Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digitalen Gütern

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Liesel Weppen
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Liesel Weppen »

Ich habe noch nie ein Videospiel wieder verkauft. Das liegt hauptsächlich daran, dass mir der Aufwand einfach nicht genug wert ist.
Ich spiele Spiele meist nicht zu Release, sondern erst, wenn sie schon ein wenig älter sind. Und dann spiele ich Spiele idR nicht so hardcore, das ich es nach 4 Wochen schon wieder hergeben würde, weil ich sie "durch habe".

Das einzige, was ich früher gemacht habe, war mit ein paar Kumpels Spiele zu tauschen. Ich fände es bei Steam aber oftmals praktisch, wenn ich Spiele verschenken oder verleihen könnte. Aber wenn man das erlauben würde, würde man sich wohl ganz schnell einen "Schwarzmarkt" einhandeln.
CritsJumper
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von CritsJumper »

Doc Angelo hat geschrieben: Das stimmt natürlich. Aber das gleiche gilt auch für Bücher/Musik/Filme. Ein nicht-digitales Produkt altert zusätzlich an der Materie selbst. Bei digitalen Inhalten gibt es diese Art der Alterung nicht. Bei Verkäufen von gebrauchten Spielen über Steam oder GOG wäre es zum Beispiel relativ uninteressant, ob der aktuelle Besitzer Hunde hat oder raucht.
Genau das ist doch der Punkt, es kommt darauf an wie man mit seinem Produkt umgeht. Natürlich kann man auch digitale Dinge zerstören. Wohl aber hat das der Spieler auf einem normalen PC selber in der Hand. Man braucht sich doch nur vorzustellen wie China mit Steam umgehen würde wenn es sich dort auch in 30 Jahren etabliert hat, oder hier bei uns die Konservativen wenn bestimmte Homosexuelle Inhalte wieder verpönt sein könnten, oder die Sprache in den Spielen die Gender nicht gleichbehandelt. Wer weiss vielleicht sind wir ja bald mit den Russen verbündet und dann werden die ganzen Pro-Amerika Inhalte umgeschrieben und in die Steamdatenbank hoch geladen.
CritsJumper
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von CritsJumper »

Liesel Weppen hat geschrieben:Ich habe noch nie ein Videospiel wieder verkauft. Das liegt hauptsächlich daran, dass mir der Aufwand einfach nicht genug wert ist.
Nun ich habe auch selten ein Videospiel wieder verkauft, aber das liegt größtenteils daran das ich die Spiele sammle und anschließend noch mit Freunden und Verwandten physisch tausche. Seit Steam ist das aber immer seltener der Fall das ich diese Spiele überhaupt kaufe und somit sind 20 Spiele im Jahr jetzt halt für die PS4 und 5 davon für den PC.

Ein Steam-Spiel ist da trotzdem nicht dabei ich glaube mein letztes war Deus Ex HR. Was ich allerdings auch nicht mehr nutzen kann da mir die Account/Email Daten abhanden gekommen sind, kurz die E-Mail Adresse existiert nicht mehr und ich habe den ganzen Rest auch vergessen Beziehungsweise keinen Kaufbeleg mehr.
Das einzige, was ich früher gemacht habe, war mit ein paar Kumpels Spiele zu tauschen. Ich fände es bei Steam aber oftmals praktisch, wenn ich Spiele verschenken oder verleihen könnte. Aber wenn man das erlauben würde, würde man sich wohl ganz schnell einen "Schwarzmarkt" einhandeln.
Hast du mitbekommen das dies bei der PS4 geht? Per Streaming von der eigenen Hardware aus, bei Discs und ich glaube Online-DRM-Titel kann man auch verleihen.

Bin mir nicht ganz sicher verschenken geht halt schon, nur nicht gebraucht aber halt das man den Code weitergibt oder es selber bezahlt es aber einem Freund dann zur Bibliothek hinzugefügt wird.

Von "Schwarzmarkt" zu sprechen ist aber ziemlich übel. Eben weil es eigentlich Legal ist diese Dinge zu verkaufen, verleihen und zu tauschen. Halt nur nicht wenn es an einen Account gebunden ist und man diesen verkauft oder anderen zur Verfügung stellt oder damit Handelt.
Zuletzt geändert von CritsJumper am 21.12.2015 20:03, insgesamt 1-mal geändert.
Doc Angelo
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Doc Angelo »

ChrisJumper hat geschrieben:Genau das ist doch der Punkt, es kommt darauf an wie man mit seinem Produkt umgeht. Natürlich kann man auch digitale Dinge zerstören.
Wie sollte der Endkunde einen digitalen Inhalt zerstören können? Mir fällt kein Weg ein wie das möglich sein könnte.
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sphinx2k
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von sphinx2k »

Na ja ausleihen geht ja mittlerweile auch bei Steam, wenn auch mit Beschränkungen wie selbst solange nichts spielen zu können.
CritsJumper
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von CritsJumper »

Gut das sind jetzt keine dinge die der Endkunde kaputt machen kann. Aber so unverletzlich und immer wie beim Original sind digitale Kopien einfach nicht. Zudem vergisst du das die Digitalisierung etwas ist das jedem Nutzer zusätzlich frei steht wenn er die volle Macht über die Daten/Reproduktion hat. Ich empfinde das Recht und diese Verantwortung darüber einfach höherwertig als wenn jedermann all seine Rechte abgeben muss und sich DRM unterwerfen nur damit sich im Zweifelsfall ein ungern angewendeter Verwendungszweck im Vorfeld unterbinden lässt.

OK Beispiele zum Thema Verlust und Zerstörung die auch ein ungepflegtes Digitales Produkt treffen können:
Der hersteller Patched bestimmte Dinge aus dem Online Spiel heraus. Es wird immer mehr vereinfacht, die Gegner brauchen keine 1000 Treffer mehr sondern nur noch 10. Es gibt eine neue Klasse die allen anderen Spielern zur Verfügung steht. Teile des Spieles werden gestrichen weil sie nicht Harmonieren.

Der Endkunde hatte eine Modifikaiton verwendet/erstellt die aber mit dem Betriebsystem-Update nicht mehr kompatibel ist und somit auch mit neueren Versionen nicht mehr läuft.

Das Internet vereinfacht Teile so stark das Mitspieler dich Spoilern bevor du deine eigene Herangehensweise nutzen kannst.

Ein Detektiv-Spiel mit Internet-Recherche veraltet mit der Zeit. Treffer sind bei Google nicht mehr unter den Suchergebnissen zu finden oder die verschiedenen Seiten wurden nicht mehr gepflegt. Das Video-Format für die Zwischensequenzen kann nicht mehr angezeigt werden.

Aus gutem Grund verweigert dein Anti-Viren Programm die Intallation des Flash-Players und somit kann ein Spiel nicht mehr gespielt werden.

Dein digital erworbenes Spiel kann die Spielstände nicht mehr in der Microsoft Cloud speichern, weil diese nicht mehr vorhanden ist.

Der Multiplayer steht nicht mehr zur Verfügung weil die Server zu dem Produkt eingestellt wurden.

Ein Spiel lässt sich nicht mehr verwenden weil die Implementierung des DRMs ein Problem mit der aktuellen Treiber-Version-Nummerierung hat. Somit schlägt der Check ob der Treiber größer ist als 361.43 und der aktuelle Treiber ist 12.18.2 oder ähnliches.
Doc Angelo
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Doc Angelo »

ChrisJumper hat geschrieben:Der hersteller Patched bestimmte Dinge aus dem Online Spiel heraus. Es wird immer mehr vereinfacht, die Gegner brauchen keine 1000 Treffer mehr sondern nur noch 10. Es gibt eine neue Klasse die allen anderen Spielern zur Verfügung steht. Teile des Spieles werden gestrichen weil sie nicht Harmonieren.
Das ist vielleicht ein eher unpassendes Beispiel, denn Online-Games, wo jeder auf Servern vom Publisher/Entwickler spielt, erlauben keinen Login ohne aktuelle Version. Das hat technische und spielmechanische Gründe. Wer nicht damit einverstanden ist, welche Aspekte des Spieles optimiert werden, der hat halt Pech gehabt. Das ist nunmal so. Wer ne Jahreskarte für den Zoo hat, kann diese auch nicht zurückgeben, weil ihm die neue Mayo an der Pommesbude nicht schmeckt.
ChrisJumper hat geschrieben:Der Endkunde hatte eine Modifikaiton verwendet/erstellt die aber mit dem Betriebsystem-Update nicht mehr kompatibel ist und somit auch mit neueren Versionen nicht mehr läuft.

Das Internet vereinfacht Teile so stark das Mitspieler dich Spoilern bevor du deine eigene Herangehensweise nutzen kannst.

Das Video-Format für die Zwischensequenzen kann nicht mehr angezeigt werden.

Aus gutem Grund verweigert dein Anti-Viren Programm die Intallation des Flash-Players und somit kann ein Spiel nicht mehr gespielt werden.

Ein Spiel lässt sich nicht mehr verwenden weil die Implementierung des DRMs ein Problem mit der aktuellen Treiber-Version-Nummerierung hat. Somit schlägt der Check ob der Treiber größer ist als 361.43 und der aktuelle Treiber ist 12.18.2 oder ähnliches.
Das alles mindert nicht die Qualität oder die Beschaffenheit des Inhaltes. Mir ist schon klar, das es manchmal ein Pain in the Ass ist ein älteres Spiel zum laufen zu kriegen. Aber solange man das Spiel innerhalb der Spezifikationen betreibt, hat es den gleichen Ton, die gleiche Grafik und den gleichen Inhalt wie vor 500 Jahren. Wer heute ein Tonband abspielen will, der wird auch seine Mühe haben, sie in seinen CD-Player zu stopfen - falls er denn überhaupt noch einen hat. Das Problem haben alle technologischen Sachen. Der Unterschied für digitale Medien ist halt, das der Inhalt zu 100% identisch bleibt, egal wie lange es gelagert oder benutzt wird.
ChrisJumper hat geschrieben:Dein digital erworbenes Spiel kann die Spielstände nicht mehr in der Microsoft Cloud speichern, weil diese nicht mehr vorhanden ist.
Solche Spiele gibt es nicht - wage ich mal zu behaupten. Es wird lokal gespeichert und diese Dateien werden gesynct. So läuft das bei der Steam Cloud auch. Und eigentlich allen Cloud-Programmen, die ich so kenne. Ein Spiel (oder Programm), was ausschließlich im Netz speichert, wäre äußerst skurril.
ChrisJumper hat geschrieben:Ein Detektiv-Spiel mit Internet-Recherche veraltet mit der Zeit. Treffer sind bei Google nicht mehr unter den Suchergebnissen zu finden oder die verschiedenen Seiten wurden nicht mehr gepflegt.

Der Multiplayer steht nicht mehr zur Verfügung weil die Server zu dem Produkt eingestellt wurden.
Mit dem Detektiv-Spiel hast Du natürlich recht. Das wäre dann so ähnlich wie mit Geo-Caches. Die Anweisungen funktionieren nach 100 Jahren auch nicht mehr. Gibt es solche Spiele denn?

Der Punkt mit dem Multiplayer ist natürlich schon was. Ein Spiel hat effektiv seinen Wert verloren, wenn es online nicht mehr gespielt werden kann. Der Lizenzgeber hat einem praktisch die Nutzungsrechte "entzogen". Das darf er leider, denn er hat niemals zugesagt, den Server-Service für alle Zeit aufrecht zu erhalten. Von daher kann man nur empfehlen Online-Spiele zu kaufen, die es anbieten, einen eigenen Server zu starten.
bloub
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von bloub »

consider hat geschrieben:Der Haken in Deutschland ist ja, dass ich bei Steam kein Spiel kaufe, sondern nur die Nutzungsrechte für selbiges. Und diese kann der Urheber nun mal einschränken, (fast) wie er möchte. Jedenfalls nach deutschem Recht.
das ist nur kein haken, weil man das erworbene nutzungsrecht selbstverständlich weiterverkaufen kann ;).
Liesel Weppen
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Liesel Weppen »

ChrisJumper hat geschrieben:Seit Steam ist das aber immer seltener der Fall das ich diese Spiele überhaupt kaufe und somit sind 20 Spiele im Jahr jetzt halt für die PS4 und 5 davon für den PC.
Ich spiele nur am PC, aber bei den Preisen interessiert mich das auch meist nicht mehr wirklich. Ich kaufe fast ausschließlich im Sale und wie weiter oben schon geschrieben, so gut wie nichts direkt zum Release. Ich kann die Spiele an einer Hand abzahlen, für die ich mehr als 20€ bezahlt habe, seit ich Steam habe.
Eine Konsole habe ich nicht mehr... ausser die PS3 die seit 3 Jahren nichts anderes mehr gemacht hat als BD-Videos abzuspielen.
ChrisJumper hat geschrieben: Ein Steam-Spiel ist da trotzdem nicht dabei ich glaube mein letztes war Deus Ex HR. Was ich allerdings auch nicht mehr nutzen kann da mir die Account/Email Daten abhanden gekommen sind, kurz die E-Mail Adresse existiert nicht mehr und ich habe den ganzen Rest auch vergessen Beziehungsweise keinen Kaufbeleg mehr.
Das ist natürlich doof. Wurde aber auch verbessert. Iirc habe ich bei Steam 2 Mail-Adressen hinterlegt und neuerdings auch die 2-Faktor-Authentifizierung mit meiner Handynummer. Ist also sehr unwahrscheinlich, dass sowas noch passiert. Abgesehen davon habe ich meine E-Mails mehrfach gebackupt, das liegt alles auf dem Server, auf mehrenen Rechnern in den Mailclients und dann gibts noch das richtige Backup auf USB-Platte. Also selbst wenn der Mailaccount weg wäre, hätte ich zumindest die Mails noch.
Ja, ich weiß, Accountdiebstahl geht immer, aber das war ja hier wohl Selbstverschulden.
ChrisJumper hat geschrieben: Hast du mitbekommen das dies bei der PS4 geht? Per Streaming von der eigenen Hardware aus, bei Discs und ich glaube Online-DRM-Titel kann man auch verleihen.
Hier geht es um Steam, nicht um PSN. Abgesehen davon ist es nicht in meinem Sinne, dass jemand ein "ausgeliehenes" Spiel auf meiner Hardware spielt. Das setzt zum einen eine gute Internetverbindung vorraus, ist afaik in der Leistung beschränkt (afaik nur 720p) und ich kann in der Zeit meine eigene Konsole nicht für anderes nutzen.
In Steam gibts übrigens auch Inhouse Streaming, dazu braucht der Empfänger aber den Steamclient mit Steamlogin vom Eigentümer und das ist etwas fragwürdig. Ob es bei Steam auch richtiges "Remoteplay" an Freunde gibt, weiß ich nicht. Freunden zuschauen kann man aber.
ChrisJumper hat geschrieben: Bin mir nicht ganz sicher verschenken geht halt schon, nur nicht gebraucht aber halt das man den Code weitergibt oder es selber bezahlt es aber einem Freund dann zur Bibliothek hinzugefügt wird.
Ja, man kann Spiele als Geschenk bei Steam kaufen und diese dann jemanden schenken. Das legt man aber direkt beim Kauf fest und kriegt das Spiel dann gar nicht selbst. Afaik kann man in Steam keine Spiele in eigenem Besitz verschenken, man kann nur direkt als Geschenk kaufen.

ChrisJumper hat geschrieben: Von "Schwarzmarkt" zu sprechen ist aber ziemlich übel. Eben weil es eigentlich Legal ist diese Dinge zu verkaufen, verleihen und zu tauschen.
Aus Sicht von Steam wäre es ein "Schwarzmarkt", weil Steam daran dann nichts mehr verdienen kann und wohl Verkäufe einbüßen wird. Deswegen steht das ja auch in Anführungszeichen.
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Balla-Balla
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Balla-Balla »

Was glaubt ihr denn warum steam so funktioniert und dabei unverschämt reich geworden ist?

Dass ein Gebrauchtmarkt die Branche nicht ruiniert, sieht man doch sehr gut bei den Konsolen (und wieder mal bin ich froh auf selbigen zu zocken).
Ich mache alles, neu kaufen, gebraucht kaufen und manches wieder verkaufen. Ich kann ein Spiel zum release erwerben, es durchspielen und dann wieder mit nem Verlust von ca 15 Euro verscheuern. Prima Sache. Ohne diese Möglichkeit würde ich bei jedem Spiel dreimal überlegen, ob ich jetzt wirklich 60 Euro investieren soll, so aber zocke ich alles, wirklich alles, was ich will und habe ein bezahlbares Hobby.
Und, wie gesagt, die Branche leidet nicht darunter. Im Gegenteil, so verkauft sie unterm Strich noch mehr. Das ist allerdings eine These, die ich nicht beweisen kann.
Baazin
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Baazin »

Neben den wiedervekauf von Spielen, scheinen ja auch andere wichtige Aspekte angesprochen zu werden.
Ich finde das gut. Allgemein Leisten sich viele Firmen im Gamingbereich zu viele Freiheiten und schären sich ein Dreck um Gesetzte.
Ein Wiederverkausfrecht von Digitalen Inhalten hallte ich aber für falsch! Sowas geht mit Gütern die ich in der Hand hallten kann, die Kaputtgehen, verschleißen ect. ect. aber nicht mit digitalen Gütern.
Das wäre ein Supergau für die gesamte Industrie und insbesondere für den PC Markt (ausgenommen Onlinegames). Es gibt keinen einzigen Grund wieso ich nicht ein "gebraucht" Spiel kaufen sollte auser ich möchte es sofort Spielen. Die Spiele Industrie würde fast nur noch auf die Einnahmen in der Startwoche rechnen können, danach wäre dann der "Gebrauchmarkt" dran.
Ich weis ist es auf den ersten Blick sehr verlockend Spiele so einfach zu verkaufen und günstig ein neues "gebrauchtes" zu bekommen. Doch wir Gamer würden uns hier in den eigenen Schwanz beisen. Die Industrie muss auch Geld verdienen können mit ihren Games sonst wird sie nicht mehr Produzieren.
Wir Gamer haben doch jetzt schon die Möglichkeiten (besonders auf den PC) an Spiele für fast lau ran zu kommen. Orign verschänk regelmäßig Klassiker, hat auch wie Steam immer wieder Angebote, Steam hat mitlerweile über das Ganze Jahr verteilt Sales wo man Spiele Stark vergünstigt bekommt. Mit GOG baut sich gerade eine Konkurrent auf und bei Humblebundle darf man Quasie selbst bestimmen was man bereit ist zu zahlen und auch ihr normaler Shop brauch sich vor Steam nicht mehr zu verstecken.
Die Spielindustrie verscherbelt doch sowieso schon ihre Games, doch sie Verdienen so noch immer dran.
Wen der Digitale gebraucht Markt aber durchgedrückt wird, werden wir sehen das wir Gamer da die Verlierer besonders die PCGamer. Die Entwickler werden sich den Konsolen zuwenden. Sie werden noch stärke auf DLC inhallte und Mikrotransaktionen setzten. Sie werden noch stärker sich auf den Onlineaspekt konzentrieren und kaum noch in Singleplayer games investieren.
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von sphinx2k »

@Balla-Balla
Ist eben ansichtssache. Ich sehe den Gebrauchthandel als einen der Gründe an warum bei Konsolenspiele die Preise so lange hoch bleiben. Ich staune immer wieder wenn ich mir denke, jo das Spiel das Spiel XY für die PS3 das ich nie gespielt hab wäre mal was und dann sehe das es noch >15 Euro kostet.

Auch bin ich jemand der auch gerne noch mal etwas Spiel das 10+ Jahre alt ist. Alleine deshalb würde ich nichts wieder verkaufen wollen.

Btw. mir fällt Grad was ein. Was ist eigentlich aus der Klage von Bruce Willis gegen Apple geworden. Weil er das recht möchte seine ITunes Bilbiothek zu vererben?
http://www.welt.de/kultur/article108961 ... -will.html
So was finde ich mitunter wichtiger als ein Plumpes recht die Sachen verkaufen zu können.
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von johndoe527990 »

Baazin hat geschrieben:Ein Wiederverkausfrecht von Digitalen Inhalten hallte ich aber für falsch! Sowas geht mit Gütern die ich in der Hand hallten kann, die Kaputtgehen, verschleißen ect. ect. aber nicht mit digitalen Gütern.
Wieso nicht gehen? Es wird doch praktiziert.

Also wenn ich mich nicht stark irre, kann man jegliche Softwarelizenzen gebraucht kaufen. Und wenn ich mich nicht noch stärker irre, wurde (in DE) sogar der Verkauf von OEM-Lizenzen richterlich "abgesegnet".

Das wird heutzutage nur durch die Einführung von Abosystemen etwas obsoleter, aber erlaubt ist es.

Die Ausweitung von Abosystemen wäre mE wohl dann auch die nächste Antwort in der Spieleibdustrie auf eine Lockerung des Widerverkaufsrechtes digitaler Güter.
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Everything Burrito
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Everything Burrito »

bei drm plattformen wäre das weiter verkaufen doch kein großer akt, die eigene version aus der bibliothek entfernen, der neuen hinzufügen und gut ist. bei gog wär das was anderes.
Baazin
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Re: Steam - Französischer Verbraucherverband verklagt Valve, u.a. wegen fehlender Möglichkeit zum Weiterverkauf von digi

Beitrag von Baazin »

Balla-Balla hat geschrieben:Was glaubt ihr denn warum steam so funktioniert und dabei unverschämt reich geworden ist?

Dass ein Gebrauchtmarkt die Branche nicht ruiniert, sieht man doch sehr gut bei den Konsolen (und wieder mal bin ich froh auf selbigen zu zocken).
Ich mache alles, neu kaufen, gebraucht kaufen und manches wieder verkaufen. Ich kann ein Spiel zum release erwerben, es durchspielen und dann wieder mit nem Verlust von ca 15 Euro verscheuern. Prima Sache. Ohne diese Möglichkeit würde ich bei jedem Spiel dreimal überlegen, ob ich jetzt wirklich 60 Euro investieren soll, so aber zocke ich alles, wirklich alles, was ich will und habe ein bezahlbares Hobby.
Und, wie gesagt, die Branche leidet nicht darunter. Im Gegenteil, so verkauft sie unterm Strich noch mehr. Das ist allerdings eine These, die ich nicht beweisen kann.

Du kannst den Konsolenmarkt aber nicht wirklich mit Steam vergleichen. Die die Klassischen Konsolen-spiele kauft man immer noch auf einen Datenträger, mit einer "Anleitung", die zerknittern kann ein Datenträger der beschädigt werden kann und einer Verpackung die kaputtgehen/flecken ect. bekommen kann. Das alles hast du eben bei rein Digitalen Waren wie bei Steam nicht.
Wie ich schon schrieb, bei rein Digitalen Inhallten habe ich quasie sobald die ersten Anfangen das Spiel wieder zu verkaufen, kein Grund es nicht "Gebraucht" zu kaufen.

Und mal ganz davon abgesehen kann ich auch auf den Konsolen die rein Digitalen inhallte nicht verkaufen. Den auch dort kann ich mir ja die games direkt kaufen und die sind dann an den Account gebunden.