Valve: Simultaner Release gegen Raubkopien?

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Blue_Ace
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Beitrag von Blue_Ace »

papperlapapp hat geschrieben:bringt zwar für die entwickler und spieler nix aber: einfach die preise halbieren, dann kaufen auch mind. doppelt soviele leute das spiel und werden so zu "ehrlichen" spielern erzogen. dann nimmt man auch mal ein spiel "einfach so mit".
Falsche! Das hat zur Jahrtausendwende Topware mit ihrem Echtzeitstrategie 2150 (und noch einige andere Games) versucht. Der Effekt war: Kaum nennenswert! Die Firma ging danach pleite, später teils von Zuxxez aufgekauft.

Man kann Kunden nicht kaufen, entweder sie wollen ein Spiel erwerben oder nicht.

Und zum Spielepreis will ich erwähnen das ich seit kurzem das Gefühl habe die Preise wären ein wenig angestiegen. Bei einer großen Einzelhandeskette sah ich neue PC-Spiele für 49,99€ im Regal (nicht nur EA oder Activision, auch Ubisoft). Für mich eindeutig zuviel, 45€ wären angemessener.
Zoddi
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Beitrag von Zoddi »

Es ist einfach nunmal Tatsache das Raubkopien im Normalfall gratis sind.
Es gibt ebenso viele Gründe warum Spiele kopiert werden. Aus früheren Zeiten weiss ich selbst, dass man sich einfach alles holt, es sich mal ansieht und am Ende wieder löscht. Kostet ja nix!
Mittlerweile überlege ich mir selbst genau welches Spiel ich kaufe, denn Qualität und Dauerspielspaß sind ein großer Faktor. Natürlich ist ab und an mal ein Fehlgriff dabei doch alles immerhin erstanden. Jedoch ist die Frage ob meine jährlichen ca. 150€ noch einen großen Teil zur Spieleindustrie beitragen.

Gegem Raubkopie ist kein Kraut gewachsen, jedoch gibt es sicher Faktoren die einen Kauf fördern. Leider werden diese Gründe von Jahr zu Jahr weniger.
Opa
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Beitrag von Opa »

Ich habe früher auch mal was auf nicht ganz sauberen Wegen besorgt (alles Verjährt) und kann insofern nicht ganz die völlig ablehnende Haltung mancher hier teilen.

Geldknappheit ist ein ganz entscheidendes auslösendes Moment - inwieweit man dem Konsumenten hier die alleinige Schuld geben kann. Sicherlich ist dies in unserem Rechtssystem so geregelt aber ich denke es gibt auch sowas wie eine Menschlichkeit, die übergesetzlich ist. Nicht jeder hat die Kraft in unserer Werbe- & Konsumwelt zu wiederstehen. Die Werbeindustrie soll starkes Verlangen auslösen und wenn dies eben auch bei Menchen gelingt, die das Produkt nicht legal beschaffen können. Ich weiss, das ist ziemlich abstrakt aber ich denke (vielleicht an anderer Stelle) Diskussionswürdig. Ich halte jedenfalls nicht viel davon Menschen, die bewusst und wissentlich in eine Konsumsucht beworben werden zu Verurteilen und zu bestrafen weil man es nicht auf die Reihe kriegt wirksame Kopierschutze zu erstellen.

Ich denke neben dem Motiv der Geldknappheit (ein eigentlich eher unentschuldbares) denke ich gibt es noch solche, die ein wenig mehr Verständniss bedürfen. Weltweit parallele Releases sind da eine sehr gute Idee und wenn sie statistisch was bringen erübrigt sich jede Diskussion denke ich. auch darf man nicht vergessen, dass die Kopiererei den Pokemon Effekt haben kann - es geht mitunter nicht so sehr um´s konsumieren als um das Sammeln an sich - eher ein Sammelleidenschaft Suchtproblem und damit zumindest auch medizinisch zu betrachten.

Einer Sache möchte ich mal wehement wiedersprechen - hier wurde die Schadenswirkung gegenüber der Industrie angeprangert. Ich bezweifle stark, dass die Industrie einen erheblichen Schaden erleidet. Ich glaube einfach nicht an das Industriemärchen, ein Raubkopierer wäre ein zahlender Kunde, wenn er nicht kopieren könnte - ich vermute in den meisten Fällen eher ein raubkopierer wäre ein Nicht Konsument ohne Raubkopie. Ganz am Rande gibt es auch Produkte, die qualitativ eine derartige Frecheit sind, dass man das Anbieten zum Vollpreis als Betrug ahnden könnte/sollte. Eine faszinierende Idee wäre ein vorgeschriebener Marktpreis anhand der internationalen durchschnittlichen Bewertung eines Produkts in der Presse - nebenbei auch starker Motivationskick gute Spiele zu basteln.


Unterm Strich kann ich diese Kriminalisierung kaum mehr hören - das fängt bei der falschen Bezeichnung an (es handelt sich nicht um Raub sondern um Diebstahl...hätte jedenfalls nicht von Waffeneinsatz/Gewaltandrohung gehört bei der Erstellung der Kopien) und endet bei diesen fadenschinigen Argumenten wie sehr es alle Welt schädigt. Ich vermute fast, dass wenn man eben Bedenkt wie wenige Raubkopierer überhaupt Originale kaufen könnten und wie viele Arbeitsplätze an der Erstellung von Kopierschutzen hängen das ganze unterm Strich eine Volkswirtschaftlich eher tolle Sache ist.

Es mag viel Wahres zu dem Thema gesagt werden aber ich vermute es gibt auch einige Unwahrheiten. Vielleicht ist es auch Zeit einzusehen, dass die Welt nicht reicher wird und auch die kreativen und IT Berufe ähnlich wie andere studierte Berufe weniger verdienen werden. Vielleicht ist auch ein Künstler weniger Wert in Zeiten von Lohndumping...und man kann und muss eben auch hier mal die Kostenschraube ansetzen. Ich mag es nicht, wenn Leute ohne nachzudenken die Parolen der Industrie nachplappern.

Am Ende glauben die Leute noch, dass die Spielepreise so explodieren wegen den Kopierern...das erklärt natürlich warum unkopierbare PlaystationIII Spiele so unglaublich günstig sind. Und weil sie in UK noch unkopierbarer sind als bei uns kosten sie da nochmals die Hälfte...muss was dran sein.
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organika
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Beitrag von organika »

Ich glaube dass die Spieleindustrie selbst Schuld ist, dass so viele Leute Raubkopien spielen. Klar, es gibt natürlich Leute die prinzipiell jeden Film und jedes Spiel runterladen, weil es für diese einfach nichts an Spielen oder Filmen gibt für das sie tatsächlich Geld ausgeben würden. Manche Leute spielen ja wirklich nur runtergeladene Spiele, ohne auch nur ein Original daheim rumstehen zu haben. Wenn ich das Wort "Raubkopierer" höre, dann denke ich hauptsächlich an solche Leute.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass es durchaus auch Leute gibt die einfach nur versuchen sich gegen die verschiedenen Publisher und deren Geldgier entgegenzustellen, indem sie sagen"Wow, die können das nicht ernst meinen. Dieses Spiel ist so schlecht! Es wäre wohl die größte Geldverschwendung wenn ich dafür Geld gezahlt hätte!". Solche Leute sind meiner Meinung nach anders zu behandeln als Leute die schon aus Prinzip nichts für ein Spiel bezahlen. Denn wer viel spielt und auch die guten Spiele raubkopiert ist meiner Meinung nach schon ein Verbrecher. Das ist wirklich Diebstahl. Aber die, die einfach nur für etwas bezahlen wollen dass durchaus auch einen Wert hat kann ich ein viel größeres Verständnis aufbringen.

Ich glaube deshalb dass die einzelnen Publisher oft selbst Schuld sind weil sie einfach nur aufs Geld abzielen. Klar, es gibt die Gamedesigner mit den großen Visionen und den besten Ideen für Spiele, aber die habe leider nichts zu sagen, denn die einzigen die was zu sagen haben sind die mit dem Geld. Mir kommt dass so ähnlich vor wie mit dem PC-Markt. Wer aus der Sicht der anspruchsvolleren PC-Spieler hier im Forum einen Komplett PC bei Aldi erwirbt hat wohl ein veraltetes Gerät gekauft obwohl es eigentlich neu sein sollte. Anstatt dass man versucht alles zu pushen wird dem Kunden ständig Geld aus der Tasche gezogen für einen PC der nach ein paar Monaten veraltet ist damit man sich wieder einen neuen kaufen muss. Es geht einfach nur ums Geld! Die Spiele werden zu einem Großteil nur grafisch neu aufgewärmt, unfertige Spiele werden auf den Markt gebracht und als ob dass nicht genug wäre weiß man mittlerweile auch schon nicht mehr welchen Magazinen man noch trauen kann und welche noch nicht für gute Wertungen bezahlt werden.

Aber was der Spieleindustrie fehlt ist meiner Meinung nach eigentlich das wichtigste. "Der Wille, dass man Spiele entwickelt die so gut sind dass man es kaum für möglich gehalten hat". So ein Spiel war für mich Ocarina of Time. Ein unpackbar gutes Spiel, bei dem man sich Zeit gelassen hat. Wo der Wille da war, alles und zwar wirklich alles, aus eine Maschine rauszukitzeln. Leider hab ich vergessen wieviel Speicher für Musik in einem NES-Modul vorhanden war, aber ich weiß noch dass es verdammt wenig war. Aber trotzdem boten sowohl Mario und Zelda(und vielleicht auch viele andere) unvergessliche Melodien. Ist natürlich Geschmackssache, aber Twilight Princess bot dass nicht. Obwohl die Technologie(trotz der mittlerweile veralteten Wii Hardware) auf jeden Fall da wäre. Ich glaube ganz einfach dass die Spiele heutzutage viel besser sein könnten, aber komischerweise werden alte Spielideen neu aufgewärmt. Also entweder Spiele sind generell ausgereizt oder es scheitert am Geld und der damit verbundenen Zeit ein Spiel zu entwickeln dass wirklich mal wieder etwas bahnbrechendes bietet.

Ich glaube dass die Leute Dinge gerne kaufen wenn sie es denn wert sind. Jeder einzelne Cent(okay, damals gabs die bei uns noch nicht) war mir Ocarina wert. Und hätte es 300 € gekostet hätte ich es mir auch gekauft wenn ich gewusst hätte wie gut es ist. Aber bei den billigen Spielen heutzutage, die unter Zeitdruck halbfertig herausgeschmissen werden, braucht sich keiner über zu viele Raubkopien wundern!
Opa
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Beitrag von Opa »

"Ich glaube, dass die Spiele heutezutage viel besser sein könnten..."

Ja das trifft einen Teil meiner Kritik genau auf den Punkt. Wenn ich bedenke welche Möglichkeiten die heutige Technik bietet, welch unermessliches kreatives Potential. Kreativität im Design, Gegnerverhalten und im Spielerischen Bereich. Und dann sehe ich mir die Spieleregale an in denen ganze Armada´s von durchschnittlichen Games stehen. Gegnerverhalten wie vor Jahren, Leveldesign wie aus der Feder eines Steuerbeamten. Wenig Mut zu Designversuchen - kaum Ambitionen aus den bisherigen Spielemustern auszubrechen. Einfach nur der neuste Teil von serien mit verbesserter Grafik und mit etwas Glück Gegnern, die sich auch mal ducken oder verstecken. Alle Jubeljahre wieder mal ein Meilenstein - ein kreatives oder zumindest neuartig wirkendes Spiel...doch der Eindruck wird schnell zerstört schwenkt man ins Handheldregal. Da fühlt man sich gleich wieder jung - schließlich kennt man die meisten Titel irgednwie. Port´s sind ja ne feine Sache. Natürlich spielt der Preis eines Spiels eine Rolle - deswegen nehme ich Nintendo vieles in dieser Generation nicht übel...die Wii Preise sind im Vergleich wirklich in Ordnung und wenn man als Qualitätsmaß den reinen Spielspaß nimmt sogar ein schnäppchen teilweise. Ich erwarte aber bei Vollpreisspielen jenseits der fünfzig Euro einfach weitaus mehr als aufgewärmte halbherzige Sequel´s, Port´s und Clone. Da will ich Herzblut sehen, spüren & erleben.

Ich würde das gerne mal getestet wissen so ein System in dem Spiele nur soviel kosten dürfen wie sie bewertet werden. Oder aber wenn wir in Zukunft eh alles per Steam laden müssen Bezahlung pro Level...wenn man nur halb durchzockt halber Preis...die natürliche Strafe für Programmierer, deren Spiele keinen Spaß machen.
Mr.Yeah
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Beitrag von Mr.Yeah »

Die Frage, die Valve mit dieser Aussage in den Raum geworfen hat ist:
Sind Raubkopierer potentielle Kunden?

Meine Antwort: Größtenteils nicht.

Ich kenne einen DS-Besitzer, der kaufte sich nur vereinzelt Spiele für DS. Dann hat er so'n Modul für den Preis eines normalen Spiels (30 - 40 €, genau weiß ich's nicht) gefunden, mit dem man DS-Spiele auf die microSD-Karte kopieren und darüber spielen kann. Jetzt hat er einen Haufen Spiele.
Ich bin mir sicher, dass er niemals all diese Spiele gekauft hätte.

Andersherum muss man aber sagen, dass er immer noch vereinzelt Spiele kauft. Sein Kaufverhalten hat sich kaum verändert. (Nicht zuletzt, weil es noch Hardware dazu gibt wie z.B. bei Guitar Hero.)

Daraus resultiert eine zweite Frage:
Werden ehrliche Käufer zu Raubkopierern, wenn es ihnen einfacher gemacht wird?

Meine Antwort: Größtenteils nicht.

Das beste Beispiel ist wohl Edna bricht aus. Es kommt ohne jeglichen Schutz daher. Ich habe bisher keine Hiobsbotschaften von denen gehört wie: "Wir gehen pleite!", oder: "Nie mehr ein Spiel ohne Kopierschutz!".
Ich denke nicht, dass kein Kopierschutz die Verkaufszahlen verringert oder ein Kopierschutz die Verkaufszahlen erhöht, selbst wenn dieser Kopierschutz unknackbar wäre!
Eher im Gegenteil: Z.B. ein zu heftiger Kopierschutz (siehe Spore) oder keine Demo zum Spiel verringern den Umsatz. Ich werde z.B. Mirror's Edge bestimmt nicht kaufen, bevor ich nicht weiß, wie mein PC-System darauf reagiert, ob die Leistung stimmt.
Und spätestens jetzt zu Zeiten der Installationslimits ist das Ausleihen eines Spiels kein Argument für eine fehlende Demo.
EinfachNurIch
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Beitrag von EinfachNurIch »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:@ EinfachNurIch

Wenn das deine Haltung ist, okay. Aber mir ging es vor allem um Leute, die behaupten, dass Raubkopien auf mangelnde Qualität der Spiele zurückzuführen sind und das ist Unsinn.
Als ich damals mit dem C64 anfing hatte ich ca. 700 Spiele, alle nicht wirklich gekauft. Aber ich habe vielleicht 5 oder 6 davon gespielt, der Rest hab ich mir gar nicht erst angeschaut. Das hatte einfach was damit zu tun, daß man damals richtige Partys gemacht hat und Spiele kopiert hat. Das war einfach Sammlerei, gespielt hat die keiner wirklich. War ja auch viel Mist dabei.

Damals wurde wirklich alles kopiert was irgendwie erreichbar war. Heute ist das wesentlich anders. Ich kenne niemand aus meinem Bekanntenkreis der sich Spiele herunterlädt. Einfach deswegen, weil wir alle älter sind, Geld verdienen und ich nicht mehr jeden crap haben muss.

Aber es ist eine Tatsache, daß die "Raubmörderkopierer" in der Regel als Kunde sowieso ausfallen, weil sie sich das Spiel doch nicht gekauft hätten. Es entsteht also nicht wirklich ein Schaden, es spielen nur Leute das Spiel das sie nicht gekauft haben und der Publisher kann sich darüber ärgern aber er verliert dadurch nicht wirklich was. Es fehlt einfach jeder Nachweis, daß "Raubmörderkopieen" tatsächlich den Umsatz in relevanter Weise beeinträchtigen. Und wenn ich mir anschaue, was heute teilweise für ein Mist auf den Markt geschmissen wird, dann muss ich auch sagen, bringt mal bitte wieder was gescheites und ein fehlerfreies Spiel auf den Markt. Aber solange Gurken wie CoD oder irgendwelche sonstigen Einheitsshooter mit toller Präsentation und geringer Spielzeit auf den Markt kommen braucht sich doch niemand wirklich zu wundern.

Und noch ein Wort zu Steam. Ich mag den crap nicht. Ich habe meinem Schwiegersohn die Orange Box gekauft, HL2 installiert, Konto eingerichtet und niemand hat einem gesagt wie man bitteschön ohne Internetverbindung spielen kann. Sorry, ich kenne mich zwar mit dem PC gut aus, aber was solche Sachen wie Onlinespiele und -registrierung betrifft, bin ich absoluter Noob. Ein paar Wochen später ruft mit mein Schwiegersohn an, weil er HL2 nicht mehr spielen kann, da die Steamserver nicht funktioniert haben. Klasse das. Ich weiss zwar jetzt daß man das Konto offline betreiben kann und man dann keine Internetverbindung braucht, aber das ist jetzt auch egal, weil ich mir mit Sicherheit nichts mehr von Steam besorge.
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S3bish
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Beitrag von S3bish »

Jaa...neee...ist klar!!!^^
Die sollen erstmal die Preise in Europa anpassen, als dass sie 1:1 die US-Preise in den Store übernehmen!!! Laughing
Und bis die Spiele gute Qualität, lange Spielzeiten und die gleichen Preise, wie in Amerika haben, danke an die Ostblockstaaten.
Spiele, wie Diablo 3 klauen die Wenigsten, weil sie wissen, dass es ein tolles Spiel für lange Zeit ist und trotzdem ruckelfrei (und überhaupt) läuft.
Ne, EA und Rockstar?!
Shedao
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Beitrag von Shedao »

Unfug

Starcraft und Diablo2 gehören zu den meist kopierten Spielen aller Zeiten.
Bei Starcraft war es sogar so krass, dass mehr Lösungsbücher verkauft wurden als Spiele.....Wie viele Leute kaufen sich wohl so ein Lösungsbuch? Ich glaube kaum, dass der Anteil an Spielern die sich nen Strategiebuch kaufen im zweistelligen Prozentbereich ist...

Selbst wenn man annimmt, dass ganze 10% der Starcraft Spieler sich son ding gekauft haben und dass genauso viele Bücher wie Spiele verkauft wurden, würde das bedeuten das 90% aller Spieler mit ner "Raubkopie" gezockt haben


Ich denke, dass ein typischer "Raubkopierer" auch gute Spiele kopiert und ein typischer "Originale Zocker" schlechte Spiele einfach Links liegen lännst.

Es gibt warscheinlich nen gewisses Verhätniss zwischen Raubkopie vs Originale,das variiert natürlich jeh nach Zielgruppe, Kaufpreis, Kopierschutz und anderen Faktoren, aber die Qualität spielt da eine eher untergeordnete Rolle.
Vermutlich wird das Verhälnis kleiner, je größer die Verkaufszahlen sind aber im Großen und Ganzen kann man vermutlich sagen, dass ein beliebtes Spiel auch bei Raubkopierern beliebt ist.

Grade wenn man sich mal in den Foren umschaut, wie oft man auf Leute trifft, die ganz offen sagen, dass sie der Meinung sind, damit niemandem zu schaden.
Für so Leute gibts doch auch kaum einen Grund sich nen gutes Spiel nicht auch zu kopieren....es schadet doch keinem...
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

100% agree @ Shedao

jeder behauptet immer, dass Raupkopierer keine potentiellen Käufer sind...

ich behaupte: schwachfug!

allein die Prioritätensetzung ändert sich...

kann ich ein Spiel ohne großen Aufwand illegal, bzw. kostenlos erwerben, so tu ich dies auch! Ist der Aufwand zu groß, dann lass ich es, oder bin evlt sogar bereit etwas Geld dafür zu zahlen...

nehmen wir mal als Beispiel Musik
(ich sprech da von mir) wenn ich einen song höre den ich haben will und den im Netz nicht finde oder nicht in der Qualität die ich mir wünsche, dann geb ich halt den einen € bei iTunes aus...

wenn Starcraft nicht so super leicht zu kopieren gewesen wäre, dann hätten sicherlich auhc mehr Leute das Spiel gekauft und eben an einem Wochenende mal keine Party gemacht...

so einfach ist es doch.... das Geld was man beim zocken sparen kann wird dann halt versoffen oder sonstwas...

sicher ist nicht jede Raubkopie ein Kauf...
vor allem bei Qualitativ minderwertigen Titeln, welche nur gespielt werden, weil sie halt "für lau" hergingen...

aber ein GTA, ein Diablo, ein Half Life usw. usf. bei denen bin ich mir sicher, dass ein Großteil der Raubkopierer auch potentielle Käufer wären...

und jetzt kommt nicht immer mit "zahlen" hier und "Quellen" da..... ihr habt selber keine.... und zu glauben, dass jeder Raubkopierer sich nichts kaufen würde ist einfach Bullshit... sry...

wissenschaftlich könnte man zusammenfassen, dass ein Raubkopierer dann zum Käufer wird, wenn die Opportunitätskosten der Raubkopie höher sind, als die des Originals....

was einfach viel viel zu selten der Fall ist....
Termix
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Beitrag von Termix »

Die meisten sagen hier immer wieder dasselbe, naemlich "Ich tu doch keinem damit weh, wenn ichs nur privat mache, ausserdem kaufe ich 1 von 10 Spielen ja auch", wenn ich privat nen Stacheldrahtzaun vor die Kindergartentür spanne tue ich sicherlich auch keinem weh, denn es zaehlt ja die Absicht, ich wollte ja nur mal gucken, ob was passiert.
Das die Qualität der Spiele massiv abnimmt, je weniger die Entwickler einnehmen scheint den meisten nicht bewusst zu sein, aber das ist nicht alles, die Spiele werden auch kürzer und teuerer, wir sind nun in einer Zeit angelangt wo ein Spiel für den PC 50 Euro kostet und 5 Stunden Spielzeit bietet, das liegt über dem stündlichen Kinopreis und das hingegen kostet mittlerweile fast so viel wie der Film nach Veröffentlichung auf DVD.
Mich würde es ehrlich gesagt auch nicht wundern, wenn die meisten hier noch nicht mal strafmündig sind.

Für mich gibt es in Bezug auf Spiele nicht schöneres als in einen Laden zu gehen, es mir zu nehmen, es zu kaufen, es auszupacken, es zu installieren und dann irgendwann wenn ich die Zeit hab mal zu spielen.
Zudem sind Spiele auch recht dekorativ meiner Ansicht nach.

Edit : @Zierfish
http://www.computerbase.de/news/softwar ... er-anzahl/

Selbst bei Onlinespielen mit weit über 100 Stunden Spielzeit gibt es immer mehr Raubkopierer, hoffe das reicht dir als "Quellenbeispiel" hab sonst noch etliche mehr ;)

Über den Video Game Crash rede ich mal lieber nicht, klar damals wars noch nen etwas anderer Grund, aber wer sagt, dass sowas nicht wieder passieren kann ;)
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

hast du denn auch eine quelle, die nicht von der industrie genannt wird und auch mal konkrete zahlen liefert? gerade was pc zahlen angeht übertreiben die nämlich gerne.

außerdem das mit dem videospiel crash wird es in der dimension so nicht wieder geben. es gibt immer noch mehr als genug ehrliche käufer um weiterhin budgets für gute spiele zu haben. es braucht kein spiel das mehr als 20 mio kostet. die meisten von denen sind entweder müll oder durchschnittlich. bei gta4 sollte eigentlich jeder gemerkt haben, daß große investitionen keine relation zum spielspaß sind.

von daher ist es nicht unbedingt immer was falsches, wenn bedürftige raubkopieren, denn dann muss sich die industrie bessere mittel einfallen lassen um diese zum kauf zu bewegen, z.b. durch innovationen (was ja manchmal auch passiert).
also ich finde bei einem so innovationslosen spiel wie cod4 muss sicher niemand darauf stolz sein, wenn er es original besitzt. :)
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

ich wollte im übrigen nicht sagen, dass ich jeden Raubkopierer verteufel... jemand, der wirklich wenig Geld hat und im Monat vllt ein Budget von 20€ fürs zocken... (sowas soll es ja vor allem in jüngeren Semestern geben ;)) dann mache ich da niemandem einen vorwurf, wenn er sich ein Spiel zieht!!

Nur gibt es eben auch genug wohlhabende Leute, denen das Unrechtsbewusstsein komplett abhanden gekommen ist...

ich denke da nur an die Tochter eines ehemaligen Vorstandes einer sehr sehr sehr großen Deutschen Firma...

Geld wie Heu, aber für nen Track bei iTunes nen Euro zu berappen... NIE

OMG
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Beitrag von TNT.Achtung! »

das mit itunes ist ja auch noch ne ganz andere sache. musik wird häufig von reichen leuten gemacht, vorallem die, die bei itunes vertrieben wird. da verdienen dann nur 2 leute wirklich dran: der musikproduzent und steve jobs. von daher kauf ich da schon aus prinzip keine musik, selbst wenn ich en öl-scheich wäre. aber ich persönlich weiß auch garnicht, was für musik ich da überhaupt kaufen sollte.

bei videospielen ist das immer noch etwas anderes. da stecken viel mehr menschen hinter, die das produzieren. klar die großen geschäftsleute und manager dürften mit millionen bezügen leben, aber die schaffenden kräfte kriegen immer einen fairen teil vom kuchen ab, ohne das sie wirklich zuviel verdienen würden wie plattenbosse, popschlampen, regiesseure oder schauspieler.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

aber selbst wenn du sagst, dass Musik und Filmbranche von den Gehältern was anderes sind und sich die Kohle anders verteilt....

das ist aber nicht der ausschlaggebende Grund für den Otto-Normal-Verbraucher

für den ist das alles gleich... und auf deinen Kritikpunkt wollte ich ja gar nicht wirklich hinaus, sondern nur darauf, dass das Unrechtsbewusstsein auch bei Leuten fehlt, die es sich LEICHT leisten könnten!