The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

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Wortgewandt
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wortgewandt »

johndoe12796354 hat geschrieben:
ChrisJumper hat geschrieben:
johndoe12796354 hat geschrieben:Passender Artikel zu der Frage: http://www.zeit.de/digital/games/2016-0 ... ntwicklung

Übrigens .. TLOF? The Last of Fucks. D:
Tja so ist das halt wenn jemand der von Spielen nichts versteht, Artikel schreiben darf. Ähnliches liest man ja auch zu Killerspielen. Allein das hier ein Life is Strange Bild verwendet wurde sagt achon fast genug aus. Also für meine Blickwinkel.
Gibt es da auch irgendwelche Argumente oder hast du nach dem Bild aufgehört, zu "lesen"?
Haha, was für ein Ignorant...das war ein Tippfehler von mir, nicht vom Autor des Artikels. :) Er hat ihn also GAR NICHT gelesen. Was für ein Eigentor. :)
CritsJumper
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von CritsJumper »

Wortgewandt hat geschrieben: Haha, was für ein Ignorant...das war ein Tippfehler von mir, nicht vom Autor des Artikels. :) Er hat ihn also GAR NICHT gelesen. Was für ein Eigentor. :)
Was für ein Tippfehler? Der Link? Den finde ich auch ohne das der Link von dir vollständig ist war. Aber du kannst mir gerne zeigen wo Life is Strange in dem Artikel besprochen wird. Danke.

Edit: Sorry mir ist das eigentlich total egal ob du mir das jetzt zeigst oder nicht und ob du glaubst ob ich den Artikel ganz gelesen haben oder nicht. Ich bin meistens hier um Gedanken und andere Perspektiven zu bekommen auf bestimmte Dinge und weitere Anreize.

Destruktive Ansätze wie der beschriebene Artikel, wo der Autor beschreibt das die Erzählweise eine Spieles ja anscheinend nie so gut sein kann wie ein Film oder ein Buch, eben weil es dazu die Freiheiten des Spieler stärker eingrenzen muss teile ich einfach nicht, das habe ich ja auch schon geschrieben. Ich denke ein Spiel kann beides. Wenn der Spieler in einem Videospiel auch eigene Geschichten erleben kann oder schon anfängt davon zu träumen, dann sind das für mich Erfahrungen die ich in einem Spiel sammeln kann, wo ein Film halt erstmals keinen Raum für bietet. In einem Videospiel ist es möglich neben Bilder, Ton, Text auch noch dezentrale Inhalte einzubinden, wie Civilization mit dem kleinen Lexikon über die Welt(geschichte). Allein schon die Vorstellung eines parallelen pseudo Zeitstranges die bei einem Civilization Match aufkommt, erstickt so manches Buch im Keim.

Aber würde der Autor des Zeit Artikels solche Punkte berücksichtigen, oder die Erzählung durch das Artdesign der Bildsprache von Spielen, dann hätte er diesen Artikel nicht schreiben können wie schlecht das doch alles ist. Genau das ist mein Punkt.
Zuletzt geändert von CritsJumper am 19.11.2016 23:29, insgesamt 2-mal geändert.
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SethSteiner
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von SethSteiner »

@Xris
Ja, ich kenne die Comics seit sie bei Cross Cult rausgekommen sind. Nur was war daran neu? Schon mit Romero waren die Zombies ja nur Rahmenhandlung und der Rest ist eine Parabel auf die Gesellschaft. TWD zeigt nicht die menschlichen Abgründe ohne Regeln und Regierung, sondern ist eine Soap Opera mit Blut und Gewalt, im Grunde Torture Porn. Das Niveau ist einfach nur vorgehalten, "Guck mal, die Menschen wie sie sich abschlachten, ja es ist blutrünstig aber eigentlich will man hier nur zeigen, wie der Mensch sich in Extremsituationen ohne oder nur mit selbstgewählter Autorität verhält.". In Wahrheit geht es nur ums Drama, die Beziehungen der Figuren und hin und wieder möglichst blutrünstige Tode oder Verstümmlungen und damit das ganze auch schön lange läuft, handeln die Figuren auch entsprechend Konflikt betont und wird immer wieder ganz Soap Opera mäßig eine neue Figur eingeführt oder ein neuer Handlungsort der "alles ändert".

Natürlich erfindet auch The Last of Us nicht alles neu aber es ist eben einen Ticken nachvollziehbarer und es hat ein klares Ziel und das fehlt eben beides bei TWD, Das eben einfach nur die Romero Filme in Serienform ist.
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Kensuke Tanabe
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Kensuke Tanabe »

Eine Soap Opera muß doch nicht schlecht sein.
Spoiler
Show
Bild
Den Zeit Online Artikel finde ich sehr gut und für mich treffend.
edit
billy coen 80
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von billy coen 80 »

ChrisJumper hat geschrieben:...
So schlimm fand ich den Artikel jetzt auch nicht. Ja, auch ich fand, dass sich der Autor teils ein Wenig in seine etwas abgehobenen Analysen verrannt hat. Aber final kommt er zu einer Schlussfolgerung, die ich so unterschreiben würde: vielleicht kriegen wir auch Spiele, die mit der ganz großen Erzählkunst herausragender literarischer Werke und Filme mithalten können, vielleicht kriegen wir aber auch was ganz anderes. Und beides ist doch OK!

Seinen Punkt bzgl. der Erzählhemmnisse hatte ich ja, bevor ich den Artikel gelesen hatte, auch schon so ähnlich in meinem letzten Post angerissen. Und, machen wir uns nix vor, für einen Autoren gibt es nichts schlimmeres und auch ein Stück weit frustrierdenderes, als eine Geschichte zu schreiben, die sich ständig auch spielerischen Freiräumen unterordnen muss. Es hat schon seine Gründe, dass Spiele, die auch versuchen, eine spannende und entsprechend straff erzählte Geschichte präsentieren wollen, auch spielerisch "beengt" daherkommen. Je mehr Freiheiten du dem Spieler lässt, desto mehr Ablenkung bekommt dieser. Wer kennt sie nicht, die Situationen in Spielen, mit viel spielerischen Freiheiten (exemplarisch natürlich Open World), in denen man auf einmal feststellt, wenn man mal wieder dazu übergeht, eine Story-Mission zu spielen, dass man gar nicht mehr so richtig weiß, warum man das jetzt eigentlich gerade machen soll? Es ist in diesem Zusammenhang schier unmöglich, eine wirklich spannende Geschichte zu erzählen, weil dies auch ein gewisses vom grundsätzlichen Erzähltempo abhängiges Timing benötigt. Und nicht selten machen die Autoren der Geschichten solcher Spiele den fundamentalen Fehler, genau das zu versuchen und erzeugen damit weit erheblichere ludativ-narrative Dissonanzen als die, die man etwa Uncharted vorwirft, wo der Protagonist immer als sympathischer Typ präsentiert wird und immer noch voll nett rüberkommt, nachdem er In Game bereits ganze Armeen liquidiert hat.

"Oh Gott, die Marshalls haben ihn geschnappt und werden ihn im Morgengrauen aufhängen! Wir müssen ihn umgehend retten!!!" Und wenn die Cutscene ins Spiel wechselt, geht der Spieler erst einmal gemütlich in den Saloon, spielt zwei Tage lang (in In-Game-Zeit) Poker, wendet sich danach fünf Wochen lang dem Erledigen irgendwelcher Sidequests zu und wenn er sich dann doch mal überlegt, besagte Rettung durchzuführen, sieht er nicht etwa eine schon leicht verwesende Leiche an einem Galgen baumeln, sondern stolpert in eine Szenerie, die rüberkommt, als seien seit der beschriebenen Cutscene keine zwei Stunden vergangen.

Diese Dissonanzen entstehen natürlich vor allem durch das so nicht beabsichtigte Verhalten des Spielers. Aber dies muss eigentlich immer mit einberechnet werden. Die andere Möglichkeit ist natürlich, wenn es storyrelevant nötig ist, den Spieler von einer Storymission zur nächsten zu "zwingen", ihm gar keine Wahl zu lassen. Aber das würde, wenn das zu oft geschieht, den eigentlichen Sinn von Open-World-Spielen unterminieren. Will man das vermeiden, muss man die Geschichten unverbindlicher erzählen, worunter dann aber der Spannungsaufbau leidet.

Allerdings fiel mir beim Lesen des Artikels auch ein Punkt auf, wo der Autor etwas als Beispiel dieser Dissonanzen beschreibt, was schlicht dämlich ist. Diese Szene aus Dead Space 3... Wer sich im Anschluss an die beschriebene Cutscene dann direkt zu der In-Game-Leiche begibt und auf diese eintrampelt, während Isaac seine für solche Aktionen vorgesehenen Kommentare loslässt, ist schlicht selbst Schuld, wenn er sich damit die erzählerische Immersion kaputtmacht. Das Spiel verlangt von einem doch gar nicht solch ein Verhalten; warum kommt man im Anschluss an eine solche Cutscene eigentlich auf die Idee / das Bedürfnis, das zu tun? Das in einer Analyse zu monieren, hat schon fast Sarkeesian-Niveau.

Also abschließend kurz zusammengefasst: Auch ich glaube, dass Interaktion und gescheites Storytelling in einem gewissen Konflikt zueinander stehen. Ich halte es aber für unklug, ständig Spiele mit Filmen und Romanen zu vergleichen. Denn die erzählerischen Defizite, die Spiele im Vergleich zu den genannten Medien haben, gleichen sie locker durch das aus, was sie allein durch eben ihre interaktiven Möglichkeiten vermitteln können. Spiele sollten es gar nicht nötig haben, sich ständig an vor allem Filmen zu messen, sondern sich als eigenständiges Unterhaltungs- und bisweilen eben doch auch (wenn auch nicht ganz so gut) Erzählmedium emanzipieren.
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Wulgaru
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wulgaru »

Sie messen sich aber selbst an Filmen und Kritiker feiern sie besonders wenn sie "wie ein richtiger Kinofilm" oder sowas sind. Das ist ja der Punkt den der Autor des Artikels machen will. Ich finde auch nicht das er in jedem Punkt Recht hat, aber momentan laufen große Game-Produktionen immer noch darauf hinaus wie spielbare Filme sein zu wollen (Quantic Dream als kontroverses Beispiel) und wenn Games das machen, hinken sie Filmen halt immer hinterher.

Nur wenn sie diese Schiene verlassen, haben Spiele andere Möglichkeiten und dann sogar ziemlich gute. Bedeutet nicht das diese filmreifen Spiele nicht immer noch sehr unterhaltsam sein können, aber der Last of US-Aufhänger ist ja ein sehr gutes Beispiel. Ich habe das schon vorher geschrieben...dieses Setting ist ausgelutscht. Endzeit, Mutanten, Großteil der Menschheit ausgelöscht 1-2 Leute versuchen zu überleben, vielleicht ne Gruppe....das ne Story die gabs schon vor 40 Jahren und seitdem unzählige male. Als das Spiel rauskam war das keine originelle oder neue Idee und auch eine die bereits in vielen Formen sehr gut ausgeführt wurde. Last of Us wird aber dadurch gut das du eine interaktive Bindung zu den beiden Figuren hast und das zieht einen in diese Welt. Das ist halt das besondere.
billy coen 80
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von billy coen 80 »

Wulgaru hat geschrieben:Sie messen sich aber selbst an Filmen und Kritiker feiern sie besonders wenn sie "wie ein richtiger Kinofilm" oder sowas sind. Das ist ja der Punkt den der Autor des Artikels machen will. Ich finde auch nicht das er in jedem Punkt Recht hat, aber momentan laufen große Game-Produktionen immer noch darauf hinaus wie spielbare Filme sein zu wollen (Quantic Dream als kontroverses Beispiel) und wenn Games das machen, hinken sie Filmen halt immer hinterher.
Deshalb schrubte ich ja, dass sie sich emanzipieren sollten. Das ständige Hinterherhecheln hinter nur in Teilaspekten vergleichbaren Medien tut beiden Medien nicht wirklich gut. Spiele können manches weniger als Filme, dafür anderes mehr.

Natürlich müssen auch die Kritiker das einsehen und endlich mal mitmachen. Auch Jörg hat ja mal ne Zeit lang ein Wenig rumgejammert, wann denn Spiele endlich mal so gut werden, wie Bücher und Filme. Damals habe ich auch schon kommentiert, dass diese Vergleiche schlicht hinken. Auch wenn man Bücher und Filme miteinander vergleicht, gehen beide in einigen Feldern als Sieger, in anderen als Verlierer vom Platz. Bücher sind Bücher, Filme sind Filme. Und Spiele sind nun mal ein ganz eigenes Medium und sollten nicht ständig auf Basis von Cross-Media-Vergleichen kritisiert werden, sondern auf Basis dessen, was sie speziell potenziell besser machen können, als Bücher und Filme. Das würde vielleicht auch mal zu einem Umdenken bei den Entwicklern führen, die ja auf Basis eben dieses Feedbacks glauben müssen, dass Spiele nur dann gut sein können, wenn sie wie Filme aussehen und ablaufen.
Nur wenn sie diese Schiene verlassen, haben Spiele andere Möglichkeiten und dann sogar ziemlich gute. Bedeutet nicht das diese filmreifen Spiele nicht immer noch sehr unterhaltsam sein können, aber der Last of US-Aufhänger ist ja ein sehr gutes Beispiel. Ich habe das schon vorher geschrieben...dieses Setting ist ausgelutscht. Endzeit, Mutanten, Großteil der Menschheit ausgelöscht 1-2 Leute versuchen zu überleben, vielleicht ne Gruppe....das ne Story die gabs schon vor 40 Jahren und seitdem unzählige male. Als das Spiel rauskam war das keine originelle oder neue Idee und auch eine die bereits in vielen Formen sehr gut ausgeführt wurde. Last of Us wird aber dadurch gut das du eine interaktive Bindung zu den beiden Figuren hast und das zieht einen in diese Welt. Das ist halt das besondere.
Jupp, so was in der Art habe ich ja schon in meinem ersten Post hier im Thread geschrieben. Genau aus dem Grunde hatte ich auch fast Angst, dass man TLOU verfilmen würde. Ohne diese Möglichkeiten des Mediums Videospiel, würde diese Marke als Film, schon allein auf Basis der gerade im Filmbereich mannigfaltigen sehr guten bis (zahlreicheren) sehr miesen Vergleichsbeispiele, schlicht irgendwo im Niemandsland der Bedeutungslosigkeit versumpfen. Um als Film zu überzeugen, müsste man sich schon extrem ins Zeug legen beim Drehbuch. Denn der Stoff ist dort tatsächlich schon hundertfach durchgekaut worden und auch schon etliche Male mit genau demselben erzählerischen Fokus wie TLOU. Als Filmprojekt ist es potenziell überflüssig. Kannst du eine Geschichte, die in einem Medium schon zigfach erzählt worden ist nicht bedeutend besser erzählen, als es andere schon getan haben, dann erzähl sie besser einfach nicht ein weiteres Mal. Nein, die Erzählwelt von TLOU soll auch weiterhin ausschließlich als Videospiel existieren. Da gehört es hin, da hat es sich seinen Platz geschaffen und da funzt es einfach am besten.
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Onekles
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Onekles »

Wenn's um Story in Videospielen geht, kann ich Undertale überhaupt nicht genug loben. Manch einen mag die 8-Bit-Optik abturnen, aber das war wirklich das erste Spiel, was mal am Potenzial des interaktiven Mediums gekratzt hat. Was man da veranstaltet hatte, hatte auch wirklich Auswirkungen. Auswirkungen auf verflucht starke Charaktere, von denen mir so ziemlich alle ans Herz gewachsen sind. Vom Standard-Gegner über den Endboss bis zu TEMMIE! Dass ich aktiv in das Geschehen eingreifen kann, kann ein riesiger Vorteil sein. Videospiele können viel mehr mit Selbstreflektion arbeiten als das bei Filmen oder sogar Büchern jemals möglich wäre. Sie müssen nur den Spieler auch ins Geschehen einbinden, statt einfach eine strikte Story abzuspulen und die nur hin und wieder mit Ballereinlagen zu unterbrechen.

Also spielt Undertale. Jetzt.
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Raskir
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Raskir »

Habe den Artikel auch schon mal gelesen und kann damit auch nichts anfangen. Er lässt zu viele Aspekte außen vor und ignoriert sie. Auch Teile ich die Ansicht nicht, dass Spiele erzählerisch immer hinter filmen stehen. Dafür sind sowohl Filme als auch Spiele zu facettenreich. Klar wirst du im videospiel nicht sowas hinbekommen wie die verurteilten, die 12 geschworenen oder die üblichen verdächtigen. Aber als Film bekommst du auch nie sowas wie journey hin. Ein Spiel das bestimmt nicht von seinem gameplay als solches lebt, sondern vom Erlebnis und der Art wie es erzählt und präsentiert wird. Wo es noch besser war, Shadow of the colossus. Ohne dass sehr viel erzählt wird, ist das eines der erzählerisch wertvollsten machwerke die je entstanden sind, mMn. Solche Sachen kannst du aber in Filmen nicht erzählen. Es gibt aber auch normale richtig gute Erzählungen in Videospielen. Tales from the Borderlands hat mich Story mäßig richtig gepackt und ich musste verdammt oft richtig lachen. Wenn ich an die letzten 90 Minuten denke, kriege ich ein dickes grinsen. Es gibt nur sehr wenige Komödien die mich ähnlich gut unterhalten haben. Und klar kann ein Uncharted oder tlou erzählerisch nicht mit einem hochklassigen Drama oder Thriller mithalten. Aber mit Filmen wie Indiana Jones, dawn of the dead und den avengers filmen allemal. Bei Horrorfilmen zu spielen will ich gar nicht erst anfangen.

In meinen Augen war der Großteil des Textes großer Humbug
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wortgewandt »

Wo es noch besser war, Shadow of the colossus. Ohne dass sehr viel erzählt wird, ist das eines der erzählerisch wertvollsten machwerke die je entstanden sind, mMn. Solche Sachen kannst du aber in Filmen nicht erzählen.
Du schaust nicht soviele Filme abseits des Mainstream-Sommer-Blockbuster-Kinos, oder? ;) Fasse für dich die Geschichte von Colossus nochmal zusammen, inkl dem traurigen Ende, und sag mir bitte dann nochmal, dass sich diese Geschichte nicht filmisch umsetzen läßt. ;)

Es gibt darüber hinaus viele Filme aus dem asiastischen Raum, die genau diese Erzählmechanik nutzen...wenig Sprache, viel Atmosphäre, düster-melancholischer Grundton, pessimistisches Ende. Da ist so gar nix neu dran. Aber für Spieler ist es natürlich eine Offenbarung, weil es so etwas eben in Spielen davor noch nicht gab. Und dann wird es als "Story-Innovation" gefeiert. Das ist der Humbug, von dem der Autor in dem Artikel spricht.
Was für ein Tippfehler? Der Link? Den finde ich auch ohne das der Link von dir vollständig ist war. Aber du kannst mir gerne zeigen wo Life is Strange in dem Artikel besprochen wird. Danke.
Chrisjumper, du schnallst es immer noch nicht. TLOF ist MEIN Tippfehler gewesen und hatte überhaupt gar nichts mit dem Artikel zu tun. ;)
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Raskir
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Raskir »

Ich würde sagen dass ich mich mit Filmen besser auskenne als 99 Prozent der Bevölkerung vllt auch inklusive dir, kann ich aber nicht beurteilen. Da ist bei mir von Hollywood Blockbuster, zu indie filmen, regionalen filmen und Klassikern verschiedenster Länder alles dabei.
Und die Story an sich ist bei Colossus sehr schnell und einfach erzählt. Darum ging es aber auch niemanden. Auch mir nicht. Journey ist ja noch schneller erklärt und zusammengefasst. Das gleiche auch bei Filmen. Die 12 geschworenen welches ich schon nannte, kann man auch schnell und einfach zusammenfassen. Das gleiche bei fast jeden kurosawa Film (diese Filme gehören zu meinen Lieblingswerken). Wird aber keinem dieser Werke gerecht. Ebenso wenig sotc.
Es geht darum wie es erzählt wird, was man dabei erlebt und fühlt. Und da hat mich sotc schon 5x gefesselt und überzeugt. Öfter als die meisten Filme und Bücher geschafft haben. Eine gute Story macht noch lange keinen guten film oder Spiel aus. Klar kann es helfen wie bei soul sacrifice delta und bioshock infinite (fand beide storys sehr gut). Aber es muss auch gut vermittelt werden. Wenn das überragend gut gemacht wird, kann die Story als solches auch komplett banal sein. Wie bei vielen filmen und auch schon einigen spielen
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Onekles
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Onekles »

Raskir hat geschrieben:Ich würde sagen dass ich mich mit Filmen besser auskenne als 99 Prozent der Bevölkerung
[...]
Das lustige ist, dass behaupten 99 Prozent der Bevölkerung von sich! *g*
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Raskir
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Raskir »

Onekles hat geschrieben:
Raskir hat geschrieben:Ich würde sagen dass ich mich mit Filmen besser auskenne als 99 Prozent der Bevölkerung
[...]
Das lustige ist, dass behaupten 99 Prozent der Bevölkerung von sich! *g*
Klar, kann mich auch irren. Ich denke eben dass ich mich gut auskenne. Ob es so ist kann ja keiner von euch nachvollziehen :)
Aber ich kann zumindest versichern dass ich nicht nur Sommer Kino Block buster anschaue sondern breit aufgestellt bin ;)
Wortgewandt
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von Wortgewandt »

Es geht darum wie es erzählt wird, was man dabei erlebt und fühlt. Und da hat mich sotc schon 5x gefesselt und überzeugt. Öfter als die meisten Filme und Bücher geschafft haben.
Natürlich gibt es diese Ausnahmen, die dich emotional fesseln, weil dir die Charaktere ans Herz wachsen und du sie aktiv steuerst. Dem Autor gehts auch eher darum, dass die Spielewelt immer Games abfeiert und als Storyoffenbarung zelebriert - wie TLOU oder B:I - die aber im Kern einfach nur ein Abklatsch von diversen Filmen sind. Und diese Ansicht teile ich zu 100%.

Und deswegen verursacht es bei mir ein Kopfschütteln, wenn Leute nach einer Filmumsetzung von TLOU oder Uncharted schreien - obwohl diese Spiele nur als Spiel funktionieren und als Film furchtbar banal wären.
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sourcOr
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Re: The Last of Us: Verfilmung aufgrund kreativer Differenzen auf unbestimmte Zeit verschoben

Beitrag von sourcOr »

Wortgewandt hat geschrieben:Und deswegen verursacht es bei mir ein Kopfschütteln, wenn Leute nach einer Filmumsetzung von TLOU oder Uncharted schreien - obwohl diese Spiele nur als Spiel funktionieren und als Film furchtbar banal wären.
Ich denke schon, dass man aus den Storys gute Filme basteln kann. Das is für uns Gamer dann ja aber ziemlich irrelevant, weil wir die Geschichte schon aus diesen sehr filmischen Spielen kennen. Für alle anderen ist das doch aber nicht verkehrt.