Capcoms Inafune: "Japan ist erledigt"

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SeniorDingDong
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Beitrag von SeniorDingDong »

Ich finde japanische RPGs machen den Fehler in dem sie sich zu sehr auf Story, Charaktere und Zwischensequenzen konzentieren. Ist das jetzt noch ein Vollblutspiel oder ein interaktiver Roman für pubertäre Mädchen der mit "Gameplay-Unterbrechungen" in Form von Rundenbasierten Kämpfen aufgelockert wird ?

Vermutlich das Sinnbild für typisch westliche RPGs, die Diablo Reihe, hat eigentlich eine gute, typisch westlich/mittelalterliche Story - wer mal alle Informationen in beiden Spielen gelesen hat wird ihren tatsächlichen Gehalt erkennen können - die aber, vorallem im 1. Teil, so sehr im Hintergrund gehalten wurde das man sie als förmlich nicht vorhanden wahrnimmt.

Das erlaubt wiederum dem Gameplay, und darum geht es nunmal am Ende, sich so stark entfalten zu können.

In keinem japanischen Spiel könnte ich mir ein so komplexes Item- und Skillsystem vorstellen wie in Diablo 2. Und das motiviert, zumindest mich, stärker und länger als mich durch den Leidensweg von einem Posterboy zu clicken....

Charaktere, Geschichte, Gefühle... das können Romane einfach besser. Mir aber keinen SoJ bei Meppel droppen. :cheer:

Gefühle, vorallem bei Männern, werden in der westlichen Welt auch anders bewertet und ausgedrückt. Das zeichnet sich auch in den Spielen ab. Eigentlich haben Max Payne 1&2 - ja das sind keine RPGs, aber egal - eine sehr dramatische Story und einen sehr emotionalen Charakter. Offen gezeigt wird davon aber sehr wenig, meistens wird es eher in Metaphern, Anspielungen, der Umwelt oder Träumen angedeutet als voll ausgelebt. Wenn in Teil 2 gezeigt wird wie abgefuckt Max´ Privatleben ist, dann wird auf ein theatralisches "ich vermisse meine Frau und mein Leben ist scheiße" Emotionen "erzwingen" verzichtet. Seine Wohnung wird einfach stumm als Sinnbild verwendet: verkommen, trostlos, leere Pillendosen und Pizzakartons, viele Bilder seine Frau... das Alles sagt gleich viel aus - und ist für mich ansprechender - als so manche überdramatisierte, bis lächerliche, Sequenz aus japanischen Spielen.
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Damidias
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Beitrag von Damidias »

KleinerMrDerb hat geschrieben:
Shard of Truth hat geschrieben:
Kuttentroll hat geschrieben:Da wird die Story von Oblivion hier stets als Höstmaß westlicher Erzählkunst dargestellt :? und gekonnt verschwiegen das die meisten Japano Fantasy RPGs einen viel zu oft erzählten, viel zu ähnlichen Handlungsstrang haben, mit den immergleichen Stereotypen an Charakteren...

Natürlich gibt es Japanische Ausnahmetitel! Und im Konsolenbereich waren sie die Könige, aber die meisten Spieler vergessen wohl das es auch viele tolle außergewöhnliche Games mit packender Story aus dem westen gab.... aber meist auf PC...
Genau meine Meinung.
Hier werden teilweise die japanischen Spiele als Heilsbringer verschrien, die sie aber beileibe nicht sind.
Natürlich sind auch westliche Rollenspiele nicht klischeefrei und manchmal beängstigend gleich aufgebaut, aber was ich da an japanischen Spielen schon erlebt habe, die von der Geschichte und den Charaktern praktisch immer wieder aufgewärmt werden, geht auf keine Kuhhaut mehr.
Ein wunderbares Beispiel sei an dieser Stelle die Tales Reihe, die ja auch hierzulande mehr oder weniger gut erhältlich ist. Kennt man ein Spiel aus dieser Reihe, kennt man alle.
Man kann einigen JRPGs zwar vorwerfen immer mit dem selben Klischees und einer ähnlichen Story aufzutrumpfen aber denn sollte jedem objektiv klar sein, dass selbst diese Storys immer noch viel mehr bieten als fast alle west Rpgs der letzten Zeit zusammen!
alle Final Fantasy teile ab 6 haben zwar ähnlichkeiten in der Story doch bieten sie immer interessante und unvorhersehbare Wendungen und vorallem haben die Charaktere eine Seele auch wenn diese oft Stereotypisch ist!

Die großen West Rpgs wie z.B. Oblivion, Gothic, Fallout 3, Drakensang, Two Worlds haben eine so unglaublich eindimensionale Story, dass sie auf ein Din A4 Blatt passt und die meißten Charaktere sind einfach leere Hüllen die als Questgeber fungieren!
Gibt natürlich auch ausnahmen wie die Bioware Spiele oder The Witcher welche eine sehr gelungene und spannende Story haben jedoch sind die west Rpgs oft auch von Ihrem Artdesign einfallsloser!

Fast alles reduziert sich auf das typische Mittelalter + Herr der Ringe scenario wohingegen JRPGs beim Art design immer etwas Kreativer sind!
Dort wird auch gern mal vieles gemischt wie Magie + Schwertkampf + Projektilwaffen und evtl. noch Laser etc.

Wenn wir mal beim Beispiel Final Fantasy bleiben so hat jeder Teil eine unverwechselbare und einzigartige Welt zu bieten und bei Gothic, Oblivion, Two Worlds oder The Witcher muss man erst genau hingucken um welches Spiel es sich überhaupt handelt!

Gleiches gilt für die Kleidung der Charaktere etc.
Guckt man sich mal die Kleidung von Tidus aus FF10 an oder von Kaim aus Lost Odyssey an so wird man feststellen, dass dort Kreative Menschen dran gesessen haben!
Keine 08/15 Mittelalterrüstung mit übertriebenen Schulterplatten wie in fast alles West RPGs.
Das selbe kann man auf so ziemlich jeden Punkt des Art-Designs übertragen!
Und trotzdem hatte gerade LO die für jRPGs ja so untypischen riesigen Schwerter, an denen so viele Menschen mit so viel Kreativität gesessen haben. Wow, Glückwunsch, mir letztens noch 'ne verbale Abreibung wegen meines Filmgeschmacks verpassen wollen um dann zu behaupten, dass JRPG's ne bessere Story hätten als westliche bzw. mehr Kreativität besitzen?

Der folgende Text richtet sich aber nicht gegen dich, sondern gegen die Diskussion allgemein.

Beide Gattungen sind auf einem unterirdischem Niveau, wenn es um gute, einfallsreiche Stories und große Gefühle geht - das letzte Rollenspiel mit einer richtig guten Story war meiner Meinung nach Planescape Torment, aber, scheiße, das Spiel muss man ja lesen!

Sorry, aber so schön die Geschichten auch sein mögen, die uns durch Rollenspiele gleich welcher Herkunft beigebracht werden, so müssen wir uns doch eingestehen, dass sie nichts anderes tun, als Fangruppen zu bedienen, und aus diesem Grunde werden immer wieder die gleichen Klischees 'runtergebetet. Bietet ein geringeres Risiko an der Kasse, oder?

Halten wir mal bis hier hin fest: beide Gattungen haben ihre Klischees, ihre Oberflächlichkeiten und ihre extremen Nervfaktoren - in jRPGs hat der Spieler meist mit Gefühlsduseleien auf Seifenoper - Niveau zu tun, während er in wRPGs mal wieder durch einen uninspirerten Mittelerde - Klon turnen darf. Rollenspiele aus Amerika wandern immer mehr in Richtung Shooter ab, Rollenspiele aus Japan sind lebende Fossilien in immer hübscherer Restauration. Ja, jRPGler linsen anscheinend gerne unter Frauenröcke, dafür haben westliche Spieler Alien - Sex und Prostitution. Rüstungen und Waffen sind in beiden Kulturen beinahe kompensationshaft überzeichnet und in vielen Fällen einfach nur sinnlos und unpraktisch, aber hey, wir reden hier über Fantasy und Sci Fi, da darf auch mal fern jeglicher Realität gezeichnet sein, nicht wahr?

Weiter im Text: in beiden Rollenspielkulturen werden Frauen in Spielen (von wenigen Ausnahmen abgesehen) wie feuchte Teenagerträume inszeniert. Wir Westler stammen aus der Pen & Paper - RPG - Tradition und fangen an zu heulen, sobald ein RPG mit Shooterelementen pussyfiziert wird (ach wie schlimm), die jRPGler freuen sich hingegen über endlose Debatten, welcher Charakter aus welcher Serie der coolste Charakter EVAR ist.

Letztendlich nehmen sich Spiele aus Ost und West doch nichts... es kommt halt darauf an, welche visuellen, klanglichen und spielerischen Präferenzen man hat. Dann sollte man aber auch so erwachsen sein und auf die Schwächen der gewählten Richtungen ansprechbar bzw. kritikfähig sein und nicht im anderen Lager herumwüten und "Eure Spiele sind viel verblödeter" rufen. Das gilt eigentlich für jedes Genre... als Beispiel: ich habe ein Faible für Sci Fi - Horror. Ich kann aber auch gleichzeitig zugeben, dass da seit Alien nichts großartiges mehr gekommen ist (und kommt mir jetzt bitte nicht mit Event Horizon an. Der war nett, aber nicht toll) und das gesamte Genre eigentlich immer wieder die gleichen Klischees durchkaut. So wird's wohl morgen auch bei Pandorum sein >.<

Um endlich 'nen Punkt zu machen... also, es bringt nichts, eine Richtung in den Himmel zu heben, oder die Herkunft der Spiele in den Himmel zu heben. Es gibt nur ganz, ganz wenige Spiele ohne Klischees, und letztendlich ist es doch auch keine Schande, auf Stereotypen zu stehen, oder?

Und als letztes Statement... ich spiele Spiele aus Ost UND West gerne! *gasp* 8O
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SeniorDingDong
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Beitrag von SeniorDingDong »

@ Damidias : Ein sehr guter Beitrag :Daumenrechts:

Einige der Stereotypen empfinde ich als garnicht sooo schlecht. Orcs sind stark, Katzenwesen flink und Echsenmenschen leben in Sümpfen, Elfen haben den Bogen und Magier ...

Was bei Spielen aber die Spreu vom Weizen trennt ist der Umgang damit. Selbst wenn man Morrowind und Oblivion nachsagt wie hätten ein schlechtes Storytelling - das stimmt wohl auch -, so kann man doch sehr viel über die Spielwelt als solche erfahren.

Nehmen wir mal die Argonier, die Echsenmenschen aus der TES Welt. Sie sind schonmal spielbar, großer Pluspunkt bei mir, aber auch sie entsprechen dem Stereotyp : archaisches Naturvolk, Sumpf, Speer in der Hand... Wo aber Bethesda wirklich punkten kann ist die Art wie sie daraus mehr gemacht haben: in Morrowind wurden viele noch als "Tiermenschen" von rassistischen Dunkelelfen als Sklaven auf Plantagen gehalten und in Oblivion sieht man wie liberal und modern das Imperium ist indem es viele Argonier "in die Moderne" geholt hat und gleichwertig in die Gesellschaft integrierte - auf Kosten ihrer alten Kultur und Lebensweise. Parallelen zu Indianern und Afrikanern sind nicht unbeabsichtigt.

Ein Beispiel das zeigt wie viel man aus angeblich tausendmal durchgekauten Typen noch herausholen kann.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

SeniorDingDong hat geschrieben:Vermutlich das Sinnbild für typisch westliche RPGs, die Diablo Reihe, hat eigentlich eine gute, typisch westlich/mittelalterliche Story - wer mal alle Informationen in beiden Spielen gelesen hat wird ihren tatsächlichen Gehalt erkennen können - die aber, vorallem im 1. Teil, so sehr im Hintergrund gehalten wurde das man sie als förmlich nicht vorhanden wahrnimmt. .
DAS Sinnbild für Westliche RPGs sind Spiele wie Baldurs Gate, Planscape Tournmant etc.
Wer Diablo als Rollenspiel bezeichnet gehört sowieso gevierteilt!
Und nur weil in der Einleitung des Spiels 1 Seite Hintergrundgeschichte steht so bedeutet dies nicht, dass Diablo im Spiel eine Story erzählt!
Diablo isn ein Hack and Slay aber hat mit einem Rollenspiel eigentlich garnichts zutun!

Rollenspiele sind DIE BÜCHER der Videospiele!
Rollenspiele MÜSSEN eine Geschichte erzählen denn genau DAS macht ein Rollenspiel aus!
Leider wurde das Genre Rollenspiel mitlerweile völlig Tot gemixt und das beste Beispiel lieferst du mit Diablo 2!

Jedes spiel in dem der Charakter ein Level hat wird sofort als Rollenspiel bezeichnet!

Mass Effect spielt sich wie ein Shooter und wird als Rollenspiel bezeichnet und STALKER hat genauso Quests, multiple Choice Gespräche, nen Inventar und unzählige Items aber kein Levelsystem und trotzdem hat niemand jemals STALKER als Rollenspiel bezeichnet!
Is doch irgendwie komisch oder?
Zuletzt geändert von KleinerMrDerb am 30.09.2009 14:05, insgesamt 1-mal geändert.
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mathesb
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Beitrag von mathesb »

Ich finde auch, dass die japanischen Spiele japanisch bleiben sollten und bloß nicht auf westlich getrimmt werden sollten, weil sie dann ein größeres Publikum ansprechen. Ich liebe japanische Spiele, für ihre teils "bekloppten" Ideen. Ich find die besten Scrollshooter und Prügler kommen aus dem Land der untergehenden Sonne gerade, weil sie nicht realistisch sind, sondern coole überzogene Charaktere haben und alles so bunt ist, wie japans Metropolen selbst!
Armoran
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Beitrag von Armoran »

SeniorDingDong hat geschrieben:Ich finde japanische RPGs machen den Fehler in dem sie sich zu sehr auf Story, Charaktere und Zwischensequenzen konzentieren. Ist das jetzt noch ein Vollblutspiel oder ein interaktiver Roman für pubertäre Mädchen der mit "Gameplay-Unterbrechungen" in Form von Rundenbasierten Kämpfen aufgelockert wird ?
Und hier hast du dir selbst gezeigt was du für einen Unsinn redest...

Nehmen wir mal an alles was du sagst hat irgend eine Basis die man glauben kann, dann sagst du trotzdem noch das es womöglich "für pubertäre Mädchen" ist... und fällt dir was auf ? Nein ?
Da du anscheinend KEIN pubertäres Mädchen bist gehörst du also auch nicht in die Zielgruppe für die es gedacht ist, und somit muss es dir nicht gefallen ;)
Wieso glauben die Meisten eigentlich das sie JEDES Spiel und JEDES Genre spielen müssen und motzen rum sobald dann der Pony Reiterhof rauskommt und es ihnen so garnicht zusagt :roll:

Deshalb gibt es GENRE, da kann man sich aussuchen was man will und was nicht... aber das hatte ich ja schonmal gesagt...

Fakt ist wie Damidas schon sagte, Spiele werden nicht entwickelt das sie der Welt gefallen, sondern um ZIELGRUPPEN zufriedenzustellen... das dadurch dann quasi KEIN Spiel Perfekt werden kann weil man gewisse "Regeln" beachten muss, ist nur verständlich...
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SeniorDingDong
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Beitrag von SeniorDingDong »

Armoran hat geschrieben:
SeniorDingDong hat geschrieben:Ich finde japanische RPGs machen den Fehler in dem sie sich zu sehr auf Story, Charaktere und Zwischensequenzen konzentieren. Ist das jetzt noch ein Vollblutspiel oder ein interaktiver Roman für pubertäre Mädchen der mit "Gameplay-Unterbrechungen" in Form von Rundenbasierten Kämpfen aufgelockert wird ?
Und hier hast du dir selbst gezeigt was du für einen Unsinn redest...

[...]
Das ist kein Unsinn, das ist schlichtweg der Grund warum es die meisten typisch japanischen Spiele nicht in Mein Regel schaffen. Und laut der News bin ich dabei wohl keine Minderheit, eher eine großen potentiale Käuferschicht dessen Geschmack man einfach nicht erreichen kann. Und das tut inzwischen finanziell den Japanen sehr weh.

Es gibt genug alte Genre die inzwischen "tot" sind, oder auf die "kleineren Systeme" wechseln mussten um ihre geringe potentielle Käuferschicht weiterhin bedienen zu können. Früher war der PC ganz groß bei Militärsimulationen wie Falcon 4.0 oder M1 Tank Platoon 2. Rundenstrategie wie Panzer General oder Wirtschaftsspiele wie Rollercoaster Tycoon.

Und heute ? Sie gibt es noch, aber kleiner, weniger, oder woanders (zB auf dem DS).

Genau das könnte den Japanern passieren wenn sie so weiter machen wie bisher.
Zuletzt geändert von SeniorDingDong am 30.09.2009 14:13, insgesamt 1-mal geändert.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

SeniorDingDong hat geschrieben:
Armoran hat geschrieben:
SeniorDingDong hat geschrieben:Ich finde japanische RPGs machen den Fehler in dem sie sich zu sehr auf Story, Charaktere und Zwischensequenzen konzentieren. Ist das jetzt noch ein Vollblutspiel oder ein interaktiver Roman für pubertäre Mädchen der mit "Gameplay-Unterbrechungen" in Form von Rundenbasierten Kämpfen aufgelockert wird ?
Und hier hast du dir selbst gezeigt was du für einen Unsinn redest...

[...]
Das ist kein Unsinn, das ist schlichtweg der Grund warum es die meisten typisch japanischen Spiele nicht in Mein Regel schaffen. Und laut der News bin ich dabei wohl keine Minderheit, eher eine großen potentiale Käuferschicht dessen Geschmack man einfach nicht erreichen kann. Und das tut inzwischen finanziell den Japanen sehr weh..
Das hat nichts mit Typischen Japanischen Spielen zutun sondern ist der westliche Mensch anscheind allgemein kein Freund von guten Geschichten!
Mag daran liegen, dass er diese nicht versteht oder zu wenig Fantasie besitzt diese vernünftig zu verarbeiten oder was weiß ich.

Fakt ist, dass kaum ein erfolgreiches westliches Spiel eine vernünftige Story hat die mehr bietet als Du bist der Held, töten den Bösen!

Bioshock, Mafia, max Payne, Kane & lynch oder The Darkness zeigen wie man auch in Actionspielen eine gut durchdachte Story einbauen kann!

Killzone 2, CoD, Gears of War zeigen dafür umso erschreckender wie man die Story auf das absolute minimum begrenzt bzw. komplett streicht!
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Kuttentroll
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Beitrag von Kuttentroll »

Das hat nichts mit Typischen Japanischen Spielen zutun sondern ist der westliche Mensch anscheind allgemein kein Freund von guten Geschichten!
Mag daran liegen, dass er diese nicht versteht oder zu wenig Fantasie besitzt diese vernünftig zu verarbeiten oder was weiß ich.
Vornweg ich mag Ost wie West Spiele!

Meine Frage: Beziehst du dich jetzt auf die Verkaufszahlen von CoD und Co.???? Dann versteh ich dich und teile deine Meinung...

Ansonsten: nicht jeder mag überzeichnete manchmal Naive Geschichten! Unterschiedliche Kulturen = unterschiedliche Stile! Das hat nichts mit Qualität zu tun...sondern mit Geschmack und mit sicherheit auch gewöhnung!
Naja ich konnte bei westlichen Spielen (abgesehen von Ausnahmerollenspiele) einen positiven Trend in Sachen Storytelling erkennen... dauert noch was aber vielleicht bekommen wir in Zukunft öfters ne gute und Mitreißende Story!
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

Kuttentroll hat geschrieben:Vornweg ich mag Ost wie West Spiele!

Meine Frage: Beziehst du dich jetzt auf die Verkaufszahlen von CoD und Co.???? Dann versteh ich dich und teile deine Meinung...

Ansonsten: nicht jeder mag überzeichnete manchmal Naive Geschichten! Unterschiedliche Kulturen = unterschiedliche Stile! Das hat nichts mit Qualität zu tun...sondern mit Geschmack und mit sicherheit auch gewöhnung!
Naja ich konnte bei westlichen Spielen (abgesehen von Ausnahmerollenspiele) einen positiven Trend in Sachen Storytelling erkennen... dauert noch was aber vielleicht bekommen wir in Zukunft öfters ne gute und Mitreißende Story!
Ich beziehe das jetzt nicht auf den Konflikt Japan vs. West Spiele sondern allgemein nur auf West-Spiele!
Die meißten West-Spiele haben nur eine Story die nur existiert um überhaupt ein Ziel vor augen zu haben!
Interessante Charaktere, spannende Wendungen, intriegen etc.
Das alles findet sich sehr selten in westlichen Spielen!
Viele Charaktere sind nichtmal mehr als eine leere Hülle!

Die GTA Teile sind ein gutes beispiel für absolut überzeichnete Westliche Charaktere und ich finds genauso Klasse wie das Japanische Gegenstück!
Nur gehört ein lebender Charakter in Japan schon zum guten Ton und hier interessiert es leider viel zu wenige!

Dabei ist es egal ob man ein EgoShooter, RPG oder sonstwas spielt!

Schaut man sich z.B. mal die Tom Clancy Spiele an!
Der Typ ist ein Autor dessen Politikthriller sehr spannende Geschichten sind aber KEIN EINZIGES Tom Clancy Spiel hat auch nur im Ansatz eine Story die dieser Spannung nahe kommt!

Vieles ist hier leider so extrem eindimensional gehalten, dass die Story soweit in den Hintergrund gedrängt wird, dass man sie garnicht mehr beachtet!

Gothic 2 ist ein gutes Beispiel für eine typisch Westliche scheissstory in RPGs!
2 Min. nachdem man das Spiel angefangen hat wird einem gesagt, "Du brauchst ein Amulett um damit die Drachen zu töten"

Mehr Story gibt es einfach nicht in diesem Spiel! der Endboss ist dann natürlich ein Drache

Das einzige wirkliche schlechte an diesem Spiel ist leider die Story aber dafür macht es sachen wie Lebendige Spielwelt, Gespräche, Atmosphere usw. viel besser als andere RPGs und da kann die schwache Story noch verziehen werden, gibt genug Spiele die dort leider auch nicht Punkten!
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Damidias
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Beitrag von Damidias »

KleinerMrDerb hat geschrieben:
Kuttentroll hat geschrieben:Vornweg ich mag Ost wie West Spiele!

Meine Frage: Beziehst du dich jetzt auf die Verkaufszahlen von CoD und Co.???? Dann versteh ich dich und teile deine Meinung...

Ansonsten: nicht jeder mag überzeichnete manchmal Naive Geschichten! Unterschiedliche Kulturen = unterschiedliche Stile! Das hat nichts mit Qualität zu tun...sondern mit Geschmack und mit sicherheit auch gewöhnung!
Naja ich konnte bei westlichen Spielen (abgesehen von Ausnahmerollenspiele) einen positiven Trend in Sachen Storytelling erkennen... dauert noch was aber vielleicht bekommen wir in Zukunft öfters ne gute und Mitreißende Story!
Ich beziehe das jetzt nicht auf den Konflikt Japan vs. West Spiele sondern allgemein nur auf West-Spiele!
Die meißten West-Spiele haben nur eine Story die nur existiert um überhaupt ein Ziel vor augen zu haben!
Interessante Charaktere, spannende Wendungen, intriegen etc.
Das alles findet sich sehr selten in westlichen Spielen!
Viele Charaktere sind nichtmal mehr als eine leere Hülle!

Die GTA Teile sind ein gutes beispiel für absolut überzeichnete Westliche Charaktere und ich finds genauso Klasse wie das Japanische Gegenstück!
Nur gehört ein lebender Charakter in Japan schon zum guten Ton und hier interessiert es leider viel zu wenige!

Dabei ist es egal ob man ein EgoShooter, RPG oder sonstwas spielt!

Schaut man sich z.B. mal die Tom Clancy Spiele an!
Der Typ ist ein Autor dessen Politikthriller sehr spannende Geschichten sind aber KEIN EINZIGES Tom Clancy Spiel hat auch nur im Ansatz eine Story die dieser Spannung nahe kommt!

Vieles ist hier leider so extrem eindimensional gehalten, dass die Story soweit in den Hintergrund gedrängt wird, dass man sie garnicht mehr beachtet!

Gothic 2 ist ein gutes Beispiel für eine typisch Westliche scheissstory in RPGs!
2 Min. nachdem man das Spiel angefangen hat wird einem gesagt, "Du brauchst ein Amulett um damit die Drachen zu töten"

Mehr Story gibt es einfach nicht in diesem Spiel! der Endboss ist dann natürlich ein Drache

Das einzige wirkliche schlechte an diesem Spiel ist leider die Story aber dafür macht es sachen wie Lebendige Spielwelt, Gespräche, Atmosphere usw. viel besser als andere RPGs und da kann die schwache Story noch verziehen werden, gibt genug Spiele die dort leider auch nicht Punkten!
Wie schon gesagt - purer Fanservice. Die Fantasy - Fans wollen Drachen und dicke Rüstungen, die jRPGler wollen megaschwertschwingende, verträumte Teenager - Hüllen, die Sci Fi - Nerds fremde Welten, Raumschiffe und Aliens. Und dicke Rüstungen, sorry, vergessen.

Ich gebe dir in einem Punkt recht: westliche Spiele glänzen nicht gerade durch einen einfallsreichen Ruf. Dafür haben wir auf der anderen Seite Asia - Grinder, die zwar nicht unbedingt aus Japan stammen, aber in der Banalität ihrer Story mindestens so grausam sind wie westliche Fantasy - Machwerke. Letztendlich entwickeln die Japaner außerdem genügend Prügelspiele, die storytechnisch meiner Meinung nach "am Boden liegen".

Der Punkt "Ego - Shooter" ist noch einmal eine andere Geschichte. In diesem Genre ist es meiner Meinung nach nicht fordernd, eine motivierende Story einzubauen, wenn schon die Geschichte von Halo als Meilenstein gefeiert wird. Sprich, ich kann die Entwickler solchen Schunds wie der CoD - Serie nachvollziehen: "Warum sollten wir eine Story einbauen, wenn der Spieler doch nur in geiler Grafik ballern will?"

Und trotzdem gibt es Ausnahmen - sie sind selten, aber da. Wir haben Half - Life² als bestes Beispiel für ein zu jenem Zeitpunkt noch recht unkonventionelles Art - Design mit einer Hintergrundgeschichte, die nicht stört, aber auch nicht als unnötiges Beiwerk erscheint. Ich geb's ja zu, ich habe mich verdammt wohl gefühlt, als Alyx mich am Anfang von Episode 1 umarmt hat. Und darum geht es doch letztendlich, um kleine, nicht überdramatisierte Emotionen, oder? Letztendlich könnte ich noch die BG&E - Keule herausholen: mir ist besonders die Szene in Erinnerung geblieben, als Jade in ihrer geplünderten "Basis" ankommt und festellen muss, dass die ganzen Kinder entführt worden sind. Auch viele der Charaktere in Mass Effect waren weit davon entfernt, blass zu sein; Tali, Wrexx und Garrus besaßen meiner Meinung nach sehr schön ausgearbeitete Hintergrundgeschichten und die Geschichte des kroganischen Volkes lässt einen über Genozid und Völkerrecht nachdenken - oha, Gesellschaftskritik!

Oder nehmen wir ein Beispiel für eine wahnsinnig tiefsinnige Geschichte, die nur von zwei (vielleicht sogar nur von einem?) Charakter erzählt wird: Darwinia. Die philosophische Tiefe dieses simplen Spiels ist meiner Meinung nach einzigartig (obwohl ich es noch einmal spielen müsste, um es genau ausführen zu können, doch da steht mir ein wenig das etwas sperrige Gameplay im Weg), und da preisen tatsächlich Spieler die ziellose Phrasendrescherei Eternal Sonata als tiefgründiges Meisterwerk, ein Spiel, das allen seinen tollen Ansätzen drei Mal auf's Maul haut, sie ordentlich durchnimmt und dann tot im Sand vergräbt, um sie nie wieder zu erwähnen?

Okay, das war jetzt vielleicht ein wenig emotional, aber um es auf den Punkt zu bringen: das sind Spiele auch. Wenn jemand der Meinung ist, er müsste japanische Spiele oder westliche Spiele in den Himmel heben, soll das mir Recht sein, aber dann müssen die Fans auch bereit sein, sich die Schwächen der jeweiligen Richtung einzugestehen. Will sagen: auch aus Japan kommt der gleiche Mist wie aus dem Westen, nämlich - ÜBERRASCHUNG! -

Fanservice.

PS: sorry, dass ich jetzt keine japanischen Perlen aufgezählt habe.
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Beitrag von Pyoro-2 »

Hachja. Das einzige, was die Japaner endlich mal schnallen sollten, ist, dass es im Westen genug Leute gibt, die ihre games zocken täten, wenn sie denn dürften; und wahrscheinlich gäb's davon noch mehr, wenn man nicht ständig wie der letzte Dreck behandelt werden würde. :?
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

Pyoro-2 hat geschrieben:Hachja. Das einzige, was die Japaner endlich mal schnallen sollten, ist, dass es im Westen genug Leute gibt, die ihre games zocken täten, wenn sie denn dürften; und wahrscheinlich gäb's davon noch mehr, wenn man nicht ständig wie der letzte Dreck behandelt werden würde. :?
Ohne eine schweineteure Merketingkampagne gehen diese Spiele trotzdem sang und klanglos untergehen!

Guckt man sich mal die Charts der Videospiele an so sind die Stammgäste immer nur Spiele von denen man auch ständig irgendwelche Werbung sieht!
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

Jaja, aber wenn ich $100.000.000 plus Marketing in ein game investier muss da auch was anderes stehen, wie wenn ich die PS2 game engine meines games auf die PS3 portier und das Ding verkauf (Disgaea 3). Was denkst was das gekostet hat? $1.000.000 vielleicht? Wenn das Ding 250.000 Kopien weltweit verkauft, verdienen die sich doch schon dumm und dämlich dran (das wäre irgendwas in Richtung Faktor 10, das sind doch feuchte Träume von RockStar...); vom DLC, der genausoviel wie das game selbst kostet, red ich ja garnicht.
Soll mir keiner sagen, dass sich das für die nicht gelohnt hat ;) Und die mussten es nichtmal synchen. Fans solcher games wollen das ja eh nicht. Englisch kann auch jeder; oder jedenfalls wer sich für sowas interessiert (wenn nicht gar gleich Japanisch). Billiger geht's doch garnicht. 0 Marketing, ein paar Disks pressen und fertig. Und der Markt ist trotzdem da ;)
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

Pyoro-2 hat geschrieben:Soll mir keiner sagen, dass sich das für die nicht gelohnt hat ;) Und die mussten es nichtmal synchen. Fans solcher games wollen das ja eh nicht. Englisch kann auch jeder; oder jedenfalls wer sich für sowas interessiert (wenn nicht gar gleich Japanisch). Billiger geht's doch garnicht. 0 Marketing, ein paar Disks pressen und fertig. Und der Markt ist trotzdem da ;)
English oder gar Japanisch perfekt können nur weil man ein Fan von JRPG ist :roll:

Damit engst du die Fangemeinde schon so sehr ein, dass es nur noch als Randgruppenspiel anerkannt werden kann!
Vorallem im Punkto Disgea 3!

Ich mag ja auch sehr gerne JRPGs aber trotzdem lege ich auch Wert auf vernünftige Umsetzungen! (Früher die Palbalken)
Deutsche Untertitel sollten es dann auch geben!
Natürlich will ich auch vernüftige Technik!
Disgea mag ja noch so toll sein aber ein PS3 Vollpreisspiel mit der Technik eines PS1 spiels ist mir sofort unsympatisch!

Ich bin ja auch ein RetroFan aber eben von alten Games und keine neuen mit alter Technik!
Wozu hab ich denn viel Geld für die PS3 Technik bezahlt?
Aber Disgea ist sowieso eine Ausnahme, sprechen wir doch lieber von Spielen die auch in Japan hohe Produktionskosten haben!

Nehmen wir doch die Yakuza Spiele!
In Japen ausnahmslos Traumwertungen eingefahren und im Westen als akzeptabler Durchschnitt angesehen der gnadenlos floppte!
Monster Hunter und Dynastie Warriors sind auch so eine zwiespältige Serien die in Japan die besten Wertungen einfahren aber als Wessi kann ich über diese absolut Monotone, Langweilige und vorallem einfallslos Spiele nur den Kopf schütteln!