Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

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Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

5Finger hat geschrieben:
Wie würdest du reagieren wenn ich sage, ich würde es unterstützen, dass meine Kindern von Immigranten und Asylanten getrennt unterrichtet werden?
Aber das sagt Sarkeesian in diesem Tweet doch nicht. Ich lese da noch nicht einmal eine politische Forderung raus, sondern nur, dass sie die von @AdiosBarbie zitierte Studie damit kommentiert, dass sie Studien gelesen hat, die das Gegenteil aussagen. Zumindest was das Geschlecht betrifft, glaube ich zu wissen, was sie meint: Es gibt tatsächlich Studien, in denen nachgewiesen wurden, dass Frauen in Mathe-Prüfungssituationen signifikant besser abschneiden, wenn keine männlichen Teilnehmer dabei sind, als Kontrollgruppen, bei denen die Prüfungsteilnehmer durchmischt sind, bzw. Männer die Mehrheit der Teilnehmer stellen. Das muss man nicht als Aufruf gegen koedukativen Unterricht lesen und erst recht nicht als sexistischen Move, sondern kann es auch einfach als soziologisches Forschungsergebnis stehen lassen.

Natürlich kann man sich in Folge auch Gedanken darüber machen, woran es liegt, das eine Gruppe von Menschen in einer solchen Situation gegenüber einer anderen benachteiligt ist, und warum man Leistungsergebnisse so leicht manipulieren kann. Vielleicht Tradition, vielleicht ein bestehendes Machtgefälle, dass in bestimmten Situationen zu Tage tritt, vielleicht ein Evozieren gesellschaftlicher Vorurteile durch die Konfrontation mit der Zusammenstellung der Gesellschaft... hier kann dann weitergeforscht werden (was in den Gender Studies, der Soziologie und der Kulturwissenschaft ja auch getan wird). Und natürlich kann man dann auch überlegen, wie man diese durch simple Konstellationen entstehende Benachteiligung ausgleichen könnte: Da muss Segregation aber nicht die erste Antwort sein. Es kann auch reichen, Rollenbilder, Erwartungshaltungen, eingeübte Schemata oder Leistungsklischees zu überdenken, kritisch zu hinterfragen oder sogar bewusst gegenteilige Bilder zu forcieren, um einen Ausgleich zu der Missbalance herzustellen, die ja ganz offensichtlich durch soziale Kontexte (und eben nicht Biologie) entstehen kann.

Das mit dem "same with race"... ja, da kann man durchaus die Stirn runzeln. Tue ich auch wenn ich das lese, selbst wenn ich davon ausgehe, dass sie mit Sicherheit auf race als soziales Konstrukt referiert, das ja als eben solches de facto existiert. Die Empörwelle, die dann aber 2014 auf ein Posting das von fucking 2011 kam, ist doch irritierend, zumal an dieser wohl primär Personen beteiligt sind, die durch damalige Sarkeesian-Hasswellen angespült wurden und sonst wohl eher ihre diskriminierende Sprache vehement gegen Sprachsensibilität verteidigen. Selbst @AdiosBarbie, auf die dieser Kommentar eine kritische Reaktion war, reagiert genervt auf diesen Out-of-Time/Context Shitstorm, der ziemlich so wirkt als hätte er das Ziel ein gefundenes Fressen für Sarkeesian-Gegner auszuschlachten (ganz zu schweigen davon, dass die heftigen Reaktionen und Beleidigungen in keinem Verhältnis zu der eher nüchternen "race"-Benennung stehen, die beim inhaltlichen Runterbrechen das einzig stirnrunzelwürdige Moment von Sarkeesians Beitrag bleibt). Die Anti-Sarkeesians haben dann furchtbar Spaß dran, sie als Rassistin zu bezeichnen, das ist aber in dem Fall so offensichtlich ein "Tu Quoque"-Move, das es kaum noch lohnt weiter drauf einzugehen.
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5Finger
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von 5Finger »

Sharkie hat geschrieben:
5Finger hat geschrieben: Nur wurde die Quelle nicht gefälscht, sondern eine dritte Person hat den Post genommen, abgeändert und dann sein Werk weiter verbreitet. Das ist ein Unterschied.
Was Du beschreibst, ist Zitatfälschung. Wird Dir jeder, der ein wenig Ahnung von Methodik hat, bestätigen. Das Kommentieren eines Zitats durch den Zitierenden hat von der reinen Wiedergabe jenes Zitats deutlich und unmissverständlich getrennt zu erfolgen. Das ist in diesem Beispiel nicht der Fall, ich denke diesbezüglich gibt es relativ wenig Interpretationsspielraum.
Dann sehen wir es an dem Punkt anderes. Für mich ist die Trennung ziemlich deutlich zu erkennen. Wie LePie schon erwähnte, jeder der sich etwas mit Twitter und Co auskennt, erkennt die Bearbeitung.
Aber wenn du dich damit wirklich nicht auskennst, ist deine Verwirrung verständlich und dann wäre für dich eine klarere Trennung natürlich erstrebenswert.
Sharkie hat geschrieben:
5Finger hat geschrieben: Btw was heißt hier meiner Meinung nach? Es steht schwarz auf weiß in ihrem Post : same with race.
Würdest du genauso gelassen reagieren, wenn ein weißer, (männlicher), Hetero das schreiben würde?

Wie würdest du reagieren wenn ich sage, ich würde es unterstützen, dass meine Kindern von Immigranten und Asylanten getrennt unterrichtet werden?
Bitte lenk nicht vom Thema ab. Ich habe die von Scipione weiterverbreitete Zitatfälschung kritisiert, nicht Sarkeesian oder ihre dort zitierte Aussage verteidigt. Dass uns eine Aussage verwerflich erscheint, rechtfertigt nicht ihre verfälschte Wiedergabe.
Bitte von mir aus, aber du warst es, der suggerierte, dass erst durch das Bild eine rassistische Leseart hervorgerufen wird.


@ Plor
Klar man kann Rassimus auch beschönigen und relativieren.
Aber ich bin mir sicher, du würdest ähnliche Postings von GamerGate, AfD und Co ähnlich bewerten.
Zuletzt geändert von 5Finger am 03.09.2015 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

Bild

:Blauesauge:
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5Finger
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von 5Finger »

Knapp daneben ist auch vorbei, aber das passiert bei Schnellschüssen manchmal. Hier nimm das Bild stattdessen.

Bild
Ist zwar auch nicht Themenbezogen, reicht aber für den schnellen Blick des unaufmerksamen Lesers.
Zuletzt geändert von 5Finger am 03.09.2015 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

Sorry, Photoshop ist schon wieder zu. Aber danke für die Unterstützung.
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Dominius
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Kleine Anmerkung

Beitrag von Dominius »

Tatsächlich ist dieses Bild von Protesten, die sich gegen eine Unterbringung in bzw. Umwandlung eines Förderzentrums in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete richten.

(Persönlich halte ich die Ortswahl auch für suboptimal, allerdings finde ich derartige Proteste im aktuellen gesellschaftlichen Klima ebenso problematisch.)
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Sharkie
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Sharkie »

@Plor: Danke für den Lacher! :)

@5Finger: Ich denke, darauf können wir uns einigen. :)

@Alle: Bin mal raus für heute!
Gast
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Gast »

5Finger hat geschrieben:Bitte von mir aus, aber du warst es, der suggerierte, dass erst durch das Bild eine rassistische Leseart hervorgerufen wird.
Um ehrlich zu sein, Anita hat im besagten Tweet nicht einmal ausgesagt, ob sie die Idee von nach Ethnien / 'race' (bzw. was genau damit an dieser Stelle gemeint sei) getrennten Klassenräumen überhaupt direkt unterstützt, wodurch mir die Grundlage für eine rassistische Lesart ebenfalls eher etwas dünn erscheint. Es ist in der Hinsicht relativ eindeutig, dass der Ersteller des Bildes jedoch genau diese Konnotation durch Anfügen der Aufnahme von Jimmy Tadlock und seinen Freunden aus den 50ern erzwingen möchte, um Frau S. zu diskreditieren.
(So fair sollte man dann doch sein, wenn doch auch die Gegenseite sich darüber beschwert, dass ihnen laufend Worte in den Mund gelegt und/oder böswillige Intentionen zugesagt werden.)
Zuletzt geändert von Gast am 03.09.2015 21:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Wulgaru »

ChrisJumper hat geschrieben:diverse Punkte.
Nichts für ungut Chrisjumper, ich sehe dich jetzt ganz sicher nicht als jemanden mit dem ich darüber nicht gut diskutieren kann, aber du springst mir in diesem Post dann doch sehr das es mir sehr schwer fällt überhaupt zu antworten, da du jetzt Dinge miteinander vermengst die nicht das geringste miteinander zu tun haben.

Erstmal zu deinem Punkt ganz unten: Das Urheberrecht, sei es gut oder schlecht, hat doch erstmal gar nichts mit irgendeiner Zensur zu tun wie wir sie jetzt beim Jugendschutz haben oder in deinem Dämonenszenario bei dem jetzt morgen alles was sexistisch sein könnte verboten wird. Das sind zwei völlig andere paar Schuhe. Du könntest kein einziges künstlerisch einschränkendes Gesetz der Welt haben (also kein Jugendschutz, kein Hakenkreuzverbot usw.) und immer noch Urheberrecht. Wenn ich also von der Entwicklung gesprochen habe, habe ich und du ursprünglich auch von etwas anderem gesprochen und zwar möglicher Zensur der künstlerischen Inhalte durch gesellschaftliche Vorbehalte.

Zu dem ersten Teil deines Postes: Na logisch überschätzt sich Anita, genauso wie sich Gamergate überschätzt, weil beide Parteien glauben gesellschaftlich wirklich relevant zu sein. Genau das sind sie aber nicht, weswegen ich ja ursprünglich auf deinen Post reagiert habe, weil du glaube ich das worüber wir hier reden für viel zu relevant hältst bzw. seine Auswirkungen. Das ist was für den Kulturteil einer Zeitung, nicht für die wichtigen Hauptnachrichten. Diskutieren wir heute über Games in der Gesellschaft und morgen über Filme, nun zum Sport.

Dann nochmal zum Staat. Nein, so funktioniert das nicht. Es gab jede Menge gesellschaftliche Strömungen, auch was Diskussionen über Kunstfreiheit angeht, aber da hat sich unser Land als sehr konstant erwiesen sowohl bei seinen Freiheiten als auch bei den Einschränkungen die es da gibt. Auch das halte ich daher für Paranoia. Selbst wenn jetzt alle anfangen alles als sexistisch zu bezeichnen, was ich absolut nicht sehe (und tumblr/Youtube/Facebook sind nicht die Gesellschaft).

Dein letzter Punkt bei den Colleges...nun ich bin natürlich nicht in Amerika an die Uni gegangen, aber ich habe früher ähnliche "schlimme" Dinge über unsere Unis gelesen was für PC-Diktaturen herrschen würden, die hätten mich wirklich interessiert, aber ich habe sie nicht gefunden (und ich war an einer Uni die von 68ern gegründet wurde) usw. du solltest hier nicht zu vielen konservativen Talking Points aufsitzen. Das was da jetzt zum Beispiel gerade von Seinfeld in den USA ausgelöst wurde ist doppelt ironisch, weil Seinfeld eigentlich nur über seine Tochter gebitcht hat, die ihm offenbar zu modern ist, nicht von einem tatsächlichem negativem Erlebnis an Colleges. Das es dort gerade massive Feminismus-Kampagnen über solche Themen gibt, glaube ich auch gerne. Wer das aber als Bedrohung aufziehen will, der sollte mal zwei Minuten in sich gehen und sich fragen was an Colleges und Unis seit 50 Jahren passiert im positiven und im negativen Sinne: Neue gesellschaftliche Ideen, Utopien, politische Kampagnen, große weltverändernde Demos...und die guten Ideen überleben das dann auch, die schlechten nicht. Denn sonst wären die USA ausgehend von den 60ern heute ein pazifistischer Hippie-Staat und wir wahlweise ein kommunistisches "Paradies" im Sinne der roten Khmer. Ist irgendwie nicht passiert, immer mal langsam mit der Angst. :wink:
CritsJumper
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von CritsJumper »

Ich hatte da auch nicht viel Zeit und wollte so kurz wie möglich auf viele Dinge die mir dazu in den Sinn kamen antworten. Im Grunde wollte ich nur kurz Umschreiben und neue Punkte über die man weiter nachdenken sollte aufzeigen. Nicht unbedingt alles erklären oder rechtfertigen.
Zu dem ersten Teil deines Postes: Na logisch überschätzt sich Anita, genauso wie sich Gamergate überschätzt, weil beide Parteien glauben gesellschaftlich wirklich relevant zu sein. Genau das sind sie aber nicht, weswegen ich ja ursprünglich auf deinen Post reagiert habe, weil du glaube ich das worüber wir hier reden für viel zu relevant hältst bzw. seine Auswirkungen. Das ist was für den Kulturteil einer Zeitung, nicht für die wichtigen Hauptnachrichten. Diskutieren wir heute über Games in der Gesellschaft und morgen über Filme, nun zum Sport.
Das ist ein interessanter Punkt, dir stimme ich da auch ziemlich zu. Dennoch finde ich es seltsam wenn sie im Internet so viel Feedback bekommt. Gutes wie schlechtes. Das schaffen sehr viele Themen, Schlagzeilen, vielleicht auch kompliziertere Dinge nicht. Wahrscheinlich nur subjektives empfinden, immerhin können sich sehr viele ja auch über Fussballergebnisse emotional streiten/diskutieren.
Es gab jede Menge gesellschaftliche Strömungen, auch was Diskussionen über Kunstfreiheit angeht, aber da hat sich unser Land als sehr konstant erwiesen sowohl bei seinen Freiheiten als auch bei den Einschränkungen die es da gibt.
Du hast in dem Absatz meinen Punkt nicht verstanden, auch nicht das was ich befürchte. Das eine beschreibt eine Gesellschaftliche Situation, schon richtig damit habe ich angefangen. Der fortführende Teil beschreibt aber Positionen von Unternehmen und im Fall von Internetsperren und Zensurlisten, die Vorstellung weniger Menschen, welche vermuten bestimmte Listen mit "bestem Wissen und Gewissen", wie unsere Kanzlerin so schön sagt, zu erstellen. Dann geht die Gesellschaft vor die Grunde weil Technik und Listen unbeobachtet neue Maßstäbe setzt. Ähnlich plakativ wie es Suchergebnisse und aufgezeigte Schlagzeilen heute machen.

Ich habe schon sehr großes vertrauen das vieles davon sich von selber reparieren wird und die Gesellschaft die Auswirkungen bemerkt.

Wegen der Unis, ja als ich nach dieser Software und den zugehörigen Beispielvideos suchte wurde ich nicht mehr fündig. Von daher war es wahrscheinlich nur eine irrelevante Randerscheinung. Wie gesagt ich finde gut das sich einige mit dem Thema Feminismus auseinander setzten und sich auch mal Gedanken dazu machen. Wenn ich das Video finde schicke ich dir gerne die Diskussionsbeilage.

Ich finde es schade das der Feminismus bei uns in den Schlagzeilen aktuell nur ist bei Punkten wie "Studentenwerk umbenennen in Studierendenwerk". Frau Schwarzer und andere haben wichtige Punkte erzielt, schade finde ich nur das sie sich aktuell so sehr auf das Thema Prostitution und den Punkten mit der Anti-Baby-Pille bewegen. Ihre Gedankengänge sind allerdings sehr interessant und einer Stunde der Aufmerksamkeit wert.
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3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von 3nfant 7errible »

@ Sharkie:

Das mit dem Twitter Bild hat sich ja schon aufgeklärt, aber ich denke schon man hätte das auch ohne Twitter-Erfahrung erkennen können :wink:



Plor hat geschrieben:

Du hast immer noch nicht verstanden, was ich mit meiner Spektrenverortung meine. Wie oft soll ich das noch wiederholen? Ich sehe rechts nicht gleich einer Nazi-Ideologie. Und ich sehe rechts auch nicht als die böse Ecke an. Es ist einfach ein bestimmtes Spektrum mit einer ähnlichen Terminologie, ähnlichen Inhalten und Überschneidungen in Haltungen zum politischen Diskurs... Nochmal: Ein SPEKTRUM!
Ja, aber wenn du das so meinst, dann ist doch irgendwie witzlos, nicht wahr? Du bist doch dann einfach der Esel, der das andere Langohr ins Glashaus schmeisst.... oder so.
Es ist ja nicht nur dieser Sexismus und Rassimus von Feministinnen wie Anita, die du hier verteidigst, oder ihre Äusserung, die genauso gut von einem Clan-Mitglied hätte stammen können, oder der Teil mit der Geschlechter-Trennung, der von ultra-konservativen Christen oder Islamisten hätte stammen können. Nein, allein dieses ständige, fast schon obsessive Rumreiten auf politische Verortungen, das nicht mal irgendwas mit dem Thema zu tun hat. Woher kennt man das wohl? Von autoritären, vor allem rechten Systemen. Oh ein roter, ein Kommunist, packt ihn!

Demnächst kommt ein schöner Film ins Kino, Trumbo, den solltest du dir vielleicht mal anschauen...

Nee... sorry, nice try. In einem anderen Kontext würde ich dir ebenso spezifische Spektren der extremen Linken zerpflücken, deren eindimensionalen Antiimperialismus und Antiamerikanismus kritisieren. Wäre aber ein anderes Thema, wobei die Reaktionen aus der Ecke wahrscheinlich ähnlich wären (Nur, dass ich dann plötzlich als Konservativer oder Rechter bezeichnet werden würde.
Ja nee, nice try zurück. Du hast hier keine Inhalte angegriffen, bist auf keine Kritik eingegangen. Deine Erwiderungen laufen stetst nach dem gleichen Schema ab..... "ja das von den kommt von da, und das von den findet man auch da wieder..."
Dass dir das nach dem 20. Mal nicht langsam selber dämlich vorkommt? Du bist mit deiner Rabulistik nicht mal abwechslungsreich. Man stelle sich mal vor jede Debatte würde so ablaufen. Das eigentliche Thema würde am Anfang kurz genannt werden und die restlichen 2 Stunden würde man sich nur noch politische Verortungen gegen den Kopf werfen.
Und dabei ist dir auch wirklich nichts zu blöd. Dass liberale Positionen zb auch für liberale Waffengesetze einstehen können, sollte eigentlich recht einleuchtend sein. Dabei muss einem der Gedanke, dass theoretisch jeder Idiot zuhause eine Waffe in seinem Schrank haben kann, nicht mal behagen. Man muss dafür auch nicht mal selbst ein Waffennarr sein. Aber der Glaube an die Freiheit des Einzelnen wiegt einfach so viel schwerer.
Und ja, ich weiss, das wird dir in diesem Leben nicht mehr gelingen, das nachvollziehen zu können.
Nee,... sorry, nice try. Du kennst ganz offensichtlich DEN Feminismus, der hier kritisiert wird, nur über den Umweg seiner Kritiker. Es ist so offensichtlich, dass du zugemüllt bist mit Gamergate-Texten und dich wahrscheinlich nie unvoreingenommen mit DEN hier kritisierten Feminismus auseinandergesetzt.
Nee,... sorry, nice try. Du kennst ganz offensichtlich das Gamergate, das hier kritisiert wird, nur über den Umweg seiner Kritiker. Es ist so offensichtlich, dass du zugemüllt bist mit SJW-Texten und dich wahrscheinlich nie unvoreingenommen mit dem hier kritisierten Gamergate auseinandergesetzt hast.

Ja, ich weiss, das ist etwas kindisch, aber genauso ist es auch von dir. DU weisst selbstverständlich alles ganz genau, DU kennst von jedem einzelnen von tausenden Menschen die politische Position, besser als sie selbst, DU hast den totalen Durchblick, DEINE Filter-Bubble ist stets unvoreingenommen und genau... mit diesen Nicht-Argumenten, können wir beide noch stundenlang weitermachen...

Tatsache ist, es mangelt ja nun wirklich nicht an Beispielen. Soll ich dir wieder welche liefern, oder heulst du dann wieder rum? Man könnte zb mit nem SJW or Stormfront Quiz anfangen, bei dem manche Aussagen von Feministinnen so ungeheuerlich sind, dass man sie wirklich mit den von 1A Hardcore-Nazis verwechselt.
Auch Anita hatte selbst schon gesagt, dass es kein "reverse sexism/racism" geben würde. Was natürlich sehr komfortabel ist, denn so kann man diskriminieren so viel wie man will, und niemand kann klagen. Denn man kann ja nicht gegen etwas klagen was es nicht gibt. So wie Frauen früher auch nicht gegen Vergewaltigung in der Ehe klagen konnten, denn das gabs ja auch nicht. aber Feminismus ist für alle da

Die Legende vom "punching up", die sich komischerweise immer nur auf weisse Männer bezieht, obwohl wir festgestellt haben, und du mir soweit auch zugestimmt hast, dass durchaus auch Frauen einen höheren sozialen Status haben können. White girls von heute in Amerika und anderen westl. Staaten gehören zu den privilegiertesten Menschen, die überhaupt jemals auf diesem Planeten gelebt haben. Sie stehen in einigen Bereichen leicht niedriger als white men, in anderen leicht höher (Es mussten erst alle 3 kleine Jungs sterben, weil es niemand für möglich hielt, dass auch Frauen Monster sein können) und in den meisten auf gleichem Level.
Aber heulen rum als seien sie die grössten Opfer. In unserer Gesellschaft gibt es momentan die höhere Priorität, dass Frauen in hohen, gut bezahlten Jobs noch höher kommen und noch besser bezahlt werden, statt der Frage nachzugehen wieso es so ein gigantisches Missverhältnis zwischen männlichen und weiblichen Obdachlosen und der Suizidrate gibt. aber Feministen kämpfen gegen Klassismus und sind für alle da

Feministinnen verteidigten die Fake-Rape Story mit der Begründung, dass eine Fake-Story besser sei, als gar keine. Die zu Unrecht beschuldigten waren ja nur Männer, kann man ruhig mal machen. aber Feminismus ist gut, gerecht und für alle da


Aber ganz ehrlich, es muss und sollte auch hier niemand so einfach glauben was du oder ich erzählen. Jeder kann für sich selber recherchieren. Das ist keine Rocket Science.


Außerdem machst du einen klassischen Denkfehler: Du setzt den Abbau von Diskriminierung automatisch mit neuer Diskriminierung gleich.
Wenn ich einen Denkfehler mache, dann bin ich zumindest in guter und vor allem sehr zahlreicher Gesellschaft. Nochmal, Grundgesetze, Arbeitsgerichte, Gleichbehandlungsgesetze machen keinen Unterschied zwischen den Menschen. Rassismus ist Rassismus und Sexismus ist Sexismus. Fertig aus.
Zum Glück sind weisere Menschen an der Macht. Und zum Glück wird in vielen Berufen, die Verantwortung verlangen, noch der Charakter geprüft.

Du und gewisse Feministinnen wollen mit ihrem HokusPokus von reverse -isms dagegen Diskriminierung rechtfertigen.
Welche Gruppierungen haben das heute oder in der Vergangenheit auch schon versucht?

Und wie geil ist das überhaupt, wie verzweifelt du hier versuchst Rassismus/Sexismus zu verteidigen? Während du bei der Gegenseite ständig aufs rechte Spektrum verweist? Hast du Nerven :lol:
Ernst gemeinte Frage: Ist es für dich unmöglich, dir vorzustellen, dass Anita Sarkeesian nicht bewusst aus niederen Motiven lügt, sondern eine Haltung hat, in der ihr selbst ihre Gedanken folgerichtig erscheinen? Oder anders gefragt: Glaubst du ernsthaft, sie setzt sich bei der Konzeption ihrer Videos hin und denkt sich "So, hier gehört noch eine fette Lüge rein, damit ich mein Thema gut aufbauschen kann?". Muss eine andere Haltung, ein anderer Umgang mit Wissenschaft gleich eine Lüge sein? Hältst du mich auch für einen Lügner? Muss ich jetzt dich für einen Lügner halten? Wie sollen wir mit der Haltung überhaupt noch weiterdiskutieren?
Ja, man kann einen Fehler machen. Dann wird man von anderen darauf hingewiesen, korrigiert ihn und entschuldigt sich vielleicht sogar. Anita blockt dagegen nicht nur jegliche Kritik ab, sie macht auch weiter munter Fehler, und wiederholt alte sogar. Irgendwann kommt man zu dem Schluss, hey die kann sich doch bestimmt selber die Schuhe zubinden, also an bodenloser Dummheit liegt es wohl eher nicht.
Und wieviele Haltungen zur Wissenschaft gibt es und wie sehen die alle aus?

Ähmmm... nee... sorry, nice Try! Meinungsfreiheit heißt nicht, dass ich deine Meinung nicht zum Kotzen finden kann. Widerspruch gehört einfach zur Demokratie.
Richtig.... deshalb sollte es auch möglich sein, eine Anita oder einen bestimmten Feminismus zu kritisieren, ohne dass du oder irgendein anderer white knight gleich ausflippt. Was wohl auch erlaubt ist, aber dann heul später nicht rum, wenn du dann auch entsprechende Antworten bekommst.

ALTER, ich habe den Begriff Klassismus als wichtiges Thema des Feminismus benannt! Was soll ich denn noch machen? Dir mit nem Wörterbuch gegen den Kopf hauen?
Du kannst es auch noch 100 mal erwähnen, und deine Feministinnen können sich das aus PR-Gründen auch noch 1000 mal aufs Shirt schreiben, ändert aber nichts daran, dass es eben nicht mehr als PR ist.

pls donate to my patreon cuz i'm a lazy, spoiled, entitled white gurl who needz a better smartphone so i can tell y'all on twitter how oppressed those poor negroes are lolz :3 XD
CritsJumper
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von CritsJumper »

Scorpion, ich wollt nur kurz schreiben das ich deine Position verstehe und scheinbar zum überwiegenden Teil, teile.

Ich denke auch das dir bewusst ist, das Feminismus auch für Männer gilt. Das gewählte Wort ist seltsam dämlich. Letztlich will diese Bewegung kritisieren das jemand aufgrund seines Geschlechts diskriminiert wird. Ob nun Männlein oder Weiblein, das ist da ziemlich egal. Das selbe eigentlich auch bei Videospielen. Aber ich bin mir da nicht so ganz sicher ob Anita das auch verstanden hat.

Ich denke diese Frau wäre nicht zufrieden wen es entsprechende Videospiele gäbe, die für Frauen gemacht sind und entsprechende weibliche Inhalte darstellen. Ich würde mir aber wünschen das es so ist. Quasi, Solid Snake als Frau und dann kommen keine Krankenschwestern sondern Krankenbrüder die sich über einen beugen. Und der Arzt ist einfach eine Ärztin. ;)

Doch ich glaube das was sie kritisieren will ist eben das es als Stilmittel eingesetzt wird das das Geschlecht so in den Vordergrund rückt. Dagegen habe ich aber eigentlich nichts. Weil es ja absolut nicht verwerflich ist. Ich werde weibliche Charaktere niemals als Beute sehen oder als Belohnung oder als Stimulator am Rande. Dafür sind Menschen einfach zu wertvoll. Doch das hat Frau Sarkeesian nicht so wirklich verstanden. Attraktive Menschen sind selbstbewusst, da Spielt das Geschlecht eine unterschiedliche Rolle. Nur ob man sie anhimmelt oder ob es lediglich Vorbilder sind ist zu unterscheiden.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von 3nfant 7errible »

ChrisJumper hat geschrieben:
Ich denke diese Frau wäre nicht zufrieden wen es entsprechende Videospiele gäbe, die für Frauen gemacht sind und entsprechende weibliche Inhalte darstellen. Ich würde mir aber wünschen das es so ist. Quasi, Solid Snake als Frau und dann kommen keine Krankenschwestern sondern Krankenbrüder die sich über einen beugen. Und der Arzt ist einfach eine Ärztin. ;)
Wenn du die Geschlechter in Spielen wirklich komplett umdrehen würdest, also jeden Mann durch eine Frau, jede Frau durch einen Mann ersetzen würdest.... holy shit, dann würde das Gejammer aber erst richtig anfangen :D


- 99% der Gegner/Feindfiguren wären weiblich. Während der Protagonist ebenfalls weiblich oder männlich ist. Du würdest hunderte oder tausende weibl. Charaktere vermöbeln, erstechen, erschiessen, verbrennen, mit Säure übergiessen, in Abgründe schmeissen, köpfen, foltern, spektakuläre finishing moves ansetzen....

- männl. Figuren würden als beschützenswerte Charaktere dargestellt, auf ein hohes Podest gestellt werden. Die weibliche Hauptfigur müsste durch unzählige brennende Reifen springen, immer wieder ihr Leben riskieren, nur aus abgöttischer Liebe zu diesem Mann.
(hier wäre es ganz interessant zu wissen, dass Feministinnen es in Geschichten gar nicht mögen, wenn eine weibl Figur einen Mann liebt. Ja, ich weiss, klingt krank, ist aber so)

- in Trailern zu Fighting Games würde zum grössten Teil nur gezeigt werden, wie die männlichen Charaktere entweder andere männl. Charaktere oder weibl. Charaktere vermöbeln. Weibliche Charaktere würden dagegen ausschliesslich andere Frauen bekämpfen. Selbiges gilt eigentlich auch für viele Trailer anderer Spiele
(schau dir zB die Fatality Trailers vom letzten MK an)

- in lustigen Adventures wäre die weibl. Hauptfigur die Trotteline, die von ihrem coolen Angebetenen an der Nase herumgeführt wird

- Wenn ein böser weiblicher NPC einen männlichen NPC schlagen würde, dann würdest du als Held/Heldin dazwischengehen und diese böse NPCin aber so richtig vermöbeln, während die Figur sowas sagt wie "Nimm das! Man schlägt keine Männer!" :Blauesauge:

- in Nahkampfszenen, Ingame-Gameplay oder Cutscene, würde der Held oder die Heldin den Kampf häufig mit einem finalen Tritt oder Schlag auf die weibl. Geschlechtsteile der Gegnerinnen beenden

- .......

ja, das würde der Anita doch bestimmt besser gefallen ; )
Hafas
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Hafas »

ChrisJumper hat geschrieben:[...]Ich denke diese Frau wäre nicht zufrieden wen es entsprechende Videospiele gäbe, die für Frauen gemacht sind und entsprechende weibliche Inhalte darstellen.[...]
Natürlich wäre sie nicht zufrieden, denn ein Spiel für Frauen ist ja genau so sexistisch, wie ein Spiel für Männer :Kratz:
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TheLaughingMan
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von TheLaughingMan »

Hatte Anita nicht mal ein Konzept für ein Spiel erdacht? Sowas mit einer Prinzessin die entführt wurde, dann aber flieht und selbst in ihr Reich zurück kehrt und den bösen Thronräuber stürzt oder sowas? Das könnte sie ja mal umsetzten. Kennt doch inzwischen bestimmt genug Programmierer-innen. Ich wäre gespannt.