Der 4P-Kommentar: Traumjob Spiele-Entwickler?
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Digger198
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Guter Artikel, aber nicht überraschend
Hi Leute!
Ich fand den Artikel sehr gut, aber ich muss dazu mal was anmerken.
Diese Verhältnisse sind alles andere als unnormal. Jeder der in die Softwarebranche will -egal ob Spieleindustrie oder Dienstleister- wird früher oder später in solche Situationen kommen.
Ich arbeite als Project Manager bei einem Software-Dienstleister. Wir programmieren europaweit betriebswirtschaftliche Applikationen und individuelle Lösungen für den E-Commerce. Das sind teilweise Projekte die über Jahre durchgehend betreut werden müssen. Meistens dauert die Entwicklung der ersten Verionen um die 3-6 Monate.
Da hat man immer heftigen Zeitdruck und macht Überstunden ohne Ende.
Im letzten Jahr hatte wir ne Urlaubssperre über 7 Monate und wir haben fast jedes Wochenende gearbeitet.
Gängige Praxis: Im Arbeitsvertrag steht oft das die Überstunden mit dem Arbeitsentgelt abgegolten sind. Sprich da gibt es KEINE extra Kohle. Wenn man Glück hat bekommt man freie Tage für durchgearbeitet Wochenenden.
Lief das Jahr gut gibt es dann am Ende ab und an nochmal ein extra Gehalt. Das ist allerdings die Ausnahme und reiner "Good Will" des Arbeitgebers.
In dieser Branche wird erwartet, dass man zu Überstunden und zur persönlichen Aufopferung bereit ist. Ich kenne viele Firmen wo die Situation teilweise noch schlimmer ist.
Das Ganze fordert schon seine Opfer. Wir haben ca. alle 2 Jahre einen Burn-Out Fall. Manche kommen nach 11 Wochen wieder, einge steigen aus.
Und trotz allem macht mir meine Arbeit spaß. Weil man doch ein extremes "Wir-Gefühl" im Team hat und weil man einfach sehr oft die Genugtuung hat, etwas fast unmögliches doch noch geschafft zu haben. Aber das ist nicht für jeden etwas.
Ich denke weniger Stress hat man nur in Unternehmen die Standartsoftware entwicklen und selbst vertreiben. Bei alle anderen Firmen mit Kunden- oder Publisherdruck kenne ich es nur so wie geschildert.
Aber Standartsoftware bauen kann dafür recht langweilig sein;-)
Der Artikel steht also im Prinzip für die Arbeitsverhältnisse in der gesamten "New Economy". Traurig aber wahr.
LG
Ich fand den Artikel sehr gut, aber ich muss dazu mal was anmerken.
Diese Verhältnisse sind alles andere als unnormal. Jeder der in die Softwarebranche will -egal ob Spieleindustrie oder Dienstleister- wird früher oder später in solche Situationen kommen.
Ich arbeite als Project Manager bei einem Software-Dienstleister. Wir programmieren europaweit betriebswirtschaftliche Applikationen und individuelle Lösungen für den E-Commerce. Das sind teilweise Projekte die über Jahre durchgehend betreut werden müssen. Meistens dauert die Entwicklung der ersten Verionen um die 3-6 Monate.
Da hat man immer heftigen Zeitdruck und macht Überstunden ohne Ende.
Im letzten Jahr hatte wir ne Urlaubssperre über 7 Monate und wir haben fast jedes Wochenende gearbeitet.
Gängige Praxis: Im Arbeitsvertrag steht oft das die Überstunden mit dem Arbeitsentgelt abgegolten sind. Sprich da gibt es KEINE extra Kohle. Wenn man Glück hat bekommt man freie Tage für durchgearbeitet Wochenenden.
Lief das Jahr gut gibt es dann am Ende ab und an nochmal ein extra Gehalt. Das ist allerdings die Ausnahme und reiner "Good Will" des Arbeitgebers.
In dieser Branche wird erwartet, dass man zu Überstunden und zur persönlichen Aufopferung bereit ist. Ich kenne viele Firmen wo die Situation teilweise noch schlimmer ist.
Das Ganze fordert schon seine Opfer. Wir haben ca. alle 2 Jahre einen Burn-Out Fall. Manche kommen nach 11 Wochen wieder, einge steigen aus.
Und trotz allem macht mir meine Arbeit spaß. Weil man doch ein extremes "Wir-Gefühl" im Team hat und weil man einfach sehr oft die Genugtuung hat, etwas fast unmögliches doch noch geschafft zu haben. Aber das ist nicht für jeden etwas.
Ich denke weniger Stress hat man nur in Unternehmen die Standartsoftware entwicklen und selbst vertreiben. Bei alle anderen Firmen mit Kunden- oder Publisherdruck kenne ich es nur so wie geschildert.
Aber Standartsoftware bauen kann dafür recht langweilig sein;-)
Der Artikel steht also im Prinzip für die Arbeitsverhältnisse in der gesamten "New Economy". Traurig aber wahr.
LG
- JesusOfCool
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Re: Guter Artikel, aber nicht überraschend
Allerdings. Ab und zu kann es allerdings auch etwas interessante Arbeit geben. Wir werden in Zukunft unsere Software eventuell auch aufs iPhone bringen. Wenn ich das machen dürfte wär das Spitze.Digger198 hat geschrieben: Aber Standartsoftware bauen kann dafür recht langweilig sein;-)
So Verhältnisse wie du sie schilderst gibts hier in der Firma auch nicht. Zumindest hab ich das noch nicht mitbekommen. Bisher alles ganz locker. Bis auf den Support. Den hat man nämlich gekürzt vor einiger Zeit und da muss jetzt einer den Job von zwei Leuten machen.
Momentan bin ich aber schon glücklich über meinen Job.
Und wie bereits in meinem langen Post geschrieben hab. Wenn man den Job trotz scheiß Bedingungen mag, sollte man unbedingt dabei bleiben. Es gibt nichts besseres als nen Job zu geben für den man auch leben will.
- hauby
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Das ist doch in jedem Job so wo man gut verdienen will... wenn man nicht gerade als Beruf Sohn ist oder durch Vetternwirtschaft nen guten Job bekommt. In meinem Job kommen mir auch die Jahre wie Monate vor aber solang das Arbeitsklima 100% ist läuft das ganz anders. Aber die Amis übertreiben doch sowieso immer. Kaufen sich alles auf Pump und wundern sich dann das kein Geld übrig ist...
Aber am Ende sind doch wir als Käufer schuld, am besten ein Spiel schon 1 Jahr vorher bestellen um es 1 Tag vor Release zu bekommen ist doch klar das dann die Manager etc. Dollarzeichen in den Augen haben. Die üben dann Druck auf die Leute nach unten aus etc. und der kleinste Fisch ist sowieso der Dumme.
Aber am Ende sind doch wir als Käufer schuld, am besten ein Spiel schon 1 Jahr vorher bestellen um es 1 Tag vor Release zu bekommen ist doch klar das dann die Manager etc. Dollarzeichen in den Augen haben. Die üben dann Druck auf die Leute nach unten aus etc. und der kleinste Fisch ist sowieso der Dumme.
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mat81
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Re: Guter Artikel, aber nicht überraschend
Deine Absätze davor kann ich unterschreiben. Kenne ich bis auf die Burn-Out-Fälle haargenau so. Bin jedoch kein PM, sondern Programmierer.Digger198 hat geschrieben: Und trotz allem macht mir meine Arbeit spaß. Weil man doch ein extremes "Wir-Gefühl" im Team hat und weil man einfach sehr oft die Genugtuung hat, etwas fast unmögliches doch noch geschafft zu haben. Aber das ist nicht für jeden etwas.
Ich denke weniger Stress hat man nur in Unternehmen die Standartsoftware entwicklen und selbst vertreiben. Bei alle anderen Firmen mit Kunden- oder Publisherdruck kenne ich es nur so wie geschildert.
Aber Standartsoftware bauen kann dafür recht langweilig sein;-)
Aber diesen Absatz kann ich nicht ohne Kommentar stehen lassen. Klar, dass ein stärkeres Wir-Gefühl entsteht als bei einem Job ohne Überstundendauerzustand. Jedoch muss man vorsichtig sein, dass man dem WIR-Gefühl der Arbeit nicht das WIR-Gefühl im Privatbereich opfert. Auch wenn ich mit meinen Kollegen gut klar komme, gibt es immer noch mein Privatleben. Irgendwann wechselt man die Arbeit, aber das Privatleben bleibt, bzw. das was davon noch übrig ist.
Ich glaub wenn du selber kurz vorm Burnout stehst, siehst du das etwas anders. Natürlich wünsche ich das niemanden. Aber krass, dass da wirklich noch welche nach dem Burn-Out zurück gekommen sind. Vermutlich aus Mangel an Alternativen und nicht aus Spaß an der Freude, oder?
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Ich frage mich, was bei ReplayGames passiert ist.
Die haben letztes Jahr "Velvet Assassin" rausgebracht.
Ein Spiel das die meisten nicht gut fanden,
weil es eben kein MetalGearSolid war (wtf! das ist nicht konami!)
Das Studio hat kurz danach dicht gemacht.
Dann wird SouthPeak verklagt, der Publisher, weil einem anderen Studio kein Geld gezahlt wurde.
Jesus of Cools Geschichte wiederholt sich mit Sicherheit täglich.
Ich selbst habe mich in den letzten Jahren immer mehr den Indi-Games
und Spielen aus kleineren Studios zugewandt. Nicht das diese Spiele besser wären, es ist anders.
Und zumal viele kleine Studios Blogs, Foren, in denen sie sich beteiligen.
Volksnähe nnn ich sowas.
Ich denke da an IcePickLodge, Daedalic, WayForward, Ronimo, Silent Dreams, Nicalis.
Die haben letztes Jahr "Velvet Assassin" rausgebracht.
Ein Spiel das die meisten nicht gut fanden,
weil es eben kein MetalGearSolid war (wtf! das ist nicht konami!)
Das Studio hat kurz danach dicht gemacht.
Dann wird SouthPeak verklagt, der Publisher, weil einem anderen Studio kein Geld gezahlt wurde.
Jesus of Cools Geschichte wiederholt sich mit Sicherheit täglich.
Ich selbst habe mich in den letzten Jahren immer mehr den Indi-Games
und Spielen aus kleineren Studios zugewandt. Nicht das diese Spiele besser wären, es ist anders.
Und zumal viele kleine Studios Blogs, Foren, in denen sie sich beteiligen.
Volksnähe nnn ich sowas.
Ich denke da an IcePickLodge, Daedalic, WayForward, Ronimo, Silent Dreams, Nicalis.
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johndoe853343
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Matia
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Re: Guter Artikel, aber nicht überraschend
Ich weiss nicht was ihr habt. Ich arbeite bei einer Consulting Firma und verdiene gutes Geld damit. Wir arbeiten sowohl beim Kunden selber, entwickeln aber auch Inhouse massgeschneiderte Software. Klar gibt es manchmal Überstunden nur werden die entweder irgendwann kompensiert oder ausbezahlt. Auch ansonsten wird niemand ausgequetscht wie eine Zitrone.Digger198 hat geschrieben:Hi Leute!
Ich fand den Artikel sehr gut, aber ich muss dazu mal was anmerken.
Diese Verhältnisse sind alles andere als unnormal. Jeder der in die Softwarebranche will -egal ob Spieleindustrie oder Dienstleister- wird früher oder später in solche Situationen kommen.
Ich arbeite als Project Manager bei einem Software-Dienstleister. Wir programmieren europaweit betriebswirtschaftliche Applikationen und individuelle Lösungen für den E-Commerce. Das sind teilweise Projekte die über Jahre durchgehend betreut werden müssen. Meistens dauert die Entwicklung der ersten Verionen um die 3-6 Monate.
Da hat man immer heftigen Zeitdruck und macht Überstunden ohne Ende.
Im letzten Jahr hatte wir ne Urlaubssperre über 7 Monate und wir haben fast jedes Wochenende gearbeitet.
Gängige Praxis: Im Arbeitsvertrag steht oft das die Überstunden mit dem Arbeitsentgelt abgegolten sind. Sprich da gibt es KEINE extra Kohle. Wenn man Glück hat bekommt man freie Tage für durchgearbeitet Wochenenden.
Lief das Jahr gut gibt es dann am Ende ab und an nochmal ein extra Gehalt. Das ist allerdings die Ausnahme und reiner "Good Will" des Arbeitgebers.
In dieser Branche wird erwartet, dass man zu Überstunden und zur persönlichen Aufopferung bereit ist. Ich kenne viele Firmen wo die Situation teilweise noch schlimmer ist.
Das Ganze fordert schon seine Opfer. Wir haben ca. alle 2 Jahre einen Burn-Out Fall. Manche kommen nach 11 Wochen wieder, einge steigen aus.
Und trotz allem macht mir meine Arbeit spaß. Weil man doch ein extremes "Wir-Gefühl" im Team hat und weil man einfach sehr oft die Genugtuung hat, etwas fast unmögliches doch noch geschafft zu haben. Aber das ist nicht für jeden etwas.
Ich denke weniger Stress hat man nur in Unternehmen die Standartsoftware entwicklen und selbst vertreiben. Bei alle anderen Firmen mit Kunden- oder Publisherdruck kenne ich es nur so wie geschildert.
Aber Standartsoftware bauen kann dafür recht langweilig sein;-)
Der Artikel steht also im Prinzip für die Arbeitsverhältnisse in der gesamten "New Economy". Traurig aber wahr.
LG
Klar liest man auch mal in der Freizeit ein Artikel über eine neue Technologie oder spielt etwas damit. Das wird dann auch nicht verrechnet. Wir kriegen aber 4 Wochen pro Jahr für Weiterbildung zur (mehr oder weniger) freien Verfügung.
Vieleicht ist das auch einfach in der Schweiz anderst, dass kann ich nicht beurteilen. Ich bin aber extrem glücklich, so wie es läuft.
- Clint
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Sehr schöne Schilderung, war echt interessant zu lesen. Ich wollte nur anmerken, dass so Aktionen wie oben beschrieben auch woanders vorkommen. Ich kenne da auch ein Beispiel aus einer ganz anderen Branche. Sowas ist schon eine Sauerei, man ahnt nichts und dann plötzlich sowas.JesusOfCool hat geschrieben:T Im letzten Monat meines Praktikums ist es passiert, da sind die Rockstar Vienna Mitarbeiter zur Arbeit ins Büro gefahren und konnte nicht rein. Die Rockstar Führungsebene (keiner von den Leuten in Wien) hat die Schlösser auswechseln lassen. Niemand in Wien wusste darüber bescheib, nichtmal der örtliche Geschäftsführer. Die Leute wurden alle gekündigt, ihr Privateigentum das sie irgendwann mal mit ins Büro gebracht haben konnten sie natürlich abholen, aber die ganze Aktion ist schon ne ziemliche Verarschung.
- Clint
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Re: Guter Artikel, aber nicht überraschend
In meinen bisherigen zwei hauptberuflichen Stationen lief es auch so ähnlich wie bei Dir. In meinen Praktikas bzw. bei der Diplomarbeit habe ich mitansehen können, wie es auch anders sein kann. Allerdings hat das nicht mich selber betroffen, war also eher ein warnendes Beispiel.Matia hat geschrieben: Ich weiss nicht was ihr habt. Ich arbeite bei einer Consulting Firma und verdiene gutes Geld damit. Wir arbeiten sowohl beim Kunden selber, entwickeln aber auch Inhouse massgeschneiderte Software. Klar gibt es manchmal Überstunden nur werden die entweder irgendwann kompensiert oder ausbezahlt. Auch ansonsten wird niemand ausgequetscht wie eine Zitrone.
Klar liest man auch mal in der Freizeit ein Artikel über eine neue Technologie oder spielt etwas damit. Das wird dann auch nicht verrechnet. Wir kriegen aber 4 Wochen pro Jahr für Weiterbildung zur (mehr oder weniger) freien Verfügung.
Vieleicht ist das auch einfach in der Schweiz anderst, dass kann ich nicht beurteilen. Ich bin aber extrem glücklich, so wie es läuft.
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mat81
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Re: Guter Artikel, aber nicht überraschend
- kein ÜberstundenausgleichMatia hat geschrieben:Ich weiss nicht was ihr habt. Ich arbeite bei einer Consulting Firma und verdiene gutes Geld damit. Wir arbeiten sowohl beim Kunden selber, entwickeln aber auch Inhouse massgeschneiderte Software. Klar gibt es manchmal Überstunden nur werden die entweder irgendwann kompensiert oder ausbezahlt. Auch ansonsten wird niemand ausgequetscht wie eine Zitrone.
Klar liest man auch mal in der Freizeit ein Artikel über eine neue Technologie oder spielt etwas damit. Das wird dann auch nicht verrechnet. Wir kriegen aber 4 Wochen pro Jahr für Weiterbildung zur (mehr oder weniger) freien Verfügung.
Vieleicht ist das auch einfach in der Schweiz anderst, dass kann ich nicht beurteilen. Ich bin aber extrem glücklich, so wie es läuft.
- keine 4 Wochen zur freien Verfügung (Weiterbildung)
- über Geld brauch ich nicht erst anfangen
Das hab ich. :/
-
Matia
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Re: Guter Artikel, aber nicht überraschend
Weisst du, ich weiss ja auch, dass es das gibt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Regel ist für studierte Informatiker (oder Physiker, Mathematiker und was noch so alles in der Spiele Branche benötigt wird). Das wollte ich mit meinem Post sagen.mat81 hat geschrieben:- kein ÜberstundenausgleichMatia hat geschrieben:Ich weiss nicht was ihr habt. Ich arbeite bei einer Consulting Firma und verdiene gutes Geld damit. Wir arbeiten sowohl beim Kunden selber, entwickeln aber auch Inhouse massgeschneiderte Software. Klar gibt es manchmal Überstunden nur werden die entweder irgendwann kompensiert oder ausbezahlt. Auch ansonsten wird niemand ausgequetscht wie eine Zitrone.
Klar liest man auch mal in der Freizeit ein Artikel über eine neue Technologie oder spielt etwas damit. Das wird dann auch nicht verrechnet. Wir kriegen aber 4 Wochen pro Jahr für Weiterbildung zur (mehr oder weniger) freien Verfügung.
Vieleicht ist das auch einfach in der Schweiz anderst, dass kann ich nicht beurteilen. Ich bin aber extrem glücklich, so wie es läuft.
- keine 4 Wochen zur freien Verfügung (Weiterbildung)
- über Geld brauch ich nicht erst anfangen
Das hab ich. :/
- Logitechi
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Ich bin eher in der Spielbranche tätig.mutex hat geschrieben:Kajetan hat geschrieben: Gerade die IT-Branche zeichnet sich dadurch aus, dass die schwarzen Schafe so selten gar nicht sind. Solche Arbeitsbedingungen sind nicht die berühmte Ausnahme von der Regel ... sie SIND die Regel!
Das Bild des hart malochenden Arbeiters, der sich seine 37,5-Stunden-Woche mit Hilfe der Gewerkschaft auf der Straße erkämpft hat mag romantisch sein, greift aber gerade in der Software- oder Kreativ-Branche nicht. Das sind in den meisten Fällen ja keine Opfer ihrer Umwelt, sondern haben sich ihren "High-Performance-Job" bewusst ausgewählt.
P.S.:
Und in der Spiel-Branche gibts sehr wohl Kaffee und Donuts. Es gibt auch gemeinsame Zocksessions, Videoabende und Kickerturniere unter der Woche.
Wer allerdings nur das sieht und dabei vergisst, dass zwischen Beginn und Release eines Spiels oft gut 2 Jahre harte Arbeit liegen, hat eben schlicht und einfach falsche Vorstellungen.
Würde ich aus eigener Erfahrung so unterschreiben!!
Kleine Änderung hier:
mutex&Logi hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob das *immer* die bösen, ausbeuterischen Chefs sind...
Fast alle meine Freunde und Kollegen, die gerade irgendwo in irgendwelchen Branchen Software&Games entwickeln, arbeiten oft über den klassischen 8-Stunden-Tag hinaus und gehen in Crunchtimes am Wochenende ins Büro. Die werden allerdings nicht dazu geprügelt und dies passiert nicht wenn alles anständig geplant und gut vorbereitet ist. Crunchtimes sind übrigens in professionellen Studios meist eingeplant!

