Der 4P-Kommentar: Call of Iran

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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Dann sind wir eigentlich völlig einer Meinung. Nur das ich in den Raum stelle, das eines Tages ein genialer Kopf auch eine Idee für Shooter hat. Nur weil wir uns das nicht vorstellen können, ist es ja keine unverrückbare Tatsache. :wink:
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

Wulgaru hat geschrieben:Es sind SPIELÄÄÄÄÄ
...tut mir leid...ich kann es ehrlich nicht nachvollziehen, dass ist doch nur ein Wort.
Nein, ist es eben nicht. Es ist eine Gattung der Unterhaltungsmedien, die durch bestimmte Eigenschaften definiert ist. Und dass ein Hobby Spaß machen muss, damit man es freiwillig macht, steht doch bitte außer Zweifel. ;)
Wulgaru hat geschrieben:Und wenn dich alles was du eventuell in Spielen erlebt hast berührt oder kaltlässt, ist das deine ganz persönliche Wahrnehmung, hat aber nichts mit generellen Möglichkeiten des Mediums zu tun.
Wenn du Games generell nicht so ernst nimmst wie Bücher oder Filme, ist das ein legitimer Standpunkt. Du kannst dann aber nicht generell diskutieren, als wäre diese Meinung eine Tatsache, die auch alle anderen so empfinden müssen.
Und das Gameplay-Argument, dass meinen Standpunkt begründet und untermauert lässt du schön außen vor. Tolle Diskussion.^^
Wulgaru hat geschrieben:Als ich mich zuletzt eingemischt habe, haben du und Trichter mir Kriterien für Anspruch genannt, ich habe einige Beispiele genannt und zurück kam: K7 ist doof.
Nein, du hast gesagt: Spiele sind künsterisch wertvoll. Ich habe gesagt: Nenn mir ein Beispiel mit BEWEIS! Und von dir kam: Ich finde K7 ist Kunst. Worauf ich sagte: Ich finde es belanglos. Denn widerlegen, dass Videospiele keine Kunst sind, kann man das Ganze per Se nicht. Daher die Forderung von mir: Es wäre nur möglich deine These durch einen Beweis zu untermauern. Aber schön, wie du die eigentlichen Grundlagen der Diskussion gerade drehst. ;)
Wulgaru hat geschrieben:Das ist doch keine Argumentation, das ist Geschmack.

Ja, aber ich hatte halt Beweise gefordert, weil ich sonst keinen Grund sehe, dass ich meinen Standpunkt ändere. Kunst ist nicht so subjektiv, wie einem hier alle weiß machen wollen. Und: Ich sehe in K7 drei Bedeutungsebenen ist eben kein Beweis. Das ist persönliche Wahrnehmung, damit hast du angefangen. ;)
Wulgaru hat geschrieben:Wenn ich in Eternal Darkness versinke und dort "durchdrehe" ist das zum Beispiel eine Erfahrung die mir kein Film der Welt bieten kann. Ist das Tiefgang?
Ist doch egal ob es Tiefgang ist oder nicht. Hauptsache es macht dir Spaß. Ich rede hier nicht gegen Videospiele. Ich diskutiere hier gegen Leute, die meinen sie müssten auf einmal alles zu Kunst und Anspruch erheben, was simpelste Unterhaltung ist. Warum soll Eternal Darkness denn unbedingt das Attribut Tiefgang haben? Macht es dann mehr Spaß? Bist du dann ein besserer Mensch, intellektueller als der COD-Gamer? Ich schnalls nicht... erklärs mir.

Und nebenbei ist Eternal Darkness ein nettes Spielchen mit toller Atmo, aber wo da der Tiefgang sein soll ist mir gelinde gesagt ein Rätsel. Vielleicht meinst du mit Tiefgang ja auch die Dungeons.^^
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S3rious Phil
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Beitrag von S3rious Phil »

Lächerlich dieser Kommentar.

Das Krieg schrecklich ist braucht man ja nicht anzuzweifeln aber deswegen würde ich nie ein Anti- Kriegs Spiel haben wollen.

Ich persönlich stehe voll auf diese Amerikanische Propaganda in Ego Shootern die ja nur noch voller Klischees ist. Das gibt einem dieses Gänsehaut Feeling, das man einfach DER Hero ist. Warum sonst spielt man FPS, im Unterbewusstsein will man sich doch immer mit dem Protagonisten des Spieles auf irgend eine Art und Weise identifizieren.

Naja aber das ist sowieso typisch wenn man "zu viel des Guten hat", sprich zu viele gute Ego Shooter. Und ja, ich bin auch auch sehr kritisch zb. IW gegenüber da sie ihre einst sehr gute Shooter Serie nur des Geldes wegen melken ABER trotztem sind zb. MW2 und MOH erstklassige Blockbuster Shooter auch wenn es viele nicht einsehen wollen und sich selber einreden "neee, das gabs schon mal, ist langweilig"

Und wer dennoch eine möglichst realistische Darstellung von Krieg haben möchte (warum lässt man sich dann nicht verpflichten?) kann ja zumindest auf ein paar Kultfilme zurückgreifen. Der Vergleich hinkt zwar da so etwas auch in Filmen nicht möglich ist aber es ist die beste Alternative.

Um mal ein paar Beispiele zu nennen wie das im Bericht schon angesprochene "Apokalypse Now" oder eben auch "Full Metal Jacket".

Wer noch nicht dazu gekommen ist, sollte sich ersteren unbedingt anschauen, extrem guter Film.


ach ja...irgendwie ist das für euch Deutsche typisch bei jeder Gelegenheit gegen die Amerikanische Kriegsführung zu hetzen? Den Eindruck habe ich schon lange und aus dem Bericht geht das auch sehr deutlich hervor...
Zuletzt geändert von S3rious Phil am 18.10.2010 10:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

Howdie hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Ist das so?
Ja, das ist so. Denn es sind SPIELE!!! Was in Teufels Namen ist daran so schwer zu verstehen? Wenn du irgendwas anderes willst, erfinde halt dein eigenes neues Unterhaltungsmedium. Aber die Frage ob Spiele Spaß machen müssen ist einfach nur blöde! Wenn es keinen Spaß macht spielt es auch keiner.
ich klink mich an der Stelle mal ganz kurz ein:

Spiele müssen ... , damit sie gespielt werden.
Bücher müssen ... , damit sie gelesen werden.
Filme müssen ... , damit sie geschaut werden.


ich behaupte mal, es gibt kein teilsatz, welchen du nicht gleichzeitig in allen drei Sätzen einsetzen kannst, so dass sie unterschiedlich viel sinn machen.
...=Spaß machen
...=Fesseln
...=ernst sein
...=Kulturell anspruchsvoll sein

und zu guter Letzt und nicht zu vergessen:
...=unterhalten
Alles können Unterhaltungsmedien sein. Wie sie unterhalten, ob mit Action, fesselnder Story oder halt durch kulturellen Anspruch, ist dabei völlig irrelevant ....


und nu weitermachen :)
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

@Levi: Das Zauberwort heißt hier aber Zeilgruppe. Nur weil wir alle es kaufen würden, würde es kommerziell trotzdem wohl ein Totalflop werden. Ich sage ja: Alles kann, aber nichts muss! ;)
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

Howdie hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Es sind SPIELÄÄÄÄÄ
...tut mir leid...ich kann es ehrlich nicht nachvollziehen, dass ist doch nur ein Wort.
Nein, ist es eben nicht. Es ist eine Gattung der Unterhaltungsmedien, die durch bestimmte Eigenschaften definiert ist. Und dass ein Hobby Spaß machen muss, damit man es freiwillig macht, steht doch bitte außer Zweifel. ;)
ist zwar vielleicht etwas seltsam, aber bei manchen leuten glaube ich, dass ihnen ihr hobby keinen spass macht, was auch immer das für eines ist.
aber das sind wohl meistens leute bei denen irgendwas nicht stimmt...

Howdie hat geschrieben:@Levi: Das Zauberwort heißt hier aber Zeilgruppe. Nur weil wir alle es kaufen würden, würde es kommerziell trotzdem wohl ein Totalflop werden. Ich sage ja: Alles kann, aber nichts muss! :wink:
stimmt wohl.
gibt ja auch genug gute filme, die kaum jemand kennt. meistens ist es ja sogar so, dass die meisten leute generell nur die 0815 sachen kennen, die eben totlangweilig und irgendwo auch schon zig mal gesehen worden sind, nur anders verpackt.
bei spielen gewinn zu erzielen ist dann noch n eck schwieriger und so bleiben die etwas spezielleren sachen wohl aus.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

Howdie hat geschrieben:@Levi: Das Zauberwort heißt hier aber Zeilgruppe. Nur weil wir alle es kaufen würden, würde es kommerziell trotzdem wohl ein Totalflop werden. Ich sage ja: Alles kann, aber nichts muss! ;)
ok .. ist mir dann wohl entgangen ...


... müssen wir halt warten, bis Spiele ebenso breit in der Geselschaft angekommen sind, wie es Filme heute sind. (was meiner Meinung nach automatisch mit dem Älter werden "unserer" Generation passiert ;) ) Auf das dann auch eine "Randgruppe" groß genug wird.
AlastorD
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Beitrag von AlastorD »

tschief hat geschrieben: Was wolltest du uns am Anfang ganz genau mitteilen? Ich habe das Gefühl ihr seid ziemlich weit vom eigentlichen Thema abgekommen, ich weiss gerade nicht über was ihr diskutiert..
Meinst du das Spiele ihre Geschichte auch Spielerisch erzählen können?
Tja das können sie, müssen sie aber nicht.
tschief hat geschrieben: 2. Du hast Recht, das muss nicht zwingend voraussetzen, dass der Held am ENDE überlebt!
Was hindert die Entwickler daran einen Protagonisten nicht schon früher zu killen? Da währe z.b. Final Fantasy 7. Es ist auch kein Problem einen Hauptcharakter zu töten wie in Call of Duty 4.
tschief hat geschrieben:3. Wie bereits erwähnt, am ENDE.. Dann ist das Spiel aber fertig, also verstehe ich nicht ganz, auf was du hinaus willst? Man kann ja eigentlich alles in Spiele einbauen, wenn man nach deiner Argumentation vorgeht, einfach am Schluss oder mittendrin eine Videosequenz einbauen mit entsprechendem Thema und gut ist.. Hier gehts aber um die Spiele, also das was ich spiele und nicht um das, bei dem ich zusehe..
Im Film gehts auch nicht nur darum was ich sehe. Der einzige Grund warum in einem Film keine interaktivität vorkommt oder im Buch keine Musik ist weil es nicht geht und nicht weil es nicht darf.
tschief hat geschrieben:Ich glaube ich verstehe deinen Punkt, dass du zeigen willst, das alles so über "filmische Einschnitte" in Spielen möglich ist, und da hast du auch Recht, es ist möglich.. Aber ob es sinnvoll ist? Heavy Rain war für mich zum Beispiel schon fast zu sehr ein "Film-Spiel", mehr Film als Spiel, und das verfehlt dann ganz einfach den Sinn eines Spieles, nämlich zu SPIELEN und nicht zuzuschauen.. In einem Spiel müssen die relevanten Geschehnisse einfach mit dem Spielen passieren/eingeleitet werden.. Wenn der Held einfach so aus dem Nichts ohne Grund und Sinn stirbt, hat niemand "Spass"
Ein Baphomets Fluch besteht auch zum grössten Teil aus Gesprächen. Wo soll die Grenze gezogen werden und vor allem wer soll sie ziehen? An einem Heavy Rain oder Metal Gear haben Fans auch ihren Spaß somit haben sie ihren Auftrag erfüllt.
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

AlastorD hat geschrieben:Im Film gehts auch nicht nur darum was ich sehe. Der einzige Grund warum in einem Film keine interaktivität vorkommt oder im Buch keine Musik ist weil es nicht geht und nicht weil es nicht darf.
Aber warum soll dann im Umkehrschluss ein Spiel unbedingt filmische Elemente bieten? Nur weil es geht? Ob es nun sinnvoll ist oder nicht? Macht doch irgendwie recht wenig Sinn, oder?

Ich verstehe nicht warum Spiele sowas bieten müssen. Sie funtkionieren doch auch so ganz gut, oder wie erklären sich Wertungen jenseits der 60% hier bei 4Players? Hier wird dem Medium etwas aufgezwungen, dass es nicht nötig hat... Spiele sind anders als Filme oder Bücher. Da stimme ich vollkommen zu. Aber sie sind eben nicht mehr. Das ist der Denkfehler (mMn) den hier viele machen. Nur weil irgendwas geht, bringt es das Genre nicht voran. Spiele können nicht das leisten was Filme und Bücher leisten. Genauso weinig wie Filme nicht interaktiv sein können (wie du ja selber sagst). Warum verstehst du nicht, dass es andersrum eben auch nicht geht: Spiele können nicht wie Filme sein, weil sie eben interaktiv sind.
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

TRichter hat geschrieben:Das ist doch alles lächerlich.

Wir reden hier von Videospielen, ein Medium, dass keinerlei künstlerische Tiefe besitzt, hochgradig durchkommerzialisiert ist und seit Jahren keinerlei Entwicklung zu mehr Anspruch aufweist.
Dasselbe kann man über Bücher, Filme oder eventuell auch über Theater und Oper behaupten.
Howdie hat geschrieben:
AlastorD hat geschrieben:Ein packendes Gefecht schließt auch keine Anti-Kriegs Botschaft aus.
Doch denn Antikrieg bedeutet, dass Gefechte schlimm sind. Dass Menschen darunter leiden und sterben. Sowas passt nicht zusammen.
Nur weil du es dir nicht vorstellen kannst?

Die Geschichte die jemand von seinem Opa schrieb das dieser mit dem MG wohl Dutzende Leute niedergemäht hat, dass ihn das hinterher wohl erst arg bedrückte, dass kann ich mir in einem Spiel sehr wohl vorstellen. Nur das ich mir das nicht im längst gemachten CoD-Stil vorstellen muss, sondern eben im Antikriegsstil. Der hat in dem Moment wohl eben abgedrückt weil sein Leben davon abhing, weil er musste, es das "Spielziel" war, eben wie in einem Shooter, und hinterher konnte er wohl erst darüber richtig nachdenken was da eig. geschah. In dem Moment zählt die Folge nicht wirklich, erst hinterher, und das kann ein Spiel dann genauso umsetzen.
Von heutigen Videos kennt man ja wie humorig bis spöttisch tlw. mit der eigenen Grausamkeit umgegangen wird weil man entweder wirklich so seltsam drauf ist, und Spass am Töten hat, zumindest in dem ev. noch unreifen Moment, oder weil man nur so mit den legitimierten Morden fertig wird.
Genau diese Gefühle kann ein Spiel sicher einigermaßen wiedergeben versuchen. Letztendlich wird es gott sei dank nicht das reale Erlebnis sein, aber das sind die angeblich anspruchsvolleren Bücher oder Filme doch genauso nicht. Es geht bloß darum Gefühle zu vermitteln, Botschaften einzubauen, die Realität, Gegenwart oder Vergangenheit oder eine mögliche Zukunft aufzuarbeiten.
Das Gameplay könnte großteils ident verbleiben, aber es müsste doch bloß eine andere Stimmung vermitteln, weniger den Erfolg der Sache huldigen, sondern den Erfolg das man wieder einen Tag länger überlebt hat, die eigene Haut und nicht die Welt vor James Bond-artigen Bösewichten gerettet hat.
Das läuft in dem Genre etwas schief (bzw. sollte halt nicht das alleinige sein), und viel ist imo gar nicht nötig um die ganze Bombastwucht in etwas wahrlich Beklemmendes zu verwandeln.
tschief hat geschrieben:1. Spiele müssen per Definition Spass machen!
2. Du hast Recht, das muss nicht zwingend voraussetzen, dass der Held am ENDE überlebt!
3. Wie bereits erwähnt, am ENDE.. Dann ist das Spiel aber fertig
1. Nö, unterhalten auf irgendeine Art und Weise
(und wenn ich mich an den "Fanatismus" einiger Kicker bei den völlig belanglosen Fußballspielen in den Sportstunden in der Schule denke, ist bloßer Spass bei einigen auch da nicht an vorderster Stelle gestanden)
Bierernster Wettkampf oder geistige Anregung kann genauso Spiel sein.
2. Kann auch zwischendurch sterben wie selbst das wohl eher weniger im Artikel gelobte MW1 zeigte.
3. irgendwann halt
Ich bin kein großer Kubrick fan, von daher wahrlich kein Experte für seine Filme, aber der einzige Tote in Full Metal Jacket der mir im Gedächtnis blieb ist der Dicke der sich den Kopf selber wegschießt. Keine Ahnung ob es in all den Vietnamszenen überhaupt auch Tote gibt. Aber der ganze Antikriegs bzw. Antiarmy oder was auch immer Film funktionierte für mich ja schon vor dem eig. Kriegseinsatz. Die Unsinnigkeit mit der Menschen zu seelenlosen Tötungsmaschinen geformt werden sollten.
Klar kann das nicht in einem Shooter passieren. Aber mit Rückblenden mitten in irgendwelchen Gefechten könnte man solche erlebten Drillsergeantszenen ja mitunter auch einbauen. Tutorial für gerade erlangte Waffen z.B. Panzerfaust, MG, Pistole, Scharfschützengewehr...
Jarhead zeigt ja eig. auch nicht viel vom Krieg und ist wohl dennoch ein Antikriegsfilm. Sicher, wieder kein Shootermaterial, aber wer hätte vor Jarhead gedacht dass die Darstellung sinnentleertem Nichtstun Antikriegsmaterial für einen Film wäre?

Das Einzige das nötig wäre um Antikriegsshooter zu ermöglichen ist die Konsequenzen einzubauen. Man sollte halt von der Rambo Tom Clancy schiene wegkommen und weniger euphorisch mit eingestreuter Pseudodramatik arbeiten. Und wenn das richtig gemacht wird, dann wird's kaum ein MW2 Bestsellerkonkurrent, aber Band of Brothers finanzierte sich auch irgendwie obwohl Two and a Half Men mehr Kohle bringt. (@Howdie: kann sein das selbst ein tolles Antikriegsspiel floppt, aber bevor es nicht jemand versucht würde ich den Misserfolg nicht schon jetzt als höchste Wahrscheinlichkeit betrachten. Je mehr Leute spielen, desto eher wächst wohl die noch großteils ignorierte anspruchdürstende Zielgruppe)
Howdie hat geschrieben:Spiele sind anders als Filme oder Bücher. Da stimme ich vollkommen zu. Aber sie sind eben nicht mehr.
Sie bieten Interaktivität. Bedient sich ein Spiel bei Film oder Buch in seiner Erzählweise und sollte es die gleiche Qualität an Inhalt liefern, wird es durch die Einbindung des Spielers in die Spielszenen den Spieler von Haus aus stärker vereinnahmen können, ev. sogar auf seine Entscheidungen eingehen können. Es bietet mehr, sobald das gleiche Niveau ansonsten geboten wird.
Wenn man es dann noch schafft nicht auf Textwüsten und Cutscenes zurückzufallen, immer noch das Mittendringefühl bietet, dann wird der Konsument sicherlich nicht genauso perfekt durchchoreografierte Marionette sein können wie er in i.d.R. fixen anderen Medien ist, aber eben mittendrin miteingewoben. Das ist zwangsweise mehr. Wie gesagt, sollte die Geschichte annähernd so viel taugen wie bei anderen Medien.
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

crackajack hat geschrieben:Es bietet mehr, sobald das gleiche Niveau ansonsten geboten wird.
Sorry aber das ist Fanboy-Quatsch. Bücher spielen sich im Kopf ab. Das geschriebene Wort hat ganz andere Möglichkeiten als ein audiovisuelles Medium. Filme haben durch die fehlende Interaktivität ganz andere Möglichkeiten ein Bild, eine Geschichte zu präsentieren. Man kann Dinge machen die in Spielen unmöglich sind, weil sie schlicht den Hauptcharakter nicht immer zwecks Interaktivität einblenden müssen. Und das ist nur ein Beispiel. Wer ernsthaft glaubt, dass Filme nicht nur anders, sondern mehr sein können als Bücher oder Filme kennt entweder nur schlechte Bücher und Filme oder ist vollkommen geblendet von dem bisschen Klamauk, was COD und MGS oder Heavy Rain abfeuern.

In manchen Aspketen wird das Buch, in manchen der Film und in anderen das Spiel immer (und zwar wirklich immer!) ungeschlagen bleiben. Alles andere ist in meinen Augen vollkommener Schwachsinn. Sorry, aber so ist es nunmal und jeder, der schon mal ein richtig gutes Buch gelesen hat, wird mir da zustimmen. Selbst Jörg, der wirklich eine hohe Meinung der Videospiele als Kulturgut hat, wird das so sehen. Da bin ich mir doch relativ sicher. ;) Ich bleibe dabei: Spiele sind anders, aber keinesfalls mehr. Ansonsten hätten wir diese Ära bereits erlebt und Heavy Rain ist vielleicht gut aber mit Sicherheit nicht der Sieg des Spiels über den Film. Das werden wir auch in Zukunft nicht erleben. Dafür sind die Genres einfach zu verschieden.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Levi

Zwischen unterhalten und Spaß machen, gibt es einen Unterschied. Ein Film wie z. B. "Der ewige Gärtner" oder ein Buch wie "Der Untertan" unterhält mich durchaus, aber beide machen mir keinen Spaß. Sie funktionieren dennoch, weil ich sie nur betrachte. Ein Spiel spiele ich hingegen, d. h., es muss mir richtig Spaß machen, damit ich es weiterspiele und ich spiele es außerdem, um zu gewinnen. Wie soll ich "Der ewige Gärtner - Das Spiel" gewinnen? Einige hier behaupten zwar, dass man da mit Filmen arbeiten könnte, aber das wäre eine geschummelte Lösung, die eigentlich nur die Limitierungen des Genres aufzeigt.

@ crackajack

Bücher und Filme entwickeln sich andauernd und haben bereits ein gewisses Niveau. Natürlich gibt es auch Pilcher und Transformers, aber es gibt eben auch Frantzen und Lord of War. Was gibt es bei Spielen? Kojima und Kottick?
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Howdie hat geschrieben:
crackajack hat geschrieben:Es bietet mehr, sobald das gleiche Niveau ansonsten geboten wird.
Sorry aber das ist Fanboy-Quatsch.
Danke das ich keine eigenen Meinung besitzen darf. :roll:
Das einzige was anders ist die Qualität der "Regie" und den Autorenergebnissen, da hinken Spiele weit hinterher. Darum sage ich ja sofern das gleiche Niveau geboten werden würde.
Ein Deus Ex (was ich nicht mal fertig spielte, weil es mich langweilte) hat aber wohl kaum einen niederen Anspruch als 1984/Wir/Fahrenheit 451/Schöne neue Welt oder Blade Runner.

Sofern alle drei die selbe Welt bieten würde, ihre Aussage teilen würden, dann würde das Spiel mitunter mehrere Enden anbieten können (was bei Büchern sehr selten und bei Filme noch seltener vorkommt?) und man würde mittendrin sein. Wenn dir das egal ist Teil der Geschichte zu sein, von mir aus, mir wäre es wichtiger. Das wäre für mich aber autom. mehr.
TRichter hat geschrieben:Was gibt es bei Spielen? Kojima und Kottick?
Cage baut eher Nonsensgeschichten, als Paradebeispiel für gelungenges schreiben zählt der daher auch nicht wirklich, aber die Gefühlsebene spricht er wohl schon besser an als der Durchschnitt. Wie ich mir am WE gerade anhörte dürfte Deadly Premonition (Swery) quasi der geistige Nachfolger zu Twin Peaks sein, zwar beschissenes Gameplay bieten, aber ansonsten hervorragend sein.
Lange wird's nicht mehr dauern bis die ganz großen erscheinen sollten, die die schon mit Spielen groß wurden und das Medium einfach stärker verinnerlicht haben als es Spector, Meier, Garriot je könnten.
Zuletzt geändert von crackajack am 18.10.2010 13:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

TRichter hat geschrieben:@ Levi

Zwischen unterhalten und Spaß machen, gibt es einen Unterschied. Ein Film wie z. B. "Der ewige Gärtner" oder ein Buch wie "Der Untertan" unterhält mich durchaus, aber beide machen mir keinen Spaß. Sie funktionieren dennoch, weil ich sie nur betrachte. Ein Spiel spiele ich hingegen, d. h., es muss mir richtig Spaß machen, damit ich es weiterspiele und ich spiele es außerdem, um zu gewinnen. Wie soll ich "Der ewige Gärtner - Das Spiel" gewinnen? Einige hier behaupten zwar, dass man da mit Filmen arbeiten könnte, aber das wäre eine geschummelte Lösung, die eigentlich nur die Limitierungen des Genres aufzeigt.
nope ... seh ich so nicht als Contra ein. Ein Spiel kann genauso unterhalten ohne so wirklich Spaß zu machen. Beispiel? Fragil Dreams ... es hat mir nicht wirklich Spaß gemacht.... aber es fesselte trotzdem ... und nein, das Spiel würde auch nicht in Anime/Manga-Form funktionieren.

Bei Spielen gilt genau das gleiche wie bei Büchern in der Hinsicht. Sie müssen nicht zwingend Spaß machen, damit man sie Konsumiert. Das das nicht für jeden zutreffend ist ... sei dahingestellt ... aber nen Buch erfordert für mich ähnlich viel "interaktion" (es muss immerhin gelesen werden ;P) .. wie nen Spiel :)


da war Howdies Contra wesentlich besser angebracht mit schlicht und ergreifend: es ist sogut wie kein Markt da für solche Spiele
(bei Fragil eher unfreiwillig, sei noch dazu gesagt, bevor mir jemand hier aufs Dach steigt)
Zuletzt geändert von Levi  am 18.10.2010 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

@Crackajack: Gut, wenn du es so nicht glaubst muss ich es halt beweisen:

Spiele können mehr bieten als Bücher? Dann setze dich doch mal an deinen Schreibtisch und mach mir Videospiel-Entwürfe dazu:
- Die Matratze globberte. Das ist das Geräusch das eine lebende, im Sumpf wohnende Matratze macht, wenn sie... (Douglas Adams)

- Ein Geräusch wie wenn einer versucht kein Geräusch zu machen (John Irving)

- Sein Mantel war oktarin. Oktarin ist die achte Farbe des Farbspektrums und auch bekannt als das Pigment der Vorstellungskraft (Terry Pratchett)



Und das sind nur Bilder und Töne. Wenn ich jetzt noch mit Emotionen komme ist deine Theorie ganz hinüber. ;)

Es geht nicht um die eigene Meinung, es geht schlicht darum, dass es einfach nicht stimmt.


EDIT: Soll ich direkt für Filme auch den Beweis hinterher schieben, oder glaubst du mir auch so?^^