Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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Deuterium
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Deuterium »

Ich bin mir sogar fast sicher, dass viele Youtuber gerne eine anständige Diskussion führen würden, auch mit andersdenkenden Wesen. Aber kein Mensch, der sonst noch alle Tassen im Schrank hat, wühlt sich durch tausende Hassbekundungen, um eine konstruktive Unterhaltung zu führen. Man kann da auch an die 5% denken, die sich diese Unterhaltung wünschen, aber wahrscheinlich niemals erhört werden, weil die fundierte Kritik irgendwo absäuft. Wenn man niemals eine Antwort bekommt, ist das ja auch frustrierend. Für diese Leute gibt es dann aber immer noch die Möglichkeit einer persönlichen Nachricht.
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Provo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Provo »

ThePanicBroadcast hat geschrieben:
Provo hat geschrieben:Oh Gott, eine Frau wagt es Dinge die wirklich abfucken, zu kritisieren und Videospieler auf der ganzen Welt rasten aus.
Sexismus ist nicht nur ein Problem wenn es bei irgendwelchen Politikern erkannt wird, Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem.
Viel zu viele Videospiele transportieren Rollenbilder aus der Steinzeit und das sich mal jemand die Mühe macht das in nem schönen Video aufzubereiten finde ich gut.
Wieso krieg ich davon nur nie etwas mit :?:
Ich weiß nicht, vielleicht verschließt du deine Augen?
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JesusOfCool
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von JesusOfCool »

Abe81 hat geschrieben:
JesusOfCool hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben:für die Begriffsstutzigen: "Frau" ist hier die Beleidigung, nichtmal die Person, die beleidigt wird; das ist der effimisierte Mann Justin Bieber.
also ich bin ja grundprinzipiell auf deiner seite, aber DAS funktioniert auch in die andere richtung. ;)
Kehrseite derselben Medaille: Alles, was nicht ins feminine Schema passt, wird in andere Kategorien überführt: Mannsweib etc...
ja ich weiß, das wird oft als argument gegen das ganze feminismuszeug genannt und selten greift es wirklich. in diesem fall passt es meiner meinung nach aber ganz gut. ist gern oberflächlich begründet und wenn nicht basiert es auf klischees. und das alles komplett geschlechterunabhängig.

aus einem feministischem standpunkt aus gibts da also nicht dran auszusetzen. beschissen ist es trotzdem. ^^
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

brent hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben:
Die 5% müssen nicht schweigen, das ist ein Scheinargument (siehe oben: andere Publikationsmöglichkeiten en masse).

Prinzipien und Konsequenz sind eine nützliche Zuflucht. Welche Prinzip wird hier denn verteidigt? Und warum forderst du Konsequenz ein? Das Video als solches zu publizieren ist doch schon sehr konsequent, sich für eine bestimmte Position zu exponieren (mit Namen und kompletter Darstellung der Person, also alles andere als anonym). Und wenn man dann von sich sagen würde: Ich drehe gerne das Video, setze mich aber nur ungernen diesen Schmähungen aus, ist das inkonsequent und disqualifiziert deswegen das Video? Oh boy!
Die "stark und unabhängig"-Tour zu fahren, Investitionen einzutreiben und dann nicht mal den Investoren eine Plattform zu bieten, eine Auseinandersetzung mit ihrer Investition zu ermöglichen, ist billig und platt. Wie ihre Produktion, wie ihre Ausführungen. Überholt, überflüssig, überteuert.
Sich irgendwo abzulichten und dabei antiquierte Allgemeinplätze runterzurattern, hats das wirklich gebraucht? Wenn sie "ihrem Geschlecht" was gutes tun will, soll sie was ernstzunehmendes liefern. Wikipedia runterstottern kann jeder.
Du sprichst darüber, als sei es eine Aktiengesellschaft. Das 'überholt' steht hier gerade zur Debatte, das einfach zu präjudizieren, ist ein rhetorischer Trick: Man behauptet einfach das, was man beweisen möchte. Überflüssig ebenso. Überteuert ist ein Scheinargument, weil du keine Einsicht in die Produktionskosten und Produktionsmittel hast. Ach, als ginge es dir um das Geld... wie scheinheilig, hier den geprellten Steuerzahler zu mimen. Inhaltlich gehst du auch auf nichts ein.

Die "stark und unabhängig"-Tour ist nunmal eine spezielle Forderung an Frauen, die sich zur Wehr setzen. Jedes "Einknicken" wird da als inkonsequent abgestraft. Die Faktoren, die aber zum "Einknicken" führen werden da ignoriert, sondern an der Person festgemacht, als ihr persönliches Versagen. Diese Art von Kritik ist wirklich die reaktionärste, es lässt keinen Ausweg zu.
Draegonfly90
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Draegonfly90 »

Abe81 hat geschrieben:
ThePanicBroadcast hat geschrieben:
Provo hat geschrieben:Oh Gott, eine Frau wagt es Dinge die wirklich abfucken, zu kritisieren und Videospieler auf der ganzen Welt rasten aus.
Sexismus ist nicht nur ein Problem wenn es bei irgendwelchen Politikern erkannt wird, Sexismus ist ein gesellschaftliches Problem.
Viel zu viele Videospiele transportieren Rollenbilder aus der Steinzeit und das sich mal jemand die Mühe macht das in nem schönen Video aufzubereiten finde ich gut.
Wieso krieg ich davon nur nie etwas mit :?:
Das musst du nicht uns fragen, sondern einen Therapeuten deiner Wahl. Gerne erkläre auch ich es dir, wenn du uns ein bisschen mehr von dir offenbarst.
Ich kriege Sexismus auch nie mit, also im wahren Leben. Aber die Medien sind voll davon.
Ich habe weibliche Kommolitonen und weibliche Freunde und trotzdem beschweren tut sich eigentlich niemand.
tamberlane
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von tamberlane »

Abe81 hat geschrieben:
JesusOfCool hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben:für die Begriffsstutzigen: "Frau" ist hier die Beleidigung, nichtmal die Person, die beleidigt wird; das ist der effimisierte Mann Justin Bieber.
also ich bin ja grundprinzipiell auf deiner seite, aber DAS funktioniert auch in die andere richtung. ;)
Kehrseite derselben Medaille: Alles, was nicht ins feminine Schema passt, wird in andere Kategorien überführt: Mannsweib etc...
Das ist zumindest aber nur dann logisch, wenn das Schema aus eindeutig geschlechtsspezifischen Eigenschaften aufgebaut ist. Und wie immer beginnt das Problem aufm Schulhof, wenn sich streitende Jungens als "Du Mädchen!" beschimpfen. Die Frage ist: wie haben Mädchen solche Zwistigkeiten gelöst? Sind diese unterschiede nicht schon irgendwo geschlechtsspezifisch?
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EvilReaper
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von EvilReaper »

Kajetan hat geschrieben: Ich kann nix dafür, wenn Du Dich standhaft jedweder sachlichen Diskussion entziehst, in dem Du nur auf den Film in Deinem Kopf starrst und Dich offenbar keine Sekunde mit dem Video selbst beschäftigt hast. Ganz ehrlich, Du bist das Opfer Deiner eigenen Paranoia und Vorurteile.
Das machst du doch, lüg nicht so dreckig. Ich kenne Leute wie dich nur zu gut, ihr nervt andere mit Hobby-Psychater-Spielchen und dem ignorieren aller Argumente, bis sie keinen Bock mehr haben und fühlt euch dann als Sieger der Diskussion. Wenn man die Kommentare aber rückblickend betrachtet sieht man, dass fast nichts dasteht, was wirklichen Inhalt hatte.
Abe81 hat geschrieben:Ich verstehe wirklich nicht, was daran das Problem sein soll, die Kommentarfunktion zu deaktivieren.
Es sagt aus, dass sie mit der negativen Resonanz nicht klarkommt bzw. dass sie sich gar nicht erst damit auseinandersetzen möchte. Sie zieht den Schwanz ein (höhö), stellt sich quer wie ein Kleinkind und das mit den über Hunderttausend Scheinchen in der Tasche, die sie über Kickstarter für diese Aktion gesammmelt hat... von der kann selbst EA noch was lernen.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

ThePanicBroadcast hat geschrieben: Vielleicht geht es nur mir so, oder es liegt daran, dass ich hauptsächlich mit Leuten in meinem Alter (20) verkehre, für die die Gleichstellung zwischn Mann und Frau fest verankert und völlig außer Frage steht, aber von Seximus in der Gesellschaft bekomme ich nichts mit und habe sowas auch noch nie erlebt. Deshalb halte ich diese Aufschrei Debatte als auch diesen Videospiel Bezug, für übertrieben und unnötig aufgeputscht.
Eine etwas indiskrete Frage, die du auch gerne ignorieren kannst: Welches Geschlecht hast du denn?

Sexismus ist eben eine Sache, die sich primär über Erfahrung vermittelt. Leuten diese abzusprechen, ist erstmal sehr dreist. Wenn daraus Forderungen für die Gesellschaft erwachsen, muss man eben schauen, ob man diese 'subjektiven' Erfahrungen objektivieren kann, also an das gesellschaftliche Verhältnis, das diese produziert, rückbinden. Auch darin sehe ich wenig Probleme.
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Provo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Provo »

Ich kriege Sexismus auch nie mit, also im wahren Leben. Aber die Medien sind voll davon.
Ich habe weibliche Kommolitonen und weibliche Freunde und trotzdem beschweren tut sich eigentlich niemand.
Sexistisches Verhalten auf dem Weg zur Arbeit, auf der Arbeit, auf dem Weg nach Hause, am Wochenende beim weggehen, ...
Was zur Hölle? Muss ich wirklich noch genaue Beispiele geben?
Etwas nicht als Problem zu erkennen weil man es nicht als Problem wahrnimmt, lässt das Problem noch lange nicht verschwinden.
Abe81
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Abe81 »

EvilReaper hat geschrieben:
Abe81 hat geschrieben:Ich verstehe wirklich nicht, was daran das Problem sein soll, die Kommentarfunktion zu deaktivieren.
Es sagt aus, dass sie mit der negativen Resonanz nicht klarkommt bzw. dass sie sich gar nicht erst damit auseinandersetzen möchte. Sie zieht den Schwanz ein (höhö), stellt sich quer wie ein Kleinkind und das mit den über Hunderttausend Scheinchen in der Tasche, die sie über Kickstarter für diese Aktion gesammmelt hat... von der kann selbst EA noch was lernen.
Mit bestimmten Formen von 'Resonanz' (ein lächerlicher Euphemismus für die Legion an widerlichen Beleidigungen) nicht klarkommen, halte ich für legitim (siehe oben). Wenn man sich dann nämlich, anhören muss, den "Schwanz einzuziehen (höhö)", ist die Diskussion auch schon erledigt.

Du benimmst dich wie ein geprelltler Spender, als ginge es dir um die Veruntreuung von Geld. Als ob man dir hier abnehmen würde, daß es dir darum ginge.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Deuterium hat geschrieben:Ich bin mir sogar fast sicher, dass viele Youtuber gerne eine anständige Diskussion führen würden, auch mit andersdenkenden Wesen. Aber kein Mensch, der sonst noch alle Tassen im Schrank hat, wühlt sich durch tausende Hassbekundungen, um eine konstruktive Unterhaltung zu führen. Man kann da auch an die 5% denken, die sich diese Unterhaltung wünschen, aber wahrscheinlich niemals erhört werden, weil die fundierte Kritik irgendwo absäuft. Wenn man niemals eine Antwort bekommt, ist das ja auch frustrierend. Für diese Leute gibt es dann aber immer noch die Möglichkeit einer persönlichen Nachricht.
Eben. Meine Güte, die Leute kriegen es ja selbst auf einer überschaubaren Forumsplattform wie 4players oftmals nicht hin, auch nur fünf Seiten im Thread zurückzulesen, was da so gepostet wurde. Und da soll ausgerechnet auf Youtube eine konstruktive Diskussion möglich sein, wo bei einem Aufregervideo wie diesem hier quasi im Sekundentakt die "Meinungen" reintrudeln würden, bei denen der Großteil daraus bestehen würde, das Pubertierende einer Frau, die altersmäßig ihre Mutter sein könnte, anstößige Angebote unterbreiten?

Würde ich mir auch nicht geben. Auf Youtube kann man zu Nischenthemen mit etwas Glück nette Gleichgesinnte kennen lernen. Zum Diskutieren strittiger Themen ist das Portal aber schlicht und ergreifend von seinem Aufbau her völlig ungeeignet.
TheOriginalDog
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von TheOriginalDog »

Raksoris hat geschrieben:
TheOriginalDog hat geschrieben:
Die Bandbreite ist vorhanden? Nenne mir Spiele mit glaubwürdigen, weiblichen Charakteren. Ich wette darauf, dass du auf nicht mehr als die kommst, die man an einer Hand abzählen kann. Das ist armselig.
Ab wann gilt eine Frau als glaubwürdig?
Ist Samus Aran als intergalaktische Kopfgeldjägerin glaubwürdig?
Oder Lara Croft?
Oder Bayonetta?
Oder die weiblichen Hauptfiguren(die man sich selbst erstellen kann ) in jedem beliebigen RPG?

Überlege dir doch einmal, wie eine Frau aussehen müsste damit Anita es nicht kritisieren würde.
Als Beispiel: Wir versuchen einen glaubwürdigen weiblichen Hauptcharakter in Halo einzupflanzen, anstelle von Master Chief:
Wenn sie zu viel Muskeln hat = Geht nicht da Frauenfeindlich
Rüstung betont Brüste oder Arsch = Geht nicht sexistisch
Frau redet nicht = Geht nicht da Misogyn
Da findet man keinen Konsens da selbst bei Spielen , wo Frauen die absolute Power besitzen , sie selbst von Feministinnen nur auf ihr Aussehen und nicht auf ihr Können reduziert werden ( Siehe Bayonetta, Lollipop Chainsaw Massacre, Heavenly Sword)
Alyx Vance z.B. Sie ist sportlich, aber in Zeiten von Bürgerkrieg hat sie eindeutig keine Zeit auf ihr Make-Up zu achten. Ein super Beispiel, dass man auch schöne Frauen erstellen kann, die trotzdem keine Sexbombenkriegerinnen sind.
Samus ist designtechnisch auch super, da sie eine Rüstung trägt, die sie wirklich schützt und nicht eine, die ihren Arsch und ihre Brüste besser zur Geltung bringt. Das nervt mich auch immer, vor allem in MMORPGs, wenn "Kriegerinnen" nur mit so einem Stahlbikini herumlaufen.
Draegonfly90
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Draegonfly90 »

Provo hat geschrieben:Sexistisches Verhalten auf dem Weg zur Arbeit, auf der Arbeit, auf dem Weg nach Hause, am Wochenende beim weggehen, ...
.
Und einfach überall sexistische Verhalten vor schreiben, ja jetzt sehe ich es...
Provo hat geschrieben:Was zur Hölle? Muss ich wirklich noch genaue Beispiele geben?
Etwas nicht als Problem zu erkennen weil man es nicht als Problem wahrnimmt, lässt das Problem noch lange nicht verschwinden.
Natürlich könntest du mir tausend Beispiele nennen (auch wenn du es geschafft hast nicht mal eins zu nennen). Ich will keinesfall bestreiten, dass es Sexismus gibt,aber ich bestreite das es wirklich das große Problem ist, wie es in den Medien dargestellt wird.
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ThePanicBroadcast
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ThePanicBroadcast »

Abe81 hat geschrieben:
ThePanicBroadcast hat geschrieben: Vielleicht geht es nur mir so, oder es liegt daran, dass ich hauptsächlich mit Leuten in meinem Alter (20) verkehre, für die die Gleichstellung zwischn Mann und Frau fest verankert und völlig außer Frage steht, aber von Seximus in der Gesellschaft bekomme ich nichts mit und habe sowas auch noch nie erlebt. Deshalb halte ich diese Aufschrei Debatte als auch diesen Videospiel Bezug, für übertrieben und unnötig aufgeputscht.
Eine etwas indiskrete Frage, die du auch gerne ignorieren kannst: Welches Geschlecht hast du denn?

Sexismus ist eben eine Sache, die sich primär über Erfahrung vermittelt. Leuten diese abzusprechen, ist erstmal sehr dreist. Wenn daraus Forderungen für die Gesellschaft erwachsen, muss man eben schauen, ob man diese 'subjektiven' Erfahrungen objektivieren kann, also an das gesellschaftliche Verhältnis, das diese produziert, rückbinden. Auch darin sehe ich wenig Probleme.
Kein Problem, bin ein Typ. Das heißt aber nicht dass ich mich nicht in meinem Umfeld mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Habe als die Aufschrei Debatte grade aktuell war mit ~ 10 Frauen darüber geredet, und alle waren derselben Meinung, dass überreagiert wird. Ich vermute mal dass das tatsächlich an den Generationen liegt, und das Problem, wenn die älteren Generationen, in denen die Rolle des überlegenen Mannes noch verankert ist, sterben, zum Großteil ganz wegfallen wird.
In meinem Umfeld scheint es diese Probleme nämlich nicht zu geben (wobei ich natürlich aufgrund von 10 Meinungen nict veralgemeinern kann).
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ThePanicBroadcast
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ThePanicBroadcast »

Provo hat geschrieben:
Ich kriege Sexismus auch nie mit, also im wahren Leben. Aber die Medien sind voll davon.
Ich habe weibliche Kommolitonen und weibliche Freunde und trotzdem beschweren tut sich eigentlich niemand.
Sexistisches Verhalten auf dem Weg zur Arbeit, auf der Arbeit, auf dem Weg nach Hause, am Wochenende beim weggehen, ...
Was zur Hölle? Muss ich wirklich noch genaue Beispiele geben?
Etwas nicht als Problem zu erkennen weil man es nicht als Problem wahrnimmt, lässt das Problem noch lange nicht verschwinden.
Was siehts du denn als sexistischen Verhalten auf dem Weg zur Arbeit wenn ich fragen darf?