THQ: Gebrauchtspiel-Stellungnahme
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RGB
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Das Problem ist doch, das die Gebrauchthändler die Leute bescheißen und soviel Kohle scheffeln, dass die Publisher sich ebenfalls angeschissen fühlen.
Selbst für nagelneue Games bekommt man bei denen kaum Geld und verkauft werden die dann knapp unter Neupreis.
Mal so nebenbei, mein Bruder hat sich grade ne PSP gekauft und dazu ein paar Essential (Budget) Games. Die kosten 'nen 10er, die gleichen Spiele werden im selben Laden gebraucht (release Version) für 15€ verkauft.
Selbst für nagelneue Games bekommt man bei denen kaum Geld und verkauft werden die dann knapp unter Neupreis.
Mal so nebenbei, mein Bruder hat sich grade ne PSP gekauft und dazu ein paar Essential (Budget) Games. Die kosten 'nen 10er, die gleichen Spiele werden im selben Laden gebraucht (release Version) für 15€ verkauft.
- Mr.Coconut/sickbiig
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so ein müllWenn der gesamte Erlös an den Machern dieser Spiele vorbeigeht, ist es schwierig, sie zu fördern und finanziell zu unterstützen.
klingt für mich so als WÜRDEN spiele den ganzen händlern (media markt, gamestop, toms gaming-ecke usw.) alle die spiele der publisher oder entwickler erst bezahlen, wenn sie selbst das geld kriegen
das glaub ich aber nicht
dann gäbe es ja auch keine ladenhüter, weil die nach 4 jahren immernoch nicht verkauften spiele ja einfach wieder zurückgeschickt werden könnten
aber tatsächlich zahlt doch der händler dem publisher schon das geld, verkauft sich das spiel nicht ist das ein minus für den händler
die zitierte aussage aber meint, dass spiele zu den händlern geschickt wird und dort sofort als gebraucht verkauft wird und somit kein geld zu THQ, EA oder sonst wen geschickt würde
klar werden weniger neuspiele gekauft, wenn man in einem an und verkauft-laden steht (von mir aus auc gamestop, wobei es dort unsinnig ist zur gebrauchtversion zu greifen
kauft man das neu "muss" der händler nachbestellen, kauft man gebraucht eben nicht ---> weniger geld für den publisher
aber warum sich die publisher beschweren versteh ich nicht:
vor einiger zeit (ich glaube während der WM) hat irgendjemand (eventuell nur so ein "wichtiger" marktanalyst) gesagt, dass die multiplayer-modi bei spielen schlechter werden sollen oder geld kosten oder irgendwas (weiß es nicht mehr ganz genau und lust zu suchen hab ich auch nicht ^^), weil bei MW2 viele spieler hunterte stunden online zocken und in der zeit keine neuen spiele kaufen/spielen
sorry aber wenn die spiele nun wirklich so erscheinen, dass man höchstens eine woche dran sitzt und dann machts schon keinen spaß mehr, dann braucht man sich doch nicht wundern, wenn die spiele 1. wieder verkauft werden und 2. günstiger gekauft werden wollen
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Ausgezeichnet
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Der Vergleich mit gebrauchten Autos hinkt garnicht so sehr. Software unterliegt auch einer Art Alterungsprozess. Die Grafik ist doch nach 1-2 Jahren veraltet, dadurch wird das Spiel schlechter und folglich weniger wert. Insofern verstehe ich die Argumentation von KleinerMrDerb und Oimann nicht.
(@Oimann achja, die Antivirensoftware wird kontinuierlich weiterentwickelt, was man von Spielegrafik nun wirklich nicht behaupten kann.)
(@Oimann achja, die Antivirensoftware wird kontinuierlich weiterentwickelt, was man von Spielegrafik nun wirklich nicht behaupten kann.)
- Masakado
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@Ausgezeichnet:
Wenn man schon den Autovergleich anstreben will, dann sollte man eher darauf eingehen,
dass Autos sowie Datenträger (DVD/BD) eine Verschleißzeit haben und das sie nach Ablauf der Zeit unbrauchbar sind.
Mit antiquierter Grafik als Argumentationsgrundlage reisst man höchstens Grafikhuren vom Hocker.
Wenn man schon den Autovergleich anstreben will, dann sollte man eher darauf eingehen,
dass Autos sowie Datenträger (DVD/BD) eine Verschleißzeit haben und das sie nach Ablauf der Zeit unbrauchbar sind.
Mit antiquierter Grafik als Argumentationsgrundlage reisst man höchstens Grafikhuren vom Hocker.
- muskeljesus
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Gute Frage, die in der Regel mit NEIN zu beantworten ist. Ohne Gebrauchtmarkt dürften die Spielesammlungen vieler Nutzer deutlich weniger Umfang besitzen. Ich wage zu behaupten, dass der Umsatz der Spieleindustrie durch Gebrauchtverkäufe nicht nennenswert geschmälert wird. Aber eine ähnliche Diskussion wird ja auch zum Thema Raubkopien geführt. Und da es in solchen Graubereichen keine verlässlichen Zahlen geben kann, fällt es beiden Seiten schwer aus Behauptungen Argumente werden zu lassen. Schlussendlich sitzt die Industrie aber am längeren Hebel. Die fahren ihren Kurs und die Konsumenten kaufen die Spiele, Download- / Internetzwang hin oder her. Am Ende gewinnen wieder die Arschgeigen.Oimann hat geschrieben: 1. Würde sich jemand der ein gebrauchtes Spiel kauft, das Spiel neu kaufen wenn er es nicht gebraucht erwerben, bzw. nur beschnitten gebraucht bekommt?
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cichy_de
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Vor allem schließt sich der KreislaufEliosto hat geschrieben:Beim Thema gebrauchte Spiele haben die Hersteller doch irgendwie einen Logikfehler, oder? Spiele können nur gebraucht verkauft werden, wenn davor eine ausreichende Menge neuer Spiele verkauft worden sind. Kaum Neue Exemplare --> Kaum gebrauchte Examplare --> Der Preis für gebrauchte steigt --> Es lohnt sich nicht gebrauchte zu kaufen und es werden mehr neue gekauft.
Die Entwickler sollten sich lieber Überlegen wie sie Spiele entwickeln, die man immer wieder gerne aus dem Schrank holt, dann werden auch weniger weiterverkauft.
Publischer -> Neues Spiel -> Erstkunde -> Gebrauchtes Spiel -> Gebrauchtspiele käufer
Aber der Cashflow geht umgekehrt
Gebrauchtkäufert -> summer X an Erstkäufer -> fügt y dazu -> kauft neues Spiel
Und damit die Kollegen ja nicht glauben, dass die Gebrauchtkäufer auch Neuware zum Originalpreis kaufen würden - mitnichten. Es sind halt eigene Gruppen - die ersta kauf halt jedes neue Spiel zum Originalpreis, die andere kauft Spiele, wenn sie etwas älter sind, dann gebraucht oder ggf. neu aber für 10€
- Sir Richfield
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Du *willst* es nicht verstehen, oder?Asatas hat geschrieben:Wenn ich die Lizenz vor und bei kauf nie gesehen habe kann der Publisher sie mir nicht nachträglich aufzwingen. Das Ding was bei der Installation kommt ist eine versteckte Kondition und kannst somit vergess0rn.
Was ist denn mit eBooks und der Lizenz zum Lesen?Man kann ja auch ohne Bedenken MusikCDs weiterverkaufen. Lizenz zum Hören, wär ja noch schöner.
Hast Du die Zeit verpasst, in der CDs in kaum einen CD Player liefen, weil man dachte, man könnte damit die Kopie eingrenzen?
Das Drama nicht mitbekommen, als mp3s mit DRM verkauft wurden, die dann nur auf meist genau EINEM Gerät liefen?
Wir sind schon da!Hab mir dazu Urteilssprüche angeschaut, beim DOWNLOAD könn' se uns verarschen (da nutzen DIE eine Gesetzeslücke, nicht WIR beim Datenträgerkauf) aber im "Hart-Ware"-Bereich gilt das übliche Recht -> "Was ich kaufe, darf ich (im Normalfall) auch wieder verkaufen"
Wo kämen wir denn hin??
Wenn ich Dir den Datenträger eines Spieles verkaufe, dass ich bereits aktiviert habe, sagen wir Starcraft 2, dann habe ich Dich sauber über den Tisch gezogen, denn die Daten darauf haben Schrottwert.
Du siehst die Lizenzvereinbarung BEVOR Du das Spiel aktivierst. Mit der Aktivierung bist Du mit den Bedingungen einverstanden.
Nebenbei ist das allgemein bei Software üblich. Bei jeder kommerziellen Software ab einem gewissen Preis oder Interesse kaufst Du eine Nutzungslizenz. (Photoshop, AutoCAD, 3DS Max, Windows, ...)
Das steht dann auch immer ziemlich deutlich da.
Aus dem Grund sind die auch immer schon mit einer Art DRM versehen, früher Dongles, heute Aktivierung.
Die Videospiel Industrie hat jetzt mitbekommen, dass sie DRM einsetzen können, ohne dass der Kunde entnervt abspringt ("Wenns gegen Kopien hilft."). Die Kopierer und Downloads haben ihnen gezeigt, dass der Datenträger nichts mehr wert ist. Die Download Kunden zeigen ihnen, dass man sich den Datenträger sogar sparen kann, ohne mit dem Preis runter zu müssen.
Und aus dem Grunde setzt sich auch bei den Spielen langsam durch, dass man eine Lizenz erwirbt und die Form der Datenübermittlung (Datenträger oder Download) egal ist.
Wenn Du Dir allerdings so sicher bist, was die rechtliche Lage betrifft: Niemand hält Dich auf, ein Spiel gebraucht zu kaufen und Dein Recht auf die vollständige Lizenz einzuklagen.
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TEBEOH
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#2Cheatsrichter hat geschrieben:Man stelle sich einmal vor die Erstkäufer von Autos erhielten kostenlos eine elektronische Zusatzausstattung wie etwa Onboard-Navigation, MP3-CD-Player, Heads Up Display & Co. Er verkauft das Auto auf dem Gebrauchtmarkt und plötzlich will der Hersteller für exakt dieses Zusatzausstattung noch einmal Geld haben und deaktiviert diese beim nächsten Servicetermin. Das schreit gerade zu nach einem Grundsatzurteil oder einer Sammelklage in den USA.
das Argument mit dem Auto reicht eignetlich immer schon, wenn ich ein Spiel kaufe gehört es mir und ich kann damit machen was ich will, wie mit allem anderen auch
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Shedao
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Man stelle sich nur vor, ich kauf nen gebrauchtes Auto und muss dann Reifen wechseln, zur Inspektion fahren, Bremsen überholen lassen...und dass alles ohne Garantie..
Wie dreist das wäre, ich kauf nen gebrauchtes Auto und kann das nicht so nutzen wie derjenige der es neu gekauft hat..
Lasst doch mal diese lächerlichen Vergleiche sein.
Bei Software interessiert nunmal in erster Linie nicht das was man in der Hand hat, sondern dass was nacher auf der Platte landet.
Und das verschleißt einfach nicht sondern ist auch nach 5 Jahren und 8 Besitzern immernoch das gleiche, egal wie verblichen das CD-Cover mittlerweile ist.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ein gewisses Verständniss dafür hab dass die Publisher hinsichtlich der Gebrauchtspiele etwas frustriert sind.
Letztlich macht es für den Hersteller keinen Unterschied ob jemand mit einem Gebrauchtspiel zockt oder mit einer Raubkopie.
Das Ergebnis ist das gleiche: Jemand spielt, ohne dass der Publisher Geld dafür bekommt.
Ganz ehrlich:
Würd ich Spiele verkaufen würd mir das auch stinken.
Wärs nicht schön wenn einfach mal alle fair zueinander wären?
Also die Publisher verlangen genau das Geld für nen Spiel, was es tatsächlich wert ist bzw was sie brauchen um das nächste Spiel in Angriff zu nehmen und jeder der das Spiel spielen will zahlt diesen Preis dann auch tatsächlich....
Naja das wird wohl nie passieren weil alle Beteiligten immer den für sie günstigsten Weg wählen werden.
Die Publisher verlagen soviel wie möglich und die Spieler bezahlen so wenig wie möglich.
Wer hier wen, wie oft und wie sehr über den Tisch zieht ist den meisten Beteiligten doch total wumpe.
Irgendwie schon traurig.
Wie dreist das wäre, ich kauf nen gebrauchtes Auto und kann das nicht so nutzen wie derjenige der es neu gekauft hat..
Lasst doch mal diese lächerlichen Vergleiche sein.
Bei Software interessiert nunmal in erster Linie nicht das was man in der Hand hat, sondern dass was nacher auf der Platte landet.
Und das verschleißt einfach nicht sondern ist auch nach 5 Jahren und 8 Besitzern immernoch das gleiche, egal wie verblichen das CD-Cover mittlerweile ist.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ein gewisses Verständniss dafür hab dass die Publisher hinsichtlich der Gebrauchtspiele etwas frustriert sind.
Letztlich macht es für den Hersteller keinen Unterschied ob jemand mit einem Gebrauchtspiel zockt oder mit einer Raubkopie.
Das Ergebnis ist das gleiche: Jemand spielt, ohne dass der Publisher Geld dafür bekommt.
Ganz ehrlich:
Würd ich Spiele verkaufen würd mir das auch stinken.
Wärs nicht schön wenn einfach mal alle fair zueinander wären?
Also die Publisher verlangen genau das Geld für nen Spiel, was es tatsächlich wert ist bzw was sie brauchen um das nächste Spiel in Angriff zu nehmen und jeder der das Spiel spielen will zahlt diesen Preis dann auch tatsächlich....
Naja das wird wohl nie passieren weil alle Beteiligten immer den für sie günstigsten Weg wählen werden.
Die Publisher verlagen soviel wie möglich und die Spieler bezahlen so wenig wie möglich.
Wer hier wen, wie oft und wie sehr über den Tisch zieht ist den meisten Beteiligten doch total wumpe.
Irgendwie schon traurig.
- Ninjakuh
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Tja ich brech dann wohl mal ne Stange für die Entwickler.
Von mir aus könnte der weiterverkauf verboten werden.
Spieler 1 kauft das Spiel und hat den vollen Spielspass.
Spieler 2 kauft das Spiel von Spieler 2 und hat den vollen Spielspass.
Der Entwickler hat also 2 Spieler mit dem gleichen Spielerlebniss glücklich gemacht bekommt aber nur das Geld von einer Person ?!
Ist für mich ja fast schon wie raubkopieren.
Da kauft es keiner und die Kopie wird fleissig weitergegeben. XXX mal Spielspass für den der Entwickler keinen Cent sieht.
So wie es jetzt läuft ist es wie eine Kinokarte für einen Film die nach dem Anschauen des Filmes weitergegeben werden kann. 1.000.000 Besucher im Kino aber nur 8€ verdient ?? Irgendwas läuft hier falsch.
Von mir aus könnte der weiterverkauf verboten werden.
Spieler 1 kauft das Spiel und hat den vollen Spielspass.
Spieler 2 kauft das Spiel von Spieler 2 und hat den vollen Spielspass.
Der Entwickler hat also 2 Spieler mit dem gleichen Spielerlebniss glücklich gemacht bekommt aber nur das Geld von einer Person ?!
Ist für mich ja fast schon wie raubkopieren.
Da kauft es keiner und die Kopie wird fleissig weitergegeben. XXX mal Spielspass für den der Entwickler keinen Cent sieht.
So wie es jetzt läuft ist es wie eine Kinokarte für einen Film die nach dem Anschauen des Filmes weitergegeben werden kann. 1.000.000 Besucher im Kino aber nur 8€ verdient ?? Irgendwas läuft hier falsch.
- Lee Ermey
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Ich möchte gerne mal von einigen von euch ein paar Erklärungen haben und nachdem ich mir jetzt auch ein paar Gedanken zum Thema gemacht habe auch mal etwas entschlüsseln:
Der "Autovergleich" hinkt also scheinbar, wird hier in diesem speziellen Thread aber nicht begründet. Alles zu durchsuchen habe ich jetzt allerdings auch keine Zeit, also meine Meinung:
Der Autovergleich kann eigentlich nur "hinken" wenn man die Abschreibungskurve bzw. die Wertminderung berücksichtigt.
Ein 5 Jahre altes gebrauchtes Auto ist nunmal nicht nur GE-braucht sondern eben auch 5 Jahre VER-braucht worden (Motor, Innenraum, Lack etc.).
Der Kunde bekommt also definitiv weniger "Auto" für analog weniger Geld.
Der Autohersteller hat kein Interesse daran am Gebrauchtmarkt mitzumischen, da... STOP! Stimmt ja gar nicht, viele Hersteller mischen ja am Gebrauchtmarkt mit, über Inzahlungnahme oder Ankauf von Vertragswerkstätten etc.
Oder fällt jemandem noch was besseres ein?
Ist das vielleicht auch schon die Lösung?
Sollten Publisher denen der Games Gebrauchtmarkt stinkt sich nicht einfach selbst ins Getümmel werfen und selber mitmischen, eventuell online? Solange sie konkurrenzfähige Preise machen, die vielleicht sogar unter Gamestop und Konsorten liegen würde ich selbstverständlich auch dort kaufen.
Das könnte man entweder als Verbund verschiedener Unternehmen aufziehen, oder eben einen EA Shop, einen Activision Blizzard Shop usw. online stellen.
Dort könnte man dann munter seine Gebrauchten verkaufen und Neu- und Gebrauchtware kaufen - fertig ist der Lack.
Was ist der große Unterschied zwischen dem "Autobeispiel" und Gebrauchtgames?
Games nutzen sich wie alle digitalen Medien nur unwesentlich ab, sie verbrauchen sich nicht. Die Nachfrage bzw. Qualität sinkt lediglich durch den Zeitfaktor (10 Jahre altes Spiel hat meistens "schlechtere" Technik, Grafik etc.)
Komischerweise habe ich diese Diskussion aber noch nie bei Filmen und Musik gehört (vielleicht existiert sie ja - nur nicht meines Wissens).
Gebrauchte DVDs & BDs gibts nicht nur bei mir lokal, sondern auch überall online, Stichwort Amazon Marketplace, zu kaufen.
Überall vergleicht man die Produktionskosten von Games mit modernen Hollywood Blockbustern, aber ich denke nicht, dass das die Regel geworden ist.
Trotzdem: Bei Filmen kräht kein Hahn danach und trotzdem geht es dieser Industrie dadurch nicht schlecht oder sie hätten am Hungertuch zu nagen.
Das komische daran: "Alte" Filme ergrauen würdevoller als es "alte" Spiele tun. Die absoluten Retrofans mal aussen vor gelassen - alte Filmklassiker erfreuen sich immer und immer wieder größter Beliebtheit und werden dank immer neuer Medien (DVD, Bluray) auch immer wieder verkauft und angesehen.
Trotzdem: HIER hat scheinbar niemand ein Problem mit dem Gebrauchtmarkt, obwohl hier noch weniger "Abnutzung" vorhanden ist.
Auf der anderen Seite: Steam scheint bei sehr vielen PC Spielern äußerst beliebt zu sein, da meckert aber auch keiner rum, dass der Wiederverkaufswert nicht gegeben ist - warum?
Stimmen da die Preise (ich kenne diese nicht) bzw. das Preis/Leistungsverhältnis so gut, dass es trotzdem einen großen Kaufanreiz gibt?
Ich persönlich finde diese Diskussion lächerlich bzw. die Firmen wie THQ die diese vom Zaun brechen. Das Verhalten geht völlig an einem "Problem" vorbei, welches es eigentlich nicht gibt. Auf gut Deutsch hier wird künstlich ein "Problem" geschaffen.
Das viele Softwareunternehmen eine äußerst schlechte Marktforschung betreiben sieht man alleine schon an der mangelhaften Umrechnung der Verkaufspreise ($=€), aber nicht nur das stört mich daran:
In solche Rechnungen müssten eigentlich auch das Bruttosozialprodukt, die Inflationsrate und die allgemeinen Lebenshaltungskosten der einzelnen Verkaufsländer einfließen - nicht NUR ein anständiger Wechselkurs.
Eine App für 79.- Cent im Appstore verkauft sich nach einer internen "Faustregel" dann mit ausreichend Gewinn, wenn man in den diversen Applecharts (Highlights, Topaktuell, Meistverkauft etc.) irgendwo unter die ersten 10-20 Plätze kommt. Wohlgemerkt: Mit 79.- Cent kann man GEWINN machen, über pure Masse!
Diese Apple "Charts" sind übrigens absichtlich so "abstrus" gehalten um mehr Software auf verschiedene Charts in möglichst hohen Plätzen platzieren zu können, in manchen Fällen kann man sich dort sogar "einkaufen" bzw. "bunter" und "auffälliger" machen.
Worauf ich mit diesen Ausschweifungen hinaus will ist, dass man gute Verkaufszahlen definitiv über den Preis regulieren kann und dann automatisch auch ein Gebrauchtmarkt für die Hersteller weniger negativ ins Gewicht fallen würde.
Starcraft 2 für 30.- Euro oder Mafia 2 für den gleichen Preis? Würde sich wie warme Semmeln millionenfach verkaufen.
Titel die (leider) meiner Meinung nach allgemein ziemlich unfähig bewertet worden sind wie z.B. Kane&Lynch 2 würden für WENIGER Geld trotzdem noch richtig in die Gewinnzone kommen können. Als Fan der Serie lässt man sich nämlich bei 20-30 Euro nicht unbedingt von irgendwelchen Testfuzzies abschrecken, die der Meinung sind sie wüssten alles besser.
Wo soll das bei einer Xbox "720" oder einer Playstation 4 hinführen? UVP von 75.- Euro aufwärts? Toptitel für 80.- Euro UND dann noch den Gebrauchtmarkt "ausschalten" wollen? Utopisch.
Auf der anderen Seite kommt immer mehr DLC für sämtliche Titel auf den Markt - selten mit gutem Preis/Leistungsverhältnis (Modern Warfare 2 Desaster).
Keiner traut sich irgendwie die Sache mal wirklich zu analysieren und angepasste Preise für den Geldbeutel von Teenagern zu machen (Hauptgruppe der Käufer). An Weihnachten wundern sich dann die Hersteller warum es fast nur Verlierer gibt und das "Roulette" nur bei 1-2 Titeln eine Ausschüttung erbracht hat.
Ich denke vieles liegt an den Aktionären die sich nicht sonderlich um solche Dinge kümmern, sondern eher Shareholder Value, Dividenden und ähnliches im Kopf haben. Möglichst VIEL eines möglichst TEUREN Produktes verkaufen, nur leider geht die Rechnung nicht auf und dann sucht man sich eben Sündenböcke wie den Gebrauchtmarkt und lässt jede Menge DLC auf die Spieler los.
Hier verdient scheinbar also einfach jemand schlichtweg zu wenig Geld und möchte auf der anderen Seite mit neuen und mutigen Marktstrategien nicht die Aktionäre verschrecken - das ist zumindest meine Überlegung.
Letztendlich bleiben aber auch hier bei mir mehr Fragezeichen übrig als ich Antworten gefunden habe, vielleicht hat ja dazu auch noch jemand anderes hier was auf Lager?
PS:
Nach all den verwirrenden Gedankengängen halte ich einfach mal fest, dass die Spieleindustrie der Fimindustrie eigentlich in nichts nachsteht, im Gegenteil, ich wage sogar die Behauptung das ein guter Film öfters seinen Weg in den Player findet als ein durchgespielter Singleplayer Titel.
Auch Multiplayertitel sind hier aber nicht verschont - EWIG wird auch Modern Warfare oder Battlefield nicht gespielt, spätestens zum nächsten Serienteil ändert sich das Verhalten der Spieler.
Trotzdem surren immer wieder StarWars, Ghostbusters, Zurück in die Zukunft, Indiana Jones und andere Filme in der Lade zahlreicher Familien, während woanders EA längst die Server für alte Sportspiele abgestellt hat.
Was würde also passieren wenn man neue Spiele für den Preis einer neuen DVD, Toptitel vielleicht für den Preis einer neuen Bluray verkaufen würde? Sie würden sich besser verkaufen und der Gebrauchtmarkt wäre zu vernachlässigen.
Diese Filme haben bzw. hatten Produktionskosten, die locker mit denen moderner Spiele mithalten können - trotzdem verkaufen sie sich gut und jeder ist zufrieden und kauft sich als Hardcorefan auch die nächste Steelbox Edeledition des gleichen Films in HD und dann 3D usw., den man unter Umständen schon 50Mal gesehen hat.
Es geht mir nicht einmal um "Datenträger", Filme die über digitale Distribution verkauft werden sind im Grunde genauso teuer wie ihre Pendants in den Plastikhüllen - es muss sich einfach der Preis komplett an die Filmindustrie angleichen.
Wer würde sich denn z.B. eine Avatar Bluray (Produktionskosten 237 Millionen Dollar) für UVP 59,99€ kaufen? Wohl keiner. Aber ein CoD: Black Ops für 19,95€ ? Jeder.
Der "Autovergleich" hinkt also scheinbar, wird hier in diesem speziellen Thread aber nicht begründet. Alles zu durchsuchen habe ich jetzt allerdings auch keine Zeit, also meine Meinung:
Der Autovergleich kann eigentlich nur "hinken" wenn man die Abschreibungskurve bzw. die Wertminderung berücksichtigt.
Ein 5 Jahre altes gebrauchtes Auto ist nunmal nicht nur GE-braucht sondern eben auch 5 Jahre VER-braucht worden (Motor, Innenraum, Lack etc.).
Der Kunde bekommt also definitiv weniger "Auto" für analog weniger Geld.
Der Autohersteller hat kein Interesse daran am Gebrauchtmarkt mitzumischen, da... STOP! Stimmt ja gar nicht, viele Hersteller mischen ja am Gebrauchtmarkt mit, über Inzahlungnahme oder Ankauf von Vertragswerkstätten etc.
Oder fällt jemandem noch was besseres ein?
Ist das vielleicht auch schon die Lösung?
Sollten Publisher denen der Games Gebrauchtmarkt stinkt sich nicht einfach selbst ins Getümmel werfen und selber mitmischen, eventuell online? Solange sie konkurrenzfähige Preise machen, die vielleicht sogar unter Gamestop und Konsorten liegen würde ich selbstverständlich auch dort kaufen.
Das könnte man entweder als Verbund verschiedener Unternehmen aufziehen, oder eben einen EA Shop, einen Activision Blizzard Shop usw. online stellen.
Dort könnte man dann munter seine Gebrauchten verkaufen und Neu- und Gebrauchtware kaufen - fertig ist der Lack.
Was ist der große Unterschied zwischen dem "Autobeispiel" und Gebrauchtgames?
Games nutzen sich wie alle digitalen Medien nur unwesentlich ab, sie verbrauchen sich nicht. Die Nachfrage bzw. Qualität sinkt lediglich durch den Zeitfaktor (10 Jahre altes Spiel hat meistens "schlechtere" Technik, Grafik etc.)
Komischerweise habe ich diese Diskussion aber noch nie bei Filmen und Musik gehört (vielleicht existiert sie ja - nur nicht meines Wissens).
Gebrauchte DVDs & BDs gibts nicht nur bei mir lokal, sondern auch überall online, Stichwort Amazon Marketplace, zu kaufen.
Überall vergleicht man die Produktionskosten von Games mit modernen Hollywood Blockbustern, aber ich denke nicht, dass das die Regel geworden ist.
Trotzdem: Bei Filmen kräht kein Hahn danach und trotzdem geht es dieser Industrie dadurch nicht schlecht oder sie hätten am Hungertuch zu nagen.
Das komische daran: "Alte" Filme ergrauen würdevoller als es "alte" Spiele tun. Die absoluten Retrofans mal aussen vor gelassen - alte Filmklassiker erfreuen sich immer und immer wieder größter Beliebtheit und werden dank immer neuer Medien (DVD, Bluray) auch immer wieder verkauft und angesehen.
Trotzdem: HIER hat scheinbar niemand ein Problem mit dem Gebrauchtmarkt, obwohl hier noch weniger "Abnutzung" vorhanden ist.
Auf der anderen Seite: Steam scheint bei sehr vielen PC Spielern äußerst beliebt zu sein, da meckert aber auch keiner rum, dass der Wiederverkaufswert nicht gegeben ist - warum?
Stimmen da die Preise (ich kenne diese nicht) bzw. das Preis/Leistungsverhältnis so gut, dass es trotzdem einen großen Kaufanreiz gibt?
Ich persönlich finde diese Diskussion lächerlich bzw. die Firmen wie THQ die diese vom Zaun brechen. Das Verhalten geht völlig an einem "Problem" vorbei, welches es eigentlich nicht gibt. Auf gut Deutsch hier wird künstlich ein "Problem" geschaffen.
Das viele Softwareunternehmen eine äußerst schlechte Marktforschung betreiben sieht man alleine schon an der mangelhaften Umrechnung der Verkaufspreise ($=€), aber nicht nur das stört mich daran:
In solche Rechnungen müssten eigentlich auch das Bruttosozialprodukt, die Inflationsrate und die allgemeinen Lebenshaltungskosten der einzelnen Verkaufsländer einfließen - nicht NUR ein anständiger Wechselkurs.
Eine App für 79.- Cent im Appstore verkauft sich nach einer internen "Faustregel" dann mit ausreichend Gewinn, wenn man in den diversen Applecharts (Highlights, Topaktuell, Meistverkauft etc.) irgendwo unter die ersten 10-20 Plätze kommt. Wohlgemerkt: Mit 79.- Cent kann man GEWINN machen, über pure Masse!
Diese Apple "Charts" sind übrigens absichtlich so "abstrus" gehalten um mehr Software auf verschiedene Charts in möglichst hohen Plätzen platzieren zu können, in manchen Fällen kann man sich dort sogar "einkaufen" bzw. "bunter" und "auffälliger" machen.
Worauf ich mit diesen Ausschweifungen hinaus will ist, dass man gute Verkaufszahlen definitiv über den Preis regulieren kann und dann automatisch auch ein Gebrauchtmarkt für die Hersteller weniger negativ ins Gewicht fallen würde.
Starcraft 2 für 30.- Euro oder Mafia 2 für den gleichen Preis? Würde sich wie warme Semmeln millionenfach verkaufen.
Titel die (leider) meiner Meinung nach allgemein ziemlich unfähig bewertet worden sind wie z.B. Kane&Lynch 2 würden für WENIGER Geld trotzdem noch richtig in die Gewinnzone kommen können. Als Fan der Serie lässt man sich nämlich bei 20-30 Euro nicht unbedingt von irgendwelchen Testfuzzies abschrecken, die der Meinung sind sie wüssten alles besser.
Wo soll das bei einer Xbox "720" oder einer Playstation 4 hinführen? UVP von 75.- Euro aufwärts? Toptitel für 80.- Euro UND dann noch den Gebrauchtmarkt "ausschalten" wollen? Utopisch.
Auf der anderen Seite kommt immer mehr DLC für sämtliche Titel auf den Markt - selten mit gutem Preis/Leistungsverhältnis (Modern Warfare 2 Desaster).
Keiner traut sich irgendwie die Sache mal wirklich zu analysieren und angepasste Preise für den Geldbeutel von Teenagern zu machen (Hauptgruppe der Käufer). An Weihnachten wundern sich dann die Hersteller warum es fast nur Verlierer gibt und das "Roulette" nur bei 1-2 Titeln eine Ausschüttung erbracht hat.
Ich denke vieles liegt an den Aktionären die sich nicht sonderlich um solche Dinge kümmern, sondern eher Shareholder Value, Dividenden und ähnliches im Kopf haben. Möglichst VIEL eines möglichst TEUREN Produktes verkaufen, nur leider geht die Rechnung nicht auf und dann sucht man sich eben Sündenböcke wie den Gebrauchtmarkt und lässt jede Menge DLC auf die Spieler los.
Hier verdient scheinbar also einfach jemand schlichtweg zu wenig Geld und möchte auf der anderen Seite mit neuen und mutigen Marktstrategien nicht die Aktionäre verschrecken - das ist zumindest meine Überlegung.
Letztendlich bleiben aber auch hier bei mir mehr Fragezeichen übrig als ich Antworten gefunden habe, vielleicht hat ja dazu auch noch jemand anderes hier was auf Lager?
PS:
Nach all den verwirrenden Gedankengängen halte ich einfach mal fest, dass die Spieleindustrie der Fimindustrie eigentlich in nichts nachsteht, im Gegenteil, ich wage sogar die Behauptung das ein guter Film öfters seinen Weg in den Player findet als ein durchgespielter Singleplayer Titel.
Auch Multiplayertitel sind hier aber nicht verschont - EWIG wird auch Modern Warfare oder Battlefield nicht gespielt, spätestens zum nächsten Serienteil ändert sich das Verhalten der Spieler.
Trotzdem surren immer wieder StarWars, Ghostbusters, Zurück in die Zukunft, Indiana Jones und andere Filme in der Lade zahlreicher Familien, während woanders EA längst die Server für alte Sportspiele abgestellt hat.
Was würde also passieren wenn man neue Spiele für den Preis einer neuen DVD, Toptitel vielleicht für den Preis einer neuen Bluray verkaufen würde? Sie würden sich besser verkaufen und der Gebrauchtmarkt wäre zu vernachlässigen.
Diese Filme haben bzw. hatten Produktionskosten, die locker mit denen moderner Spiele mithalten können - trotzdem verkaufen sie sich gut und jeder ist zufrieden und kauft sich als Hardcorefan auch die nächste Steelbox Edeledition des gleichen Films in HD und dann 3D usw., den man unter Umständen schon 50Mal gesehen hat.
Es geht mir nicht einmal um "Datenträger", Filme die über digitale Distribution verkauft werden sind im Grunde genauso teuer wie ihre Pendants in den Plastikhüllen - es muss sich einfach der Preis komplett an die Filmindustrie angleichen.
Wer würde sich denn z.B. eine Avatar Bluray (Produktionskosten 237 Millionen Dollar) für UVP 59,99€ kaufen? Wohl keiner. Aber ein CoD: Black Ops für 19,95€ ? Jeder.
- KleinerMrDerb
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- Persönliche Nachricht:
Och Junge mach dich doch nicht lächerlich mit deiner Unwissenheit!Asatas hat geschrieben:Wenn ich die Lizenz vor und bei kauf nie gesehen habe kann der Publisher sie mir nicht nachträglich aufzwingen. Das Ding was bei der Installation kommt ist eine versteckte Kondition und kannst somit vergess0rn.
Diese Informationen stehen auf der Verpackung der Spiele.... und wer sie da nicht gelesen hat der hat selbst in Deutschland keine chance dagegen zu Klagen und zu gewinnen.
Jedes Spiel welches Steam voraussetz wird an einen Account gebunden und ist unverkäuflich.... nicht nur der Multiplayer sondern das gesamte Spiel!
- KleinerMrDerb
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Den entscheidenden Unterschied des Absatzes zwischen Film und Spiel hast du überhaupt nicht bedacht.Lee Ermey hat geschrieben:Nach all den verwirrenden Gedankengängen halte ich einfach mal fest, dass die Spieleindustrie der Fimindustrie eigentlich in nichts nachsteht
FILME spielen ihre Kosten in den meisten Fällen schon im Kino ein.... die DVD/BD Verkäufe sind nur das zweite Standbein und deswegen ist man dort nicht auf den Gebrauchtmarkt fixiert.
Videospiele haben nur diese eine Chance erfolgreich zu werden und wenn dort der Gebrauchtmarkt boomt geht dem Publsiher die eine oder andere Einnahme flöten....
Vorallem wenn bei einem GameStop die Spiele ca. 5€ Günstiger sind als die Neuware... manchmal sogar Teurer.... dann ist es klar, dass diese Läden den Publishern ein Dorn im Auge sind.
Gebrauchte DVDs / Musik CDs werden üblicherweise auch nicht zu "FAST" Neupreisen verkauft sondern liegen im Schnitt 50% - 90% unter diesen Neupreis.
Da ist also kaum noch etwas zu holen.
- Sir Richfield
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Autovergleich, wie ich ihn liebe.
Natürlich hat der Autohersteller das gleiche Problem wie der Publisher.
Wenn Hans dem Franz gebraucht ein Auto verkauft, dann hat Franz kein neues Auto gekauft.
Selbst wenn Hans, der ja kein Auto mehr hat, ein neues kauft, dann hat $Hersteller nur ein Auto neu verkauft, wo er doch zwei hätte verkaufen können, wenn Hans sein Auto brav weggeworfen hätte.
Der Unterschied ist nur: Ein neues Auto ist teuer (ab und an frage ich mich da auch wieso). Deutlich teuerer als ein Videospiel. Deshalb versuchen die Hersteller gar nicht, so zu argumentieren, man würde sie auslachen.
Also freuen die sich über den einen verkauften Wagen und hoffen, dass Franz den Gebrauchten jedenfalls noch in eine Vertragswerkstatt bringt. Und dann sind da noch die Ersatzteile.
Die Publisher halten ihre Spiele für günstig. Deshalb sind die der Meinung, dass man sich das doch gefälligst neu kaufen sollte.
Dass das irgendwann implodieren muss, wenn man versucht immer mehr zum gleichen Preis zu verkaufen, geht denen nicht auf.
Damit meine ich, dass immer mehr AAA Titel zum Vollpreis auf den Markt kommen, die an sich immer weniger Spielzeit mit sich bringen. Irgendwann reicht das Geld einfach nicht. Dann fangen die Leute an zu rechnen: "Gut, einmal im Jahr das CoD/FiFa/Whatever Update kann ich mir leisten, vielleicht noch ein! MMO Abo dazu. Der Rest muss warten."
Dann kollabiert der Markt (Wie Ende der 80er als man auch versucht hat, die Leute in Spielen zu ertränken).
Und dann fällt mir ein, wie passend der Autovergleich wirklich ist:
Autohersteller haben Ersatzteile, mit denen sie noch Geld machen (und manchmal nicht zu knapp!).
Publisher versuchen jetzt, den MP als Ersatzteil an den Mann zu bringen.
Blöd sind die nicht, das muss man denen lassen.
Blöd wäre nur der Kunde, ABER:
Im Gegensatz zu immer drakonischeren DRM Maßnahmen ist das etwas, was den "ehrlichen Käufer" nicht belastet.
Es sei denn es handelt sich um die Leute, die immer den neusten Shice legal haben wollen und dies damit finanzieren, die Spiele, die sie durchgespielt haben wieder zu verkaufen.
Die werden dann sehen, dass die Gebrauchten nichts mehr wert sind. (Warum sollte ich das gebraucht für 20€ weniger kaufen, wenn ich dann wieder 10-15 investieren muss? Dann kann ich auch gleich auf die Bargain Bin warten...)
Bleibt also abzuwarten ob die Menge der Leute, die ein Spiel dann halt neu statt gebraucht kaufen die Menge ausgleicht, die jetzt weniger Spiele kaufen, weil sie kein Geld bekommen, dass sie in andere Spiele investieren können.
Natürlich hat der Autohersteller das gleiche Problem wie der Publisher.
Wenn Hans dem Franz gebraucht ein Auto verkauft, dann hat Franz kein neues Auto gekauft.
Selbst wenn Hans, der ja kein Auto mehr hat, ein neues kauft, dann hat $Hersteller nur ein Auto neu verkauft, wo er doch zwei hätte verkaufen können, wenn Hans sein Auto brav weggeworfen hätte.
Der Unterschied ist nur: Ein neues Auto ist teuer (ab und an frage ich mich da auch wieso). Deutlich teuerer als ein Videospiel. Deshalb versuchen die Hersteller gar nicht, so zu argumentieren, man würde sie auslachen.
Also freuen die sich über den einen verkauften Wagen und hoffen, dass Franz den Gebrauchten jedenfalls noch in eine Vertragswerkstatt bringt. Und dann sind da noch die Ersatzteile.
Die Publisher halten ihre Spiele für günstig. Deshalb sind die der Meinung, dass man sich das doch gefälligst neu kaufen sollte.
Dass das irgendwann implodieren muss, wenn man versucht immer mehr zum gleichen Preis zu verkaufen, geht denen nicht auf.
Damit meine ich, dass immer mehr AAA Titel zum Vollpreis auf den Markt kommen, die an sich immer weniger Spielzeit mit sich bringen. Irgendwann reicht das Geld einfach nicht. Dann fangen die Leute an zu rechnen: "Gut, einmal im Jahr das CoD/FiFa/Whatever Update kann ich mir leisten, vielleicht noch ein! MMO Abo dazu. Der Rest muss warten."
Dann kollabiert der Markt (Wie Ende der 80er als man auch versucht hat, die Leute in Spielen zu ertränken).
Und dann fällt mir ein, wie passend der Autovergleich wirklich ist:
Autohersteller haben Ersatzteile, mit denen sie noch Geld machen (und manchmal nicht zu knapp!).
Publisher versuchen jetzt, den MP als Ersatzteil an den Mann zu bringen.
Blöd sind die nicht, das muss man denen lassen.
Blöd wäre nur der Kunde, ABER:
Im Gegensatz zu immer drakonischeren DRM Maßnahmen ist das etwas, was den "ehrlichen Käufer" nicht belastet.
Es sei denn es handelt sich um die Leute, die immer den neusten Shice legal haben wollen und dies damit finanzieren, die Spiele, die sie durchgespielt haben wieder zu verkaufen.
Die werden dann sehen, dass die Gebrauchten nichts mehr wert sind. (Warum sollte ich das gebraucht für 20€ weniger kaufen, wenn ich dann wieder 10-15 investieren muss? Dann kann ich auch gleich auf die Bargain Bin warten...)
Bleibt also abzuwarten ob die Menge der Leute, die ein Spiel dann halt neu statt gebraucht kaufen die Menge ausgleicht, die jetzt weniger Spiele kaufen, weil sie kein Geld bekommen, dass sie in andere Spiele investieren können.
- Lord Lanze
- Beiträge: 507
- Registriert: 17.07.2008 14:18
- Persönliche Nachricht:
Wie wäre es mit einer "Zwangs"-Lizensabgabe beim Verkauf von gebrauchten Spielen an dem Publisher. Privat sicherlich nicht umsetzbar, aber in den Läden bestimmt realisierbar. Der Einzelhändler kalkuliert es einfach mit im Bruttopreis ein und der Endverbraucher darf es unbemerkt zahlen. So würde sogar noch nach Jahren Geld für den Vertreiber fliessen. In welcher Höhe diese liegen soll, kann ja nach dem Alter der Software gestaffelt werden......
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Ach ja, ich leihe mir regelmässig Spiele in der Videothek aus und spiele diese durch. Bin ich jetzt auch deswegen ein schlechter Mensch?....
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Ach ja, ich leihe mir regelmässig Spiele in der Videothek aus und spiele diese durch. Bin ich jetzt auch deswegen ein schlechter Mensch?....
