Ist dann ein crowdgefundeter Entwickler kein Indie mehr?bloub hat geschrieben: ↑11.12.2017 18:37 nun gut, dann muss jeder für sich selbst definieren, was indie ist. für mich ist kein indie mehr, wenn fremdes geld reingebuttert wird. in der regel stammt das geld nämlich nicht von oma lotti, die ihren enkel aushelfen will und sich deshalb nicht einmischt.
"Independent" hat nicht so sehr viel mit "Woher kommt das Geld" zu tun, sondern viel mehr mit der Frage "Bin ich bloßer Angestellter, der auf Anweisung Texturen malt oder arbeite ich an meinem Projekt, über welches ich die volle kreative Kontrolle habe und wo ich die von mir erschaffenen Inhalte auch urheberrechtlich besitze?".
Denn DAS definiert IMHO einen Indie. Hat er volle kreative Kontrolle über den Inhalt und gehört ihm der Inhalt? Wenn beides zutrifft, ist es ein Indie. Gleichgültig, ob es sich um einen Küchentischeinzelkämpfer handelt, der Oma um 10.000 Euro angepumpt hat oder ein Dutzend Leute, die sich über Crowdfunding finanzieren oder ein Studio wie CDP Red, die sich als Tochter des börsennotierten Unternehmen CDP SA über Investoren finanzieren.
Sogar Respawn hätte ich bis letzten Monat als Indie bezeichnet, auch wenn sie vollständig durch EA finanziert wurden. Denn Respawn war eine unabhängige Firma, die alle Rechte an Titanfall besaß und die meines Wissens auch die volle kreative Kontrolle über die Entwicklung von Titanfall besaß. Gut, mit dem Aufkauf durch EA ist das ja nun hinfällig
