Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

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Kajetan
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von Kajetan »

Kant ist tot! hat geschrieben: 29.11.2017 14:28 Du sprichst von der Marktstellung in Relation zu den von dir genannten Größen, ich bezog mich nur auf den Wert an sich. Ich habe jetzt ehrlich gesagt nicht den Durchblick um zu sagen, ob das alles so zutrifft, wie du es ausgeführt hast. Aber ich nehme es zum Zwecke der Argumentation einfach mal als gegeben an. EA ist jetzt auf jeden Fall mehr Wert als zu dem von dir genannten Zeitpunkt. Dann haben sie heute eventuell sogar ein kleineres Stück vom Kuchen aber der Kuchen an sich, also der Markt Videospiele, ist viel grüßer als zum ersten Zeitpunkt.

Darauf aufbauend vermute ich, dass das Wachstum des Marktes und auch insbesondere das Wachstum der eigenen Marken (gerade der jährlichen Sport-Releases) noch nicht beendet ist. Warum? Videospiele sind immer noch ein relativ junges Medium. Das bedeutet, dass am Ende des Demographie-Spektrums über kurz oder lang eine Generation wegbricht, die im Prinzip gar kein oder wenn dann ein sehr unbedeutender Zahler für die Videospielbranche war, während auf der anderen Seite des Spektrums immer Leute nachkommen.
Ok, so kann man das selbstverständlich auch betrachten, keine Frage.
katzenjoghurt
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von katzenjoghurt »

Wieso Bioshock?
Schaut Euch das hier auch schon erwähnte Prey an - eine Liebeserklärung an Bioshock und Deus Ex.
Ein 90er hier, grasgrüne 82 auf Metacritics, ich spiel's grad und bin (nach absoluter Open World Games Übersättigung) begeistert...
Aber... liegt wie Blei in den Regalen.

Wo sind die Käufer?
Zuletzt geändert von katzenjoghurt am 29.11.2017 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Todesglubsch
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von Todesglubsch »

Halueth hat geschrieben: 29.11.2017 14:43
Tomorrow´s Children ist jetzt aber nicht gerade das Paradebeispiel. Immerhin war es ein F2P Titel, die sind ja zumeist auf Einnahmen durch MTA´s angewiesen und ich weiß nich wie weit diese bei Tomorrow´s Children reichten. Ob es nur Cosmetics, oder andere Dinge waren, keine Ahnung.
Dann nimm halt Fat Princess Adventures. Gleiches Prinzip, aber das Spiel kostet was :)
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Kajetan
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von Kajetan »

katzenjoghurt hat geschrieben: 29.11.2017 15:19 Aber... liegt wie Blei in den Regalen.

Wo sind die Käufer?
Andersherum gefragt ... warum soll sich ein Spiel wie Prey verkaufen wie CoD oder GTA? Denn das ist das Problem, welches die Majors sich selbst bereitet haben. Dort kann man mit "normalen" Umsätzen nicht mehr wirtschaften, die Strukturen des Unternehmens sind immer stärker darauf ausgelegt nur noch Monstermegablockbuster-Umsätzen einzufahren. Alles MUSS sich wie CoD oder GTA verkaufen. Bei EA hieß es schon vor einigen Jahren, dass alles unter 5 Millionen Einheiten als Flop gilt.

Prey ist nicht erfolglos, so wie Doom 2026 nicht erfolglos ist, so wie Bioshock Infinite nicht erfolglos war. Die Umsatzerwartungen der Publisher sind und waren aber jenseits aller Realität.
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VincentValentine
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von VincentValentine »

Kajetan hat geschrieben: 29.11.2017 15:24 Andersherum gefragt ... warum soll sich ein Spiel wie Prey verkaufen wie CoD oder GTA? Denn das ist das Problem, welches die Majors sich selbst bereitet haben. Dort kann man mit "normalen" Umsätzen nicht mehr wirtschaften, die Strukturen des Unternehmens sind immer stärker darauf ausgelegt nur noch Monstermegablockbuster-Umsätzen einzufahren. Alles MUSS sich wie CoD oder GTA verkaufen. Bei EA hieß es schon vor einigen Jahren, dass alles unter 5 Millionen Einheiten als Flop gilt.

Prey ist nicht erfolglos, so wie Doom 2026 nicht erfolglos ist, so wie Bioshock Infinite nicht erfolglos war. Die Umsatzerwartungen der Publisher sind und waren aber jenseits aller Realität.
Sagt ja keiner das es sich wie COD oder GTA verkaufen muss? Und ich glaube das waren auch nicht die Erwartungen von Bethesda...Aber Prey ist trotzdem übelst gefloppt mit gerade mal 17-25k verkauften Einheiten zum Launch in der UK z.b, während ei Dishonored oder Wolfenstein aus der letzten Gen bei 70-80k lagen..


katzenjoghurt hat geschrieben: 29.11.2017 15:19 Aber... liegt wie Blei in den Regalen.

Wo sind die Käufer?
Weil SP heute nicht mehr ihr Geld wert sind....So lautet doch der Tenor in dieser Gen (leider)
Was 20 STD Spielzeit? Dann zocke ich es an zwei Wochenende durch und schon wars da .... Muss ja heute jedes Spiel 100 Stunden Gameplay und Wiederspielwert bieten

Da sind wir zum großen Teil selber Schuld keine Frage und da ist es auch kein Wunder, das wir diesen Open World Wahn erleben.
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Kajetan
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von Kajetan »

VincentValentine hat geschrieben: 29.11.2017 15:31 Sagt ja keiner das es sich wie COD oder GTA verkaufen muss? Und ich glaube das waren auch nicht die Erwartungen von Bethesda...Aber Prey ist trotzdem übelst gefloppt mit gerade mal 17-25k verkauften Einheiten zum Launch in der UK z.b, während ei Dishonored oder Wolfenstein aus der letzten Gen bei 70-80k lagen..
Ah, ok.

Ist jetzt halt nur die Frage ... lag es einfach am Spiel selbst, an einer zu geringen Bekanntheit, am Wetter oder daran, dass es ein SP-Spiel war? Wenn sich andere SP-Spiele deutlich besser verkaufen, kann es wohl nicht am gewählten Genre liegen, oder nicht?
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gollum_krumen
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von gollum_krumen »

Halueth hat geschrieben: 29.11.2017 13:22 Solche Geschäftsmodelle wie bei EA sind da nicht gerade hilfreich einen postiven Ruf zu wahren, siehe der Milliardenverlust bei EA durch diesen BF2-Dreck.
Milliardenverlust? Wat?
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VincentValentine
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von VincentValentine »

Kajetan hat geschrieben: 29.11.2017 15:36
VincentValentine hat geschrieben: 29.11.2017 15:31 Sagt ja keiner das es sich wie COD oder GTA verkaufen muss? Und ich glaube das waren auch nicht die Erwartungen von Bethesda...Aber Prey ist trotzdem übelst gefloppt mit gerade mal 17-25k verkauften Einheiten zum Launch in der UK z.b, während ei Dishonored oder Wolfenstein aus der letzten Gen bei 70-80k lagen..
Ah, ok.

Ist jetzt halt nur die Frage ... lag es einfach am Spiel selbst, an einer zu geringen Bekanntheit, am Wetter oder daran, dass es ein SP-Spiel war? Wenn sich andere SP-Spiele deutlich besser verkaufen, kann es wohl nicht am gewählten Genre liegen, oder nicht?
Da werden sicherlich mehrere Faktoren eine Rolle gespielt haben, aber wenn wir jetzt nur auf Bethesda schauen, dann haben sich all ihre SP-Spiele in dieser Gen zum Launch schlechter verkauft als noch ihre Vorgänger

UK:
Prey (schwächerer Launch als das Spiel damals im Jahre 2006, welches sogar nur auf 2 Plattformen erschien)
The Evil Within 2 (75% schwächerer Launch als der Vorgänger)
Wolfenstein 2 (Launch weniger als die Hälfte des Vorgängers)
Dishonored (fast nur die Hälfte der Launchzahlen vom Vorgänger)

Sicherlich spielen inzwischen Online Verkäufe eine größere Rolle, aber das sind schon teilweise massive Einbrüche und ich bin mir nicht sicher ob Bethesda das auf Dauer gefallen wird?
katzenjoghurt
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von katzenjoghurt »

Kajetan hat geschrieben: 29.11.2017 15:24
katzenjoghurt hat geschrieben: 29.11.2017 15:19 Aber... liegt wie Blei in den Regalen.

Wo sind die Käufer?
Andersherum gefragt ... warum soll sich ein Spiel wie Prey verkaufen wie CoD oder GTA? Denn das ist das Problem, welches die Majors sich selbst bereitet haben. Dort kann man mit "normalen" Umsätzen nicht mehr wirtschaften, die Strukturen des Unternehmens sind immer stärker darauf ausgelegt nur noch Monstermegablockbuster-Umsätzen einzufahren. Alles MUSS sich wie CoD oder GTA verkaufen. Bei EA hieß es schon vor einigen Jahren, dass alles unter 5 Millionen Einheiten als Flop gilt.

Prey ist nicht erfolglos, so wie Doom 2026 nicht erfolglos ist, so wie Bioshock Infinite nicht erfolglos war. Die Umsatzerwartungen der Publisher sind und waren aber jenseits aller Realität.
Zwischen den Verkäufen von Prey und CoD dürfte ein Faktor von 50-100 liegen.
Zu GTA wohl nochmal das 5-fache?

Meines Wissens hat sich Prey nur ein paar hunderttausend Mal verkauft... damit kriegst Du
eine mehrjährige AAA Produktion i.d.R. nicht finanziert.

Vielleicht ist Prey auch ein besonders schlechtes Beispiel... das Ding hätte auch einfach 'nen
anderen Namen gebraucht. Trotzdem eine Perle, die all das hat, wonach der Freund linearer
Singleplayer-Spiele sich sehnt... und dem Hersteller wurde es nicht gedankt.
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DaOriginalHerb
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von DaOriginalHerb »

Kajetan hat geschrieben: 29.11.2017 15:36
VincentValentine hat geschrieben: 29.11.2017 15:31 Sagt ja keiner das es sich wie COD oder GTA verkaufen muss? Und ich glaube das waren auch nicht die Erwartungen von Bethesda...Aber Prey ist trotzdem übelst gefloppt mit gerade mal 17-25k verkauften Einheiten zum Launch in der UK z.b, während ei Dishonored oder Wolfenstein aus der letzten Gen bei 70-80k lagen..
Ah, ok.

Ist jetzt halt nur die Frage ... lag es einfach am Spiel selbst, an einer zu geringen Bekanntheit, am Wetter oder daran, dass es ein SP-Spiel war? Wenn sich andere SP-Spiele deutlich besser verkaufen, kann es wohl nicht am gewählten Genre liegen, oder nicht?
Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber bei mir ist es schlicht der Zeitfaktor.
Ich freue mich schon sehr auf Prey aber ich komme mit dem zocken einfach nicht hinterher. Und jedes Spiel zu Release kaufen übersteigt mein Budget. Das neue Wolfenstein Habe ich hier liegen obwohl ich wahrscheinlich erst nächstes Jahr dazu komme.
Von daher habe ich wenigstens genug zu zocken bis der Multiplayeropenworldhype hoffentlich irgendwann vorbei ist. Midbudget Titel sagen mir meist eh mehr zu. Natürlich wie immer mir regelbestätigenden Ausnahmen :)
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von FuerstderSchatten »

katzenjoghurt hat geschrieben: 29.11.2017 15:19 Wieso Bioshock?
Schaut Euch das hier auch schon erwähnte Prey an - eine Liebeserklärung an Bioshock und Deus Ex.
Ein 90er hier, grasgrüne 82 auf Metacritics, ich spiel's grad und bin (nach absoluter Open World Games Übersättigung) begeistert...
Aber... liegt wie Blei in den Regalen.

Wo sind die Käufer?
Ich kaufe keine Spiele für mehr als 10 Euro, im Ausnahmefall mal 15 bis 20 Euro.

Prey wird frühestens für unter 15 Euro mit allen DLCs (wenn es die überhaupt hat) oder für unter 10 bei keinen DLCs.

Prey sieht mir aber auch nicht nach einem rein linearen Shooter aus, sondern eher so wie Alien Isolation. Das ist eher ein Hybrid.
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senfkatze
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von senfkatze »

Garnicht gewusst, dass Will Ferrell bei EA arbeitet
katzenjoghurt
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von katzenjoghurt »

FuerstderSchatten hat geschrieben: 29.11.2017 16:05 [...]

Prey sieht mir aber auch nicht nach einem rein linearen Shooter aus, sondern eher so wie Alien Isolation. Das ist eher ein Hybrid.
Es ist im Prinzip ein System Shock / Bioshock mit (ungewollt) etwas schwächerem Szenario und stärkerem Shooter Gameplay.

Außer unwichtigen Vorbesteller DLCs (golden angepinselte Schrotflinte + paar 08/15 items - lagen meiner grad gekauften
Saturn Version noch bei) gibt es wohl keine weiteren DLCs.... es waren mal welche geplant, aber... keine News darüber.

Bei nur 10€ würd' ich als Hersteller auch versuchen, mir über Microtransactions den Rest zu holen.
Zuletzt geändert von katzenjoghurt am 29.11.2017 16:52, insgesamt 1-mal geändert.
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DonDonat
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von DonDonat »

Ich liebe es, wenn hochrangige EA Mitarbeiter es so darstellen, als ob die Spieler daran Schuld sind, dass EA keine "lineare Story Driven Adventures" mehr macht...
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Halueth
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Re: Electronic Arts: Blake Jorgensen (CFO) über die Schließung von Visceral Games und unbeliebte "lineare Spiele"

Beitrag von Halueth »

gollum_krumen hat geschrieben: 29.11.2017 15:37
Halueth hat geschrieben: 29.11.2017 13:22 Solche Geschäftsmodelle wie bei EA sind da nicht gerade hilfreich einen postiven Ruf zu wahren, siehe der Milliardenverlust bei EA durch diesen BF2-Dreck.
Milliardenverlust? Wat?
http://www.4players.de/4players.php/spi ... swert.html

Sie haben an 3 Milliarden an Marktwert eingebüßt, das meinte ich.