sabienchen hat geschrieben: ↑25.04.2018 11:31
Wenn die Journalisten sich allerdings nicht auch die Mühe machen die Seite des Ex-Arbeitgebers anzuhören, bzw. nicht auch aktuelle Mitarbeiter dazu befragen, dann ist es in meinen Augen zumindest keine ausgewogene Berichterstattung.
"Ausgewogen" ist hier falsch. Es gibt keine "ausgewogene" Berichterstattung. Es gibt nur gute und schlechte Berichterstattung, weil JEDE Berichterstattung zwangsläufig eine Position einnimmt. Eine gute Berichterstattung prüft die Aussagen von Quellen nach Möglichkeit nach und versucht die Aussagen zu verifizieren. Wenn das nicht geht, sagt man, dass eine Verifikation der Aussagen nicht möglich ist, so dass der Leser/Zuschauer weiß, dass man die Aussagen erstmal mit einer gewissen Skepsis betrachten sollte, das keine erwiesenen Fakten sind, sondern erst mal nur Behauptungen. Eine schlechte Berichterstattung präsentiert ungeprüfte Aussagen als Fakt, damit man möglichst schnell mit einer geilen Schlagzeile möglichst viele Leser/Zuschauer bekommen kann, weil man keine Zeit mit Recherchen verschwenden will. Die Aufmerksamkeitsökonomie der kommerziellen Presse ist leider der stete Feind sorgfältiger Pressearbeit.
Jetzt ist halt die Frage, haben die Journalisten bei Le Monde und Medipart schlampig und schlecht gearbeitet?
sabienchen hat geschrieben: ↑25.04.2018 11:31
Wenn die Journalisten sich allerdings nicht auch die Mühe machen die Seite des Ex-Arbeitgebers anzuhören, bzw. nicht auch aktuelle Mitarbeiter dazu befragen, dann ist es in meinen Augen zumindest keine ausgewogene Berichterstattung.
"Ausgewogen" ist hier falsch. Es gibt keine "ausgewogene" Berichterstattung. Es gibt nur gute und schlechte Berichterstattung, weil JEDE Berichterstattung zwangsläufig eine Position einnimmt.
...dann eben "ausgewogener"...
Ich seh da halt ne Waage vor mir.. mit den Behauptungen auf der einen Seite, und den Behauptungen der Gegenseite auf der anderen.
Und je nachdem wieviel Gewicht der Autor der einen oder anderen Seite gibt, ist es zumindest möglich sich einem Gleichgewicht anzunähern.
Bzw. wie du richtig sagst, wenn nicht anders möglich, mit bestimmten "markern" die Aussagen abzuschwächen.
Kajetan hat geschrieben: ↑25.04.2018 11:53Eine schlechte Berichterstattung präsentiert ungeprüfte Aussagen als Fakt, damit man möglichst schnell mit einer geilen Schlagzeile möglichst viele Leser/Zuschauer bekommen kann, weil man keine Zeit mit Recherchen verschwenden will.
Ergo 90% des Schundes, den man so liest
Btw: solltest Du nicht ganz ganz tief im Keller mit einem gewissen Robo-Taktikspiel verschwunden sein?
MrLetiso hat geschrieben: ↑25.04.2018 12:42
Btw: solltest Du nicht ganz ganz tief im Keller mit einem gewissen Robo-Taktikspiel verschwunden sein?
Technische Probleme. Die Graphikausgabe verabschiedet sich alle paar Minuten, ich sehe den Desktop und höre meine Mechs nur noch durch die Gegend stampfen. Ansonsten basst das alles, geiles Gameplay, gute Kampagne.
sabienchen hat geschrieben: ↑25.04.2018 11:59
Ich seh da halt ne Waage vor mir.. mit den Behauptungen auf der einen Seite, und den Behauptungen der Gegenseite auf der anderen.
Und je nachdem wieviel Gewicht der Autor der einen oder anderen Seite gibt, ist es zumindest möglich sich einem Gleichgewicht anzunähern.
Kajetan hat geschrieben: ↑25.04.2018 12:46
Bitte nicht Justizia mit der Presse verwechseln
Ich erinner mich da immer an meine Schulzeit und den Ausflug ins Gerichtsgebäude.
Lehrerin: "...ich wollt den Schülern Recht und Gerechtigkeit zeigen."
Richter: "Da sind sie hier falsch."
Soll heißen: Ihre Waagschalen sind auch nur auf Abbildungen im Gleichgewicht.
sabienchen hat geschrieben: ↑25.04.2018 11:31Aber kein Grund gegen die Journalisten zu klagen.. sondern vielmehr die ehemaligen Mitarbeiter wegen Rufmord.
d'accord.
greetingz
Schonmal was von Quellenschutz gehört?
Journalisten sind nicht verpflichtet ihre Quellen preiszugeben. Das wäre auch ziemlich fatal für den Rest an investigativem Journalismus, den es noch gibt.
Sheepwars3 hat geschrieben: ↑24.04.2018 21:58
P.S.: Wikipedia ist keine valide Quelle.
Also ich kann nichts finden was man an dem Wikipedia Artikel zu beanstanden hätte. Quellen sollte man natürlich immer nochmal gegenchecken, sei es Wikipedia oder der große Brockhaus. Winkekatze hat das ja richtig mit der angesprochenen Kritik vom Medienwissenschaftler aus dem Wiki-Artikel gemacht. Trotzdem sind wir in diesem Thread in die falsch Richtung galoppiert, ging es ja um Quantic Dream und die Klage.
Bezugnehmend auf den Wiki-Verweis: Dieses "Lexikon" ist voller haarsträubender Fehler. Mittlerweile haben viele Wissenschaftler sich auch einen Spaß gemacht und Fehler bewusst eingebaut.
Das war beim Brockhaus aber auch schon so. Was macht diese Information jetzt mit deiner Argumentation? :wink:
Baralin hat geschrieben: ↑25.04.2018 15:59
Das war beim Brockhaus aber auch schon so. Was macht diese Information jetzt mit deiner Argumentation? :wink:
Sheepwars3 hat geschrieben: ↑25.04.2018 08:57
Bezugnehmend auf den Wiki-Verweis: Dieses "Lexikon" ist voller haarsträubender Fehler. Mittlerweile haben viele Wissenschaftler sich auch einen Spaß gemacht und Fehler bewusst eingebaut.
Wow... ich weiß nicht so genau, ob das stimmt was Du hier sagst, aber das ist für einen Wissenschaftler schon ein ziemliches Nachweis für menschliches Versagen auf so einigen Ebenen. Wer widmet sein Leben denn dem Schaffen von Wissen, verbreitet dann aber im größten und freiesten Lexikon aller Zeiten bewusst falsches Wissen? Meine Fresse... die Typen sollten sich echt in Grund und Boden schämen, sich mal überlegen was das für Folgen haben kann und am Besten ihren Beruf wechseln.
Was kommt als nächstes? Kleiderspenden-Container mit bewusst kaputt gemachten Schuhen befüllen, weils ja so total super lustig ist?
JunkieXXL hat geschrieben: ↑24.04.2018 16:35
Homophobie ist vor allem ein Kampfbegriff aus der links-grünen Ecke, die mit Leidenschaft alles verächtlich macht, was nicht in ihr krudes Weltbild passt.
Und Links-Grüne Ecke ist vorallem ein Kampfbegriff aus dem braunen-Nazi Bereich.
Korrekt!
"Regressive left" ist euch ein Begriff? Schön, wie ihr in das Muster passt
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.04.2018 16:25
Was kommt als nächstes? Kleiderspenden-Container mit bewusst kaputt gemachten Schuhen befüllen, weils ja so total super lustig ist?
Ist das wirklich was neues? Kleiderspenden-Container werden oft als Mülleimer benutzt, angezündet usw.
Auf Wikipedia darf erstmal jeder etwas posten. Etwaige Falschinformationen werden nur beseitigt, wenn sich jemand die Mühe macht und alle Quellen eines Artikels überprüft. Das passiert häufig nur wenn sich jemand am Artikel stört und sich bei Wikipedia beschwert.
winkekatze hat geschrieben: ↑25.04.2018 16:34
Ist das wirklich was neues? Kleiderspenden-Container werden oft als Mülleimer benutzt, angezündet usw.
Keine Ahnung ob das Neu ist. Arschlöcher gabs schon immer und überall. Wie halt die Leute, die bewusst falsche Informationen in einem freien und kostenlosen Lexikon veröffentlichen. "Haha, die ganzen Menschen auf der Welt die sich keine Schul- und Fach-Bücher leisten können... die sterben jetzt dumm! Haha! Voll witzig!"
winkekatze hat geschrieben: ↑25.04.2018 16:34
Auf Wikipedia darf erstmal jeder etwas posten. Etwaige Falschinformationen werden nur beseitigt, wenn sich jemand die Mühe macht und alle Quellen eines Artikels überprüft. Das passiert häufig nur wenn sich jemand am Artikel stört und sich bei Wikipedia beschwert.
Man kann auch selber Falschinformationen beseitigen. Ich mach das öfter. Wenn ich den Themenbereich professionell kenne, dann beseitige ich den Fehler einfach so. Wenn ich nur halbwegs vom Fach bin, überprüfe ich die Sache nochmal und Ändere dann - gegebenenfalls mit Verweis auf eine Quelle. Wenn ich etwas für falsch halte, aber nicht vom Fach bin, dann mache ich nichts und hoffe, das jemand anderes sich der Sache annimmt.
Doc Angelo hat geschrieben: ↑25.04.2018 16:43
Man kann auch selber Falschinformationen beseitigen. Ich mach das öfter. Wenn ich den Themenbereich professionell kenne, dann beseitige ich den Fehler einfach so. Wenn ich nur halbwegs vom Fach bin, überprüfe ich die Sache nochmal und Ändere dann - gegebenenfalls mit Verweis auf eine Quelle. Wenn ich etwas für falsch halte, aber nicht vom Fach bin, dann mache ich nichts und hoffe, das jemand anderes sich der Sache annimmt.
Klar, das kann man auch. Finde ich auch gut. Solange die Falschinformation aber auf der Seite steht ist das ziemlich doof für Diejenigen, die das als die Wahrheit annehmen.
Ich nehme Wikipedia z.b. gern als Ausgangspunkt für eigene Recherchen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, und schonmal ein paar Quellen als Anhaltspunkt zu sammeln ist Wikipedia gut geeignet. Trotzdem ist das Portal eben dadurch nicht "zitierfähig" in wissenschaftlichen Texten, und das finde ich ist auch gerechtfertigt.