da ist kaum Mehrpreis in der Entwicklung , ich arbeite selbst für ein großes Softwareunternehmen(mittlerweile Abteilungsleiter, zu Anfang Entwickler).Nakorson hat geschrieben:Naja nehmen wir Uncharted als Beispiel.
Uncharted 1 hatte kein Multiplayer, und nehmen wir an es hatte 10h Spielzeit. Und hat 60€ gekostet als es erschienen ist.
Uncharted 2 hatte Multiplayer, und auch 10h Spielzeit im Singleplayer. Und hat auch 60€ gekostet als es erschienen ist.
Uncharted 3 wird Multiplayer haben, es wird eine Singleplayerkampagne von 10h, es wird soweit ich weiß eine extra Coop-Kampagne haben und wird bei erscheinen 60€ kosten.
Die Spielzeiten sind natürlich nur geschätzt, da ich noch am 2. Teil sitzte und der 3. noch nicht draußen ist.
Der Inhalt wird von Titel zu Titel mehr. Sprich es muss auf Entwickler Seite mehr dazu gemacht werden. Jedoch bleibt der Preis gleich.
Das gilt natürlich nicht für jedes Spiel. Aber ich finde es durch den großen Online Teil schon angemessen das sie irgendwie versuchen wollen den Mehrpreis in der Entwicklung auszugleichen.
Das einzige das relativ hoch ist sind die Lohnkosten wenns ums Bugfixing geht. Aber zum einen schreiben wir Entwickler Tools , die bei jedem gleichgearteten Projekt die Produktionsdurchlaufzeiten vermindern zum andern ist die Basis einfach gelegt bei Fortführen einer Softwaresparte. Das kostet einmal "immens" viel Geld bei der ersten Produktentwicklung und wird mit jeder Version um einiges günstiger. Projekte wären rein zeitlich und auch monetär gar nicht zu stemmen würde man jedes Mal von vorne anfangen.
Serverinstandhaltung kostet in der Tat kaum was legt man es auf die Gesamtkosten um und die paar Euro Lohnkosten die da für den Service ausgegeben werden sind auch zu vernachlässigen, die rechtfertigen in jedem Fall keine 10 € Pauschale.
Das grundlegende Problem liegt in der Tat im höheren Management , der Globalisierung und dem damit einhergehenden Wachstum. Es geht tatsächlich nur noch darum wer am Ende des Fiskaljahrs noch mehr Umsatz bzw. Gewinn gemacht hat. Ihr könnt mir glauben das die Entwickler davon keinen müden Cent sehen, da gibts weder Erlösbeteiligung noch Gehaltserhöhung wenn es gut läuft. Im Gegenteil da wird sogar immer weiter versucht zu rationalisieren wo es nur geht , das schlägt sich dann nieder in demotivierten Mitarbeitern , die dann wiederum keine ordentlichen Produkte mehr abliefern(aber warum auch wenn kein Anreiz da ist), Budgets werden natürlich gleich mitgekürzt je mehr desto besser.Es macht es dann richtig Spass beim Vorgaben schreiben darauf hinzuweisen das man sich nicht mit Optimieren aufhalten soll , da sich das Management denkt : Haben die ja schon mal gemacht kürzen wir doch die Entwicklungszeit massiv dann kann man mehr Aufträge annehmen etc.
Dabei wird selbstverständlich jede Menge Personal verheizt, Produkte immer schlechter aber ein gutes Produkt abzuliefern und langfristige Kundenbindung dann ist heutzutage ohnehin zweitrangig.
