Temeter hat geschrieben:Was trotzdem direkt der Zeitspanne entspricht, kurz bevor Gamergate Fahrt aufnimmt. Es wird zu einer Bewegung, also basiert es auf einem besteheneden Verlangen.
Vorhin behauptest du noch dass GamerGate nichts mit der "Quinnspiracy" zu tun hat, jetzt sprichst du vom bestehenden Verlangen. Was nun?
Und jep, wenn ein Journalist einen Entwickler finanziell unterstützt, kann er nicht mehr von sich behaupten, objektiv zu sein. Grundsatz im seriösen Journalismus.
Nur habe ich seltsamerweise auch noch niemanden erlebt, der sich DARÜBER vorher aufgeregt hat... siehe Kickstarter und Co. Wo wir wieder beim Punkt sind "Wenn dass so eine spontane Bewegung ist, warum dann jetzt, mit diesem Anlass; sich gleichzeitig aber darauf berufen, überhaupt nix mit eben diesem Anlass zu tun zu haben UND auch überhaupt nichts gegen die längst bekannten und durchgekauten Fälle von Korruption zu machen".
Ach, und was ich zu Kotaku vergessen habe: Wenn man bedenkt, dass sie bereits VOR GamerGate ihre Richtlinien überarbeitet, scheint es schon ein wenig seltsam, dass GamerGate DANACH begonnen hat, ihnen mit einer inszenierten Beschwerdeaktion die Werbungsträger fort zu treiben. Fast als... als ginge es gar nicht um irgendwelche ethischen Bedenken! Aber Gott bewahre, was für eine lächerliche Vorstellung.
Weil Leigh Alexander Chief-Editor von Gamasutra war und bekannt ist? Der Inhalt zählt, und der hat u.a. von 'Gamern' als sozial unfähigen Kellerkindern geschrieben, die den Ursprung der Gaming-Kultur ausmachen. Wen du daran nichts falsches siehst, kann man dir auch nicht mehr helfen.
Die meisten Leute haben also durchaus gelesen, und anscheinend nicht nur an Titeln hochgezogen.
Doch, haben sie offensichtlich nicht, wie du hier mit deiner Kurzzusammenfassung beweist.
Gamasutra, und dementsprechend sein Artikel, und ganz speziell DIESER Artikel sind an ENTWICKLER adressiert ("[...] 'Gamers' don't have to be your audience"). In dem Artikel geht es nicht darum, Gamer runter zu putzen, sondern Entwicklern nahe zu legen, selbst diesen Stereotyp zu überwinden, dass alle Gamer dummdreiste Kellerkinder sind; und dementsprechend ihr Produkt auf eben diese zu zu schneiden.
Wo wir auch wieder beim Punkt sind: Warum ist alles immer so furchtbar kontrovers, nur weil es eine Frau sagt? Wir sehen einen neuen Call of Duty Trailer, der die Spitze eben dieser Kellerkinder-Kultur darstellt, dieses Verkaufs von Machtfantasien, und alle regen sich hier im Forum auf wie lächerlich er ist. Aber Gott bewahre, dass das eine Frau tut.
Informier dich mal, bevor du solche Dinger rausbläst. Das war ein Editorial, kein Newsreport, die kommen nicht so einfach aus dem nichts.
Eh, doch. Nach jedem Amoklauf hast du doch genauso ein Editorial für oder wieder schärfere Waffengesetze, "Killerspiele", etc.
Dass es übrigens keinen Anlass gab ist auch Quatsch. Am 27. hat Anita Sarkeesian die erste Morddrohung öffentlich gemacht, die sie aus ihrem Haus getrieben hat.
Mit großen Seiten meine ich Gamespot oder IGN. Seiten, die 400 Artikel zu Titanfall bringen, bevor irgendjemand überhaupt die Qualität abschätzen kann.
Ja, richtig. Und wer hat IGN bisher kritisiert?
ABSOLUT JEDER.
Ernsthaft, IGN ist die klassische Point jedes "Har har gekaufte Reviews"-Gags. Das war schon seit Ewigkeiten so. Aber nun stellt sich wie gesagt GamerGate hin und tut so als würden sie hier ein riesiges Fass aufmachen; obwohl der faulige Fisch schon seit Jahren alles ausstinkt ohne dass es einen stört.
Und ja, sie werden ständig kritisiert. Ändert es irgendetwas? Nein? Das ist unser Problem.
Richtig, aber macht das GamerGate? Nein, die schreien sich lieber endlos mit allen an die ihnen vorwerfen dass, Gott bewahre, eine Bewegung die von Extremen gegründet und von Extremen repräsentiert wird, vielleicht nicht so ganz die richtige Plattform für ebendiese Diskussion sein könnte.
Eine Bewegung wird durch Menschen definiert, nicht ihren Ursprung. Wenn 90% intelligente Menschen sind, dann ist es ihre Bewegung. So funktioniert etwas wie Gamergate. Und wie gesagt, das positive Potential ist meiner Meinung nach relativ aufgebracht. Was auch den Kritkern zu verdanken ist, welche zu pauschalisieren müssen meinten.
Dein Argument war "GamerGate kam erst auf, als die Quinnspiracy durch war". Ich zeige dir, wie GamerGate eben nicht daraus entstanden ist. Und noch dazu halte ich es für reichlich naiv, ernsthaft behaupten zu wollen, dass sich eine solche Bewegung, geboren in einer solchen Umgebung, eben mal mir nichts dir nichts ins komplette Gegenteil, nämlich etwas rational argumentierendes, verwandelt.
Selbst HEUTE benutzt GamerGate in seinen Infografiken noch veraltete, widerlegte Infos. Ich kann selbst noch bestätigen, dass sie noch einige Zeit mit der "Zoe Quinn ("a dev") hat sich ein gutes Review mit Sex erkauft"-Lüge gefahren sind, bevor sie gemerkt haben, dass sie das zu angreifbar macht.
Zu behaupten, dass GamerGate all diesen Ballast urplötzlich abgeworfen haben soll, ist einfach nur lächerlich.
Natürlich hat es das. Wenn du seinen Ausführungen folgst, stellst du fest, dass er durchaus hinter der Seite der Kritik am Journalismus steht, und seine Bestrebungen u.a. von Frustration über das aktuelle Versagen von Gamergate und der journalistischen Seite motiviert sind.
Nein, hat es nicht. Die Ausgangsfrage unserer Diskussion war "Was hat GamerGate bisher erreicht, was gibt ihnen irgendeine Art von Existenzberechtigung?" Sicherlich mag sich TBs Intention mit der ANGEBLICHEN von GamerGate decken; aber darum ist nicht alles was er macht, mehr noch, was er gemacht hat, automatisch Verdienst von GamerGate; eben deshalb weil er all dass schon vorher gemacht hat, ganz ohne GamerGate.
Wir diskutieren schon wieder über die Natur einer unbestimmten Fantasiebewegung, die sich sowieso nicht einschätzen lässt, anstatt über reale Proble.
GamerGate IST aber nunmal ein reales Problem; eines das aktiv Gaming zerstört, indem Spieler in ihrer Gesamtheit misrepräsentiert und sich gegen jede Art von Fortschritt oder Kritik an der Branche richtet und damit jedweden Versuch, Gaming zu mehr als Kinderkram zu machen, aktiv unterminiert.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ihr ständig mit nicht-realen Problemen habt. Nicht-reale Probleme sind für mich Dinge, die sich als aktiv falsch herausstellen. Siehe "Dev erkauft sich Review mit Sex" - als Bullshit herausgestellt, nicht-reales Problem.
Nicht-reale Probleme sind für mich NICHT Probleme die ich als zu unwichtig betrachte, um darüber zu reden.