BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Es sind echt immer wieder die gleichen die nur Müll bezüglich EA oder BiWare schreiben. Das zeigt zum Glück, dass die Mehrheit der Spieler rational denken. Wenn ihr mal 20 Jahre im gleichen Job wart und wirklich viel viel Geld verdient habt, könnt ihr nochmal zurückdenken.
BioWare besteht nicht aus 2 Personen, dafür sind die Credits an den Spieleenden wohl etwas zu lang.
BioWare besteht nicht aus 2 Personen, dafür sind die Credits an den Spieleenden wohl etwas zu lang.
- Kajetan
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Genau. Alle doof, nur Du hast den Durchblick ...XCrusherX hat geschrieben:Macht auf mich eher den Eindruck, als hätten diese selbsternannten Experten keinen blassen Schimmer, wie so ein Spiel entwickelt wird.
Nur weil Bioware unter anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen arbeiten muss, heisst das noch lange nicht, dass man nun gut finden muss, was da an Produkten entsteht. Man kann trotzdem relevante inhaltliche Kritik üben. Und wie man zB. am Witcher sieht, besteht kein Widerspruch zwischen inhaltlich anspruchsvollen, teuren und aufwendigen Produktionswerten und sehr guten Umsätzen.
Es geht schon. Man muss nur wollen.
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Some Guy
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Die gleiche Formulierungsweise hast du genauso mit deinem "Ich kenn Bioware seit X Jahren und hab darum den Durchblick", da schenken wir uns nichts.Kajetan hat geschrieben: Genau. Alle doof, nur Du hast den Durchblick ...
Nur weil Bioware unter anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen arbeiten muss, heisst das noch lange nicht, dass man nun gut finden muss, was da an Produkten entsteht. Man kann trotzdem relevante inhaltliche Kritik üben. Und wie man zB. am Witcher sieht, besteht kein Widerspruch zwischen inhaltlich anspruchsvollen, teuren und aufwendigen Produktionswerten und sehr guten Umsätzen.
Es geht schon. Man muss nur wollen.
Witcher 2 hab ich gerade erst angefangen, kann zu dem Spiel also nichts sagen. Bisher hat sich für mich aber immer gezeigt: Spiele, die mehr Umfang/Tiefgang/Whatever bieten, sind in der Regel technisch bzw. in der Präsentation weniger anspruchsvoll.
- gollum_krumen
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Witcher ist natürlich ein gutes Gegenbeispiel, aber Crushers Analyse ist dennoch richtig. Der Witcher 2 hat rein quantitav nicht viel Content, nur wird durch das gelungene Storytelling ein extrem hoher Wiederspielwert erreicht. Insofern hast auch du recht - man muss nur kreativ sein.Kajetan hat geschrieben:Genau. Alle doof, nur Du hast den Durchblick ...XCrusherX hat geschrieben:Macht auf mich eher den Eindruck, als hätten diese selbsternannten Experten keinen blassen Schimmer, wie so ein Spiel entwickelt wird.
Nur weil Bioware unter anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen arbeiten muss, heisst das noch lange nicht, dass man nun gut finden muss, was da an Produkten entsteht. Man kann trotzdem relevante inhaltliche Kritik üben. Und wie man zB. am Witcher sieht, besteht kein Widerspruch zwischen inhaltlich anspruchsvollen, teuren und aufwendigen Produktionswerten und sehr guten Umsätzen.
Es geht schon. Man muss nur wollen.
- The Scooby
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Re: Kommentar
Genau, wir wissen es nicht. Darum macht es keinen Sinn immer nur auf EA rumzuhacken. Das wird echt langsam lächerlich.gracjanski hat geschrieben:das problem ist, das weiss man nie: Wenn die Gründer genau das so kalkulieren, dann sieht die Sache ja anders aus. Wenn aber das Studio wodurch auch immer in finanzielle Schwierigkeiten kommen und dann EA alles aufkauft mit Versprechungen oder abmachungen, an die sie sich nicht halten und und und. Dann sieht das Ganze wieder anders aus. Wir können nur 100%ig sehen, dass mehrere kreative Studios nach der Übernahme durch EA vernichtet werden. Also wie ist das möglich?The Scooby hat geschrieben:Warum ist das denn so?Crashingbear hat geschrieben:Eines hat sich aber nicht geändert: Die Gründer der Studios verbleiben oft nur eine begrenzte Zeit im neuen Mutterkonzern.
Wenn das wirklich oft so gewesen ist, drängt sich mir der sehr stark der Verdacht auf, dass diese Gründer für den Untergang ihrer Firmen zu einem großen Teil mitverantwortlich zu machen sind.
Ich meine, sie nehmen die Millionen von EA mit denen sie für ihr Leben ausgesorgt haben, bleiben dann noch einen überschaubaren Zeitraum im Unternehmen, gehen dann und es ist EAs Schuld?
Klingt nicht sonderlich logisch. Gerade wenn man bedenkt, wieviele Millionen diese Gründer in die eigene Tasche gesteckt haben. Bei einem Teil der $800mio würde ich bei Spielen auch einen neuen Ansatz versuchen. Man ist nun nicht mehr gezwungen die kleine Basis mit immer gleichen Spielen zu bedienen, welche einem den Unterhalt sichert.
Dieses EA = Böse, Gründerväter = göttergleich gut, stimmt doch bei genauerer Betrachtung vorn und hinten nicht.
Inwieweit es "Versprechungen oder Abmachungen" gegeben hat, an die sich dann "nicht gehalten" wurde, wissen wir nicht einmal ansatzweise. Wir können nur spekulieren und legen EA alles negativ aus.
Wenn es finanzielle Schwierigkeiten gegeben hat sind die Firmengründer auch selber Schuld, an dem Verkauf, bei dem sie sich auch noch bereicherten. EA könnte man hier sogar noch zugute halten, in ein finanziell angeschlagenes Unternehmen zu investieren. Diese Seite sieht jedoch keiner.
Ich sehe die Schuld nicht so klar bei EA, denn Verträge werden von mehreren Parteien unterzeichnet, wo bei klarem Vertragsbruch seitens EA, rechtliche Schritte unternommen werden können. Solch eine News habe ich bisher nicht gelesen.
- ProbeEtPylon
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Aber wir alle wissen, dass zum Glück alles ein Ende hat - auch EA :-p
RIP Bioware
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- Kajetan
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Lies doch bitte nochmal.XCrusherX hat geschrieben:Die gleiche Formulierungsweise hast du genauso mit deinem "Ich kenn Bioware seit X Jahren und hab darum den Durchblick", da schenken wir uns nichts.
- Kajetan
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Und genau diese Kreativität vermisse ich bei Bioware. Man geht nur noch auf Nummer Sicher, weil die kommerziellen Erwartungen seitens EA so hoch sind, dass sich kreative Experimente schon von alleine verbieten. Ich kann aus betriebswirtschaftlicher Sicht durchaus nachvollziehen, warum Bioware in den letzten Jahren Spiele so gemacht haben, wie sie sie gemacht haben.gollum_krumen hat geschrieben:Witcher ist natürlich ein gutes Gegenbeispiel, aber Crushers Analyse ist dennoch richtig. Der Witcher 2 hat rein quantitav nicht viel Content, nur wird durch das gelungene Storytelling ein extrem hoher Wiederspielwert erreicht. Insofern hast auch du recht - man muss nur kreativ sein.
Das heisst aber nicht, dass ich das gutfinden muss
- Brakiri
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Aber bleibt es einem als Spieler und Konsument nicht frei zu sagen, ich hätte lieber mehr Inhalt und weniger Grafik, QTE und ählichen gameplaytechnisch toten Inhalt gehabt?XCrusherX hat geschrieben: Macht auf mich eher den Eindruck, als hätten diese selbsternannten Experten keinen blassen Schimmer, wie so ein Spiel entwickelt wird. Du kannst den Umfang von Baldur's Gate z.B. einfach nicht mit dem eines Mass Effect vergleichen, weil die neuen grafischen und damit auch technischen Anforderungen enorm gestiegen sind und es damit einfach nicht mehr möglich ist, noch so ein riesiges Epos zu veröffentlichen, ohne eine halbe Ewigkeit in der Entwicklung stecken zu bleiben. Die Anzahl an möglichen Bugs steigt enorm, der Arbeitsaufwand, selbst mit einem größeren Team, steigt ebenfalls drastisch - selbstredend auch die Kosten der Entwicklung. Entscheidet sich ein Entwickler, grafisch einfach zig Jahre zurückzubleiben und dafür mehr Inhalt reinzuklatschen, wird aber natürlich auch wieder gemeckert, man würde ja ein "veraltetes Spiel" veröffentlichen. Es ist nicht ohne Grund so, dass die großen Schmieden zunehmend zu großen Publishern gehen, so schlecht die Bedingungen auch sind. Die heutigen Spiele-Standards erfordern einfach riesige Investitionen, die so niemand anders tragen kann. Als Entwickler ist man da gefangen zwischen zwei Qualitäten: Die der technischen und die der spielerischen Seite. Beides ist heutzutage nahezu gleichermaßen wichtig, was zwangsweise eine Reduzierung der Spielzeit mit sich bringt. Wenn man noch 80-stündige epische Sachen gewohnt ist natürlich schwierig zu schlucken, aber Neuerungen bringen eben nicht nur Vorteile mit sich. So ein unvertontes Gespräch, das bei starren Charakteren per Text eingeblendet wird ist eben schneller gemacht als ein professionell vertontes, während dem die Charaktere in ihrem Gesicht auch noch jede Lippenbewegung und Emotion richtig rüberbringen sollen.
Ich kann mich nur an eine Situation erinnern, wo ich mich über Grafik beschwert habe, und das war bei Sacred 2, dessen Grafik so "kriselig" war, das es mir Kopfschmerzen bereitet hat.
Was du beschreibst ist doch genau das, was seit locker 10 Jahren in der Industrie falsch läuft. Wir kriegen beständig immer mehr gameplaytechnisch tote Elemente und bessere Grafik, aber die Geschichten, die Liebe zum Detail, und die Abwechslung/Umsetzung beim Gamplay werden immer dünner und schlechter.
Solange die neue Generation diese Art Spiele gut findet, ist ja ökonomisch noch alles fein, aber das man damit die Leute ausschliesst, die einfach in dieser Richtung was handfesteres erwarten, muss doch auch keinen wundern. Damals habe ich recht viele Spiele gekauft, heute bringe ich es auf 2-3 pro Jahr, weil es einfach nichts gibt, was mich noch fesselt. Das meiste was ich heute so kaufen kann, begeistert mich nicht, und kann mich maximal "mildly entertainen".
Wenn man überlegt, was die Leute damals, aber auch die Indies/Kickstarter heute mit relativ überschaubarem Budget an Gameplay liefern können/konnten(XCOM, Fallout, BG etc.), dann muss ich Kajetan zustimmen: Wer 100Mio $ für Werbung ausgibt, anstatt sie in das Game zu stecken, muss sich über die negativen Reaktionen der Spielerschaft nicht wundern.
Der Industrie ist ganz klar der Fokus verloren gegangen. Spiele sollen Spass machen, und das können sie meiner Meinung nach nur, wenn sie gutes Gameplay bieten.
Wenn ich einen interaktiven Film gucken will, kaufe ich mir einen, wenn ich ein Spiel spielen möchte, sollte dort ein Spiel drinstecken, kein verkappter interaktiver Film.
Heutige Spiele sind immer mehr Berieselung aka Filme und kein Spiele mehr.
-
Some Guy
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Wenn es mehr Leute kaufen besteht aber doch offensichtlich Bedarf dran. Wie kann man sagen, dass Spielspaß wissentlich geopfert wird, wenn die Verkaufszahlen bei dem Konzept steigen, das deiner Meinung nach weniger Spielspaß hat? Für mich als Entwickler wären die Verkaufszahlen immer das größte Indiz dafür, wieviel Spaß mein Spiel gemacht hat.
Gerade die Indie-Industrie hat es derzeitig ja leichter dennje, Spiele zu entwickeln. Von daher gibt es auch für grafisch wenig anspruchsvolle Sachen jetzt genug Freiraum, gerade seit Kickstarter so am boomen ist. Ich kann mich derzeitig jedenfalls absolut nicht beschweren, was die Spieleauswahl betrifft. Wem die Entwicklung der großen Firmen nicht gefällt, der kann sich nun an anderen Spielen bedienen, die praktischerweise sogar in der Regel richtig wenig kosten. Ein bisschen besser umschauen muss man sich aber natürlich.
Gerade die Indie-Industrie hat es derzeitig ja leichter dennje, Spiele zu entwickeln. Von daher gibt es auch für grafisch wenig anspruchsvolle Sachen jetzt genug Freiraum, gerade seit Kickstarter so am boomen ist. Ich kann mich derzeitig jedenfalls absolut nicht beschweren, was die Spieleauswahl betrifft. Wem die Entwicklung der großen Firmen nicht gefällt, der kann sich nun an anderen Spielen bedienen, die praktischerweise sogar in der Regel richtig wenig kosten. Ein bisschen besser umschauen muss man sich aber natürlich.
- The Glove
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
The story continues...Mirabai hat geschrieben:Und einer mehr auf dem Friedhof, könnte nicht irgend jemand EA aufkaufen und endlich schluss machen....Was wohl heute mit Westwood und C&C los wäre
http://s1.directupload.net/file/d/3018/2b4j2obf_jpg.htm
Zuletzt geändert von The Glove am 19.09.2012 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
- Kajetan
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Das ist ein Fehlschluß. Auf Grund der enormen Marketingbudgets werden nicht wenige Käufe getätigt, weil Spiel XYZ derzeit einfach angesagt ist. Ich kenne Leute, die haben sich auf Grund des Skyrim-Hypes und Arrow to the knee-Witzen das Spiel zugelegt und nach einer Stunde maßloser Langeweile die DVD wieder bei eBay verkloppt.XCrusherX hat geschrieben:Wenn es mehr Leute kaufen besteht aber doch offensichtlich Bedarf dran. Wie kann man sagen, dass Spielspaß wissentlich geopfert wird, wenn die Verkaufszahlen bei dem Konzept steigen, das deiner Meinung nach weniger Spielspaß hat? Für mich als Entwickler wären die Verkaufszahlen immer das größte Indiz dafür, wieviel Spaß mein Spiel gemacht hat.
Denn wenn Du die Umsatzhöhe mit Spielspass gleichsetzt, dann argumentierst Du nach dem Schema "Fresst Scheiße! Milliarden Fliegen können nicht irren!".
Weisst Du was ... ich auch nichtIch kann mich derzeitig jedenfalls absolut nicht beschweren, was die Spieleauswahl betrifft.
- Knarfe1000
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Sie haben sich mit dem Teufel eingelassen und verlassen nun das sinkende Schiff? Ehrenhaft geht anders
Was haben die denn erwartet? Dass es unter EA die gleichen Freiräume für kreative Entfaltung geben würde wie zur Jahrtausendwende? Das wäre extrem dumm oder naiv.
Bei allem Verständnis und Anerkennung ihres früheren Schaffens (bis DA Origins): Eine schwache Vorstellung von den Doktoren.
Was haben die denn erwartet? Dass es unter EA die gleichen Freiräume für kreative Entfaltung geben würde wie zur Jahrtausendwende? Das wäre extrem dumm oder naiv.
Bei allem Verständnis und Anerkennung ihres früheren Schaffens (bis DA Origins): Eine schwache Vorstellung von den Doktoren.
- Brakiri
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Naja, ich glaube so einfach kann man sich das nicht machen.XCrusherX hat geschrieben:Wenn es mehr Leute kaufen besteht aber doch offensichtlich Bedarf dran. Wie kann man sagen, dass Spielspaß wissentlich geopfert wird, wenn die Verkaufszahlen bei dem Konzept steigen, das deiner Meinung nach weniger Spielspaß hat? Für mich als Entwickler wären die Verkaufszahlen immer das größte Indiz dafür, wieviel Spaß mein Spiel gemacht hat.
Gerade die Indie-Industrie hat es derzeitig ja leichter dennje, Spiele zu entwickeln. Von daher gibt es auch für grafisch wenig anspruchsvolle Sachen jetzt genug Freiraum, gerade seit Kickstarter so am boomen ist. Ich kann mich derzeitig jedenfalls absolut nicht beschweren, was die Spieleauswahl betrifft. Wem die Entwicklung der großen Firmen nicht gefällt, der kann sich nun an anderen Spielen bedienen, die praktischerweise sogar in der Regel richtig wenig kosten. Ein bisschen besser umschauen muss man sich aber natürlich.
Das wäre nur der Fall, wenn jeder potenzielle Spieler mit dem gleichen Erfahrungsschatz ausgestattet wäre. Leute die eine ganze Generation an vielschichtigen und tiefen Spielen verpasst haben, und diese grade wegen dem Grafikgap vermutlich nie anfassen werden, kennen ja nichts anderes, als das was die Entwickler heute in den Schweinetrog füllen.
Damit will ich keineswegs sagen, die Leute haben keinen Anspruch usw. oder mich auf ein Podest stellen, das ich einen höheren Anspruch habe, aber man kann einfach nicht erwarten, dass Leute die quasi nichts Tieferes in der Richtung kennen, dieses Level auch bei neuen Spielen erwarten.
Es gibt sicher auch viele, die das kennen, ihre Spiele aber trotzdem genau so wollen, wie sie jetzt sind. Ist auch nichts verwerfliches dran.
Ich denke aber, wüssten mehr Leute was abseits von QTE, Sequenzen, Dauergeballer und Repetition möglich ist, würden auch mehr dieses Level an Komplexität und Gameplay (zurück)fordern.
Der interne Maßstab passt sich immer dem Erfahrungsschatz desjenigen an, und erzeugt damit auch das Empfinden, wie stark ein Spiel heutiger Machart eine solche Person noch begeistern kann.
Ganz ehrlich: Manchmal denke ich, dass die Leute, die diese Spiele nicht kennen, und zufrieden sind mit den Produkten die heute rauskommen, besser dran sind.
Jemand der nichts besseres kennt, kann dies auch nicht vermissen.
Kajetan, ich und Co(bzw. zumindest mal ich), wir sitzen auf dem Trockenen, schütteln die Köpfe über den, unserer Meinung nach massiven "Schund", der heute von den Medien als Ausnahmespiele gefeiert wird und warten sehnsüchtig darauf, dass ein weiterer Umbruch stattfindet, und wir wieder genug Munition haben, um unser Hobby damit zu füttern.
Zuletzt geändert von Brakiri am 19.09.2012 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Some Guy
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Skyrim fand ich großartig...hab langsam das Gefühl ich find alles toll, was keinem hier gefälltKajetan hat geschrieben: Das ist ein Fehlschluß. Auf Grund der enormen Marketingbudgets werden nicht wenige Käufe getätigt, weil Spiel XYZ derzeit einfach angesagt ist. Ich kenne Leute, die haben sich auf Grund des Skyrim-Hypes und Arrow to the knee-Witzen das Spiel zugelegt und nach einer Stunde maßloser Langeweile die DVD wieder bei eBay verkloppt.
Denn wenn Du die Umsatzhöhe mit Spielspass gleichsetzt, dann argumentierst Du nach dem Schema "Fresst Scheiße! Milliarden Fliegen können nicht irren!".
Weisst Du was ... ich auch nichtIch kann mich derzeitig jedenfalls absolut nicht beschweren, was die Spieleauswahl betrifft.
Damit hast du natürlich Recht, trotzdem bleibt es die einzige verlässliche Aussage darüber, wie ein Spiel ankommt. Von einem guten Review bei 4Players habe ich nichts, wenn ein Großteil der Spieler das nicht so sieht und die Verkäufe ausbleiben. Nicht wenige Studios sind ja auch mit guten Sachen zugrunde gegangen - Vampire: Bloodlines wurde hier von jemandem als "letztes richtig gutes Spiel" genannt. Was war damit? Der Entwickler musste kurz nach Release dicht machen, das Spiel hat sich gerade Mal 72000 mal laut wiki in den ersten Wochen verkauft. Gute Bewertungen hat es, aber mangels Einnahmen brachte das auch nichts. Selbst wenn man dann finanziell noch steht: Kann man da als Entwickler sagen "Wir haben ein tolles Spiel gemacht, bei dem Konzept bleiben wir"? Ich würde das jedenfalls nicht.
