@scorcher: Gewinnt auf den ersten Blick schon mal den "Lindert den Verlust von Winamp" Award.

Wobei Winamp ein Paradebeispiel für das Problem der Nutzer im großen und ganzen ist. (Ähnlich auch: ACDSee, Irfanview)
Man findet ein Programm, das genau das tut, was man braucht und man gewinnt es lieb. Und dann übersieht man erst den schleichenden Prozess vom Programm, das tut was man braucht, zur aufgeblasenen Bloatware. Gleichzeitig kann man sich aber auch nicht an ein neues Programm gewöhnen, dass auch tut, was man braucht. Weil es halt nicht das alte ist.
Die Aluhüte sagen ja auch, dass bestimmte Firmen diesen Effekt gerne mitgenommen haben. Woher sonst sollte Photoshop heute Synonym von "Bildbearbeitungssoftware" sein? Für die Arbeit nutzen das nur verhältnismäßig wenig Menschen. Aber gefühlt jeder hatte es privat mal auf der Platte.
Dass es - je nach Anwendungsfall - bessere Software gibt: Egal, PS kennt man, PS will man.
Und ist gleich in der Falle.
Auffe Maloche sehe ich sowas in ähnlichen Fällen. Office hat sich dermaßen in die Köpfe gebrannt, dass die Leute das nicht nur auch privat nutzen wollen, was in 99% der Fälle Overkill ist. Ungefähr so wie ein komplettes Fotostudio zu kaufen, um dann Urlaubsschnappschüsse für Instagram zu machen.
Nein, man hält auch daran fest, wenn der Einsatz aus allen Richtungen betrachtet keinen Sinn mehr hat. Weil ist ja Office, kennt man, kann man bedienen, hat man eh schon eine Volumenlizenz.
[HINWEIS: Ich meine jetzt nicht so Fälle wie "Dokumente >10 Seiten, für die man Word ja schon vergessen kann. Wir reden von Dingen wie "Liefert eine valide XML Datei]
Damit das nicht MS Bashing bleibt: Es gibt auch Anwender, die nutzen FrameMaker (Da könnte der Satz schon aufhören.

, um damit "Dokumente" von wenigen Absätzen zu erstellen.
(Wer nicht weiß, warum das albern ist, lese sich in die Historie von FM ein...)