Der 4P-Kommentar: Die wertvolle Gewalt
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- Kratos 6
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Diese Gewalt in Videospielen...vollkommen überbewertet.
Es hat Einfluss auf den Spieler, natürlich. Wenn ich mir den ganzen Abend Portishead anhöre, hab auch kein Bock mehr auf Party. Aber das heißt ja nicht, das ich mich gleich aus dem Fenster stürze.
Sie ist eigentlich ein genauso kleiner Bestandteil eines Spiels, wie die Farbe des Himmels, die Architektur der Gebäude oder was auch immer. Sie sollte einfach die gewollte Atmosphäre unterstreichen. In Sin City ist sie überzeichnet, in Call of Duty realistisch. Und wir alle wissen, wie beschnitten eine Spielerfahrung sein kann, wenn wir mal an die DE Version von Turok zurück denken.
Letztendlich wurde Gewalt doch erst so ein großes Thema, als es gerade gepasst hat, seis jetzt ein Wahlkampf oder der sinkende Absatz eines Boulevard-Blatts, welches sich von Volkshetze ernährt.
Gut, die Kids ziehts nun mehr an Sony und Microsoft Konsolen, weil es sich dort besser austoben lässt, aber ansonsten hat sich doch nichts geändert. Solche Spiele gabs schon immer und wirds auch immer geben. Eine andere Version des Casuals fangen, nur nicht so massentauglich.
Was ich damit sagen will: Es gab schon immer Minispiele und genauso Gore Spiele. Das es Trends gibt wissen wir auch alle.
Also, wie gesagt, ich versteh nicht, warum das immer wieder so ein Thema wird. Die meisten von uns wissen es doch einfach besser. Ich les da eher eine stark eingefärbte Kritik an der Spieleindustrie ansich.
Es hat Einfluss auf den Spieler, natürlich. Wenn ich mir den ganzen Abend Portishead anhöre, hab auch kein Bock mehr auf Party. Aber das heißt ja nicht, das ich mich gleich aus dem Fenster stürze.
Sie ist eigentlich ein genauso kleiner Bestandteil eines Spiels, wie die Farbe des Himmels, die Architektur der Gebäude oder was auch immer. Sie sollte einfach die gewollte Atmosphäre unterstreichen. In Sin City ist sie überzeichnet, in Call of Duty realistisch. Und wir alle wissen, wie beschnitten eine Spielerfahrung sein kann, wenn wir mal an die DE Version von Turok zurück denken.
Letztendlich wurde Gewalt doch erst so ein großes Thema, als es gerade gepasst hat, seis jetzt ein Wahlkampf oder der sinkende Absatz eines Boulevard-Blatts, welches sich von Volkshetze ernährt.
Gut, die Kids ziehts nun mehr an Sony und Microsoft Konsolen, weil es sich dort besser austoben lässt, aber ansonsten hat sich doch nichts geändert. Solche Spiele gabs schon immer und wirds auch immer geben. Eine andere Version des Casuals fangen, nur nicht so massentauglich.
Was ich damit sagen will: Es gab schon immer Minispiele und genauso Gore Spiele. Das es Trends gibt wissen wir auch alle.
Also, wie gesagt, ich versteh nicht, warum das immer wieder so ein Thema wird. Die meisten von uns wissen es doch einfach besser. Ich les da eher eine stark eingefärbte Kritik an der Spieleindustrie ansich.
- Jörg Luibl
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Alle, die Gespenster sehen wollen, bekommen auch gleich tagesaktuell die Gruselshow dazu:
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendu ... php5?akt=1
Was Taktgefühl angeht, ist Journalismus immer der falsche Ansprechpartner. Der WDR greift das Thema ohne Befangenheitspause auf und hat auch ein Gästebuch, wo die Amokdiskussion besser aufgehoben ist als bei uns - also bitte woanders entsetzen, da wird es bald zig Möglichkeiten von RTL2 bis zum Spiegel geben.
Hier in diesem Thread geht es um Gewalt in Spielen. Mich würde interessieren, ob und wann sie als Stilmittel bei euch Wirkung hinterlassen hat...
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendu ... php5?akt=1
Was Taktgefühl angeht, ist Journalismus immer der falsche Ansprechpartner. Der WDR greift das Thema ohne Befangenheitspause auf und hat auch ein Gästebuch, wo die Amokdiskussion besser aufgehoben ist als bei uns - also bitte woanders entsetzen, da wird es bald zig Möglichkeiten von RTL2 bis zum Spiegel geben.
Hier in diesem Thread geht es um Gewalt in Spielen. Mich würde interessieren, ob und wann sie als Stilmittel bei euch Wirkung hinterlassen hat...
Zuletzt geändert von Jörg Luibl am 11.03.2009 18:11, insgesamt 1-mal geändert.
- Xris
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Hmm, Killerspiele werden vermutlich demnächst eh wieder Diskussion sein. Denke es wird nicht lang dauern bis der Schuldige ausgemacht und erneut angeprangert ist:
http://www.welt.de/vermischtes/article3 ... enden.html
Keine schöne Sache kein Frage, aber ich zähle dennoch schon die Tage bis wir wieder um unser Hobby fürchten dürfen.
http://www.welt.de/vermischtes/article3 ... enden.html
Keine schöne Sache kein Frage, aber ich zähle dennoch schon die Tage bis wir wieder um unser Hobby fürchten dürfen.
Zuletzt geändert von Xris am 11.03.2009 18:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Michael33
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hi
also ich als Schüler finde diese diskusion um gewalt als unterhaltungsmittel mehr als unnötig. Gewalt ist seit jahr tausenden ein fester bestahnd teil der unterhaltung des menschen. Bei den römern mit den gladiatorkämpfen angefangen ("Brot und Spiele") bis in die zeit des expressionismuss mit der "Ästitik des Hässlichen"(ja der tod ist zum tiel sogar einzigeer schreibgrund. Dies ist gut vergleich bar mit eutigen zumtiel indiezierten shootern da dort sher respektlosloser umgang mit toten beschrieben wird. Also ist die gewalt als unterhaltungsmittel nicht nur ein problem der computerspieleindusrtie.
MfG
also ich als Schüler finde diese diskusion um gewalt als unterhaltungsmittel mehr als unnötig. Gewalt ist seit jahr tausenden ein fester bestahnd teil der unterhaltung des menschen. Bei den römern mit den gladiatorkämpfen angefangen ("Brot und Spiele") bis in die zeit des expressionismuss mit der "Ästitik des Hässlichen"(ja der tod ist zum tiel sogar einzigeer schreibgrund. Dies ist gut vergleich bar mit eutigen zumtiel indiezierten shootern da dort sher respektlosloser umgang mit toten beschrieben wird. Also ist die gewalt als unterhaltungsmittel nicht nur ein problem der computerspieleindusrtie.
MfG
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seethis123
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Re: Der 4P-Kommentar: Die wertvolle Gewalt
Kann ich nur zustimmen!ColdFever hat geschrieben:Hmmm, sorry, wenn ich dem Zeitgeist widerspreche, aber mich widert eine realistische Tötungsdarstellung einfach nur an, egal ob im Film oder als Spiel. Ich kann sie gerade noch in dokumentarischen Filmen ertragen, aber ich kann kaum nachvollziehen, wie sich jemand vom möglichst realistischen Leid einer Kreatur unterhalten fühlen kann. Bei mir verursacht so etwas Albträume.
Solange Mords-Spiele spaßig und sportlich bleiben, wie z.B. "Unreal Tournament", solange das gegenseitige Abmurksen also völlig unrealistisch und schmerzfrei erfolgt, kann ich es persönlich noch als Unterhaltung konsumieren. Selbst "Counterstrike" würde ich eher noch als "sportlich" einstufen, denn auch hier gibt es kein Leiden der Opfer, und der Gegner wird immerhin noch als Mensch wahrgenommen.
Aber sobald das Leid realistisch wird, der Schmerz der Opfer also fühlbar wird, hört für mich persönlich der Spaß auf. Und ich glaube schon, dass man als leidenschaftlicher Konsument solcher Szenen abstumpft
Ähnlich sehe ich es bei Spielen, in denen das realistische Abschlachten künstlich verharmlost wird, weil ja nur um Zombies oder Aliens geht. Ob Zombies, Aliens oder Hauskatzen - wer Genuss dabei empindet, etwas Lebendes möglichst realistisch mit der Kettensäge zu zerlegen, dem geht es in meinen Augen nicht gut, sorry.
Aber ich finde Jörgs Kommentar einfach nur nerdig, widerlich und albern. Es sind heute Menschen gestorben, und alles was er in seinem Kommentar tut ist eine Schutzwand aufzubauen, gegen alles was medial auf die Videospiele nun einbrechen KÖNNTE.
Ein solches Ereignis als Anlass zu nehmen, ein Hohelied auf die Gewalt in Spielen zu schreiben, find ich bedenklich. Kein Wort an Opfer und Angehörige. Ob Gewaltästhetik einem Spiel gut tut, ist doch jetzt wohl verdammt egal.
Ich liebe Spiele, aber es sind nur PIXEL! kleine Farbpünktchen, welche ich bewegen kann..... nichts lebendes.
- ColdFever
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Befangenheit - wie wäre es mit Mitgefühl? Ich Naivling habe tatsählich bis zuletzt gehofft, Euch wäre nur ein Fehler in Form eines zeitlichen Skripts unterlaufen. So einen Artikel bei vollem Bewusstsein am heutigen Tag zu veröffentlichen? Viele Menschen hier trauern oder sind schockiert. Und Ihr veröffentlicht in Großaufmachung ein Hohelied auf gekonnte Gewaltregie? Sorry, aber wenn das jemand beim beim "Spiegel" oder gar bei der "Welt" mitbekommt, werden wir Gamer sicher wieder kollektiv (und wohl auch zurecht) in die Psychiatrie kommentiert.4P|T@xtchef hat geschrieben:Befangenheit in Form von Schweigen wäre nichts als gutmenschliche Heuchelei einer Spieleseite...
- Richibot
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Reißt euch nicht die Köppe runter... es ist eine Kunst zu disskutieren, die Meinung des Anderen zu respektieren und selber zu argumentieren, ohne Andere persönlich anzugreifen. Wir schaffen das
Ich liebe Project Zero 1, Horror und Gewalt werden gigantisch in Szene gesetzt , mein Gedanke war: So will ich nicht enden um Himmels willen. "The strangeling ritual" man Herr... All die verfluchten und verdammten Seelen, die auf ewig in der Hölle umherirren. Mitreißend, schrecklich... oh my god!!Lasst uns doch mal über Spielsituationen reden, in denen Gewalt als reiferes Stilmittel im Sinne Kojimas oder einfach im Sinne guter Dramaturgie funktioniert hat - in denen man darüber nachgedacht hat, in denen sie in irgendeiner Form bewegt, abgestoßen, begeistert, entrüstet oder zum Diskutieren über die Natur der Gewalt angeregt hat.
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Help
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Re: Der 4P-Kommentar: Die wertvolle Gewalt
Dem kann ich nur zustimmen.ColdFever hat geschrieben:Hmmm, sorry, wenn ich dem Zeitgeist widerspreche, aber mich widert eine realistische Tötungsdarstellung einfach nur an, egal ob im Film oder als Spiel. Ich kann sie gerade noch in dokumentarischen Filmen ertragen, aber ich kann kaum nachvollziehen, wie sich jemand vom möglichst realistischen Leid einer Kreatur unterhalten fühlen kann. Bei mir verursacht so etwas Albträume.
Solange Mords-Spiele spaßig und sportlich bleiben, wie z.B. "Unreal Tournament", solange das gegenseitige Abmurksen also völlig unrealistisch und schmerzfrei erfolgt, kann ich es persönlich noch als Unterhaltung konsumieren. Selbst "Counterstrike" würde ich eher noch als "sportlich" einstufen, denn auch hier gibt es kein Leiden der Opfer, und der Gegner wird immerhin noch als Mensch wahrgenommen.
Aber sobald das Leid realistisch wird, der Schmerz der Opfer also fühlbar wird, hört für mich persönlich der Spaß auf. Und ich glaube schon, dass man als leidenschaftlicher Konsument solcher Szenen abstumpft
Ähnlich sehe ich es bei Spielen, in denen das realistische Abschlachten künstlich verharmlost wird, weil ja nur um Zombies oder Aliens geht. Ob Zombies, Aliens oder Hauskatzen - wer Genuss dabei empindet, etwas Lebendes möglichst realistisch mit der Kettensäge zu zerlegen, dem geht es in meinen Augen nicht gut, sorry.
Ich spiele Games schon seit 1990, bin also extrem Erfahren. Und ich prangere Gewalt in Spielen genauso wie in Filmen an! Das Darstellungmittel Gewalt hat sich verselbstständigt und rückt ins Zentrum des Geschehens. Es geht fast nur noch um Gewalt, Titten, Sex. Der Mensch stumpft ab, pupertierende Jungendliche suchen Vorbilder und finden sie bei coolen, lässigen Killern/Testosteronbombern. (Vorbild heißt nicht, dass man sie nachahmt.)Saelvo hat geschrieben: Ersteres wäre einmal, dass diejenigen die die Spiele anprangern selber noch nie gespielt haben, in diesem Fall kann man eine Glaubwürdigkeit anzweifeln.
Ich weiß nur eins: Vor 20 bis 30 Jahren hat es nicht so eine Brutalität bei Jugendlichen (!) gegeben. Sei es beim Schusswaffengebrauch, oder bei alltäglichen Prügelein. Und arme, frustrierte Kinder gab es damals auch.
Welch Ignoranz! (bestimmt wird der Spruch gleich zitiert)Elchtod hat geschrieben:Irgendwie komisch, es ging in Jörgs Kommentar doch nur um Gewalt als stilistisches Mittel in Spielen. Ich sehe da nicht wirklich einen Zusammenhang zu den Amokläufen, geschweige denn irgendeine Form von Geschmacklosigkeit. Ich find das ganze Geschrei hier nach Pietät recht deplaziert (in Bezug auf den Kommentar, wohlgemerkt)
Amokläufe und Gewaltspiele wurden seitens der Gesellschafter IMMER in einem Zusammenhang gebracht. Für mich ist es geschmacklos.
Ja, aber damit können wir anscheinend alle gut leben.Kratos 6 hat geschrieben:Täglich sterben 13.700 Kinder pro Tag weil sie nicht genug zu essen haben wäre dann nicht jeder der einen Kommentar schreibt indem man die Qualität des Fast Food kritisiert genau so taktlos wie Jörg in seinem Kommentar ?
Deine Lenkungsversuche in allen Ehren: Der Kommentar in Verbindung mit den heutigen Ereignissen ist... sagen wir relativ ungünstig gelegt worden.4P|T@xtchef hat geschrieben:Hier in diesem Thread geht es um Gewalt in Spielen. Mich würde interessieren, ob und wann sie als Stilmittel bei euch Wirkung hinterlassen hat...
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seethis123
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- Sid6581
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Könnt ihr mal mit eurer Befangenheitsrhetorik aufhören? Warum trauert ihr stattdessen nicht mal um Flüchtlinge um Sudan, um Kinder, die jämmerlich an Krebs sterben, weil sie unsere Elektronikerzeugnisse mit primitiven Feuern recyceln, um alte Menschen, die wegen mangelnder Pflege ein unwürdiges Dahinsiechen erleiden müssen. Doch stattdessen wird hier an die Angehörigen gedacht von neun Leuten, die durch einen Geisteskranken getötet wurden. Tragisch, sicherlich, aber kein Vergleich zum Leid auf dieser Welt. Und was macht unser liebstes Hobby mit dem Leid von Menschen? Es zelebriert es als Gewaltorgie statt einem die Möglichkeit zu geben, innezuhalten und einmal über Gewalt als menschliche Eigenschaft nachzudenken. Das Einzige was den Gamern anscheinend bleibt, ist einmal ein "Habt ihr keinen Anstand" abzuseilen. Möchte nicht wissen wieviele dann heute Abend doch wieder zum Ego-Shooter greifen werden.
Ich finde, aus Anstand sollten jetzt erstmal alle eine Woche lang nur Die Sims spielen - oder besitzt ihr etwa keine Pietät ???
Ich finde, aus Anstand sollten jetzt erstmal alle eine Woche lang nur Die Sims spielen - oder besitzt ihr etwa keine Pietät ???
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Help
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Nach den Chartstürmern einiger Shooter sollte man meinen, wir (hauptsächlich männlichen) Zocker wären alle Kriegsgeil. So richtig Kriegsgeil. Das liegt vllt. am Testosteron... ich weiß es nicht. Was ich aber gut finde, ist, dass die Bedeutung und der Stellenwert dieser Art von Spiele immer mehr abnimmt. Mit familienfreundlichen und causalen Games lässt sich halt auch verdammt viel Geld verdienen. Schön blöd, wenn man Millionen in Grafikengines steckt, aber ein billiges Gehirnjogging-Flash-Game (NDS) alles den Rang abläuft.
Gewalt ist momentan Kinderkacke - Leider!
Gewalt ist momentan Kinderkacke - Leider!
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Elchtod
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Amen man, du sagst es!!!Sid6581 hat geschrieben:Könnt ihr mal mit eurer Befangenheitsrhetorik aufhören? Warum trauert ihr stattdessen nicht mal um Flüchtlinge um Sudan, um Kinder, die jämmerlich an Krebs sterben, weil sie unsere Elektronikerzeugnisse mit primitiven Feuern recyceln, um alte Menschen, die wegen mangelnder Pflege ein unwürdiges Dahinsiechen erleiden müssen. Doch stattdessen wird hier an die Angehörigen gedacht von neun Leuten, die durch einen Geisteskranken getötet wurden. Tragisch, sicherlich, aber kein Vergleich zum Leid auf dieser Welt. Und was macht unser liebstes Hobby mit dem Leid von Menschen? Es zelebriert es als Gewaltorgie statt einem die Möglichkeit zu geben, innezuhalten und einmal über Gewalt als menschliche Eigenschaft nachzudenken. Das Einzige was den Gamern anscheinend bleibt, ist einmal ein "Habt ihr keinen Anstand" abzuseilen. Möchte nicht wissen wieviele dann heute Abend doch wieder zum Ego-Shooter greifen werden.
Ich finde, aus Anstand sollten jetzt erstmal alle eine Woche lang nur Die Sims spielen - oder besitzt ihr etwa keine Pietät ???
