Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

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Wulgaru
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Wulgaru »

Arkatrex hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Nun das Blizzard hier aufs Urheberrecht pochen kann, welches durch solche Firmen mutmaßlich verletzt wird, scheint mir einleuchtend. Das diese Firmen aber "das letzte" oder "Abschaum" sind, leuchtet mir nicht ein.

Ich meine...es muss letztendlich genug Spieler geben die ein solches Geschäftsmodell überhaupt erst möglich machen. Leute die Geld dafür bezahlen zu cheaten....das Spiel scheinen mir die Spieler schon selbst zu erschaffen.
Wenn diese Firmen nicht das Letzte sind, wo stehen wir gesellschaftlich denn dann? MMn. gehört sowas aufs schärfste verurteilt und auf rechtlicher sowie gesetzlicher Ebene liquidiert.

Dann könnte man ja auch Doping legalisieren und den ganzen Fairplay und Respect Quatsch sein lassen. Dann gewinnt eben der mit den härtesten Dopings und den besten Cheats.

Es mag gut sein das solche Firmen die Basis nur ausnutzen, gleichzeitig entsteht aber eine Art Wettrüstung die das in Gänze noch pushen und weiterverbreiten.

Nun denn, wenn unsere Zockergemeinschaft einfach keine Lust mehr auf Trainieren und Leistung hat, dann soll es so sein. Jedoch sehe ich bereits das die Stimmung kippt und der ohnehin verbreitete raue Umgangston nur noch an Schärfe und Aggressivität gewinnt.

Sollte es nicht das Ziel sein genau gegenteilig zu handeln?
Ich finde letztendlich ist eine solche Firma aber doch nur ein Symptom. Diese Nachfrage besteht ja auch nachdem sowas ausgeschaltet wurde. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Arschlöchern die Onlinedaten abgreifen und sich so in Bankaccounts oder Email-Postfächer reinhacken, sondern von Leuten die das machen weil es "Kunden" en masse gibt die das nachfragen.

Wenn man sich nur auf diese Firma konzentriert, ist das imho nicht zielführend. Die Community solcher Spiele sind der Grund warum diese Firma und andere existieren können.
Marobod
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Marobod »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Pioneer82 hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Wenn diese Klagen keinen Erfolg bringen, dann müssen die Gesetzgeber eben nachbessern und Gesetze schaffen, die wenigstens den Verkauf von Mogelsoftware unter Strafe stellen.
Nee bloss nicht.
Marobod hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Wenn diese Klagen keinen Erfolg bringen, dann müssen die Gesetzgeber eben nachbessern und Gesetze schaffen, die wenigstens den Verkauf von Mogelsoftware unter Strafe stellen.

Am besten gleich die Haende abhacken, damit er es nie wieder machen kann O.o
Was wäre denn an einer Geldstrafe oder Bewährungsstrafe verkehrt? Wenn ihr ernsthaft Einwände gegen den Vorschlag habt, so erläutert sie mir doch bitte.

Weil keine Straftat begangen wird. Es wird weder Code geklaut, noch Schadsoftware die das Spiel oder Sielergeraete schaedigt.

Das einzige was diese Software macht, ist mit dem Programm zu funktionieren und den Spielern dadurch einen Vorteil verschaffen.

Das einzige was Blizzard machen kann und sollte : Spieler die das benutzen vom Spiel auszuschließen.
Alles weitere wie zB geldstrafen, mueßten vom gesetzgeber eingetrieben werden, und es muß erstmal unter Strafe stehen, dazu mueßte s dann angepaßt werden an andere Strafen. Der Aufwand-Nutzen Faktor ist ultimativ gering, denn ich will sehen, wie man sowas effektiv verfolgt und durchsetzt
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Arkatrex
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Arkatrex »

Wulgaru hat geschrieben:
Arkatrex hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Nun das Blizzard hier aufs Urheberrecht pochen kann, welches durch solche Firmen mutmaßlich verletzt wird, scheint mir einleuchtend. Das diese Firmen aber "das letzte" oder "Abschaum" sind, leuchtet mir nicht ein.

Ich meine...es muss letztendlich genug Spieler geben die ein solches Geschäftsmodell überhaupt erst möglich machen. Leute die Geld dafür bezahlen zu cheaten....das Spiel scheinen mir die Spieler schon selbst zu erschaffen.
Wenn diese Firmen nicht das Letzte sind, wo stehen wir gesellschaftlich denn dann? MMn. gehört sowas aufs schärfste verurteilt und auf rechtlicher sowie gesetzlicher Ebene liquidiert.

Dann könnte man ja auch Doping legalisieren und den ganzen Fairplay und Respect Quatsch sein lassen. Dann gewinnt eben der mit den härtesten Dopings und den besten Cheats.

Es mag gut sein das solche Firmen die Basis nur ausnutzen, gleichzeitig entsteht aber eine Art Wettrüstung die das in Gänze noch pushen und weiterverbreiten.

Nun denn, wenn unsere Zockergemeinschaft einfach keine Lust mehr auf Trainieren und Leistung hat, dann soll es so sein. Jedoch sehe ich bereits das die Stimmung kippt und der ohnehin verbreitete raue Umgangston nur noch an Schärfe und Aggressivität gewinnt.

Sollte es nicht das Ziel sein genau gegenteilig zu handeln?
Ich finde letztendlich ist eine solche Firma aber doch nur ein Symptom. Diese Nachfrage besteht ja auch nachdem sowas ausgeschaltet wurde. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Arschlöchern die Onlinedaten abgreifen und sich so in Bankaccounts oder Email-Postfächer reinhacken, sondern von Leuten die das machen weil es "Kunden" en masse gibt die das nachfragen.

Wenn man sich nur auf diese Firma konzentriert, ist das imho nicht zielführend. Die Community solcher Spiele sind der Grund warum diese Firma und andere existieren können.
Ja, habe ich ja auch geschrieben. Es scheint einen nicht gerade kleinen Anteil an Spielern zu geben die sich den Skill "erkaufen" wollen. Das was Andere nach jahrelangem Training aufs Treppchen gehievt hat muss doch auch ohne diese ganze Anstrengung gehen (/ironie off).

Klar hat es auch damals Cheats gegeben. Die kamen halt von Einzelpersonen oder Crackergruppen. Aber eben alles im Hintergrund.

Die Dreistigkeit ist ja nun sogar offiziell als Firma aufzutreten um genau das zu vertreiben. Es gibt für mich nur zwei Wege:

Cheaten komplett legalisieren, dann gewinnt schlussendlich der mit dem dicksten Geldbeutel (und muss unter Umständen noch nicht mal mehr spielen).

oder (und eher unwahrscheinlicher, weil die kriminelle Energie doch zu ausgeprägt ist / der Geldbeutel juckt)

Cheaten (also die Cheater/Kunden selbst) vollständig bekämpfen und auch drakonische Strafen aussprechen die tatsächlich weh tun (mir schwebt da ein Netzwerk vor, welches allen Studios Lesezugriff ermöglicht und diese Spieler von vorneherein aus den Multiplayermatches (auch zukünftiger Spiele) ausschließt).


Wenn jemand einen weiteren Weg kennt, möge er diesen bitte nennen.

Edit: Auf der einen Seite genießt man gerne die Anonymität des Internets, auf der anderen Seite scheint es kaum noch einen Weg vorbei zu führen als das genaue Gegenteil dessen einzuführen.

Edit2: Zumindest wenn der weitere Weg weiterhin Matchmaking heißen soll. Bei dedizierten Servern kann man wenigstens selbst entscheiden wer drauf spielt.
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Kajetan
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Kajetan »

Arkatrex hat geschrieben:Edit: Auf der einen Seite genießt man gerne die Anonymität des Internets, auf der anderen Seite scheint es kaum noch einen Weg vorbei zu führen als das genaue Gegenteil dessen einzuführen.
Wegen Cheatens in MP-Spielen willst Du Anonymität im Internet aufgeben? Denk mal scharf darüber nach, was Du Dir hier aus welchen Gründen eigentlich wünscht :)
Edit2: Zumindest wenn der weitere Weg weiterhin Matchmaking heißen soll. Bei dedizierten Servern kann man wenigstens selbst entscheiden wer drauf spielt.
Dafür muss man nicht sein Privatleben irgendwelchen Firmen preisgeben, wo kein Mensch weiß, was mit den Daten passiert.

Abgesehen davon ... warum implementieren denn die Studios nicht die maximale Sicherheit, die technisch bereits möglich wäre, ohne dass man auf jegliche Privatsphäre verzichtet? Die Antwort ist relativ simpel und besteht aus zwei Teilen:

1. Maximale Sicherheit ist teuer.
2. Maximale Sicherheit ist aber nicht rentabel, weil die Kunden nicht bereit sind dafür höhere Preise zu bezahlen UND die Cheatproblematik den Umsatz von MP-Spielen nicht genug beeinträchtigt, damit die maximale Sicherheit rentabel wird.

Sprich, ist Cheaten in MP-Spielen lästig? Klar, keine Frage.

Ist es aber lästig genug, damit die Akzeptanz für höhere Endpreise steigt und/oder Firmen gezwungen sind maximale Sicherheit aufzufahren, weil sonst kein MP-Spiel mehr verlauft werden kann?

Genau das bezweifle ich. Zwar wird sich immer sehr lautstark über Cheater beschwert, aber immer mehr gewinne ich den Eindruck, dass hier nur eine Minderheit laut ist, die große Mehrheit der Käufer/Spieler aber Cheater als unvermeidliche Randerscheinung (!) akzeptiert hat.
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Pioneer82
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Pioneer82 »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Pioneer82 hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Wenn diese Klagen keinen Erfolg bringen, dann müssen die Gesetzgeber eben nachbessern und Gesetze schaffen, die wenigstens den Verkauf von Mogelsoftware unter Strafe stellen.
Nee bloss nicht.
Was wäre denn an einer Geldstrafe oder Bewährungsstrafe verkehrt? Wenn ihr ernsthaft Einwände gegen den Vorschlag habt, so erläutert sie mir doch bitte.
Naja in erster Linie weil das ein Hobby ist. Es sind nur Spiele. Es wird keinem dabei geschadet. Ich ärger mich wenn einer bei Risiko betrügt und gewinnt. Deswegen verklag ich ihn nicht. ^^
Ausserdem hab ich die staatliche Einmischung bei der Killerspieldebatte sehr gut in Erinnerung.
Lassen wir den Geist lieber in seiner Flasche.
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Scorcher24_
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Scorcher24_ »

EvilReaper hat geschrieben: Dies Geschieht weder im Einzelhandel, noch bei der Abwicklung eines digitalen Kaufs. Somit alle AGBs für die Tonne.
Bitch, please:
Bild

-> http://store.steampowered.com//eula/241930_eula_0
Jim Panse
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Jim Panse »

Wulgaru hat geschrieben:Wenn man sich nur auf diese Firma konzentriert, ist das imho nicht zielführend. Die Community solcher Spiele sind der Grund warum diese Firma und andere existieren können.
Aber an der Einstellung der Community kannst du nichts ändern.

Da könnte man auch gleich argumentieren, dass Waffen keine Menschen umbringen. Sondern das ein Problem der Menschen ist und man das doch nicht lösen kann, indem man Waffen verbietet. Weil: Menschen würden dann ja immer noch Menschen umbringen... Oh wait...

Wenn man sich so die Länder im Vergleich anschaut, kann man mit dem Verbot von Schusswaffen zumindest eine Reduktion der Morde erreichen. Und genau eine solche Reduktion von Cheat-Nutzern würde man auch erzielen wenn man das Angebot verknappt.

Sorry für den harten vergleich, aber deine Argumentation erinnert mich wirklich stark an die Argumente der Waffenlobby in den USA.
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Arkatrex
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Arkatrex »

Kajetan hat geschrieben:
Arkatrex hat geschrieben:Edit: Auf der einen Seite genießt man gerne die Anonymität des Internets, auf der anderen Seite scheint es kaum noch einen Weg vorbei zu führen als das genaue Gegenteil dessen einzuführen.
Wegen Cheatens in MP-Spielen willst Du Anonymität im Internet aufgeben? Denk mal scharf darüber nach, was Du Dir hier aus welchen Gründen eigentlich wünscht :)
Edit2: Zumindest wenn der weitere Weg weiterhin Matchmaking heißen soll. Bei dedizierten Servern kann man wenigstens selbst entscheiden wer drauf spielt.
Dafür muss man nicht sein Privatleben irgendwelchen Firmen preisgeben, wo kein Mensch weiß, was mit den Daten passiert.

Abgesehen davon ... warum implementieren denn die Studios nicht die maximale Sicherheit, die technisch bereits möglich wäre, ohne dass man auf jegliche Privatsphäre verzichtet? Die Antwort ist relativ simpel und besteht aus zwei Teilen:

1. Maximale Sicherheit ist teuer.
2. Maximale Sicherheit ist aber nicht rentabel, weil die Kunden nicht bereit sind dafür höhere Preise zu bezahlen UND die Cheatproblematik den Umsatz von MP-Spielen nicht genug beeinträchtigt, damit die maximale Sicherheit rentabel wird.

Sprich, ist Cheaten in MP-Spielen lästig? Klar, keine Frage.

Ist es aber lästig genug, damit die Akzeptanz für höhere Endpreise steigt und/oder Firmen gezwungen sind maximale Sicherheit aufzufahren, weil sonst kein MP-Spiel mehr verlauft werden kann?

Genau das bezweifle ich. Zwar wird sich immer sehr lautstark über Cheater beschwert, aber immer mehr gewinne ich den Eindruck, dass hier nur eine Minderheit laut ist, die große Mehrheit der Käufer/Spieler aber Cheater als unvermeidliche Randerscheinung (!) akzeptiert hat.
Nein, natürlich gebe ich die Anonymität nicht wegen Cheatern auf ;-).
Es ist auch nicht mein Wunsch das dies genauso passiert, aber es geht eher in Richtung Aggressivität, Straftaten, Mobbing etc. pp. Dadurch vermute ich das dies irgendwann so kommen wird. Die ersten Ausläufer stehen bei den Politikern ja bereits in den Löchern.

Und je mehr Personen dies im anonymen Internet passiert, umso mehr werden jammern und nach Gerechtigkeit schreien. Ergo -> werden irgendwann die Rufe so laut das solche Konsequenzen bestimmt bereits angedacht sind. Und wenn es nur unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung passiert.

Edit: Und ja, Du hast völlig Recht. Ich sehe auch die Firmen bzw. Hersteller in der Pflicht deutlich mehr Geld für die Sicherheit Ihrer Server und Software auszugeben. Wer sich auf diesem Markt bewegt weiß(!) bereits vorher was Ihn erwartet. Auch von Reverse Engineering Seite.

Ubisoft ist das Paradebeispiel dafür das man gerne Geld abschöpfen, aber keinen Cent mehr als nötig in die Infrastruktur und Datasecurity steckt um den maximalen Gewinn zu erbeuten.

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Lebensmittelspekulant
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Pioneer82 hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Pioneer82 hat geschrieben:

Nee bloss nicht.
Was wäre denn an einer Geldstrafe oder Bewährungsstrafe verkehrt? Wenn ihr ernsthaft Einwände gegen den Vorschlag habt, so erläutert sie mir doch bitte.
Naja in erster Linie weil das ein Hobby ist. Es sind nur Spiele. Es wird keinem dabei geschadet. Ich ärger mich wenn einer bei Risiko betrügt und gewinnt. Deswegen verklag ich ihn nicht. ^^
Ausserdem hab ich die staatliche Einmischung bei der Killerspieldebatte sehr gut in Erinnerung.
Lassen wir den Geist lieber in seiner Flasche.
Ich habe nicht gesagt, daß die Cheater selber belangt werden sollen, sondern lediglich diejenigen, die sich kommerziell daran bereichern.

Durch Cheater kann ja sehr wohl ein Schaden entstehen. Wenn du dich über Mogelei ärgerst und dein Spielvergnügen getrübt wird, hast du schon einen persönlichen Schaden. Wenn Cheater in einem Onlinespiel andere Spieler davon abhalten weiterzuspielen, oder gar das Spiel zu kaufen, dann entsteht ein wirtschaftlicher Schaden für die Entwickler.

Man kann natürlich nicht jedermann für jede Kleinigkeit vor Gericht zerren. Wenn man mit schadhaften Verhalten aber auch noch Geld verdient gehört das für mich konsequent unterbunden.

Bei der Killerspieldebatte ist es letztendlich auch gut gegangen. Dieses Wochenende werden wieder Zehntausende junger Menschen in der Kölnarena sitzen und Spielern aus allen Herrenländern beim virtuellen Töten zujubeln. Politik ist mühseelig, kann aber durchaus fruchtbare Ergebnisse bringen. Man muss nur lang genug kämpfen wollen :)
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CroGerA
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von CroGerA »

Frage dazu: Blizzard wird doch hoffentlich Spieler die diese Cheats/Bots/Hacks benutzen, sperren? Weil ich bin nämlich einer der sowas noch nie in seinem Leben benutzt hat, nicht Mal die allseits bekannten alten Cheats aus Diablo 1, Starcraft 1 und Age of Empires 1 Zeiten. Mir macht das einfach keinen Spaß, nicht mal gegen die KI, geschweige den gegen echte Spieler.

Ich bin jetzt kein Pro, und mein aktueller Fähigkeiten-Level bei Overwatch ist grade mal bei 58/100. Aber selbst wenn es in dem Bereich in dem ich spiele um nichts geht möchte ich soweit es geht nur mit sauberen Mitspielern Spaß haben.

Ich habe mir nun nicht alle eure Antworten zu diesem Thema durchgelesen, aber ich denke man kann davon ausgehen, dass die Spieler die das benutzen gesperrt werden, oder? Ansonsten macht es für mich persönlich nicht viel Sinn weiter zu spielen.

Sorry wenn es eine blöde Frage ist, aber ich habe damit wenig Erfahrung.
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Kajetan
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Kajetan »

CroGerA hat geschrieben:Frage dazu: Blizzard wird doch hoffentlich Spieler die diese Cheats/Bots/Hacks benutzen, sperren?
Blizzard kann keine Personen sperren, sondern nur Accounts. Mit Sperren erreichst Du deswegen nichts, weil viele Cheater sich einfach einen neuen Key kaufen und mit neuen Accounts weitermachen. Sperren sind ein untaugliches Mittel, um gegen Cheater vorzugehen.

Was ist ein taugliches Mittel, um gegen Cheater vorzugehen? Wie schon oft gesagt: Verstärkung der technischen Sicherheitsmaßnahmen beim Entwickler/Anbieter. Bereitstellung von dedizierten Servern, so dass man eigene Partien auf eigener Hardware im eigenen Rechner-Netz erstellen kann und in Ruhe nur mit Leuten spielen kann, von denen man weiß, dass sie nicht cheaten.

Warum wird dies nicht getan? Technischer Aufwand steht nicht in Relation zum Umsatz. Cheaten hat nicht genug negativen Einfluß auf den Umsatz. Zentralisiertes Matchmaking erleichtert dem Anbieter das Steuern und Ausbeuten des Spielerverhaltens. Spieler = Schafe, Anbieter = Schäfer.
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Arkatrex
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Arkatrex »

@crogera

Die Strafen für solche Spieler bestehen weiterhin. Die Klage von Blizzard ist On Top.
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Jim Panse »

Kajetan hat geschrieben:Mit Sperren erreichst Du deswegen nichts, weil viele Cheater sich einfach einen neuen Key kaufen und mit neuen Accounts weitermachen.
Siehst du, und das glaube ich nicht. Da gehst du zu extrem ran. Das so ein Mittel den russischen Oligarchen nicht abschreckt mag sein. Aber klein Timmy der mit seinem Taschengeld hasuhalten muss, wirst du damit schon dran kriegen.

Man muss auch endlich mal aufhören eine Teil-Lösung als absolut untauglich zu bezeichnen nur weil sie keine 100%-Lösung ist.

Das was du sonst schreibst ist ja nicht falsch. Aber ich denke auch das (dedizierte Server, Anti-Cheat-Tools) sind nur Teillösungen.
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Scorcher24_ »

Kajetan hat geschrieben: Blizzard kann keine Personen sperren, sondern nur Accounts. Mit Sperren erreichst Du deswegen nichts, weil viele Cheater sich einfach einen neuen Key kaufen und mit neuen Accounts weitermachen.
Sorry, aber nicht ganz korrekt:
https://www.vg247.com/2016/06/03/overwa ... permanent/

Du kannst PErsonen über Eingabemuster/Verhaltensmuster mittlerweile erkennen.
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Kajetan
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Re: Blizzard: Verklagt Entwickler von Cheat-Bot für Overwatch

Beitrag von Kajetan »

Jim Panse hat geschrieben:Aber klein Timmy der mit seinem Taschengeld hasuhalten muss, wirst du damit schon dran kriegen.
Du weisst schon, dass Du Dir hier einen unlogischen Use Case zusammenbaust? :)
Klein-Timmy kauft sich keine Cheats, weil Klein-Timmy mit seinem Taschengeld haushalten muss. Cheats kauft Klein-Dennis, der Sohn vom Zahnarzt, wo Geld kein Thema ist, deswegen kauft Klein-Dennis auch ständig neue Keys. Cheats kauft sich Michael, der gut verdienende Entwickler, der wegen Frau und Kind einfach nicht mehr die Zeit hat, um mit Übung in einem Spiel rulern zu können. Dem geht es am Arsch vorbei, wenn ein Account gesperrt wird, holt er sich Dank seiner hohen Kaufkraft einfach einen neuen Key.

DIESE Leute stellen die Kundschaft von Firmen wie Bossland dar. Und diese Leute kümmert es einen Scheissdreck, ob Accounts gelöscht werden oder nicht, weil sie über genug Geld verfügen.
Man muss auch endlich mal aufhören eine Teil-Lösung als absolut untauglich zu bezeichnen nur weil sie keine 100%-Lösung ist.
Account-Sperrungen sind keine Teillösung, sie lösen nichts im Zusammenhang mit Cheats. Account-Sperren haben lediglich eine Feigenblatt-Funktion, damit der Anbieter sagen kann: "Schaut her! Wir tun doch was!". Es geht bei Account-Sperrungen nicht um Lösungen, sondern um die Demonstration von Tatkraft und der Erzeugung einer Gerechtigkeitsillusion für die nicht-cheatenden Kunden.
Das was du sonst schreibst ist ja nicht falsch. Aber ich denke auch das (dedizierte Server, Anti-Cheat-Tools) sind nur Teillösungen.
Es sind im Gegensatz zu Accountsperrungen funktionierende Teillösungen in Sachen Cheat-Verhinderung. Accountsperrungen dienen nur dem moralischen Aufbau der Restspielerschaft. DAS ist ihre Funktion. Man sollte da schon trennen zwischen Lösungen zur Verminderungen von Cheatern und Lösungen, welche das Gerechtigkeitsbedürfnis der Spieler befriedigt. Denn Spieler können in dieser Hinsicht sehr, SEHR emotional sein und geben sich dann mit sachlicher Rationalität nicht zufrieden. Da muss Blut fliessen. Also werden Accounts gesperrt.

Wäre ich an Stelle eines Anbieters ... ich würde es genauso tun. Weil es hilft Ruhe in die Sache zu bringen. Weil es hilft vom Umstand abzulenken, dass ich keine Lust habe viel Geld für die Cheatsicherheit meines Spieles auszugeben, weil in zwei Jahren eh der nächste Teil in den Regalen steht und die Meute weitergezogen ist.

Accountsperrungen sind also nicht grundsätzlich sinnlos :)