SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
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unknown_18
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Vergiss es, die ganze Spiele Community ist inzwischen derart verweichlicht und für viele nur noch breite Masse Unterhaltung, da gibt es einfach zu viele, denen das völlig egal ist, weil die nur eines wollen: jetzt zocken. Die interessiert es nicht was Morgen ist. Die kapieren einfach gar nichts und sind einfach nur noch Opfer der Firmen ohne es je zu merken. Verzogene Gehirntote Konsum Zombie Kleinkinder... das deckt in etwas so alles ab. :p
- casanoffi
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Es gibt einen wunderbar ironischen Beitrag des Münchner Kabarrettisten Gerhard Polt.
Titel: Minderheiten
Darin erzählt er, warum sich an gewissen Dingen, über die sich Minderheiten empören, nichts ändert.
Eben weil es sich nur um eine Minderheit handelt, die sich darüber aufregt.
Hier heißt es, dass sich alle Welt über die aktuellen Umstände aufregt und man dies an diversen Forenbeiträgen, Metakritiken und Rezensionen erkennen kann.
Ich bin allerdings der Meinung, dass selbst dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
Ist es wirklich alle Welt, die sich darüber empört? Ich denke, nein.
Alle Welt ist es, die sich auf den SC-Servern versucht einzuloggen...
Es sind ein paar Tausend, vielleicht sogar ein paar Zehntausend - aber wie viele im Vergleich zu denen, die sich nicht daran stören, sind es? Verschwindend wenige. Und genau da liegt der Hund begraben.
Es sind sicherlich genug, damit sich die Verantwortliche genötigt fühlen, zu handeln und Pressemitteilungen herauszugeben. Aber unterm Strich im Vergleich zu der Zahl, die das Spiel gekauft hat und spielen wird, sind das alles nur Nebengeräusche, die man bald nicht mehr hört.
Hinzu kommt noch, dass viele der Empörten, die hinter ihrem Monitor die virtuelle Mistgabel schwenken, nicht konsequent sind und im Prinzip nur reden, aber nicht handeln.
Es ist doch wie bei den Wahlen - vier Jahre lang regt man sich über eine oder mehrere Parteien auf, nur um die dann wieder zu wählen...
Mag sein, dass die gesamte Welt von Opportunisten bevölkert ist. Und dass hier viele mit dem Finger auf sie zeigen, dass diese die Schuld daran tragen. Aber das ist mir viel zu einfach. Ich kann keinem die Schuld an einer Situation geben, wenn derjenige sich daran garnicht stört.
Ich zeige mit meinem Finger auf diejenigen, die etwas ändern wollen, aber nichts tun!
Einem, der nur mit den Schultern zuckt und sagt "Mich stört das alles nicht.", dem muss man doch nicht helfen. Und dann trotzig sagen, dass es ihm Recht geschieht, das alles so kommt wie es kommt, ist nicht die Lösung - denn ihn wird es ja offensichtlich nicht stören. Also eine Sackgasse.
Etwas ändern können nur die, die es auch wollen. Und wenn sie das der Welt kundtun, dann haben sie meiner Meinng nach auch die Pflicht und Verantwortung, daran etwas zu ändern.
Denn anders steht man nur da und schreit: Alles ist Scheiße und ihr trägt daran die Schuld, weil ihr nichts tut.
Aber was hat man denn bisher wirklich getan, außer ein paar Forenbeiträge und vielleicht eine Rezension bei Amazonz zu verfassen?
Beiträge und Rezensionen, die meistens wieder nur von denen gelesen werden, die sich darüber aufregen.
Es ist wie, als wenn man am Stammtisch schimpft. Alle draußen vor der
Kneipe hören maximal ein paar Schreihälse, die sich über irgendwas aufregen.....
Titel: Minderheiten
Darin erzählt er, warum sich an gewissen Dingen, über die sich Minderheiten empören, nichts ändert.
Eben weil es sich nur um eine Minderheit handelt, die sich darüber aufregt.
Hier heißt es, dass sich alle Welt über die aktuellen Umstände aufregt und man dies an diversen Forenbeiträgen, Metakritiken und Rezensionen erkennen kann.
Ich bin allerdings der Meinung, dass selbst dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
Ist es wirklich alle Welt, die sich darüber empört? Ich denke, nein.
Alle Welt ist es, die sich auf den SC-Servern versucht einzuloggen...
Es sind ein paar Tausend, vielleicht sogar ein paar Zehntausend - aber wie viele im Vergleich zu denen, die sich nicht daran stören, sind es? Verschwindend wenige. Und genau da liegt der Hund begraben.
Es sind sicherlich genug, damit sich die Verantwortliche genötigt fühlen, zu handeln und Pressemitteilungen herauszugeben. Aber unterm Strich im Vergleich zu der Zahl, die das Spiel gekauft hat und spielen wird, sind das alles nur Nebengeräusche, die man bald nicht mehr hört.
Hinzu kommt noch, dass viele der Empörten, die hinter ihrem Monitor die virtuelle Mistgabel schwenken, nicht konsequent sind und im Prinzip nur reden, aber nicht handeln.
Es ist doch wie bei den Wahlen - vier Jahre lang regt man sich über eine oder mehrere Parteien auf, nur um die dann wieder zu wählen...
Mag sein, dass die gesamte Welt von Opportunisten bevölkert ist. Und dass hier viele mit dem Finger auf sie zeigen, dass diese die Schuld daran tragen. Aber das ist mir viel zu einfach. Ich kann keinem die Schuld an einer Situation geben, wenn derjenige sich daran garnicht stört.
Ich zeige mit meinem Finger auf diejenigen, die etwas ändern wollen, aber nichts tun!
Einem, der nur mit den Schultern zuckt und sagt "Mich stört das alles nicht.", dem muss man doch nicht helfen. Und dann trotzig sagen, dass es ihm Recht geschieht, das alles so kommt wie es kommt, ist nicht die Lösung - denn ihn wird es ja offensichtlich nicht stören. Also eine Sackgasse.
Etwas ändern können nur die, die es auch wollen. Und wenn sie das der Welt kundtun, dann haben sie meiner Meinng nach auch die Pflicht und Verantwortung, daran etwas zu ändern.
Denn anders steht man nur da und schreit: Alles ist Scheiße und ihr trägt daran die Schuld, weil ihr nichts tut.
Aber was hat man denn bisher wirklich getan, außer ein paar Forenbeiträge und vielleicht eine Rezension bei Amazonz zu verfassen?
Beiträge und Rezensionen, die meistens wieder nur von denen gelesen werden, die sich darüber aufregen.
Es ist wie, als wenn man am Stammtisch schimpft. Alle draußen vor der
Kneipe hören maximal ein paar Schreihälse, die sich über irgendwas aufregen.....
- Kajetan
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Sim City 5 nicht kaufen?casanoffi hat geschrieben: Aber was hat man denn bisher wirklich getan, außer ein paar Forenbeiträge und vielleicht eine Rezension bei Amazonz zu verfassen?
Zudem, was erwartest Du denn? Mistgabeln und Fackeln? Brandbomben auf den EA-Sitz in Redwood, CA? Sofortigen Weltfrieden? Nein, steter Tropfen höhlt den Stein. Schon bei Spore musste EA zähneknirschend feststellen, dass man die Leute nicht so einfach über den Tisch ziehen kann. Spore wurde als "The Sims"-Ersatz konzipiert, doch bereits das zweite Addon ist nach mehrjähriger Verschiebung letztes Jahr komplett vom Erdboden verschwunden. Sim City 5 wird genau das gleiche Schicksal ereilen.
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
es gibt auch leute, die nicht die virtuelle mistgabel schwenken, aber trozdem handeln.casanoffi hat geschrieben:Hinzu kommt noch, dass viele der Empörten, die hinter ihrem Monitor die virtuelle Mistgabel schwenken, nicht konsequent sind und im Prinzip nur reden, aber nicht handeln.
mein (teilweise) schmerzhafter verzicht auf BF3 - ME3 - DS3 - Crysis3 und nu auch simcity ... und das ist nur aus dem hause EA .... von ubi fang ich hier gar nicht erst an.
ist empirisch nicht erfassbar aber der verlust, den sie durch origin/daueronDRM verzeichnen, würde mich mal interessieren ^^
- casanoffi
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Genau davon rede ich - nicht kaufen ist ein wirkungsvoller Schritt!Kajetan hat geschrieben:Sim City 5 nicht kaufen?casanoffi hat geschrieben: Aber was hat man denn bisher wirklich getan, außer ein paar Forenbeiträge und vielleicht eine Rezension bei Amazonz zu verfassen?
Zudem, was erwartest Du denn? Mistgabeln und Fackeln? Brandbomben auf den EA-Sitz in Redwood, CA? Sofortigen Weltfrieden? Nein, steter Tropfen höhlt den Stein. Schon bei Spore musste EA zähneknirschend feststellen, dass man die Leute nicht so einfach über den Tisch ziehen kann. Spore wurde als "The Sims"-Ersatz konzipiert, doch bereits das zweite Addon ist nach mehrjähriger Verschiebung letztes Jahr komplett vom Erdboden verschwunden. Sim City 5 wird genau das gleiche Schicksal ereilen.
Das Problem dabei ist aber, dass nicht viele so konsequent sind.
Ich erwarte sicher keine Brandbomben, passiver Widerstand (nicht kaufen) kann wirklich Wirkung zeigen.
Im Falle von Spore hat das funktioniert. Aber für solche Marken wie SC ist das ein hoffnungsloses Unterfangen, weil es eben viel zu wenige nicht kaufen...
Ich glaube kaum, dass SC das gleiche Schicksal erwartet wie Spore.
Spore lief nie wirklich gut - bei SC sind alle Server restlos am Anschlag.
Ich glaube kaum, dass das weniger wird, wenn SC nach und nach technisch besser wird.
Es ist und bleibt dabei, dass der Widerstand von einer Minderheit ausgeht.
Und Minderheiten haben leider viel zu selten etwas bewirken können.
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Randall Flagg
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Der beste Weg, Protest zu zeigen, sind Raubkopien. Gerade bei Spiele mit Onlineanbindung ist das immer sehr schön, wenn die "Raubkopierer" das Spiel spielen können, während andere durch Serverausfälle es nicht können. Ist bei SC schwierig, zugegeben. Aber immer noch besser als nicht kaufen und hinterher doch nachgeben. So zeigt man wenigstens den Entwicklern: Hey, wir wollen eure Spiele, aber ohne eure Internetscheiße. Dann werden sie die DRM-Maßnahme noch weiter verstärken und dabei wieder versagen, bis es ihnen irgendwann zu teuer ist und sie gelernt haben, dass Always-Online fürn Arsch ist und nur den Illegalen in die Hände spielt.casanoffi hat geschrieben: Genau davon rede ich - nicht kaufen ist ein wirkungsvoller Schritt!
Das Problem dabei ist aber, dass nicht viele so konsequent sind.
- MaV01
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
mit raubmordkopieren spielst du den Publishern nur argumente FÜR onlineDRM in die hände.
kopieren ist mit sicherheit die dümmste lösung
kopieren ist mit sicherheit die dümmste lösung
- casanoffi
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Naja, wenn der Plan denn aufgeht. Reine Spekulation.Randall Flagg hat geschrieben:Der beste Weg, Protest zu zeigen, sind Raubkopien. Gerade bei Spiele mit Onlineanbindung ist das immer sehr schön, wenn die "Raubkopierer" das Spiel spielen können, während andere durch Serverausfälle es nicht können. Ist bei SC schwierig, zugegeben. Aber immer noch besser als nicht kaufen und hinterher doch nachgeben. So zeigt man wenigstens den Entwicklern: Hey, wir wollen eure Spiele, aber ohne eure Internetscheiße. Dann werden sie die DRM-Maßnahme noch weiter verstärken und dabei wieder versagen, bis es ihnen irgendwann zu teuer ist und sie gelernt haben, dass Always-Online fürn Arsch ist und nur den Illegalen in die Hände spielt.casanoffi hat geschrieben: Genau davon rede ich - nicht kaufen ist ein wirkungsvoller Schritt!
Das Problem dabei ist aber, dass nicht viele so konsequent sind.
Und in meinen Augen wohl eher eine nette Idee, aber vermutlich kein guter Plan.
Aber gut, wenn Dein Plan denn aufgehen sollte, ziehe ich vielleicht meinen Hut
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Basso
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Ich persönlich halte von der Idee mit den Raubkopien auch nicht allzuviel. Viel zu spekulativ und schlecht voraussehbar und im Falle von Sim City wird es auch noch eine Weile dauern bis man überhaupt die erste Raubkopie zu Gesicht bekommt, wenn überhaupt. Was die Kopierbarkeit angeht, hat EA eigentlich alles richtig gemacht, denn ohne Server Binaries kann man einen emulierten Server eigentlich vergessen. Bestes Beispiel hierfür ist Diablo 3, welches immer noch nicht gecrackt wurde.
Aber mal ein anderes Thema und meiner Meinung nach auch der Kern an der ganzen Problematik. Alle regen sich darüber auf, dass EA und Konsorten ihre Kunden gängeln und dass meiner Meinung nach auch zurecht. Aber die ganze Problematik einzig und allein auf den Konsumenten abzuwälzen, empfinde ich schon fast als beleidigend. Ich kann es zumindest nachvollziehen, warum jemand keine Lust hat, sich gegen solche Multi-Millionen-Dollar Unternehmen aufzulehnen, weil es einfach keinen Sinn macht. Ein passiver Widerstand, in diesem Fall schlicht das Spiel nicht zu kaufen, ist eine feine Sache, die aber leider viel zu wenig Wirkung bringt.
Das Problem liegt da meiner Meinung nach woanders und zwar beim Gesetzgeber. Allein wenn man sich schon die Frage stellt, wie es überhaupt möglich ist, dass sich bspw. Amazon so gut aus einer Umtauschaktion herauswinden kann, sollte einem bewusst werden, dass EA und Konsorten hier gemütlich in einer gesetzlichen Grauzone fahren. Rein vom Gesetz ausgehend tut Amazon hier nichts falsches, das Spiel nicht umzutauschen, wenn das Spiel entsiegelt wurde, denn sie haben ihre Pflicht als Verkäufer erfüllt. Sie haben die Bestellung samt Bezahlung entgegengenommen und einen eingeschweißten Silberling geliefert und sofern die DVD nicht zerbrochen oder unleserlich ist, besteht nach aktueller Gesetzeslage auch kein Grund für einen Umtausch.
Und genau DAS ist es, was sich ändern, wo der Gesetzgeber mittlerweile regulierend eingreifen muss. An Software, also Grunde etwas, dass nicht greifbar ist, müssen nichtsdestotrotz die gleichen Maßstäbe für Funktion angelegt werden, wie bei der DVD Hülle und der DVD die Amazon an seine Kunden ausliefert. Nur ist das noch immer nicht bei unserer Politik angekommen, dass ich als Kunde genauso ein Anrecht auf funktionierende Software habe, wie auf eine Funktionierende Mikrowelle oder Ähnlichem. Hinzukommt, dass man am besten im gleichen Atemzug solche betrügerischen Dinge wie Mikrotransaktionen und DLCs in einem gesunden Rahmen einschränkt, weil hier meiner Meinung nach auch ein gewisses Potential besteht, als Masche mit dem Ziel der Gewinnmaximierung und letztlich der "Abzocke" des Kunden zu fungieren. Die meisten Verbraucherschützer würden wahrscheinlich Tränen der Freude vergießen, wenn der Gesetzgeber hier mal eingreifen würde.
Kurz zusammengefasst finde ich, dass der Gesetzgeber Software, in diesem Fall auch Spiele, genauso behandeln muss, wie andere "greifbare" Produkte auch. Da dies im Moment nicht der Fall ist, ist es Firmen wie EA, Ubisoft oder auch Amazon möglich, so zu handeln, wie sie es im Moment tun. Von daher sollte man die gesamte Schuld nicht nur dem Konsumenten zuschieben, sondern letztlich auch mal den Gesetzgeber in Betracht ziehen, der eine solche Kundenverarsche auch noch begünstigt.
Aber mal ein anderes Thema und meiner Meinung nach auch der Kern an der ganzen Problematik. Alle regen sich darüber auf, dass EA und Konsorten ihre Kunden gängeln und dass meiner Meinung nach auch zurecht. Aber die ganze Problematik einzig und allein auf den Konsumenten abzuwälzen, empfinde ich schon fast als beleidigend. Ich kann es zumindest nachvollziehen, warum jemand keine Lust hat, sich gegen solche Multi-Millionen-Dollar Unternehmen aufzulehnen, weil es einfach keinen Sinn macht. Ein passiver Widerstand, in diesem Fall schlicht das Spiel nicht zu kaufen, ist eine feine Sache, die aber leider viel zu wenig Wirkung bringt.
Das Problem liegt da meiner Meinung nach woanders und zwar beim Gesetzgeber. Allein wenn man sich schon die Frage stellt, wie es überhaupt möglich ist, dass sich bspw. Amazon so gut aus einer Umtauschaktion herauswinden kann, sollte einem bewusst werden, dass EA und Konsorten hier gemütlich in einer gesetzlichen Grauzone fahren. Rein vom Gesetz ausgehend tut Amazon hier nichts falsches, das Spiel nicht umzutauschen, wenn das Spiel entsiegelt wurde, denn sie haben ihre Pflicht als Verkäufer erfüllt. Sie haben die Bestellung samt Bezahlung entgegengenommen und einen eingeschweißten Silberling geliefert und sofern die DVD nicht zerbrochen oder unleserlich ist, besteht nach aktueller Gesetzeslage auch kein Grund für einen Umtausch.
Und genau DAS ist es, was sich ändern, wo der Gesetzgeber mittlerweile regulierend eingreifen muss. An Software, also Grunde etwas, dass nicht greifbar ist, müssen nichtsdestotrotz die gleichen Maßstäbe für Funktion angelegt werden, wie bei der DVD Hülle und der DVD die Amazon an seine Kunden ausliefert. Nur ist das noch immer nicht bei unserer Politik angekommen, dass ich als Kunde genauso ein Anrecht auf funktionierende Software habe, wie auf eine Funktionierende Mikrowelle oder Ähnlichem. Hinzukommt, dass man am besten im gleichen Atemzug solche betrügerischen Dinge wie Mikrotransaktionen und DLCs in einem gesunden Rahmen einschränkt, weil hier meiner Meinung nach auch ein gewisses Potential besteht, als Masche mit dem Ziel der Gewinnmaximierung und letztlich der "Abzocke" des Kunden zu fungieren. Die meisten Verbraucherschützer würden wahrscheinlich Tränen der Freude vergießen, wenn der Gesetzgeber hier mal eingreifen würde.
Kurz zusammengefasst finde ich, dass der Gesetzgeber Software, in diesem Fall auch Spiele, genauso behandeln muss, wie andere "greifbare" Produkte auch. Da dies im Moment nicht der Fall ist, ist es Firmen wie EA, Ubisoft oder auch Amazon möglich, so zu handeln, wie sie es im Moment tun. Von daher sollte man die gesamte Schuld nicht nur dem Konsumenten zuschieben, sondern letztlich auch mal den Gesetzgeber in Betracht ziehen, der eine solche Kundenverarsche auch noch begünstigt.
- Sir Richfield
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
In der Hoffnung, dass die Leute merken, dass Sim City unterm Strich kein gutes Spiel mehr ist?Kajetan hat geschrieben:Sim City 5 wird genau das gleiche Schicksal ereilen.
Ich fürchte, das bewertet der Kunde individuell:
Spore: Hat eine Zeit gehalten, Gameplay war aber dann doch ZU flach und irgendwann.. baut man die Penisse halt in Minecraft.
Darkspore: Ololol
Die Sims: Der Erfinder von geschnittenem Brot guckt jetzt noch neidisch auf die Geldkuh.
Sim City: Ich wage die Spore Prognose. Wird sich einigermaßen halten, weil die Volltr*... äh, die größten Fans alle DLC kaufen (übrigens: Wenn mich ein KAUF JETZT DIESUNDDAS Fenster auf dem Hauptmenü anlächelt, dann hat das Programm direkt verloren.) und damit das Programm noch einigermaßen am kacken halten werden.
Aber solange das Gameplay auf kleine, spezialisierte Dorfinseln ausgerichtet ist, die ich entweder selber verwalten oder mich auf einen Fremden verlassen muss, werden viele Sim City Spieler wieder abspringen.
Und dann gibt es noch die ca. 30 Leute, die wie bei jedem D3 Patch lautstark verkünden, dass jetzt die Hoffnung besteht, dass das Spiel besser wird und sie wieder anfangen werden zu spielen und man müsse dem Spiel ja generell eine Chance geben und Daueronline ist ja gar nicht so schlimm und immerhin kann man in Sim City Autobahnen...
*Disclaimer: Damit meine ich ausnahmsweise mal nicht die Leute aus dem Forum hier, die SC in der aktuellen Fassung einfach für ein gutes Spiel halten. Ich meine nur die Leute, die ohne Nachdenken alles kaufen, einfach nur, weil es da ist. Das ist nicht einmal auf SC, oder Dead Space oder Videospiele im Allgemeinen begrenzt. Wer blind des Kaufens willen kauft, der hat für mich ein Problem.
- danke15jahre4p
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
glaub ich nicht, sobald der ingame shop fertig ist, ubahnen und größere maps gegen bares angeboten werden, dazu ein kostenloses probewochenende, dann wird eine neue marketingkampagne gefahren und ea hat wieder abertausende spieler im sack!Kajetan hat geschrieben:Sim City 5 wird genau das gleiche Schicksal ereilen.
greetingz
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Wieso hat das nicht bei Spore geklappt? Wieso hat das jetzt bereits zum zweiten Mal nicht bei Medal of Honor geklappt? Wieso hat das scheinbar nicht bei Dead Space 3 geklappt? Wieso dümpelt die Need for Speed-Serie nur noch unter "ferner liefen" herum? Wenn das alles so einfach wäre, wieso ist EA nicht der Branchenprimus, der man vor zehn Jahren noch war?leifman hat geschrieben:glaub ich nicht, sobald der ingame shop fertig ist, ubahnen und größere maps angeboten werden, dazu ein kostenloses probewochenende, dann wird eine neue marketingkampagne gefahren und ea hat wieder abertausende spieler im sack!Kajetan hat geschrieben:Sim City 5 wird genau das gleiche Schicksal ereilen.
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SWey90
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Diesen Aspekt kann ich bei den meisten Publishern nicht mehr nachvollziehen. Es besteht eine Mentalität, dass bekannte Serien schnell und marketingstark an jegliche Wände gefahren werden.Kajetan hat geschrieben: Wieso hat das nicht bei Spore geklappt? Wieso hat das jetzt bereits zum zweiten Mal nicht bei Medal of Honor geklappt? Wieso hat das scheinbar nicht bei Dead Space 3 geklappt? Wieso dümpelt die Need for Speed-Serie nur noch unter "ferner liefen" herum? Wenn das alles so einfach wäre, wieso ist EA nicht der Branchenprimus, der man vor zehn Jahren noch war?
Die meisten, hier und in anderen Foren, reden vom "schnellen Geld". Das stimmt pauschal so nicht, denn welche Titel waren in den letzten Jahren die großen Erfolge? Die Games von Rockstar, zudem Skyrim.
Ansonsten ist vieles gefloppt, Serien haben ihren Markenkern verloren, die Spieler sind genervt.
Ich verstehe viele Entscheidungen nicht.
- Kajetan
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Ich verstehe nicht, bis heute nicht, warum man bei Rockstar dachte, man müsse ein unglaublich teuer produziertes Max Payne 3 veröffentlichen, welches zudem mit haufenweise Marketing und Brimborium letzten Sommer released wurde ... nur um angefressen festzustellen, dass MP3 von nicht genug Leuten gekauft wurde. Denn soooo erfolgreich war die Serie nicht. MP1 war ein kleiner Überraschungshit, der zu großen Teilen vom damaligen Bullet-Time-Hype gelebt hat. MP2 war schon ein ziemlicher Flopp und deswegen ist es eine gute Idee MP3 so teuer zu produzieren, dass man alleine ein paar Millionen verkaufte Einheiten benötigt, nur um eine schwarze Null schreiben zu können?SWey90 hat geschrieben:Das stimmt pauschal so nicht, denn welche Titel waren in den letzten Jahren die großen Erfolge? Die Games von Rockstar, zudem Skyrim. Ansonsten ist vieles gefloppt, Serien haben ihren Markenkern verloren, die Spieler sind genervt. Ich verstehe viele Entscheidungen nicht.
- mr archer
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Re: SimCity: Europastart ohne Probleme? Nein!
Allerdings. Und dann haben sie noch die großartige Idee, aus dem Spiel eine Art "Man on fire" - Versoftung zu machen. Wo der Film doch auch alles andere als ein Kassenhit war.Kajetan hat geschrieben: Ich verstehe nicht, bis heute nicht, warum man bei Rockstar dachte, man müsse ein unglaublich teuer produziertes Max Payne 3 veröffentlichen, welches zudem mit haufenweise Marketing und Brimborium letzten Sommer released wurde ... nur um angefressen festzustellen, dass MP3 von nicht genug Leuten gekauft wurde. Denn soooo erfolgreich war die Serie nicht. MP1 war ein kleiner Überraschungshit, der zu großen Teilen vom damaligen Bullet-Time-Hype gelebt hat. MP2 war schon ein ziemlicher Flopp und deswegen ist es eine gute Idee MP3 so teuer zu produzieren, dass man alleine ein paar Millionen verkaufte Einheiten benötigt, nur um eine schwarze Null schreiben zu können?
