide können dazu führen, dass Ableger einer Singleplayer-Serie zu MP-only werden, ergo liegt es am MMO-Modell.
..das ist eine "Cum hoc ergo propter hoc"-Schlussfolgerung, die so einfach nicht haltbar ist.
Natürlich: Würden alle Spieler der Welt plötzlich nur noch P2P-MMOs spielen, würde es lauter neuer P2P-MMOs geben und es würde die selben Folgen für die SP-Sparte haben.
In dem Falle würde ich Dir sogar Recht geben, dann wären MMOs "Schuld" daran, denn das Zahlungsmodell wäre natürlich identisch.
Jedoch sind die Menschen (sprich: Spieler) aktuell nicht MMO-versessener als vor Jahren. Sie finden es nur klasse, kostenlos spielen zu können.

Gedankenexperiment: Was würde geschehen, wenn fortan etliche Singleplayerspiele F2P wären? Ich orakele: Es würden deutlich mehr Spieler diese SP-F2Ps spielen.
Experiment 2: Was würde geschehen, wenn fortan etliche Multiplayerspiele wieder P2P wären? Ich orakele: Es würden deutlich weniger Spieler diese MP-P2Ps spielen.

Gehen wir da konform?

Wenn ja: Das ist, was ich meine. Nicht der Aspekt "Multiplayer" führt zu den aktuellen Umwälzungen im Computerspielemarkt, sondern "Free2Play". Das ist die einzig logische Schlussfolgerung, die ich diesbezüglich sehe.
Wenn nein: Dann kommen wir wohl doch nicht auf einen Punkt, wegen fundamentaler Differenzen in der Sicht auf die Dinge. :wink:
marschmeyer
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von marschmeyer »

Das heißt, Quake 4 ist eine Illusion und 1999 war das F2P-Modell Schuld daran, dass ein reiner Multiplayertitel entwickelt wurde.
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Oldholo
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Oldholo »

Troll harder, marschmeyer. :roll:
Fiddlejam
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Fiddlejam »

Wenn ja: Das ist, was ich meine. Nicht der Aspekt "Multiplayer" führt zu den aktuellen Umwälzungen im Computerspielemarkt, sondern "Free2Play". Das ist die einzig logische Schlussfolgerung, die ich diesbezüglich sehe.
Soweit schon, aber du legst hier zwei verschiedene Maßstäbe an, nämlich p2p-MMO und f2p-SP.
Zweiteres existiert aber in der Realität überhaupt nicht.
Bleiben wir also bitte bei 2 MMOs mit zwei Bezahlmodellen, f2p und p2p.

Abgesehen davon, ja, selbstverständlich wird das f2p-Spiel erfolgreicher - weil es das stärkere Bezahlmodell hat.
Aber wie bereits x-mal gesagt, hätte sich p2p durchgesetzt, hätten wir eine p2p-Welle. Wie wir sie in abgeschwächter Form auch schon hatten.
Ich könnte ebensogut behaupten, dass der Retailmarkt an der Shooterwelle Schuld ist, nur weil er aktuell stärker als der Downloadmarkt ist. Könnte sich aber jederzeit ändern, je nach aktueller Stimmung des Verbrauchers.

Ich meine, worüber streiten wir uns eigentlich genau?
Wir sind uns doch in soweit einig, dass sowohl p2p als auch f2p zwangsläufig MP-only Spiele mit sich ziehen?
Wenn ja, warum soll man nicht einfach den Oberbegriff MMO nutzen?
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mindfaQ
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von mindfaQ »

Solange der Inhalt passt, ist doch alles iO. Dota 2, Team Fortress 2, HoN (inzwischen) sind tolle Vertreter dieses Bereiches. Natürlich gibt es auch schlechte oder mittelmäßige Beispiele dieses Bezahlmodells, gibt aber auch Vollpreisspiele, für die man nie 40 Euro bezahlen würde, insofern: kommt immer auf den Inhalt an, wenns zum Spiel passt warum nicht f2p nutzen. Generell dagegen sein halte ich für ziemlich dämlich.
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Wigggenz
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Wigggenz »

mindfaQ hat geschrieben:Solange der Inhalt passt, ist doch alles iO.
Wäre es, wenn nicht die Anbieter alle voneinander abschauen und eiskalt auf Gewinnmaximierung programmiert wären.

Der Erfolg so vieler f2p-Games lässt die Publisher darüber nachdenken, ob sie nicht viel mehr Geld verdienen könnten, wenn sie mehr in f2p investieren als in Titel mit anderen Bezahlmodellen.

Das bedeutet, f2p verdrängt langsam normale Vollpreisspiele. Entweder, indem Reihen einfach in ihrer alten Form eingestampft werden und als f2p fortgeführt werden (Beispiel AoE online), oder indem man verstärkt nach Ideen für neue f2ps als für neue Spiele mit anderen Bezahlmodellen Ausschau hält, bzw. aber eher Budgetgelder für f2p-Entwicklung als für etwas Anderes bereitstellt.

Das wäre auch O.K., wenn nicht mit f2p gewisse Nachteile verbunden wären. Spiele, die nicht dem Modell pay-to-win sind selten, und f2p setzt automatisch MP-only voraus.

Im Endeffekt bedeutet das, dass der Erfolg zu f2p mit verantwortlich dafür ist, dass der Markt von derartigen Spielen überschwemmt wird und man viel weniger Highlights an "normalen" Spielen hat. Ein Symbol dafür ist meines Erachtens nach die Gamescom, die von Jahr zu Jahr schlimmer davon verseucht wurde, sodass ich es dieses Jahr nicht einmal mehr ertragen konnte, hinzufahren.
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mindfaQ
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von mindfaQ »

@wigggenz: das liegt nicht an f2p, sondern daran dass die Zielgruppe für seichte Spiele inzwischen viel Größer geworden ist. Grund: heutzutage hat so gut wie jeder junge Mensch einen PC und/oder Smartphone zur Hand. Früher waren eben eher analytisch denkende Menschen an Computern tätig bzw. haben sich dafür interessiert und die haben sich so einen Quatsch nunmal nicht angetan. Kann dir aber trotzdem egal sein, da die Nische für geübte Spieler nicht aussterben wird, genauso wenig wie plötzlich die Programmierer sterben, die das gleiche in Spielen schätzen wie du.
Ergo: Anzahl der guten Spiele bleibt ungefähr gleich, es werden mehr schlechte Spiele produziert (meist mit niedrigere Produktionskosten, ähnlich der HartzIV-Dokus auf den Privatsendern) -> das Verhältnis ändert sich, hat auf dich aber garkeinen Einfluss da du trotzdem nicht mehr oder weniger gute Spiele präsentiert bekommst.

Außerdem machst du den falschen Schluss, dass f2p zu schlechten Spielen führt. Derweil ist es andersherum, da f2p gerne benutzt wird um Billigproduktionen an den Mann zu bringen (die sich als Vollpreistitel nicht verkaufen würden). Das macht f2p aber nicht zu einem schlechten Modell per se.
Fiddlejam
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Fiddlejam »

Oh bitte, nicht wieder diese "Modell x zerstört Modell y". Das hatten wir auch schon mit Download und Retail.

Age of Empires war als Vollpreis-Marke schon lange vor der Entwicklung des free to play-Ablegers abgehakt.
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Wigggenz
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Wigggenz »

Fiddlejam hat geschrieben:Oh bitte, nicht wieder diese "Modell x zerstört Modell y". Das hatten wir auch schon mit Download und Retail.
Retail ist längst nicht mehr das, was es mal war. ;)

"Booklets" sind nur noch extrem wenige Seiten stark (die Werbung in der Hülle macht meistens die Mehrheit an Papier aus) und enthalten nur eine grobe Steuerungsübersicht, die Hüllen werden immer schrottiger und alles ist vollkommen lieblos designed.

Die einzigen von der Qualität der Verpackung her halbwegs akzeptablen Retail-Versionen sind überteuerte Special- oder Collector's-Editions, deren Preis nur in die Höhe getrieben wird durch Software-Boni, sinnlose Actionfiguren und (für mich zumindest) uninteressante Artbooks.

Wenn ich nicht die Download-Limitierung beim LTE hätte, würde ich das meiste nur noch herunterladen (was allerdings auch nicht viel ist, da ich mir generell wenig Spiele zulege), obwohl ich eigentlich ein Fan von Retail-Spielen bin. Aber das ist es heute einfach nicht mehr wert.

Und ja, die Ursache für die immer lieblosere Behandlung von Retail sehe ich in der Dominanz des Downloads. Wenn man für das gleiche Geld Spiele ohne Produktionsnebenkosten wie Hüllen oder DVDs anbieten kann, dann verwendet man natürlich weniger Mittel für Retail.

Die These "Modell x zerstört Modell y" ist also durchaus berechtigt.

Ich bin jedenfalls gespannt, was die Zukunft so bringt, ich vermute nicht viel Gutes.
marschmeyer
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von marschmeyer »

Wigggenz hat geschrieben:
Fiddlejam hat geschrieben:Oh bitte, nicht wieder diese "Modell x zerstört Modell y". Das hatten wir auch schon mit Download und Retail.
Retail ist längst nicht mehr das, was es mal war. ;)

"Booklets" sind nur noch extrem wenige Seiten stark (die Werbung in der Hülle macht meistens die Mehrheit an Papier aus) und enthalten nur eine grobe Steuerungsübersicht, die Hüllen werden immer schrottiger und alles ist vollkommen lieblos designed.

Die einzigen von der Qualität der Verpackung her halbwegs akzeptablen Retail-Versionen sind überteuerte Special- oder Collector's-Editions, deren Preis nur in die Höhe getrieben wird durch Software-Boni, sinnlose Actionfiguren und (für mich zumindest) uninteressante Artbooks.
.
Das war schon vor der "alles nur zum runterladen"-Zeit so, das kam mit der Einführung der DVD-Hüllen, wenn ich mich recht entsinne. Die konnte man so ins Regal stellen, ohne Pappe, aber es ist nicht genug Platz für wirklichen Krimskrams.
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Wigggenz
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Re: 4Players-Umfrage: Was haltet ihr von Free-to-play?

Beitrag von Wigggenz »

marschmeyer hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:
Fiddlejam hat geschrieben:Oh bitte, nicht wieder diese "Modell x zerstört Modell y". Das hatten wir auch schon mit Download und Retail.
Retail ist längst nicht mehr das, was es mal war. ;)

"Booklets" sind nur noch extrem wenige Seiten stark (die Werbung in der Hülle macht meistens die Mehrheit an Papier aus) und enthalten nur eine grobe Steuerungsübersicht, die Hüllen werden immer schrottiger und alles ist vollkommen lieblos designed.

Die einzigen von der Qualität der Verpackung her halbwegs akzeptablen Retail-Versionen sind überteuerte Special- oder Collector's-Editions, deren Preis nur in die Höhe getrieben wird durch Software-Boni, sinnlose Actionfiguren und (für mich zumindest) uninteressante Artbooks.
.
Das war schon vor der "alles nur zum runterladen"-Zeit so, das kam mit der Einführung der DVD-Hüllen, wenn ich mich recht entsinne. Die konnte man so ins Regal stellen, ohne Pappe, aber es ist nicht genug Platz für wirklichen Krimskrams.
Nun ja, mein erstes Beispiel habe ich gefunden, als ich mich zufällig zum Regal umdrehte und mein "Schlacht um Mittelerde 2" dort stehen sah. Aufgemacht, und: 72 Seiten Booklet. Dann zum Vergleich Shogun 2: 17 Seiten Booklet. Für das 70mal komplexere Spiel gibt es nur ein 17 Seiten starkes Booklet. Ganz abgesehen von der tonnenweise Werbung, die ich beim ersten Öffnen drin gefunden habe.

Ich persönlich bin ein Riesenfan von Booklets. Ich lese mir immer jedes Booklet durch, bevor ich ein Spiel spiele. Bzw. tat das, als man die Booklets noch Booklets nennen konnte.

Ein (für mich) wichtiger Teil des Retailmodells ist also schon zerstört. Die Ursache sehe ich darin, dass Retail anscheinend zu unwichtig geworden ist, um noch in mehr als das Allernötigste zu investieren. Finde ich persönlich traurig.