leifman hat geschrieben:wenn es dabei die eigenen elemente, welche die serie tomb raider ausmachen, zurückschraubt, ist dies ein kritikpunkt.
und genau das war die hauptkritik am tomb raider reboot, nicht das erweitern von spielelementen, sondern das zurückschrauben der eigenen, nicht ohne grund will man jetzt wieder mehr "tombs", rätsel und erkundung reinbringen, warum wohl wa!?
Warum wohl wa habe ich das direkt nach der zitierten Stelle selbst niedergeschrieben, die du anscheinend zu ignorieren vorziehst?
wenn du die elemente so zusammenfügst, dass das gesamtbild absolut stimmig und gut ist, dann bedarf es keiner innovation. wobei man durchaus die meinung vertreten kann, dass kein anderes spiel so innovativ spielelemente zusammengefügt und absolut rund gemacht hat.
Kann man, allerdings ist das doch sehr streitwürdig und kommt auf die eigene Meinung an. Z.B. gab es Fragen wie 'spielen wir nicht eigentlich einen Massenmörder?' genauso in Uncharted wie in Tomb Raider.
Weniger umstrittem ist allerdings, dass alles Stagnante irgendwann langweilig wird. Nur das wann ist eine subjektive Frage. Für mich war Uncharted 3 bereits etwas öde, gerade zum Ende hin.
aber ich kann gerne nochmal fragen, denn letztens bekam ich auf meine frage nur spiele genannt die zwar in teilbereichen mindestens genauso gut waren wie uncharted, aber nicht in ihrer gesamtheit.
also, welches andere spiel verbindet so perfekt wie uncharted die spielelemente grafik, soundtrack, storytelling, abwechslungsreiche spielorte, charaktere, pacing und action?
greetingz
Das einzige Spiel Kojimas, wo wirklich alles zusammenkam: Metal Gear Solid 3.
Falls du einen äußerst eloquenten Fanboy 45 Minuten dabei zusehen willst, wie er erklärt, warum MGS3 so ein grandioses Erlebnis sein kann (beachte das letztere Wort):
https://www.youtube.com/watch?v=N_-jyF987MQ
Um es kurz zu machen: MGS3 hat als einziger Teil seiner Serie massig komplexes Gameplay, längere Spielabschnitte mit gutem Pacing, die von den langen, erstklassig gemachten Videosequenzen nur abgerundet werden. Und die erzählen eine wunderbar unterhaltsame Geschichte mit cleveren Wendungen, die aktiv mehr und mehr deine Erwartungen untergräbt, sympatische Charachtere mit teils komplexen Beziehungen, die sich in der Geschichte konstant weiterentwickeln, wobei sie einiges an Tiefe und Zwiespälten offenbaren.
Während es die albernen Elemente der Metal Gears immer noch besitzt, einige Sequenzen etwas lächerlich und oft einfach absurd unterhaltsam sind, wird beides tatsächlich dafür genutzt, um die ernsten Szenen noch härter rüberkommen zu lassen.
Großer Kontrapunkt zu unserer Diskussion über Inspiration in Spielen: MGS3 ist in Teilen eine klare Hommage zu James Bond und Agentenfilmen der 60er, erschafft damit allerdings geschickt Erwartungen, die völlig umgedreht werden. Selbst gesellschaftliche Themen, wie Bonds Russenbild und Sexismus werden erst übernommen, und dann völlig dekonstruiert. Das macht es so Spannend, so unberechenbar, während es so in Teilen tatsächlich intelligente Unterhaltung liefert.
Das Ende von dem Ding vergisst man nicht so schnell.
Ist natürlich meine persönliche Erfahrung (der das Video recht nahe kommt), die bei dier vollkommen anders sein könnte, allerdings untermalt es imo ziemlich gut die elementaren Fehler, die Uncharted toll, aber sicher kein tiefgründiges Werk machen.
Uncharted ist, wie ich schonmal geschrieben habe, ein Blender. Das ist kein Problem, ein MGS3 will dich ebenfalls aktiv täuschen und mitreißen.
Die Schauplätze von ND's Spiel sind überwältigend. Musik und die konstanten Rufe der anderen Charachtere reißen dich mit, lassen dich Probleme des Spiels vergessen. Das Gameplay fühlt sich nur so nach Aktion und Bewegung an, und den Hauptrollen macht es Spaß zuzusehen. So soll das Spiel auch wirken, so weit, so gut.
Allerdings steht dahinter wenig Substanz, es hält nur, solange die Illusion steht. Für mich war die Illusion niemals so voll wie für dich, und mit der reptetiven Serie wird sie dabei immer durchsichtiger. Deswegen stört mich der Mangel an Innovation oder neuen Ideen.
Als klare Indiana Referenz folgt es klar dem Plott, im Vergleich zu MGS, welche eben James Bond auseinandernimmt, wird Jones Abenteuer zu Teilen fast unkommentiert und direkt übernommen. Die Charachtere sind ebenfalls mehr oder weniger Schablonen, die sympatisch sind, allerdings wenig Tiefe zeigen und jede Wendung damit verraten, dass sie wandelnde Klischees sind, genauso wie der Plott. Mich hat vor allem das Gameplay gestört, der coverbasierte Shooterpart fügt dem Szenario wenig hinzu. Es ist wie das Klettern generisch, extrem simpel, soll in erster Linie Spannung erzeugen, ohne tatsächlich Anspruch zu liefern. Die einzigen schwereren Stellen haben mit Instakills durch Granten(werfer) zu tun.
Und das zieht sich halt durch Uncharted. Hält die Illusion, ist es ein Spaß, wenn auch ein flacher. Tut sie das nicht, entblößt sich ein eher ödes Spiel mit tollen Schauwerten.