Wer im Rollstuhl sitzt kann in VR laufen, in AR nicht.
Und im Hollodeck ist eben nicht alles virtuell, das Wasser zum Beispiel ist echt. Das lernen wir direkt in der ersten ST TNG Folge.
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Mal abwarten. Dieses Prinzip funktioniert auch umgekehrt. So manche Technologie lässt schon weitaus länger auf sich warten als es die SciFi-Propheten vorhergesagt haben. Eventuell ist so manch kühne Idee auch schlicht und einfach unmöglich zu realisieren. Aber selbst wenn es in 20-30 Jahren schon Matrix VR geben sollte, so bleibt dennoch ungewiss ob dies für jedermann erschwinglich ist. Du siehst die VR-Brillen sind auch schon ein recht teures Vergnügen.Balmung hat geschrieben:Wer weiß, es braucht nur ein Durchbruch in der Gehirnforschung und dann wäre gar nicht mehr so viel nötig echtes VR zu entwickeln. Das kann in 20-30 Jahren lässig möglich sein. 20-30 Jahre zurück hätten viele auch nicht geglaubt was wir heute so alles haben. Mobile kleine vernetzte Computer in der Hosentasche mit einer vielfachen Rechenleistung damaliger Computer. Für uns völlig normal, damals noch pures SciFi.
Das ist wahrlich ein Fortschritt, aber für mich geht das in die falsche Richtung. Ein Videospiel sollte uns ermöglichen Großes mit minimalsten Bewegungsaufwand zu schaffen. So ein Laufstall ist nicht nur ein recht sperriges Gerät, dessen Benutzung erschöpft auch zu schnell, um es stundenlang benutzen zu können.Liesel Weppen hat geschrieben:VR entkoppelt soweit derzeit technisch möglich alle Sinne von der Realität, du siehst durch die Brille in deinem kompletten Sichtfeld nur noch die virtuelle Welt, du hörst sie, du interagierst direkt indem deine Kopfbewegungen, Körperbewegungen und Handbewegungen direkt erfasst und umgesetzt werden.
Natürlich gibts noch keine Beschleunigung, oder du kannst keinen freien Fall fühlen, aber selbst dafür gibts schon Sachen, wie den VR-Laufstall, oder Sitze die sich pneumatisch/hydraulisch bewegen und so solche äusseren Einflüsse simulieren.
Das ist deine Ansicht und die kann ich durchaus verstehen, ich sehe das sogar ähnlich. Mich hat das rumgehampel bei der Wii schon genervt. Mal kurz eine Runde Wii Sports, ok, aber nach 15-20 Minuten reichts dann halt auch schon wieder.Lebensmittelspekulant hat geschrieben: Das ist wahrlich ein Fortschritt, aber für mich geht das in die falsche Richtung. Ein Videospiel sollte uns ermöglichen Großes mit minimalsten Bewegungsaufwand zu schaffen. So ein Laufstall ist nicht nur ein recht sperriges Gerät, dessen Benutzung erschöpft auch zu schnell, um es stundenlang benutzen zu können.
Also mal ein Bericht vom Wochenende: Ich hatte ausgiebig Zeit die Vive zu testen und bestimmt mehr als 10 unterschiedliche Spiele ausprobiert. Es ist auf jeden Fall eine spaßige Geschichte, auch wenn man vielen Spielen den Tech-Demo-Charakter anmerkt. Zombishooter scheint ein sehr beliebtes Genre für VR zu sein und das macht auch durchaus Spaß. Leider gab es nur einen, der mal wirklich etwas komplexer in Richtung DayZ ging (also "herumlaufen" und Zeugs plündern) anstatt immer nur stationäres Moorhuhn-Geballer zu bieten.Shackal hat geschrieben:Ich bin neugierigJim Panse hat geschrieben:Bin mal gespannt wie sich die Vive so macht. Hab heute Abend die Gelegenheit das Ding ausgiebig zu testen.
Bei uns steht nur so etwas herum ohne es mal antesten zu können wohl nur für gute Kunden mit dicken Geldbeutel Aufwand getrieben
Auch mir ist die derzeitige Endwicklung keinen Cent wert und was soll ich mit einen Werkzeug das ich kaum Anwenden kann ?Jim Panse hat geschrieben:Also mal ein Bericht vom Wochenende: Ich hatte ausgiebig Zeit die Vive zu testen und bestimmt mehr als 10 unterschiedliche Spiele ausprobiert. Es ist auf jeden Fall eine spaßige Geschichte, auch wenn man vielen Spielen den Tech-Demo-Charakter anmerkt. Zombishooter scheint ein sehr beliebtes Genre für VR zu sein und das macht auch durchaus Spaß. Leider gab es nur einen, der mal wirklich etwas komplexer in Richtung DayZ ging (also "herumlaufen" und Zeugs plündern) anstatt immer nur stationäres Moorhuhn-Geballer zu bieten.Shackal hat geschrieben:Ich bin neugierigJim Panse hat geschrieben:Bin mal gespannt wie sich die Vive so macht. Hab heute Abend die Gelegenheit das Ding ausgiebig zu testen.
Bei uns steht nur so etwas herum ohne es mal antesten zu können wohl nur für gute Kunden mit dicken Geldbeutel Aufwand getrieben
Trotz RoomScale ist das Bewegen über weite Strecke eigentlich immer mit einer Beam-Funktion umgesetzt. Also: ziele mit einem Controller irgendwohin, drück ne Taste und dann beamt es dich an die Position. Das ist ok, man wird dadurch nicht aus der Immersion gerissen. Allerdings fühlt es sich dadurch auch nicht mehr wie eine virtuelle Realität an, sondern man fühlt sich eben wie in einem Spiel mit den dort geltenden physikalischen Gesetzen.
Was die Verträglichkeit angeht, hatte ich keine Probleme. Ich glaube, wer schnelle Shooter am PC spielen kann ohne MotionSickness zu bekommen, kann auch VR ohne Probleme ab. Es gab nur eine Situation bei der ich eine Art kribbeln im Magen gespürt hab. In dem Spiel, in dem man wie Superman durch eine Stadt fliegen kann: Lässt man sich da einfach fallen und bremst dann wieder ab, um in der Luft zu hovern, fühlt sich genau der Moment komisch an, in dem man G-Kräfte durch die Abbremsung erwarten würde, aber natürlich keine spürt. Das scheint den Körper zu verwirren und eine Art Schwindel-Gefühl zu induzieren, dass ich aber eher cool als störend empfand. Ähnlich dem Gefühl, wenn man mit dem Auto zu schnell über einen Hügel fährt und sich der Magen kurz anhebt. Ich hätte da gern mal diese Achterbahn-Demo gespielt.
Alles in Allem muss da jetzt einfach mal noch Spiele-Technisch einiges kommen, was über Casual-Techdemos hinaus geht. Der Preis ist mir noch zu hoch um mir das Gerät selbst zuzulegen. Ich glaube das würde nach ein paar Wochen nur noch rumliegen und das ist es mir dann nicht wert.
Dafür, ab und zu mal in eine VR-Spielhalle zu gehen, ist es genau richtig. Da hat man das Teil nicht so schnell über und zockt mit Freunden zusammen bzw. kann sich abwechseln um auch Pausen zu machen und mal zu quatschen und nen Bier zu kippen. Da ist auch der Platz für ordentliches RoomScale kein Problem und das Ganze hat viel mehr Event-Charakter als alleine im stillen Kämmerlein abzutauchen.
Die Technik ist auf jeden Fall beeindruckend. Die Abbildung der Controller (und damit der Hände) in Echtzeit funzt super, sodass man sofort in der Welt versinkt. Es gibt tatsächlich schon einen riesen Haufen an Games, wobei wirklich Gute aber die Ausnahme sind.
Ich bleibe dabei: Wenn man es nicht ausprobiert hat, kann man im Prinzip nicht mitreden. Man kann die Art der Immersion durch solche Brillen nicht in Worte fassen. Auch das was ich oben versucht habe wird dem nicht gerecht. Es gibt keinen Vergleich zu bestehender Technik.
Es mangelt derzeit einfach nur an vernünftigen Spielen, die auch das Hardcore-Publikum ansprechen. Denn ich glaube, das ist auch eher die Zielgruppe solch teurer Technik. Ein Gelegenheitsspieler wird keine 600,-€ für sowas ausgeben und ein Hardcorezocker hat keinen Bock auf Casualgames.
Hoffen wir, dass das kein Teufelskreis wird, in dem Spiele-Entwickler VR ignorieren, weil die Zielgruppe zu klein ist und die Spieler keine VR-Brille kaufen, weil es kaum vernünftigen Spiele gibt.
Ansonsten empfehle ich jedem, einfach mal die Augen nach der nächsten VR-Arcade-Halle offen zu halten. Zum Antesten lohnt sich das auf jeden Fall.