Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

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NewRaven
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von NewRaven »

sphinx2k hat geschrieben: 05.04.2017 09:32 Vor allem ist er auch weiterhin Journalist weiterhin. Die Artikel die er schreibt sind nun wirklich nicht schlecht, egal ob man jetzt mit einer Meinung übereinstimmt oder nicht. http://www.thejimquisition.com/
Jim Sterling jetzt auf einen reinen Youtuber runter zu brechen wäre etwas Platt.

Bei z.B. Totalbiscuit schaue ich mir aktuell keine Videos von Spielen an. Das fand ich schon immer am uninteressantesten. Interessant finde ich wenn er seine fundierte Meinung zu einem Thema abgibt. Das frühere Format Mailbox, jetzt Content Patch oder auch ein Podcast finde ich da viel interessanter. Insgesamt ist es ja Gesunderheitsbedingt erheblich weniger geworden.
Aber auch da, ich finde einige Themen wo ich seine Meinung für schlicht falsch halte, aber weil es es eben so fundiert darstellt warum er so denkt, ist es für mich trotzdem interessant.
Ist bei mir genau andersrum. Sterling höre ich mir - auch weil ich seine Stimme nicht sonderlich mag - nur bei irgendwelchen Kontroversen an oder wenn er über ein allgemeines Thema spricht, dass mich interessiert. Sobald es aber an normale Game-Diskussionen geht, flucht er mir auch oft schlicht zu viel. Als AVGN-Fan weiß ich, dass sowas natürlich toll sein kann - aber nee, bei Sterling passt mir das nicht. Alles was er letztlich schreibt, liest sich aber meist gut und auch schlüssig.

Bain hingegen kann ich in der Tat stundenlang zuhören. Der vertritt besonders bei den "WTF is..."-Episoden zwar auch selten meine Meinung, weil er eine ganz anderer Art Gamer ist und deshalb andere Dinge als "wichtig" oder "unwichtig" einstuft als ich es tue, aber letztlich gibt er dennoch einen guten Überblick, was einen spielerisch erwartet und geht auch für meine Bedürfnisse völlig ausreichend auf die Technik ein. Würde es zu jedem Spiel ein "WTF is..."geben, bräuchte ich keinerlei andere Medien bei Games mehr. Denn letztlich geben Dinge wie eben diese Videos oder auch Reviews hier auch 4Players oder sonstwo mir immer nur den letzten Schubbs in eine Richtung - entweder "okay, kuck ich mir jetzt selbst an" oder "okay, lass ich sein". Ein Spiel das mich kein bisschen interessiert, kann mir weder ein 95% Game mit 8-Seiten-Test hier auf 4Players schmackhaft machen, noch ein zynischer Brite. Genauso wie sie mir kein Spiel madig machen können, wenn ich mich innerlich schon dazu entschieden habe. Wenn ich aber - und das kommt zum Glück nicht sooo oft vor - auf der Kippe stehe, sind solche Dinge gern gesehen. Meist dienen sie aber nur als grober Überblick, der erschreckend wenig direkten Einfluss auf mich oder mein Kaufverhalten hat.
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Kajetan
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von Kajetan »

NewRaven hat geschrieben: 05.04.2017 09:45 Bain hingegen kann ich in der Tat stundenlang zuhören.
Was unter anderem an seiner fast perfekten "Radiostimme" liegt.
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NewRaven
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von NewRaven »

Kajetan hat geschrieben: 05.04.2017 09:51 Was unter anderem an seiner fast perfekten "Radiostimme" liegt.
Das ist mir vorher nie so bewusst aufgefallen, nur, dass sich seine Stimme im Laufe der Jahre doch recht deutlich verändert hat - sicher auch ein bisschen gesundheitsbedingt und durch moderneres Equipment, aber jetzt wo du es sagst: stimmt. Der könnte in der Tat, so wie er mittlerweile klingt, auch super als typischer Radiomoderator durchgehen.
GayMasterGollum2017
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von GayMasterGollum2017 »

NewRaven hat geschrieben: 05.04.2017 09:14
GayMasterGollum2017 hat geschrieben: 05.04.2017 07:17 Wieso schmeißt Valve nicht einfach alle Spiele die eine schlechte Durchschnittsbewertung (unter 50%) haben aus dem Store raus.

Mir geht es sowieso auf die Nüsse das Jeder dort seinen Rotz anbieten kann. Besonders bei Indie-und EarlyAccess-Spielen kann man locker 70% wieder rausschmeissen.

Von den über 14,000 Spielen auf Steam kann man ruhig die Hälfte aussortieren. Dadurch wird Steam wieder viel übersichtlicher.

Da gibt es soviele Spiele entweder/schlecht und/oder kaum gekauft werden. An diesen Spielen verdient Valve sowieso nichts.

Valve braucht eine strenge Qualitätskontrolle.

Spiele bei denen man schon sieht das sie absoluter Rotz sind sollten erst gar nicht in den Steam-Store aufgenommen.

Spiele die es durch diese erste Instanz geschafft haben bekommen eine Probezeit von 6-12 Monaten. Verkauft sich das Spiel in dieser Zeit nicht besonders gut und/oder wird von den Usern als schlecht (unter 50%) eingestuft wird es wieder aus den Store geschmissen.
Wenn ein Spiel zwar als gut eingestuft wird sich aber nicht verkauft soll als Geheimtipp im Steam-Store platziert werden. Verkauft es sich trotzdem nicht wird es ganz aus dem Store rausgeschmissen.

Desweiteren gehört das Bewertungssystem überarbeitet. Statt nur stumpf einen Like- bzw. Dislikebutton zu drücken wie bei Facebook oder Youtube sollte man das Bewertungssystem von Metacritic übernehmen wo die User 0-10 Punkte vergeben können.
Das ist viel aussagekräftiger.
Weil es wohl die dümmste Entscheidung überhaupt wäre, den Usern allein die Macht darüber zu geben, was im Store bleiben darf und was nicht - dazu geht es bei Bewertungen mittlerweile viel zu selten um das eigentliche Produkt, sondern um Politik, Druck oder auch einfach nur Getrolle. Ich möchte bitte noch selbst die Wahl haben, was ich spiele und diese Entscheidung nicht allein 4Chan, irgendwelchen PC-Masterrace-Trollen oder DAUs, die nicht einmal Systemanforderungen lesen können, überlassen. Oder der Anti-Denuvo-Fraktion. Oder den JRPG-Hassern. Den 21:9 Ultra-Widescreen-Fanatikern. Den Port-Hassern. Denen, die einfach einen bestimmten Publisher nicht mögen. Denen, denen eine bestimmte Nase beim Entwickler nicht gefällt. Denen, die wegen Cheatern im Multiplayer schlecht bewerten, während ich nur am Singleplayer-Modus interessiert bin. Die Durchschnittswertung auf Steam ist mittlerweile für sich allein genommen ungefähr so viel wert wie benutztes Toilettenpapier. Die meisten Reviews haben übrigens auch genauso viel brauchbaren Inhalt...

Und das binäre Wertungssystem sollte in der Tat überarbeitet werden, aber ganz sicher nicht mit einer Wertungsskala - schon allein deshalb, weil die meisten Menschen (und die Medien sind daran nicht ganz unschuldig) zu dämlich sind, eine solche Wertung überhaupt richtig zu interpretieren. Dann landen wir nämlich irgendwann auch dort in dem Bereich, wo alles unter 80% einfach als Schrott abgetan wird, wie es bei normalen Games-Reviews bereits oft der Fall ist. Das binäre System ist schon in der Tat richtig, allerdings gibt es ein paar Produkte, wo man eben kein klares "ja" oder "nein" geben kann, sondern wo es immer ein "ja, wenn" oder "nein, wenn" wäre. Insofern wäre ich durchaus für den "Daumen zur Seite"... aber bitte keine Nummernskala. Einige Online-Medien haben sich ja nicht grundlos von diesem System distanziert, im Regelfall ist es nämlich genau das Gegenteil: weit weniger aussagekräftig. Ein "ja, dieser Mensch empfiehlt mir dieses Spiel" ist halt nun einmal viel klarer als ein "dieser Mensch gibt dem Spiel 7 von 10 Punkten". Letzteres ist differenzierter, wenn man es richtig versteht, ja - aber das ist halt meist nicht der Fall. Die Aussagekraft ist aber klar bei Ersterem höher.

Und zuletzt: Wenn ein Store nur dadurch übersichtlicher wird, dass man das Angebot künstlich reduziert, dann ist das eigentlich die Bankrotterklärung für den Betreiber. Ein künstlich reduziertes Angebot ist NIEMALS eine gute Idee. Auch das mieseste Game sollte für jemand, der daran Interesse hat, erhältlich sein. Es sollte nur nicht im Sichtfeld der Masse, die vermutlich daran kein Interesse hat, auftauchen. Und genau das ist ja Steams Ansatz. Alles, was wirklich Fake/Scam ist, raus oder es komplett unprofitabel machen. Alles was einfach nur "schlecht" ist, verstecken. Find ich grundsätzlich gut, nur daran, dass ihnen das gelingt hab ich meine Zweifel. Aber - nicht böse sein - egal wie sie die Pläne, die sie gegenüber Jim, John und Jenna geäußert haben, dann letztlich umsetzen - sie klingen alle weit besser als deine Ideen hier :)
Du scheinst eine Kleinigkeit übersehen zu haben. Man kann das Spiel nur bewerten wenn man es sich vorher gekauft hat. Wieviele Leute kaufen sich ein Spiel nur um es dann zu disliken. Die achten wie alle anderen Spieler auch auf ihre Geldbörse. Und bisher habe ich nicht den Eindruck bekommen das bei Steam ein massenhafter Missbrauch der Kommentarfunktion vor sich geht. Die Gruppen die du aufgezählt hast sind winzige Rand-Gruppen deren Meinung kaum ins Gewicht fallen. Du schreibst als ob Spieler so wären. Nein die von dir aufgezählten Gruppen stellen maximal 5% der Spielerschaft.

Desweiteren ist ein Vergabe von 0-10 Punkten sehr viel aussagekräftiger. Dieses dämliche Like und Dislike ist vielleicht für Social-Media wie Twitter und Facebook ausreichend aber bei Produkten wollen die Kunden lieber ein etwas ausgefeilteres Bewertungssystem haben damit sie genau wissen woran sie sind. Nicht umsonst kannst du bei Amazon und anderen Verkaufsplattformen oftmals 1-5 Sterne vergeben. Oder bei Metacritic 0-10 Punkte. Selbst GoG.com/GoG-Galaxy hat ein Sterne-Bewertungssystem.
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NewRaven
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von NewRaven »

GayMasterGollum2017 hat geschrieben: 05.04.2017 10:43 Du scheinst eine Kleinigkeit übersehen zu haben. Man kann das Spiel nur bewerten wenn man es sich vorher gekauft hat. Wieviele Leute kaufen sich ein Spiel nur um es dann zu disliken. Die achten wie alle anderen Spieler auch auf ihre Geldbörse. Und bisher habe ich nicht den Eindruck bekommen das bei Steam ein massenhafter Missbrauch der Kommentarfunktion vor sich geht. Die Gruppen die du aufgezählt hast sind winzige Rand-Gruppen deren Meinung kaum ins Gewicht fallen. Du schreibst als ob Spieler so wären. Nein die von dir aufgezählten Gruppen stellen maximal 5% der Spielerschaft.

Desweiteren ist ein Vergabe von 0-10 Punkten sehr viel aussagekräftiger. Dieses dämliche Like und Dislike ist vielleicht für Social-Media wie Twitter und Facebook ausreichend aber bei Produkten wollen die Kunden lieber ein etwas ausgefeilteres Bewertungssystem haben damit sie genau wissen woran sie sind. Nicht umsonst kannst du bei Amazon und anderen Verkaufsplattformen oftmals 1-5 Sterne vergeben. Oder bei Metacritic 0-10 Punkte. Selbst GoG.com/GoG-Galaxy hat ein Sterne-Bewertungssystem.
Da die Bewertungen auch stehen bleiben, wenn du das Spiel im Rahmen der Refunds umtauschst: weit mehr als du denkst. Genauer gesagt findest du den Hinweis darauf sogar in vielen solchen Reviews. Du unterschätzt die Trolle. Und auch deren Menge - und zwar ganz erheblich. Und die der DAUs sowieso.

Und nicht umsonst schafft beispielsweise Netflix die Sternbewertung ab und setzt künftig auch auf ein binäres System. Du kannst gern glauben, dass ein "ja" oder "nein" weniger aussagekräftig ist, als ein "7/10", dadurch wird es aber leider nicht wahrer. Insbesondere dann nicht, wenn das eigentliche Review bei dem ja/nein aus 3000 Worten mit richtigem Inhalt besteht, der 7/10 Mensch aber nur schreibt "cooles Game", dann hast du nämlich Null Relation, auf was sich diese 7/10 Punkten überhaupt beziehen.
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Sir Richfield
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von Sir Richfield »

sphinx2k hat geschrieben: 05.04.2017 09:32Aber auch da, ich finde einige Themen wo ich seine Meinung für schlicht falsch halte, aber weil es es eben so fundiert darstellt warum er so denkt, ist es für mich trotzdem interessant.
Da trennt sich halt auf beiden Seiten die Spreu vom Weizen.

Bains Meinung kann nicht die eigene sein, aber sie ist immer wohlbegründet und damit im Rahmen nachvollziehbar.
Deswegen kann ein aufgeklärter Zuhörer halt komplett anderer Meinung sein, diese aber wenigstens mit Argumenten, bzw. Erläuterungen des Standpunktes "angegriffen" finden und sie überdenken.
Was am Ende dabei rauskommt, ist egal, es geht einfach nur darum, dass man mal überlegt.

Bei Sterling muss ich zugeben, dass ich nur die Jimquisition gucke. Und da jetzt keine tiefschürfenden Infos draus ziehe, sondern einfach nur mal eine andere Stimme aus "dem business" hören will.

Spannend fand ich, wenn wir schon über die beiden sprechen, dass Jim und John anderer Meinung sind, was bezahlbare Freischaltfeatures betrifft. (Versuch mal einer "Paid unlockable content" so zu übersetzen, dass man nicht drüber stolpert).
Speziell am Beispiel Overwatch.
Da gab es mehrere Videos, in denen die auch aufeinander eingingen.
Beide legen in epischer Breite dar, wie sie denken und ich als Zuhörer habe dann die Wahl, ob ich einer Argumentation folge, von beiden etwas nehme oder das komplett ignoriere. ;)
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von CritsJumper »

sphinx2k hat geschrieben: 05.04.2017 09:32
Vor allem ist er auch weiterhin Journalist weiterhin. Die Artikel die er schreibt sind nun wirklich nicht schlecht, egal ob man jetzt mit einer Meinung übereinstimmt oder nicht. http://www.thejimquisition.com/
Jim Sterling jetzt auf einen reinen Youtuber runter zu brechen wäre etwas Platt.
Oh danke, ich wusste gar nicht das er auch einen Blog hat und schreiben kann. Sein Persona 5 Review schaut auch brauchbar aus. Das von dem kleinen grünen Drachen wirkt eher seltsam..

@Richfield
"Paid unlockable content" -> "Käuflich erworbener Zusatzinhalt"?

Oder ist damit gemeint das man den zuerst Kaufen und dann noch Freispielen? Dann ist es aber nichts anders als normaler Inhalt, der muss ja auch immer erspielt werden und bezahlt hat man für das Spiel ja auch. Was fehlt ist halt ein Cheat-Zugang.
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Sir Richfield
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von Sir Richfield »

Was ich meine ist Zeug, das man entweder durch (viel) Spielen freischalten kann - oder gegen (extra) Geld.
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von thegucky »

"Paid unlockable content"

Käuflich freischaltbarer Inhalt. 1 zu 1 übersetzt.

Oder umgangssprachlich DLC.

Dann gibt es noch die Shortcuts. Also Inhalt den man auch ohne Einsatz von Echtgeld freischalten kann.
League of Legends z.B. hat beides. Skins sind DLC und bei den Champs gibts Shortcuts.
Natürlich gibt es noch Unterkategorien, aber im Grunde lässt sich alles in DLC oder Shortcut einsortieren.
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von GayMasterGollum2017 »

NewRaven hat geschrieben: 05.04.2017 10:56
GayMasterGollum2017 hat geschrieben: 05.04.2017 10:43 Du scheinst eine Kleinigkeit übersehen zu haben. Man kann das Spiel nur bewerten wenn man es sich vorher gekauft hat. Wieviele Leute kaufen sich ein Spiel nur um es dann zu disliken. Die achten wie alle anderen Spieler auch auf ihre Geldbörse. Und bisher habe ich nicht den Eindruck bekommen das bei Steam ein massenhafter Missbrauch der Kommentarfunktion vor sich geht. Die Gruppen die du aufgezählt hast sind winzige Rand-Gruppen deren Meinung kaum ins Gewicht fallen. Du schreibst als ob Spieler so wären. Nein die von dir aufgezählten Gruppen stellen maximal 5% der Spielerschaft.

Desweiteren ist ein Vergabe von 0-10 Punkten sehr viel aussagekräftiger. Dieses dämliche Like und Dislike ist vielleicht für Social-Media wie Twitter und Facebook ausreichend aber bei Produkten wollen die Kunden lieber ein etwas ausgefeilteres Bewertungssystem haben damit sie genau wissen woran sie sind. Nicht umsonst kannst du bei Amazon und anderen Verkaufsplattformen oftmals 1-5 Sterne vergeben. Oder bei Metacritic 0-10 Punkte. Selbst GoG.com/GoG-Galaxy hat ein Sterne-Bewertungssystem.
Da die Bewertungen auch stehen bleiben, wenn du das Spiel im Rahmen der Refunds umtauschst: weit mehr als du denkst. Genauer gesagt findest du den Hinweis darauf sogar in vielen solchen Reviews. Du unterschätzt die Trolle. Und auch deren Menge - und zwar ganz erheblich. Und die der DAUs sowieso.

Und nicht umsonst schafft beispielsweise Netflix die Sternbewertung ab und setzt künftig auch auf ein binäres System. Du kannst gern glauben, dass ein "ja" oder "nein" weniger aussagekräftig ist, als ein "7/10", dadurch wird es aber leider nicht wahrer. Insbesondere dann nicht, wenn das eigentliche Review bei dem ja/nein aus 3000 Worten mit richtigem Inhalt besteht, der 7/10 Mensch aber nur schreibt "cooles Game", dann hast du nämlich Null Relation, auf was sich diese 7/10 Punkten überhaupt beziehen.
Dann führt man eben ein das eine Bewertung mindestens 500 Zeichen haben muss. Dazu könnte man einführen das man ein Spiel mindestens 3 Stunden gezockt haben muss um eine Bewertung abzugeben. Soweit ich weiß gilt das Rückgaberecht nur für Spiele die weniger als 2 Stunden gespielt wurden. Oder irre ich mich? Das heißt der Troll kann entweder das Spiel nach weniger als 2 Stunden zurückgeben oder er entscheidet sich das Game zu behalten und seine Troll-Bewertung abzugeben. Im zweiten Fall müsste er also um seine Troll-Bewertung zu schreiben quasi Geld dafür ausgeben. Das würden aber nur die wenigsten machen. Auch die achten auf ihre Geldbörse. Desweiteren ist mir nirgends aufgefallen dass es bei Steam irgendwelche verfeindeten Gruppierungen gibt. Du redest wahrscheinlich von der Call of Duty und Battlefield-Connection. Die toben sich auf anderen Plattformen aus.

Die Leute die Troll-Reviews schreiben sind bei Steam nur eine kleine unbedeutende Minderheit. Bei DAUs musste ich erstmal googln um überhaupt rauszufinden was oder wer das ist. Ja es gibt dumme User, stockdumme User, dümmer als ein Meter Feldweg aber auch die sind nur eine Minderheit. Wenn du wirklich alle zusammenziehst Hacker, Trolle, DAUs ect. kommt man so auf 10-15% der User. DAUs hast du recht, da gibt wirklich ein paar mehr. So um die 5-10%. Die Restlichen Gruppen machen so 5% zusammen. Das ist zwar schon ordentlich aber noch keine ernsthafte Bedrohung.
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Sir Richfield
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von Sir Richfield »

thegucky hat geschrieben: 06.04.2017 01:34 "Paid unlockable content"
Käuflich freischaltbarer Inhalt. 1 zu 1 übersetzt.
Danke, das trifft es genau genug.
Ich blieb irgendwie bei kaufbarer freischaltbarer Inhalt und fand das eine furchtbare Sammlung von Wörtern und wollte aus $Gründen kauf- und freischaltbarer draus machen und gab auf.
Oder umgangssprachlich DLC.
Ja nein ja.
Was ich meinte waren die "Shortcuts". Was ich, nebenbei, für das beste Wort halte.

Inzwischen verschwimmt da ja einiges, weil einige Spiele halt später noch mehr Zeug zum "Abkürzen" per "Patch" hinzufügen.

Hat der Kunde halt so akzeptiert, will mir scheinen.
Mein Problem damit ist, dass ich aus einer Generation komme, die es gewohnt ist, halt bei Tony Hawk solange zu spielen, bis man das Spiderman Skin verdient hat.
Würde ich heute, mit deutlich weniger Zeit zum Spielen, auch noch machen - wenn mich das Spiel entsprechend interessiert.
Ich würde, sollten sie es einbauen, bei D3 nicht die Flügel kaufen, die man durch die Set Dungeons bekommt. Da die Set Dungeons furchtbar sind, lebe ich einfach damit, dass mein Charakter diese Flügel niemals trägt. Würde eh keinem auffallen, weil ich hauptsächlich SP spiele.
Aus dem Grund rolle ich zwar mit den Augen und äußere meinen grundsätzlichen Unmut über die Art und Weise, in der Publisher noch mehr Geld aus ihren Spielen pressen wollen (Denn sind wir mal ehrlich, das ist leicht verdientes Geld), aber wenn die Leute das Geld haben, dann sollen sie. Ich kann und will da keinen aufhalten.
Gibt genug Spiele, auch für mich, auf sowas komplett verzichten zu können.
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Kajetan
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Re: Steam: Youtuber erläutern Valves geplante Änderungen zum Schutz vor schlechten "Fake Games"

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: 06.04.2017 08:37 Mein Problem damit ist, dass ich aus einer Generation komme, die es gewohnt ist, halt bei Tony Hawk solange zu spielen, bis man das Spiderman Skin verdient hat.
Würde ich heute, mit deutlich weniger Zeit zum Spielen, auch noch machen - wenn mich das Spiel entsprechend interessiert.
Du. Ich. Andere nicht. Deswegen sind die besten Kunden für diese Art von Content ja nicht die viel geschmähte jüngere Generation, sondern alte Säcke wie wir, die angesichts stetig schrumpfender Freizeit und Rumgenerve im Job und in der Familie einfach keinen Bock mehr auf "Gegrinde" haben, sondern SOFORT ans Ziel kommen wollen. Mein Kollege hat stattliche Summen in dieses Android-StarWars-Spiel (Galaxy of Heroes) gesteckt, weil er keine Lust auf wochenlanges Grinden hatte, um vorne mitspielen zu können. Stattliche Summen, die ihm als selbst Familienvater mit zwei Kinners und als Alleinverdiener nicht weh tun, weil er einfach über genug frei verfügbare Kaufkraft verfügt.

DAS sind die Kunden, welche Freemium- und Pay2Play-Anbieter anzapfen wollen. Nicht die Kids, die zwar im Geldausgeben vollkommen willenlos sind, die aber in der Regel nicht über genug Kaufkraft verfügen.