Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

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Falagar
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von Falagar »

@unskillednoob

Der Punkt ist doch, spielt man etwas ausgiebiger Multiplayer sind diese Singleplayermodi dadurch von Haus aus für diese Leute nicht wirklich die große Schwierigkeit mehr. Das liegt halt n Stückchen an der natur der Sache...
Die haben dann halt auch ein Stück anderes Selbstverständniss zu diesem Thema...ich persönlich könnte mir auch nie vorstellen das es Leute geben kann, die D3 im höchsten SG nicht schaffen. (Vorrausgesetzt sie wollen überhaupt)
Zuletzt geändert von Falagar am 02.04.2012 12:47, insgesamt 1-mal geändert.
rockR
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von rockR »

Also dürfen wir von mitlevelnden Gegnern ausgehen?
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sphinx2k
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von sphinx2k »

Wie hier wieder mit Casual um sich geworfen wird. Da der Begriff für jeden etwas anderes meint ist es ohnehin sinnlos darüber zu diskutieren. Für mich ist ein Casual ein Spieler der zu unregelmäßigen Zeiten Zeit hat und dann nicht Stundenlang dabei bleiben kann. Das heißt aber für mich nicht zwingend das dieser Mensch nicht auch Herausforderungen suchen kann.

Bin mal gespannt wie lange mich Diablo 3 fesseln kann. Diablo 1 hatten wir Monate lang gespielt. Diablo 2 war schon erheblich weniger einfach weil irgendwann durchschaut man das Grinden. Bei Diablo 3 hängt es wirklich mit davon ab wie groß die Herausforderung ist um mich längere Zeit dabei zu halten.
cHL
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von cHL »

Falagar hat geschrieben:@unskillednoob

Der Punkt ist doch, spielt man etwas ausgiebiger Multiplayer sind diese Singleplayer dadurch von Haus aus für diese Leute nicht wirklich die große Schwierigkeit mehr. Das liegt halt n Stückchen an der natur der Sache...
Die haben dann halt auch ein Stück anderes Selbstverständniss zu diesem Thema...ich persönlich könnte mir auch nie vorstellen das es Leute geben kann, die D3 im höchsten SG nicht schaffen. (Vorrausgesetzt sie wollen überhaupt)
sehr schön auf den punkt gebracht.
ich hab bei sc2 die brutal kampagne zwar auch nicht durchgespielt, aber nicht weil ich nicht weitergekommen bin, sondern weils, für mich, einfach fad war. als geübter rts spieler sind singleplayer geschichten (sofern sie nicht extrem unfair sind, +++ resource für ki etc.) immer lächerlich. von diesem standpuntk aus den schwierigkeitsgrad zu beurteilen ist einfach nur verzerrt.


abgesehen davon kann ich mich der, weiter oben getätigten, aussage, dass die letzen 5 jahre ziemlich gut waren nur anschließen. natürlich gibts viel crap, aber dafür gibt es auch um so mehr perlen.
alleine was im letzten jahr an rpgs/action rpgs rausgekommen ist, ist wahnsinn.
wer sich aber die sicht von so AAAs wie CoD verstellen lässt, ist selbst schuld.
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stormgamer
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von stormgamer »

Xris hat geschrieben:
Ich halte Blizz aber für gut genug, diese Balance zu schaffen. Eigentlich traue ich das aktuell sogar nur Blizzard zu.
Und WoW ist das beste Beispiel dafür! :D

hier muss ich blizzard mal verteidigen:
WoW IST ein gutes beispiel für gutes schwierigkeitsgrad-balancing, nur leider wurde die elite vorher verwöhnt.
Warum verlassen die ganzen hardcore WoWler das game? weil der casual mittlerweile auch selbst den dicksten raidboss legen kann, wenn auch in einer "light"-version.
es ist nicht mehr wie früher wo der end-content nur von elitären gruppen überhaupt gesehen werden darf, und ich glaube DAS ist der grund was den hardys auf die nerven geht. Es klingt halt nicht mehr so cool zu sagen "ich habe todesschwinge auf hero besiegt" anstatt "ich habe todesschwinge überhaupt besiegt"(so wie es früher halt äquivalent war). Jaa ich gebe zu dass da der reiz nicht mehr so groß ist. aber bei diablo wurde eben JENES system von anfang an geführt und NIEMAND hat gemeckert. Norm durchzocken konnte fast jeder, das andere war für die, die mehr wollten. Warum finden das bei WoW heute so viele leute falsch?
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Marcee0815
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von Marcee0815 »

Weil man in D2 nich so schön mit den epixxen in der Hauptstadt posen konnte.

Ich persönlich weiß gar nicht ob ich so weit überhaupt komme. Ich hatte zwar immer Spaß mit Diablo aber irgendwann war die Luft raus und das war meist vor dem Hölle Schwierigkeitsgrad. Naja aber da hab ich auch immer nur solo gespielt, weiß nicht inwiefern mich da der Multiplayer zu mehr anspornt.
Paranoiaaa123
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von Paranoiaaa123 »

Ja klar....
Natürlich sind diese Überlegungen löblich aber:
Sobald die ersten Casuals diesen Content betreten und total sucken, geht das große Geheule los. Dann wird's nicht mehr lange dauern, bis Blizzard den Schwierigkeitsgrad wieder runterdreht.
In der heutigen Zeit will jeder alles erreichen. Das beste Beispiel sind beliebe MMOs. Die sind genau deshalb so beliebt...
Snips
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Beitrag von Snips »

<<<< Gibt Paranoiaaa123 recht ....
KOK
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von KOK »

Falagar hat geschrieben:
KOK hat geschrieben:Ich weiß nicht so recht, was ich von der Meldung halten soll. Im Umkehrschluss heißt es dann wohl, wenn man das Equip aus den letzten beiden Äkten hat auf Inferno und das Spiel auf Inferno durch ist, daß die ersten beiden Äkten in Inferno wieder zu leicht werden. Aber ich dachte, der Sinn im Schwierigkeitsgrad Inferno lege darin, eine ganze Herausforderung dem Spieler zu geben.

Natürlich ist es was anderes, wenn der Schwierigkeitsgrad durch was anderes als Itembalancing geregelt wird, aber das bezweifle ich irgendwie.
Sollte sich das Spiel an D2 oder von mir aus auch Titan Quest/Torchlight und Konsorten orientieren, wirst du sowieso irgendwann mit einem Char keine Herausforderung mehr haben, da der Char irgendwann mit immer besser werdenden Equipment sowieso keine Probleme mehr haben wird....das ist aber auch nichts wirklich verwerfliches oder schlechtes...
Jain. Man wird ja nur bis Lvl60 leveln können und nur mit Lvl60 Inferno spielen. Wenn der Schwierigkeitsgrad durch ganz Inferno hinweg auf dem gleichen Level ist, so bekommt man am Ende von Inferno die selben starken Items wie am Anfang von Inferno. Also wenn man dann irgendwann Inferno komplett ausgerüstet ist, wird es zwar einfacher, aber an sich sollte Inferno noch immer eine Herausforderung bleiben.

Das neue vorgestellte Model hat aber wieder eine flexibere Skalierung. Das heißt, wenn ich durch Inferno durch bin und komplett ausgerüstet, so habe ich es zwar etwas leichter zum Ende hin, aber wesentlich leichter am Anfang von Inferno. Und dort drin sehe ich das Problem.
Nanimonai
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von Nanimonai »

Paranoiaaa123 hat geschrieben:Ja klar....
Natürlich sind diese Überlegungen löblich aber:
Sobald die ersten Casuals diesen Content betreten und total sucken, geht das große Geheule los. Dann wird's nicht mehr lange dauern, bis Blizzard den Schwierigkeitsgrad wieder runterdreht.
In der heutigen Zeit will jeder alles erreichen. Das beste Beispiel sind beliebe MMOs. Die sind genau deshalb so beliebt...
Wir gehen jetzt erst mal alle davon aus, dass ein "casual player" jemand ist, der nicht die Zeit dafür hat, viele Stunden am Tag oder sogar jeden Tag zu spielen, also zum Beispiel weil er einen zeitraubenden Job hat oder eine Familie oder Haus mit Garten oder andere zeitfressende Hobbies... das sagt aber noch nichts über seine Fähigkeiten aus, also wie gut er mit Computerspielen umgehen kann. Als Student hast Du einfach sauviel Zeit, um sie in Computerspiele zu investieren, dann wird man plötzlich berufstätig und automatisch ein "casual player". Deswegen ist man noch lange nicht schlechter, man hat nur weniger Zeit... da aber gerade im MMO Bereich ein Großteil der Spieler mit "Skill" eigentlich "Zeit" meinen, verschwimmt hier die Grenze.

Und jetzt meine eigentliche These: Es sind nie die casual player, die sich beschweren, dass etwas zu schwer ist, es sind immer nur die Hardcore Spieler, die sich beschweren, dass etwas zu leicht ist.

Begründung: Es gibt immer einen Schwierigkeitsgrad, der den casual player anspricht, aber nicht zwingend immer einen, der den Nerd bedient (siehe Kingdoms of Amalur oder sowas). Ausnahmen wie Dark Souls oder sowas werden generell von Gelgenheitsspielern gemieden.

Ich jedenfalls habe in noch keinem Forum einen Aufstand der Gelegenheitsspieler gesehen, da melden sich meckernderweise immer nur die selbsternannten "Pro-Gamer" zu Wort.
Falagar
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von Falagar »

stormgamer hat geschrieben:
Xris hat geschrieben:
Ich halte Blizz aber für gut genug, diese Balance zu schaffen. Eigentlich traue ich das aktuell sogar nur Blizzard zu.
Und WoW ist das beste Beispiel dafür! :D

hier muss ich blizzard mal verteidigen:
WoW IST ein gutes beispiel für gutes schwierigkeitsgrad-balancing, nur leider wurde die elite vorher verwöhnt.
Warum verlassen die ganzen hardcore WoWler das game? weil der casual mittlerweile auch selbst den dicksten raidboss legen kann, wenn auch in einer "light"-version.
es ist nicht mehr wie früher wo der end-content nur von elitären gruppen überhaupt gesehen werden darf, und ich glaube DAS ist der grund was den hardys auf die nerven geht. Es klingt halt nicht mehr so cool zu sagen "ich habe todesschwinge auf hero besiegt" anstatt "ich habe todesschwinge überhaupt besiegt"(so wie es früher halt äquivalent war). Jaa ich gebe zu dass da der reiz nicht mehr so groß ist. aber bei diablo wurde eben JENES system von anfang an geführt und NIEMAND hat gemeckert. Norm durchzocken konnte fast jeder, das andere war für die, die mehr wollten. Warum finden das bei WoW heute so viele leute falsch?
Bei WoW war der Punkt, dass diese fetten Instanzen halt auf den Startservern (mal Frostwolf etc. ausgenommen) maximal 2 Gilden pro Seite überhaupt gesehen haben vor dem ersten Addon. Auf irgendwelchen neueren Servern überhaupt niemand mehr. (ich war selbst MitGründer einer Hardcoreraidgilde also kenne ich auch den "Arbeits"aufwand der da dahintersteckt um das zu erreichen). Also sind rund 10000 Leute pro Server wirklich großteils mit ihrem grünen Gear in If oder Ogrimmar rumgestanden. Das sind auf Dauer nicht wirklich zahlenden Kunden, wenn das Spiel nurmehr als Chatprogramm benutzt wird...Ergo wars von Blizzard eine logische Konsequenz um die Kunden einfach länger zu binden.

Man muß einfach auch mal sehen, dass das Spiel nun 7 Jahre alt ist. Bei Release hat Blizzard selbst gesagt das sie überhaupt nur mit einer Unterstützung des Spiels mit 5 Jahren rechnen...
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sphinx2k
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von sphinx2k »

stormgamer hat geschrieben:
Xris hat geschrieben:
Ich halte Blizz aber für gut genug, diese Balance zu schaffen. Eigentlich traue ich das aktuell sogar nur Blizzard zu.
Und WoW ist das beste Beispiel dafür! :D

hier muss ich blizzard mal verteidigen:
WoW IST ein gutes beispiel für gutes schwierigkeitsgrad-balancing, nur leider wurde die elite vorher verwöhnt.
Warum verlassen die ganzen hardcore WoWler das game? weil der casual mittlerweile auch selbst den dicksten raidboss legen kann, wenn auch in einer "light"-version.
es ist nicht mehr wie früher wo der end-content nur von elitären gruppen überhaupt gesehen werden darf, und ich glaube DAS ist der grund was den hardys auf die nerven geht. Es klingt halt nicht mehr so cool zu sagen "ich habe todesschwinge auf hero besiegt" anstatt "ich habe todesschwinge überhaupt besiegt"(so wie es früher halt äquivalent war). Jaa ich gebe zu dass da der reiz nicht mehr so groß ist. aber bei diablo wurde eben JENES system von anfang an geführt und NIEMAND hat gemeckert. Norm durchzocken konnte fast jeder, das andere war für die, die mehr wollten. Warum finden das bei WoW heute so viele leute falsch?
Finde ich zum Beispiel nicht. Ich habe weder in Classic noch in Burning Crusade das Endgame erlebt. Und ich fand es gut das es etwas gab auf das man hinarbeiten konnte. Dann kam WotlK und es wurde alles pille palle und der Zug war weg sich noch großartig rein zuhängen.
Ich mag es eben gefordert zu werden und das gegen teil von gefordert werden heist für mich Langeweile. Und das wiederum heist ich Spiel was anderes.
Ich brauche ein Ziel auf das ich hinarbeiten kann ist das erreicht oder nur über stupides equip grinden zu erreichen verliert das ganze an interesse für mich.
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gollum_krumen
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von gollum_krumen »

ItsPayne hat geschrieben:Komisch, D1 und D2 fand ich toll. Alleine wegen der story und atmo. Aber auf D3 bekomm ich irgendwie 0 bock, weil alles auf leveln und grinden getrimmt zu sein scheint. Das is für mich irgendwie keine singelplayer experience mehr und wie einer schon meinte, grinden kann man auch bei mmos (oder es eben sein lassen solche games überhaupt zu spielen, wie ich.)
Bzgl der Atmosphäre kann ich dir Entwarnung geben, sie ist gut. Sie ist meiner Meinung nach stärker als D2 und erinnert sehr an D1. Ich selbst bin recht skeptisch an die Beta gegangen und habe es nun vorbestellt. Wenn dich die Details interessieren, kann ich hier nochmal mein Posting aus dem anderen Thread zitieren, wo ich meine Betaerfahrungen etwas ausführlicher auseinandernehme:
Spoiler
Show
Ich hab auch nen Invite bekommen, ist jetzt zwei Wochen her. Ich würde die Länge etwa bis Anfang Kloster oder so bezeichnen, 3-5 Stunden je nach Spielweise. Am Anfang war mein Eindruck ambivalent, schlussendlich bin ich sehr erfreut gewesen:

Grandios: Atmosphäre. Ich fühle mich SEHR viel mehr wie in Diablo 1 als in 2. Das Spiel wird Meiner Meinung nach in diesem Punkt Diablo 2 locker schlagen. Muss aber dazu sagen, dass ich die Atmo in Diablo 2 nie sonderlich gelungen fand. Versteht mich nicht falsch: JEDES Diablo hat eine geile Atmosphäre, aber Diablo 2 ging für mich mehr in Richtung bunter Actionfreizeitpark, während in Diablo 1 mehr diese "Gotik-RabeaufGrabstein-düster-knorrigerBaummachtmerkwürdigeGeräusche"-Atmosphäre herrschte. Diablo 3 ist wieder farbämer, düsterer, ernster als Teil 2. Die Musik macht sehr nostalgisch, auch das ganze Interface wirkt irgendwie mehr in diese Richtung. Hut ab, schon das allein wäre Grund zu kaufen.

Stimmig: Grafik. Ich bin bei weitem keine Grafikhure, spiele nahezu keine Titel der aktuellen Generation, aber selbst mir sind die Bodentexturen/diverse andere Sachen aufgefallen. nach etwa 5 Minuten entwickelt aber auch diese Optik einen merkwürdigen Sog, wo nach einer Weile alles SEHR SEHR stimmig und aus einem Guss wirkt. Ein Freund beschrieb es mit: "Es fühlt sich an, als ob man ein Gemälde spielt" - besser ist die Grafik kaum zu beschreiben, was den Hintergrund und die diffuse Umgebung betrifft. Bzgl. der detaillierteren Objekte, die den Wegesrand säumen, ist es eben eine klassische Blizzardgrafik: Nicht atemberaubend, aber in sich sehr konsequent und auch detailverliebt. Die Animationen sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen, das ganze läuft auf meinem Rechner (AMD X4 945; 4GB; HD6870) auf höchster Grafik absolut flüssig. Die Anforderungen dürften etwa denen von SC2 entsprechen, wenn sie nicht gar noch etwas darunter liegen.

Zuerst Bauchschmerzen, dann Euphorie: Gameplay. Hier scheiden sich selbstverständlich die Geister. JA, das Gameplay ist definitiv vereinfacht, ein Kniefall vor dem Mainstream ist es aber meiner Meinung nach nicht. Ich muss gleich dazu sagen, dass ich Diablo 2 gerne, allerdings nicht oft gespielt habe. Ich habe 3-4 Charaktere nach Alptraum gebracht und mit einem noch höchstens in den 4. Akt Alptraum geblickt, das war es auch. Ein Grund: Mir ging das Gameplay von Diablo 2 etwas auf den Sack. Stundenlang einen Char hochtechen, ihn auf 3-4 Skills abrichten und dann die immergleichen Kombinationen spielen, war für MICH nicht so spannend. Ja, ich weiß, der Wiederspielwert steht hier gegen den Komfort, das Hardcore-Szenario gegen den Sesselfurzer, aber ich wähle jeweils 2., da ich nicht vorhabe, mehr als 200 Stunden zu investieren. Ergo ist die Änderung im Gameplay FÜR MICH sehr begrüßenswert. Dennoch fühlte sich das Spiel erstmal merkwürdig an. Skills berechnen ihre Wirkung nun komplett über die getragene Waffe, was mir zuerst sehr absurd anmutete: Mein Witch Doctor trägt also eine Axt, zum Angreifen steckt er sie aber weg, holt sein Blasrohr raus, pustet und hat anschließend wieder die Axt in der Hand. Allerdings gewöhnt man sich schnell daran. ACHTUNG: Unbedingt die "Advanced Tooltips" und den "Elative Mode" aktivieren. Ersteres erweitert die Skilltooltips dahingehend, dass überhaupt eine Berechnungsgrundlage angezeigt wird. Aus "Shoot a poisened Dart at your Enemy" wird nun "Shoot a poisened Dart at your Enemy. The dart deals xyz of your weapon damage blablabla..." (Hier dürft ihr! 1, 2 3 "KNIEFALL VOR DEM MAINSTREAM!!!!!"), vollkommen absurd, dass das Standardmäßig ausgestellt ist. Zweitere Einstellung ermöglicht, die vorgekauten Kategorien (Primary, Secondary, Defensive; anschließend Klassenabhängig, in dem Fall Voodo, Terror etc.) außer Kraft zu setzten und alle Skills wie beliebt zu verteilen über LM, RM, 1-4. Man hat also 6 Slots, kann allerdings live respeccen, was einen Cooldown von ~30 Sekunden zur Folge hat. Hatte ich diese zwei Dinge erstmal entdeckt (nach ca. 2 Stunden) und zudem die Waffe als Grundlage akzeptiert, fing der Spass an. Zu dem Zeitpunkt zog auch der Schwierigkeitsgrad an und wurde EIN BISCHEN fordernder (Bin dennoch bis heute noch nicht einmal gestorben - die Diskussion um den Schwierigkeitsgrad möchte ich aber aus naheliegenden Gründen nicht führen - ist irgendjemand von euch in Diablo 2 Akt 1 auf normal gestorben?) und mir wurde bewusst, wieviele Möglichkeiten von Kombinationen man also dann haben wird - auch wenn der Wiederspielwert natürlich massiv leidet. Für mich aber - wie oben ausgeführt - kein Problem, sondern ein Gewinn.

Fazit: Ich habe mich über Diablo 3 nie großartig informiert, war aber durchaus beunruhigt, immer wieder von Abspeckungen und Vereinfachungen zu hören. Dementsprechend skeptisch und ohne hohe Erwartungen bin ich an die Beta gegangen. Das hat sich nun erledigt, das Spiel ist bereits vorbestellt und wird sehnsüchtig erwartet. Die Änderungen werden den HC-D2-Nerds nicht schmecken, ein Drama sind sie aber auch für diese (habe zwei Freunde, die D2 laut Xfire über 800 Stunden gespielt haben) nicht - besagte zwei Freunde sind ebenfalls angefixxt, nachdem sie die Beta gespielt haben. Das Gameplay wird Spass machen und ich freue mich bereits auf meinen Witch Doctor, aber das ist nicht der Hauptgrund für mich, Diablo 3 zu kaufen. Dieser ist die Atmosphäre. Wie oben beschrieben, ich hatte nach 5 Sekunden im Hauptmenü und erst recht ab der ersten Spielsekunde das Gefühl, dass das Diablo ist, ohne wenn und aber, auf das Gameplay geschissen. Dieses Gefühl hat sich bei mir in Diablo 2 erst nach einiger Spielzeit eingestellt.

Hier steht ein Spiel an, was anders als Diablo 2 ist, aber ein denkbar würdiger Nachfolger von Diablo 1. Die Beta hat also meine Erwartungen haushoch übertroffen.

Ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick gewähren und jetzt dürfen die Hater mich zerfleischen.

Edit: Noch zum AH und den Dropraten: Sicherlich stört es mich auch, dass Farmer auch Einfluss auf mein Spielerlebnis haben, allerdings wird es mir das Spielerlebnis nicht in hohem Maße vermiesen. Da ich Diablo nie exzessiv gespielt habe, habe ich dementsprechend nie groß Items gefarmt, also stört es mich auch nicht dermaßen. Das AH ist auch nicht so implementiert, dass es die Immersion stört. Man betritt es über das Hauptmenü, wenn man es ignorieren WILL, dann wird man das problemlos tun.

Zum Thema SP/LAN: Ja, das ist unangenehm, allerdings konnte ich mich bereits bei SC2 mit einem fehlenden LAN-Modus abfinden.

Allgemein kann ich Blizzard kaum Vorwürfe machen, der Support ist dermaßen gut, dass ich mit ZwangsMP leben kann. Auch ich sehe diese Tendenz kritisch, allerdings nicht kritisch genug, um deswegen ein Spiel zu boykottieren. Nennt mich Schaf, ich sehe es so: Blizzard hat (abgesehen von WoW, was ich nicht beurteilen kann) NUR sehr gute bis grandiose Spiele hervorgebracht, so wie es aussieht, wird sich das mit Diablo 3 fortsetzen. Die Patchpolitik ist gut, der Support wie gesagt auch. Ich werde diesen Publisher erst boykottieren, wenn er keine attraktiven Produkte mehr hervorbringt, mit DLCs anfängt oder seine Server abschaltet. Nichts davon ist in Sicht.
Nanimonai
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von Nanimonai »

sphinx2k hat geschrieben: Finde ich zum Beispiel nicht. Ich habe weder in Classic noch in Burning Crusade das Endgame erlebt. Und ich fand es gut das es etwas gab auf das man hinarbeiten konnte. Dann kam WotlK und es wurde alles pille palle und der Zug war weg sich noch großartig rein zuhängen.
Ich mag es eben gefordert zu werden und das gegen teil von gefordert werden heist für mich Langeweile. Und das wiederum heist ich Spiel was anderes.
Ich brauche ein Ziel auf das ich hinarbeiten kann ist das erreicht oder nur über stupides equip grinden zu erreichen verliert das ganze an interesse für mich.
Das ging mir gegen Ende meiner "WoW-Karriere" auch so. Ich habe damals auf Frostwolf gespielt und war in einer der Top-Gilden, die den Endcontent gemeistert haben... bis ich irgendwann mal gemerkt habe, das in diesem Spiel im Grunde genommen alles nur auf Zeit basiert, nicht auf forderndem Gameplay.
Im PVP Rang 14 war nur ein zeitintensiver Grind mit Stammgruppe, wirklich gut sein musste man dafür nicht. Raidbosse erlegen war im Grunde nichts anderes als das minutiöse Nachspielen vorhandener Taktiken, die man zuhauf aus dem Netz hatte.
Um dann festzustellen, dass alle so großartig erfarmten Items mit dem nächsten Addon wertlos sind... das war der Punkt, an dem ich die Lust verloren habe.
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stormgamer
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Re: Diablo III: Schwierigkeitsgrad Inferno wird schwerer

Beitrag von stormgamer »

sphinx2k hat geschrieben: Finde ich zum Beispiel nicht. Ich habe weder in Classic noch in Burning Crusade das Endgame erlebt. Und ich fand es gut das es etwas gab auf das man hinarbeiten konnte. Dann kam WotlK und es wurde alles pille palle und der Zug war weg sich noch großartig rein zuhängen.
Ich mag es eben gefordert zu werden und das gegen teil von gefordert werden heist für mich Langeweile. Und das wiederum heist ich Spiel was anderes.
Ich brauche ein Ziel auf das ich hinarbeiten kann ist das erreicht oder nur über stupides equip grinden zu erreichen verliert das ganze an interesse für mich.
gerade dann frage ich dich nun ob du dich auf diablo3 freust, weil hier ist das system ja quasi identisch. kann mir nur vorstellen, dass bei d3 die herausforderung auf höheren levels eher itemlastig, anstatt auch taktitklastig wie die heromodi in WoW sein werden (letztendlich einen endkrassen gearunterschied gabs da ja letztenendes nicht, auch wenn da halt wirklich keine ausnahme mit den gear gemacht wurde).Aber du triffst ja haargenau den punkt den ich anspreche: der normale modus wird bei d3 sicher auch "pillepalle" sein, so wie du es nennst. erst die höheren schwierigkeitsgrade werden dann halt die, auf die man hinarbeiten muss. Aber es ist doch prinzipiell das selbe modell.

und wie gesagt: ich finde das prinzip eigentlich auch nicht schlecht, wenn auch blizz manchmal zu schnell die nerfkeule zog sodass man alten content einfach mal überspringen konnte(zumindenst ein "durchspielen" der alten raidinis sollte blizz mal vorraussetzen).

@falagar:
Eben dies meinte ich auch, wie du sagtest: es gab content, den durfte nur ein teil der elite sehen. Das spannte 2 große lager auf: die, die dies als motivation packten, und die anderen, die aus frustration (welche wiederrum viele quellen, jedoch vor allem der zeitmangel) das spiel in die ecke treten konnten. Für diese finde ich es wirklich nur logisch, auch eine andere möglichkeit anzubieten, an diese inhalte ranzulangen. jedoch wird dieser (gewisser maßen halt auch zurecht) von der elite als "beleidigung" aufgefasst. Wie gesagt, WoW wurde dadruch zum paradies der hardcorer. aber wie du bereits sagtest: mit den hardcorern allein finanziert man nicht solch ein riesiges projekt...



@nanimonai
auch ein punkt, der sich bei d3 wohl kaum ändern wird... die item-inflation...