so schaut's aus. Was du als die "Dummheit der Masse" darstellst (hat für diese Aussage ein FDPler nicht mal schwer einen auf den Deckel bekommen..?), bleibt ja nach dem Zerfall von den großen Firmen. Ich bin ein Fan des freien Willens des Menschen. Wer zwingt dich denn zu was? Wer zwingt jemanden, Produkte von EA zu kaufen? Wer zwingt Eltern, zu McDoof zu fahren? Wer zwingt mich, mein Geld in riskante Geschäfte zu investieren (und alles bei einer Rendite von größer 3% hat ein gewisses Risiko...)? Ich kann Banker nicht ausstehen, aber hier reden wir auch teilweise von Betrug und Unterschlagung, das ist nochmal ein anderes Kaliber. Wenn Eltern mit den Kindern als Belohnung zu McD gehen, passiert genau das, was heute Millionen täglich dahintreibt: Wenn die älter werden und zu McD gehen, schaltet das Gehirn auf Belohnung und man fühlt sich wohl da, ohne zu wissen warum.
Aber diese Praxis ist seit den 70ern bei McD so gewollt, warum machen es andere nicht? Ist es so schwer, in seiner Gastronomie eine Spieleecke einzubauen? Oder draußen eine Rutsche? Ein besonderes Kindermenü mit Spielzeug? Es stand und steht jedem frei, es so zu machen wie die goldenen Titten von Amerika, aber wer macht es denn?
Warum muss immer alles verboten werden, nur weil man es mit fragwürdigen Geschäftspraktiken zu tun hat? Alle reden davon, wie Lobby-verseucht die Politik ist, warum also immer auf schärfere Gesetze pochen oder hoffen? Entscheidet selbst und kommt damit klar, aber wenn mir immer ein Windmühlenkampf wegen illegalen Downloads prophezeit wird, dann ist das auch nichts anderes, wenn man dann alles regulieren und gesetzlich regeln will.
Markencheck, Supersize me und andere Berichte/Reportagen haben quasi alle Machenschaften von McDoof und Konsorten entlarvt. Und? Soll ich den Laden per Gesetz jetzt verbieten, damit alle zum nächsten Pharisäer rennen? McDonalds schließt, McBurger macht auf und das ganze beginnt von vorne. Kann ich auch nicht alles gutheißen, aber ich gönne jeder Firma oder Unternehmer den Erfolg, wenn er es geschafft hat, ein Produkt an den Markt zu bringen, mit dem er den Nerv einer großen Zielgruppe getroffen hat. Und REIN WIRTSCHAFTLICH gesprochen, gönne ich Kalashnikov auch den Erfolg seiner Ware, auch wenn ich den Einsatz der Ware auch schon selbst mal negativ erlebt habe.
Und wen nimmt EA denn bitte betrügerisch aus? Die bieten eine Ware an, bei der man selbst entscheiden kann, ob man sie kauft oder nicht. Das ist alles.
Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue Märkte
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Re: Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue M
@The Incredible Hojo
versteh mich nicht falsch, auch ich bin gegen verbote oder bevormundung durch dritte, auch bei mir steht aufklärung, selbstbestimmung und "erziehung" zum eigenverantwortlichen handeln ganz oben auf der "freie menschen"-liste!
nur seh das mit dem gönnen des wirtschaftlichen erfolges halt anders, wir kommen da einfach auf keinen grünen zweig!
greetingz
versteh mich nicht falsch, auch ich bin gegen verbote oder bevormundung durch dritte, auch bei mir steht aufklärung, selbstbestimmung und "erziehung" zum eigenverantwortlichen handeln ganz oben auf der "freie menschen"-liste!
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Re: Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue M
was ja an sich nichts Schlimmes ist. Wäre ja blöd, wenn alle die gleiche Meinung hätten. Oder haben müssten...
- Wigggenz
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Re: Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue M
Ich habe noch einen einfachen Weg gefunden, meine Missgunst gegenüber EA zu beschreiben.
EA (unterstützt von anderen Majors) sind mit dafür verantwortlich, dass das heutige Spielangebot sich zu einem großen Teil in hirnlose, riesige (Action-)AAAs und extrem nischenbezogene, minimalistische Indies aufgespalten hat.
Ich persönlich werde von beidem nicht besonders gefesselt. AAAs stoßen mich oft direkt ab und Indies sind für mich leider nicht länger als ein paar Minuten interessant (auch wenn ich wünschte es wäre anders).
Früher war das Angebot viel breiter und vielfältiger, da nicht die gesamte Arbeitskraft der Entwickler auf wenige, dafür riesige Millionenprojekte fokussiert wurde, sondern viel mehr kleine, nicht so mit Geld vollgepumpte Titel erschienen.
Es ist quasi so, als wäre eine Restaurantlandschaft mit vielen mittelgroßen Restaurants zu einer Landschaft mit ein paar riesigen Filialen von Ketten geworden, denen ganz kleine Läden mit extrem exotischen Menüs, die sich die Ketten nicht trauen, gegenüberstehen. Die Ketten sind langweilig, die Exoten zu speziell.
Dank EA und Konsorten haben viele heute weniger Spaß an Videospielen. Und man ist in keiner Form moralisch oder ethisch dazu angehalten, jemandem dafür wirtschaftlichen Erfolg zu gönnen.
Auf fragwürdige Geschäftspraktiken will ich hier nicht einmal eingehen.
EA (unterstützt von anderen Majors) sind mit dafür verantwortlich, dass das heutige Spielangebot sich zu einem großen Teil in hirnlose, riesige (Action-)AAAs und extrem nischenbezogene, minimalistische Indies aufgespalten hat.
Ich persönlich werde von beidem nicht besonders gefesselt. AAAs stoßen mich oft direkt ab und Indies sind für mich leider nicht länger als ein paar Minuten interessant (auch wenn ich wünschte es wäre anders).
Früher war das Angebot viel breiter und vielfältiger, da nicht die gesamte Arbeitskraft der Entwickler auf wenige, dafür riesige Millionenprojekte fokussiert wurde, sondern viel mehr kleine, nicht so mit Geld vollgepumpte Titel erschienen.
Es ist quasi so, als wäre eine Restaurantlandschaft mit vielen mittelgroßen Restaurants zu einer Landschaft mit ein paar riesigen Filialen von Ketten geworden, denen ganz kleine Läden mit extrem exotischen Menüs, die sich die Ketten nicht trauen, gegenüberstehen. Die Ketten sind langweilig, die Exoten zu speziell.
Dank EA und Konsorten haben viele heute weniger Spaß an Videospielen. Und man ist in keiner Form moralisch oder ethisch dazu angehalten, jemandem dafür wirtschaftlichen Erfolg zu gönnen.
Auf fragwürdige Geschäftspraktiken will ich hier nicht einmal eingehen.
- The Incredible Hojo
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Re: Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue M
Der Grund, warum Majors ihr Sortiment schmaler gemacht haben, liegt daran, dass die vielen Titel, die so nebenher schwammen, sich eben nicht gerechnet haben. Die Majors sind wahrscheinlich die, die sich am meisten dafür interessieren, was die Spieler spielen wollen - nur halt eben die meisten Spieler, die ihre Mehrheit eben in eben jenen Art von Games haben, die jetzt auf uns losgelassen werden.
So ungemütlich das klingt, der Verbraucher selbst ist "Schuld" daran. Spielen wurde ein Massenhobby, weshalb diejenigen, die schon seit Ewigkeiten spielen, ich nenne sie mal old-schooler oder system-shocker, einen immer mehr schrumpfenden Anteil am Markt hatten. Zudem kamen neue Gruppen hinzu, die früher nie ein Thema waren, Stichwort Wii Fit und Konsorten. Die Gamergemeinde wurde größer und größer und während man früher noch mitleidige Blicke und eine Bestellliste vom Pizzadienst bekam, wenn man sagte man sei Gamer, ist das heute ein Hobby wie jedes andere auch.
Mit Titeln, die sich Millionen mal verkaufen, wuchs der Anspruch der Firmen an die Spiele und wenn man eben bestimmte Zahlen erreichen will, dann muss man sie massenkompatibel machen. Gefällt keinem hier, ist aber so. Trotz allem hat EA und andere Majors nur das gemacht, was absolut jedes Studio machen würde: Sich daran orientiert, welches Produkt sich am besten vermarktet und davon Ableger gemacht. Und frage doch mal die Majors: Es geht alles darauf hinaus, das Sortiment zu verkleinern, wenige Neuheiten aber dafür starke Franchise-Marken, wenig Experimente. Das für uns Schlimme ist: Es wird sich wieder bombig verkaufen. Aber was für uns schlimm ist, ist für Millionen anderer optimales Spielvergnügen. Muss man dann mit Spocks letzten Worten nehmen....
So ungemütlich das klingt, der Verbraucher selbst ist "Schuld" daran. Spielen wurde ein Massenhobby, weshalb diejenigen, die schon seit Ewigkeiten spielen, ich nenne sie mal old-schooler oder system-shocker, einen immer mehr schrumpfenden Anteil am Markt hatten. Zudem kamen neue Gruppen hinzu, die früher nie ein Thema waren, Stichwort Wii Fit und Konsorten. Die Gamergemeinde wurde größer und größer und während man früher noch mitleidige Blicke und eine Bestellliste vom Pizzadienst bekam, wenn man sagte man sei Gamer, ist das heute ein Hobby wie jedes andere auch.
Mit Titeln, die sich Millionen mal verkaufen, wuchs der Anspruch der Firmen an die Spiele und wenn man eben bestimmte Zahlen erreichen will, dann muss man sie massenkompatibel machen. Gefällt keinem hier, ist aber so. Trotz allem hat EA und andere Majors nur das gemacht, was absolut jedes Studio machen würde: Sich daran orientiert, welches Produkt sich am besten vermarktet und davon Ableger gemacht. Und frage doch mal die Majors: Es geht alles darauf hinaus, das Sortiment zu verkleinern, wenige Neuheiten aber dafür starke Franchise-Marken, wenig Experimente. Das für uns Schlimme ist: Es wird sich wieder bombig verkaufen. Aber was für uns schlimm ist, ist für Millionen anderer optimales Spielvergnügen. Muss man dann mit Spocks letzten Worten nehmen....
- Wigggenz
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Re: Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue M
Das unter dem Ziel der Gewinnmaximierung alles richtig gemacht wurdem, zweifelt ja auch niemand an.
Dennoch muss man ihnen den Erfolg nicht gönnen. Wären EA&Co. mit ihren Versuchen, alles Massenkompatibel zu machen, auf die Nase gefallen, hätte das gezeigt, dass die Masse eben nicht so stumpf actionhungrig ist, sondern Diversität bevorzugt.
Aber EA&Co. waren nunmal erfolgreich. Was die Masse als stumpf actionhungrig ausweist. Ihnen den Erfolg zu gönnen steht für mich auf einer Linie wie den stumpfsinnigen Actionhunger der Masse als neutrale Eigenschaft und unveränderlich zu akzeptieren. Aber ich sehe das als eine Art Krankheit. Aber ich habe noch Hoffnung, dass die Massen den AAA-Einheitsbrei irgendwann satt haben, und tue mein Bestes dazu, indem ich mir keine stupide Action mehr kaufe und auch versuche, einigen meiner Freunde meinen Standpunkt nahe zu bringen.
Dennoch muss man ihnen den Erfolg nicht gönnen. Wären EA&Co. mit ihren Versuchen, alles Massenkompatibel zu machen, auf die Nase gefallen, hätte das gezeigt, dass die Masse eben nicht so stumpf actionhungrig ist, sondern Diversität bevorzugt.
Aber EA&Co. waren nunmal erfolgreich. Was die Masse als stumpf actionhungrig ausweist. Ihnen den Erfolg zu gönnen steht für mich auf einer Linie wie den stumpfsinnigen Actionhunger der Masse als neutrale Eigenschaft und unveränderlich zu akzeptieren. Aber ich sehe das als eine Art Krankheit. Aber ich habe noch Hoffnung, dass die Massen den AAA-Einheitsbrei irgendwann satt haben, und tue mein Bestes dazu, indem ich mir keine stupide Action mehr kaufe und auch versuche, einigen meiner Freunde meinen Standpunkt nahe zu bringen.
- melkor23
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Re: Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue M
@ The Incredible Hojo: könntest Du mal den unfassbaren Deppenapostrophen in Deiner Signatur korrigieren - den Titel eines Buches von Douglas Adams so falsch geschrieben zu sehen, schmerzt echt.
Back to topic: ich kaufe nichts mehr von EA, das letzte war Need for Speed: Hot Pursuit von vor zwei Jahren. Ebenso sind Codemasters (DiRT 3-DLC-Generve mitten in bereits abgeschlossenen Meisterschaften) und Activision (CoD-Overkill) raus.
Nach dem größtenteils enttäuschenden DLC (nur ein kurzer Kampagnen-DLC) für Gears of War 3 war das auch mein letztes Epic-Spiel.
Wer sich deren Spiele kauft, soll das ruhig machen, aber wie man bei EA jetzt schon sieht, bin ich nicht der einzige, der sie nicht mehr kauft.
Bei Assassin's Creed und Halo bin ich Fanboy, da kauf ich alles.
Back to topic: ich kaufe nichts mehr von EA, das letzte war Need for Speed: Hot Pursuit von vor zwei Jahren. Ebenso sind Codemasters (DiRT 3-DLC-Generve mitten in bereits abgeschlossenen Meisterschaften) und Activision (CoD-Overkill) raus.
Nach dem größtenteils enttäuschenden DLC (nur ein kurzer Kampagnen-DLC) für Gears of War 3 war das auch mein letztes Epic-Spiel.
Wer sich deren Spiele kauft, soll das ruhig machen, aber wie man bei EA jetzt schon sieht, bin ich nicht der einzige, der sie nicht mehr kauft.
Bei Assassin's Creed und Halo bin ich Fanboy, da kauf ich alles.
- The Incredible Hojo
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Re: Electronic Arts: Riccitiello über Börsenkurse und neue M
Ein einfaches "der Apostroph bei thanks ist falsch" hätte auch gereicht, aber wie schon mal jemand geschrieben hat, das Internet macht aggressiv...melkor23 hat geschrieben:mal den unfassbaren Deppenapostrophen
Aber wenn es so schmerzt, bitte, ist ja kein Aufwand.
