darkrockerXX hat geschrieben:Wie auch immer solche Bewertungen zu verstehen sind - eines zeigen sie deutlich: Spielen macht heutzutage keinen Spaß mehr.
Zwänge, Online-Frust, Abzock, Stagnation, Degeneration. Man kann dieses Hobby -und vor allem die Personen dahinter - nicht mehr mögen.
Da muss ich leider beipflichten.
So locker flockig, das Gefreue auf neue Games wie damals ist alles weg.
Das geht heute nurnoch, wenn man sein Hirn und seine zumindest begrenzte Mündigkeit total deaktiviert und wirklich nurnoch als "Nach mir die Sintflut" Konsumschaf durch die Gegend läuft.
Mit dieser "Abzinsung" der Effekte in der Zukunft hat ja auch die Wirtschaftstheorie zu kämpfen.
Deshalb funktioniert auch nachhaltiges Wirtschaften und die Rücksicht auf kommende Generationen nicht.
Gummirakete hat geschrieben:
Die Frage ist, wie groß muss die „kritische Masse“ der Kaufverweigerter sein, bis sich der Verzicht auf DRM lohnt? Auf irgendeiner Seite gab es vor einigen Wochen eine Umfrage (GS?), wie viele Kunden Spiele mit DRM boykottieren. Es waren rund 20%, so weit ich mich erinnere.
Rechnen wir mal rein hypothetisch: BA verkauft 10Mio Einheiten D3 und wirklich 20% der Spieler verzichten wegen DRM. Das wären 2 Mio weniger verkaufte Exemplare, nur wegen des Onlinezwangs. Würde sich da der Onlinezwang für BA noch rechnen? Ich weiß es nicht.
Ist natürlich von den Produktionskosten und dem Absatz insgesamt abhängig.
20% beim Witcher 2 wegen DRM weniger tun richtig weh, wohingegen Bethesda oder andere bei ihren zweistellige Millionenverkäufen wohl nur mit den Achseln zucken würden.
Ebenso Blizzard. Die meisten Diablo-"Suchtis" interessiert das doch alles net. Internet, check, 50 Öcken, check-> Kauf.
Blizzard interessiert das sogar noch weniger, weil die erstens die Cashcow WoW im Rücken haben, UND sich auf zusätzliche Gewinne aus der D3-Itembörse freuen können.
Die sind zwar arschig, aber nicht blöd.
Die wissen genau, dass viele Spieler einfach nur leidensfähige und unmündige Kunden sind, die gerne auch schnell wieder vergessen.
Ist doch bei den Wahlen genauso. Die FDP hat sich jetzt ein wenig still verhalten und schon steigen die Umfragewerte wieder. Warum die FDP überhaupt an Zustimmung verloren hat, haben die meisten scheinbar schon wieder vergessen.
Wer wundert sich da, wenn die Unternehmen diese Charakterzüge der Massen knallhart ausnutzen?
Entweder die Konsumenten werden erwachsen und nutzen ihre Freiheit eine Wahl zu treffen, oder die Industrie sorgt dafür, dass wir über kurz oder lang diese Wahlmöglichkeiten verlieren.