KleinerMrDerb hat geschrieben:Shard of Truth hat geschrieben:Kuttentroll hat geschrieben:Da wird die Story von Oblivion hier stets als Höstmaß westlicher Erzählkunst dargestellt

und gekonnt verschwiegen das die meisten Japano Fantasy RPGs einen viel zu oft erzählten, viel zu ähnlichen Handlungsstrang haben, mit den immergleichen Stereotypen an Charakteren...
Natürlich gibt es Japanische Ausnahmetitel! Und im Konsolenbereich waren sie die Könige, aber die meisten Spieler vergessen wohl das es auch viele tolle außergewöhnliche Games mit packender Story aus dem westen gab.... aber meist auf PC...
Genau meine Meinung.
Hier werden teilweise die japanischen Spiele als Heilsbringer verschrien, die sie aber beileibe nicht sind.
Natürlich sind auch westliche Rollenspiele nicht klischeefrei und manchmal beängstigend gleich aufgebaut, aber was ich da an japanischen Spielen schon erlebt habe, die von der Geschichte und den Charaktern praktisch immer wieder aufgewärmt werden, geht auf keine Kuhhaut mehr.
Ein wunderbares Beispiel sei an dieser Stelle die Tales Reihe, die ja auch hierzulande mehr oder weniger gut erhältlich ist. Kennt man ein Spiel aus dieser Reihe, kennt man alle.
Man kann einigen JRPGs zwar vorwerfen immer mit dem selben Klischees und einer ähnlichen Story aufzutrumpfen aber denn sollte jedem objektiv klar sein, dass selbst diese Storys immer noch viel mehr bieten als fast alle west Rpgs der letzten Zeit zusammen!
alle Final Fantasy teile ab 6 haben zwar ähnlichkeiten in der Story doch bieten sie immer interessante und unvorhersehbare Wendungen und vorallem haben die Charaktere eine Seele auch wenn diese oft Stereotypisch ist!
Die großen West Rpgs wie z.B. Oblivion, Gothic, Fallout 3, Drakensang, Two Worlds haben eine so unglaublich eindimensionale Story, dass sie auf ein Din A4 Blatt passt und die meißten Charaktere sind einfach leere Hüllen die als Questgeber fungieren!
Gibt natürlich auch ausnahmen wie die Bioware Spiele oder The Witcher welche eine sehr gelungene und spannende Story haben jedoch sind die west Rpgs oft auch von Ihrem Artdesign einfallsloser!
Fast alles reduziert sich auf das typische Mittelalter + Herr der Ringe scenario wohingegen JRPGs beim Art design immer etwas Kreativer sind!
Dort wird auch gern mal vieles gemischt wie Magie + Schwertkampf + Projektilwaffen und evtl. noch Laser etc.
Wenn wir mal beim Beispiel Final Fantasy bleiben so hat jeder Teil eine unverwechselbare und einzigartige Welt zu bieten und bei Gothic, Oblivion, Two Worlds oder The Witcher muss man erst genau hingucken um welches Spiel es sich überhaupt handelt!
Gleiches gilt für die Kleidung der Charaktere etc.
Guckt man sich mal die Kleidung von Tidus aus FF10 an oder von Kaim aus Lost Odyssey an so wird man feststellen, dass dort Kreative Menschen dran gesessen haben!
Keine 08/15 Mittelalterrüstung mit übertriebenen Schulterplatten wie in fast alles West RPGs.
Das selbe kann man auf so ziemlich jeden Punkt des Art-Designs übertragen!
Und trotzdem hatte gerade LO die für jRPGs ja so untypischen riesigen Schwerter, an denen so viele Menschen mit so viel Kreativität gesessen haben. Wow, Glückwunsch, mir letztens noch 'ne verbale Abreibung wegen meines Filmgeschmacks verpassen wollen um dann zu behaupten, dass JRPG's ne bessere Story hätten als westliche bzw. mehr Kreativität besitzen?
Der folgende Text richtet sich aber nicht gegen dich, sondern gegen die Diskussion allgemein.
Beide Gattungen sind auf einem unterirdischem Niveau, wenn es um gute, einfallsreiche Stories und große Gefühle geht - das letzte Rollenspiel mit einer richtig guten Story war meiner Meinung nach Planescape Torment, aber,
scheiße, das Spiel muss man ja lesen!
Sorry, aber so schön die Geschichten auch sein mögen, die uns durch Rollenspiele gleich welcher Herkunft beigebracht werden, so müssen wir uns doch eingestehen, dass sie nichts anderes tun, als Fangruppen zu bedienen, und aus diesem Grunde werden immer wieder die gleichen Klischees 'runtergebetet. Bietet ein geringeres Risiko an der Kasse, oder?
Halten wir mal bis hier hin fest: beide Gattungen haben ihre Klischees, ihre Oberflächlichkeiten und ihre extremen Nervfaktoren - in jRPGs hat der Spieler meist mit Gefühlsduseleien auf Seifenoper - Niveau zu tun, während er in wRPGs mal wieder durch einen uninspirerten Mittelerde - Klon turnen darf. Rollenspiele aus Amerika wandern immer mehr in Richtung Shooter ab, Rollenspiele aus Japan sind lebende Fossilien in immer hübscherer Restauration. Ja, jRPGler linsen anscheinend gerne unter Frauenröcke, dafür haben westliche Spieler Alien - Sex und Prostitution. Rüstungen und Waffen sind in beiden Kulturen beinahe kompensationshaft überzeichnet und in vielen Fällen einfach nur sinnlos und unpraktisch, aber hey, wir reden hier über Fantasy und Sci Fi, da darf auch mal fern jeglicher Realität gezeichnet sein, nicht wahr?
Weiter im Text: in beiden Rollenspielkulturen werden Frauen in Spielen (von wenigen Ausnahmen abgesehen) wie feuchte Teenagerträume inszeniert. Wir Westler stammen aus der Pen & Paper - RPG - Tradition und fangen an zu heulen, sobald ein RPG mit Shooterelementen pussyfiziert wird (ach wie schlimm), die jRPGler freuen sich hingegen über endlose Debatten, welcher Charakter aus welcher Serie der coolste Charakter EVAR ist.
Letztendlich nehmen sich Spiele aus Ost und West doch nichts... es kommt halt darauf an, welche visuellen, klanglichen und spielerischen Präferenzen man hat. Dann sollte man aber auch so erwachsen sein und auf die Schwächen der gewählten Richtungen ansprechbar bzw. kritikfähig sein und nicht im anderen Lager herumwüten und "Eure Spiele sind viel verblödeter" rufen. Das gilt eigentlich für jedes Genre... als Beispiel: ich habe ein Faible für Sci Fi - Horror. Ich kann aber auch gleichzeitig zugeben, dass da seit Alien nichts großartiges mehr gekommen ist (und kommt mir jetzt bitte nicht mit Event Horizon an. Der war nett, aber nicht toll) und das gesamte Genre eigentlich immer wieder die gleichen Klischees durchkaut. So wird's wohl morgen auch bei Pandorum sein >.<
Um endlich 'nen Punkt zu machen... also, es bringt nichts, eine Richtung in den Himmel zu heben, oder die Herkunft der Spiele in den Himmel zu heben. Es gibt nur ganz, ganz wenige Spiele ohne Klischees, und letztendlich ist es doch auch keine Schande, auf Stereotypen zu stehen, oder?
Und als letztes Statement... ich spiele Spiele aus Ost UND West gerne! *gasp*
