Medal of Honor - Kritik von der Bundeswehr und aus England

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Landungsbrücken
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Beitrag von Landungsbrücken »

Boesor hat geschrieben:
The last big whale hat geschrieben:
So siehts aus!
Als ich im Deutschunterricht zum Thema (Buch: Wüstenblume->Beschneidung der Frau in diversen Afrikanischen Ländern) gesagt habe, dass ich es zwar nicht so toll finde, aber ich auch nicht finde, dass es falsch ist. Es ist nunmal diese Kultur, da haben wir nichts rumzufuschen. Ja, da wurd ich aber, sogar von der Lehrerin, schief angeguckt... ok, b2t:
Natürlich wirst du da schief angeschaut, immerhin verteidigst du da unter dem Deckmantel der Kultur brutale gewalt an Frauen (und zwar nicht gerade mit deren Einverständnis)
Muss man sowas tolerieren? Auf keinen Fall!
Man muss soetwas ja nicht tolerieren. Ich finde das ja auch nicht gut. Aber das hat mich einfach einen Dreck zu interessieren!
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

The last big whale hat geschrieben:Aber das hat mich einfach einen Dreck zu interessieren!
Ist ja kein Problem wenn es dich nicht interessiert, aber bitte nicht mit dem "Kultur" Argument.
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JoeDreck
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Beitrag von JoeDreck »

Dieser Bundeswehrheini vergisst wohl, daß die Politik junge Männer wie uns in Kriege schickt, wo wir umgebracht werden, damit die ihre politischen Ziele erreichen. Die sind immer wirtschaftlicher Natur. Also wir sterben, damit die Geld machen.

Im Gegenteil dazu, ist es nur ein PC Spiel, wo wir nicht sterben müssen für Idiologien und Ergeiz alter Männer.

Außerdem vergessen die auch, daß sie die Waffen an diese jetzt so gehassten Gruppen verkaufen. Alleine Heckler&Koch hat bis heute mehr als 1,5 Millionen Menschen das Leben gekostet. 5,78 Milliarden/Jahr Umsatz werden gemacht. Deutschland war 2006 auf Platz 3 der Waffenverkäufer. Damit werden Menschen getötet und nicht mit einem PC Spiel.

Diese Verbrecher kennen wohl alle kein Scharm mehr.
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Nbass
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Beitrag von Nbass »

Boesor hat geschrieben:
The last big whale hat geschrieben:Aber das hat mich einfach einen Dreck zu interessieren!
Ist ja kein Problem wenn es dich nicht interessiert, aber bitte nicht mit dem "Kultur" Argument.
Es gibt einen Unterschied zwischen "Das hat mich nicht zu interessieren" und "es interessiert mich nicht". Mich interessiert es z.B. sehr wohl, ich finds übel... Richtig übel. Aber man sollte mal eine sinnvolle Debatte führen über das Thema "Misch ich mich ein" oder "Wann misch ich mich ein". Sind wir doch mal ehrlich wir mischen uns ständig ein weil uns etwas stört. Wir schicken Missionare hier und da hin, erzählen anderen Kulturkreisen wie es zu laufen hat (und nicht anders) und verkaufen das als human?

Wir sind verdammt arrogant wenn wir denken es hätte nicht ähnliche Rituale in unserer Geschichte gegeben und dass wir diese nun überall abschaffen müssten. Das mit dem Abschaffen grausamer Rituale haben wir bei uns auch selbst geschafft und diesen Reifungsprozess (oder was auch immer) sollte man anderen auch eingstehen und wenn sie diesen nicht an den Tag legen sollte man mal überlegen ob ein Großteil der Menschen in einem Kulturkreis nicht verdammt zufrieden sind mit Ihren Ritualen.

Wenn man mal beachtet wie die Völker leben die z.B. beschneiden und wenn man das vergleicht mit dem wie wir gelebt haben dann stellt man eines Fest. Viele sind gerade erst aus einem Naturvolkähnlihchen Zustand gerissen worden (100-150 Jahre sind Kulturentwicklungstechnisch betrachtet wenig), wir würden an unseren alten Gewohnheiten auch fest halten. Was nicht heisst dass sie mit neuen Generationen nicht doch langsam verschwinden. Warum das beschleunigen, Erkenntnis ist das wichtigste was in einem Menschen reifen kann. Aber wir lassen sie nicht reifen, wir impfen sie ein. Das kann nicht funktionieren, das ist genauso wenig Hilfe zur Entwicklung wie die beliebte Entwicklungshilfe. Man versucht Entwickliung vorweg zu nehmen und lässt keine Entwicklung zu.

Ausserdem: Warum ist beschneidung bei Männlichen kleinstkindern weniger grausam.. Tut tierisch weh und ob das nicht an religios motivierte verstümmlung grenzt, da soll sich jeder selbst mal fragen. Nur weil es bei uns akzeptiert ist, ist es nicht wirklich besser. Es gibt keinen Medizinischen Grund dafür, ausser das vorhandensein einer Vorhautverengung was in 95% der Fälle nicht zutrifft......

Schöne scheisse ist das, und das Thema ist leider viel zu komplex um zu sagen "sowas darf man nicht hinnehmen".Darf man es humanistisch betrachtet wirklich nicht, aber der Humannismus ist verdammt lückenhaft... Leider. Und davonab ein verdammt abendländisch geprägtes Konzept.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Nbass hat geschrieben:
Es gibt einen Unterschied zwischen "Das hat mich nicht zu interessieren" und "es interessiert mich nicht". Mich interessiert es z.B. sehr wohl, ich finds übel... Richtig übel. Aber man sollte mal eine sinnvolle Debatte führen über das Thema "Misch ich mich ein" oder "Wann misch ich mich ein". Sind wir doch mal ehrlich wir mischen uns ständig ein weil uns etwas stört. Wir schicken Missionare hier und da hin, erzählen anderen Kulturkreisen wie es zu laufen hat (und nicht anders) und verkaufen das als human?
Du magst das jetzt generell sehen, bei mir ging es nur um das zitierte Beispiel.
Wir sind verdammt arrogant wenn wir denken es hätte nicht ähnliche Rituale in unserer Geschichte gegeben und dass wir diese nun überall abschaffen müssten. Das mit dem Abschaffen grausamer Rituale haben wir bei uns auch selbst geschafft und diesen Reifungsprozess (oder was auch immer) sollte man anderen auch eingstehen und wenn sie diesen nicht an den Tag legen sollte man mal überlegen ob ein Großteil der Menschen in einem Kulturkreis nicht verdammt zufrieden sind mit Ihren Ritualen.
Und, glaubst du denn das beispielsweise die beschneidung von Frauen (ja, da sgibts auch bei Männern) etwas ist was über all akzeptiert wird? Und wenn das so ist, ist es dann legitim? oder ist nicht vielmehr interessant was die betroffenen davon halten?
Warum das beschleunigen, Erkenntnis ist das wichtigste was in einem Menschen reifen kann. Aber wir lassen sie nicht reifen, wir impfen sie ein. Das kann nicht funktionieren, das ist genauso wenig Hilfe zur Entwicklung wie die beliebte Entwicklungshilfe. Man versucht Entwickliung vorweg zu nehmen und lässt keine Entwicklung zu.
Ich glaube nicht, dass man das so generell sagen kann. Es ist durchaus legitim bei bestimmten Dingen durch einfaches "sagen" die Dinge zu beschleunigen. Natürlich funktioniert das nicht von heute auf morgen und nicht bei großartigen gesellschaftsumwälzenden Themen, aber so grundsätzlich kann man das kaum ablehnen.
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

Doch, man kann das ablehnen. Eine aufgezwungene Belehrung einer Kultur bringt nichts weiter als Ablehnung. Das Problem ist das Verstehen. Und das kannst du nicht erzwingen.

Denn wer sagt denn, dass unser "Weg" der richtige Weg ist? Nehmen wir jetzt mal den Islam, den ja soviele verwestlichen wollen. Die haben Bräuche, die würden nach unseren Maßstäben als mittelalterich gelten. Utopisch gesehen wäre es also nur richtig sie aufzuklären. Wer darf das aber? Wir? Dann kommt meine Anfangsfrage: sind wir denn überhaupt in der Position dazu? Der schlaue Islamist wird nämlich dann fragen, ob es wirklich ein Fortschritt ist, wenn Vergewaltiger und Mörder nach nicht mal 15 Jahren wieder aus einem Gefängnis entlassen wird.

Es ist also immer eine Frage der Perspektive, was richtig und was falsch ist. Daher gibt es kein richtiges richtig und auch kein richtiges falsch. Und genau deswegen kannst du nicht mit dem Hammer auf eine Kultur hauen, nur weil du meinst, dass sie in deinen Augen barbarisch ist.
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FreshG
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Beitrag von FreshG »

Zulustar hat geschrieben:Vor allem was ich als total funny und komisch finde, wenn die BW nicht meckern würde und sich die Engländer nicht so künstlich aufgeregt hätten, würde es den meisten Zockern gar nicht auffallen mit welcher Form Soldat sie spielen. Aber dank dem sich die BW aufregt scheint der ein oder andere Ansätze von Ehrfurcht zu verspüren. Was bedeuten würde, das wir freiwillig zugeben das sie recht hätten, das Videospiele Menschen verändern können.
Solange die Figuren nicht künstliches Leben durch uns bekommen sind es nur Polygone, sobald wir diese aber steuern geben wir ihnen eine persäönliche Note mit. Als es um den Irak ging, hat keiner von BW und England geschrien, das ist piätätlos gegenüber den gefallen Soldaten aller Seiten im Irak. Aber hier wo es genauso nur ein Konfliktherd ist soll es falsch sein? Die sollten mal schnell aufwachen aus ihrem Lügentraum diese BW.
Das ist genau das was ich auch geschrieben habe xD (nicht böse gemeint ist mir nur so aufgefallen :D)
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Oberdepp hat geschrieben: Es ist also immer eine Frage der Perspektive, was richtig und was falsch ist. Daher gibt es kein richtiges richtig und auch kein richtiges falsch. Und genau deswegen kannst du nicht mit dem Hammer auf eine Kultur hauen, nur weil du meinst, dass sie in deinen Augen barbarisch ist.
Wie ich in meinem Beitrag auch bereits schrieb.
Allerdings sollte niemand den Fehler machen und davon ausgehen, dass alles was wir für "fremde Kultur" halten dort auch wirklich die Mehrheitsmeinung darstellt und damit überhaupt Kultur ist.
So oder so, gegen Strafenn wie Steinigung darf man definitiv immer seine Stimme erheben, seine Meinung sagen ist auf jeden fall legitim.
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Nbass
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Beitrag von Nbass »

Boesor hat geschrieben: Und, glaubst du denn das beispielsweise die beschneidung von Frauen (ja, da sgibts auch bei Männern) etwas ist was über all akzeptiert wird? Und wenn das so ist, ist es dann legitim? oder ist nicht vielmehr interessant was die betroffenen davon halten?
Es ist eminent wichtig was die betroffenen davon halten, wenn selbige das in der Mehrheit ziemlich scheisse finden werden sie ihre Töchter höchstwarscheinlich nicht wieder dort hin bringen.

Simples Beispiel: Du verbrennst dir die Finger auf der Herdplatte, das machst du nicht wieder. Ich gehe sogar mal so weit dass du deinem Kind sagen wirst: "Herdplatte, nicht gut! Finger weg"
Wenn jetzt jedoch in deinem Kulturkreis ein Ritus besteht der besagt "Ein jeder Junge muss zum Erwachsenwerden seinen Mut beweisen und auf die heisse Platte fassen" also quasi eine Konfirmation auf anders, dann ist es durchaus möglich dass du es deinen Kindern weitergeben wirst.
Du wurdest gefeirt, bist nun ein starker Mann, Ein echter Mann, kein Kind mehr. Du wirst auf einmal geachtet.

Der Schmerz ist der gleiche, das Ritual so sinnlos wie er nur sein kann und dennoch wirst du es gut finden. Warum weil es für dich und deine Leute einen Sinn hat, etwas woran sie glauben. "Ein Mann muss mutig und stark sein, er muss schmerzen ertragen können"

Ich weiß nicht ob du es dann gut fändest wenn jemand kommt und dir sagt: "Mach den Scheiss nicht mehr das ist Unfug und ausserdem lächerlich, du verletzt dich ohne Sinn. Das ist nicht gut für dich"

Vielleicht merkst du genau das aber auch selbst und bist dann überzeugt davon... usw... Denk vielleicht noch mal drüber nach. :)
Zuletzt geändert von Nbass am 30.08.2010 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Nbass
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Beitrag von Nbass »

Boesor hat geschrieben:
Oberdepp hat geschrieben: Es ist also immer eine Frage der Perspektive, was richtig und was falsch ist. Daher gibt es kein richtiges richtig und auch kein richtiges falsch. Und genau deswegen kannst du nicht mit dem Hammer auf eine Kultur hauen, nur weil du meinst, dass sie in deinen Augen barbarisch ist.
Wie ich in meinem Beitrag auch bereits schrieb.
Allerdings sollte niemand den Fehler machen und davon ausgehen, dass alles was wir für "fremde Kultur" halten dort auch wirklich die Mehrheitsmeinung darstellt und damit überhaupt Kultur ist.
So oder so, gegen Strafenn wie Steinigung darf man definitiv immer seine Stimme erheben, seine Meinung sagen ist auf jeden fall legitim.
Hier mal die Definition des Begriffes Kultur:

Kultur (zu Lateinisch cultura, „Bearbeitung“, „Pflege“, „Ackerbau“, von colere, „wohnen“, „pflegen“, „den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, wie in der Technik, der Bildenden Kunst, aber auch geistiger Gebilde wie etwa im Recht, in der Moral, der Religion, der Wirtschaft und der Wissenschaft.

Ich glaube das wiederlegt deine Äußerung bzgl. Kultur eindeutig. Man darf immer was sagen, aber sich bei weitem nicht so oft direkt einmischen. Es besteht ein unterschied zwischen Diskurs und Einmischung. Und wenn die Gegenseite keinen Diskurs möchte dann hat man dies einfach mal zu akzeptieren auch wenns einem nicht passt.
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MoskitoBurrito
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Beitrag von MoskitoBurrito »

Ob die sich auch so aufregen würde, wenn man als Nazi die Amis abknallen dürfte?
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

Der big whale, bringt sich in Teufelsküche ;D. Dein Argument zieht auch nicht ganz, weil westliche Ignoranz auch das bedeueten kann was du ja beschrieben hast bzw. vertrittst. Nämlich Desinteresse z.B. an Steinigungen von Frauen.
Übrigens kommst du für sowas hier in den Knast, deshalb hat die Lehrerin wohl zurecht merkwürdig geguckt.

Weil zumindest einen leichten Einschreitungsdrang sollte man unabhängig von Kultur und Religion dann bei Mord doch haben.
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

Boesor hat geschrieben:
Oberdepp hat geschrieben: Es ist also immer eine Frage der Perspektive, was richtig und was falsch ist. Daher gibt es kein richtiges richtig und auch kein richtiges falsch. Und genau deswegen kannst du nicht mit dem Hammer auf eine Kultur hauen, nur weil du meinst, dass sie in deinen Augen barbarisch ist.
Wie ich in meinem Beitrag auch bereits schrieb.
Allerdings sollte niemand den Fehler machen und davon ausgehen, dass alles was wir für "fremde Kultur" halten dort auch wirklich die Mehrheitsmeinung darstellt und damit überhaupt Kultur ist.
So oder so, gegen Strafenn wie Steinigung darf man definitiv immer seine Stimme erheben, seine Meinung sagen ist auf jeden fall legitim.
Natürlich darfst du deine Meinung sagen. Nur sollte man nicht versuchen es durch eine aufgezwungene Demokratie zu ändern. Denn in vielen Augen eben solcher Gläubiger ist eine Steinigung nur Gerecht und angebracht. Ist ja nicht so, dass zum Spaß gesteinigt wird.

Gegenfrage: so barbarisch dir die Steinigung auch erscheint, findest du, dass unser Strafrecht dagegen genau richtig ist? Viele würden meinen, wir wären nämlich zu lasch und das würden sie zu recht denken.

Wie gesagt, eine Frage der Perspektive.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Naja, die Aussage andere Kulturen sollen sich natürlich entwickeln dürfen, ist einmal drüber nachgedacht auch nur das gleiche in grün.
Die eine Seite sagt: Die Zustände in dieser Kultur sind schlecht, wir verändern sie jetzt nach unseren Vorstellungen (auf welche Weise auch immer).
Die andere Seite sagt: Die Zustände in dieser Kultur sind schlecht, wir lassen sie das aber selbst herausfinden.
Kern beider Aussagen: Wir sind etwas besseres.

Generell bleibt an der zweiten Denkrichtung das Problem der Bestimmung des allgemeinen Willens des jeweiligen Volkes. Man kann nicht einfach simpel sagen: Dort gibt es Steinigung, niemand sagt etwas dagegen, also wollen sie es so. Es geht auch immer darum, ob es dort klassische Mechanismen, die wir für selbstverständlich halten gibt. Sei es eine Protestkultur (an der wir bei uns immer leicht sehen können, wer gerade gegen was ist) oder ein politisches System was freie Meinungsäußerung zulässt. Es ist in solchen Ländern nämlich meist nicht so das man einfach sagen kann: "Steinigung? Da haben wir keinen Bock mehr drauf." :wink:
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Nbass
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Beitrag von Nbass »

Infi88 hat geschrieben:Der big whale, bringt sich in Teufelsküche ;D. Dein Argument zieht auch nicht ganz, weil westliche Ignoranz auch das bedeueten kann was du ja beschrieben hast bzw. vertrittst. Nämlich Desinteresse z.B. an Steinigungen von Frauen.
Übrigens kommst du für sowas hier in den Knast, deshalb hat die Lehrerin wohl zurecht merkwürdig geguckt.

Weil zumindest einen leichten Einschreitungsdrang sollte man unabhängig von Kultur und Religion dann bei Mord doch haben.
Also erstmal reden wir nicht von Mord sondern von Todesstrafe und die ist per se als Richtsspruch zu sehen, nicht als Mord. Auch wenn das ziemlich bitter ist.

Für sowas würdest du also bei uns auch nicht in den Knast kommen. Es gab auch bei uns mehr als lange genug die Todesstrafe. Und was du Ignoranz nennst, das nenne ich eine vielleicht nicht sehr oppertune aber doch weit tolerantere Einstellung als das was viele zu Tage lege.

Jeder will Toleranz haben, aber keiner gibt sie wenn etwas auch nur ansatzweise nicht seinen Werten entspricht. Vielleicht wäre ein Dialog viel leichter wenn sich gewisse Völker von uns nicht ständig gemaßregelt und bevormundet fühlten. Wir sind NICHT besser als die, höchstens anders!
Zuletzt geändert von Nbass am 31.08.2010 09:46, insgesamt 1-mal geändert.